Google Ads Konto gesperrt: Ursachen und Wiederherstellung

Was bedeutet es, wenn Ihr Google Ads Konto gesperrt ist?
Ein Google Ads Konto gesperrt zu sehen bedeutet, dass Google Ihr Konto wegen eines Richtlinienverstoßes, eines Zahlungsproblems oder eines Sicherheitsverdachts angehalten hat. Daher laufen Ihre Anzeigen nicht mehr, und Sie können keine neuen erstellen. Den legitimen Weg zurück zeigt die Benachrichtigung selbst: der Einspruch.
Zunächst sollten Sie eine Sperre von einer abgelehnten Anzeige trennen. Eine abgelehnte Anzeige betrifft nur diese eine Anzeige. Eine Kontosperre betrifft allerdings das gesamte Konto und hat meist einen schwerwiegenderen Grund.
Dieser Ratgeber folgt dem Aufbau der offiziellen Hilfeseiten. Richtlinien und Abläufe können sich ändern. Deshalb prüfen Sie den aktuellen Wortlaut immer in der Übersicht zu Google Ads Kontosperrungen.
Außerdem möchten wir ehrlich sein: Kein Dienstleister kann versprechen, dass Ihr Konto wieder freigeschaltet wird. Wir können es auch nicht. Wir helfen Ihnen aber, sich sauber vorzubereiten.
In der Praxis fühlt sich eine Sperre wie ein Notfall an. Anfragen bleiben aus, Berichte flachen ab, und das Team stellt Fragen. Daher sollten Sie das Thema als Frage der Geschäftskontinuität behandeln.
Wie lesen Sie die Benachrichtigung, wenn das Google Ads Konto gesperrt ist?
Google informiert Sie an zwei Stellen: im Konto und per E-Mail. Die E-Mail nennt alle verletzten Richtlinien und enthält einen Link zum Einspruch. Lesen Sie sie deshalb bis zum Ende. Speichern Sie außerdem einen Screenshot mit Datum.
Achten Sie in der Nachricht auf drei Punkte:
- Welche Richtlinien genannt werden. Es können mehrere sein, notieren Sie alle.
- Ob es einen Einspruchslink oder einen Kontaktweg gibt.
- Ob Google eine Advertiser Verifizierung oder eine Zahlungsverifizierung verlangt.
Der Name der Richtlinie bestimmt Ihren nächsten Schritt. Denn eine Zahlungssperre braucht eine andere Vorbereitung als eine Richtliniensperre. Einen Einspruch vor dem Lesen der Nachricht zu schreiben, kostet daher nur Zeit.
Ist keine E-Mail angekommen, prüfen Sie den Spamordner und alle Administratoradressen des Kontos. Zum Beispiel kann eine Agentur, die das Konto angelegt hat, die Nachricht erhalten haben.
Teilen Sie die Nachricht danach mit allen Beteiligten. Bestimmen Sie dann eine Person, die den Einspruch führt. Zu viele Stimmen führen zu widersprüchlichen Angaben.
Warum wird ein Google Ads Konto gesperrt?
Die offiziellen Hilfeseiten gruppieren Sperren in mehrere Familien. Schwere Verstöße können zum Beispiel sofort zur Sperre führen, ohne Vorwarnung. Wiederholte Verstöße folgen dagegen einem Verwarnsystem. Zahlungsprobleme und unbefugte Kontoaktivität bilden eigene Gruppen.
Also fasst die folgende Tabelle die Familien zusammen und zeigt, wo Sie zuerst nachsehen. Sie dient nur der Orientierung. Die genauen Definitionen finden Sie auf den offiziellen Seiten.
| Ursachenfamilie | Beispiel | Erste Anlaufstelle |
|---|---|---|
| Schwerer Richtlinienverstoß | Umgehung von Systemen, Schadsoftware, koordinierte Täuschung | Richtlinienname in der E-Mail und Einspruchsformular |
| Zahlung und Abrechnung | Verdächtige Zahlungsaktivität, offener Betrag, Rückbuchung | Zahlungsprofil und Zahlungsmethoden |
| Unbefugte Aktivität | Verdacht auf Zugriff durch Dritte | Nutzerliste und Sicherheit des Google Kontos |
| Verifizierung | Advertiser Verifizierung nicht abgeschlossen | Hinweis zur Verifizierung und angeforderte Unterlagen |
Somit lautet Ihre erste Aufgabe, die Familie zu bestimmen. Erst dann bereiten Sie die passende Lösung vor.
Bedenken Sie außerdem, dass ein Konto mehrere Familien zugleich treffen kann. Zum Beispiel können eine Verifizierungslücke und ein Zahlungskonflikt zusammen auftreten. Behandeln Sie jeden Punkt als eigene Aufgabe.
Wie führt verdächtige Zahlungsaktivität zur Sperre?
Google kann Ausgaben begrenzen oder das Konto sperren, wenn es Anzeichen für unbefugte Zahlungen sieht. Die offizielle Abrechnungsseite nennt Beispiele wie gestohlene Kartennummern, fremde Identitäten für die Rechnungsstellung und viele neue Karten mit abgelehnten Zahlungen. Den aktuellen Wortlaut finden Sie auf der Seite zu Sperren wegen Abrechnung und Zahlung.
Auch seriöse Unternehmen können solche Signale auslösen. Zum Beispiel erreicht eine Karte ihr Limit, und drei Zahlungen schlagen nacheinander fehl. Das System kann dieses Muster als verdächtig werten. Wer hastig weitere Karten hinzufügt, verschlimmert es daher oft.
Ein ruhigerer Weg sieht so aus:
- Der Name der Zahlungsmethode sollte zum Zahlungsprofil passen.
- Fragen Sie Ihre Bank, warum die Zahlungen fehlschlugen.
- Nutzen Sie eine stabile Zahlungsmethode statt ständig wechselnder Karten.
Fehlgeschlagene Zahlungen behandeln wir in einem eigenen Ratgeber: Was tun, wenn die Zahlung bei Meta oder Google fehlschlägt. Sind Sie unsicher, ob es sich um eine Ablehnung oder eine Sperre handelt, beginnen Sie dort.
Denken Sie außerdem daran, dass eine Rückbuchung eine Abrechnungssperre auslösen kann. Klären Sie Streitfälle daher zuerst mit Google.
Warum ist die Richtlinie zur Umgehung von Systemen so streng?
Google stuft Versuche, die Anzeigenprüfung zu täuschen, als schweren Verstoß ein. Die Richtlinie zur Umgehung von Systemen sieht vor, dass Konten bei Erkennung ohne Vorwarnung gesperrt werden können. In dieser Kategorie kommt eine Wiederherstellung nur in zwingenden Ausnahmefällen vor.
Die offiziellen Beispiele umfassen:
- Ein neues Konto nach einer Sperre anlegen, um wieder Werbung zu schalten.
- Domain- oder Inhaltsvarianten nutzen, um eine abgelehnte Anzeige zu umgehen.
- Google andere Inhalte zeigen als echten Nutzern (Cloaking).
- Richtlinienwidrige Anzeigen auf mehrere Konten verteilen.
- Falsche Angaben bei der Advertiser Verifizierung machen.
Das sind allerdings keine technischen Kniffe, sondern Verstöße. Deshalb empfehlen wir sie nie. Schlägt Ihnen ein Berater vor, auf ein anderes Konto auszuweichen, sollten Sie Abstand halten.
Eine Klarstellung hilft hier zudem. Seiten nach Sprache, Angebot oder Standort anzupassen ist erlaubt, solange das Kernprodukt gleich bleibt. Cloaking dagegen verbirgt Inhalte, statt sie zu lokalisieren.
Stellen Sie sich bei jedem Schritt deshalb eine Testfrage: Könnte das wie ein Umgehungsversuch aussehen? Wenn ja, lassen Sie es.
Warum verlangt Google eine Advertiser Verifizierung?
Mit der Advertiser Verifizierung prüft Google, wer Sie sind und was Ihr Unternehmen tut. Google verlangt sie von ausgewählten Werbetreibenden, und in manchen Sperrfällen müssen Sie sie abschließen, bevor Sie Einspruch einlegen können. Ziel ist es, Werbung unter falscher Identität zu verringern.
Konkret entscheidend ist Konsistenz. Der Name im Zahlungsprofil, der Firmenname und die Angaben auf Ihrer Website sollten übereinstimmen. Andernfalls bleibt die Verifizierung also hängen.
Die offizielle Hilfeseite enthält noch einen Hinweis: Die Zahl der Verifizierungsversuche ist begrenzt, und wenn sie aufgebraucht ist, kann der Einspruchsweg schließen. Prüfen Sie daher jede Unterlage doppelt, bevor Sie sie senden. Die aktuellen Regeln lesen Sie in der Hilfe nach.
Falsche oder veränderte Unterlagen sind ein eigener Verstoß. Tatsächlich nennt die Richtlinie zur Umgehung von Systemen falsche Angaben bei der Verifizierung als Beispiel.
Sammeln Sie Ihre Firmendaten vorab an einer Stelle. Firmenname, Adresse, Telefonnummer und die vertretungsberechtigte Person sollten überall gleich aussehen. Denn kleine Schreibunterschiede verursachen lange Verzögerungen.
Worin unterscheidet sich eine Sperre wegen offener Beträge?
Eine Sperre wegen offener Beträge beginnt, wenn auf dem Konto eine Schuld bleibt. Die Schuld zu begleichen ist oft der schnellste Weg. Bei einer Richtliniensperre reicht Geld dagegen nicht, denn Sie brauchen zusätzlich einen Einspruch.
Sie erkennen den Unterschied in drei Schritten:
- Lesen Sie den Richtliniennamen in der E-Mail. Geht es um Abrechnung oder Zahlung, ist es eine Abrechnungssperre.
- Prüfen Sie im Zahlungsprofil, ob Beträge offen sind oder Transaktionen fehlschlugen.
- Gibt es eine Schuld, begleichen Sie sie zuerst und folgen dann den Hinweisen der Benachrichtigung.
Nutzen Sie automatische Zahlungen, bestätigen Sie, dass die Methode noch gültig ist. Eine abgelaufene Karte ist ein häufiger Grund für fehlgeschlagene Zahlungen. Somit kann dieses kleine Detail zu tagelangem Stillstand führen.
Warten Sie nach der Zahlung nicht einfach ab. Prüfen Sie den Kontostatus selbst und bewahren Sie den Bankbeleg auf. Kontrollieren Sie außerdem Adresse und Firmenname in den Abrechnungsdaten, denn Abweichungen bremsen den Vorgang.
Dazu kommt, dass Sicherheitslücken oft über veraltete Plugins entstehen. Prüfen Sie deshalb regelmäßig Updates, sichern Sie die Seite und begrenzen Sie Administratorrechte. Zum Beispiel reicht ein einziges kompromittiertes Konto, um schädlichen Code einzuschleusen.
Wie lösen Schadsoftware und andere schwere Verstöße eine Sperre aus?
Eine Zielseite, die Schadsoftware verbreitet, kann sofort zur Sperre führen. Google zählt Schadsoftware, koordinierte Täuschung, gefälschte Waren und unzulässige Geschäftspraktiken zu den schweren Verstößen. In dieser Gruppe kommt deshalb unter Umständen keine Warnung.
Wurde Ihre Website gehackt, zeigen sich oft diese Anzeichen:
- Weiterleitungen oder versteckte Links, die Sie nicht angelegt haben.
- Ein Browserhinweis, dass die Seite nicht sicher ist.
- Seltsame Titel in den Suchergebnissen.
Reinigen Sie in diesem Fall zuerst die Seite und legen dann Einspruch ein. Denn ein Einspruch mit infizierter Seite führt zum gleichen Ergebnis. Bitten Sie Hostinganbieter und Entwickler um Protokolle und Scanberichte.
Einige Richtlinien hängen außerdem von der Branche ab. Fällt Ihr Produkt in eine eingeschränkte Kategorie, lesen Sie vor der Werbung die zugehörige Richtlinie. Diese Prüfung machen wir daher mit Kunden vor dem Kampagnenstart.
Ändern Sie schließlich Passwörter, entfernen Sie ungenutzte Plugins und aktualisieren Sie alles. Zeigen Sie diese Schritte im Einspruch, denn Belege für die Bereinigung haben Gewicht.
Was tun Sie zuerst, wenn Ihr Google Ads Konto gesperrt ist?
Sammeln Sie zuerst Belege, statt in Panik zu geraten. Zunächst speichern Sie die Benachrichtigung, die E-Mail und den Kontostatus. Dann prüfen Sie Ihre Anzeigen und Zielseiten auf mögliche Ursachen. Ein hastiger Einspruch ist meist ein schwacher Einspruch.
Wir empfehlen diese Reihenfolge:
- Benachrichtigung und Richtliniennamen festhalten.
- Zahlungsprofil und Nutzerliste prüfen.
- Website, Anzeigentexte und Zielseiten mit der Richtlinie abgleichen.
- Gefundene Probleme beheben, bevor Sie den Einspruch schreiben.
- Belege und Unterlagen vorbereiten.
Eröffnen Sie währenddessen also kein neues Konto und verschieben Sie keine Anzeigen. Den Grund erklären wir weiter unten.
Einen schnellen Blick auf Ihre Kontostruktur ermöglicht unser Google Ads Audit Tool. Es löst keine Sperre, zeigt aber dafür den allgemeinen Zustand Ihres Setups.
Informieren Sie außerdem Ihr Team. Eine kurze, ruhige Nachricht verhindert Gerüchte und hält alle auf demselben Stand.
Zudem hilft eine klare Gliederung. Nennen Sie zuerst den Sachverhalt, dann die Korrektur und schließlich den Nachweis. Somit findet die Prüfung schnell, was sie braucht. Lange Erklärungen ohne Beleg dagegen bringen wenig.
Wie füllen Sie das Einspruchsformular für Google Ads aus?
Das Einspruchsformular erreichen Sie über den Kontaktlink in der Benachrichtigung im Konto oder über den Link in der E-Mail. Das Formular zeigt dann Informationen zur verletzten Richtlinie. Laut offizieller Seite gehören zu einem guten Einspruch Kontext zu jeder Richtlinie, konkrete Beispiele für Ihre Maßnahmen und bei Bedarf die Identitätsprüfung.
Ein starker Einspruch ist kurz, ruhig und konkret:
- Beschreiben Sie Ihr Unternehmen in ein bis zwei Sätzen.
- Zeigen Sie, dass Sie die ausgelöste Richtlinie verstanden haben.
- Belegen Sie, was Sie behoben haben, zum Beispiel eine Seitenänderung oder eine neue Rückgabebedingung.
- Erklären Sie, was Sie künftig anders machen.
Vermeiden Sie außerdem emotionale oder vorwurfsvolle Sprache. Zum Beispiel wirkt "so verstehe ich die Lage" besser als "Sie haben einen Fehler gemacht". Dennoch gibt es keine Zusage auf Erfolg.
Denselben Einspruch immer wieder zu senden bringt allerdings ebenfalls nichts. Ohne neue Informationen oder neue Korrekturen warten Sie besser ab. Jede Einreichung braucht also einen Grund.
Lassen Sie den Text vor dem Senden von einer Kollegin oder einem Kollegen lesen. Wer nicht im Problem steckt, erkennt unklare Sätze schnell.
Welche Unterlagen bereiten Sie für den Einspruch vor?
Konkret hängen die Unterlagen vom Sperrgrund ab. Grundsätzlich helfen Nachweise, dass Ihr Unternehmen echt, aktiv und stimmig ist. Die offizielle Seite nennt keine feste Liste, und Google benennt Anforderungen in der Benachrichtigung. Warten Sie also die Anforderung ab und ordnen Sie Ihre Dateien dann zu.
Hier eine allgemeine Vorbereitungsliste als Beispiel, nicht als Pflicht:
- Ein amtlicher Nachweis mit Firmenname und Adresse, etwa ein Handelsregisterauszug oder eine Gewerbeanmeldung.
- Kontaktdaten, die zu Ihrer Website passen.
- Identitätsdaten des Inhabers der Zahlungsmethode.
- Seiten, die belegen, dass Produkt oder Dienstleistung echt sind: Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung, Impressum.
- Bankbelege oder Zahlungsverlauf bei Abrechnungssperren.
Namen, Adressen und Firmierungen müssen in allen Dateien übereinstimmen. Zum Beispiel kann eine abweichende Firmierung auf der Website und im Register die Verifizierung blockieren.
Zunächst gilt: Nutzen Sie niemals veränderte, gefälschte oder fremde Unterlagen. Das gilt als Umgehung von Systemen und kann zu einem dauerhaften Werbeverbot führen.
Achten Sie daher auch auf die Dateiqualität. Unscharfe, abgeschnittene oder veraltete Scans scheitern, selbst wenn die Angaben stimmen.
Wie läuft die Advertiser Verifizierung ab?
Der Ablauf beginnt meist mit dem Link in Ihrer Benachrichtigung. Verlangt Google die Verifizierung für Ihr Konto, sehen Sie im Konto einen entsprechenden Hinweis. Menübezeichnungen ändern sich, folgen Sie deshalb dem Link in der Nachricht statt einer festen Schaltfläche.
Stellen Sie sich den Ablauf in vier groben Schritten vor:
- Öffnen Sie den Verifizierungslink aus der Benachrichtigung.
- Geben Sie Identität und Unternehmensdaten wie gefordert an.
- Laden Sie lesbare, aktuelle Unterlagen hoch.
- Warten Sie auf das Ergebnis und beobachten Sie die Benachrichtigungen.
Scheitert die Verifizierung, versuchen Sie zunächst den Grund zu erfahren. Oft ist es eine Namensabweichung zwischen Unterlage und Formular oder ein unscharfes Bild. Da die Versuche begrenzt sind, gehen Sie langsam vor.
Bedenken Sie, dass die Verifizierung allein das Konto nicht öffnet. Die Prüfung des Einspruchs läuft getrennt. Schließen Sie also beide Teile ab und dokumentieren Sie jeden Schritt.
Halten Sie schließlich Ihre digitale Identität konsistent. Eine andere Firmierung auf der Website, im Zahlungsprofil und in den Unterlagen kostet schnell Vertrauen. Ergänzen Sie auf der Kontaktseite eine echte Adresse und eine erreichbare Telefonnummer.
Hinzu kommt der Faktor Vertrauen. Google bewertet nicht nur das einzelne Konto, sondern auch Muster. Daher wirkt ein plötzlich neues Konto mit gleicher Website, gleicher Zahlungsmethode und ähnlichen Anzeigen verdächtig. Konkret sprechen Sie damit selbst gegen Ihren Einspruch.
Warum verschlimmert ein neues Konto die Lage?
Die Google Ads Hilfe sagt, dass neue Konten eines gesperrten Werbetreibenden ebenfalls gesperrt werden können. Die Richtlinie zur Umgehung von Systemen nennt außerdem das Anlegen eines neuen Kontos nach einer Sperre als Beispiel. Somit gefährden Sie das neue Konto und schwächen Ihren Fall im alten.
Diese Abkürzung hat also drei Hauptprobleme:
- Verbundene Konten lassen sich erkennen und gemeinsam sperren.
- Ihre Einspruchshistorie wird schwächer, weil sie nach Umgehung aussieht.
- Sie verlieren Daten und Qualitätssignale aus dem ursprünglichen Konto.
Das Konto einer anderen Person zu nutzen, mit fremder Identität eines anzulegen oder ein "sauberes" Konto zu mieten, endet am selben Punkt. Deshalb empfehlen wir nichts davon. Unser Team lehnt solche Anfragen ab.
Die richtige Reihenfolge ist einfach. Schließen Sie zuerst den Einspruch für das bestehende Konto ab. Eröffnen Sie nichts Neues, bevor das Ergebnis klar ist.
Ein Neustart wirkt zwar sauberer, doch die Lerndaten im alten Konto haben echten Wert. Der offizielle Weg zurück ist meist klüger als ein Start bei null.
Unterscheidet sich eine Merchant Center Sperre von einer Google Ads Sperre?
Ja, die beiden unterscheiden sich allerdings deutlich. Das Merchant Center verwaltet Produktdaten und hat eigene Richtlinien und einen eigenen Einspruchsweg. Schalten Sie Shopping Anzeigen, prüfen Sie beide Konten. Ein Problem auf einer Seite kann die andere beeinflussen.
Ein häufiger Fall im Merchant Center sind Warnungen wegen falscher Darstellung, die das Vertrauen in den Shop betreffen. Ursachen und Lösungen sind ein eigenes Thema. Unser Ratgeber zur Merchant Center Sperre wegen falscher Darstellung behandelt sie ausführlich.
Wenn Sie auffrischen möchten, wie beide Systeme zusammenhängen, hilft unser Überblick zu Google Shopping und Merchant Center. Hier erwähnen wir ihn nur, damit Sie beides nicht mit einer Google Ads Sperre verwechseln.
Kurz gesagt: Lesen Sie die Benachrichtigungen für jedes Konto getrennt. Reichen Sie danach jeden Einspruch einzeln ein und führen Sie die Unterlagen separat.
Außerdem lohnt sich ein Blick auf die eigenen Daten. Exportieren Sie Kampagnenberichte und Conversion Daten, damit nichts verloren geht. Dann haben Sie bei einem Neustart eine solide Basis, und Sie wissen, welche Kampagnen zuerst wieder laufen sollten.
Was erwartet Sie nach dem Einspruch?
Nach dem Einspruch prüft Google das Konto und teilt das Ergebnis per Benachrichtigung und E-Mail mit. Die Dauer hängt vom Fall ab, deshalb nennen wir keine Tage. Das Ergebnis kann positiv oder negativ sein, und keine Agentur kann es garantieren.
Die möglichen Ergebnisse lassen sich in drei Gruppen teilen:
- Das Konto wird wieder freigeschaltet, und Sie befolgen die Bedingungen der Nachricht.
- Google fragt nach weiteren Angaben oder einer Verifizierung, und Sie antworten schnell und konsistent.
- Der Einspruch wird abgelehnt, und Sie lesen die Begründung, beheben Behebbares und reichen mit neuen Informationen erneut ein.
Bei schweren Verstößen wie der Umgehung von Systemen gibt es eine Wiederherstellung nur selten. Bereiten Sie sich daher darauf vor. Binden Sie Ihr ganzes Geschäft deshalb nicht an ein einziges Werbekonto.
Planen Sie währenddessen mit unserem Google Ads Budget Rechner. Er hilft Ihnen zu entscheiden, mit welchem Budget Sie neu starten, falls das Konto zurückkommt.
Stärken Sie in der Zwischenzeit andere Kanäle. Organische Suche, E-Mail und direkte Ansprache halten Anfragen am Laufen.
Zunächst klingt das nach viel Aufwand. Allerdings sparen Sie damit Wochen an Ausfallzeit, denn eine Sperre kostet Umsatz. Zum Beispiel reicht eine feste Zuständigkeit im Team, damit Hinweise nicht untergehen. Somit wird aus einem Notfall eine Routine.
Wie verhindern Sie, dass das Google Ads Konto erneut gesperrt wird?
Vorbeugung beruht auf ordentlicher, einfacher Kontoführung. Halten Sie Zahlungsdaten aktuell, schreiben Sie richtlinienkonforme Anzeigentexte und sorgen Sie dafür, dass die Zielseite dem entspricht, was echte Nutzer sehen. Das wirkt klein, verhindert aber tatsächlich die meisten Sperren.
Unsere praktische Checkliste:
- Prüfen Sie Zahlungsmethode und Zahlungsprofil regelmäßig.
- Listen Sie alle Personen mit Zugriff und deren Zugriffsstufe auf.
- Vermeiden Sie übertriebene oder nicht belegbare Aussagen in Anzeigentexten.
- Scannen Sie Ihre Website regelmäßig auf Sicherheitsprobleme.
- Leiten Sie Richtlinienhinweise an ein gemeinsames Postfach, nicht an eine Person.
Arbeiten Sie mit einer Agentur, vergeben Sie den Zugriff richtig. Unser Ratgeber, wie Sie einer Agentur Zugriff auf Google Ads geben, erklärt Zugriffsstufen und Sicherheit. Eine schlechte Zugriffsvergabe kann wie unbefugte Aktivität aussehen.
Lesen Sie außerdem die Google Ads Fehler, die Budget verbrennen für die allgemeine Kontodisziplin. Für das Conversion Tracking ist unser Ratgeber zu erweiterten Conversions ein guter nächster Schritt.
Eine kurze monatliche Prüfung genügt bei den meisten Konten. Sie kostet wenig Zeit und fängt somit viele Probleme früh ab.
Außerdem raten wir zu Dokumentation. Notieren Sie, wann Sie welche Nachricht erhalten haben und wer welche Unterlage geschickt hat. Das stärkt den Einspruch, denn Google sieht dann einen klaren Ablauf. Zudem vermeiden Sie Verwirrung im Team, besonders wenn eine Agentur beteiligt ist.
Wie unterstützt Sie unser Team bei einer Kontosperre?
Talha Aslan und Team arbeiten seit 2012 mit Google Ads Konten, und wir sind Google Partner. Bei einer Sperre helfen wir Ihnen, die Nachricht zu lesen, sie der Richtlinie zuzuordnen und eine geordnete Einspruchsmappe vorzubereiten. Ein Ergebnis garantieren wir nicht, denn die Entscheidung liegt bei Google.
Typischerweise unterstützen wir diese Schritte:
- Analyse von Benachrichtigung und Richtlinie.
- Prüfung von Website und Anzeigen auf mögliche Verstöße.
- Entwurf von Einspruchstext und Unterlagenliste.
- Ein sichererer Neuaufbau des Kontos nach der Freischaltung.
Unsere Kontoführung finden Sie auf unserer Seite zur Google Ads Verwaltung. Was ein guter Berater abdecken sollte, lesen Sie in Google Ads Betreuung und ihre Leistungen.
Möchten Sie Ihre Situation besprechen, schreiben Sie uns über die Kontaktseite. Anfragen, die gegen die Regeln verstoßen, übernehmen wir nicht. Die richtige und dauerhafte Lösung führt immer über den offiziellen Weg.



