Wer die Website einer Renovierungsfirma öffnet, hat meist schon ein konkretes Anliegen: ein undichtes Bad, eine abgewohnte Küche, eine Wohnung, die vor dem Einzug neu gestrichen werden muss. Vor dem Anruf möchte die Person wissen, wer in der eigenen Wohnung arbeiten wird, wie lange es dauert und wie der Raum danach aussieht. Die Website soll diese drei Fragen beantworten, bevor das Telefon klingelt.
In diesem Ratgeber beschreiben wir, Talha Aslan und Team, die Entscheidungen, die wir bei Websites für Renovierungsfirmen, Malerbetriebe und Sanierungsfirmen treffen, und zwar in der Reihenfolge, in der Kunden entscheiden. Jeder Abschnitt enthält etwas, das Sie heute auf Ihrer Website prüfen können, einen Schritt für Ihr Team auf der Baustelle oder eine Frage an Ihre Agentur.
01Leistungen so aufteilen, wie Kunden suchen
Gliedern Sie Ihre Leistungsseiten nach den Arbeiten, die Kunden suchen, nicht nach Ihrer internen Arbeitsteilung. Ihr Team spricht vielleicht von Nassbereich und Ausbau; Kunden tippen „Badsanierung“ oder „Wohnung renovieren lassen“ in die Suche. Menü und Seitennamen sollten deren Worte verwenden.
Um zu entscheiden, welche Arbeit eine eigene Seite bekommt, zählen Sie die Anfragen der letzten zwölf Monate nach Art der Arbeit. Telefonnotizen, Chats und Ihr E-Mail Postfach genügen dafür. Danach prüfen wir jede Leistung anhand von vier Kriterien:
- Nachfrage: Kommen für diese Arbeit regelmäßig Anrufe, Nachrichten und Besichtigungswünsche.
- Inhalt: Unterscheiden sich Umfang, Material und Ablauf so stark, dass mehrere Absätze zusammenkommen.
- Eigener Nachweis: Gibt es mindestens zwei abgeschlossene Projekte dieser Art, die Sie zeigen dürfen.
- Kapazität und Ziel: Wollen Sie diese Arbeit ausbauen, und kann Ihr Team zusätzliche Aufträge übernehmen.
Leistungen, die diese Prüfung nicht bestehen, bleiben ein Zwischentitel auf einer verwandten Seite. Das Erneuern von Fugen etwa wird auf der Seite zur Badsanierung erklärt, statt eine dünne eigene Seite zu bekommen. Die Komplettrenovierung steht über den einzelnen Gewerken: Sie erklärt den gesamten Ablauf und verweist auf jede Leistungsseite.
Prüfen Sie zum Schluss, ob jede Seite genau eine Suchabsicht bedient. Eine Seite „Küche und Bad“ beantwortet beide Suchen nur halb; zwei verlinkte Seiten zeigen Lesern und Suchmaschinen einen klaren Weg.
02Was eine gute Leistungsseite enthält, und in welcher Reihenfolge
Eine Leistungsseite beantwortet die Fragen, die Ihnen bei der Besichtigung gestellt werden, schon vor der Besichtigung. Wer Ihre Seite zur Badsanierung liest, sollte dort finden, was entfernt wird, mit welchen Materialien Sie arbeiten, wie viele Tage das Bad nicht nutzbar ist und wie man einen Termin anfragt.
Diese Lesereihenfolge verwenden wir für Leistungsseiten:
- Umfang: Was zur Leistung gehört und was gesondert behandelt wird, etwa ob neue Leitungen enthalten sind.
- Arbeitsschritte: Rückbau, Installation, Abdichtung, Fliesen und Montage, jeweils mit einem Satz dazu, was in der Wohnung passiert.
- Was die Dauer bestimmt: Statt einer festen Zahl die Faktoren, die die Arbeit verlängern oder verkürzen, etwa ob das gewählte Material vorrätig ist.
- Materialauswahl: Die Produktgruppen, mit denen Sie arbeiten, und worauf Kunden bei der Wahl achten sollten.
- Beispielprojekte: Zwei oder drei Projekteinträge zu genau dieser Leistung.
- Fragen und Anfrage: Die vier oder fünf häufigsten Fragen am Telefon und darunter das Anfrageformular.
Schreiben Sie die Seite gemeinsam mit Ihrem Vorarbeiter. Ein Satz wie „Nach dem Rückbau messen wir das Gefälle des Bodens, weil das Wasser zum Ablauf laufen muss“ steht in keiner Vorlage, und genau er überzeugt beim Lesen. Lange Seiten lassen sich auf dem Handy gut lesen, solange klare Zwischentitel sie gliedern.
03Mit der Preisfrage auf der Website umgehen
Preise zu veröffentlichen ist eine Entscheidung; gar nicht zu erklären, wovon der Preis abhängt, ist eine Lücke. Die Kosten sind meist das Erste, was Kunden verstehen wollen, und eine Seite, die das Thema übergeht, schickt sie zu einem Mitbewerber, der es wenigstens erklärt.
Ein einziger Preis pro Quadratmeter wirkt verlockend, doch bei einer Renovierung bedeuten gleiche Flächen sehr unterschiedliche Arbeiten. Ein Bad mit komplett neuen Leitungen und eines, in dem nur die Fliesen getauscht werden, passen nicht zur selben Zahl. Nennen Sie statt einer Zahl die Faktoren, die den Preis bewegen:
- Bestand der Leitungen: Ob Wasser und Elektrik erneuert werden müssen oder bleiben können.
- Materialklasse: Wie die Wahl von Fliesen, Armaturen und Möbeln die Summe verändert.
- Rückbau und Entsorgung: Entfernen alter Beläge und Abtransport des Bauschutts.
- Gebäude: Zugang, Aufzug, Parkmöglichkeit, Ruhezeiten im Haus und Raumhöhe.
- Bewohnte Wohnung: Zusätzlicher Schutz und Reinigung, wenn die Familie während der Arbeiten bleibt.
Erklären Sie unter der Liste, wie Ihr Angebot entsteht: wie viele Tage nach der Besichtigung es kommt und welche Positionen es enthält. Kunden sehen dann keine Zahl, aber eine Methode, und können Sie fair mit anderen Betrieben vergleichen.
Wenn Sie doch Preise nennen, schreiben Sie dazu, welchen Umfang sie abdecken und was sie verändert. Eine Zahl, die sich bei der Besichtigung völlig ändert, kostet mehr Vertrauen als gar keine.
04Das Anfrageformular und die ersten Stunden danach
Das Anfrageformular soll verhindern, dass das erste Telefonat nur dem Sammeln von Grunddaten dient; es sollte deshalb kurz sein und die richtigen Dinge fragen. In unseren Projekten bewährt sich ein Formular in Schritten: zuerst Arbeit und Ort, dann Angaben zur Wohnung, zuletzt die Kontaktdaten.
- Erster Schritt: Gewünschte Arbeiten zum Ankreuzen, ungefähre Quadratmeter, Zahl der Räume und Ort.
- Zweiter Schritt: Ob die Wohnung bewohnt bleibt, der gewünschte Beginn und optional Fotos zum Hochladen.
- Dritter Schritt: Name, Telefonnummer, bevorzugter Kontaktweg und ein Verweis auf die Datenschutzhinweise.
Machen Sie das Fotofeld nicht zur Pflicht, ergänzen Sie aber einen Hinweis wie „ein Foto des Bades von der Tür aus genügt“. So sind die eingehenden Bilder tatsächlich brauchbar. Fragen Sie nichts ab, was Sie später nicht verwenden.
Was nach dem Absenden passiert, gehört ebenfalls zur Website. Die Dankeseite sagt, wann Sie zurückrufen; die Anfrage landet mit der Seite, von der sie kam, per WhatsApp oder E-Mail bei Ihnen, und die zuständige Person steht vorher fest. Wer renovieren lässt, fragt meist mehrere Betriebe an; ein Rückruf am selben Tag und einer nach drei Tagen haben nicht dieselbe Chance auf eine Besichtigung.
Wird ein externes Werkzeug für Formulare oder Termine genutzt, braucht es nach Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter.
05Eine feste Fotoroutine für Vorher, Ablauf und Nachher
Der Wert eines Projekteintrags entsteht eher durch Einheitlichkeit als durch Fotoqualität. Zwei Aufnahmen aus derselben Ecke, in derselben Höhe und bei ähnlichem Licht überzeugen mehr als zehn Bilder aus beliebigen Winkeln.
Machen Sie daraus eine Gewohnheit auf der Baustelle, mit einer einfachen Anleitung für Ihr Team:
- Erster Tag: Vor dem Rückbau jeden Raum von der Tür und aus der gegenüberliegenden Ecke fotografieren und die Standpunkte notieren.
- Nach dem Rückbau: Neue Leitungen, Abdichtung und alles fotografieren, was später hinter Fliesen und Platten verschwindet.
- Übergabe: Von denselben Standpunkten erneut fotografieren, mit eingeschaltetem Licht und bevor die Möbel zurückkommen.
- Privatsphäre: Hausnummern, Familienfotos und Ausblicke, die das Gebäude erkennbar machen, bleiben außerhalb des Bildes.
Die Bilder vom Ablauf lassen die meisten Betriebe weg, dabei zeigen gerade sie Qualität: das neue Rohr in der Wand, die Abdichtung in den Ecken. Ergänzen Sie jeden Eintrag um einen kurzen Text mit Ausgangslage, ausgeführten Arbeiten, Dauer und dem Wunsch der Eigentümer.
Holen Sie vor der Veröffentlichung eine schriftliche Zustimmung ein, am einfachsten schon bei Vertragsabschluss. Nennen Sie darin, wo die Fotos erscheinen, dass keine Adresse gezeigt wird und dass der Eintrag jederzeit entfernt werden kann.
06Projekte mit Leistungen und Orten verknüpfen
Projekteinträge in einer isolierten Galerie werden wenig gelesen; verknüpft mit den Seiten zu Leistungen und Orten helfen sie beim Verkaufen. Wer jeden Eintrag mindestens einer Leistung und einem Ort zuordnet, nutzt dieselben Fotos auf mehreren Seiten.
- Schlagworte: Leistung, Ort oder Stadtteil, Wohnung oder Gewerbe und Umfang, etwa ein Raum oder die ganze Wohnung.
- Auf Leistungsseiten: Die zwei oder drei jüngsten Projekte dieser Leistung.
- Auf Ortsseiten: Dort abgeschlossene Arbeiten und eine kurze Notiz zum typischen Baubestand.
- Am Ende jedes Projekts: Zwei ähnliche Projekte und dasselbe Anfrageformular.
Nutzen Sie ein eigenes Kennzeichen für laufende Arbeiten. Ein Eintrag mit dem Vermerk „in Arbeit“ zeigt, dass der Betrieb gerade aktiv ist; nach Abschluss wird derselbe Eintrag um Nachher Fotos ergänzt und behält seine Adresse. So gehen Verlinkungen und Sichtbarkeit in der Suche nicht verloren.
Verkaufen Sie vor allem Entwurf und eine gestalterische Handschrift, funktioniert ein Portfolio anders; dann passt unser Ratgeber für Innenarchitekten besser. Für einen ausführenden Betrieb ist das Archiv keine Kunstgalerie, sondern ein sauber geführter Nachweis der eigenen Arbeit.
Auch ältere Aufträge helfen: Sortieren Sie die Fotos auf Ihrem Handy nach Datum und Ort und machen Sie aus Arbeiten mit Vorher und Nachher Bildern eigene Einträge.
07Renovieren in bewohnten Räumen und Rücksicht auf Nachbarn
Arbeiten in einer bewohnten Wohnung sind das, was Kunden am meisten beschäftigt, und das Thema verdient einen eigenen Abschnitt. Werden Staub, Lärm, Wasserabstellungen und Tage ohne Bad nicht erklärt, verschieben viele Kunden die Renovierung lieber.
Schreiben Sie nur Maßnahmen auf, die Sie wirklich umsetzen:
- Schutz: Wie Böden, Türen und Möbel abgedeckt werden und ob Staubschutzwände zum Einsatz kommen.
- Arbeitszeiten: Wann laute Arbeiten stattfinden und wie Sie die Hausordnung und Ruhezeiten einhalten.
- Abstellungen: Rechtzeitige Information, wann Wasser und Strom abgestellt werden und für wie lange.
- Feierabend: Wie der Arbeitsbereich jeden Abend aufgeräumt wird und wann der Schutt das Haus verlässt.
- Gemeinschaftsflächen: Wie Treppenhaus und Aufzug geschützt und die Nachbarn informiert werden.
Ein Musteraushang für das Treppenhaus oder ein Schreiben an die Hausverwaltung schafft zusätzlich Vertrauen: Kunden sehen, dass sie für das Gespräch mit der Verwaltung einen fertigen Text bekommen.
Versprechen Sie nie „ganz ohne Staub“. Kunden sehen am ersten Tag etwas anderes und zweifeln danach an jedem Satz Ihrer Website; „so halten wir den Staub in einem Raum“ ist ehrlich und überzeugt. Dasselbe gilt für Zeiten: Nennen Sie die geschätzte Zahl der Tage ohne nutzbares Bad und was Sie für diese Zeit empfehlen.
08Impressum, Genehmigungen und Qualifikation sachlich darstellen
Pflichtangaben und Genehmigungsfragen gehören sachlich auf die Website, nicht als Rechtsberatung. Nach § 5 DDG gehören unter anderem Name, Anschrift, Kontaktdaten, gegebenenfalls der Registereintrag mit Registernummer und bei reglementierten Berufen Angaben zur Kammer und zur Berufsbezeichnung ins Impressum.
Wir empfehlen, diese Punkte an vier Stellen sichtbar zu machen:
- Impressum: Vollständige Angaben nach § 5 DDG; ob Ihr Betrieb etwa Angaben zur Handwerkskammer machen muss, klären Sie mit der Kammer oder Ihrem Anwalt.
- Qualifikation: Meisterbrief oder Eintragung nur dort nennen, wo sie für die jeweilige Leistung tatsächlich vorliegt.
- Wanddurchbruch: Ein Hinweis, dass tragende Wände bei der Besichtigung beurteilt und mögliche Genehmigungen gesondert besprochen werden.
- Angebot: Positionen, die eine Genehmigung oder einen Statiker erfordern könnten, als eigene Zeilen kennzeichnen.
Das Bauordnungsrecht ist in Deutschland Sache der Länder, und in Österreich und der Schweiz gelten wieder eigene Regeln. Formulieren Sie deshalb allgemein und verweisen Sie für den konkreten Fall auf die Prüfung bei der Besichtigung und die zuständige Behörde.
Vermeiden Sie absolute Aussagen wie „Für unsere Arbeiten braucht es nie eine Genehmigung“. Sie wecken falsche Erwartungen und erschweren das erste Gespräch mit Kunden, die eine Wand entfernen möchten.
09Ablauf, Team und Gewährleistung
Die Seite zum Ablauf beantwortet die Frage, was nach dem Auftrag passiert, und sie beeinflusst die Entscheidung so stark wie die Angebotssumme. Beschreiben Sie jeden Schritt von der Besichtigung bis zur Übergabe, was Sie dabei vom Kunden brauchen und wer verantwortlich ist.
- Materialauswahl: Ob mit Mustern oder in der Ausstellung ausgewählt wird und wie späte Entscheidungen den Zeitplan verschieben.
- Änderungswünsche: Wie zusätzliche Arbeiten während der Ausführung schriftlich ergänzt werden.
- Abschlagszahlungen: Ohne Beträge, wie viele Raten es gibt und an welchen Arbeitsschritt jede gebunden ist.
- Abnahme: Der gemeinsame Rundgang am Ende und wie die Mängelliste abgearbeitet wird.
- Gewährleistung: Welche Arbeiten abgedeckt sind und wie Kunden einen Mangel melden.
Schreiben Sie nur auf, was Sie tatsächlich zusagen. Eine schriftliche Zusage mit klaren Grenzen schafft mehr Vertrauen als ein allgemeines Versprechen von „Qualitätsarbeit“.
Zeigen Sie auf derselben Seite, wer in die Wohnung kommt. Namen, Rollen und echte Baustellenfotos von Inhaber, Bauleitung und festen Handwerkern machen aus einem abstrakten Betrieb Menschen. Arbeiten Sie bei manchen Gewerken mit Partnerbetrieben, sagen Sie es offen: „Die Elektrik übernimmt ein eingetragener Fachbetrieb, mit dem wir seit Jahren arbeiten; die Bauleitung liegt bei uns.“ Damit ist die Frage beantwortet, wer die Arbeit wirklich ausführt.
10Ortsseiten und das Unternehmensprofil bei Google
Ein großer Teil der Suchen nach Renovierung und Sanierung hat einen lokalen Bezug: Wer „Badsanierung“ eingibt, erwartet einen Betrieb in der Nähe. Diese Sichtbarkeit entsteht, wenn Leistungsseiten, Ortsseiten mit echtem Inhalt und das Unternehmensprofil bei Google zusammenspielen.
Legen Sie eine Ortsseite nur dort an, wo Sie wirklich gearbeitet haben. Sie enthält die dort abgeschlossenen Projekte, Beobachtungen zum typischen Baubestand, etwa Altbau oder Nachkriegsbauten, und wie Sie Besichtigungen in der Gegend organisieren. Kopien, in denen nur der Ortsname wechselt, können Suchmaschinen als minderwertigen Inhalt einstufen.
Eine Prüfliste für Ihr Unternehmensprofil:
- Name: Der Name entspricht dem tatsächlichen Firmennamen; Zusätze mit Suchbegriffen sind nach den Google Richtlinien nicht erlaubt.
- Adresse: Empfangen Sie keine Kunden vor Ort, können Sie als Betrieb mit Einzugsgebiet die Adresse ausblenden.
- Fotos: Regelmäßig Projektfotos ergänzen, und zwar von denselben Arbeiten wie auf der Website.
- Bewertungen: Die Bitte um eine Bewertung als festen Schritt nach der Abnahme einplanen und jede Bewertung beantworten.
Technischen Aufbau, interne Verlinkung und strukturierte Daten der Seiten zu Leistungen und Orten übernehmen wir im Rahmen unserer Suchmaschinenoptimierung. Ihr eigener Maßstab bleibt einfach: Profil und Website nennen denselben Namen, dieselbe Telefonnummer, dasselbe Einzugsgebiet und dieselben Öffnungszeiten.
11Große Projektgalerien schnell auf dem Handy
Kunden öffnen Ihre Website oft auf dem Handy, manchmal mitten in dem Raum, der renoviert werden soll, und Projektfotos sind der schwerste Teil jeder Seite. Die Galerie soll wachsen dürfen, ohne die Website zu verlangsamen.
Die Core Web Vitals von Google geben einen guten Rahmen. LCP misst, wie schnell der Hauptinhalt lädt, und gilt bis 2,5 Sekunden als gut; INP misst die Reaktion auf eine Eingabe, gut sind bis 200 Millisekunden; CLS misst Verschiebungen im Layout, gut ist ein Wert bis 0,1. Bewertet wird jeweils das 75. Perzentil echter Seitenaufrufe.
- Format: Fotos vor dem Hochladen in WebP umwandeln, kostenlos mit unserem Bildkonverter.
- Größen: Vorschaubilder und vergrößerte Ansichten aus getrennten Dateien laden.
- Verzögertes Laden: Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs erst beim Scrollen laden.
- Reservierter Platz: Für jedes Bild Breite und Höhe angeben, damit nichts springt.
Eine feste Leiste am unteren Bildschirmrand mit Anruf und WhatsApp erspart den Weg zurück zum Formular am Ende einer langen Projektseite. Wie sich Ihre aktuelle Website verhält, zeigt unser Test auf Mobilfreundlichkeit; prüfen Sie eine Galerieseite gesondert, denn Probleme zeigen sich meist dort und nicht auf der Startseite.
Lädt Ihr Team Fotos direkt vom Handy hoch, sollte das System sie automatisch verkleinern; sonst wiegt ein einziger Projekteintrag bald mehr als der Rest der Website.
12Messen, welche Seiten Besichtigungen bringen
Ziel der Messung ist nicht das Zählen von Besuchen, sondern zu sehen, welche Seiten zu Leistungen und Orten Anfragen für eine Besichtigung bringen. Formular, Anruf per Fingertipp und Klick auf WhatsApp werden vom ersten Tag an als getrennte Conversions erfasst.
Hängen Sie jeder Anfrage die Herkunftsseite an und führen Sie monatlich eine einfache Tabelle:
- Anfrage: Von welcher Seite, über welchen Kanal und für welche Arbeit.
- Besichtigung: Ob daraus ein Termin wurde und falls nicht, warum.
- Angebot: Ob die Besichtigung zu einem schriftlichen Angebot und dann zu einem Auftrag führte.
Bringt die Seite zur Badsanierung viele Anfragen, aber wenige Aufträge, liegt das Problem nicht im Verkehr, sondern in den Erwartungen, die die Seite weckt. Für nicht notwendige Cookies zu Statistik und Werbung braucht es nach § 25 TDDDG vorher eine Einwilligung; die Messung muss so eingerichtet sein, dass sie das respektiert.
Die Nachfrage nach Malerarbeiten und Renovierung schwankt mit der Jahreszeit, etwa rund um Umzüge. Anzeigen auf eine Landingpage für eine Leistung und ein Gebiet zu lenken, macht Ergebnisse messbar, ohne die Hauptwebsite umzubauen; Budget und Aufbau erklären wir auf der Seite zur Betreuung von Google Ads. Testen Sie vor dem Start mit einer Probeanfrage, ob die Messung funktioniert.
13Häufige Fehler auf Websites von Renovierungsfirmen und bessere Lösungen
Diese Fehler sehen wir oft auf bestehenden Websites von Renovierungsfirmen und Malerbetrieben, jeweils mit dem besseren Weg.
- Arbeiten nur in sozialen Medien zeigen: Fotos, die nur auf Instagram liegen, erscheinen nicht in der Suche; veröffentlichen Sie jede Arbeit als Projekteintrag auf der Website und verlinken Sie ihn in Ihren Beiträgen.
- Feste Fertigstellungstermine versprechen: „Bad in 5 Tagen fertig“ zerstört Vertrauen bei der ersten Verzögerung; nennen Sie die Faktoren für die Dauer und den verbindlichen Zeitplan im Angebot.
- Die Website nach dem Start vergessen: Ist das letzte Projekt zwei Jahre alt, wirkt der Betrieb geschlossen; tragen Sie mindestens einmal im Monat ein neues Projekt ein.
- Telefonnummer im Bild: Eine Nummer auf einem Banner lässt sich auf dem Handy nicht antippen; schreiben Sie sie als Text mit Anruflink.
- Überall andere Nummern: Verschiedene Nummern auf Website, Profil und Firmenwagen verwirren; einigen Sie sich auf eine Hauptnummer.
- Domain und Verwaltung auf fremden Namen: Nach einer Trennung von der Agentur wird der Zugriff schwierig; Domain, Hosting und Verwaltungsoberfläche gehören auf Ihren Betrieb.
Ihre Website anhand dieser sechs Punkte zu prüfen, dauert etwa eine halbe Stunde und ergibt zugleich die Tagesordnung für ein erstes Gespräch. Die ersten drei Punkte sind Gewohnheiten im Team, die letzten drei Entscheidungen beim Aufbau.
14Fragen an die Agentur und Ihr nächster Schritt
Ob eine neue Website nötig ist oder die bestehende verbessert werden kann, hängt von drei Dingen ab: wie viele Leistungen Sie einzeln erklären wollen, wie viele Projektfotos vorhanden sind und in wie vielen Orten Sie wirklich arbeiten. Bei wenigen Leistungen und dünnem Archiv lohnt es sich oft, zuerst die Fotoroutine aufzubauen; ist das Angebot der alten Website entwachsen, ist eine neue Struktur die solidere Investition.
Fragen Sie jede Agentur, mit der Sie sprechen:
- Inhalt: Wer schreibt die Leistungsseiten, und wird dafür mit Ihrem Vorarbeiter gesprochen.
- Projekte ergänzen: Können Sie neue Projekteinträge selbst vom Handy aus anlegen.
- Anfragen: Wohin gehen Formularanfragen, und sehen Sie die Seite, von der sie kamen.
- Eigentum: Auf wessen Namen werden Domain, Hosting und Verwaltung eingetragen.
- Nach dem Start: Wer prüft danach Geschwindigkeit und Messung, und wie oft.
Legen Sie für das Gespräch Leistungsliste, die drei meistgefragten Arbeiten des letzten Jahres, Ihr Einzugsgebiet und die fünf stärksten Projektfotos in einen Ordner.
Arbeiten, bei denen wir diese Struktur umgesetzt haben, finden Sie in unseren Referenzen, den Umfang unseres Webdesign Angebots auf der Leistungsseite. Festpreispakete stehen im Preisbereich; schicken Sie uns Leistungsliste, Einzugsgebiet und Fotos über die Kontaktseite, dann erstellen wir Umfang und Angebot für Ihre Renovierungsfirma schriftlich.