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Instagram Kooperation für Marken: So geht's Schritt für Schritt

Talha Aslan 15 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Was ist eine Instagram Kooperation und was bringt sie Marken?

Eine Instagram Kooperation ist eine Zusammenarbeit, bei der eine Marke mit einem Creator Inhalte auf Instagram veröffentlicht. Die Marke bietet Geld, Produkte oder einen anderen Gegenwert. Dafür erstellt der Creator dann einen Beitrag, ein Reel, eine Story oder ein Live Video, das zu seiner Zielgruppe und zum Ziel der Marke passt.

In diesem Ratgeber behandeln wir vier Themen der Reihe nach. Zunächst geht es um den Ablauf, also vom Finden eines Creators bis zur Veröffentlichung. Danach erklären wir die Collab Funktion von Instagram, die Kennzeichnung als bezahlte Partnerschaft samt Freigabe durch die Marke und schließlich Partnership Ads.

Zwei Begriffe klären wir daher vorab. Ein "Influencer" oder "Creator" ist eine Person mit eigener Reichweite, die Inhalte für Marken erstellt. Ein "Briefing" ist die schriftliche Arbeitsanweisung der Marke an den Creator.

Eine gut geplante Kooperation trägt Ihre Botschaft in einem Ton, der nicht nach Werbung klingt. Eine schlecht geplante kostet dagegen Budget und Vertrauen. Deshalb gehen wir jeden Schritt einzeln durch.

Welche Schritte hat eine Instagram Kooperation im Ablauf?

Jede Marke geht etwas anders vor. Dennoch bleibt die Grundreihenfolge gleich. Nach unserer Erfahrung aus der Praxis durchläuft eine gesunde Zusammenarbeit diese Schritte:

  • Ziel und Budgetlogik festlegen.
  • Passende Creator auflisten und prüfen.
  • Im ersten Gespräch Umfang und Erwartungen klären.
  • Ein schriftliches Angebot und ein Briefing senden.
  • Vertrag und Kennzeichnungspflichten bestätigen.
  • Entwurf prüfen und freigeben.
  • Veröffentlichen, Kennzeichnung kontrollieren und Messung starten.

Der größte Teil davon passiert vor dem Start der Kampagne. Das heißt: Die eigentliche Arbeit liegt in der Vorbereitung. Zum Beispiel gehören Kennzeichnungspflicht und Freigabeweg ins Angebot, nicht erst auf den Veröffentlichungstag.

Marken, die diese Vorbereitung überspringen, streiten also nach dem Livegang oft über Dinge, die niemand geklärt hat. Einen breiteren Rahmen finden Sie in unserem Leitfaden zu Influencer Marketing. Daher ist dieser Artikel die praktische Ergänzung für Instagram.

Wie finden Sie den passenden Creator für eine Instagram Kooperation?

Zunächst definieren Sie Ihre eigene Zielgruppe. Notieren Sie, wen Sie erreichen wollen, in welcher Stadt oder mit welchem Interesse. Danach suchen Sie Konten, die genau mit diesen Menschen bereits sprechen.

Die Followerzahl allein sagt allerdings wenig. Wir empfehlen, mehrere Punkte zusammen zu prüfen:

  • Passt das Thema der Inhalte wirklich zu Ihrer Marke?
  • Sind die Kommentare natürlich und themenbezogen, oder bestehen sie aus kurzen Standardsätzen?
  • Hat das Konto schon mit ähnlichen Marken gearbeitet und dabei gekennzeichnet?
  • Liegen Tonalität und Bildstil nah an Ihrer Markenstimme?

Für die Interaktionsrate nutzen Sie unseren Instagram Engagement Rechner. Allerdings entscheidet die Rate nicht allein. Stattdessen zählen inhaltliche Qualität und Zielgruppenpassung mehr.

Gekaufte Follower und gekaufte Interaktion sind ein echtes Risiko. Deshalb beschreiben wir dazu keine Methoden, sondern weisen nur auf die Gefahr hin. Wählen Sie lieber ein kleineres Konto mit echter Zielgruppe als ein großes, das verdächtig wirkt. Zum Ansatz mit kleinen Konten lesen Sie Micro Influencer Kampagne planen.

Was gehört in das Angebot und das erste Gespräch?

Zunächst klären Sie im ersten Gespräch den Umfang. Wir empfehlen, zuerst die Aufgabe zu erklären und erst danach über Geld zu sprechen. Denn der Preis folgt dem Umfang und nicht umgekehrt.

Besprechen Sie diese Punkte:

  • Welche Formate sind gemeint: Feed Beitrag, Reels, Stories oder eine Mischung?
  • Wie viele Inhalte erscheinen, und in welchem Zeitplan?
  • Gibt es Honorar, Produkte oder beides?
  • Wo und wie lange darf die Marke die Inhalte weiterverwenden?
  • Wer gibt die Inhalte vor dem Start frei, und wie viele Korrekturrunden sind enthalten?

Einen einzigen richtigen Preis gibt es nicht. Honorarposten sind meist Produktion, Reichweite, Nutzungsrechte, Exklusivität und die Zahl der Überarbeitungen. Wenn Sie diese Posten einzeln aufführen, wissen also beide Seiten genau, worüber sie reden.

Lassen Sie das Angebot deshalb nicht mündlich. Halten Sie das Besprochene in einer kurzen E-Mail fest. Dann bleiben Zeitplan und Umfang dokumentiert, und beide Seiten können später auf denselben Satz zurückgreifen.

Auch Ehrlichkeit hilft. Ist Ihr Budget begrenzt, sagen Sie es offen. Der Creator schlägt dann einen passenden Umfang vor. Verschwiegene Grenzen führen dagegen meist nach der Veröffentlichung zu Streit.

Was muss ein gutes Briefing für eine Instagram Kooperation enthalten?

Das Briefing ist zunächst das eine Dokument, mit dem der Creator Ihre Marke richtig erklären kann. Es muss weder sehr lang noch sehr streng sein. Allerdings führt ein unklares Briefing zu unklaren Inhalten.

Ein kurzes, brauchbares Briefing besteht aus diesen Teilen:

  • Drei bis vier Sätze zu Marke und Produkt.
  • Ein einziges Hauptziel der Kampagne.
  • Zielgruppe und eine zentrale Botschaft.
  • Pflichtangaben: Kennzeichnung, Hashtag, Link oder Rabattcode.
  • Tabus, zum Beispiel keine Produkte von Wettbewerbern zeigen.
  • Termine und Freigabeablauf.

Außerdem sollten Sie dem Creator kreativen Spielraum lassen. Denn das Publikum reagiert nicht auf Inhalte, bei denen jeder Satz nach der Marke klingt. Wie ein Briefing im Detail aussieht, zeigen wir in Influencer Briefing schreiben. Deshalb wiederholen wir das hier nicht.

Was ist die Collab Funktion auf Instagram und wie funktioniert sie?

Collab ist eine Funktion, mit der Sie einen Beitrag oder ein Reel unter zwei Konten veröffentlichen. Nimmt das eingeladene Konto die Einladung an, erscheint der Inhalt auf beiden Profilen. Konkret finden Sie in der Instagram Hilfe dazu den Bereich für gemeinsame Beiträge.

Laut dem offiziellen Instagram Blog zu Reels Tipps sieht der Ablauf so aus: Vor dem Teilen tippen Sie auf "Tag people", wählen "Invite collaborators" und fügen bis zu fünf Mitwirkende hinzu. Das sind also die englischen Bezeichnungen. Menünamen unterscheiden sich je nach App Version und Sprache. Prüfen Sie deshalb die Begriffe auf Ihrem Bildschirm anhand der Instagram Hilfeseite zu Collab.

Dieselbe Quelle nennt noch einen Punkt: Auch ein privates Konto kann Mitwirkende einladen, sofern diese dem Konto folgen. Nimmt ein Mitwirkender an, erreicht der Inhalt zudem dessen Publikum. Somit ist Collab ein praktischer Weg, Reichweite auf zwei Zielgruppen zu verteilen. Mehr dazu steht im Instagram Blog zu Reels Tipps.

Ist ein Collab Beitrag dasselbe wie die Kennzeichnung als bezahlte Partnerschaft?

Nein, beide haben unterschiedliche Zwecke. Erstens ist Collab ein Format, das einen Beitrag auf zwei Konten zeigt. Zweitens ist die Kennzeichnung als bezahlte Partnerschaft ein Transparenzhinweis, der dem Publikum eine geschäftliche Beziehung anzeigt.

Die folgende Tabelle fasst den Unterschied zusammen:

ThemaCollabKennzeichnung als bezahlte Partnerschaft
---------
HauptzweckEinen Beitrag auf zwei Konten zeigenGeschäftliche Beziehung offenlegen
Wer fügt es hinzu?Das Konto, das den Beitrag erstellt, lädt einDas Konto, das den Inhalt teilt
Rolle der GegenseiteEinladung annehmenAls Marke bestätigen oder ablehnen
Wann nötig?Bei gewünschter gemeinsamer AutorenzeileBei Inhalten mit Gegenleistung
Wo prüfen?Instagram HilfeInstagram Hilfe

Wer nur Collab nutzt, erfüllt damit nicht automatisch die Kennzeichnungspflicht bei bezahlten Inhalten. Ob Sie beide Funktionen im selben Beitrag kombinieren dürfen, prüfen Sie in den aktuellen Hilfeseiten. Sind Sie unsicher, fragen Sie den Support der Plattform oder eine Rechtsberatung.

Wie nutzen Sie die Kennzeichnung als bezahlte Partnerschaft?

Die Instagram Hilfe beschreibt Markeninhalte als Inhalte, für die der Creator von einer Marke oder einem Geschäftspartner eine Gegenleistung erhält, in Geld oder in anderen Werten. Zum Beispiel können auch kostenlos gesendete Produkte darunter fallen. Laut Hilfe muss jeder Markeninhalt mit der Kennzeichnung für bezahlte Partnerschaften offengelegt sein.

Die Kennzeichnung funktioniert bei Feed Beiträgen, Reels, Stories, Live Videos und Instagram Videos. Schritte und Menünamen ändern sich mit der Zeit. Deshalb verweisen wir für die aktuelle Anleitung auf die Hilfeseite zum Tool für bezahlte Partnerschaften. Deshalb erfinden wir keine Menünamen.

In der Praxis empfehlen wir Folgendes:

  • Schreiben Sie ins Briefing, dass die Kennzeichnung Pflicht ist.
  • Übertragen Sie die Verantwortung für das Hinzufügen schriftlich an den Creator.
  • Prüfen Sie im Entwurf Kennzeichnung und Text gemeinsam.
  • Öffnen Sie den Beitrag nach dem Livegang und kontrollieren Sie die Anzeige.

Für Werbung gelten zudem Regeln je Land. Wer in der Türkei wirbt, liest unseren Artikel zur Werbeverordnung in der Türkei. Dennoch ist dieser Text keine Rechtsberatung.

Warum ist die Freigabe der Marke bei der Kennzeichnung wichtig?

Das Konto, das die Kennzeichnung hinzufügt, bittet die Marke um Bestätigung, damit der Markenname im Beitrag erscheint. Nach den Hilfeseiten von Instagram kann ein Beitrag die Kennzeichnung ohne Markennamen zeigen, bis die Marke bestätigt. Bestätigt die Marke, erscheint dann ihr Name. Lehnt sie dagegen ab, entfällt die Kennzeichnung.

Das praktische Ergebnis ist einfach. Daher muss jemand im Markenteam diese Anfragen beobachten. Legen Sie vorab fest, wer die Anfrage sieht und wie schnell diese Person antwortet. Sonst geht der Beitrag am Starttag ohne Ihren Markennamen live.

Die offizielle Erklärung zur Partnerbestätigung finden Sie in den entsprechenden Seiten der Instagram Hilfe. Menü- und Rechtenamen unterscheiden sich je nach Kontotyp. Verlassen Sie sich daher auf die Anzeige in Ihrem eigenen Konto.

Außerdem sollten Sie die Freigabe nicht an ein einzelnes privates Handy binden. Verlässt die Person, die den Zugang verwaltet, das Unternehmen, steht der Ablauf still. Somit sind mindestens zwei berechtigte Personen im Unternehmen sicherer.

Was sind Partnership Ads auf Instagram?

Eine Partnership Ad ist ein Beitrag vom Konto eines Creators, den die Marke als Anzeige schaltet. Die Anzeige läuft unter dem Namen des Creators. Deshalb wirkt sie auf viele Menschen natürlicher als eine gewöhnliche Markenanzeige.

Laut den Hilfeseiten von Meta brauchen Sie die Erlaubnis des Kontos, unter dessen Namen die Anzeige läuft. Sobald der Creator zustimmt, kann die Marke den Inhalt über ihr eigenes Werbekonto als Anzeige schalten. Details lesen Sie auf der Seite zu Berechtigungen für Partnership Ads.

Organische Kooperation und Partnership Ads lassen sich so unterscheiden:

  • Die organische Kooperation erreicht die Follower des Creators.
  • Die Partnership Ad zeigt denselben Inhalt einer breiteren Zielgruppe, die Sie festlegen.
  • Beides funktioniert also auch gemeinsam in einer Kampagne.

Für die Anzeigenseite sehen Sie unsere Meta Ads Betreuung an. Dennoch ist es klug, zuerst zu prüfen, ob der organische Inhalt überhaupt funktioniert.

Welche Berechtigungsarten gibt es für Partnership Ads?

Die Hilfeseiten von Meta beschreiben zwei Arten: Berechtigungen auf Inhaltsebene und auf Kontoebene. Auf Inhaltsebene ist die Berechtigung enger und erlaubt, einen bestimmten Beitrag zu bewerben. Die Berechtigung auf Kontoebene ist dagegen weiter und passt zu laufenden Partnerschaften.

MerkmalInhaltsebeneKontoebene
---------
UmfangEin bestimmter BeitragInhalte des gesamten Kontos
FlexibilitätEingeschränkterBreiter
Passt zuEinmaliger KooperationLaufender Partnerschaft
ZurückziehenDer Geber kann jederzeit zurückziehenDer Geber kann jederzeit zurückziehen

Die Tabelle fasst die allgemeine Logik der Hilfeseiten zusammen. Aktuelle Details prüfen Sie auf der Seite zu Berechtigungen auf Inhaltsebene.

Nach Metas Beschreibung kann die Person, die eine Erlaubnis gibt, sie jederzeit zurücknehmen. Bei einer langen Kampagne schreiben Sie deshalb Dauer und Umfang der Erlaubnis in den Vertrag. So fragt später niemand, warum die Anzeige gestoppt wurde.

Der Ort, an dem Berechtigungen verwaltet sind, heißt in den Hilfeseiten von Meta unterschiedlich. Prüfen Sie den aktuellen Namen und den Menüpfad in der Hilfe.

Welches Format passt zu Ihrer Instagram Kooperation?

Zunächst hängt das Format vom Ziel ab. Jedes Format hat Stärken und Schwächen. Deshalb bringt ein kleiner Mix im Test oft mehr als ein einziges Format.

  • Reels: Gut, um neue Menschen zu erreichen und ein Produkt in Bewegung zu zeigen. Die Vorbereitung dauert länger.
  • Feed Beitrag (Bild oder Karussell): Hilfreich, um Produktdetails auf mehrere Bilder zu verteilen. Er eignet sich für Speichern und Teilen.
  • Stories: Locker, kurzlebig und persönlich. Sie sind praktisch für einen Link oder einen Code.
  • Live Video: Passt zu Fragen und Antworten und zu Produktvorführungen. Es braucht Planung und Moderation.

Zum Beispiel könnte ein neues Produkt mit Reels und Stories zusammen starten. Den Rabattcode zeigt eine Story, die Produktdetails zeigt ein Feed Beitrag. Das ist ein Beispielszenario und keine Regel für jede Marke.

Entscheiden Sie das Format gemeinsam mit dem Creator. Denn er weiß besser als Sie, worauf seine Zielgruppe reagiert. Prüfen Sie außerdem bei jedem Format, ob die Kennzeichnung nötig ist.

Woraus besteht das Budget einer Instagram Kooperation?

Bevor Sie Zahlen festlegen, listen Sie die Posten auf. Nicht jede Kooperation gewichtet dieselben Posten gleich. Konkrete Preise nennen wir hier nicht, wir erklären die Logik.

Typische Posten sind:

  • Produktionsaufwand: Idee, Dreh, Schnitt, Text.
  • Reichweite: Größe des Kontos und Qualität der Zielgruppe.
  • Nutzungsrechte: Die Marke verwendet den Inhalt in Anzeigen oder auf der Website.
  • Exklusivität: Der Creator arbeitet für eine Zeit nicht mit Wettbewerbern.
  • Überarbeitungen: So viele Korrekturrunden enthält das Honorar.
  • Produktkosten: Die gesendeten Produkte und der Versand.
  • Werbebudget: Ein eigener Posten, falls Sie Partnership Ads planen.

Fragen Sie diese Posten daher im Angebot einzeln ab. So vergleichen Sie die Angebote zweier Creator auf gleicher Basis. Außerdem verhindert ein Posten wie "Nutzungsrechte" spätere Überraschungen.

Branchenspannen nennen wir nicht, denn Honorare schwanken je nach Konto, Kategorie und Umfang stark. Bauen Sie Ihr Budget aus Posten auf, holen Sie einige Angebote ein und gehen Sie von dort weiter.

Wie starten kleine Marken mit einer Instagram Kooperation?

Für kleine Marken ist ein Test mit geringem Risiko der sicherste Weg. Statt das ganze Budget einem großen Konto zu geben, testen Sie mit mehreren kleinen. Das bringt mehr Erkenntnis, weil Sie mehrere Optionen vergleichen.

Wir empfehlen diese Reihenfolge:

  1. Wählen Sie ein Ziel, zum Beispiel Produktbekanntheit.
  2. Listen Sie drei bis fünf kleine Konten auf, die zu Ihrer Marke passen.
  3. Senden Sie allen dasselbe kurze Briefing.
  4. Nutzen Sie für jedes Konto einen eigenen UTM Link oder Code.
  5. Vergleichen Sie nach einigen Wochen die Ergebnisse und bauen Sie den besten Partner aus.

Drängen Sie nicht. Denn das Ziel des ersten Tests ist Lernen und kein Verkaufsrekord. Dann erfahren Sie, welches Format, welches Konto und welche Botschaft besser funktioniert.

Im ersten Test können Sie Product Seeding nutzen. Allerdings können Transparenzregeln auch gelten, wenn ein Creator Gratisprodukte erhält. Prüfen Sie die aktuelle Regel in der Instagram Hilfe.

Wann braucht eine Instagram Kooperation Werbeunterstützung?

Die organische Kooperation reicht zunächst nur so weit wie das aktuelle Publikum des Creators. Möchten Sie eine größere Zielgruppe erreichen, denken Sie an Werbeunterstützung. Allerdings eignet sich nicht jeder Beitrag für Anzeigen.

Prüfen Sie vor dem Schalten diese Punkte:

  • Hat der Beitrag organisch spürbares Interesse geweckt?
  • Sind Art und Dauer der Erlaubnis schriftlich geklärt?
  • Passen Anzeigentext und Link zum Kampagnenziel?
  • Enthält der Beitrag etwas, das gegen Werberichtlinien verstößt?

Die Hilfeseiten von Meta nennen Voraussetzungen für Partnership Ads und Markeninhalte. Creator und Marken müssen diese erfüllen und dauerhaft einhalten. Details finden Sie auf der Seite zu den Voraussetzungen.

Beim Planen von Werbebudget und Zielgruppen helfen auch unsere weiteren Beiträge. Zum Beispiel erklärt Instagram Reels Werbung schalten die Formatseite.

Wie messen Sie den Erfolg einer Instagram Kooperation?

Zunächst beginnt die Messung mit dem Ziel. Wählen Sie das Ziel nicht vorab, wird der Bericht zu einer Zahlensammlung. Deshalb braucht jedes Ziel ein anderes Signal.

ZielSignalQuelle
---------
BekanntheitReichweite und AufrufeInstagram Insights
InteresseInteraktionsrate, Speichern, TeilenInsights und Rechner
TrafficKlicks und SitzungenUTM Link und Analyse Tool
VerkaufBestellungen, eingelöste CodesShopdaten und Rabattcode

Bauen Sie für jeden Creator einen eigenen UTM Link. Unser UTM Generator erledigt das in Sekunden, und die Parameter erklären wir in UTM Parameter für Kampagnen Tracking.

Geben Sie Geld für Anzeigen aus, zeigt Ihnen unser ROAS Rechner den Ertrag. Dennoch zeigt sich die Wirkung bei Creator Arbeit manchmal erst nach dem direkten Verkauf. Verlassen Sie sich also nicht auf eine einzige Zahl.

Echte Kampagnenergebnisse oder Quoten teilen wir in diesem Artikel nicht. Vergleichen Sie stattdessen mit Ihren eigenen Daten und Ihrem eigenen Ziel.

Welches Kooperationsmodell passt zu Ihrer Marke?

Kein Modell passt zu jeder Marke, daher lohnt der Vergleich. Wählen Sie nach Ziel, Budget und der Art, wie sich Ihr Produkt am besten erklären lässt.

ModellSo läuft esPasst fürAchten Sie auf
------------
Product SeedingDie Marke sendet ein Produkt, der Creator postet auf WunschKleines Budget, erster TestKeine Post Garantie; bei Gegenleistung kann Kennzeichnung nötig sein
Bezahlter InhaltDie Marke zahlt, der Creator produziert nach BriefingKampagnen mit festen LieferungenUmfang und Rechte schriftlich
Collab BeitragEin Beitrag auf zwei KontenAktionen mit Zielgruppen AustauschKennzeichnung separat prüfen
Partnership AdCreator Inhalt läuft als AnzeigeMarken mit ReichweitenzielArt und Dauer der Erlaubnis
Langfristige PartnerschaftWiederkehrende InhaltsreiheMarken, die eine Stimme aufbauenLeistung regelmäßig prüfen

Bedenken Sie, dass auch ein kostenloses Produkt eine Gegenleistung sein kann. Die Instagram Definition für Markeninhalte kann kostenlose Produkte einschließen. Somit heißt "wir haben nicht gezahlt" nicht, dass Sie auf die Kennzeichnung verzichten dürfen.

Für einen kleinen Start lesen Sie Micro Influencer Kampagne planen. Diesen Aufbau wiederholen wir hier nicht.

Welche Vertrags und Rechtsfragen zählen bei einer Instagram Kooperation?

Ein schriftlicher Vertrag ist die beste Absicherung. Er sollte zum Beispiel Umfang, Termine, Honorarposten, Nutzungsrechte und Kennzeichnungspflichten enthalten. Eine Übersicht nach Klauseln finden Sie in Influencer Vertrag: 8 Punkte, die hineingehören.

Die Kennzeichnungspflicht gehört in klaren Worten in den Vertrag. Denn sie ist sowohl eine Plattformregel als auch eine Frage der Werbetransparenz. Jedes Land hat einen eigenen Werberahmen, also prüfen Sie die Regeln dort, wo Ihr Publikum lebt. Diese Regeln geben wir hier nicht wieder.

Rechnungen, Steuern und Urheberrecht spielen ebenfalls eine Rolle. Ein allgemeiner Überblick reicht dafür nicht, weil jeder Fall von Person und Auftrag abhängt. Fragen Sie deshalb für finanzielle und rechtliche Punkte eine Steuerberatung oder eine Rechtsanwältin.

Zusammengefasst: Dieser Artikel ist keine Rechts oder Finanzberatung. Für verbindliche Entscheidungen ziehen Sie immer eine Fachperson hinzu.

Welche Fehler machen Marken bei Instagram Kooperationen?

Die meisten Fehler entstehen durch fehlende Vorbereitung. Deshalb listen wir die Probleme, die wir am häufigsten sehen. Das ist eine Beobachtung aus der Praxis und keine Statistik:

  • Einen Creator ohne Ziel auswählen.
  • Eine Zeile Nachricht statt eines Briefings senden.
  • Kennzeichnungspflichten nicht in den Vertrag schreiben.
  • Niemand im Markenteam beobachtet Anfragen zur Freigabe.
  • Zu stark eingreifen, sodass der Inhalt seine Natürlichkeit verliert.
  • Für alle Creator denselben Link nutzen, sodass sich Quellen vermischen.
  • Die Dauer der Nutzungsrechte offenlassen.
  • Die Erlaubnis für Anzeigen nur mündlich einholen.

Sie können all das dann lösen, bevor der Prozess beginnt. Zwei Sätze im Vertrag klären zum Beispiel Kennzeichnung und Erlaubnis.

Halten Sie sich von Konten fern, die mit gekauften Followern oder gekaufter Interaktion aufgebläht sind. Dazu beschreiben wir keine Methoden, sondern nennen nur das Risiko. Der sichere Weg zu echter Reichweite ist eine sorgfältige Kontoprüfung und ein kleiner erster Test.

Welche Checkliste nutzen Sie vor dem Start?

Haken Sie vor dem Veröffentlichungstag diese Liste ab:

  1. Hat die Kampagne ein einziges Hauptziel?
  2. Haben Sie Zielgruppe und bisherige Inhalte des Creators geprüft?
  3. Stehen Umfang, Zeitplan und Honorarposten schriftlich fest?
  4. Sind Pflichtangaben und Tabus im Briefing klar?
  5. Ist die Verantwortung für die Kennzeichnung zugeteilt?
  6. Wissen Sie, wer Freigabeanfragen im Markenkonto beobachtet?
  7. Sind bei geplanten Partnership Ads Art und Dauer der Erlaubnis notiert?
  8. Liegt für jeden Creator ein eigener UTM Link bereit?
  9. Hat eine Fachperson den Vertrag angesehen?

Können Sie alle neun Fragen mit Ja beantworten, sind Sie bereit. Lautet die Antwort bei zwei Fragen Nein, ist ein späterer Start meist die günstige Entscheidung.

Die Liste soll Sie dagegen nicht bremsen. Stattdessen fangen Sie damit kaputte Links, fehlende Kennzeichnungen oder Erlaubnisprobleme ab, bevor sie nach dem Livegang auffallen.

Wie können Sie mit unserem Team an einer Instagram Kooperation arbeiten?

Wir sind Talha Aslan und Team, ein Digitalmarketing Team mit Sitz in Istanbul. Wir arbeiten seit 2012 in diesem Feld und sind Google Partner. In unserem Influencer Marketing planen wir Creator Recherche, Briefing, Angebotsprozess und Messplan gemeinsam.

Wir versprechen keine garantierten Ergebnisse und keine festen Einnahmen, denn das Ergebnis hängt von Produkt, Zielgruppe und Budget der Marke ab. Stattdessen erstellen wir einen ehrlichen Fahrplan und teilen die Messung offen.

Den Leistungsumfang lesen Sie auf unserer Seite zu Influencer Marketing. Für die Anzeigenseite bieten wir außerdem Meta Ads Betreuung an.

Ein kurzer Hinweis genügt für den Start: Ihre Marke, Ihr Ziel, ein grober Zeitplan und die Art des Kontos, mit dem Sie arbeiten möchten. Den Rest klären wir dann gemeinsam.

Die Plattformangaben in diesem Ratgeber stützen sich auf offizielle Hilfeseiten zum Zeitpunkt des Schreibens. Allerdings können sich Instagram Funktionen und Menünamen ändern. Öffnen Sie deshalb vor Ihrer Entscheidung die jeweilige Hilfeseite erneut.

Häufig gestellte Fragen

Was brauche ich für eine Instagram Kooperation?
Sie brauchen ein klares Ziel, einen Creator mit passender Zielgruppe und ein schriftliches Briefing. Danach legen Sie Umfang, Termine, Freigaben und die Verantwortung für die Kennzeichnung fest. Erhält der Creator Geld oder Produkte, prüfen Sie außerdem die aktuellen Regeln zur Kennzeichnung in der Instagram Hilfe, weil sich Menüs und Vorgaben ändern können.
Ist ein Collab Beitrag dasselbe wie die Kennzeichnung als bezahlte Partnerschaft?
Nein, beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ein Collab Beitrag erscheint gemeinsam auf zwei Profilen. Die Kennzeichnung als bezahlte Partnerschaft zeigt dem Publikum, dass ein Beitrag eine geschäftliche Beziehung enthält. Ob Sie beides im selben Beitrag kombinieren dürfen, prüfen Sie am besten in der aktuellen Instagram Hilfe.
Was sind Partnership Ads auf Instagram?
Partnership Ads sind Anzeigen, die unter dem Namen des Creators laufen und einen vorhandenen Beitrag nutzen. Dafür brauchen Sie die Erlaubnis des Kontos, das den Inhalt geteilt hat. Laut den Hilfeseiten von Meta kann diese Erlaubnis für einen einzelnen Beitrag oder für das ganze Konto gelten, und der Geber kann sie jederzeit zurückziehen.
Muss die Marke die Kennzeichnung freigeben?
Der Markenname erscheint im Beitrag erst, wenn die Marke die Anfrage bestätigt. Davor kann die Kennzeichnung ohne Markenname sichtbar sein. Lehnt die Marke ab, entfällt die Kennzeichnung. Legen Sie deshalb vorab fest, wer im Markenteam Anfragen sieht, und prüfen Sie nach der Veröffentlichung den Live Beitrag.
Brauchen wir für eine Instagram Kooperation einen Vertrag?
Ein schriftlicher Vertrag schützt beide Seiten, auch wenn die Rechtslage nicht in jedem Fall dasselbe verlangt. Regeln Sie Umfang, Termine, Freigaben, Nutzungsrechte und Kennzeichnungspflichten. Diese Hinweise sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Lassen Sie verbindliche Texte von einer Fachperson prüfen, bevor Sie sie verschicken.
Wie messen wir den Erfolg einer Instagram Kooperation?
Wählen Sie zuerst das Ziel und beobachten Sie dann das passende Signal. Für Bekanntheit nutzen Sie Reichweite und Aufrufe, für Interesse die Interaktion, für Traffic getrackte Links und für Verkäufe Rabattcodes oder Shopdaten. Ein eigener UTM Link pro Creator trennt die Quellen sauber, sodass Sie Partner fair vergleichen.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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