Firmenname bei Google nicht gefunden? Ursachen und Lösungen

Kurze Antwort
Firmenname bei Google nicht gefunden: was ist die eigentliche Ursache?
Ist der Firmenname bei Google nicht gefunden, fehlt meist die Website oder die Startseite im Google Index. Häufig blockiert eine noindex Regel oder die Datei robots.txt, die Website ist sehr neu, der Name kollidiert mit einem gängigen Wort oder eine manuelle Maßnahme greift. Prüfen Sie zuerst den Index, dann Sperren, dann Namenssignale.
Ihr Firmenname bei Google nicht gefunden, obwohl die Website online ist? Damit sind Sie nicht allein. Meist steckt eine einzige Ursache dahinter, und Sie finden sie, wenn Sie in der richtigen Reihenfolge prüfen. In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team die Ursachen, die wir in der Praxis am häufigsten sehen. Außerdem erklären wir, wie Sie jede Ursache erkennen und Schritt für Schritt beheben. Alle Beispiele sind Beispielszenarien, als Domain nutzen wir example.com.
Diese Reihenfolge ist wichtig, denn jede Ursache verlangt eine andere Lösung. Zum Beispiel ändert neuer Content auf einer nicht indexierten Website gar nichts. Andererseits verschwenden Sie Zeit, wenn Sie technische Einstellungen ändern, obwohl die Website indexiert ist und der Name nur mit einer anderen Marke kollidiert. Deshalb verlängert es das Problem meist, wenn Sie die Diagnose überspringen.
Zudem sollten Sie eines von Anfang an wissen. Google schreibt in der eigenen Dokumentation, dass es das Crawlen, Indexieren oder Ausliefern einer Seite nicht garantiert. Daher verbessern die folgenden Schritte Ihre Chancen auf Sichtbarkeit, aber keine Methode garantiert Platz eins. Auch wir versprechen unseren Kunden keine Rankings. Stattdessen konzentrieren wir uns darauf, die Ursache zu finden, sie zu beheben und das Ergebnis zu verfolgen.
Was sollten Sie in den ersten zehn Minuten prüfen?
In der Aufregung möchten Sie vielleicht alles gleichzeitig ändern. Allerdings hilft Ihnen eine kurze Bestandsaufnahme später zu erkennen, welche Änderung tatsächlich gewirkt hat. Führen Sie deshalb die folgenden Schnelltests der Reihe nach durch und notieren Sie jedes Ergebnis.
- Öffnen Sie ein privates Fenster, suchen Sie Ihren Firmennamen in Anführungszeichen und sehen Sie sich die ersten zwei Ergebnisseiten an.
- Geben Sie im selben Fenster site:example.com ein und prüfen Sie, ob überhaupt Seiten Ihrer Domain erscheinen.
- Haben Sie Search Console, dann geben Sie die Adresse Ihrer Startseite in das Tool zur URL Prüfung (URL Inspection) ein.
- Prüfen Sie im Quellcode der Startseite, ob das Robots Metatag den Wert noindex enthält.
- Hängen Sie /robots.txt an Ihre Domain an und suchen Sie nach einer Regel, die die ganze Website sperrt.
- Öffnen Sie in Search Console den Bericht zu manuellen Maßnahmen (Manual actions) und prüfen Sie, ob dort ein Eintrag steht.
In den meisten Fällen zeigen diese sechs Tests die Ursache. Vor allem die Ergebnisse von Schritt 2 und 3 verraten Ihnen, auf welchen Abschnitt dieses Leitfadens Sie sich konzentrieren sollten. Richten Sie Search Console zum ersten Mal ein, dann erklärt unsere Search Console Anleitung für Einsteiger die Einrichtung im Detail.
Wie erkennen Sie, ob Ihre Website im Google Index ist?
Der Index ist die Liste der Seiten, die Google gecrawlt hat und in den Ergebnissen zeigen kann. Fehlt eine Seite im Index, erscheint sie nicht, egal wie genau Sie Ihren Namen eintippen. Daher lautet die erste Frage immer gleich: Kennt Google Ihre Website überhaupt?
Die schnellste Methode ist der Operator site:. Google empfiehlt ihn in seinem Leitfaden zur Aufnahme in die Google Suche. Allerdings weist dieselbe Seite darauf hin, dass der Operator nicht unbedingt alle indexierten URLs zurückgibt. Das heißt, eine Abfrage mit site: liefert nur einen groben Hinweis. Eine verlässliche Antwort geben Ihnen also erst die Daten in Search Console.
Liefert die Abfrage gar nichts, liegt das Problem sehr wahrscheinlich bei der Indexierung. Erscheinen einige Seiten, aber die Startseite fehlt, dann steckt meist eine Sperre oder ein Weiterleitungsfehler auf der Startseite dahinter. Erscheinen alle Seiten und Sie ranken trotzdem nicht für Ihre Marke, liegt es nicht am Index. Dann geht es um Namenssignale und Wettbewerb.
Der Bericht zur Seitenindexierung in Search Console zeigt, welche URLs Google aus welchem Grund ausgelassen hat. Wie Sie diesen Bericht lesen, erklären wir in unserer Anleitung zu nicht indexierten Seiten; deshalb wiederholen wir es hier nicht.
Was verrät Ihnen das Tool zur URL Prüfung genau?
Das Tool zur URL Prüfung zeigt, wie Google eine einzelne URL sieht. Geben Sie Ihre Startseite ein, erhalten Sie eines von wenigen möglichen Ergebnissen. Die Dokumentation zum URL Inspection Tool in der Search Console Hilfe nennt sie mit den englischen Bezeichnungen so.
- URL is on Google: Die Seite ist im Index und kann in den Ergebnissen erscheinen. Google betont allerdings, dass das nicht garantiert ist.
- URL is on Google, but has issues: Die Seite ist im Index, doch einige Erweiterungen erscheinen wegen Problemen eventuell nicht.
- Schließlich URL is not on Google: Die Seite kann derzeit nicht in den Ergebnissen erscheinen. Den Grund finden Sie weiter unten im Bericht.
Außerdem bietet das Tool einen Livetest (Test live URL). Dieser Test prüft die aktuelle Version der Seite und zeigt, ob etwas das Crawlen blockiert. Haben Sie ein Problem behoben, können Sie die Indexierung beantragen (Request indexing). Trotzdem sagt Google klar, dass dieser Antrag keine Indexierung garantiert.
Kurz gesagt: Steht bei der Startseite "URL is not on Google", suchen Sie zuerst die Sperre. Ist die Startseite im Index, liegt das Problem woanders, und Sie gehen zu den nächsten Abschnitten weiter.
Ist bei Firmenname bei Google nicht gefunden eine noindex Regel oder robots.txt schuld?
Ja, das ist die technische Ursache, die wir in der Praxis am häufigsten sehen. Oft aktiviert jemand während der Entwicklung eine Sperre und vergisst sie beim Livegang. Folglich bleibt die Website monatelang unsichtbar. Bleibt zum Beispiel in WordPress die Option aktiv, die Suchmaschinen abhalten soll, sendet die Website ein noindex Signal. Diesen Fall erklären wir Schritt für Schritt in unserem Beitrag zur WordPress Suchmaschinensperre.
Laut Google Dokumentation setzen Sie eine noindex Regel auf zwei Wegen. Der erste Weg ist ein Robots Metatag auf der Seite. Der zweite ist ein X-Robots-Tag im HTTP Header, den der Server sendet. Beide haben dieselbe Wirkung. Sehen Sie also im Quellcode kein Metatag, sollten Sie auch die Antwortheader des Servers prüfen.
Die Datei robots.txt funktioniert anders. Sie blockiert das Crawlen, nicht das Indexieren. Somit kann eine Seite, die robots.txt sperrt, manchmal trotzdem ohne Titel und Beschreibung in den Ergebnissen auftauchen. Andererseits darf robots.txt die Seite nicht sperren, damit eine noindex Regel wirkt. Sonst sieht Google das noindex Tag überhaupt nicht.
Zeigt Search Console den Status "Durch noindex Tag ausgeschlossen", lesen Sie unseren Beitrag zur Bedeutung dieses Status. Haben Sie die Sperre entfernt, starten Sie für die Startseite einen Livetest und beantragen Sie die Indexierung.
Warum erscheint eine neue Website nicht sofort für ihren Markennamen?
Ist Ihre Website erst seit einigen Tagen oder Wochen online, ist es sehr wahrscheinlich normal, dass sie bei der Markensuche fehlt. Google schreibt im eigenen Leitfaden, dass es einige Wochen dauern kann, bis es eine neue Website oder Änderungen bemerkt. Allerdings ist dieser Zeitraum keine feste Zahl. Er unterscheidet sich von Website zu Website.
Ein weiteres Problem neuer Websites: Google findet oft keinen Weg zu ihnen. Eine Domain ohne Links von anderen Websites, ohne Sitemap und ohne Property in Search Console entdeckt Google unter Umständen später. Deshalb lautet die erste Aufgabe bei einer neuen Website, sie in Search Console zu bestätigen und eine Sitemap einzureichen.
Zudem beschleunigen natürliche Links von seriösen Stellen die Entdeckung. Tragen Sie zum Beispiel Ihre Website in Ihre Social Media Profile, auf die Mitgliederseite Ihres Branchenverbands oder in Lieferantenverzeichnisse ein. So öffnen Sie Google weitere Wege zu Ihrer Website. Google rät ausdrücklich davon ab, für Links zu bezahlen; kaufen Sie also keine Links.
Die verbreitete Behauptung einer "Sandbox" für neue Websites prüfen wir in unserem Beitrag zur Google Sandbox. Kurz gesagt braucht eine neue Website Geduld und eine korrekte technische Basis. Fehlt eines davon, dauert das Warten länger.
Was passiert, wenn Ihr Firmenname ein gängiges Wort ist?
Heißt Ihre Firma etwa "Atlas", "Nordstern" oder "Hafen", liest Google die Suche eventuell als allgemeine Anfrage und nicht als Ihre Marke. Dann stehen Wörterbuchbedeutungen, Orte, andere Firmen oder Nachrichtenseiten oben. Auch wenn Ihre Website im Index ist, erreicht sie unter Umständen nicht die erste Seite.
Google sortiert die Ergebnisse nach den Seiten, die es für die Anfrage am relevantesten hält. Dabei berücksichtigt es auch Faktoren wie Standort, Sprache und Gerät der Nutzer. Folglich sehen zwei Nutzer in verschiedenen Städten für denselben Markennamen unter Umständen unterschiedliche Ergebnisse. Deshalb weichen auch Ihre eigenen Ergebnisse oft von denen Ihrer Kunden ab.
Für Marken mit gängigen Namen ist zunächst ein realistisches Ziel, bei Suchen aus Marke plus Unterscheidungswort zu erscheinen. Eine Suche wie "Atlas Logistik Hamburg" gewinnen Sie zum Beispiel viel leichter als "Atlas" allein. Danach entsteht mit wachsender Bekanntheit auch Raum für kürzere Anfragen.
Außerdem sollten Sie Ihre Marke auf der Startseite, im Title Tag und in Ihren Brancheneinträgen immer gleich schreiben. Varianten wie "Atlas Logistik", "Atlas Logistik GmbH" und "AtlasLog" erschweren es Google, sie einer einzigen Entität zuzuordnen.
Zeigt Google einen falschen Websitenamen für Sie an?
Manchmal erscheint Ihre Website zwar bei der Markensuche, doch statt Ihres Firmennamens steht dort die Domain oder ein ganz anderer Name. Dann sehen Nutzer Sie, erkennen Sie aber nicht, und es fühlt sich an, als wären Sie gar nicht da. Laut Googles Dokumentation zu Websitenamen wählt Google den Websitenamen vollständig automatisch.
Das stärkste Signal dafür sind strukturierte Daten vom Typ WebSite auf Ihrer Startseite. Daneben berücksichtigt Google og:site_name, das Title Element, Überschriften und weiteren Text der Startseite. Im WebSite Markup sind die Eigenschaften name und url Pflicht. In der Eigenschaft alternateName können Sie zudem alternative Namen nach Priorität angeben.
Ein weiteres wichtiges Detail: Das Markup gehört auf die Stammseite der Domain oder Subdomain. Im Beispiel von Google ist example.com/de/index.html nicht die Startseite. Außerdem unterstützt Google keine Websitenamen auf Ebene von Unterverzeichnissen. Daher teilen sich bei einer mehrsprachigen Website alle Sprachordner denselben Websitenamen.
Nach einer Änderung braucht Google unter Umständen einige Tage bis einige Wochen für das erneute Crawlen. Alle Details zu diesem Thema finden Sie in unserem Leitfaden zum falschen Websitenamen in Google.
Nennt Ihre Startseite den Firmennamen deutlich genug?
Selbst wenn technisch alles stimmt, tut sich Google mit der Zuordnung schwer, wenn Ihre Startseite den Firmennamen nicht klar nennt. Ein Beispielszenario sehen wir oft: Der Title Tag der Startseite lautet nur "Startseite", das Logo ist ein Bild und der Firmenname steht nirgends als Text auf der Seite.
Googles Leitfaden erinnert ausdrücklich daran, auf der Website Text zu verwenden und nicht nur Bilder oder Videos. Daher ist der Firmenname im Logo allein kein ausreichendes Signal. Schreiben Sie Ihren Namen mindestens im Title Tag, in der Hauptüberschrift und in einem kurzen Einleitungsabsatz der Startseite als Text.
Außerdem können Sie Google mit strukturierten Daten vom Typ Organization Ihren offiziellen Namen, Ihr Logo und Ihre Kontaktdaten sauber übergeben. Dieses Markup bringt allein keine Rankings. Dennoch hilft es Google, Sie als Entität zu erkennen. Das Konzept der Entität erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag zum Knowledge Graph.
Für einen schnellen Test nutzen Sie unseren SEO Check. Damit sehen Sie Title, Beschreibung und Überschriften Ihrer Startseite auf einem Bildschirm. So erkennen Sie fehlende Signale in wenigen Minuten.
Kann eine manuelle Maßnahme Ihre Markensuche beeinflussen?
Ja, das kann sie, allerdings kommt diese Ursache seltener vor als die anderen. Laut Dokumentation zum Bericht über manuelle Maßnahmen in der Search Console Hilfe verhängt Google eine manuelle Maßnahme, wenn ein menschlicher Prüfer feststellt, dass Seiten Ihrer Website gegen die Spamrichtlinien verstoßen. Dann ranken betroffene Seiten schlechter oder verschwinden ganz aus den Ergebnissen.
Die Dokumentation nennt ein wichtiges Detail: In den meisten Fällen sehen Nutzer keinen sichtbaren Hinweis. Das heißt, ein Besucher merkt nicht, dass Ihre Website betroffen ist. Er findet Sie einfach nicht. Sind Sie also plötzlich aus der Markensuche verschwunden, prüfen Sie unbedingt den Bericht zu manuellen Maßnahmen.
Steht dort eine Maßnahme, sehen Sie die betroffenen URL Muster. Beheben Sie das Problem auf allen betroffenen Seiten und wählen Sie dann Request Review. Google weist darauf hin, dass eine teilweise Behebung keine teilweise Rückkehr bringt. Die Prüfung dauert unter Umständen einige Tage oder einige Wochen.
Den ganzen Ablauf beschreiben wir in unserer Anleitung zum Aufheben einer manuellen Maßnahme. Regelwidrige Abkürzungen, etwa ein Umzug auf eine neue Domain, um der Maßnahme zu entgehen, gelten als Versuch, Googles Systeme zu umgehen, und verschlimmern die Lage.
Was geht nach einem Domainwechsel oder einer Weiterleitung kaputt?
Ein Domainwechsel oder Strukturumbau ist einer der stillen Gründe, warum eine Marke aus der Suche verschwindet. Fehlen zum Beispiel beim Umzug von der alten auf die neue Domain Weiterleitungen, schwankt Google eine Zeit lang zwischen beiden Adressen. In dieser Phase zeigt die Markensuche die alte Adresse, die neue oder keine von beiden.
Auch Googles Dokumentation zu Websitenamen erwähnt Weiterleitungen. Sieht der Googlebot die Weiterleitung, spiegelt der Websitename die Zielseite wider. Deshalb sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Startseite per dauerhafter Weiterleitung die richtige Adresse erreicht. Weiterleitungsketten und temporäre Weiterleitungen bremsen den Prozess.
Prüfen Sie nach einem Umzug diese Punkte:
- Führt die alte Startseite in einem einzigen, dauerhaften Schritt zur neuen Startseite?
- Haben Sie die neue Domain in Search Console bestätigt und die Sitemap eingereicht?
- Zeigen Canonical Tags noch auf die alte Domain?
- Steht in Ihrem Unternehmensprofil und in Ihren Social Media Profilen die neue Adresse?
Scheitert einer dieser Punkte, beheben Sie zuerst ihn. So verkürzen Sie die Zeit, in der Google zwischen zwei Adressen schwankt.
Warum sind Unternehmensprofil und Knowledge Panel wichtig?
Für Firmen mit fester Adresse oder klarem Einzugsgebiet sind Karten und Unternehmensdaten ein wichtiger Teil der Markensuche. Laut Googles Dokumentation zu Unternehmensdetails sammelt Google diese Angaben aus öffentlich verfügbaren Webquellen. Sie beeinflussen sie auf zwei Wegen: indem Sie Ihr Unternehmensprofil beanspruchen und indem Sie Ihre Website in Search Console bestätigen.
Haben Sie Ihr Unternehmensprofil bestätigt, ergänzen oder bearbeiten Sie Adresse, Kontaktdaten, Unternehmensart und Fotos. Diese Angaben erscheinen dann in Google Maps und im Knowledge Panel. Somit kann das Knowledge Panel Sie den Nutzern zeigen, selbst wenn Ihre Website bei der Markensuche weiter unten steht.
Enthält das Knowledge Panel falsche Angaben, können Sie als bestätigter offizieller Vertreter eine Aktualisierung anfragen. Google empfiehlt, nach einem Crawl mindestens eine Woche zu warten, bevor Sie falsche Angaben melden. Allerdings entscheidet Google selbst, ob das Panel überhaupt erscheint; garantieren können Sie das nicht.
Hinweis: Rankt ein Social Media Profil bei Ihrer eigenen Marke vor Ihrer Website, ist das ein eigenes Thema. Wir behandeln es in unserem Beitrag dazu, warum Instagram vor der Website steht.
Welches Symptom deutet auf welche Ursache hin?
Die folgende Tabelle ordnet die häufigsten Symptome ihren wahrscheinlichen Ursachen und dem ersten Prüfpunkt zu. Nutzen Sie sie bei der Diagnose als Checkliste.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Erster Prüfpunkt |
|---|---|---|
| Abfrage mit site: liefert nichts | Website nicht im Index oder sehr neu | Bestätigung in Search Console und Sitemap |
| Startseite fehlt, andere Seiten erscheinen | noindex oder fehlerhafte Weiterleitung auf der Startseite | Tool zur URL Prüfung und Livetest |
| Alle Seiten plötzlich verschwunden | Sperreinstellung, Regel in robots.txt oder manuelle Maßnahme | robots.txt und Bericht zu manuellen Maßnahmen |
| Website erscheint, aber mit Domain statt Name | Schwache oder widersprüchliche Namenssignale | Strukturierte Daten vom Typ WebSite |
| Andere Firmen und Wörterbuch stehen vorn | Gängiger Name, Wettbewerb | Suche mit Unterscheidungswort |
| Alte Domain erscheint weiterhin | Fehlende oder temporäre Weiterleitung | Weiterleitungskette und Canonical Tag |
| Sie erscheinen nur in manchen Städten | Standortabhängige Ergebnisse | Unternehmensprofil und lokale Signale |
Ein Symptom kann auf mehrere Ursachen hindeuten. Lesen Sie die Tabelle daher als Prüfreihenfolge und nicht als endgültiges Urteil.
Firmenname bei Google nicht gefunden: wie sieht der Plan Schritt für Schritt aus?
Nach der Diagnose zeigt Ihnen eine feste Reihenfolge, welcher Schritt gewirkt hat. Unser Team geht bei diesem Problem so vor:
- Bestätigen Sie Ihre Website in Search Console. Eine Domainproperty zeigt alle Subdomains an einem Ort.
- Prüfen Sie die Startseite im Tool zur URL Prüfung und starten Sie einen Livetest.
- Entfernen Sie noindex Metatag, X-Robots-Tag und Sperren in robots.txt.
- Prüfen Sie den Bericht zu manuellen Maßnahmen und lösen Sie eine Maßnahme zuerst.
- Reichen Sie die Sitemap ein und beantragen Sie die Indexierung der Startseite.
- Formulieren Sie Title Tag, Hauptüberschrift und Einleitung der Startseite klar mit Ihrem Firmennamen.
- Ergänzen Sie strukturierte Daten vom Typ WebSite und Organization und testen Sie sie.
- Aktualisieren Sie Unternehmensprofil und Social Media Profile mit demselben Namen und derselben Adresse.
- Beobachten Sie die Markenanfragen in Search Console über mehrere Wochen.
Die Reihenfolge ist bewusst gewählt. Die ersten fünf Schritte sorgen dafür, dass Google Sie sieht. Danach helfen die letzten vier, dass Google Sie richtig erkennt. Investitionen in Namenssignale lohnen sich nicht, solange die Sperre besteht. Fällt Ihnen die Umsetzung auf Ihrer Website schwer, übernimmt unsere SEO Beratung die Diagnose, behebt das Problem und verfolgt die Ergebnisse regelmäßig.
Wie beobachten Sie Markenanfragen in Search Console?
Nach den Korrekturen sollten Sie das Ergebnis mit Daten verfolgen und nicht schätzen. Der Leistungsbericht in Search Console zeigt, für welche Anfragen Ihre Website erscheint, wie viele Klicks sie erhält und wie die durchschnittliche Position aussieht. Tragen Sie Ihren Firmennamen in den Anfragefilter ein, dann sehen Sie die Markensuchen getrennt.
Berücksichtigen Sie auch verschiedene Schreibweisen Ihrer Marke. Zum Beispiel erscheinen Schreibweisen mit und ohne Umlaut, zusammen und getrennt oder als Abkürzung als eigene Anfragen. Diese Varianten bündeln Sie mit einem regulären Ausdruck in einem Filter; die Methode zeigt unser Beitrag zu Marken und Nichtmarkenanfragen.
Achten Sie beim Beobachten auf drei Signale:
- Steigen die Impressionen für Ihre Markenanfrage über null?
- Verbessert sich die durchschnittliche Position mit der Zeit?
- Gibt es Impressionen, aber keine Klicks: Stellen Titel und Websitename im Ergebnis Sie richtig dar?
So erkennen Sie, welche Korrektur gewirkt hat, und vermeiden unnötige Änderungen. Kurz gesagt erschwert jede ungemessene Änderung die nächste Diagnose.
Welche Fehler verschlimmern das Problem?
Firmen, die ihr Fehlen in der Markensuche bemerken, handeln oft gut gemeint, aber verschlimmern die Lage. Diese Fehler sehen wir in der Praxis am häufigsten:
- Theme, Domain und Inhalte ohne Diagnose gleichzeitig ändern.
- Den Indexierungsantrag immer wieder senden. Das beschleunigt nichts.
- Billige Linkpakete kaufen. Google wertet das als Verstoß gegen die Spamrichtlinien.
- Den Markennamen unnatürlich oft auf jeder Seite wiederholen.
- Bei einer manuellen Maßnahme auf eine neue Domain ausweichen.
- Auf Social Media Profilen, in Brancheneinträgen und auf der Website verschiedene Firmennamen nutzen.
Allen Fehlern gemeinsam ist die Suche nach Abkürzungen. Allerdings sagt Google klar, dass es kein Geld annimmt, um eine Website häufiger zu crawlen oder besser zu platzieren. Daher führt nur ein Weg dauerhaft zum Ziel: Sperren entfernen und Signale vereinheitlichen.
Zudem bringt Werbung Sie bei der Markensuche vorübergehend nach oben. Dennoch laufen Anzeigen getrennt von den organischen Rankings. Stoppen Sie die Anzeigen, bleibt das organische Problem genau dort, wo es war.
Beispielszenario: wie erholte sich example.com bei der Markensuche?
Der Fall in diesem Abschnitt ist ein reines Beispielszenario und beschreibt keinen echten Kunden. Stellen Sie sich vor, ein Möbelhändler namens example.com startet seine neue Website. Drei Wochen später erscheint er bei der Suche nach seinem Firmennamen immer noch nicht.
Zunächst startet das Team eine Abfrage mit site: und erhält kein Ergebnis. Dann zeigt das Tool zur URL Prüfung für die Startseite "URL is not on Google". Der Livetest deckt eine noindex Regel auf der Seite auf. Die Sperre aus der Entwicklungsphase blieb beim Livegang aktiv.
Danach schaltet das Team die Sperre ab, wiederholt den Livetest und beantragt die Indexierung. Anschließend reicht es die Sitemap ein und ändert den Title der Startseite von "Startseite" in Firmenname plus Tätigkeitsfeld. Außerdem ergänzt es strukturierte Daten vom Typ WebSite und gleicht die Adresse im Unternehmensprofil mit der Website ab.
In den folgenden Wochen tauchen erste Impressionen für die Markenanfrage auf. Entscheidend ist in diesem Szenario, dass eine einzige Einstellung das Problem auslöste und das Team genau diese zuerst behob. Hätte es mit Content oder Linkaufbau begonnen, hätte es wochenlang umsonst gewartet.
Wann sollten Sie professionelle Hilfe holen?
Die meisten Schritte oben setzen Sie selbst um. Allerdings verkürzt in manchen Fällen ein Blick von außen den Prozess. Technische Erfahrung zählt zum Beispiel dann, wenn eine versteckte noindex Regel in den Serverheadern steckt, die Weiterleitungskette kompliziert ist oder der Bericht zu manuellen Maßnahmen einen Eintrag zeigt.
Zudem ist das Problem bei einem gängigen Firmennamen eher strategisch als technisch. Dann brauchen Sie einen Contentplan, lokale Signale und einen einheitlichen Markenauftritt. Diese Arbeit dauert mehrere Monate und verlangt regelmäßige Messung.
Talha Aslan und Team arbeiten seit 2012 an solchen Sichtbarkeitsproblemen. Trotzdem garantieren wir nie Rankings, denn das Ergebnis hängt von Googles eigener Bewertung ab. Unser Versprechen lautet: Ursache finden, beheben und Ergebnisse transparent berichten. Möchten Sie Ihre Website gemeinsam mit uns prüfen, fordern Sie auf unserer Seite zur SEO Beratung ein Angebot an. Danach klären wir Umfang und Zeitrahmen passend zu Ihrem Bedarf.
Worauf sollten Sie sich zusammengefasst konzentrieren?
Fehlt Ihr Firmenname in der Google Suche, lässt sich das meist beheben. Zunächst prüfen Sie, ob Google Ihre Website überhaupt sieht: Indexstatus, noindex, robots.txt und manuelle Maßnahmen. Danach prüfen Sie, ob Google Sie richtig erkennt: Text der Startseite, Markup für den Websitenamen, Unternehmensdaten und eine einheitliche Schreibweise der Marke.
Die wichtigste Regel lautet, beide Phasen nicht zu vermischen. So sparen Sie Zeit und messen die Wirkung jeder Änderung. Außerdem ist Sichtbarkeit für die eigene Marke keine einmalige Aufgabe. Ein Theme Update, ein Pluginwechsel oder ein Serverumzug aktiviert zum Beispiel unter Umständen wieder eine Sperre. Prüfen Sie deshalb einmal im Monat die Abfrage mit site: und das Tool zur URL Prüfung.
Schließlich brauchen Sie Geduld. Google benötigt eventuell Tage oder Wochen, um Ihre Website erneut zu crawlen und zu bewerten. In dieser Zeit sind regelmäßig beobachtete Daten aus Search Console der verlässlichste Hinweis, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.
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