Google Trends für SEO: Redaktionsplan Schritt für Schritt erstellen

Kurze Antwort
Wie nutzen Sie Google Trends für SEO und Ihren Redaktionsplan?
Google Trends für SEO zu nutzen heißt, das relative Suchinteresse an einem Thema über Zeit, Regionen und verwandte Suchanfragen zu lesen und daraus Themen und Veröffentlichungstermine abzuleiten. Zunächst vergleichen Sie Themen. Danach suchen Sie saisonale Spitzen. Schließlich tragen Sie steigende Suchanfragen in Ihren Redaktionsplan ein.
Wir, Talha Aslan und Team, öffnen Trends sehr früh, wenn wir einen Redaktionsplan aufbauen. Allerdings trifft Trends die Entscheidung nicht für Sie. Das Tool beantwortet zwei Fragen gut: „wann“ und „welches Thema zieht mehr Interesse an“. Die Frage „wie viele Menschen suchen danach“ beantwortet eine andere Quelle. In diesem Leitfaden erklären wir zunächst jeden Filter. Danach zeigen wir, wie Sie das Diagramm lesen, steigende Suchanfragen auswählen und daraus einen Kalender machen.
Die Beispiele hier stammen nicht von Kunden. Jedes ist ein „Beispielszenario“, und als Domain nutzen wir example.com. Außerdem garantiert keine Methode Rankings. Trends verbessert Ihr Timing, ersetzt aber nie die Qualität der Inhalte.
Welche Daten zeigt Google Trends, und welche nicht?
Google Trends arbeitet mit einer Stichprobe aus Google Suchanfragen. Die offizielle FAQ zu Google Trends Daten erklärt, dass Google diese Stichprobe anonymisiert, nach Themen ordnet und zusammenfasst. Deshalb kann das Tool Ergebnisse sehr schnell anzeigen.
Dieselbe Seite nennt auch Daten, die Trends herausfiltert. Zum Beispiel entfernt Google wiederholte Suchen derselben Person in kurzer Zeit. Zudem filtert das Tool Suchanfragen mit Apostrophen und anderen Sonderzeichen. Begriffe mit sehr geringem Volumen erscheinen schlicht als 0.
- Sichtbar: das relative Interesse an einem Begriff oder Thema im Zeitverlauf.
- Ebenfalls sichtbar: die Verteilung nach Regionen sowie verwandte Suchanfragen.
- Nicht sichtbar: absolute Suchzahlen wie monatliche Suchanfragen.
- Kaum verlässlich: Kurven für sehr seltene Nischenanfragen.
Betrachten Sie Trends also wie einen Kompass für Interesse. Ein Kompass zeigt die Richtung, nicht die Entfernung. Die Entfernung, also geschätztes Volumen und echte Impressionen, lesen Sie aus anderen Quellen. Diese Trennung verhindert den häufigsten Planungsfehler.
Noch ein Hinweis: Google fügt den Daten zum Schutz der Privatsphäre statistisches Rauschen hinzu. Dieses Rauschen fällt bei Anfragen mit geringem Interesse am stärksten auf. Kurz gesagt: Halten Sie einen kleinen Ausschlag an einem einzigen Tag nicht für echte Nachfrage.
Warum ist der Wert von 0 bis 100 kein Suchvolumen?
Trends teilt jeden Datenpunkt durch alle Suchanfragen in dieser Region und diesem Zeitraum. Danach skaliert das Tool die Ergebnisse auf Werte von 0 bis 100. Das heißt, 100 markiert die Spitze des Interesses in Ihrem gewählten Zeitraum. Ein Wert von 50 bedeutet die Hälfte dieser Spitze, relativ betrachtet.
Deshalb sollten Sie die „100“ aus zwei getrennten Abfragen nie gleichsetzen. Zum Beispiel beschreiben 100 für „Heizungswartung“ und 100 für „Gartenbewässerung“ nicht dasselbe Volumen. Jeder Wert ist nur die Spitze seines eigenen Diagramms. Wenn Sie zwei Begriffe vergleichen möchten, öffnen Sie beide im selben Diagramm mit denselben Filtern.
Zudem lässt die Normalisierung kleine Regionen hervortreten. Laut Google können zwei Regionen mit gleichem relativem Interesse ein sehr unterschiedliches Gesamtvolumen haben. Daher beweist ein dunkel eingefärbtes kleines Bundesland nicht, dass dort mehr gesucht wird als in einer Großstadt.
In der Praxis folgen wir einer klaren Regel. Wir nutzen Trends für Verhältnisse und Timing, Volumenschätzungen holen wir aus Keyword Tools. Wie Sie gefundene Begriffe danach sauber einzelnen Seiten zuordnen, zeigt unsere Anleitung zum Keyword Mapping. So beantworten Sie sowohl „wie viel“ als auch „wann“.
Sollten Sie einen Suchbegriff oder ein Thema wählen?
Wenn Sie ein Wort in Trends eingeben, bietet das Tool meist zwei Optionen an: Suchbegriff und Thema. Diese Wahl verändert, was das Diagramm misst. Klären Sie deshalb vor der Planung, welche Option Sie brauchen.
Googles Hilfeseite zum Vergleichen von Suchbegriffen erklärt den Unterschied. Ein Suchbegriff erfasst genau die Wörter in der Sprache, in der Sie tippen. Ein Thema bündelt dagegen Begriffe, die dasselbe Konzept teilen, unabhängig von der Sprache. Außerdem erfasst ein Suchbegriff keine Tippfehler, Synonyme oder Singular und Plural.
- Suchbegriff: wenn Sie die Kurve einer exakten Formulierung sehen möchten, etwa eines Produktmodells.
- Thema: wenn Sie das allgemeine Interesse an einem Konzept über Schreibweisen hinweg messen möchten.
- Beides: wenn Sie entscheiden, welche Formulierung in Ihren Titel gehört.
Konkret vergleichen wir Suchbegriffe, wenn wir das Fokuskeyword eines Artikels festlegen. Denn der Titel soll die Formulierung enthalten, die Menschen tatsächlich eintippen. Andererseits wählen wir Themen, wenn wir den Jahresrhythmus eines Gebiets lesen. Dann zerlegen Schreibvarianten die Kurve nicht.
Worauf sollten Sie beim Vergleichen von Begriffen achten?
Der Vergleich ist für die Redaktionsplanung die nützlichste Funktion von Trends. Wenn Sie mehrere Begriffe in ein Diagramm legen, teilen alle dieselbe Skala. Somit sehen Sie direkt, welche Formulierung mehr relatives Interesse erhält. Wie viele Begriffe gleichzeitig möglich sind, ändert Google gelegentlich; prüfen Sie den aktuellen Wert deshalb auf der Hilfeseite.
Die Hilfeseite beschreibt außerdem das Gruppieren mit einem Pluszeichen. Zum Beispiel verbinden Sie dasselbe Wort in zwei Sprachen mit einem Plus und sehen eine gemeinsame Kurve. Eine Formulierung in Anführungszeichen erfasst dagegen nur genau diese Wortfolge. Mit beiden Kniffen bündeln Sie Synonyme in einer Gruppe.
- Stellen Sie Formulierungen mit gleicher Absicht nebeneinander, etwa „SEO Berater“ und „SEO Agentur“.
- Nutzen Sie für alle Begriffe dieselbe Region und denselben Zeitraum.
- Ergänzen Sie einen Referenzbegriff; wählen Sie dafür eine bekannte, stabile Suchanfrage.
- Drückt ein dominanter Begriff alle anderen flach, entfernen Sie ihn und prüfen Sie erneut.
Den letzten Punkt übersehen viele. Ein sehr populärer Begriff besetzt die Spitze des Diagramms. Folglich erscheinen kleine, aber wertvolle Anfragen nur noch als flache Linie. Vergleichen Sie daher Begriffe ähnlicher Größe, um ein klares Ergebnis zu erhalten.
Wie verändert der Regionsfilter Ihren Redaktionsplan?
Der Regionsfilter zeigt, in welchem Land, welcher Region oder Stadt sich das Interesse bündelt. Googles Seite zu Ergebnissen nach Region erklärt, dass ein dunklerer Farbton eine höhere Suchwahrscheinlichkeit dort bedeutet. Zudem betont sie, dass eine nicht eingefärbte Region nicht automatisch null Interesse hat.
Wir nutzen regionale Daten auf zwei Arten. Erstens hilft der Filter einem lokalen Unternehmen bei der Frage, welche Städte eigene Artikel verdienen. Zweitens zeigt er mehrsprachigen Websites, ob ein Thema in verschiedenen Märkten zu unterschiedlichen Zeiten seinen Höhepunkt erreicht.
Beispielszenario: example.com veröffentlicht Inhalte zu Heizsystemen auf Deutsch und Türkisch. Das Team öffnet dasselbe Thema getrennt für Deutschland und die Türkei. Dabei decken sich die Wochen mit dem höchsten Interesse nicht vollständig. Also sind getrennte Termine pro Sprache sinnvoller als ein gemeinsamer Kalender.
Allerdings sollten Sie regionale Daten nicht überinterpretieren. Ein hoher Anteil in einer kleinen Region kann aus geringem Gesamtvolumen entstehen. Deshalb treffen Sie die Regionsentscheidung mit Trends und prüfen das Volumen mit anderen Quellen.
Warum ist der gewählte Zeitraum so wichtig?
Der Zeitraum bestimmt, welche Geschichte das Diagramm erzählt. Kurze Zeiträume zeigen kurzfristige Schwankungen. Lange Zeiträume zeigen dauerhafte Entwicklungen. Wählen Sie den falschen Zeitraum, halten Sie eine kurze Nachrichtenwelle womöglich für stabile Nachfrage.
Für die Redaktionsplanung nutzen wir meist drei Ansichten. Zunächst öffnen wir den längsten Zeitraum und lesen die Grundrichtung: wächst das Interesse, bleibt es gleich oder sinkt es? Dann suchen wir in einem Zeitraum von einigen Jahren nach saisonalen Wiederholungen. Schließlich prüfen wir die letzten Monate auf aktuelle Bewegungen.
- Langer Zeitraum: zeigt den Lebenszyklus und die dauerhafte Richtung eines Themas.
- Einige Jahre: macht jährlich wiederkehrende Spitzen und Täler sichtbar.
- Letzte Monate: erfasst Anstiege, die erst kürzlich begonnen haben.
- Letzte Tage: zeigt Nachrichtenspitzen; für die Planung allein reicht das nicht.
Ein technisches Detail zählt ebenfalls. Laut Googles FAQ verwenden Diagramme ab 30 Tagen die UTC Zeit. Bei Zeiträumen bis 7 Tage nutzen sie dagegen die Ortszeit. Denken Sie also beim Vergleich von Tagesdaten an die Zeitzonen.
Außerdem berechnet Trends die Skala von 0 bis 100 bei jedem neuen Zeitraum neu. Ein Punkt mit 80 in einem Zeitraum kann in einem längeren Zeitraum bei 40 liegen. Das ist kein Fehler; die Skala orientiert sich schlicht an der neuen Spitze.
Wozu dienen die Filter für Kategorie und Suchtyp?
Der Kategoriefilter trennt verschiedene Bedeutungen desselben Wortes. Bezeichnet ein Wort zum Beispiel sowohl ein Tier als auch eine Automarke, wählen Sie eine Kategorie und sehen nur die gewünschte Bedeutung. So blähen fremde Suchanfragen Ihr Diagramm nicht auf.
Der Suchtyp legt fest, aus welcher Google Oberfläche die Daten stammen. Laut Google kann ein Suchbegriff aus der Websuche, der Bildersuche, der Nachrichtensuche, aus Google Shopping oder YouTube stammen. Standardmäßig sehen Sie die Websuche, und bei Bedarf wechseln Sie zu den anderen Oberflächen.
Für die Redaktionsplanung folgen daraus konkrete Entscheidungen. Steigt etwa das YouTube Interesse an einem Thema schneller als das Interesse in der Websuche, lohnt sich ein Video neben dem Artikel. Ebenso passt bei einem Produktthema mit starkem Shopping Interesse oft eine Vergleichsseite besser als ein Ratgebertext.
Kurz gesagt geben Filter Hinweise auf das passende Format, nicht nur auf das Timing. Allerdings können sich Menünamen mit der Zeit ändern. Daher sollten Sie sich an der Logik der Filter orientieren und nicht an einem exakten Schaltflächentext.
Was unterscheidet die Listen „Top“ und „Steigend“?
Der Bereich der verwandten Suchanfragen liefert in Trends die Ideen für Inhalte. Googles Hilfeseite zu verwandten Suchanfragen erklärt, dass es dort zwei Listen gibt: Top (in der englischen Oberfläche „Top“) und Steigend („Rising“).
Top Suchanfragen sind die Formulierungen, die Menschen in derselben Suchsitzung am häufigsten zusammen mit Ihrem Begriff suchen. Google berechnet sie innerhalb der gewählten Kategorie und Region. Diese Liste zeigt die dauerhaften Unterthemen eines Gebiets. Folglich hilft sie sehr, wenn Sie die H2 Abschnitte eines Hauptartikels festlegen.
Steigende Suchanfragen sind dagegen die Formulierungen, deren Volumen im gewählten Zeitraum am stärksten wuchs. Bei jeder steht das prozentuale Wachstum gegenüber dem vorherigen Zeitraum. Diese Liste ist für neue Artikelideen wertvoller, denn sie zeigt oft Fragen, bei denen sich der Wettbewerb noch nicht gefestigt hat.
| Liste | Was sie zeigt | Nutzung im Redaktionsplan |
|---|---|---|
| Top | Am häufigsten in derselben Sitzung gesuchte Formulierungen | Zwischenüberschriften für Hauptartikel, dauerhafte Ratgeber |
| Steigend | Formulierungen mit dem stärksten Wachstum zum Vorzeitraum | Neue Artikelideen, Abschnitte für bestehende Beiträge |
| Breakout | Formulierungen mit sehr starkem Wachstum | Schnelle Prüfung, ob das Interesse anhält |
Lesen Sie zudem beide Listen immer zusammen mit Regions und Zeitfilter. Denn derselbe Begriff kann in einem anderen Land ganz andere verwandte Suchanfragen erzeugen.
Was bedeutet die Kennzeichnung „Breakout“?
In der Liste der steigenden Suchanfragen steht bei manchen Formulierungen „Breakout“ statt einer Prozentzahl. Laut Googles Hilfeseite zu verwandten Suchanfragen bedeutet das ein Wachstum von mehr als 5000 Prozent. In der deutschen Oberfläche kann diese Kennzeichnung anders heißen.
Breakout wirkt spannend, ist aber nicht immer eine Chance für Inhalte. Auch ein kleiner Anstieg von sehr niedrigem Ausgangsniveau erzeugt eine riesige Prozentzahl. Außerdem gehen manche Spitzen auf eine einzelne Nachricht oder ein kurzes Ereignis zurück.
- Öffnen Sie die Suchanfrage in einem eigenen Diagramm und prüfen Sie die Kurve über einen langen Zeitraum.
- Prüfen Sie, ob der Anstieg in einer Woche steckt oder schon wochenlang anhält.
- Fragen Sie sich, ob die Anfrage wirklich zu Ihrer Leistung oder Ihren Lesern passt.
- Passt sie, ergänzen Sie zunächst einen Abschnitt in einem bestehenden Beitrag; hält das Interesse an, folgt ein eigener Artikel.
Dieser Ansatz bringt uns zwei Vorteile. Erstens schreiben wir keinen vollständigen Artikel für eine kurzlebige Neugier. Zweitens erkennen wir Fragen früh, die dauerhaft bleiben, und halten die passende Seite aktuell. Somit beruht der Kalender auf Belegen statt auf Hektik.
Wie lesen Sie Saisonalität in einem Trends Diagramm?
Saisonalität bedeutet, dass das Interesse an einem Thema jedes Jahr in ähnlichen Zeiträumen steigt und fällt. In Trends erkennen Sie das an wiederkehrenden Spitzen, wenn Sie einen Zeitraum von einigen Jahren wählen. Liegt die Spitze jedes Jahr im selben Monat, können Sie sich auf ein saisonales Muster stützen.
Beim Lesen achten wir auf drei Dinge. Erstens auf die Woche, in der die Spitze beginnt, also wann das Interesse zu steigen anfängt. Zweitens darauf, wie lange die Spitze anhält. Drittens darauf, ob das Interesse in der Nebensaison ganz verschwindet.
Diese drei Fakten bilden die Grundlage für Ihren Veröffentlichungstermin. Google braucht Zeit, um eine Seite zu entdecken, zu crawlen und zu bewerten. Daher sollten Sie vor dem Anstieg veröffentlichen, nicht in der Woche der Spitze. Ausführlich behandeln wir das im Beitrag zu saisonalen Keywords und dem richtigen Veröffentlichungszeitpunkt; hier geht es nur um die Seite von Trends.
Beispielszenario: Bei example.com steigt die Trends Kurve für „Klimaanlage reinigen“ mehrere Jahre hintereinander im Frühsommer. Also veröffentlicht das Team den Artikel im Frühling und hält ihn während der Saison aktuell. Nach der Saison löscht es die Seite nicht, sondern bereitet sie unter derselben URL auf das nächste Jahr vor.
Wie bauen Sie mit Google Trends für SEO einen Ablauf Schritt für Schritt auf?
Bisher haben wir jeden Filter einzeln betrachtet. Jetzt verbinden wir sie zu einem Ablauf. Die folgenden Schritte zeigen die Reihenfolge, der wir folgen, wenn wir Google Trends für SEO und Redaktionsplanung einsetzen.
- Legen Sie einen Themenpool an: 20 bis 30 Kandidaten aus Ihren Leistungen und Leserfragen.
- Öffnen Sie jedes Thema als Suchbegriff und als Thema und lesen Sie die Grundrichtung.
- Vergleichen Sie Formulierungen mit ähnlicher Absicht und wählen Sie die für Ihren Titel.
- Notieren Sie mit einem Zeitraum von einigen Jahren saisonale Spitzen und deren Startwochen.
- Prüfen Sie mit dem Regionsfilter Zeitunterschiede zwischen Ihren Zielmärkten.
- Sammeln Sie Zwischenüberschriften aus den Top Anfragen und neue Ideen aus den steigenden Anfragen.
- Kennzeichnen Sie jedes Thema als zeitlos, saisonal oder steigend.
- Legen Sie den Termin vor die Spitze und tragen Sie auch einen Aktualisierungstermin ein.
Die Logik dieser Reihenfolge ist einfach. Zuerst entscheiden Sie, was wichtig ist. Dann entscheiden Sie, wie Sie es benennen. Zuletzt entscheiden Sie, wann Sie veröffentlichen. Somit wird Ihr Kalender ein begründeter Plan und keine bloße Datumsliste.
Beim Gruppieren der Themen bewähren sich unterstützende Beiträge rund um eine Hauptseite. Das Prinzip erklären wir im Beitrag Topic Cluster aufbauen. Wenn wir diesen Prozess auf Ihrer Website vollständig aufsetzen sollen, deckt unsere SEO Beratung das ab: Wir erstellen den Plan und verfolgen die Ergebnisse gemeinsam mit Ihnen.
Wie machen Sie aus Trends Daten einen Redaktionskalender?
Ihre Notizen aus Trends erzeugen im Team erst dann Arbeit, wenn daraus eine Tabelle wird. Deshalb nutzen wir eine einfache Kalendervorlage mit denselben Feldern für jedes Thema. Eine Tabellenkalkulation genügt; entscheidend ist die Einheitlichkeit.
| Thementyp | Bild in Trends | Veröffentlichung | Aktualisierung |
|---|---|---|---|
| Zeitlos (Evergreen) | Ausgeglichene Kurve übers Jahr | Freie Wochen im Kalender | Regelmäßige Inhaltsprüfung |
| Saisonal | Spitze jedes Jahr im selben Zeitraum | Einige Wochen vor der Spitze | Vor jeder Saison |
| Steigend | Anhaltendes Wachstum in den letzten Monaten | Erst als Abschnitt, dann als eigener Beitrag | Häufig, solange das Interesse anhält |
| Einmalige Spitze | Scharfer Ausschlag in einer Woche | Meist auslassen | Keine |
| Rückläufig | Seit Jahren sinkende Kurve | Keinen neuen Beitrag anlegen | Zusammenlegung der bestehenden Seite prüfen |
Die Angabe „einige Wochen“ in der Tabelle bleibt bewusst offen. Denn der richtige Vorlauf hängt davon ab, wie oft Google Ihre Website crawlt und wie stark der Wettbewerb ist. Eine feste Zahl wäre irreführend. Stattdessen kalibrieren Sie den Vorlauf mit der Zeit anhand Ihrer eigenen Daten aus der Search Console.
Wie Sie zeitlose Themen schreiben und pflegen, zeigt unser Leitfaden zu Evergreen Content. Saisonale und steigende Themen bilden dagegen den zeitgebundenen Teil des Kalenders.
Wie sieht ein Kalender für ein Dienstleistungsunternehmen aus?
Beispielszenario: example.com gehört einem Renovierungsbetrieb. Zunächst legt das Team einen Themenpool an: Badsanierung, Küchenschränke, Malerarbeiten, Abdichtung und Dachreparatur. Danach öffnet es jedes Thema in Trends mit einem Zeitraum von einigen Jahren.
Das Diagramm zeigt, dass das Interesse an Malerarbeiten im Frühling steigt. Das Interesse an Dachreparaturen wächst vor der nassen Jahreszeit. Die Badsanierung verläuft dagegen das ganze Jahr über gleichmäßiger. Deshalb setzt das Team die Badsanierung als zeitloses Thema in freie Wochen.
- Spätwinter: den Ratgeber zu Malerarbeiten veröffentlichen.
- Spätsommer: die Beiträge zu Dachreparatur und Abdichtung veröffentlichen.
- Freie Wochen: zeitlose Ratgeber zu Bad und Küchenschränken.
- Jeden Monat: steigende Suchanfragen prüfen und passende als Abschnitt ergänzen.
Zudem zieht das Team Zwischenüberschriften aus den Top Anfragen. Zum Beispiel sieht es, dass Menschen bei Malerarbeiten gleichzeitig nach Kosten, Dauer und Material suchen. Dann baut es die H2 Abschnitte des Artikels um diese Fragen herum.
Beachten Sie eines: In keinem Schritt stammt das monatliche Volumen aus Trends. Das Team prüft das Volumen mit einer separaten Quelle und nutzt Trends nur für Priorität und Timing. Diese Trennung hält den Plan stabil.
Wie kombinieren Sie Trends mit der Search Console?
Trends zeigt das Interesse außerhalb Ihrer Website. Die Search Console zeigt, wie viel davon Ihre Website tatsächlich erreicht. Lesen Sie beides zusammen, wechselt Ihr Plan vom Raten zum Messen. Daher empfehlen wir, die Search Console regelmäßig zu öffnen, sobald der Kalender läuft.
Steigt zum Beispiel das Interesse in Trends, während die Impressionen Ihrer Seite stagnieren, liegt das Problem vermutlich bei Inhalt oder Ranking. Sinkt dagegen Trends und Ihre Impressionen sinken mit, ist der Rückgang womöglich nicht spezifisch für Ihre Website. Dann hat schlicht das allgemeine Interesse nachgelassen.
- Interesse steigt, Impressionen steigen: Der Plan wirkt, halten Sie den Inhalt aktuell.
- Steigendes Interesse bei gleichbleibenden Impressionen: Prüfen Sie Inhalt und Titel.
- Interesse sinkt, Impressionen sinken: Die Nachfrage schrumpft womöglich insgesamt, kein Grund zur Panik.
- Gleichbleibendes Interesse bei sinkenden Impressionen: Das Problem liegt vermutlich bei Ihrer Website.
Wenn Sie neu in der Search Console sind, erklärt unsere Google Search Console Anleitung für Einsteiger die wichtigsten Ansichten. Außerdem ergänzt unser Beitrag zum Erkennen von Content Decay in der Search Console diesen Vergleich.
Welche Fehler ruinieren einen Plan mit Google Trends für SEO?
Trends wirkt einfach, deshalb verbreiten sich Fehldeutungen leicht. Unten finden Sie die Fehler, die wir beim Einsatz von Google Trends für SEO am häufigsten sehen.
- Den Wert von 0 bis 100 für Suchvolumen halten und getrennte Diagramme vergleichen.
- Suchbegriff und Thema verwechseln und nach der falschen Kurve entscheiden.
- Einen sehr kurzen Zeitraum betrachten und eine Spitze für stabile Nachfrage halten.
- Rauschen bei Anfragen mit geringem Volumen als echten Anstieg lesen.
- Einen saisonalen Beitrag erst in der Woche der Spitze veröffentlichen, also zu spät.
- Für jede steigende Anfrage einen eigenen Beitrag anlegen und die Website mit dünnen Inhalten füllen.
Der letzte Punkt wiegt am schwersten. Mehrere Beiträge, die dieselbe Frage beantworten, können sich gegenseitig im Ranking schwächen. Wie Sie das erkennen, erklären wir in unserem Beitrag zur Keyword Kannibalisierung.
Kurz gesagt: Nutzen Sie Trends als Entscheidungshilfe. Sobald das Tool allein entscheidet, hängt der Plan an einer Momentaufnahme des Diagramms statt an echten Belegen.
Ist es aus Sicht von Google riskant, über Trendthemen zu schreiben?
Über ein Trendthema zu schreiben ist an sich kein Problem. Das Problem beginnt, wenn Sie nur schreiben, weil etwas gerade gefragt ist. Googles Leitfaden zum Erstellen hilfreicher, nutzerorientierter Inhalte nennt das Schreiben über Themen, nur weil sie im Trend zu liegen scheinen, als Warnsignal für suchmaschinenorientierte Inhalte.
Derselbe Leitfaden fragt, ob Sie das Thema für Ihr bestehendes Publikum ohnehin behandeln würden. Zudem nennt er als Warnsignal, viele Inhalte zu sehr unterschiedlichen Themen zu erstellen, in der Hoffnung, dass einige davon gut abschneiden.
Deshalb wenden wir einen Filter an, bevor eine steigende Anfrage in den Kalender kommt. Gehört die Frage zu unserem Leistungsbereich? Würden unsere Leser uns das fragen? Haben wir echte Erfahrung mit dem Thema? Können wir nicht alle drei Fragen mit Ja beantworten, lassen wir das Thema aus, egal wie stark der Anstieg wirkt.
Dieser Ansatz scheint kurzfristig manche Chance zu verpassen. Allerdings schützt er langfristig den thematischen Fokus der Website. Zudem verstehen Leser klar, worum es auf der Website geht.
Wie oft sollten Sie den Plan aktualisieren?
Ein Redaktionsplan ist kein Dokument, das Sie einmal anlegen und dann vergessen. Die Daten in Trends bewegen sich ständig; neue Anfragen steigen, alte Interessen verblassen. Daher brauchen Sie einen festen Rhythmus für die Überprüfung.
Wir empfehlen meist einen Rhythmus mit zwei Ebenen. Bei der monatlichen Prüfung betrachten wir steigende Anfragen und aktuelle Bewegungen. Vor jeder Saison bestätigen wir, dass saisonale Themen weiterhin im selben Zeitraum ihren Höhepunkt haben. Außerdem lesen wir einmal im Jahr den gesamten Themenpool über einen langen Zeitraum neu.
- Monatlich: steigende Anfragen und neue Ideen.
- Vor der Saison: saisonale Beiträge auffrischen und Termine bestätigen.
- Jährlich: Grundrichtung des Themenpools prüfen und rückläufige Themen zusammenlegen.
Dieser Rhythmus hält den Kalender flexibel und diszipliniert zugleich. Somit sucht das Team nicht jede Woche bei null nach Themen. Stattdessen arbeitet es eine Liste mit klaren Begründungen ab.
Ändert eine neue Trends Oberfläche die Methode?
Google passt die Explore Seite von Trends von Zeit zu Zeit an. Zum Beispiel beschreiben die Hilfeseiten, wie die Explore Seite Gemini Modelle nutzt. Die Details behandeln wir im Beitrag zur überarbeiteten Explore Seite von Google Trends.
Allerdings bleibt die Grundlage der Planung gleich, auch wenn sich die Oberfläche ändert. Die Daten zeigen weiterhin relatives Interesse und kein absolutes Volumen. Vergleich, Region, Zeitraum und verwandte Anfragen bleiben das Kernmaterial für Entscheidungen. Wenn Sie also eine neue Schaltfläche sehen, passen Sie nur den Weg an, nicht die Methode.
Wünschen Sie zudem eine Art Marktanteil im Vergleich zu Wettbewerbern, hilft der Vergleich von Markenanfragen in Trends. Diese Methode erklären wir im Beitrag Share of Search mit Google Trends berechnen.
Wie können wir diesen Prozess gemeinsam auf Ihrer Website umsetzen?
Einen Plan mit Trends aufzubauen lässt sich lernen, ihn durchzuhalten kostet allerdings Aufwand. Jeden Monat muss jemand Anfragen lesen, saisonale Beiträge vor jeder Saison aktualisieren und Ergebnisse in der Search Console verfolgen. Viele Unternehmen bauen den Plan auf und verlieren nach einigen Monaten den Rhythmus.
Wir erledigen diese Arbeit als Teil unseres Beratungsprozesses. Zunächst prüfen wir Ihre bestehenden Inhalte und Ihre Daten aus der Search Console. Dann erstellen wir aus Trends und Volumendaten einen begründeten Kalender. Schließlich verfolgen wir gemeinsam mit Ihnen, wie sich Impressionen und Klicks nach der Veröffentlichung entwickeln.
Wir garantieren keine Rankings, denn das kann niemand ehrlich. Dennoch sehen wir in der Praxis, dass datenbasiertes Timing, Themenwahl und Aktualisierungsrhythmus das Budget für Inhalte wirksamer machen. Für einen Plan, der zu Ihrer Website passt, fordern Sie auf unserer Seite zur SEO Beratung ein Angebot an.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



