Die Website einer Versicherungsagentur oder eines Maklers wird meist dann geöffnet, wenn ein Vertrag ausläuft oder sich das Leben ändert, und innerhalb weniger Minuten wird daraus eine Anfrage oder ein Besuch beim Vergleichsportal. In diesem Moment sucht der Besucher drei Antworten: Kümmert sich dieser Vermittler um meine Sparte, mit welchen Versicherern arbeitet er, und wie aufwendig ist eine Anfrage.
In diesem Ratgeber beschreiben wir, Talha Aslan und Team, die Entscheidungen, die wir bei der Planung einer Vermittlerwebsite treffen, in der Reihenfolge, in der sie anfallen. Jeder Abschnitt enthält ein Kriterium für Ihre aktuelle Website, einen konkreten Schritt oder eine Frage, die Sie jeder Agentur stellen können.
01Mit den Sparten beginnen, die das Geschäft tragen
Der Aufbau der Website beginnt bei den zwei oder drei Sparten, die den Großteil der Courtage oder Provision bringen; eine Website, die zwölf Sparten gleich gewichtet, fällt bei keiner auf. Ein Makler mit Schwerpunkt auf Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge und ein Makler für Gewerbekunden brauchen eine andere Startseite, ein anderes Formular und eine andere Ansprache.
Vor dem Planungsgespräch bitten wir Sie, diese Fragen schriftlich zu beantworten:
- Bestand: Welche drei Sparten haben im letzten Jahr den größten Teil des Umsatzes gebracht, und welche wollen Sie ausbauen.
- Zielkunden: Privatkunden, Handwerksbetriebe oder Einkäufer größerer Firmen; jede Gruppe braucht einen anderen ersten Bildschirm.
- Wege zu Ihnen: Kommen Kunden vor allem über Empfehlung, über die Karte oder über die Suche.
- Kapazität: Wer beantwortet eine neue Anfrage noch am selben Tag, und über welchen Kanal.
Die Antworten bestimmen die ersten Spartenkacheln auf der Startseite, die Reihenfolge im Menü und die Sparten, die ein ausführliches Anfrageformular erhalten. Prioritäre Sparten bekommen tiefe Seiten, die übrigen starten mit einer kurzen Seite und einem Rückrufwunsch. In unseren branchenspezifischen Webdesign Projekten ist diese Liste die Grundlage des Umfangs, denn sie bestimmt Seitenzahl und Zeitplan stärker als jede andere Entscheidung.
Ein Beispiel: Ein Makler, dessen Bestand vor allem aus Betriebshaftpflicht für Handwerker besteht, setzt mit einem Kfz Angebot auf der Startseite das falsche Signal. Dort gehören Gewerbeversicherungen, die Anfrage für ein Risikogespräch und typische Bedarfe nach Gewerk hin.
02Was auf eine Spartenseite gehört
Eine gute Spartenseite beantwortet die ersten fünf Fragen eines Kunden zu dieser Versicherung ohne Anruf und führt am Ende zum passenden Anfrageformular. Eine Seite zur Hausratversicherung sollte nicht mit einer Lexikondefinition beginnen, sondern mit dem, was die Entscheidung erleichtert.
Diese Bausteine empfehlen wir für jede Spartenseite:
- Kurze Antwort: Was die Versicherung schützt und für wen sie typischerweise sinnvoll ist, in zwei Sätzen.
- Leistungen und Ausschlüsse: Was meist abgedeckt ist und was nicht, mit dem klaren Hinweis, dass es auf den Vertrag ankommt.
- Angaben für das Angebot: Bei Kfz Fahrzeugdaten und Schadenfreiheitsklasse, bei Hausrat Wohnfläche und Adresse, als Liste zum Vorbereiten.
- Häufige Fragen: Die vier oder fünf Fragen, die Ihr Team am Telefon am häufigsten hört, kurz beantwortet.
- Anfrageformular: Die Sparte ist vorausgewählt, der erste Schritt bleibt kurz.
Vorsicht bei Sätzen mit Zahlen. Beitragsbeispiele, Grenzen und Regeln ändern sich, und eine veraltete Angabe kostet Glaubwürdigkeit. Wir übernehmen nur Zahlen mit bekannter Quelle und Datum und hinterlassen Ihnen eine Liste, die Sie zu Jahresbeginn prüfen.
Schreiben Sie Überschriften in den Worten, die Kunden tatsächlich verwenden. Manche suchen „BU Versicherung“, andere „Berufsunfähigkeitsversicherung“; beide Formen natürlich im Text helfen der Seite bei beiden Suchen. Verlinken Sie verwandte Sparten untereinander, etwa Hausrat mit Wohngebäude.
03Das Anfrageformular in zwei Schritten
Das Anfrageformular fragt im ersten Schritt nur Kontaktdaten und Sparte ab; alles, was das Angebot selbst braucht, folgt im zweiten Schritt. Wer sich nur orientieren will, gibt Geburtsdatum, Vorschäden und Fahrzeugdaten nicht preis, bevor er dem Vermittler vertraut.
So bauen wir den Ablauf auf:
- Erster Bildschirm: Name, Telefon und Sparte, dazu der Link zu den Datenschutzhinweisen und eine getrennte Einwilligung für Werbung.
- Die Anfrage wird gespeichert, sobald der erste Schritt abgeschickt ist; Ihr Team kann anrufen, auch wenn der zweite Schritt nie folgt.
- Zweiter Bildschirm: nur die Felder, die das Angebot dieser Sparte braucht.
- Letzter Bildschirm: wann und über welchen Kanal Sie sich melden, auf Wunsch mit einer bevorzugten Rückrufzeit.
Stellen Sie zu jedem Feld die Frage: Können wir ohne diese Angabe ein Angebot erstellen. Wenn ja, fällt das Feld weg oder wird im Gespräch erfragt. Für Angaben wie die HSN und TSN des Fahrzeugs hilft ein kurzer Hinweis, wo sie im Fahrzeugschein stehen; wer nicht weiß, wo er suchen soll, bricht ab. Füllen Sie das Formular vor dem Livegang selbst auf dem Smartphone aus und prüfen Sie, ob sich bei Zahlenfeldern die Zifferntastatur öffnet.
Auch Fehlermeldungen gehören zum Formular. Statt „ungültige Eingabe“ sagen Sie, was zu korrigieren ist, und löschen Sie bei einem Fehler nie die bereits eingegebenen Daten.
04Status, Registrierung und Erstinformation
Die Website eines Versicherungsvermittlers muss klar zeigen, dass der Besucher mit einem Vermittler spricht und nicht mit dem Versicherer, und welchen Status dieser Vermittler hat. In Deutschland ergeben sich daraus mehrere konkrete Pflichten, die schon im Entwurf ihren Platz brauchen.
Was das in der Praxis bedeutet:
- Registrierung: § 34d GewO verpflichtet Vermittler, sich unverzüglich nach Aufnahme der Tätigkeit in das Vermittlerregister eintragen zu lassen; die Registernummer gehört gut sichtbar auf die Website.
- Erstinformation: § 15 VersVermV verlangt beim ersten Geschäftskontakt unter anderem Name, Anschrift, Status als Vertreter oder Makler, Registernummer und Schlichtungsstelle; wir legen sie als eigene Seite und als Download an und verlinken sie bei jedem Formular.
- Impressum: Die Anbieterkennzeichnung folgt § 5 DDG, das seit 14. Mai 2024 das TMG ersetzt; ein veralteter Verweis auf das TMG ist ein schnell behebbarer Fehler.
- Österreich und Schweiz: Dort gelten eigene Register und Informationspflichten; die genauen Angaben klären Sie vor dem Entwurf mit Ihrem Berater oder Ihrer Kammer.
Auch die Sprache zählt. „Ihr Vertrag wird bei einem unserer Partnerversicherer abgeschlossen“ ist genauer als „wir versichern Sie“. Ein Vermittler, der die Farben und das Logo eines Versicherers als eigene Identität nutzt, verwischt genau den Unterschied, den die Erstinformation herstellen soll. Die endgültigen Texte prüft Ihr Anwalt oder Ihr Verband.
05Die Seite mit Versicherern und Vermittlerstatus
Die Versichererseite ist keine Logoleiste, sondern erklärt, mit welchen Gesellschaften Sie arbeiten und in welcher Rolle. Für Kunden ist entscheidend, ob ein gebundener Vertreter für einen Versicherer tätig ist oder ein Makler im Auftrag des Kunden mehrere Anbieter vergleicht.
Diesen Aufbau empfehlen wir:
- Versicherer und Sparten: Neben jedem Namen die Sparten, die Sie dort vermitteln.
- Ihre Rolle: In einfachen Worten, ob Sie als Vertreter oder als Makler handeln und was das für den Kunden bedeutet.
- Stand der Angaben: Eine Zeile, wann die Seite zuletzt geprüft wurde.
- Logos: Nur mit Erlaubnis der Gesellschaft; sonst steht der Name als Text.
Das eigentliche Risiko ist, dass die Seite nach dem Livegang vergessen wird. Legen Sie von Anfang an fest, wer sie aktualisiert, wenn eine Zusammenarbeit endet oder eine neue beginnt. Wir bauen die Seite so, dass sie im Verwaltungsbereich ohne Programmierkenntnisse gepflegt werden kann. Spartenseiten können eine kurze Liste „Unsere Versicherer für diese Sparte“ aus demselben Datensatz beziehen; so widersprechen sich zwei Seiten nie.
Für Makler ist diese Seite zugleich ein Argument. Sie kann erklären, wie Sie Angebote vergleichen, sollte aber nicht zusagen, welcher Versicherer ein Angebot abgeben wird, denn das hängt vom einzelnen Antrag ab.
06Datenschutz, Gesundheitsangaben und Einwilligung
Im Anfrageformular sammelt eine Vermittlerwebsite die meisten personenbezogenen Daten; deshalb braucht es den sorgfältigsten Aufbau. Gesundheitsangaben, etwa für Berufsunfähigkeit oder Krankenzusatz, sind besonders sensibel und gehören nicht in ein beiläufiges Webformular.
Diese Trennungen setzen wir um:
- Sparsame Datenerhebung: Nur die Felder, die das Angebot der jeweiligen Sparte braucht.
- Gesundheitsangaben: Statt ausführlicher Gesundheitsfragen im Formular ein Rückrufwunsch; Details klärt das Beratungsgespräch.
- Getrennte Einwilligungen: Datenschutzhinweise und Einwilligung für Werbung sind getrennt, Kästchen nie vorausgewählt.
- Dienstleister: Für Formulardienste, CRM oder Terminbuchung schließen Sie nach Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Formulardaten als einfache E-Mail an mehrere Personen zu verteilen, ist die am häufigsten übersehene Schwachstelle. Anfragen über eine verschlüsselte Verbindung in einem Bereich zu sammeln, den nur berechtigte Mitarbeiter öffnen, verbessert Sicherheit und Nachverfolgung zugleich. Die Texte schreibt Ihr Datenschutzberater; wir sorgen dafür, dass sie an der richtigen Stelle stehen.
Für Cookies gilt § 25 TDDDG: Das Speichern und Auslesen nicht notwendiger Informationen auf dem Gerät braucht eine Einwilligung. Google verlangt für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum zudem den Consent Mode für Funktionen zur Messung und für personalisierte Werbung. Prüfen Sie auf dem Smartphone, dass der Cookie Banner das Formular nicht verdeckt.
07Was nach dem Eingang einer Anfrage passiert
Mit der Anfrage ist die Arbeit der Website nicht getan; wer sie erhält und wie schnell geantwortet wird, zählt so viel wie das Formular selbst. Kunden fragen oft am selben Tag bei mehreren Vermittlern an, und wer sich zuerst meldet, führt häufig das erste Gespräch.
Diese Punkte legen wir bei der Planung fest:
- Sparte als Kennzeichen: Jede Anfrage wird mit der Spartenseite und dem Formular gespeichert, aus dem sie kam.
- Zuständigkeit: Kfz Anfragen gehen an das Privatkundenteam, Gewerbeanfragen an den Firmenkundenbereich.
- Benachrichtigung: Die zuständige Person erfährt sofort von neuen Anfragen; Anfragen außerhalb der Bürozeit stehen am nächsten Morgen oben.
- Status: Stufen wie angerufen, Angebot verschickt, abgeschlossen oder verloren werden markiert.
Eine kleine Agentur kommt mit einer einfachen Übersicht aus, ein wachsendes Maklerbüro braucht eher die Anbindung an sein Maklerverwaltungsprogramm oder CRM. Solche Anbindungen, auch an Vergleichsrechner oder Schnittstellen der Versicherer, planen wir als eigenen Posten in der Softwareentwicklung; eine Anbindung ohne berechtigten Zugang sagen wir nicht zu. Ihr Kriterium: Sehen Sie jede Woche, wie lange eine Anfrage bis zur ersten Antwort gewartet hat.
08Vertragsabläufe und Wechselzeiten vorbereiten
Ein großer Teil der Arbeit eines Vermittlers hängt an Vertragsabläufen und Wechselzeiten; die Website sollte Kunden helfen, diese Termine im Blick zu behalten. In der Kfz Versicherung kommen Kunden jedes Jahr mit derselben Frage, und auch bei Hausrat oder Haftpflicht stellt sich regelmäßig die Frage nach dem passenden Tarif.
Einige konkrete Bausteine:
- Erinnerung auf Wunsch: Besucher hinterlassen den Ablaufmonat und den bevorzugten Kanal, mit eigener Einwilligung für die Erinnerung.
- Weg für Bestandskunden: Ein Button „Vertrag prüfen lassen“ führt zu einem kürzeren Ablauf als das Formular für Neukunden.
- Dauerhafte Seiten: Eine feste Seite je Sparte wird jedes Jahr aktualisiert, statt jede Saison eine neue anzulegen; so bleibt ihre Suchhistorie erhalten.
- Kampagnenseite: Für bezahlte Werbung geht eine Landingpage mit einem einzigen Ziel online, ohne die Hauptseite zu verändern.
Erinnerungen setzen eine sauber eingeholte Einwilligung voraus; eine Bestätigung per E-Mail vor dem ersten Versand schafft Klarheit, wer zugestimmt hat. Ob die Erinnerung per E-Mail, SMS oder WhatsApp kommt, hängt von Ihren eigenen Systemen ab; die Website sammelt Anfrage und Einwilligung korrekt ein. Prüfen Sie, ob Ihre Auswertung Anfragen von Bestandskunden und Neukunden getrennt zeigt.
09Ein Ratgeber für den Schadenfall
Die Schadenseite öffnen Kunden in ihrem stressigsten Moment, und genau dort entsteht oft Bindung. Sie sollte eine Checkliste sein, die man am Straßenrand auf dem Smartphone abarbeiten kann, kein langer Text.
Ein Beispiel für einen Verkehrsunfall:
- Unfallstelle absichern, für Sicherheit sorgen und bei Bedarf den Notruf wählen.
- Fotos von Unfallstelle und Fahrzeugen machen, Daten mit dem Unfallgegner austauschen.
- Zeugen notieren und, falls die Polizei kommt, das Aktenzeichen festhalten.
- Auf dieser Seite nachsehen, wie und mit welchen Angaben Sie Ihren Vermittler informieren.
- Die Unterlagen der Liste bereitlegen, etwa Versicherungsnummer, Fotos und Kostenvoranschläge.
Einbruch, Brand und Leitungswasser erhalten eigene Abschnitte im selben Aufbau. Ganz oben steht eine Schadenhotline oder ein WhatsApp Button, erreichbar ohne Menü; in diesem Moment will niemand suchen. Wenn Sie Schadennummern der Versicherer aufführen, prüfen Sie diese mindestens einmal im Jahr. Ein Hinweis, dass Schäden zügig gemeldet werden sollten und die genauen Pflichten im eigenen Vertrag stehen, erspart viele Rückfragen.
Ein kurzes Formular am Ende, mit Versicherungsnummer und Kontaktwunsch, lässt die Nachbetreuung schon auf der Website beginnen. Verlinken Sie die Seite zudem in Policenunterlagen und Erinnerungen, damit Kunden sie im Ernstfall nicht suchen müssen.
10Lokale Suche und Google Unternehmensprofil
Viele Kunden suchen mit Stadtnamen oder nach „Versicherungsmakler in der Nähe“; um dort zu erscheinen, müssen Website und Google Unternehmensprofil dieselbe Geschichte erzählen. Lokale Sichtbarkeit entsteht weniger durch eine einzelne Seite als durch Details, die sich gegenseitig stützen.
Diese Punkte sollten Sie prüfen:
- Name: Nach den Richtlinien von Google muss der Profilname dem tatsächlichen Namen entsprechen; Zusätze wie „günstige Kfz Versicherung“ gefährden das Profil.
- Einheitliche Angaben: Firmenname, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten auf Website, Profil und Verzeichnissen identisch.
- Kategorie und Leistungen: Passende Kategorie für Makler oder Agentur, Sparten als einzelne Leistungen eingetragen.
- Strukturierte Daten: Name, Adresse und Öffnungszeiten für Suchmaschinen ausgezeichnet; mit unserem Schema Generator können Sie die Auszeichnung prüfen.
Ein Vermittler mit mehreren Standorten braucht je Standort eine Kontaktseite und ein eigenes Profil. Makler, die Firmenkunden vor Ort besuchen und keine Besucher empfangen, können ihre Adresse als Unternehmen mit Einzugsgebiet ausblenden. Regelmäßige, persönliche Antworten auf Bewertungen halten ein Profil lebendig. Bitten Sie zufriedene Kunden nach einem gut abgewickelten Schaden um eine Bewertung; in diesem Moment ist die Erfahrung am konkretesten.
Die weitere Arbeit an Inhalten und technischen Grundlagen übernimmt unsere Suchmaschinenoptimierung.
11Geschwindigkeit und Bedienbarkeit auf dem Smartphone
Ein großer Teil der Anfragen kommt vom Smartphone; deshalb gestalten wir Spartenseiten und Formulare zuerst für den kleinen Bildschirm und passen sie danach für den Desktop an. Eine Seite, die langsam lädt oder deren Felder springen, verliert Besucher vor dem zweiten Schritt.
Google definiert drei Grenzwerte der Core Web Vitals, die bei mindestens 75 Prozent der Aufrufe erreicht werden sollten:
- LCP: Ladezeit des größten sichtbaren Inhalts; gut sind 2,5 Sekunden oder weniger.
- INP: Reaktionszeit der Seite auf eine Eingabe; gut sind 200 Millisekunden oder weniger.
- CLS: Verschiebung von Elementen beim Laden; gut ist ein Wert von 0,1 oder weniger.
Auf Vermittlerwebsites bremsen vor allem schwere Bildslider, viele unkomprimierte Versichererlogos und Chat Widgets. Logos klein und in einem modernen Format auszuliefern und den Chat erst beim Antippen zu laden, macht einen sichtbaren Unterschied. Testen Sie Ihre aktuelle Website mit unserem Test auf mobile Nutzbarkeit und füllen Sie danach das Formular über mobile Daten aus.
Bedienbarkeit ist ein eigenes Thema. Telefon und WhatsApp Button gehören dorthin, wo der Daumen sie leicht erreicht, das Spartenmenü sollte mit zwei Fingertipps auskommen, Schrift und Schaltflächen müssen groß genug sein; auch ältere Kunden nutzen diese Websites.
12Messen, welche Sparte Anfragen bringt
Die Messung soll zeigen, welche Spartenseite und welche Quelle Anfragen bringen, nicht nur Besucherzahlen. Ohne diese Information entscheiden Sie nach Gefühl, wohin Inhalte und Werbebudget fließen.
Diese Conversions richten wir im Rahmen der Einwilligung ab dem ersten Tag ein:
- Formulare: Mit Sparte, erster und zweiter Schritt getrennt.
- Anrufe: Antippen der Telefonnummer auf dem Smartphone.
- WhatsApp Klicks: Mit der Seite, von der sie kamen.
- Schadenseite: Nutzung durch Bestandskunden, getrennt erfasst und nie als Neugeschäft gezählt.
Schalten Sie Suchanzeigen für Kfz oder Hausrat, sollte die Anzeige auf einer Kampagnenseite landen und das Keyword jeder Anfrage sichtbar sein. Der Qualitätsfaktor in Google Ads setzt sich aus erwarteter Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage zusammen. Google beschreibt ihn als Diagnosewerkzeug, nicht als direkte Größe in der Auktion; eine schwache Bewertung der Landingpage zeigt dennoch, dass die Seite das Versprechen der Anzeige nicht einlöst. Kampagnen richten wir in unserer Google Ads Betreuung gemeinsam mit der Messung auf der Website ein.
Schauen Sie einmal im Monat je Sparte auf drei Zahlen: Anfragen, daraus entstandene Abschlüsse und Quelle. Besucher ohne Einwilligung fehlen teilweise in der Analyse; maßgeblich ist daher die Zahl in Ihrer Anfrageübersicht.
13Häufige Fehler auf Websites von Versicherungsvermittlern
Die meisten Fehler auf Vermittlerwebsites entstehen nicht im Design, sondern dadurch, dass die Website wie eine Broschüre gedacht wird. Die häufigsten, jeweils mit der besseren Lösung:
- Alle Sparten auf einer Seite: Google erkennt nicht, welche Seite die Frage zur Berufsunfähigkeit beantwortet; geben Sie jeder wichtigen Sparte eine eigene Seite.
- Geburtsdatum und Vorschäden im ersten Schritt: Wer sich nur orientiert, bricht ab; verschieben Sie diese Angaben in den zweiten Schritt.
- Erstinformation nur als vergessenes PDF: Sie ist schwer zu finden und veraltet; pflegen Sie sie als Seite und verlinken Sie sie bei jedem Formular.
- Veraltete Logoleiste: Ein Versicherer bleibt jahrelang sichtbar, obwohl die Zusammenarbeit endete; geben Sie der Liste ein Prüfdatum und einen Verantwortlichen.
- Anfragen per E-Mail an alle: Niemand weiß, wer geantwortet hat, Daten verteilen sich; sammeln Sie Anfragen in einer Übersicht mit klarer Zuständigkeit.
- Hilfe im Schadenfall nur telefonisch: Nach jedem Unfall kommen dieselben Fragen; veröffentlichen Sie auf der Website eine Anleitung, die Schritt für Schritt durch den Schadenfall führt.
Gehen Sie diese Liste mit Ihrer aktuellen Website durch. Treffen drei oder mehr Punkte zu, liegt das Problem im Aufbau, nicht im Inhalt, und eine neue Planung von Seiten und Formularen bringt mehr als kleine Korrekturen. Entscheiden Sie sich für einen Neubau, listen Sie vorab alle alten Adressen auf und planen Sie Weiterleitungen, damit Seiten mit Suchhistorie ihren Wert behalten.
14Fragen an Ihre Agentur und der nächste Schritt
Die passende Agentur für die Website eines Versicherungsvermittlers bespricht Spartenseiten, das zweistufige Formular, Pflichtangaben und Messung schon im Angebot schriftlich. Ein Angebot, das mit einem Gestaltungsentwurf beginnt und diese Entscheidungen auf später verschiebt, lässt den wichtigsten Teil offen.
Stellen Sie jeder Agentur diese Fragen:
- Welche Sparten erhalten eine eigene Seite, und welchem inhaltlichen Aufbau folgt jede Seite.
- Welche Felder stehen im ersten und zweiten Schritt des Formulars, und wo werden Anfragen gespeichert.
- Wie werden Erstinformation, Registernummer, Impressum und Versichererseite umgesetzt, und wer hält sie aktuell.
- Welche Conversions werden gemessen, und wer sieht den Bericht wie oft.
- Wer übernimmt nach dem Livegang inhaltliche und technische Aktualisierungen.
Projekte aus der Versicherungsbranche und anderen vertrauensintensiven Bereichen finden Sie auf unserer Referenzseite. Den Umfang unserer Festpreispakete sehen Sie im Preisbereich der Webdesign Seite. Für Umfang und Angebot zu Ihrem Betrieb schreiben Sie uns Ihre Sparten und Versicherer über die Kontaktseite; mit Vermittlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten wir vollständig per Videocall, und im ersten Gespräch klären wir die Fragen dieses Ratgebers gemeinsam und halten die passende Struktur für Seiten und Formulare danach schriftlich fest.