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Stockfotos oder eigene Fotos für die Website: Wann lohnt sich ein Fotoshooting?

Talha Aslan 17 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Stockfotos oder eigene Fotos: Was passt zu Ihrer Website?

Stockfotos oder eigene Fotos, das entscheidet die Aufgabe des jeweiligen Bildes. Setzen Sie ein eigenes Fotoshooting überall dort ein, wo das Bild etwas über Sie belegt: Team, Räume, Produkt und Arbeitsweise. Sauber lizenzierte Stockfotos genügen dagegen für Konzepte, Hintergründe und die meisten Blogbilder. Für viele Firmenwebsites ist eine bewusste Mischung am sinnvollsten.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Wer die Bilder für eine neue Website plant, steht fast immer vor derselben Frage: Stockfotos oder eigene Fotos, wofür lohnt sich das Budget? In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team das Entscheidungsraster, das wir in unseren Webdesignprojekten nutzen. Es geht um Vertrauen, Lizenzen, Kosten, Zeitplan, die Wahl pro Seite und einen Mischansatz, der zu den meisten Budgets passt.

Es geht also nicht um ein Entweder oder. Die eigentliche Arbeit besteht darin, für jedes Bild seine Aufgabe auf der Seite festzulegen. Dient es als Beleg, sollte es echt sein. Erzeugt es dagegen nur eine Stimmung, reicht meist ein Stockbild. Sobald diese Grenze klar ist, fließt auch das Budget an die richtige Stelle.

Was genau sind Stockfotos und eigene Fotos?

Ein Stockfoto ist ein fertiges Bild, das ein Fotograf vorab aufgenommen hat und über eine Plattform lizenziert. Dasselbe Motiv können Sie kaufen, Ihr Wettbewerber ebenso und zudem ein Unternehmen auf einem anderen Kontinent. Deshalb sind Stockbilder schnell und günstig verfügbar. Allerdings gehören sie nie nur Ihnen.

Eigene Fotos entstehen dagegen in einem Shooting, das ein Fotograf speziell für Ihr Unternehmen plant. Ihr Team, Ihr Büro, Ihre Werkstatt, Ihre Produkte und echte Momente mit Kunden kommen ins Bild. Somit tauchen diese Aufnahmen auf keiner anderen Website auf und tragen Ihre visuelle Identität.

Daneben gibt es eine dritte Gruppe: Handyfotos Ihres Teams, Produktbilder vom Lieferanten und von KI erzeugte Bilder. Jede dieser Quellen bringt eigene Fragen zu Lizenz und Qualität mit. Zum Beispiel funktioniert ein Lieferantenbild auf der Produktseite, allerdings steht dasselbe Motiv vermutlich auch bei Dutzenden Händlern.

  • Stockfoto: fertiges, lizenziertes Bild, das viele nutzen.
  • Eigenes Fotoshooting: eigens geplante Bilder, deren Rechte ein Vertrag regelt.
  • Gemischte Quellen: eigene Schnappschüsse, Lieferantenbilder und Ergebnisse aus KI Generatoren.

Warum bemerken Besucher austauschbare Stockbilder?

Besucher kommen mit einer konkreten Frage auf Ihre Website. Ihre Aufmerksamkeit gilt daher allem, was sie der Antwort näherbringt. Die Untersuchung der Nielsen Norman Group zu Fotos als Webinhalt beschreibt, dass Nutzer Stockfotos mit beliebigen Personen weitgehend ignorieren. Porträts von Menschen, die tatsächlich im Unternehmen arbeiten, betrachten sie dagegen aufmerksam.

Die praktische Bedeutung ist also klar. Eine lächelnde Gruppe Fremder im Anzug wirkt zwar professionell, sagt dem Besucher jedoch nichts Neues. Ein Foto Ihres echten Teams, Ihrer echten Werkstatt oder Ihres echten Lieferwagens wirkt dagegen wie ein Beleg.

Außerdem werden beliebte Stockmotive mit der Zeit vertraut. Kennt ein Besucher dasselbe Büromotiv schon von einer anderen Seite, liest er auch Ihre Botschaft womöglich als Vorlage. Diese Wahrnehmung wirkt sich direkt auf Anfragen aus, denn Vertrauen entscheidet maßgeblich darüber, ob jemand Ihr Formular ausfüllt.

Welche Fragen klären die Wahl zwischen Stockfotos oder eigene Fotos?

Damit die Abwägung Stockfotos oder eigene Fotos nicht abstrakt bleibt, stellen wir für jede Bildfläche dieselben Fragen. So rückt die Entscheidung weg vom persönlichen Geschmack und hin zu prüfbaren Kriterien.

  1. Belegt dieses Bild etwas, oder schmückt es nur?
  2. Erwartet der Besucher an dieser Stelle Sie, Ihr Team oder Ihren Standort?
  3. Würde Ihre Botschaft leiden, wenn dasselbe Bild bei einem Wettbewerber auftaucht?
  4. Muss das Bild echte Farbe, Größe oder Oberfläche eines Produkts zeigen?
  5. Wechselt diese Fläche häufig, oder bleibt sie jahrelang bestehen?
  6. Deckt die Lizenz auch Anzeigen, soziale Medien und Druck ab?

Beantworten Sie eine der ersten drei Fragen mit Ja, ist die Fläche ein Kandidat für eigene Fotos. Die letzten drei Fragen klären dann Budget und Lizenz. Ein Kampagnenbanner, der jeden Monat wechselt, rechtfertigt zum Beispiel nicht jedes Mal ein Shooting. Das dauerhafte Bild der Startseite ist dagegen eine langfristige Investition.

Was schafft mehr Vertrauen und Authentizität?

Bei Vertrauen und Authentizität liegt das eigene Fotoshooting klar vorn. Besucher möchten wissen, mit wem sie zusammenarbeiten und woher das Produkt kommt. Deshalb sind echte Gesichter, ein echter Ort und ein echter Arbeitsablauf visuelle Belege für die Aussagen in Ihrem Text.

Auch Google achtet bei der Bewertung von Inhalten auf Erfahrung und Vertrauenswürdigkeit. Ein Bild allein ist zwar kein Rankingsignal. Dennoch stärken Inhalte, die echte Erfahrung zeigen, den Gesamteindruck. Ausführlich erklären wir das in unserem Leitfaden zu E-E-A-T.

Typische Fälle, in denen Stockbilder Vertrauen kosten:

  • Modelfotos statt echter Mitarbeiter auf der Teamseite.
  • Ein Stockporträt neben einer Kundenstimme.
  • Bei einem lokalen Betrieb eine Straße oder ein Gebäude ohne Bezug zur eigenen Stadt.
  • Eine fremde Fabrikhalle bei einem Unternehmen, das selbst zu fertigen behauptet.

Vor allem das Stockporträt neben einer Bewertung ist ein ernster Fehler. Besucher halten dann womöglich auch die Bewertung für erfunden. Fehlt ein echtes Foto, ist der Verzicht auf ein Porträt die ehrlichere Wahl.

Worauf sollten Sie bei der Lizenz eines Stockfotos achten?

Mit dem Kauf eines Stockfotos werden Sie nicht Eigentümer des Bildes. Stattdessen erwerben Sie nur ein Nutzungsrecht unter bestimmten Bedingungen. Lizenzarten und ihre Namen unterscheiden sich je nach Plattform, deshalb lesen Sie immer den aktuellen Lizenztext der Plattform, bei der Sie kaufen. Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung; holen Sie im Zweifel anwaltlichen Rat ein.

Konkret prüfen wir bei jeder Lizenz diese Punkte:

  • Kommerzielle Nutzung: Dürfen Sie das Bild auf einer Firmenwebsite und in Anzeigen verwenden?
  • Nur redaktionelle Nutzung: Solche Bilder dienen Nachrichten und Information, also nicht der Werbung für Produkte oder Leistungen.
  • Nutzungsumfang: Web, soziale Medien, gedruckte Kataloge und Verpackung brauchen eventuell getrennte Rechte.
  • Auflage und Dauer: Manche Lizenzen begrenzen Druckauflage oder Nutzungszeitraum.
  • Sensible Nutzung: Lizenzen können verbieten, ein Model mit bestimmten Themen zu verbinden.
  • Logo und Vorlagen: Die meisten Lizenzen erlauben nicht, ein Stockbild zum Teil Ihres Logos zu machen.

Archivieren Sie außerdem den Lizenznachweis zusammen mit Rechnung und Dateiname. So können Sie auch Jahre später belegen, welches Bild Sie zu welchen Bedingungen erworben haben. Zudem gelten auch auf kostenlosen Bildplattformen Lizenzbedingungen, und diese können sich ändern.

Warum sind Model Releases und Property Releases wichtig?

Ist auf einem Foto eine erkennbare Person zu sehen, brauchen Sie einen Nachweis, dass diese Person der kommerziellen Nutzung ihres Bildes zugestimmt hat. Stockplattformen nennen das meist Model Release. Ebenso kann ein Property Release nötig sein, wenn Privateigentum, ein Kunstwerk oder eine bekannte Marke im Bild erscheint.

Bei Stockfotos verwaltet meist die Plattform diese Freigaben. Trotzdem liegt es in Ihrer Verantwortung zu prüfen, ob die Bildseite eine Freigabe ausweist. Beim eigenen Shooting organisieren Sie die Freigaben selbst. Eine schriftliche Einwilligung der Mitarbeiter regelt zum Beispiel auch, wie Sie vorgehen, wenn jemand das Unternehmen verlässt und die Entfernung seines Fotos wünscht.

Zudem betreffen Datenschutzregeln Fotos von Mitarbeitern und Kunden. Daher empfehlen wir, Einwilligung und Datenschutzhinweise vor dem Shooting mit Ihrer Rechtsberatung zu planen. Das ist keine Rechtsberatung; wir weisen lediglich auf einen Schritt hin, den viele bei der Planung übersehen.

Kurz gesagt: Ein Foto ohne Freigabe ist ein Risiko auf Ihrer Website, egal wie gut es aussieht. Dieses Risiko vor dem Shooting zu klären, ist immer einfacher als ein späterer Bildtausch.

Wie vergleichen Sie Kosten und Zeitaufwand?

Nur den Anschaffungspreis zu vergleichen, führt in die Irre. Ein einzelnes Stockbild wirkt günstig. Allerdings sind die Stunden für die Motivsuche, die Lizenzverwaltung und den späteren Austausch versteckte Kosten. Ein eigenes Shooting erfordert zunächst mehr Geld. Dafür liefert ein einziger Shootingtag ein Archiv, das Sie jahrelang auf der Website, in sozialen Medien, in Katalogen und Angeboten nutzen.

Die Preise schwanken stark nach Stadt, Fotograf, Dauer, Anzahl der Orte und Umfang der Bildbearbeitung. Deshalb nennen wir hier keine Zahlen. Vergleichen Sie stattdessen aktuelle Angebote mehrerer Fotografen.

Beim Zeitplan sieht es anders aus. Ein Stockbild kann noch am selben Tag online gehen. Ein Shooting umfasst dagegen Planung, Aufnahmetag, Auswahl und Bearbeitung. Folglich gehört das Shooting in den Projektplan, und zwar vor die finale Designfreigabe.

Unsere praktische Lösung sieht so aus: Wir bauen das Design zunächst mit Stockbildern als Platzhalter und tauschen die wichtigen Flächen nach dem Shooting gegen echte Fotos. Somit hängt der Starttermin nicht vom Kalender des Fotografen ab.

Welche Bildquelle passt zu welcher Seite?

Um den Mischansatz greifbar zu machen, ordnen wir Seitentypen nach der Aufgabe ihrer Bilder. Die Tabelle ist ein Ausgangspunkt; passen Sie sie dann an Branche und Budget an.

Seite oder BereichAufgabe des BildesEmpfohlene QuelleHinweis
Titelbild der StartseiteErster Eindruck und IdentitätEigenes ShootingMeist das größte Bild; auf Ladezeit achten.
Über uns und TeamEchte Menschen vorstellenNur eigene FotosStockporträts kosten Vertrauen.
LeistungsseitenAblauf und Ergebnis zeigenEigene Fotos, bei Bedarf mit Stockbildern ergänztProzessbilder sind der wertvollste Inhalt.
ProduktseitenDas echte Produkt zeigenEigene Fotos oder freigegebene HerstellerbilderFarbe und Proportionen müssen stimmen.
BlogartikelThema veranschaulichenStockbild oder eigene GrafikEine eigene Grafik wirkt origineller.
KampagnenbannerKurzfristige AufmerksamkeitStockbild oder GrafikdesignHäufiger Wechsel spricht für flexible Quellen.
Hintergründe und TexturenAtmosphäreStockbildDekorative Bilder mit leerem Alternativtext.

Die Regel hinter der Tabelle ist einfach. Sagt das Bild dem Besucher „das machen wir“, sollte es echt sein. Deutet es dagegen nur ein Thema oder ein Gefühl an, reicht ein Stockmotiv.

Was gehört in den oberen Bereich der Startseite?

Der obere Bereich der Startseite ist der Ort, an dem Besucher Sie zuerst sehen. Zudem trägt er oft das größte Bild der gesamten Website. Eine austauschbare Stocklandschaft oder ein beliebiges Büromotiv löst hier schnell den Eindruck aus, alles schon einmal gesehen zu haben. Deshalb geben wir dem eigenen Shooting an dieser Stelle Vorrang.

Allerdings zählt hier nicht nur der Inhalt, sondern auch die Technik. Das Titelbild ist häufig das größte Inhaltselement der Seite und beeinflusst daher direkt die Ladezeit. Der Leitfaden von web.dev zur Optimierung des LCP rät davon ab, dieses Bild verzögert zu laden, und empfiehlt eine passende Größe sowie ein modernes Format.

Bitten Sie den Fotografen zum Beispiel um breite, ruhige Motive mit freier Fläche für Text. Dann drängen sich Überschrift und Button nicht über das Motiv. Technische Details finden Sie in unserem Leitfaden zum Largest Contentful Paint.

Welche Fotos eignen sich für Über uns und Teamseite?

Hier gibt es keine Diskussion: Verwenden Sie ausschließlich echte Fotos. Besucher öffnen diese Seiten, um genau zu sehen, mit wem sie arbeiten werden. Ein Modelfoto informiert sie nicht, sondern erzeugt einen falschen Eindruck.

Echte Fotos müssen nicht teuer sein, aber einheitlich. Gleicher Hintergrund, ähnliches Licht und ähnlicher Bildausschnitt lassen das Team wie eine Einheit wirken. Eine Seite, die Selfie und Hochzeitsfoto mischt, wirkt dagegen zerstreut.

Kurze, konkrete Angaben neben jedem Porträt verstärken die Wirkung: Funktion, Fachgebiet und das Anliegen, mit dem sich Besucher an diese Person wenden. Den Textaufbau dieser Seite behandeln wir in unserem Beitrag, wie Sie eine Seite Über uns schreiben.

Möchten Mitarbeiter nicht auf der Website erscheinen, greifen Sie trotzdem nicht zu Stockporträts. Zeigen Sie stattdessen Standort, Fahrzeuge und Arbeitsabläufe. Somit respektieren Sie persönliche Wünsche und bleiben dennoch authentisch.

Wie wählen Sie Bilder für Produktseiten und Leistungsseiten?

Auf der Produktseite hat das Bild eine Aufgabe: Besucher sollen das Produkt vor dem Kauf richtig einschätzen. Weichen Farbe, Oberfläche, Größe oder Umgebung von der Realität ab, steigen Retouren und Beschwerden. Daher sind Stockfotos für Produktbilder fast nie die richtige Wahl. Sie brauchen eigene Aufnahmen oder Bilder, deren Nutzung der Hersteller Ihnen erlaubt.

Leistungsseiten funktionieren etwas anders. Eine Dienstleistung kann abstrakt sein, doch Bilder vom Ablauf sind äußerst wertvoll: der Termin vor Ort, die Arbeit selbst, die Ausrüstung, das fertige Ergebnis. Bei einer Reinigungsfirma überzeugen zum Beispiel Fotos vom Zustand vorher und nachher weit mehr als ein Stockmotiv mit Putzeimer.

Auf diesen Seiten spielen Stockfotos deshalb nur eine Nebenrolle. In einem Abschnitt über den Nutzen passt durchaus ein Konzeptbild. Das Hauptbild sollte jedoch Ihre echte Arbeit zeigen. Was professionelle Aufnahmen diesen Seiten bringen, vertiefen wir im Beitrag über professionelle Fotos für die Website.

Reichen Stockbilder für Blogartikel aus?

In den meisten Fällen ja. Ein Blogbild deutet meist das Thema an und dient beim Teilen in sozialen Medien zugleich als Vorschaubild. Ein Shooting für jeden Artikel belastet dagegen das Budget und bringt selten einen messbaren Unterschied.

Trotzdem gibt es günstige Wege zu mehr Originalität. Eine selbst gezeichnete Grafik, ein Ablaufdiagramm, ein Screenshot oder ein Handyfoto aus der Praxis enthält mehr Information als ein Stockmotiv. Außerdem schneiden solche Bilder in der Google Bildersuche oft besser ab, denn sie hängen direkt mit dem umgebenden Text zusammen.

Bei Blogbildern achten wir auf diese Punkte:

  • Das Bild passt zum Hauptthema, denn ein beliebiges Motiv mit Laptop und Kaffee transportiert keine Information.
  • Wichtiger Text gehört nicht ins Bild, sondern als HTML auf die Seite.
  • Dateiname und Alternativtext beschreiben das Motiv kurz und genau.
  • Dasselbe Stockmotiv erscheint nicht in mehreren Artikeln.

Zusammengefasst ist der Blog der Bereich, in dem Stockbilder am besten passen. Langfristig baut jedoch eine Sammlung eigener, einfacher Grafiken ein unverwechselbares Archiv auf.

Sind von KI erzeugte Bilder eine dritte Option?

Von KI erzeugte Bilder wirken bei Tempo und Kosten verlockend und eignen sich durchaus für Konzeptillustrationen. Allerdings teilen sie die Schwäche der Stockbilder überall dort, wo ein Bild die Wirklichkeit zeigen soll: Sie zeigen weder Ihr Team noch Ihre Räume noch Ihr Produkt. Geben Sie solche Bilder zudem als echte Fotos aus, verschärft das die Vertrauensfrage.

Auch Lizenz und Urheberrecht brauchen eine eigene Prüfung. Prüfen Sie die kommerziellen Bedingungen des Werkzeugs und die Rechtslage in Ihrem Land. Mit dieser Frage befasst sich unser Beitrag zur kommerziellen Nutzung von Bildern aus KI Generatoren; auch er ist keine Rechtsberatung.

In der Praxis nutzen wir solche Bilder als Blogillustration, abstrakten Hintergrund oder Platzhalter im Entwurf. Für Produkte, Team und Kundenstimmen setzen wir sie dagegen nicht ein. So nutzen wir das Tempo, ohne Besucher in die Irre zu führen.

Wie beeinflusst die Bildwahl SEO und Ladezeit?

Google erschließt den Inhalt eines Bildes vor allem aus dem Inhalt der Seite. Die Best Practices von Google Search Central zur Bildersuche betonen, dass hochwertige Fotos Nutzer stärker ansprechen als unscharfe Bilder. Zudem nennt die Seite den Alternativtext als wichtigstes Bildattribut und empfiehlt, Bilder nahe am passenden Text zu platzieren.

Aus diesem Blickwinkel haben eigene Fotos einen Vorteil. Das Bild zeigt genau das, was die Seite beschreibt, und keine Kopie existiert anderswo. Außerdem können Sie bei eigenen Fotos Lizenzangaben über strukturierte Daten oder Metadaten im IPTC Format hinterlegen. Die Dokumentation von Google zu Metadaten der Bildlizenz erklärt, wie ein Bild dadurch für das Label „Lizenzierbar“ infrage kommt. Die Umsetzung zeigt unser Leitfaden zu IPTC Bildmetadaten.

Unabhängig von der Quelle gelten dieselben technischen Regeln: passende Abmessungen, modernes Format, Komprimierung und ein beschreibender Dateiname. Eine Anleitung Schritt für Schritt bietet unser Beitrag zum Optimieren von Bildern für die Website. Große Dateien verkleinern Sie zudem schnell mit unserem Werkzeug zum Bild verkleinern.

Ändert die Bildquelle den Alternativtext?

Die Logik des Alternativtexts folgt der Aufgabe des Bildes, nicht seiner Herkunft. Das Tutorial des W3C zu dekorativen Bildern empfiehlt einen leeren Alternativtext für Bilder ohne Informationswert. Zudem hält es fest, dass nur der Autor beurteilen kann, ob ein Bild dekorativ oder informativ ist.

Eine Stocktextur oder ein Hintergrund ist daher oft dekorativ und erhält ein leeres Attribut. Ein eigenes Foto Ihres Teams in der Werkstatt trägt dagegen Information. Sein Alternativtext nennt also kurz, wer zu sehen ist und was die Person tut.

Als Beispielszenario nehmen wir ein Architekturbüro. Der Alternativtext eines Projektfotos nennt die Art des Projekts und ein markantes Detail. Die Stocktextur auf derselben Seite bleibt dagegen ohne Alternativtext. Die vollständige Methode beschreibt unser Beitrag Alternativtext richtig schreiben.

Wie bereiten Sie ein eigenes Fotoshooting vor?

Ein guter Shootingtag hängt vor allem von der Vorbereitung ab. Selbst ein sehr guter Fotograf produziert unbrauchbare Bilder, wenn das Ziel unklar bleibt. Deshalb leiten wir die Motivliste direkt aus der Seitenstruktur ab.

  1. Erstellen Sie die Seitenstruktur und notieren Sie jede Bildfläche auf jeder Seite.
  2. Legen Sie für jede Fläche das Format fest: breites Querformat, Quadrat oder Hochformat.
  3. Fordern Sie freie Flächen in Motiven an, über denen später Text steht.
  4. Ordnen Sie Personen, Orte und Produkte in einer sinnvollen Reihenfolge für den Tag.
  5. Informieren Sie Ihr Team vorab über Kleidung, Farben und Ordnung.
  6. Bereiten Sie Model Releases und Property Releases vor dem Termin vor.
  7. Regeln Sie Nutzungsrechte, Lieferformate und Rohdaten im Vertrag.
  8. Bestimmen Sie eine Person, die nach dem Shooting Auswahl und Bearbeitung verantwortet.

Ein Moodboard hilft zudem, die visuelle Richtung vorab festzulegen. Sammeln Sie Referenzbilder zu Licht, Farbe und Ausschnitt und teilen Sie diese mit dem Fotografen. Kurz gesagt: Je klarer die Liste, desto ergiebiger der Tag.

Stockfotos oder eigene Fotos: Checkliste vor dem Livegang

Steht die Entscheidung Stockfotos oder eigene Fotos fest, prüfen wir vor dem Livegang jedes Bild anhand dieser Liste. Damit schließen Sie Lücken bei Vertrauen, Lizenz und Technik in einem Schritt.

  • Team, Kundenstimmen und Über uns zeigen ausschließlich echte Fotos.
  • Für jedes Stockbild liegen Lizenznachweis und Rechnung im Archiv.
  • Kein rein redaktionell lizenziertes Bild steht auf einer Werbeseite.
  • Für jedes Motiv mit erkennbaren Personen gibt es eine schriftliche Einwilligung.
  • Produktbilder entsprechen dem echten Produkt in Farbe und Proportion.
  • Kein Stockmotiv wiederholt sich an mehreren Stellen der Website.
  • Das Titelbild hat passende Größe und modernes Format und lädt nicht verzögert.
  • Dekorative Bilder haben leeren, informative Bilder beschreibenden Alternativtext.
  • Dateinamen sind kurz, beschreibend und themenbezogen.

Bleibt ein Punkt offen, korrigieren Sie das betreffende Bild vor dem Start. Vor allem die Lizenzfrage lässt sich im Nachhinein am schwersten lösen.

Beispielszenario: Wie entscheidet eine Möbelwerkstatt?

Als Beispielszenario nehmen wir eine kleine Werkstatt, die handgefertigte Tische baut. Sie wünscht sich eine neue Website bei begrenztem Budget. Der erste Entwurf zeigt auf jeder Seite Stockbilder von Innenräumen. Das wirkt elegant, allerdings gehört nichts davon zur Werkstatt.

Mit dem Entscheidungsraster ändert sich das Bild. Startseite, Über uns und Produktseiten müssen Belege liefern, deshalb bekommen sie eigene Fotos. An einem einzigen Shootingtag entstehen Aufnahmen von Werkstatt, Handwerkern, Holzauswahl, Fertigungsschritten und fertigen Stücken. Blogartikel und Kampagnenbanner arbeiten dagegen mit Stockbildern und eigenen Grafiken.

Folglich fließt der Großteil des Budgets in die Bereiche, die Besucher am häufigsten ansehen. Zudem versorgt dasselbe Archiv soziale Medien, Katalog und Angebote. Dieses Szenario ist keine Garantie, sondern zeigt lediglich, wie der Entscheidungsprozess abläuft.

Welche Fehler sollten Sie beim Mischansatz vermeiden?

Das größte Risiko des Mischansatzes ist ein optischer Bruch zwischen beiden Quellen. Hat Ihr Shooting warmes, natürliches Licht und stehen daneben kühle, glänzende, stark bearbeitete Stockbilder, wirkt die Website zerrissen. Deshalb suchen wir Stockmotive, die Farbe und Licht des eigenen Shootings aufgreifen.

Weitere häufige Fehler:

  • Shootingdateien ohne Bearbeitung und Komprimierung hochladen.
  • Nach dem Shooting aus Gewohnheit alte Stockbilder stehen lassen.
  • Das eigene Logo auf ein Stockmotiv setzen und es als eigenes Foto ausgeben.
  • Das gesamte Budget in ein Titelbild stecken und Produktseiten leer lassen.

Halten Sie außerdem Ihr Bildarchiv geordnet. Trennen Sie Ordner nach Quelle und vermerken Sie den Lizenzstatus im Dateinamen oder in einer Tabelle. Dann fallen spätere Änderungen deutlich leichter.

Wann sollten Sie eigene Fotos erneuern?

Ein eigenes Shooting ist eine dauerhafte Investition, allerdings keine ewige. Bilder veralten, wenn das Team wechselt, das Büro umzieht, das Sortiment sich ändert oder die Marke ein neues Erscheinungsbild bekommt. Können Besucher das Team auf der Website nicht mit der Person am Telefon in Verbindung bringen, leidet das Vertrauen erneut.

Statt eines festen Rhythmus empfehlen wir deshalb eine Regel nach Anlass: Ändert sich im Unternehmen etwas Sichtbares, erneuern Sie die betroffenen Bilder. Für ein neues Teammitglied braucht es zum Beispiel kein komplettes Teamshooting; ein Einzelporträt mit gleichem Licht und Hintergrund hält das Gesamtbild stimmig.

Andererseits verlängern einige Varianten bei Kleidung oder Jahreszeit schon beim ersten Termin die Lebensdauer des Archivs. Somit kommen Website, soziale Kanäle und Kampagnen länger ohne neue Bilder aus.

Wie setzen wir den Bildplan auf Ihrer Website um?

In unseren Webdesignprojekten legen wir den Bildplan ganz am Anfang fest: Seitenstruktur, Bildaufgaben pro Seite, Verteilung von Stockbildern und eigenen Fotos, Lizenzarchiv und technische Optimierung. Wenn wir diesen Plan von Beginn an in Ihre Website einbauen sollen, sehen Sie sich den Umfang unserer Leistungen im Webdesign an.

Der Ablauf sieht meist so aus. Zunächst prüfen wir gemeinsam Ihre vorhandenen Bilder und klären, welche wirklich Ihnen gehören. Danach erstellen wir die Motivliste anhand der Seitenstruktur und gestalten das Layout passend zu diesen Flächen. Schließlich optimieren wir jedes Bild nach Größe, Format und Alternativtext und bringen die Website online.

Denken Sie daran, dass eine vertrauenswürdige Website mehr als Bilder braucht. Kontaktdaten, Referenzen und eine klare Beschreibung Ihres Ablaufs wirken zusammen; diese Elemente bündeln wir im Beitrag über Vertrauenselemente auf der Website. Möchten Sie Umfang und Preis für Ihr Projekt erfahren, können Sie über unsere Webdesignseite ein Angebot anfragen.

Häufig gestellte Fragen

Schaden Stockfotos dem SEO?
Nein, Stockfotos schaden dem SEO für sich genommen nicht. Google erschließt ein Bild vor allem aus dem Seiteninhalt und bevorzugt hochwertige, passende Bilder. Allerdings hebt Sie ein Motiv, das auf Tausenden Websites steht, nicht ab. Genauer Alternativtext, passende Abmessungen und ein klarer Bezug zum Seitenthema machen den eigentlichen Unterschied, unabhängig von der Quelle.
Darf ich kostenlose Stockbilder auf einer Firmenwebsite nutzen?
Die meisten kostenlosen Plattformen erlauben die kommerzielle Nutzung, dennoch müssen Sie die Lizenz jedes Bildes prüfen. Motive mit erkennbaren Personen, Marken oder Privateigentum brauchen eventuell zusätzliche Freigaben. Speichern Sie den Lizenztext mit dem Datum des Downloads, denn Bedingungen ändern sich. Das ist keine Rechtsberatung; fragen Sie im Zweifel einen Anwalt.
Wem gehören die Rechte an eigenen Fotos aus einem Shooting?
Die Rechte regelt Ihr Vertrag mit dem Fotografen. Halten Sie deshalb Nutzungsbereiche, Dauer, Lieferung der Rohdaten und die Erlaubnis für weitere Zwecke schriftlich fest. Jede Nutzung, die der Vertrag nicht nennt, kann später zu Streit führen. Wir empfehlen, den Vertrag mit Ihrer Rechtsberatung vorzubereiten; diese Antwort ist keine Rechtsberatung.
Können wir Fotos vom Smartphone verwenden?
Ja, Handyfotos mit gutem Licht und sauberem Ausschnitt funktionieren gut, vor allem im Blog, bei Prozessbildern und als sozialer Beleg. Echtheit zählt oft mehr als perfekte Technik. Für große und wichtige Flächen wie das Titelbild der Startseite oder Produktseiten liefert ein professionelles Shooting allerdings meist ein stimmigeres und vertrauenswürdigeres Ergebnis.
Was tun, wenn Mitarbeiter kein Foto auf der Website möchten?
Respektieren Sie diesen Wunsch und ersetzen Sie die Person nicht durch ein Stockporträt. Stellen Sie sie stattdessen mit Name und Funktion im Text vor und zeigen Sie das Team über Fotos von Standort und Arbeitsablauf. So achten Sie persönliche Wünsche, und die Seite bleibt authentisch. Machen Sie die schriftliche Einwilligung zum Standard.
Stockfotos oder eigene Fotos: Wie entscheiden wir bei knappem Budget?
Investieren Sie in Flächen, die Belege liefern: Startseite, Über uns, Team sowie Produktseiten und Leistungsseiten. Für Blogartikel, Kampagnenbanner und Hintergründe nutzen Sie sauber lizenzierte Stockbilder. Starten Sie mit Platzhaltern und tauschen Sie nach dem Shooting die wichtigen Bilder aus. Damit schützen Sie den Zeitplan und setzen das Geld dort ein, wo es am meisten bewirkt.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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