Instagram Profilbesuche per Werbung steigern: Einrichtung, Ziel und Messung

Was ist eine Anzeige für Instagram Profilbesuche?
Eine Anzeige für Instagram Profilbesuche ist eine Meta Werbeanzeige, die Nutzer direkt auf Ihr Instagram Profil statt auf eine Website führt und jeden Profilbesuch als Ergebnis zählt. Im Werbeanzeigenmanager wählen Sie dafür das Ziel Traffic und als Ort der Conversion das Instagram Profil; in der App wählen Sie beim Hervorheben das Ziel Profilbesuche.
In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen beide Wege Schritt für Schritt. Außerdem erkläre ich, für welche Unternehmen sich das lohnt, wie Sie das Budget planen und wie Sie Ergebnisse messen. Besuche zu bekommen ist der leichte Teil. Die eigentliche Arbeit beginnt danach: Aus dem Besuch soll ein Follow, eine Nachricht oder ein Kauf entstehen.
Für welche Unternehmen lohnt sich diese Werbung?
Werbung für Profilbesuche lohnt sich, wenn Ihr Instagram Konto bereits wie ein Schaufenster funktioniert. Ein kleines Café, ein Friseursalon, ein Designstudio oder eine Marke für handgemachte Produkte überzeugt Kunden oft über das Profilraster. Zunächst sehen sich Besucher ein paar Beiträge an, öffnen die Highlights und entscheiden direkt.
Bei einem Onlineshop sieht es allerdings anders aus. Findet der Kauf auf der Website statt, bedeutet der Umweg über das Profil einen zusätzlichen Schritt. In diesem Fall bringt eine Traffic oder Sales Kampagne mit Ziel Website meist mehr.
Kurz gesagt passt diese Anzeigenform zu Ihnen, wenn Sie diese drei Fragen mit Ja beantworten:
- Schauen sich Ihre Kunden vor dem Kauf Ihr Profil an?
- Beginnen Verkäufe oder Termine meist per DM oder über den Link im Profil?
- Zeigt Ihr Profil aktuelle Arbeiten, Bewertungen und Preise?
Sind Sie noch unsicher, hilft Ihnen mein Beitrag organisches Wachstum oder bezahlte Werbung bei der Entscheidung.
Wie bereiten Sie Ihr Profil vor der Werbung vor?
Die Anzeige bringt Menschen zunächst bis zur Tür. Ob sie hereinkommen, entscheidet dann das Profil. Deshalb sollten Sie Ihr Profil vor dem Start mit den Augen eines Fremden prüfen. Versteht niemand in drei Sekunden, was Sie anbieten, verliert der Besuch fast seinen ganzen Wert.
Konkret prüfe ich zuerst diese Punkte:
- Profilbild: ein klares Logo oder Gesicht, das auch klein lesbar bleibt.
- Bio: ein kurzer Satz dazu, was Sie anbieten, für wen und was der nächste Schritt ist.
- Link: eine schnelle, mobil optimierte Seite, die zum Versprechen der Anzeige passt.
- Highlights: Preise, häufige Fragen, Bewertungen und Standort.
- Raster: die letzten neun bis zwölf Beiträge wirken einheitlich und aktuell.
Ideen für Ihre Bio finden Sie in meinen Insta Bio Sprüchen. Passen Sie den Text danach aber an Ihre Markensprache an. Zudem können Sie mit dem UTM Generator Parameter an den Profillink hängen. So sehen Sie Instagram als eigene Quelle in Ihrer Webanalyse.
Wie schalten Sie Werbung für Profilbesuche direkt in der App?
Der schnellste Weg ist die Funktion zum Hervorheben direkt in der Instagram App. Laut Instagram Hilfebereich wählen Sie dort als Ziel Profilbesuche, Websitebesuche oder Nachrichten. Allerdings brauchen Sie dafür ein professionelles Konto, also ein Unternehmens oder Creator Konto.
Der Ablauf sieht so aus:
- Öffnen Sie den Beitrag oder das Reel, das Sie bewerben möchten, und tippen Sie auf Hervorheben.
- Wählen Sie Profilbesuche als Ziel.
- Legen Sie die Zielgruppe fest: automatisch oder selbst über Standort, Alter und Interessen.
- Geben Sie ein Tagesbudget und eine Laufzeit ein.
- Prüfen Sie die Zahlungsdaten und senden Sie die Anzeige zur Prüfung.
Die aktuellen offiziellen Schritte finden Sie im Instagram Hilfebereich. Dieser Weg ist praktisch, allerdings bleiben die Einstellungen einfach. Möchten Sie Platzierungen, Tests und Berichte genau steuern, brauchen Sie den Werbeanzeigenmanager.
Wie richten Sie Instagram Profilbesuche im Werbeanzeigenmanager ein?
Im Werbeanzeigenmanager gibt es kein eigenes Kampagnenziel für Profilbesuche. Stattdessen steckt die Option im Ziel Traffic, und zwar als Ort der Conversion. Meta hat das Instagram Profil als Ort der Conversion für Traffic Kampagnen ergänzt. Das Leistungsziel lautet dann: Anzahl der Instagram Profilbesuche maximieren.
Die Schritte also im Überblick:
- Erstellen Sie eine neue Kampagne und wählen Sie das Ziel Traffic.
- Wählen Sie auf Ebene der Anzeigengruppe als Ort der Conversion das Instagram Profil.
- Prüfen Sie, dass das Leistungsziel auf maximale Profilbesuche steht.
- Stellen Sie sicher, dass Ihr Instagram Konto mit dem Werbekonto verbunden ist.
- Legen Sie Zielgruppe, Budget und Zeitplan fest.
- Laden Sie auf Anzeigenebene das Motiv hoch; der Button führt automatisch zum Instagram Profil.
Mit dieser Auswahl beschränken sich die Platzierungen auf Instagram. Das ist logisch, denn jemanden aus dem Facebook Feed auf ein Instagram Profil zu schicken, wäre umständlich. Welche Orte der Conversion es pro Ziel gibt, zeigt Meta auf der offiziellen Hilfeseite.
App oder Werbeanzeigenmanager: Was passt besser?
Beide Wege führen zum selben Ergebnis, dem Profilbesuch. Der Unterschied liegt vor allem in der Kontrolle. Die Tabelle zeigt, wann welcher Weg sinnvoll ist.
| Kriterium | Hervorheben in der Instagram App | Werbeanzeigenmanager (Traffic + Instagram Profil) |
|---|---|---|
| Einrichtung | Wenige Minuten | Länger, mit mehr Optionen |
| Motiv | Bestehender Beitrag oder Reel | Neue Motive mit mehreren Varianten |
| Zielgruppe | Grundlegende Optionen | Breite Auswahl inklusive Custom und Lookalike Audiences |
| Tests | Eingeschränkt | Mehrere Anzeigengruppen und Anzeigen |
| Berichte | Kurze Übersicht in der App | Eigene Spalten und Aufschlüsselungen |
| Geeignet für | Kleine Budgets, schnelle Tests | Regelmäßige Werbung mit Fokus auf Messung |
Mein Rat ist einfach. Testen Sie zuerst in der App, welcher Beitrag Aufmerksamkeit bekommt. Danach übertragen Sie den Gewinner in den Werbeanzeigenmanager und bauen eine kontrollierte Kampagne auf.
Eine Einschränkung sollten Sie kennen: Beim Hervorheben ist die Anzeige der Beitrag selbst. Bearbeiten oder löschen Sie ihn später, ändert sich auch die Anzeige. Im Werbeanzeigenmanager erstellen Sie Motive dagegen unabhängig vom Feed und testen denselben Look mit unterschiedlichen Texten.
Zudem gibt es bei der Abrechnung Unterschiede. Hervorgehobene Beiträge belasten das Werbekonto, das mit Ihrem Profil verknüpft ist. Agenturen und Teams mit mehreren Marken verlieren so schnell den Überblick. Daher empfehle ich ein sauberes Werbekonto im Business Portfolio. Klären Sie zudem von Anfang an, wer darauf Zugriff hat.
Wie funktionieren die Platzierungen?
Wählen Sie das Instagram Profil als Ort der Conversion, läuft Ihre Anzeige nur auf Instagram. Konkret zählen dazu Feed, Stories, Reels und Explore. Jede Fläche hat ein eigenes Nutzerverhalten. Deshalb liefert dasselbe Motiv nicht überall dasselbe Ergebnis.
Im Feed scrollen Menschen zum Beispiel langsamer und lesen eher die Bildunterschrift. In Stories fällt die Entscheidung in zwei Sekunden, daher muss die Botschaft im Bild stehen. Bei Reels zählt die erste Sekunde; ein kurzer gesprochener Einstieg hilft allen, die mit Ton schauen.
Zu Beginn empfehle ich automatische Platzierungen. So kann das System das Budget zur günstigsten Fläche verschieben. Nach einigen Tagen prüfen Sie die Aufschlüsselung nach Platzierung. Ist eine Fläche teurer, bringt aber bessere Besucher, schalten Sie sie nicht sofort ab. Schauen Sie zuerst auf Follows und Nachrichten.
Bereiten Sie außerdem Motive pro Fläche vor. Ein vertikales Video im Format 9:16 füllt Stories und Reels komplett aus. Ein quadratisches Bild oder 4:5 nimmt im Feed mehr Platz ein. Wer überall nur ein Format nutzt, bekommt abgeschnittene Ränder und wirkt schnell unprofessionell.
Worin unterscheiden sich die Ziele Traffic und Interaktion?
Viele Unternehmen wollen Profilbesuche, wählen aber versehentlich das Ziel Interaktion. Dieses Ziel sucht nämlich Menschen, die gern liken, kommentieren, teilen oder Videos ansehen. Diese Nutzer reagieren auf den Beitrag, besuchen das Profil aber oft nie.
Mit Traffic und dem Instagram Profil als Ort der Conversion sucht der Algorithmus dagegen Menschen, die nach der Anzeige wahrscheinlich Ihr Profil öffnen. Das Optimierungssignal passt also direkt zu der Handlung, die Sie wollen.
Ein Detail ist wichtig: In diesem Setup zählt der Besuch selbst als Ergebnis. Ein Follow zählt nicht als Ergebnis. Wenn die Anzeige viele Besuche bringt, aber kaum Follower, liegt also kein technischer Fehler vor. Das zeigt vielmehr, wie überzeugend Ihr Profil ist. Wer das vorher weiß, setzt realistische Erwartungen.
Möchten Sie das Follower Wachstum trotzdem verfolgen, legen Sie die Entwicklung aus Instagram Insights neben die Kampagnendaten. Eine saubere Zuordnung liefert das zwar nicht, den Trend sehen Sie aber gut.
Wie wählen Sie die passende Zielgruppe?
Die Zielgruppe bestimmt, wohin Ihr Budget fließt. Eine sehr enge Zielgruppe treibt die Kosten nach oben. Andererseits bringt eine sehr breite Besucher, die nie kaufen. Um die Balance zu finden, sollten Sie zuerst klären, wer tatsächlich bei Ihnen kauft.
In der Praxis bewähren sich drei Ansätze:
- Lokales Geschäft: ein fester Radius um den Laden, eine grobe Altersspanne und breite Interessen.
- Warme Zielgruppe: Menschen, die zuletzt mit Profil oder Inhalten interagiert haben; sie reagieren meist günstiger.
- Lookalike Audience: neue Menschen, die Ihrer Kundenliste ähneln; gut zum Skalieren, sobald genug Daten vorliegen.
Bevor Sie die Zielgruppe anlegen, lesen Sie am besten meinen Leitfaden zur Zielgruppenanalyse. Ohne klare Persona bleibt selbst das beste Motiv schwach. Zudem sehen Sie mit meiner Werbebibliothek Suche, mit welchen Botschaften Wettbewerber werben.
Wie nutzen lokale Unternehmen diese Anzeigen?
Für lokale Unternehmen wirkt das Profil oft lebendiger als die Website. Gäste eines Cafés, Restaurants, Kosmetikstudios oder Fitnessstudios möchten die Atmosphäre sehen, bevor sie kommen. Genau das zeigt ein Instagram Profil, denn es lebt von Fotos und Videos.
Deshalb ist es sinnvoll, die Zielgruppe auf das Umfeld Ihres Standorts zu begrenzen. Ein Radius von wenigen Kilometern hält den Fokus auf Menschen, die tatsächlich vorbeikommen können. Nennen Sie außerdem den Ort im Motiv, denn das reduziert irrelevante Klicks.
Stärken Sie außerdem die lokalen Signale im Profil. Adresse, Öffnungszeiten, Anfahrt und Buchungsinfos gehören in Bio oder Highlights. Dann können Besucher entscheiden, ohne das Profil zu verlassen.
Denken Sie an einen Friseursalon: Die Anzeige zeigt einen Haarschnitt, der Text sagt „weitere Looks in unserem Profil“. Im Profil warten Highlights nach Kategorien und ein Nachrichtenbutton für Termine. Die Anzeige weckt also Neugier, das Profil schließt ab. Vergessen Sie dabei Google nicht, denn Kartenergebnisse bleiben bei lokalen Suchen wichtig.
Welche Formate bringen die meisten Profilbesuche?
Das Motiv hat hier eine Aufgabe: Neugier wecken und zeigen, dass im Profil mehr wartet. Erklärt ein Motiv ein Produkt komplett, gibt es keinen Grund mehr für einen Klick. Deshalb funktionieren Inhalte besser, die nur einen Teil zeigen und wie eine Serie wirken.
In der Praxis stechen diese Formate heraus:
- Reels: kurze Videos, die in der ersten Sekunde fesseln und mit „den Rest gibt es im Profil“ enden.
- Karussell: Beiträge zum Wischen, die die ersten Schritte eines Prozesses zeigen.
- Vorher und nachher: starker Beweis für Dienstleister; wer mehr sehen will, geht ins Profil.
- Stories: vertikal, bildschirmfüllend und schnell konsumiert, ideal für kurze Aktionen.
Ich empfehle mindestens zwei bis drei Motive pro Anzeigengruppe. So verschiebt der Algorithmus die Auslieferung zum besten Motiv, und Sie lernen, welche Botschaft zieht.
Worauf achten Sie beim Anzeigentext?
Der Text vollendet die Geschichte, die das Bild beginnt. Am wichtigsten ist die erste Zeile, denn im Feed lesen die meisten nur diese. Sie sollte einen Nutzen oder einen Aufhänger enthalten.
Zum Beispiel funktionieren diese Muster gut:
- „Alle 12 Projekte dieser Woche finden Sie in unserem Profil.“
- „Unsere komplette Karte und aktuelle Preise stehen in den Highlights.“
- „Sehen Sie in unserem Profil, welcher Haarschnitt zu Ihnen passt.“
Ein bloßes „Folgt uns“ wirkt dagegen meist schwach. Menschen wollen schließlich einen Grund zum Folgen. Zudem muss der versprochene Inhalt im Profil tatsächlich vorhanden sein; sonst verlassen Besucher es enttäuscht.
Für erste Ideen zu Bildunterschriften können Sie den Caption Generator ausprobieren. Den finalen Text sollten Sie trotzdem in Ihrer eigenen Markensprache schreiben.
Wie planen Sie Budget und Laufzeit?
Das Auslieferungssystem von Meta braucht Daten, um zu lernen. Mit einem sehr kleinen Tagesbudget sammelt eine Kampagne oft zu wenige Ergebnisse, und die Leistung schwankt. Daher ist es sinnvoller, vom gewünschten Besuchsziel rückwärts zu rechnen.
Eine einfache Methode: Starten Sie in der ersten Woche mit einem kleinen Testbudget und notieren Sie die Kosten pro Besuch. Dann multiplizieren Sie die gewünschte Zahl an Besuchen mit diesen Kosten. Somit beruht Ihr Budget auf eigenen Daten statt auf einer Schätzung.
Zur Laufzeit: Warten Sie mindestens eine Woche, bevor Sie urteilen. Denn in den ersten zwei bis drei Tagen schwanken die Kosten oft. Wer dann pausiert, bricht die Lernphase ab.
Für die Gesamtplanung lesen Sie meinen Beitrag zum Social Media Werbebudget berechnen. Um die Kosten pro tausend Impressionen zu vergleichen, hilft Ihnen der TKP Rechner.
Wie messen Sie Instagram Profilbesuche richtig?
Die Grundlage ist die Kennzahl Instagram Profilbesuche im Werbeanzeigenmanager. Meta hat diese Kennzahl ergänzt, und Sie holen sie über angepasste Spalten in Ihren Bericht. Sie zeigt, wie oft Menschen Ihr Profil nach der Anzeige besucht haben.
Interessant ist zudem: Sie brauchen dafür keine Kampagne mit dem Ziel Profilbesuche. Sie können also auch vergleichen, wie viele Besucher Ihre Interaktions oder Bekanntheitskampagnen ins Profil schicken. Die Definition finden Sie auf Metas Seite zu Instagram Profilbesuchen.
Diese Kennzahlen sollten Sie gemeinsam betrachten:
- Instagram Profilbesuche und Kosten pro Besuch
- Impressionen, Reichweite und Frequenz
- Linkklicks und Klickrate
- Follower Entwicklung und eingehende DMs während der Kampagne
Die Klickrate berechnen Sie schnell mit dem Tool CTR berechnen.
Wie wirken organische Inhalte und Werbung zusammen?
Werbung für Profilbesuche ersetzt keine organischen Inhalte; sie macht sie sichtbar. Landen Menschen über eine Anzeige auf einem unregelmäßig gepflegten Profil, verlieren sie schnell das Interesse. Halten Sie also Ihren Redaktionsplan während der Kampagne stabil.
Die besten Ergebnisse erziele ich, wenn ich einen Beitrag bewerbe, der organisch bereits gut läuft. Ihre Follower haben diesen Inhalt schließlich schon getestet. Ein Beitrag mit vielen Speicherungen, Shares und Likes hat auch bei einer kalten Zielgruppe bessere Chancen.
Nutzen Sie außerdem Kommentare und DMs aus der Kampagne als Ideenquelle. Eine häufige Frage kann zum Beispiel das Thema Ihres nächsten Reels sein. So bringt die Anzeige nicht nur Besuche, sondern speist auch Ihre Content Strategie.
Prüfen Sie zum Schluss Hashtags und Bildunterschriften. Für die organische Auffindbarkeit hilft mein Hashtag Generator. Allerdings beeinflussen Hashtags die Auslieferung von Anzeigen nicht direkt; ihr Effekt zeigt sich organisch.
Wie machen Sie aus Profilbesuchen Follower und Kunden?
Ein Besuch ist also nur ein Zwischenschritt. Der eigentliche Wert liegt in dem, was der Besucher danach tut: folgen, schreiben, auf den Link tippen oder in den Laden kommen.
Zeichnen Sie deshalb einen klaren Weg im Profil. Ein angehefteter Beitrag beantwortet zum Beispiel die Frage „Wie bestelle ich?“, ein anderer zeigt Kundenstimmen. In den Highlights stehen Preise und häufige Fragen. Dann finden Besucher mit zwei Fingertipps, was sie suchen.
Behalten Sie zudem Ihr Postfach während der Kampagne genau im Blick. Wer über eine Anzeige kommt, erwartet eine schnelle Antwort. Eine Nachricht, die stundenlang liegt, verschwendet das investierte Budget. Gespeicherte Antworten und kurze Vorlagen sparen hier viel Zeit.
Um die Qualität der Interaktion zu prüfen, nutzen Sie den Instagram Engagement Rate Rechner vor und nach der Kampagne. Sinkt die Rate, haben Sie womöglich die falschen Menschen erreicht.
Wie lesen Sie den Kampagnenbericht jede Woche?
Beim Wochenbericht geht es um den Trend, nicht um jede kleine Schwankung. Lesen Sie deshalb jede Woche dieselben Kennzahlen in derselben Reihenfolge. Eine feste Routine schützt Sie vor vorschnellen Entscheidungen.
Zunächst prüfen Sie die Kosten pro Besuch im Vergleich zur Vorwoche. Danach schauen Sie auf die Frequenz; sehen dieselben Menschen die Anzeige zu oft, setzt vielleicht Werbemüdigkeit ein. Schließlich notieren Sie die Follower Entwicklung und die Zahl der Nachrichten.
Dafür genügt eine einfache Tabelle. Datum, Ausgaben, Profilbesuche, Kosten pro Besuch, Follower Entwicklung und DMs ergeben nach vier Wochen ein klares Bild. Den übergeordneten Rahmen erkläre ich im Beitrag Marketing Report richtig lesen.
Meine Entscheidungsregel ist kurz. Steigen die Kosten pro Besuch zwei Wochen in Folge bei steigender Frequenz, ergänze ich neue Motive. Bleiben die Kosten stabil, aber Follows und Nachrichten sinken, überarbeite ich das Profil. So stützt sich jede Änderung auf ein echtes Signal in den Daten.
Was ändern Sie, wenn die Ergebnisse schwach sind?
Schwache Ergebnisse haken meist an einer von drei Stellen: Zielgruppe, Motiv oder Profil. Um das Problem zu finden, lesen Sie die Kennzahlen der Reihe nach.
Sehen Sie Impressionen, aber kaum Klicks, liegt es am Motiv. Denn Bild oder erste Sekunde fesseln nicht. Testen Sie dann einen neuen Einstieg, ein anderes Titelbild oder ein anderes Format.
Kommen Besuche, aber keine Follows und Nachrichten, liegt es am Profil. Das Versprechen der Anzeige passt womöglich nicht zu dem, was Besucher finden. Überarbeiten Sie Bio, Highlights und die letzten Beiträge.
Steigen die Kosten dauerhaft, ist die Zielgruppe vielleicht zu eng oder die Frequenz zu hoch. Eine breitere Zielgruppe, neue Motive oder ein geteilter Zeitplan helfen meist. Ändern Sie aber immer nur eine Variable; sonst wissen Sie nicht, was gewirkt hat.
Ob ein Testergebnis aussagekräftig ist, prüfen Sie mit dem A/B Test Rechner.
Welche Fehler passieren bei Werbung für Instagram Profilbesuche am häufigsten?
Die meisten Fehler entstehen durch schwache Vorbereitung, nicht durch die Anzeige selbst. Diese sehe ich am häufigsten:
- Leeres oder veraltetes Profil: Besucher landen auf einem Konto, dessen letzter Beitrag Monate alt ist.
- Falsches Ziel: Interaktion oder Bekanntheit statt Traffic mit dem Instagram Profil.
- Follows als Ergebnis sehen: Erfolg nur am Follower Zuwachs messen und die Qualität der Besuche ignorieren.
- Zu frühe Entscheidung: die Kampagne nach zwei Tagen pausieren und die Lernphase abbrechen.
- Nur ein Motiv: das ganze Budget auf ein ungetestetes Bild setzen.
- Unbeantwortete DMs: zu spät auf Nachrichten aus der Anzeige reagieren.
Keiner dieser Fehler erfordert Technikwissen, sondern Disziplin. Prüfen Sie die Liste vor dem Start, dann schützen Sie das Budget Ihrer ersten Woche.
Profilbesuche oder Website Traffic: Was sollten Sie wählen?
Die Antwort hängt davon ab, wo die Customer Journey endet. Schließen Kauf, Buchung oder Formular auf der Website ab, ist der direkte Weg dorthin kürzer. Endet der Abschluss per DM, am Telefon oder im Laden, ist das Profil oft die bessere Landefläche.
Zudem spielt Vertrauen eine Rolle. In manchen Branchen prüfen Menschen zuerst, wie aktiv das Instagram Konto ist, und besuchen erst dann die Website. Ausführlich beschreibe ich das im Beitrag warum Instagram bei Google vor der Website steht.
Außerdem können Sie beide Ziele kombinieren. Zeigen Sie einer kalten Zielgruppe Werbung für Profilbesuche und danach den Profilbesuchern Anzeigen für Website Traffic oder Verkäufe. Das folgt der Logik aus meinem Beitrag Sales Funnel mit Remarketing stärken. Für die Website Seite lesen Sie meinen Leitfaden zu Website Traffic aus Social Media.
Welche Werberichtlinien von Meta sollten Sie kennen?
Anzeigen für Profilbesuche unterliegen denselben Werberichtlinien wie jede andere Meta Anzeige. Irreführende Versprechen, Formulierungen über persönliche Merkmale oder eingeschränkte Produkte können zur Ablehnung führen.
Ein Punkt geht allerdings oft unter: Meta prüft nicht nur das Motiv, sondern auch das Ziel der Anzeige. In diesem Setup ist das Ihr Profil. Folglich müssen auch die Inhalte im Profil den Richtlinien entsprechen.
Konten, die Follower oder Likes kaufen, tragen ein zusätzliches Risiko. Fake Konten verzerren die Interaktionsdaten und verwirren den Algorithmus bei der Auswahl der Zielgruppe. Deshalb empfehle ich solche Methoden nie. Ist Ihr Konto eingeschränkt oder gesperrt, nutzen Sie nur die offiziellen Einspruchswege; mein Beitrag zum immer wieder gesperrten Instagram Konto erklärt sie.
Wie betreuen mein Team und ich Kampagnen für Profilbesuche?
Übernehmen mein Team und ich die Instagram Werbung eines Unternehmens, prüfen wir zuerst das Profil und erst dann die Anzeigen. Sind Bio, Highlights und aktuelle Beiträge nicht bereit, starten wir nicht. Sonst transportiert das Budget nur Besucher zu einem halb fertigen Schaufenster.
Danach testen wir mit kleinem Budget zwei bis drei kreative Ansätze. Am Ende der ersten Woche lesen wir Kosten pro Besuch, Follower Entwicklung und Nachrichten gemeinsam. Den stärksten Ansatz skalieren wir, den schwächsten schalten wir ab.
Im letzten Schritt behandeln wir Profilbesucher als eigene Zielgruppe und zeigen ihnen ein konkretes Angebot. So wird der Besuch zum ersten Schritt Richtung Verkauf. Möchten Sie diesen Prozess mit uns aufbauen, sehen Sie sich unsere Social Media Betreuung an. Um Profilbesuche mit Creatorn zu unterstützen, bieten wir zudem Influencer Marketing an.
Kurze Checkliste vor dem Start
Gehen Sie diese Liste vor dem Start einmal durch. Sie deckt die Punkte ab, die in der Praxis am meisten Budget kosten.
- Ist Ihr Konto ein professionelles Konto und mit dem Werbekonto verbunden?
- Ist das Ziel Traffic, mit dem Instagram Profil als Ort der Conversion?
- Sind Bio, Link und Highlights aktuell?
- Haben Sie mindestens zwei verschiedene Motive bereit?
- Steht die Spalte Instagram Profilbesuche in Ihrem Bericht?
- Wer beantwortet während der Kampagne die DMs, und wie schnell?
Können Sie alle sechs Fragen klar beantworten, sind Sie bereit für Werbung auf Instagram Profilbesuche. Sehen Sie die erste Woche trotzdem als Lernphase; erst Daten lesen und dann skalieren ist immer der sicherere Weg.




