Merchant Center Sperre wegen falscher Darstellung: Was tun?

Was bedeutet die Merchant Center Sperre wegen falscher Darstellung?
Die Merchant Center Sperre wegen falscher Darstellung (englisch Misrepresentation) bedeutet, dass Google Ihren Shop als irreführend einstuft und Ihr Konto für Shopping Anzeigen und kostenlose Produkteinträge sperrt. Die Richtlinie verlangt klare, richtige Angaben zu Unternehmen, Preisen, Zahlungsbedingungen und Lieferversprechen.
In diesem Beitrag erklären wir, was die Sperre auslöst, was Sie im Shop korrigieren und wie Sie den Antrag auf erneute Prüfung vorbereiten. Ein Ergebnis können wir nicht versprechen. Das kann keine Agentur, denn die Entscheidung trifft Google.
Die meisten Händler sehen zuerst einen Hinweis im Konto oder einen plötzlichen Einbruch bei den Produkten. Deshalb ist der erste Schritt nicht ein hektischer Antrag. Der erste Schritt ist eine saubere Diagnose.
Die Grundlagen zu Shopping finden Sie in unserem Beitrag zu Google Shopping Anzeigen und Merchant Center. Das wiederholen wir hier nicht. Dieser Text behandelt nur Sperre und Lösung.
Was deckt die Richtlinie zur falschen Darstellung ab?
Google gliedert zudem die Richtlinie auf der offiziellen Merchant Center Hilfeseite in mehrere Bereiche. Wenn Sie die Bereiche kennen, wissen Sie, wo Sie im Shop suchen müssen. Kurz gesagt umfasst die Richtlinie diese Punkte:
- Unzulässige Geschäftspraktiken: Angaben zu Unternehmen, Produkten oder Leistungen verbergen oder falsch darstellen.
- Unehrliche Preise und Transaktionsbedingungen: Gesamtkosten oder Zahlungsmodell nicht klar zeigen.
- Nicht verfügbare Angebote: Artikel als lieferbar zeigen, obwohl Sie sie nicht liefern können.
- Unzuverlässige Aussagen: Versprechen mit unwahrscheinlichen Ergebnissen.
- Koordinierte Täuschung und manipulierte Medien.
Zum Beispiel gehören eine falsche oder virtuelle Firmenadresse dazu, eine verweigerte Rückgabe trotz eigener Rückgaberegeln oder ein verschwiegener Versandort.
Dagegen ist ein einzelner Tippfehler nicht das Hauptziel. Trotzdem summieren sich wiederholte Fehler zu einem Vertrauensproblem. Prüfen Sie Ihren Shop deshalb als Ganzes und nicht Regel für Regel.
Gibt es vor der Merchant Center Sperre eine Warnfrist?
Das hängt von der Art des Verstoßes ab. Google stuft einige Verstöße als schwerwiegend ein und sperrt das Konto dann ohne Vorwarnung. Bei anderen Verstößen gibt es zuerst eine Warnfrist.
Zur schweren Gruppe zählen unzulässige Geschäftspraktiken sowie unehrliche Preise und Transaktionsbedingungen. Die Gruppe mit Warnfrist umfasst nicht verfügbare Angebote, manipulierte Medien und unzuverlässige Aussagen.
Die Zahl der Tage nennen wir hier bewusst nicht, weil Google sie ändern kann. Lesen Sie dann den aktuellen Wert auf der offiziellen Hilfeseite nach.
Daraus folgt ein einfacher Rat. Wenn Sie eine Warnung bekommen haben, haben Sie Zeit, aber nicht unbegrenzt. Lesen Sie außerdem die Meldung am ersten Tag und beginnen Sie sofort mit der Korrektur. Kam die Sperre ohne Warnung, liegt die Ursache wahrscheinlich in der schweren Gruppe. Dann prüfen Sie alle Unternehmensangaben von Grund auf.
Was tun Sie am ersten Tag der Merchant Center Sperre?
Am ersten Tag wollen Sie die Lage verstehen, nicht alles beheben. Lesen Sie zunächst die vollständige Meldung im Merchant Center. Prüfen Sie danach das E-Mail Postfach des Kontoinhabers, weil Details manchmal nur dort stehen.
Beantworten Sie dann diese Fragen schriftlich:
- Welche Richtlinie nennt die Meldung?
- Betrifft sie das ganze Konto oder nur einzelne Produkte?
- Steht dort eine Warnfrist, oder ist das Konto schon gesperrt?
- Was hat sich zuletzt am Shop, im Feed oder bei den Unternehmensangaben geändert?
Die letzte Frage ist die wichtigste. Ein Theme Update, ein neues Zahlungsmodul oder ein Preisimport ist oft die Quelle. Sprechen Sie deshalb noch am selben Tag mit Ihrer Entwicklerin oder Ihrem Shopbetreiber.
Vermeiden Sie Änderungen aus Panik. Ändern Sie immer nur eine Sache und notieren Sie sie. Sonst wissen Sie später nicht, welche Korrektur geholfen hat.
Warum sind abweichende Preise und Bestände zwischen Feed und Seite ein Problem?
Die Produktdaten im Merchant Center müssen mit der Produktseite übereinstimmen. Preis, Verfügbarkeit und Währung weichen am häufigsten ab. Sieht ein Kunde in der Anzeige einen anderen Preis als auf der Seite, geht das Vertrauen verloren.
In den offiziellen Regeln gehört dieser Abgleich zur Produktdatenspezifikation und zeigt sich meist als Ablehnung einzelner Produkte. Allerdings schadet dieselbe Abweichung, wenn sie sich ständig wiederholt, dem ganzen Konto. Außerdem kann ein ausverkaufter Artikel, den Sie als lieferbar zeigen, unter nicht verfügbare Angebote fallen.
Typische Ursachen sind:
- Der Feed aktualisiert sich einmal täglich, aber der Preis im Shop ändert sich tagsüber.
- Der Aktionspreis steht auf der Seite, im Feed steht noch der alte Preis.
- Bei Varianten sendet der Feed den Preis einer anderen Größe.
- Steuern oder Versandkosten erscheinen erst im Warenkorb und nie in der Anzeige.
Die Lösung: Aktualisieren Sie den Feed automatisch und oft. Zeichnen Sie zudem den Seitenpreis mit strukturierten Daten aus und vergleichen Sie beide Quellen regelmäßig. Details zum Seitenaufbau finden Sie in unserem Beitrag zur Optimierung der Produktseite.
Worin unterscheiden sich Produktablehnung und Kontosperre?
Viele verwechseln beides. Bei einer Produktablehnung fallen nur bestimmte Produkte heraus, und der Grund liegt meist in den Produktdaten, etwa bei einem fehlenden Attribut oder einem abweichenden Preis. Bei einer Kontosperre verlässt dagegen das ganze Unternehmen die Shopping Flächen.
Nehmen Sie also einen Hinweis auf Produktebene ernst, aber bleiben Sie ruhig. Im Diagnosebereich sehen Sie, auf welcher Ebene das Problem liegt. Produktprobleme lösen Sie meist mit einer Feedkorrektur. Kontoprobleme betreffen dagegen die ganze Website und Ihre Unternehmensangaben.
Die Unterscheidung zählt in beide Richtungen. Wer ein Produktproblem für ein Kontoproblem hält, baut die Seite umsonst um. Wer es umgekehrt macht, übersieht die wahre Ursache. Lesen Sie deshalb den Richtliniennamen in der Meldung, bevor Sie etwas ändern.
Kann eine fehlende Rückgabe oder Versandrichtlinie die Sperre auslösen?
Ja, sie erhöht das Risiko. Die offizielle Richtlinie erwartet, dass Sie Rückgabebedingungen und Zusatzkosten vor dem Kauf zeigen. Sie sollten außerdem nicht verstecken, wer die Rücksendung bezahlt, wann die Frist beginnt oder ob eine Gebühr anfällt.
Dabei gibt es zwei verschiedene Fehler. Der eine ist eine fehlende oder schwer auffindbare Richtlinie. Der andere ist eine veröffentlichte Richtlinie, die Sie in der Praxis nicht einhalten. Dieser zweite Fall kann als schwerer Verstoß gelten.
Für den Versand gilt dieselbe Logik. Lieferzeiten im Kleingedruckten, Auslandsgebühren erst im Warenkorb oder ein verschwiegener Versand aus einem anderen Land führen zu Problemen.
Zeigen Sie außerdem auf Ihrer Seite deutlich:
- Die Rückgabefrist und ob sie ab Lieferung oder ab Bestellung läuft.
- Wer die Kosten der Rücksendung trägt.
- Warengruppen, die Sie nicht zurücknehmen.
- Voraussichtliche Lieferzeit und Gebühren, nach Land getrennt.
Die wirtschaftliche Seite behandeln wir in unserem Beitrag zur Senkung der Retourenquote. Hier geht es nur um Transparenz.
Wie beheben Sie fehlende Kontakt und Unternehmensangaben?
Google will wissen, wer hinter dem Shop steht und wie man Sie erreicht. Die offiziellen Beispiele nennen eine falsche Identität, einen falschen Firmennamen, falsche Kontaktdaten und eine falsche oder virtuelle Firmenadresse. Ihr Shop braucht also echte, überprüfbare Angaben.
Die Tabelle zeigt häufige Lücken und die Lösung. Nutzen Sie sie als interne Prüfliste.
| Fehlende Angabe | Warum ein Problem | Lösung |
|---|---|---|
| Nur ein Kontaktformular | Kunden erreichen Sie womöglich nicht | E-Mail Adresse und Telefonnummer ergänzen |
| Unklare oder virtuelle Adresse | Wirkt, als verbergen Sie Ihren Standort | Echte Geschäftsadresse nennen |
| Kein Firmenname | Unklar, wer verkauft | Firma und Steuerangaben in den Footer |
| Merchant Center Angaben weichen ab | Widersprüche schaden dem Vertrauen | Beide Quellen angleichen |
Die Unternehmensangaben im Merchant Center müssen zur Website passen. Schon kleine Unterschiede werfen bei der Prüfung Fragen auf. Kontrollieren Sie daher Footer, Kontaktseite und Kontoeinstellungen am selben Tag.
Warum sind versteckte Gebühren und unklare Zahlungsbedingungen riskant?
Die Richtlinie verlangt, dass Sie Gesamtkosten oder Zahlungsmodell vor dem Kauf klar zeigen. Fallen Steuern, Zuschläge, Abos oder wiederkehrende Zahlungen an, müssen auch Betrag und Intervall klar sein. Dieses Thema gehört zur schweren Gruppe.
Diese Probleme sehen wir in der Praxis am häufigsten:
- Ein niedriger Preis auf der Produktseite, dann eine Versand oder Servicegebühr im Warenkorb.
- Ein scheinbar kostenloses Produkt, das an der Kasse einen Preis bekommt.
- Ein Testzeitraum mit automatischer Verlängerung, nur im Kleingedruckten erklärt.
- Eine Auslandsgebühr bei der Rückgabe, die Kunden erst nach der Zahlung erfahren.
Die Regel ist einfach: Kunden sollten den Endbetrag vor dem Zahlungsschritt abschätzen können. Zeigen Sie zudem Versandkosten in einer Tabelle oder einem Rechner auf der Produktseite. Listen Sie Zusatzgebühren im Warenkorb als eigene Zeilen auf.
Auch die Zahlungsabwicklung beeinflusst das Vertrauen. Testen Sie deshalb den gesamten Checkout auf dem Smartphone, bevor Sie eine Prüfung beantragen.
Senken Vertrauenssignale das Risiko einer Merchant Center Sperre?
Vertrauenssignale verhindern eine Sperre nicht allein. Dennoch helfen sie dem Prüfer, ein echtes Unternehmen hinter dem Shop zu erkennen. Die Richtlinie verlangt kein Vertrauenssiegel, aber sie stellt klare Anforderungen an Transparenz und Konsistenz.
Diese Signale wirken in der Praxis:
- Eine echte Über uns Seite: wer Sie sind, was Sie verkaufen und seit wann.
- Ein Footer mit Firmenname, Adresse und erreichbarer Telefonnummer.
- Leicht auffindbare Seiten zu Datenschutz, Rückgabe, Versand und AGB.
- HTTPS und eine verständliche Bestellseite.
- Echte Kundenbewertungen, niemals gefälschte.
Die offiziellen Websiteanforderungen erwarten außerdem eine funktionierende, nützliche und professionelle Seite. Baustellenseiten und defekte Seiten zählen gegen Sie. Die vollständige Liste finden Sie in den Richtlinien für Shopping Anzeigen und kostenlose Einträge.
Ideen für mehr Vertrauen liefert unser Beitrag Vertrauen im Onlineshop aufbauen.
Welche Aussagen auf der Produktseite gelten als unzuverlässig?
Die Richtlinie betrachtet Aussagen mit unwahrscheinlichen Ergebnissen als unzuverlässig. Im Onlinehandel zeigt sich das meist als übertriebene Werbesprache. Zum Beispiel können Formulierungen wie "garantierter Erfolg" oder "100 Prozent zufrieden" bei einer Prüfung auffallen.
Prüfen Sie dann Ihre Texte mit diesen Fragen:
- Falls eine Zahl vorkommt: Nennt die Seite Quelle oder Testmethode?
- Können Sie außerdem Wörter wie "beste" oder "einzige" belegen?
- Zeigen die Bilder das echte Produkt oder eine irreführende Montage?
- Beruht der Rabatt auf einem echten früheren Preis?
Scheinrabatte verdienen besondere Vorsicht. Wer den Preis erst erhöht und dann Prozent abzieht, täuscht Kunden. Tragen Sie daher im Feld für den alten Preis nur einen Preis ein, den Sie wirklich verlangt haben.
Seien Sie zudem auch bei Bewertungen ehrlich. Bewertungen von Personen, die nie gekauft haben, schaden dem Vertrauen und dem Ergebnis der Prüfung.
Worauf müssen Dropshipping und Zwischenhändler achten?
Wenn Sie nicht aus dem eigenen Lager liefern, reagiert die Richtlinie besonders streng auf den Versandort. Es ist riskant, den echten Versandort zu verbergen oder lokalen Bestand vorzutäuschen. Deshalb zählt Transparenz im Zwischenhandel doppelt.
Diese Punkte führen oft zu Problemen:
- Lieferzeiten passen nicht zur echten Dauer beim Lieferanten.
- Die Rücksendeadresse ist unklar oder im Ausland, aber die Seite sagt das nicht.
- Bestandsdaten vom Lieferanten kommen verspätet an.
- Sie nutzen außerdem einen Markennamen, können aber die Echtheit nicht belegen.
Schreiben Sie die Lieferzeit des Lieferanten realistisch auf die Seite. Nennen Sie, wenn die Ware aus dem Ausland kommt, und weisen Sie auf mögliche Zollkosten hin. Automatisieren Sie außerdem die Bestandsupdates, sofern es geht.
Fälschungen und Markenimitation sind eigene und viel schwerere Verstöße. Listen Sie zudem nie einen Artikel, dessen Echtheit Sie nicht beweisen können.
Was gilt zusätzlich beim Verkauf ins Ausland?
Der grenzüberschreitende Verkauf fügt der Richtlinie weitere Details hinzu. Liegt Ihre Rücksendeadresse im Ausland, müssen Sie die Kosten vorher nennen. Außerdem nennt die Richtlinie eine Rückgabefrist, die ab Bestelldatum statt ab Lieferdatum läuft, als Problem.
Prüfen Sie dann diese Punkte:
- Nennen Sie Lieferzeit und Gebühren klar für jedes Land?
- Erklären Sie, wer Zoll und Zusatzkosten trägt?
- Läuft die Rückgabefrist ab Lieferdatum?
- Stimmt die Währung auf Seite und Feed überein?
Das heißt: Führen Sie für jedes Zielland eine eigene Prüfung durch. Was in einem Land stimmt, kann im anderen falsch sein. Zum Beispiel gilt eine Freigrenze für den Gratisversand vielleicht nur in einem Markt, und Seite und Feed müssen diesen Unterschied zeigen.
Testen Sie außerdem den Warenkorb nach einem Ländertausch. Prüfen Sie, ob sich Preis und Versand wirklich ändern. Der Test dauert fünf Minuten und räumt jeden Verdacht auf versteckte Gebühren aus.
Wie arbeiten Sie die Checkliste für ein gesperrtes Konto ab?
Gehen Sie außerdem vor dem Antrag wie ein Kunde durch Ihre Seite. Wenn Sie die Reihenfolge unten einhalten, überspringen Sie keinen Bereich. Wir empfehlen, zu jedem Schritt einen Screenshot oder eine Notiz zu speichern.
- Testen Sie zudem den ganzen Weg von der Startseite bis zur Zahlung auf dem Smartphone.
- Öffnen Sie Kontakt, Über uns, Rückgabe, Versand und Datenschutz und ergänzen Sie Fehlendes.
- Gleichen Sie dann Firmenname, Adresse und Telefon im Footer mit den Angaben im Merchant Center ab.
- Prüfen Sie außerdem Preis, Bestand und Währung im Feed anhand von Beispielprodukten gegen die Seite.
- Verschieben Sie Steuern, Versand und Zusatzgebühren aus dem Warenkorb auf die Produktseite.
- Entfernen Sie zudem übertriebene oder nicht belegbare Aussagen.
- Nehmen Sie dann ausverkaufte Artikel aus dem Feed oder markieren Sie sie als nicht auf Lager.
- Tragen Sie jede Änderung mit Datum in eine Liste ein.
Der letzte Schritt wirkt klein. Dennoch hilft er sehr, wenn Sie im Formular Ihre Korrekturen erklären. Außerdem verhindert er, dass jemand Änderungen später rückgängig macht.
Mit unserem ROAS Rechner planen Sie außerdem das Budget, das Sie während der Sperre pausieren.
Welches Problem braucht welche Korrektur?
Die Vergleichstabelle ordnet häufige Probleme einer Risikostufe und einem ersten Schritt zu. Diese Risikostufe ist eine Ersteinschätzung aus der Praxis und keine Garantie. Die genaue Einstufung lesen Sie im offiziellen Richtlinientext nach.
| Problem | Richtlinienbereich | Risiko | Erster Schritt |
|---|---|---|---|
| Falsche oder virtuelle Adresse | Unzulässige Geschäftspraktiken | Hoch | Echte Geschäftsadresse angeben |
| Zugesagte Rückgabe nicht erfüllt | Unzulässige Geschäftspraktiken | Hoch | Ablauf an die Richtlinie anpassen |
| Gebühr erst im Warenkorb | Unehrliche Preisbedingungen | Hoch | Gesamtkosten vorab zeigen |
| Anzeige für ausverkauften Artikel | Nicht verfügbare Angebote | Mittel | Bestand im Feed aktualisieren |
| Übertriebenes Ergebnisversprechen | Unzuverlässige Aussagen | Mittel | Aussage entfernen oder belegen |
| Preisabweichung zwischen Feed und Seite | Produktdatenspezifikation | Produktebene | Feed automatisch aktualisieren |
Wie die Tabelle zeigt, führt nicht jedes Problem zum selben Ergebnis. Dennoch schaden mehrere Probleme zusammen dem ganzen Konto. Beginnen Sie deshalb mit den Zeilen mit hohem Risiko.
Wie beantragen Sie die erneute Prüfung bei einer Merchant Center Sperre?
Laut der offiziellen Seite zur Behebung von Sperren sollten Sie vor dem Antrag Ihre Website und Ihr Merchant Center Konto gründlich prüfen. Produktangaben, Unternehmensangaben, Richtlinien und Kontaktdaten müssen zusammenpassen.
Den Antrag stellen Sie im Merchant Center, über den Prüfablauf in der jeweiligen Meldung oder über die Prüfoption im Diagnosebereich. Menünamen können sich ändern. Folgen Sie deshalb dem Ablauf, den Sie in Ihrem Konto sehen.
Beachten Sie außerdem beim Formular diese Punkte:
- Beschreiben Sie zudem das Problem kurz in eigenen Worten.
- Nennen Sie die konkreten Änderungen auf der Website.
- Schreiben Sie, dass die Korrekturen abgeschlossen und nicht nur geplant sind.
- Vermeiden Sie dann einen defensiven, übertriebenen oder anklagenden Ton.
Senden Sie außerdem keinen Antrag, solange ein Problem besteht. Jeder gescheiterte Versuch kann den nächsten verzögern. Arbeiten Sie deshalb die Checkliste ab, bevor Sie auf Senden klicken.
Wie formulieren Sie die Begründung für den Prüfantrag?
Eine gute Begründung ist kurz, konkret und ehrlich. Verteidigen Sie sich nicht. Räumen Sie das Problem ein und beschreiben Sie, was Sie geändert haben. Das Beispielszenario unten zeigt nur den Aufbau, kopieren Sie es also nicht wörtlich.
Beispielszenario: Ein Shop bemerkt, dass Versandkosten erst an der Kasse erscheinen. In der Begründung könnte stehen, dass er auf jeder Produktseite eine Versandkostentabelle ergänzt hat, die Rückgabebedingungen auf eine eigene Seite im Footer verlegt hat, Firmenname und Adresse mit dem Merchant Center abgeglichen hat und den Feed auf tägliche automatische Updates umgestellt hat.
Drei Grundsätze helfen dabei:
- Belegen Sie zudem jede Änderung mit einer Seite, die der Prüfer findet.
- Halten Sie Daten und Screenshots als Nachweis bereit.
- Geben Sie dann keine neuen Versprechen. Schreiben Sie außerdem nur, was Sie schon getan haben.
Lange, emotionale Texte helfen nicht. Der Prüfer will sehen, dass das Problem wirklich verschwunden ist. Also überzeugt die Seite, nicht der Text.
Wie funktioniert die Wartezeit bei erneuten Prüfanträgen?
Google kann nach mehreren erfolglosen Anträgen eine Wartezeit festlegen. Laut offizieller Seite bleibt die Prüfschaltfläche in dieser Zeit deaktiviert, und das Konto bleibt gesperrt. Nach jeder erfolglosen Prüfung kann sich die Wartezeit verlängern.
Zahlen nennen wir nicht, weil sich Prüfdauer und Wartezeit ändern können. Lesen Sie die aktuellen Werte auf der offiziellen Seite. Hier erklären wir nur die Logik.
Die Logik: Google will wiederholte Anträge für dasselbe ungelöste Problem begrenzen. Behandeln Sie deshalb jeden Antrag wie eine einzige Chance. Gehen Sie so vor:
- Schließen Sie zudem die Checkliste ab, bevor Sie senden.
- Bitten Sie dann eine zweite Person, die Seite als Kunde zu durchlaufen.
- Dokumentieren Sie Ihre Korrekturen mit Datum.
- Ändern Sie die Seite nach dem Senden nicht mehr und warten Sie das Ergebnis ab.
Warten Sie außerdem nicht untätig. Verbessern Sie Feedqualität, Produkttitel und Ladezeit. Dann startet das Konto nach der Freigabe auf einem stabileren Fundament.
Was tun Sie, wenn die erneute Prüfung abgelehnt wird?
Eine Ablehnung heißt nicht immer, dass das Problem bleibt. Manchmal war die Korrektur zu klein oder an der falschen Stelle. Lesen Sie zunächst die Ablehnung genau, denn sie gibt oft einen Hinweis auf den Bereich.
Gehen Sie dann so vor:
- Ordnen Sie zudem die Formulierung der Meldung den Richtlinienbereichen zu.
- Durchlaufen Sie dann Ihre Seite erneut, auf einem anderen Gerät und als nicht eingeloggter Besucher.
- Vergleichen Sie die Unternehmensangaben im Merchant Center Zeile für Zeile mit der Seite.
- Erstellen Sie außerdem während der Wartezeit eine neue Liste mit Befunden.
Finden Sie zudem die Ursache nicht, hilft ein Blick von außen. Ein Team, das Werbekonten und Feeds prüft, entdeckt oft, was Sie übersehen haben. Trotzdem kann kein Team das Ergebnis garantieren.
Nutzen Sie außerdem die offiziellen Support und Community Kanäle, auf die Google verweist. Stellen Sie dann Ihre Frage dort mit einem allgemeinen Beispiel und ohne Ihre Shopadresse.
Wirkt sich die Merchant Center Sperre auf das Google Ads Konto aus?
Merchant Center und Google Ads sind getrennte Systeme, aber Shopping Kampagnen lesen die Produktdaten aus dem Merchant Center. Können Ihre Produkte nicht erscheinen, laufen auch die Shopping Anzeigen nicht. Wegen dieser Verbindung spüren Sie die Sperre schnell in der Werbung.
Die offiziellen Hilfeseiten beschreiben die volle Wirkung auf ein verknüpftes Google Ads Konto nicht im Detail. Deshalb nennen wir kein sicheres Ergebnis, sondern Punkte zur Kontrolle:
- Sinken die Impressionen in Ihren Shopping und Performance Max Kampagnen?
- Zeigt das Google Ads Konto selbst einen eigenen Richtlinienhinweis?
- Falls das Werbekonto gesperrt ist: Stammt die Ursache aus einer anderen Richtlinie?
Für den zweiten Fall lesen Sie unseren Beitrag zur Sperre eines Google Ads Kontos. Dort behandeln wir die Ursachen auf der Werbeseite und die Logik der Wiederherstellung.
Pausieren Sie außerdem die betroffenen Kampagnen während der Sperre, damit kein Budget verpufft. Für den Neustart hilft unsere Anleitung zur Performance Max Kampagne für Onlineshops.
Welche Abkürzungen verstoßen gegen die Regeln und warum?
Manche suchen während einer Sperre einen schnellen Ausweg. Die folgenden Methoden gelten als Umgehung der Google Systeme und verschlechtern Ihre Lage deutlich. Wir empfehlen sie nicht, und unser Team nutzt sie nicht.
- Ein neues Merchant Center Konto eröffnen, um die Sperre zu umgehen.
- Das Konto oder die Unterlagen einer anderen Person oder Firma verwenden.
- Gefälschte Rechnungen, Adressen oder Geschäftsunterlagen einreichen.
- Dieselbe Domain immer wieder mit mehreren Konten verknüpfen.
Warum? Diese Schritte lösen das eigentliche Problem nicht. Sie schaffen zudem einen zweiten Verstoß. Außerdem verbietet Google gesperrten Unternehmen, die Systeme zu umgehen. Am Ende steigt das Risiko einer dauerhaften Sperre.
Der richtige Weg ist unspektakulär, aber sicher: Problem finden, im Shop wirklich beheben, dokumentieren und die Prüfung über den offiziellen Kanal beantragen. Ein echtes Unternehmen, das so vorgeht, gibt dem Konto die beste Chance, auch wenn es keine Garantie gibt.
Wie richten Sie regelmäßige Kontrollen gegen eine neue Sperre ein?
Draußen zu bleiben ist so wichtig wie herauszukommen. Eine kleine Routine fängt die meisten Probleme früh ab. Wir empfehlen den folgenden Rhythmus, und Sie können die Häufigkeit an Ihren Shop anpassen.
- Wöchentlich: Öffnen Sie die Diagnose im Merchant Center und lesen Sie neue Hinweise.
- Wöchentlich: Vergleichen Sie Preis und Bestand Ihrer zehn Bestseller mit der Seite.
- Monatlich: Gleichen Sie Rückgabe, Versand und Kontaktseiten mit der echten Praxis ab.
- Vor einer Aktion: Prüfen Sie, ob die Rabattpreise im Feed ankommen.
- Nach einer Änderung am Shop: Testen Sie Footer und Checkout erneut.
Legen Sie außerdem fest, wer dafür zuständig ist. Richtlinienhinweise gehen oft nur an die E-Mail Adresse des Kontoinhabers. Stellen Sie sicher, dass diese Adresse aktiv ist und jemand sie liest.
Kurz gesagt ist regelmäßige Pflege die günstigste Versicherung gegen eine Merchant Center Sperre. Bauen Sie dann eine Gewohnheit auf, statt einmal aufzuräumen.
Wann sollten Sie externe Hilfe holen?
Externe Hilfe lohnt sich, wenn Sie die Ursache nicht finden, mehrere Anträge scheiterten oder Ihr Feed tausende Produkte enthält. Ein frischer Blick erkennt Widersprüche, die Sie selbst nicht mehr sehen.
Wir, Talha Aslan und Team, prüfen bei Onlineshops Feed, Seite und Richtlinien gemeinsam. Am Ende berichten wir schriftlich, welcher Bereich wie viel Risiko trägt. Das Ergebnis garantieren wir allerdings nicht, denn die Entscheidung liegt allein bei Google.
Unsere passenden Leistungen:
- E-Commerce Beratung: Shop, Richtlinienseiten und Aufbau der Produktseite.
- Google Ads Betreuung: Shopping und Performance Max Kampagnen.
Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Richtlinien können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor jeder Maßnahme die aktuelle offizielle Seite.



