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Preis und Verfügbarkeit in Google anzeigen: Strukturierte Daten für Produkte

Talha Aslan 17 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Was sind strukturierte Daten für Produkte und wie zeigen sie den Preis in Google?

Strukturierte Daten für Produkte sind ein Markup, das Name, Bild, Preis, Währung und Verfügbarkeit Ihrer Produktseite in einem standardisierten Format (Schema.org Product und Offer) beschreibt. Bestätigt Google diese Angaben, kann das Suchergebnis Preis, Lagerstatus und Bewertungen anzeigen; eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Kurz gesagt übersetzen strukturierte Daten für Produkte Ihre Seite in eine Sprache, die Maschinen verstehen. Bei Talha Aslan und Team hören wir diese Frage von Onlineshops besonders oft: „Beim Wettbewerber stehen Preis und Verfügbarkeit im Ergebnis, warum bei uns nicht?“ Dieser Leitfaden beantwortet das Schritt für Schritt. Außerdem behandeln wir Pflichtfelder und empfohlene Felder, den Zusammenhang mit dem Merchant Center, die Berichte in der Search Console und häufige Fehler.

Zunächst zu den Erwartungen. Laut Googles eigener Dokumentation entscheidet jede Darstellung selbst, ob sie erweiterte Ergebnisse zeigt. Das heißt, korrektes Markup ist eine notwendige Bedingung, aber keine hinreichende. Deshalb empfehlen wir, das Ziel als „Berechtigung erlangen“ zu verstehen.

Unser Ziel ist einfach: Nach der Lektüre sollen Sie Ihre eigene Produktseite öffnen und das fehlende Feld selbst finden. Daher erklären wir in jedem Abschnitt zuerst, was die offizielle Google Dokumentation sagt. Danach zeigen wir, was das in der Praxis bedeutet. Fachbegriffe erklären wir beim ersten Auftreten; also kommen Sie auch ohne Entwicklerkenntnisse mit.

Wo genau erscheinen Preis und Lagerstatus in den Suchergebnissen?

Google kann Produktinformationen an mehreren Stellen nutzen. Unter dem klassischen blauen Link kann eine Zeile mit Preis, Verfügbarkeit und Sternebewertung erscheinen. Andererseits greifen auch reichere Flächen wie der Shopping Tab, die Bildersuche und Produktfelder auf dieselben Daten zu.

Die offizielle Google Dokumentation zu Produktdaten teilt diese Flächen in zwei Hauptgruppen: Produkt Snippets (product snippets) und Händlereinträge (merchant listing experiences). Diese Trennung bestimmt direkt, welche Felder Sie ausfüllen müssen. Daher sollten Sie vor dem Start wissen, zu welcher Gruppe Ihre Seite gehört.

  • Produkt Snippet: Für Seiten, die das Produkt nicht direkt verkaufen, zum Beispiel ein Testbericht oder ein Vergleichsportal.
  • Händlereintrag: Für Seiten, auf denen Besucher das Produkt bei Ihnen kaufen können, also die klassische Produktseite im Onlineshop.
  • Überschneidung: Wenn Sie die Pflichtfelder für Händlereinträge ausfüllen, kann die Seite auch für Produkt Snippets infrage kommen.

Ein Shop, der eigene Produkte verkauft und zudem einen Blog mit Testberichten betreibt, sollte beide Seitentypen getrennt auszeichnen. Der Testbericht zielt auf Produkt Snippets, die Produktseite auf Händlereinträge. Somit erreicht jede Seite Google mit den Feldern, die zu ihrem Zweck passen.

Was unterscheidet Produkt Snippets von Händlereinträgen?

Beide Darstellungen nutzen denselben Typ Product. Allerdings unterscheiden sich ihre Erwartungen. Produkt Snippets geben Bewertungsangaben mehr Raum. Zum Beispiel kann eine redaktionelle Testseite Vor und Nachteile (pros and cons) auszeichnen. Händlereinträge konzentrieren sich dagegen auf Kaufdetails wie Größen, Versand und Rückgabe.

MerkmalProdukt SnippetHändlereintrag
Geeignete SeiteTestbericht, Vergleich, Seite ohne VerkaufSeite, auf der man das Produkt kaufen kann
Pflichtfeldername sowie review, aggregateRating oder offersname, image und offers (als Offer)
PreisDarf null sein; AggregateOffer möglichMuss größer als null sein; Offer statt AggregateOffer
Vor und NachteileNur bei redaktionellen TestsNicht unterstützt
Versand und RückgabeNicht im FokusshippingDetails und hasMerchantReturnPolicy empfohlen
Bericht in der Search ConsoleProdukt Snippets (Product snippets)Händlereinträge (Merchant listings)

Die Tabelle stützt sich auf Googles Dokumentation zu Produkt Snippets und die Dokumentation zu Händlereinträgen. So wissen Sie von Anfang an, warum Sie welches Feld ausfüllen.

Welche Felder sind für Händlereinträge Pflicht?

Laut Googles Dokumentation zu Händlereinträgen hat Product drei Pflichtfelder. Offer kommt mit zwei weiteren hinzu. Fehlt eines davon, kommt die Seite für Händlereinträge nicht infrage.

  1. name: Der Produktname. Er sollte dem sichtbaren Namen auf der Seite entsprechen.
  2. image: Die Adresse eines Produktbilds. Nutzen Sie ein erreichbares Bild, das das Produkt tatsächlich zeigt.
  3. offers: Das Verkaufsangebot. Für Händlereinträge muss es ein Offer sein, kein AggregateOffer.
  4. price: Der Preis im Offer, alternativ priceSpecification.price.
  5. priceCurrency: Ein dreistelliger Währungscode nach ISO 4217, zum Beispiel EUR, CHF oder USD.

Zudem verlangt die Dokumentation für Händlereinträge einen Preis größer als null. Ein Produkt mit „Preis auf Anfrage“ oder 0 Euro gelangt also nicht in diese Darstellung. Bei Produkt Snippets gilt diese Grenze nicht.

Welche empfohlenen Felder machen Lagerstatus und Versand sichtbar?

Pflichtfelder öffnen die Tür; empfohlene Felder machen das Ergebnis reicher. Vor allem wenn der Lagerstatus erscheinen soll, sollten Sie availability nicht leer lassen. Zu den empfohlenen Feldern im Offer gehören diese.

  • availability: Verfügbarkeit mit Schema.org Werten wie InStock, OutOfStock oder PreOrder.
  • itemCondition: Neu, gebraucht oder generalüberholt.
  • priceValidUntil: Ablaufdatum des Preises. Ein Datum in der Vergangenheit kann die Anzeige verhindern.
  • shippingDetails: Versandkosten und Lieferzeit.
  • hasMerchantReturnPolicy: Ihre Rückgaberichtlinie.
  • url, validFrom, validThrough: Adresse des Angebots und sein Gültigkeitszeitraum.

Auf der Seite von Product empfiehlt Google unter anderem brand.name, gtin, mpn, sku, color, size, material und aggregateRating. Diese Felder identifizieren das Produkt eindeutig. Mit einer GTIN (globale Artikelnummer, also die Barcodenummer) erleichtern Sie Google zum Beispiel den Abgleich mit anderen Quellen. Deshalb empfehlen wir, vorhandene Barcodes immer auszuzeichnen.

Erfinden Sie allerdings keine GTIN für handgemachte Produkte ohne Barcode. Nutzen Sie stattdessen Markenname und Ihre eigene Artikelnummer (sku). Eine falsche GTIN kann Ihren Artikel einem fremden Produkt zuordnen und schadet mehr als ein leeres Feld.

Wie fügen Sie strukturierte Daten für Produkte Schritt für Schritt ein?

In der Praxis ist JSON-LD das sicherste Format. Für einen Einstieg ohne Programmierung können Sie unseren Schema Generator nutzen. Danach gehen Sie in dieser Reihenfolge vor.

  1. Notieren Sie Name, Preis, Währung und Lagerstatus, die die Produktseite zeigt.
  2. Übertragen Sie diese Werte exakt in Product und Offer; ergänzen Sie nichts, was die Seite nicht zeigt.
  3. Platzieren Sie das Markup im ersten HTML der Seite und erzeugen Sie es nicht nachträglich per JavaScript.
  4. Prüfen Sie die Seite mit dem Test für Rich Results (Rich Results Test) und beheben Sie kritische Fehler.
  5. Prüfen Sie mit dem Tool zur URL Prüfung, ob Google die Seite erreicht.
  6. Halten Sie die Sitemap aktuell und geben Sie Google Zeit für das erneute Crawlen.

Beispielszenario: Ein Shop unter example.com ergänzt auf der Seite einer Trinkflasche name, image, ein Offer mit price 24.90 und priceCurrency EUR sowie availability InStock. Dann startet er den Test und sieht ein fehlerfreies Ergebnis. Die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung.

Warum gehört das Markup ins erste HTML statt in JavaScript?

Googles Dokumentation zu Produkt Snippets rät Händlern, das Markup für Product im ersten HTML auszuliefern. Denn per JavaScript erzeugtes Markup kann dazu führen, dass Shopping Crawls seltener und weniger zuverlässig stattfinden. Für einen Shop mit häufig wechselnden Preisen und Beständen ist das ein echter Nachteil.

Aktualisiert zum Beispiel ein API Aufruf den Bestand erst nach dem Laden, sieht Google womöglich einen veralteten Stand. Das Ergebnis zeigt dann „auf Lager“, obwohl der Artikel längst ausverkauft ist. Folglich empfehlen wir, dass Ihr System Preis und Lagerstatus serverseitig in der ersten Antwort ausgibt.

Ein Tag Manager kann Markup ebenfalls einbinden, passt aber nicht zu jedem Fall. Die Details beschreiben wir im Beitrag Schema mit Google Tag Manager einbinden. Gerade bei Produktseiten halten wir den serverseitigen Weg für robuster.

Wie erkennen Sie, welchen Weg Ihre Website nutzt? Öffnen Sie den Quelltext und suchen Sie nach dem Wort Product. Steht es dort, liegt das Markup im ersten HTML. Fehlt es im Quelltext, erscheint aber im Testtool, ergänzt JavaScript es später.

Sollten Sie Merchant Center und strukturierte Daten für Produkte kombinieren?

Ja, nutzen Sie nach Möglichkeit beides. Laut Googles Produktdokumentation maximiert die Kombination aus strukturierten Daten auf der Seite und einem Produktfeed im Merchant Center die Berechtigung für Darstellungen. Einige Darstellungen verbinden beide Quellen.

Außerdem können Produkt Snippets laut Dokumentation den Preis aus Ihrem Merchant Center Feed übernehmen, wenn die Seite keinen enthält. Allerdings dürfen sich beide Quellen nicht widersprechen. Steht im Feed 24,90 Euro und auf der Seite 29,90 Euro, bekommen Sie Probleme. Dieses Thema behandeln wir ausführlich im Beitrag zur Preisabweichung im Merchant Center.

Falls Sie Merchant Center und kostenlose Einträge noch nicht eingerichtet haben, lesen Sie zuerst unseren Leitfaden zu Google Shopping und Merchant Center. Dort erklären wir die Grundlagen des Kontos; hier geht es um die Seite selbst.

Wie lesen Sie die Produktberichte in der Search Console?

Googles Dokumentation zu Produkt Snippets nennt zwei getrennte Berichte. Der Bericht Produkt Snippets (Product snippets) deckt Seiten ohne Verkauf ab, etwa Testberichte und Vergleichsportale. Der Bericht Händlereinträge (Merchant listings) deckt Seiten ab, auf denen man kaufen kann. Beide Berichte erscheinen in der Search Console, sobald Ihre Website das passende Markup enthält.

Beim Lesen empfehlen wir, auf drei Punkte zu achten.

  • Ungültige Elemente: Seiten mit kritischen Fehlern; sie kommen für die Darstellung nicht infrage.
  • Gültige Elemente mit Warnungen: Berechtigte Seiten, denen ein empfohlenes Feld fehlt.
  • Verlauf: Steigen die Fehler direkt nach einer Template Änderung, liegt das Problem im Template.

Sehen Sie in einer Fehlerzeile eine Warnung zu nicht lesbaren Daten, liegt ein Syntaxproblem vor. Diesen Fall erklären wir im Beitrag zum Fehler nicht parsbare strukturierte Daten.

Schließlich brauchen Sie Geduld. Starten Sie den Test nach einer Korrektur nicht täglich neu. Beobachten Sie stattdessen ein bis zwei Wochen den Verlauf im Bericht. Sinken die Fehler und steigen die gültigen Elemente, sind Sie auf dem richtigen Weg.

Welche Fehler bei strukturierten Daten für Produkte treten am häufigsten auf?

Die Fehler aus unseren Audits folgen meist denselben Mustern. Das ist keine Statistik, sondern eine Zusammenfassung dessen, was unserem Team am häufigsten begegnet.

  1. Fehlendes offers: Das Theme gibt name und image aus, vergisst aber den Preisblock.
  2. Falsche Währung: Im Feld steht „€“ statt des Codes EUR nach ISO 4217.
  3. Falsches Preisformat: Im Preisfeld steht Text wie „1.299,90 €“; Google erwartet einen Zahlenwert.
  4. Abgelaufenes priceValidUntil: Die Aktion ist vorbei, das Datum aber noch alt.
  5. AggregateOffer statt Offer: Händlereinträge brauchen ein Offer, trotzdem stecken alle Varianten in einem AggregateOffer.
  6. Product auf Kategorieseiten: Eine Listenseite trägt Produktmarkup, das die Dokumentation nicht unterstützt.

Kurz gesagt entstehen die meisten Fehler nicht aus fehlendem Fachwissen. Vielmehr stammen sie aus Templates, die niemand pflegt. Deshalb empfehlen wir, nach jedem Theme Update einige Produktseiten zu testen.

Was passiert bei Preis null oder „Preis auf Anfrage“?

Googles Dokumentation zu Händlereinträgen ist eindeutig: Anders als Produkt Snippets verlangen Händlereinträge einen Preis größer als null. Somit gelangen Produkte mit verstecktem Preis oder 0 Euro nicht in Händlereinträge.

Die Seite verschwindet deshalb aber nicht aus der Suche. Sie erscheint weiter als normales Ergebnis; nur die Zeile mit Preis und Lagerstatus fehlt. Für einen B2B-Maschinenhändler mit Angebotsmodell ist das zum Beispiel vertretbar. Für einen Einzelhändler ist es dagegen eine verpasste Chance.

Unser Rat: Bei Produkten mit wirklich festem Preis zeigen Sie den Preis klar an und zeichnen ihn aus. Bei Leistungen mit variablem Preis prüfen Sie statt Product lieber Typen, die zur Seite passen. Einen Preis nur ins Markup zu schreiben, den die Seite nicht zeigt, ist dagegen ein ernster Fehler.

Wie setzen Sie availability bei ausverkauften Produkten?

Ist ein Produkt ausverkauft, ist es meist der bessere erste Schritt, availability auf OutOfStock zu setzen, statt die Seite zu löschen. So sehen Nutzer im Ergebnis kein falsches „auf Lager“. Zudem behält die Seite ihre gesammelten Rankingsignale.

Verlässt das Produkt Ihr Sortiment dauerhaft, ändert sich die Lage. Dann hängt die Wahl zwischen 301 Weiterleitung, 404 und 410 davon ab, ob es ein Nachfolgemodell gibt. Diese Optionen vergleichen wir im Beitrag zu ausverkauften Produktseiten.

Ein weiterer Punkt ist wichtig: Ihre Bestandsdaten brauchen eine einzige Quelle. Meldet das Lagersystem zum Beispiel 0 Stück, das Theme aber „auf Lager“, ist auch das Markup falsch. Daher empfehlen wir, availability direkt aus dem Bestandszähler zu erzeugen.

Wie zeichnen Sie Größe und Farbe bei Produktvarianten aus?

Googles Produktdokumentation bestätigt, dass sowohl Produkt Snippets als auch Händlereinträge strukturierte Daten für Produktvarianten unterstützen. Sie können also verschiedene Farben und Größen desselben Shirts unter einer Produktgruppe beschreiben.

Konkret definieren Sie für jede Variante ein eigenes Product. Dann verbinden Sie diese über eine gemeinsame Gruppenkennung (inProductGroupWithID oder isVariantOf). Jede Variante hat ihren eigenen Preis, Lagerstatus und idealerweise eine eigene GTIN. Folglich bleibt die Angabe „auf Lager“ bei Blau in L korrekt, wenn Rot in M ausverkauft ist.

Beispielszenario: Der Shop example.com verkauft drei Farben einer Jacke auf einer Seite, und die Farbwahl ändert einen URL Parameter. Dann sollte jede Variantenadresse zum Feld url im Markup passen. Prüfen Sie außerdem über Ihre Canonical Einstellungen, ob diese Adressen doppelte Inhalte erzeugen.

Wie zeichnen Sie Preise auf mehrsprachigen Shops mit mehreren Währungen aus?

Laut Googles Dokumentation zu Händlereinträgen sollten Sie bei mehreren Währungen für jede Währung eine eigene URL nutzen. Zeigt dieselbe Adresse je nach Land EUR, CHF oder USD, entsteht für das Markup ein Problem.

Zeigt example.com/de/ zum Beispiel immer EUR und example.com/ch/ immer CHF, bleibt das Markup jeder Seite stimmig. Ein System, das die Währung per Cookie oder IP wechselt, lässt dagegen offen, welchen Preis der Crawler von Google sieht. Deshalb empfehlen wir, in mehrsprachigen Shops jeden Sprachordner fest mit einer Währung zu verbinden.

Achten Sie außerdem auf das Dezimaltrennzeichen. Der Wert price im Markup sollte eine Zahl mit Punkt als Trennzeichen sein, auch wenn die Seite den Preis im deutschen Format mit Komma zeigt.

Wie kommen Bewertungssterne in das Produktergebnis?

Für Sterne nutzen Sie aggregateRating oder review. Laut Dokumentation zu Produkt Snippets müssen diese Felder den Richtlinien für Rezensions Snippets folgen. Zum Beispiel muss der Name des Autors eine gültige Person oder ein Team sein.

Ehrlichkeit ist hier entscheidend. Bewertungen ins Markup zu schreiben, die die Seite nicht zeigt, oder eigene Texte als Kundenbewertungen auszugeben, verstößt gegen die Richtlinien. Solches Markup birgt zudem das Risiko einer manuellen Maßnahme. Die Grenzen für Bewertungsmarkup fassen wir in unserem Leitfaden zu Schema Markup zusammen.

Vor und Nachteile (positiveNotes und negativeNotes) gelten nur für redaktionelle Produkttests. Auf einer Händlerseite oder bei Kundenbewertungen haben sie also nichts zu suchen. Außerdem brauchen sie mindestens zwei Aussagen.

Bei neuen Produkten mit wenigen Bewertungen sollten Sie das Bewertungsmarkup nicht erzwingen. Bauen Sie stattdessen ein System, das aggregateRating mit echten Bewertungen automatisch aktualisiert. Das ist deutlich gesünder als eine fest eingetippte Note.

Verbessern strukturierte Daten für Produkte direkt das Ranking?

Nein, dafür gibt es keine Grundlage. Googles Dokumentation beschreibt strukturierte Daten als Mittel, um die Darstellung eines Ergebnisses zu erweitern und die Berechtigung für Darstellungen zu erlangen. Ein Versprechen als Rankingfaktor gibt sie nicht.

Trotzdem ist ein indirekter Effekt eine realistische Erwartung. Ein Ergebnis mit Preis und Lagerstatus zeigt Nutzern schneller, ob es passt. Das kann die Qualität der Klicks verbessern. Wer zum Beispiel vorab „nicht vorrätig“ sieht, klickt nicht; somit sinken die verschwendeten Besuche.

Kurz gesagt: Sehen Sie Markup als Teil einer guten Produktseite, nicht als Abkürzung zum Ranking. Inhalt, Geschwindigkeit und Indexierung bleiben das Fundament. Dieses Fundament beschreiben wir im Leitfaden zu E-Commerce SEO für Produkt und Kategorieseiten.

Warum erscheint Markup, das den Test besteht, nicht im Ergebnis?

Diese Frage hören wir sehr oft. Ein fehlerfreier Test zeigt die Berechtigung, garantiert aber keine Anzeige. Googles Dokumentation zu Händlereinträgen erwähnt, dass Google Produktdaten vor der Anzeige möglicherweise überprüft.

Die Schritte zur Fehlerbehebung aus der Dokumentation lauten kurz zusammengefasst so.

  1. Beheben Sie kritische Fehler im Test für Rich Results; nicht kritische Warnungen sind für die Berechtigung nicht nötig.
  2. Prüfen Sie mit der URL Prüfung, ob robots.txt, ein noindex Tag oder eine Anmeldepflicht die Seite blockiert.
  3. Rechnen Sie damit, dass erneutes Crawlen und Indexieren einige Tage dauern kann.
  4. Reichen Sie eine Sitemap ein, damit Google von Ihren Änderungen erfährt.

Ist die Seite gar nicht im Index, bewirkt Markup nichts. Prüfen Sie also zuerst, ob die Produktseite indexiert ist. Außerdem braucht eine neue Produktseite Zeit, bis Google sie entdeckt und crawlt. Daher empfehlen wir, neue Produkte sofort in die Sitemap aufzunehmen und von den Hauptkategorien zu verlinken.

Für welche Produkte zeigt Google keine Produktergebnisse?

Googles Dokumentation zu Produkt Snippets stellt klar, dass Inhalte für weithin verbotene oder regulierte Waren nicht infrage kommen. Als Beispiele nennt sie Schusswaffen, Freizeitdrogen sowie Tabak und Vaping Produkte.

Auch der Seitentyp zählt. Die Dokumentation verlangt, dass sich das Markup auf ein einzelnes Produkt oder Varianten desselben Produkts konzentriert; Kategorie und Listenseiten unterstützt sie nicht. Folglich bringt Product Markup auf einer Kategorieseite wie „Herrenschuhe“ nicht das erhoffte Ergebnis.

Schließlich weist die Dokumentation darauf hin, dass Car nicht automatisch als Untertyp von Product gilt. Autohändler sollten daher beide Typen gemeinsam angeben.

Wie richten Sie strukturierte Daten für Produkte für Preissenkungen ein?

Googles Dokumentation zu Produkt Snippets empfiehlt Offer statt AggregateOffer, um für die Anzeige einer Preissenkung (price drop) infrage zu kommen. Geben Sie also bei Produkten mit einem einzigen Preis den genauen Preis an statt einer Preisspanne.

Wann diese Erweiterung erscheint, entscheidet Google; die Dokumentation nennt dafür keine Schwelle und keinen Prozentsatz. Deshalb beantworten wir die Frage „ab wie viel Rabatt?“ nicht mit einer Zahl. Unser Rat: Sorgen Sie dafür, dass Markup und Seite sich bei jeder Preisänderung im selben Moment aktualisieren.

Beispielszenario: Der Shop example.com senkt den Preis eines Kopfhörers von 120 auf 99 Euro. Die Seite zeigt den neuen Preis, das Markup enthält noch den alten. Google sieht also widersprüchliche Daten, und Sie können keinen Hinweis auf eine Preissenkung erwarten. Die Zahlen dienen nur als Beispiel.

Nutzen Sie bei Aktionen priceValidUntil, leeren oder aktualisieren Sie das Datum nach Aktionsende. Sonst kann ein vergangenes Datum die Anzeige ganz verhindern.

Wo gehören Rückgabe und Versandrichtlinien hin?

Googles Produktdokumentation empfiehlt, Markup für Rückgaberichtlinien (MerchantReturnPolicy) und Treueprogramme unter Organization zu verschachteln. Die Logik ist einfach: Die meisten Shops wenden dieselbe Rückgaberegel auf alle Produkte an. Statt sie auf Hunderten Produktseiten zu wiederholen, definieren Sie sie also einmal auf Unternehmensebene.

Der Versand kann dagegen je nach Produkt variieren. Ein sperriges Sofa kostet im Versand zum Beispiel mehr als ein kleines Accessoire. Darum ist shippingDetails im Offer, je Produkt, sinnvoller. Andererseits genügt es bei generell kostenlosem Versand, das einheitlich anzugeben.

Rückgabe und Versand beeinflussen die Kaufentscheidung direkt. Zudem sollte die Seite selbst diese Regeln klar zeigen; eine Richtlinie, die nur im Markup steht, führt Nutzer in die Irre. Den Aufbau einer guten Produktseite erklären wir im Beitrag Produktseite im Onlineshop optimieren.

Wie prüfen Sie Produktmarkup auf einem fertigen Shopsystem?

Fertige Shopsysteme erzeugen Produktmarkup meist automatisch. Vollständig ist es deshalb aber noch nicht. Theme, Plugin und App können auf derselben Seite jeweils einen eigenen Product Block ausgeben. Dann zeigen die Blöcke womöglich unterschiedliche Preise oder Bestände.

Für die Prüfung empfehlen wir diesen Ablauf.

  1. Wählen Sie fünf verschiedene Produkte: Einzelpreis, mit Varianten, reduziert, ausverkauft und neu.
  2. Prüfen Sie jedes im Test für Rich Results und notieren Sie, wie viele Product Blöcke erscheinen.
  3. Gibt es mehr als einen Block, suchen Sie das verantwortliche Plugin und schalten Sie den zusätzlichen Block ab.
  4. Vergleichen Sie Preis und Lagerstatus im Test mit den sichtbaren Werten der Seite.
  5. Gleichen Sie das Ergebnis mit dem Bericht Händlereinträge in der Search Console ab.

Diese kurze Prüfung zeigt die Ursache oft innerhalb einer Stunde. Somit gehen Sie direkt an den Kern, statt wahllos Plugins zu testen.

Was gehört auf eine Checkliste für strukturierte Daten für Produkte?

Vor dem Livegang empfehlen wir diese Liste einmal pro Template und erneut nach jedem größeren Update.

  • Beschreibt die Seite ein Produkt oder dessen Varianten?
  • Sind name, image und offers als Offer vorhanden?
  • Ist price eine Zahl größer null und priceCurrency ein Code nach ISO 4217?
  • Kommt availability aus dem echten Bestandszähler?
  • Liegt ein vorhandenes priceValidUntil in der Zukunft?
  • Steht das Markup im ersten HTML und stimmt es mit den sichtbaren Werten überein?
  • Stimmt der Preis im Merchant Center Feed mit dem Seitenpreis überein?
  • Zeigt der passende Bericht in der Search Console neue Fehler?

Wer diese Liste regelmäßig abarbeitet, erkennt Probleme, bevor sie wachsen. Somit jagen Sie in der Aktionszeit keinen Ergebnissen mit falschem Preis hinterher.

Sollten Sie das selbst erledigen oder Fachleute einbeziehen?

Mit einem kleinen Katalog auf einem fertigen Shopsystem schaffen Sie das selbst. Allerdings vervielfachen sich die Fehlerquellen bei vielen Varianten, mehreren Währungen oder eigener Software. Template, Plugin und Feed können zum Beispiel gleichzeitig unterschiedliche Preise liefern.

Im Rahmen unserer SEO Beratung prüfen Talha Aslan und Team Ihre Produkttemplates, beheben fehlende und widersprüchliche Felder und verfolgen Ihre Berichte in der Search Console fortlaufend. Rankings oder Anzeigen versprechen wir nicht, denn die letzte Entscheidung liegt bei Google. Alle Voraussetzungen für die Berechtigung zu erfüllen, ist dagegen unsere Aufgabe.

Zeigt Ihre Website keine Preise und keinen Lagerstatus, senden Sie uns die Adresse Ihrer Produktseite und fordern Sie über unsere Seite zur SEO Beratung ein Angebot an. Wir prüfen die Lage und melden uns mit einem klar umrissenen Vorschlag.

Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.

Häufig gestellte Fragen

Erscheint der Preis sofort, wenn ich strukturierte Daten für Produkte ergänze?
Nein, er erscheint nicht sofort, und eine Anzeige ist nie garantiert. Google muss die Seite erneut crawlen und indexieren, was einige Tage dauern kann. Außerdem entscheidet Google selbst über erweiterte Ergebnisse. Prüfen Sie das Markup deshalb mit dem Test für Rich Results, halten Sie die Sitemap aktuell und beobachten Sie den Bericht einige Wochen.
Funktioniert das auch ohne Merchant Center Konto?
Ja, das funktioniert. Strukturierte Daten auf der Seite allein können eine Seite für Produkt Snippets und Händlereinträge berechtigen. Allerdings sagt Googles Dokumentation, dass Markup und Merchant Center Feed zusammen die Berechtigung maximieren. Deshalb empfehlen wir Shops mit regelmäßigem Verkauf, beides zu nutzen und die Angaben stets synchron zu halten.
Darf ich die Währung als Eurozeichen angeben?
Nein, das Feld priceCurrency braucht einen dreistelligen Code nach ISO 4217, für den Euro also EUR. Auf der Seite selbst dürfen Sie Besuchern gern das Eurozeichen zeigen. Entscheidend ist, dass das Markup den Standardcode nutzt und der Preis als reine Zahl mit Punkt als Dezimaltrennzeichen dasteht.
Darf ich Product Markup auf Kategorieseiten setzen?
Wir raten davon ab. Googles Dokumentation zu Produkt Snippets verlangt, dass sich das Markup auf ein einzelnes Produkt oder dessen Varianten konzentriert, und unterstützt Kategorie und Listenseiten nicht. Für Kategorieseiten sind guter Inhalt, klare Überschriften und starke interne Links zu den Produktseiten der bessere Weg als Produktmarkup.
Der Test zeigt Warnungen, aber keine Fehler. Ist das schlimm?
Ohne kritische Fehler kann die Seite trotzdem berechtigt sein; Warnungen bedeuten meist, dass ein empfohlenes Feld fehlt. Laut Googles Dokumentation ist die Behebung nicht kritischer Probleme für die Berechtigung nicht nötig. Trotzdem können empfohlene Felder wie availability oder shippingDetails das Ergebnis bereichern, daher lohnt es sich, Warnungen nach und nach zu schließen.
  • strukturierte daten für produkte
  • schema markup
  • e-commerce seo
  • merchant center
  • search console
  • rich results
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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