Seite schnell aus Google entfernen: So nutzen Sie das Tool zum Entfernen

Kurze Antwort
Wie können Sie eine Seite aus Google entfernen, und zwar schnell?
Das Tool zum Entfernen ist eine offizielle Funktion der Search Console, mit der Inhaber einer bestätigten Property eine URL für etwa sechs Monate aus den Google Suchergebnissen ausblenden. Laut Google greift eine erfolgreiche Anfrage meist innerhalb eines Tages. Für ein dauerhaftes Ergebnis löschen Sie die Seite, schützen sie per Passwort oder setzen noindex.
Ist eine Seite versehentlich online gegangen und Sie wollen diese Seite aus Google entfernen, und zwar sofort? Dann ist das Tool zum Entfernen in der Search Console (Removals) Ihre erste Anlaufstelle. Allerdings löscht dieses Tool nichts; es verschafft Ihnen nur Zeit. In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team, wie Sie vorübergehend ausblenden, dauerhaft lösen und mit Inhalten auf fremden Websites umgehen.
Kurz gesagt wirkt das Tool wie eine Notbremse. Zunächst ziehen Sie die Bremse, danach schließen Sie die Ursache auf Ihrer Website dauerhaft. Fehlt der zweite Schritt, kann die Seite nach Ablauf der Sperre zurückkehren.
Wer diesen Unterschied früh versteht, vermeidet die meisten Fehler aus unserer Praxis. Viele Websitebetreiber senden die Anfrage und halten die Sache für erledigt. Sechs Monate später taucht dieselbe Seite wieder auf, und niemand weiß mehr, warum. Deshalb empfehlen wir, jede Anfrage kurz zu notieren: welche URL, welcher Tag und welche dauerhafte Maßnahme.
Was sollten Sie in den ersten 15 Minuten tun?
Erscheint eine sensible Seite, eine Testkopie oder eine falsche Preisliste in Google, gehen Sie in dieser Reihenfolge vor. So kappen Sie die Sichtbarkeit schnell und verhindern, dass sich das Problem wiederholt. Speichern Sie außerdem einen Screenshot und die Adresse der Seite, denn diese Notiz brauchen Sie für die spätere Kontrolle.
- Kopieren Sie die exakte Adresse und notieren Sie die Varianten mit www, http und https.
- Öffnen Sie in der Search Console die richtige Property und dort den Bereich Entfernungen (Removals).
- Erstellen Sie eine neue Anfrage und senden Sie die URL als vorübergehende Entfernung.
- Setzen Sie auf Ihrer Website eine dauerhafte Maßnahme um: Inhalt löschen, Passwort setzen oder noindex ergänzen.
- Prüfen Sie den Status der Anfrage nach einigen Stunden erneut.
Diese Reihenfolge ist bewusst gewählt. Sie kopieren die Adresse zuerst, weil man in der Hektik sehr leicht die falsche Variante einreicht. Zum Beispiel deckt die Adresse ohne www womöglich nicht ab, was Sie erwarten, wenn die Variante mit https und www im Index steht. Achten Sie zudem auf die richtige Property; wer mehrere Websites betreut, verwechselt Property Namen schnell.
Andererseits können Sie Schritt drei und vier tauschen. Trotzdem raten wir, beides in derselben Sitzung abzuschließen, damit die dauerhafte Maßnahme nicht in Vergessenheit gerät.
Was leistet das Tool zum Entfernen, und was nicht?
Das Tool sorgt dafür, dass Google die angegebene URL vorübergehend nicht in den Suchergebnissen zeigt. Allerdings bleibt die Seite im Internet erreichbar. Wer die Adresse kennt, kann sie weiterhin öffnen, und andere Suchmaschinen können sie weiter anzeigen.
Die Google Hilfe nennt die Grenzen klar. Das Tool funktioniert nicht für Websites, die Sie nicht kontrollieren, und es entfernt Inhalte nicht dauerhaft. Zudem hält es den Googlebot nicht vom Crawlen ab; es blockiert nur die Anzeige in den Ergebnissen.
- Ausblenden einer URL für etwa sechs Monate.
- Ausblenden aller Adressen mit einem bestimmten Präfix.
- Kein Löschen der Seite auf Ihrem Server.
- Keine Wirkung auf andere Suchmaschinen.
- Keine Lösung für Crawling Fehler oder Canonical Probleme.
Wer diese Grenzen kennt, setzt realistische Erwartungen. Erscheint eine Seite zum Beispiel auch in Bing, brauchen Sie dort eine eigene Anfrage über die Werkzeuge dieser Suchmaschine. Daher ist die dauerhafte Lösung auf Ihrer Website der effizienteste Weg, denn sie wirkt auf alle Suchmaschinen gleichzeitig.
Wie lange hält eine vorübergehende Entfernung?
Laut Google hält eine erfolgreiche vorübergehende Entfernung etwa sechs Monate. Betrachten Sie dieses Fenster als Zeit, um das Problem dauerhaft zu beheben. Das heißt, es ist eine Vorbereitungsphase und keine Lösung.
Endet das Fenster und ist die Seite noch erreichbar und indexierbar, kann Google sie wieder anzeigen. Tragen Sie sich deshalb eine Erinnerung in den Kalender ein und prüfen Sie, ob die dauerhafte Maßnahme wirklich greift.
Google weist außerdem auf ein wichtiges Detail hin. Liefert die gesperrte URL einen 404 oder einen 502/503 Status, kann die Sperre früher enden. Folglich ist es auch keine sichere Strategie, die Seite zu löschen und das Tool zu vergessen; Ihr eigentlicher Schutz ist die dauerhafte Maßnahme auf der Website.
Zudem brauchen Sie nach der Maßnahme etwas Geduld. Crawlt Google die Seite erneut, sieht es das noindex Signal oder den 404 Code und aktualisiert den Eintrag. Die Crawlfrequenz unterscheidet sich je nach Website, also kann niemand ein genaues Datum nennen. Genau diese Wartezeit überbrückt die vorübergehende Entfernung.
Welchen Anfragetyp sollten Sie wählen?
Der Bereich Entfernungen bietet im Kern zwei Anfragetypen. Einer ist die vorübergehende Entfernung, die die URL aus den Ergebnissen ausblendet. Ein anderer ist Snippet löschen (Clear snippet); diese Option entfernt die Beschreibung im Suchergebnis, bis Google die Seite neu indexiert.
| Anfragetyp | Wirkung | Einsatz |
|---|---|---|
| Vorübergehende Entfernung (einzelne URL) | Blendet eine Adresse etwa sechs Monate aus | Eine sensible Seite ist öffentlich |
| Vorübergehende Entfernung (Präfix) | Blendet alle Adressen mit gleichem Präfix aus | Ein ganzer Ordner ist versehentlich öffentlich |
| Snippet löschen | Entfernt die Beschreibung bis zur Neuindexierung | Die Seite bleibt, die alte Beschreibung stört |
| Veraltete Inhalte (Refresh Outdated Content) | Aktualisiert ein altes Ergebnis einer geänderten Seite | Die Website gehört Ihnen nicht, der Inhalt ist bereits weg |
Zeigte eine Produktseite zum Beispiel einen falschen Preis und Sie haben ihn bereits korrigiert, ist Snippet löschen sinnvoller als das Ausblenden der Seite. So bringt die Seite weiterhin Besucher.
Auch die letzte Tabellenzeile ist wichtig. Gehört die Website nicht Ihnen, haben Sie keinen Zugriff auf das Tool zum Entfernen. Dann bleibt nur, den Inhalt an der Quelle entfernen zu lassen und Google anschließend auf das veraltete Ergebnis hinzuweisen. Für Ihre eigene Website wählen Sie zwischen den ersten drei Zeilen. Fragen Sie sich also: Soll die Seite auf der Website bleiben? Falls ja, passt Snippet löschen oder noindex. Falls nein, starten Sie mit der vorübergehenden Entfernung und löschen danach.
Wie funktioniert die Entfernung per Präfix?
Die Präfix Option blendet mit einer einzigen Anfrage alle URLs aus, die mit der eingegebenen Zeichenfolge beginnen. Laut Google umfasst das die Varianten mit und ohne www sowie http und https. Subdomains betrifft sie allerdings nicht; dafür brauchen Sie eine eigene Anfrage.
Beispielszenario: Entwürfe im Ordner example.com/test/ sind im Index gelandet. Statt jede URL einzeln zu senden, reichen Sie das Präfix example.com/test/ ein. Dann verschwinden alle Seiten dieses Ordners mit einem Schritt aus den Ergebnissen.
Trotzdem ist beim Präfix Vorsicht geboten. Ein falsches Präfix, etwa nur die Wurzel der Domain, kann Ihre gesamte Website aus den Ergebnissen nehmen. Lesen Sie das Präfix vor dem Absenden zweimal.
Unser Team prüft vor jeder Präfix Anfrage eine einfache Sache. Im Leistungsbericht filtern wir die Seiten mit diesem Präfix und suchen nach Seiten mit aktuellen Klicks. Bringt eine wichtige Seite Klicks, senden wir stattdessen einzelne URLs. So nehmen Sie nie versehentlich eine umsatzstarke Seite aus den Ergebnissen.
Google gestaltet das Tool bewusst vorübergehend, denn die dauerhafte Entscheidung gehört auf Ihre Website. Zudem verhindert die Frist, dass vergessene Anfragen einer Website langfristig schaden. Sehen Sie das Tool also als Brücke und die dauerhafte Maßnahme als anderes Ufer.
Wie können Sie eine Seite aus Google entfernen, und zwar dauerhaft?
Google Search Central empfiehlt drei dauerhafte Wege: Inhalt entfernen oder ändern, Seite per Passwort schützen oder ein noindex Tag setzen. Die Hilfe zum Tool nennt zudem einen 404 oder 410 Statuscode als dauerhafte Methode.
- Inhalt löschen, sodass die Seite 404 oder 410 liefert. Das ist der sicherste Weg, und auch andere Suchmaschinen lassen die Seite mit der Zeit fallen.
- Passwortschutz setzen. Berechtigte Personen behalten Zugriff, Googlebot und andere Crawler kommen nicht hinein.
- Noindex ergänzen. Die Seite bleibt für Besucher offen, erscheint aber nicht mehr in der Google Suche.
Der Unterschied zwischen noindex und robots.txt wird hier entscheidend. Wir erklären ihn im Vergleich von noindex, nofollow und robots.txt. Kurz gesagt empfiehlt Google robots.txt nicht als Methode zum Entfernen.
Welche Methode Sie auch wählen, sie muss für jede Variante der Seite gelten. Ein noindex nur in der mobilen Vorlage oder ein Passwort nur für eine Sprachversion lässt die Aufgabe halb erledigt.
Warum reicht eine Sperre per robots.txt nicht?
Robots.txt steuert das Crawlen, nicht die Indexierung. Verlinken andere Websites auf eine gesperrte URL, kann Google sie auch ohne Crawlen indexieren. Außerdem sieht Google das noindex Signal nie, weil es die Seite nicht crawlen darf.
Sperren Sie deshalb eine Seite mit noindex nicht zusätzlich per robots.txt. Die Google Hilfe betont denselben Punkt: Haben Sie die Seite vor dem Entfernen des Inhalts gesperrt, müssen Sie die Sperre eventuell aufheben und danach neu setzen. Eine breitere Liste finden Sie in unserem Beitrag zu häufigen robots.txt Fehlern.
Wann setzen Website Betreiber das Tool falsch ein?
Google sagt klar, für welche Aufgaben das Tool nicht gedacht ist. Ein falscher Einsatz kostet Zeit und kann wichtige Seiten versehentlich ausblenden. Diese Fehler sehen wir in der Praxis am häufigsten.
- Alte 404 Seiten aufräumen, obwohl Google sie mit der Zeit ohnehin fallen lässt.
- Crawling Fehler beheben wollen, obwohl der Fehler auf der Website bleibt.
- Canonical Probleme lösen, wofür ein Canonical Tag das richtige Mittel ist.
- Einen Umzug der Website steuern, der stattdessen 301 Weiterleitungen braucht.
Gerade bei einer Migration kann das Tool zu erheblichem Trafficverlust führen. Denn wenn Sie die alten URLs ausblenden, verschwinden auch die Signale der Weiterleitungen aus den Ergebnissen. Für doppelte Inhalte empfehlen wir unseren Leitfaden zu Canonical Fehlern in der Search Console.
Wie entfernen Sie Inhalte auf fremden Websites aus Google?
Das Tool zum Entfernen funktioniert nur in Ihrer eigenen bestätigten Property. Für Inhalte auf fremden Websites gilt ein anderer Weg. Zuerst nehmen Sie immer Kontakt mit dem Betreiber auf und bitten um Löschung.
Hat der Betreiber den Inhalt gelöscht, zeigt Google aber noch das alte Ergebnis, nutzen Sie das Tool für veraltete Inhalte (Refresh Outdated Content). Laut Google Hilfe aktualisiert es Ergebnisse, die Informationen zeigen, die nicht mehr auf der Seite stehen.
Beachten Sie, dass es sich um eine Aktualisierung handelt, nicht um eine Löschung. Das heißt, Google prüft die aktuelle Seite und erneuert das Ergebnis nur, wenn sich der Inhalt tatsächlich geändert hat. Steht der Inhalt noch auf der Seite, lehnt Google die Anfrage ab. Für personenbezogene Daten oder rechtliche Anliegen bietet Google eigene Verfahren an. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung; wenden Sie sich bei rechtlichen Fragen an eine Anwältin oder einen Anwalt.
Wie beheben Sie ein veraltetes Snippet?
Manchmal korrigieren Sie die Seite, doch die Beschreibung im Suchergebnis zeigt weiter die alte Information. In diesem Fall ist eine vorübergehende Entfernung übertrieben. Eine Anfrage zum Löschen des Snippets entfernt die alte Beschreibung, bis Google die Seite neu indexiert.
Danach können Sie über die URL Prüfung eine Indexierung beantragen. Allerdings garantiert diese Anfrage keinen Zeitpunkt; Google crawlt nach eigenem Plan. Daher bringt es nichts, dieselbe URL immer wieder zu senden; einmal reicht. Öffnen Sie die Seite zudem in einem privaten Browserfenster, um zu prüfen, ob die Korrektur wirklich online ist, denn Caching Plugins liefern manchmal noch die alte Version.
Was bedeuten die Statusangaben der Anfragen?
Jede Anfrage erscheint im Bereich Entfernungen mit einem Status. Die Google Hilfe nennt diese Statusangaben auf Englisch; die deutsche Oberfläche kann abweichende Bezeichnungen zeigen.
- Processing request: Google prüft die Anfrage noch.
- Temporarily removed: Die URL ist derzeit ausgeblendet.
- Request denied: Google hat die Anfrage abgelehnt.
- Request canceled: Sie haben die Anfrage selbst abgebrochen.
- Removal expired: Der Zeitraum ist abgelaufen.
Lehnt Google eine Anfrage ab, prüfen Sie zunächst, ob die URL zur richtigen Property gehört. Schon kleine Unterschiede, etwa eine http Adresse in einer https Property, sorgen für Verwirrung.
Was tun Sie, wenn Sie eine Anfrage abbrechen müssen?
Haben Sie die falsche URL ausgeblendet, brechen Sie die Anfrage in der Liste der Entfernungen ab. Danach kann die Seite in die Ergebnisse zurückkehren, sofern sie noch im Index steht. Allerdings geschieht das nicht unbedingt sofort.
Fehler bei Präfix Anfragen sind besonders teuer. Deshalb nutzt unser Team vor jeder Präfix Anfrage eine kurze Checkliste: Stimmt das Präfix, welche Seiten deckt es ab, und bringt eine davon Traffic? Ohne Antwort auf alle drei Fragen senden wir die Anfrage nicht.
Wir empfehlen außerdem, Abbrüche zu dokumentieren. Wenn Sie Wochen später herausfinden wollen, warum eine Seite verschwunden oder zurückgekehrt ist, sparen diese Notizen Zeit.
Wie entfernen Sie Bilder aus den Ergebnissen?
Für Bilder auf Ihrer eigenen Website bietet Google einen eigenen Leitfaden zum Entfernen. Im Notfall blendet das Tool zum Entfernen auch ein Bild vorübergehend aus. Für eine dauerhafte Lösung löschen Sie das Bild vom Server oder beschränken den Zugriff.
Beachten Sie zudem, dass Bildadressen oft von Seitenadressen abweichen. Also müssen Sie womöglich die URL des Bildes selbst einreichen statt der Seiten URL. Liefert ein CDN das Bild aus, prüfen Sie auch, zu welcher Property diese Adresse gehört.
Wie gehen Sie mit URL Varianten um?
Derselbe Inhalt kann zudem unter mehreren Adressen erreichbar sein. Typische Beispiele sind Parameter, Groß und Kleinschreibung sowie der abschließende Schrägstrich. Google Search Central empfiehlt, beim dauerhaften Entfernen jede Variante zu sperren.
Beispielszenario: example.com/aktion und example.com/aktion?ref=mail öffnen dieselbe Seite. Blenden Sie nur die erste aus, kann die zweite in den Ergebnissen bleiben. Finden Sie also zuerst heraus, welche Varianten im Index stehen. Eine site: Suche in Google und der Seitenbericht der Search Console helfen dabei; unser Beitrag zu Index Bloat unterstützt diese Analyse.
Was sollten Sie danach in der Search Console verfolgen?
Mit der Annahme der Anfrage ist die Arbeit nicht erledigt. Sie müssen zudem prüfen, ob Google die dauerhafte Maßnahme erkennt. Der Bericht zur Seitenindexierung und die URL Prüfung sind dafür die zwei nützlichsten Stellen.
- Bei noindex warten Sie, bis die Seite unter den durch noindex ausgeschlossenen Seiten erscheint.
- Bei einer gelöschten Seite beobachten Sie, ob sie als 404 auftaucht.
- Beim Passwortschutz bestätigen Sie per URL Prüfung, dass Google keinen Zugriff hat.
Sind Sie neu in der Search Console, erklärt unsere Google Search Console Anleitung für Einsteiger die wichtigsten Ansichten. Wie der noindex Status im Bericht aussieht, zeigen wir im Beitrag durch noindex Tag ausgeschlossen.
Wann wählen Sie das Tool und wann noindex?
Beide Methoden sind Partner, keine Konkurrenten. Das Tool liefert Tempo, noindex liefert Dauer. Muss die Seite für Besucher offen bleiben, etwa eine Dankesseite oder ein Formular nur für Mitglieder, ist noindex allein die richtige Wahl.
Enthält die Seite dagegen sensible Informationen, reicht noindex nicht. Denn noindex gilt nur für die Google Suche; die Seite bleibt im Netz offen, und Suchmaschinen ohne noindex Unterstützung können sie weiter zeigen. In diesem Fall ist Löschen oder ein Passwort der sicherere Weg.
Wir empfehlen eine einfache Regel. Soll niemand die Information sehen, löschen oder sperren Sie sie. Ist die Information unkritisch, die Seite aber nicht für die Suche gedacht, setzen Sie noindex. In beiden Fällen kappt das Tool zum Entfernen die Sichtbarkeit sofort.
Was tun Sie, wenn eine Staging Umgebung im Index steht?
Eine indexierte Entwicklungsumgebung gehört übrigens zu den häufigsten Notfällen in unserer Praxis. Meist bleibt eine Subdomain wie test.example.com oder ein Ordner wie /dev/ ohne Passwort öffentlich. Dann findet Google die Kopie und zeigt sie manchmal statt der echten Website.
- Bestätigen Sie zunächst die Subdomain als eigene Property, denn eine Anfrage für die Hauptdomain deckt sie nicht ab.
- Reichen Sie danach die Wurzel der Subdomain als Präfix im Tool ein.
- Aktivieren Sie dann auf Serverebene einen Passwortschutz, eine der von Google empfohlenen dauerhaften Methoden.
- Prüfen Sie schließlich die Signale für doppelte Inhalte auf Ihrer Hauptwebsite.
Eine Sperre der Subdomain per robots.txt wirkt hier verlockend. Allerdings ist robots.txt, wie oben erklärt, keine Methode zum Entfernen. Zudem sieht Google den Passwortschutz nicht, wenn es die Seite nicht crawlen darf; alte Einträge bleiben dann womöglich länger.
Sollte eine gelöschte Seite 404 oder 410 liefern?
Die Google Hilfe akzeptiert sowohl 404 als auch 410 als Signal für dauerhaftes Entfernen. Beide Codes sagen, dass der Server die Seite nicht mehr ausliefert. Ein 410 drückt nur deutlicher aus, dass Sie den Inhalt absichtlich und endgültig entfernt haben.
In der Praxis ist der Unterschied für die meisten Websites gering. Entscheidend ist, dass die Seite einen echten Fehlercode liefert. Zeigt eine gelöschte Seite den Hinweis „nicht gefunden“, liefert aber 200, wertet Google das womöglich als Soft 404. Details finden Sie in unserem Beitrag zu Soft 404 Fehlern.
Ersetzt ein neuer Inhalt die Seite, ziehen Sie statt Löschen eine 301 Weiterleitung in Betracht. So behalten Sie Besucher und Linkwert. Bei sensiblen Inhalten bleibt jedoch Löschen plus Tool zum Entfernen der sauberste Weg.
Wann lohnt sich Unterstützung durch Fachleute?
Eine einzelne Seite auszublenden dauert also meist nur Minuten. Anders sieht es aus, wenn Hunderte Testseiten im Index stehen, eine Staging Umgebung offen blieb oder URLs mit Kundendaten in den Ergebnissen erscheinen. Dann ist der Spielraum für Fehler klein. Ein falsches Präfix blendet die ganze Website aus, und eine fehlende dauerhafte Maßnahme bringt das Problem nach sechs Monaten zurück.
Schwieriger wird es zudem bei mehreren Sprachversionen, vielen Subdomains oder komplexen Weiterleitungen. In solchen Fällen finden wir im Rahmen unserer SEO Beratung die Ursache auf Ihrer Website, setzen die dauerhaften Maßnahmen um und begleiten den Prozess in der Search Console. Rankings oder feste Zeiträume versprechen wir nicht; wir folgen den offiziellen Wegen von Google.
Welche Gewohnheiten verhindern das Problem von Anfang an?
Die günstigste Entfernung ist die, die Sie nie brauchen. Deshalb empfehlen wir einige einfache Prüfungen im Veröffentlichungsprozess. Somit sinkt die Zahl der Notfälle deutlich.
- Schützen Sie Test und Staging Umgebungen mit einem Passwort.
- Prüfen Sie die noindex Einstellung neuer Vorlagen vor dem Start.
- Nehmen Sie nur Seiten in die Sitemap auf, die online sein sollen.
- Legen Sie interne Dateien nicht in öffentliche Ordner.
Diese Prüfungen kosten auf Ihrer Checkliste vor dem Start nur wenige Minuten. Dafür ersparen sie Stunden an Aufräumarbeit nach einem Leck und möglichen Imageschaden. Kommt jemand Neues ins Team, machen Sie diese Liste zu einem der ersten Schulungsdokumente.
Beeinflusst das Tool die SEO Leistung?
Das Tool betrifft allerdings nur die URLs, die Sie angeben. Richtig eingesetzt, bringt es dem Rest der Website weder Strafe noch Signalverlust. Blendet ein falsches Präfix jedoch Seiten mit Traffic aus, erhalten diese Seiten während des gesamten Zeitraums keine Klicks.
Prüfen Sie also vor dem Ausblenden den Trafficanteil der Seiten. Im Leistungsbericht sehen Sie das in wenigen Minuten, wenn Sie nach diesen URLs filtern.
Denken Sie außerdem an Seiten, die auf die ausgeblendete Seite verlinken. Besucher klicken diese Links weiter an; haben Sie die Seite gelöscht, landen sie auf einem toten Link. Interne Links nach einer Entfernung zu aktualisieren, ist daher gut für Nutzererlebnis und Crawling Effizienz.
Wie sieht ein Beispielplan aus, um eine Seite aus Google entfernen zu lassen?
Beispielszenario: Ein Onlineshop hat eine interne Großhandelspreisliste unter example.com/grosshandel veröffentlicht, und Google hat sie indexiert. Die Seite enthält Informationen, die Wettbewerber nicht sehen sollen.
- Zunächst entscheidet das Team, ob die Seite einen Passwortschutz erhält.
- Danach senden Sie im Tool eine vorübergehende Entfernung für die einzelne URL.
- Anschließend bereinigen Sie interne Links und den Eintrag in der Sitemap.
- Schließlich bestätigen Sie per URL Prüfung, dass Google die Seite nicht erreicht.
Dieser Plan ist keine Garantie, folgt aber der von Google empfohlenen Reihenfolge. Geben Sie jedem Schritt eine verantwortliche Person und ein Datum. Konkret setzt etwa die Entwicklerin das Passwort, der SEO Verantwortliche sendet die Anfrage und prüft eine Woche später erneut. Fehlt in Ihrem Team jemand für diese Aufgabe, können Sie ein Angebot für SEO Beratung anfragen und den Prozess an uns übergeben.
Welcher Weg passt zu welcher Situation, wenn Sie eine Seite aus Google entfernen wollen?
Für eine dringende Seite auf Ihrer Website: Tool zum Entfernen und danach eine dauerhafte Maßnahme. Bei einer alten Beschreibung einer bereits korrigierten Seite hilft dagegen Snippet löschen. Für gelöschte Inhalte auf fremden Websites: das Tool für veraltete Inhalte. Bei rechtlichen Anliegen oder personenbezogenen Daten nutzen Sie zudem die separaten Verfahren von Google.
Zusammengefasst rettet Sie das Tool aus der Panik, beendet die Arbeit aber nicht. Die dauerhafte Lösung liegt immer auf Ihrer Website. Bleiben Sie ruhig, kopieren Sie die Adressen sorgfältig, senden Sie die Anfrage und setzen Sie die dauerhafte Maßnahme am selben Tag um. Offizielle Details liefern die Google Hilfe zum Tool zum Entfernen und der Leitfaden zum Entfernen von Informationen aus Google.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



