Die Website eines Brautmodengeschäfts erledigt drei Aufgaben gleichzeitig: Sie ist Produktkatalog, Terminbuch und der Ort, an dem die Verkaufsbedingungen erklärt werden, bevor jemand eine Anzahlung leistet. Die Braut schaut zuerst auf Kleider, fragt dann nach einem Termin und will erst danach wissen, wie Maßanfertigung, Anzahlung und Abholung ablaufen. Fehlt eine dieser drei Aufgaben, erklärt Ihr Beratungsteam alles im ersten Termin noch einmal von vorn.
In diesem Ratgeber beschreiben Talha Aslan und Team die Entscheidungen, die wir bei Websites für Brautmodengeschäfte, Modehäuser und Brautateliers treffen, in der Reihenfolge, in der sie anfallen. Jeder Abschnitt endet mit etwas, das Sie diese Woche im Geschäft oder auf Ihrer bestehenden Website prüfen oder ändern können.
01Erste Entscheidung: Ihr Verhältnis von Kauf, Verleih und Maß
Das Gerüst einer Website für Brautmode bestimmt nicht das Design, sondern die Frage, womit Ihr Geschäft sein Geld verdient. Ein Geschäft mit viel Verleih und ein Atelier, das nur nach Maß fertigt, brauchen unterschiedliche Menüs; mit derselben Vorlage gebaut, ziehen beide Bräute mit falschen Erwartungen an.
Öffnen Sie vor der Planung die Zahlen der letzten Saison und ermitteln Sie für sich drei Werte: wie viele Kleider verkauft, wie viele verliehen und wie viele ganz neu gefertigt wurden. Diese Zahlen veröffentlichen wir nicht; sie zeigen uns nur, wo der Schwerpunkt der Website liegen muss.
- Schwerpunkt Verleih: Kleiderseiten zeigen zuerst Größenbereich, Musterkleid im Geschäft und den Weg zu den Leihbedingungen.
- Schwerpunkt Verkauf: Kollektionsfilter, Bestelldauer und Hinweise zu Änderungen bilden den Hauptweg.
- Schwerpunkt Maßanfertigung: Signaturkleider der Designerin, Stoffauswahl und die Seite zum Zeitplan stehen ganz oben im Menü.
- Gemischtes Modell: Jede Kleiderkarte trägt ein kleines, einheitliches Etikett: Kauf, Verleih oder Maßanfertigung.
Diese Entscheidung schriftlich festzuhalten, verkürzt jede spätere Diskussion. Sie bestimmt, welche Kleider fotografiert werden, welche Fragen ins Anfrageformular gehören und wie ausführlich die Seite mit den Verkaufsbedingungen sein muss. Wer vor dieser Klärung mit Entwürfen beginnt, baut das Menü meist zweimal.
Das Verhältnis kann sich mit der Zeit verschieben. Deshalb führen wir die Verkaufsart als eigenes Feld je Kleid und nicht im Seitentitel; so lässt sich ein Wechsel vom Verleih zur Maßanfertigung mit einer Änderung pro Kleid abbilden.
02Datenfelder der Kleiderseite und gute Namen
Jedes Brautkleid sollte wie ein Produktdatensatz mit festen Feldern behandelt werden; erst feste Felder machen Filter und Sichtbarkeit in der Suche möglich. Was frei in Instagram Beschreibungen getippt wurde, wird auf der Website uneinheitlich: Steht bei einem Kleid „A Linie“ und beim nächsten „A Form“, funktioniert der Filter nicht mehr.
Wächst die Zahl der Kleider, entsteht daraus eine Website nach dem Katalogprinzip. Diese Felder empfehlen wir für jeden Datensatz:
- Kennung: Name des Kleides und interne Modellnummer; der Name bleibt im Kopf, die Nummer verhindert Verwechslungen in der Anprobe.
- Schnitt: Silhouette, Ausschnitt, Ärmel, Rücken und Schleppenlänge, jeweils aus einer festen Auswahlliste.
- Material: Hauptstoff, Spitze, Stickerei und Futter.
- Verkaufsart: Kauf, Verleih, Maßanfertigung oder mehreres davon.
- Im Geschäft: in welcher Mustergröße das Kleid anprobiert werden kann und in welcher Filiale es hängt.
Verzichten Sie auf Jahreszahlen und Saisoncodes im Namen; „Kollektion 2026 Nr. 14“ sagt der Braut nichts und wirkt nach dem Saisonwechsel veraltet. Ein kurzer, gut aussprechbarer Name und zwei ehrliche Sätze genügen. Statt „traumhaft“ beschreiben Sie, was das Kleid gut kann: ein Rock mit viel Bewegungsfreiheit, Ärmel für die kirchliche Trauung, eine kurze Schleppe, die eine Feier im Freien übersteht.
Schreiben Sie die Auswahllisten gemeinsam mit Ihren Beraterinnen. Die Wörter, die sie in der Anprobe verwenden, gehören auch auf die Website; ein Fachbegriff braucht beim ersten Vorkommen nur einen halben Satz Erklärung.
03Fotoliste für Brautkleider und Spitze auf dem Handy
Fotos für eine Website mit Brautmode sind Verkaufsfotos: Statt eines schönen Einzelbildes braucht jedes Kleid eine einheitliche Serie aus denselben Blickwinkeln. Wechseln Winkel und Licht, vergleicht die Braut am Ende die Fotos statt der Kleider.
- Ganzkörper von vorn, immer mit gleichem Hintergrund und Abstand.
- Ganzkörper von hinten, damit Rückenausschnitt und Schleppe sichtbar werden.
- Eine Seitenansicht oder ein Bild in Bewegung, das zeigt, wie der Rock fällt.
- Nahaufnahmen von Ausschnitt, Spitze und Stickerei.
- Wenn möglich ein Bild in einer anderen Größe oder an einem anderen Model.
So viele Bilder gefährden die Ladezeit auf dem Handy. Die Spitze soll beim Vergrößern scharf bleiben, die erste Ansicht aber keine schweren Dateien laden. Wir nutzen kleine, komprimierte Bilder in Übersichten, an die Bildschirmgröße angepasste Dateien auf Kleiderseiten und eine hochauflösende Version, die erst beim Antippen lädt. In Googles Core Web Vitals liegt der gute Wert für LCP, also den Zeitpunkt, zu dem das größte Bild oder der größte Textblock geladen ist, bei höchstens 2,5 Sekunden, für CLS, das Verschieben des Layouts, bei höchstens 0,1.
Wie schwer Ihre vorhandenen Fotos sind, prüfen Sie vor dem Hochladen mit unserem Werkzeug zum Verkleinern von Bildern. Name und Schnitt des Kleides in Dateiname und Alternativtext helfen der Barrierefreiheit und der Bildersuche. Geben Sie die Fotoliste vor dem Kollektionsshooting schriftlich an die Fotografin; nachträglich ergänzte Winkel passen selten zu Licht und Model.
04Preise zeigen, Einstieg nennen oder Anprobe abwarten
Wie Preise auf der Website erscheinen, ist eine Markenentscheidung, und sie verändert den Aufbau jeder Kleiderseite. Es gibt drei übliche Wege, und jeder verschiebt, welcher Schritt auf der Seite im Mittelpunkt steht.
- Konkrete Preise: passen zu Geschäften mit fertiger Kollektion und Aktionen. Bräute filtern nach Budget und kommen entschlossener; die Preise müssen dann laufend aktuell gehalten werden.
- Ein Einstieg: eine Angabe „ab“ je Kollektion steckt die Erwartung grob ab und lässt das Gespräch über das einzelne Kleid im Geschäft.
- Preis bei der Anprobe: verbreitet bei Ateliers mit Maßanfertigung. Die Anfrage zur Anprobe wird zum wichtigsten Schritt, und ein eigener Text erklärt, wie der Preis entsteht.
Unabhängig vom Weg hilft es, die Faktoren zu nennen, die den Preis bestimmen: Stoff, Umfang der Handarbeit, Schleppe, Änderungen am Schnitt und Lieferzeit. Beim Verleih gehört dazu, was die Leihgebühr umfasst, etwa Reinigung, kleine Anpassungen und den Abholtag.
Ein Hinweis für Geschäfte ohne Preise auf der Website: „Preis per Direktnachricht“ schickt die Braut zurück zu Instagram und trennt die Anfrage von der Website. Formulieren Sie das Formular am Ende der Kleiderseite so, dass es auch Preisfragen aufnimmt; so bleibt die Anfrage messbar. Bleiben Sie in der ganzen Kollektion bei einem Weg, denn ein Preis hier und keiner daneben wirkt wie eine Lücke.
05Fragen im Anfrageformular und ihre Reihenfolge
Das Formular zur Anprobe ist ein kurzes Vorgespräch, mit dem Ihr Geschäft die Braut vorbereitet empfängt; jedes zusätzliche Pflichtfeld erhöht aber die Gefahr, dass sie abbricht. Wir halten Pflichtfelder knapp und machen den Rest freiwillig.
- Name und Telefonnummer, dazu Anruf oder WhatsApp als bevorzugter Kontaktweg.
- Hochzeitsdatum; steht es noch nicht fest, Monat und Jahr.
- Das Kleid, um das es geht, automatisch ausgefüllt, wenn das Formular von einer Kleiderseite kommt.
- Gewünschter Tag und Tageszeit für die Anprobe.
- Freiwillig: Größe, Zahl der Begleitpersonen, Kauf oder Verleih.
Steht das Hochzeitsdatum weit oben, kann Ihr Geschäft Anfragen gewichten: Eine Braut, die in wenigen Wochen heiratet, sollte nicht in derselben Warteschlange stehen wie eine, die nächstes Jahr heiratet. Unter das Formular gehören ein Link zu den Datenschutzhinweisen und ein kurzer Satz, was als Nächstes passiert, etwa „Wir rufen Sie an, um den Termin zu bestätigen“.
Für Bräute, die lieber schreiben, kann der WhatsApp Button auf jeder Kleiderseite eine vorbereitete Nachricht mit dem Kleidernamen öffnen. So beginnt der Chat mit dem Kleid und nicht mit „Was kostet das?“. Anfragen aus Formular und WhatsApp sollten in einer gemeinsamen Liste landen, sonst vergeben zwei Kanäle denselben Samstagstermin.
06Volle Samstage und Termine, die nicht wahrgenommen werden
In Brautmodengeschäften drängen sich die Anproben auf wenige Tage der Woche; die Website kann helfen, die Nachfrage zu verteilen, statt sie auf den Samstag zu stapeln. Der Weg dorthin ist nicht, den Kalender offen zu zeigen, sondern Terminarten und ihre Dauer klar zu beschreiben.
- Terminarten trennen: Erste Anprobe, Maßnehmen und letzte Anprobe dauern unterschiedlich lang und sollten als eigene Optionen erscheinen.
- Werktage attraktiv machen: Sagen Sie in einem Satz, warum ein Termin unter der Woche ruhiger ist, etwa mehr Zeit und mehr Kleider zum Anprobieren.
- Bestätigung einbauen: Eine kurze Bestätigung nach der Anfrage und eine Erinnerung vor dem Termin senken die Zahl der Ausfälle.
- Absagen leicht machen: Wer mit einer Nachricht absagen kann, gibt den Termin für jemand anderen frei.
Sollen Bräute die Uhrzeit selbst wählen, lässt sich eine Website mit Terminbuchung einrichten, allerdings nur, wenn ein einziger Kalender die verbindliche Quelle ist. Termine parallel im Papierkalender und auf der Website führen zu Doppelbuchungen. Wird dafür ein externes Buchungstool genutzt, ist nach Art. 28 DSGVO ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter nötig.
Geschäfte mit wenigen Beraterinnen fahren oft besser mit Anfrageformular und Rückruf und ergänzen die Selbstbuchung erst, wenn die Anfragen zunehmen. Schreiben Sie außerdem die Regeln für die Anprobe auf die Website: Zahl der Begleitpersonen, ungefähre Dauer und was bei Verspätung gilt.
07Zeitplan der Maßanfertigung, rückwärts vom Hochzeitstag
Die Seite zur Maßanfertigung soll die Frage „Wann muss ich kommen?“ schon vor dem ersten Besuch beantworten. Am verständlichsten gelingt das, wenn die Schritte vom Hochzeitsdatum aus rückwärts aufgelistet werden.
- Holen Sie die echte Dauer jedes Schritts aus Ihrem Atelier: Bestellung, Stoffbeschaffung, Maßnehmen, Anproben und letzte Änderungen.
- Ordnen Sie die Schritte vom Hochzeitsdatum aus rückwärts, jeweils formuliert als „so lange vor der Hochzeit“.
- Erklären Sie in einem Satz, dass sich Lieferzeiten in der Hochsaison verlängern können, und warum.
- Sagen Sie, was eine späte Braut noch tun kann: aus der fertigen Kollektion wählen oder leihen.
- Verlinken Sie am Ende der Seite das Anfrageformular mit dem Feld für das Hochzeitsdatum.
Zeiten übernehmen wir nie aus Branchenwerten oder von Websites anderer Geschäfte; auf der Seite steht die Zeit, die Ihr Atelier zusagen kann. Hängen Sie von importierten Stoffen ab, schreiben Sie das dazu. Wer den Grund für die Wartezeit kennt, akzeptiert den Abholtermin leichter.
Verlinken Sie diese Seite von jedem Kleid, das nach Maß gefertigt werden kann. Ein Tippen vom Kleid zum Zeitplan beantwortet „Wird das Kleid bis zu meiner Hochzeit fertig?“ ohne Nachricht. Prüfen Sie die Zeiten zu Beginn jeder Saison mit dem Atelier; eine veraltete Angabe liest sich für die nächste Braut wie ein gebrochenes Versprechen.
08Bestellungen aus anderen Städten und dem Ausland
Verkaufen Sie an Bräute, die nicht ins Geschäft kommen können, muss die Website die Arbeit Ihrer Beraterin schriftlich übernehmen. Der Ablauf besteht aus drei Teilen: Maße, Beratung per Video und Versand.
- Anleitung zum Maßnehmen: Zeichnungen, wo jedes Maß genommen wird, der Rat, eine Schneiderin vor Ort messen zu lassen, und ein eigenes Formular für die Werte.
- Beratung per Video: wie sie abläuft, wie lange sie dauert und was bereitliegen sollte: gutes Licht, die Brautschuhe und ein großer Spiegel.
- Spielraum für Änderungen: wie viel eine Schneiderin vor Ort nach der Lieferung noch anpassen kann.
- Versand: Verpackung, Lieferzeit und was beim Auspacken geprüft werden sollte.
Werden Bräute aus dem Ausland zu einem festen Teil Ihrer Bestellungen, reicht ein übersetztes Menü nicht. Maßeinheiten, Hinweise zu Versand und Zoll sowie Ihre Erreichbarkeit müssen für jedes Zielland geschrieben werden. Wächst dieser Bedarf, ist eine von Anfang an geplante mehrsprachige Website deutlich weniger Arbeit als später kopierte Seiten.
Führen Sie jede Bestellung aus der Ferne in einem einzigen Vorgang. Liegen Maße, freigegebenes Kleid und Änderungswünsche verstreut in Chats, entsteht bei der Lieferung Streit. Eine Kopie der übermittelten Maße per E-Mail an die Braut sorgt dafür, dass beide Seiten dieselben Zahlen vor sich haben.
09Pflichtinformationen, Anzahlung und Widerrufsrecht
Für ein Brautmodengeschäft, das online oder telefonisch verkauft, ist die Seite mit den Verkaufsbedingungen keine Formalie, sondern das Dokument, das Streit bei der Abholung verhindert. Bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen schließt § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB das Widerrufsrecht für Waren aus, die nicht vorgefertigt sind und eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind; nach Art. 246a § 1 Abs. 3 EGBGB muss darüber vor Vertragsschluss informiert werden.
Diese Ausnahme betrifft Kleider nach Maß. Wie ein fertiges Kleid in Standardgröße oder ein Verleih zu behandeln ist, klären Sie mit Ihrer Anwältin oder Ihrem Anwalt; auf der Website sollten die drei Fälle unter eigenen Überschriften stehen. Für Österreich und die Schweiz gelten eigene Regeln, die Sie gesondert prüfen lassen sollten. Auf die Seite gehören mindestens:
- Anzahlung: wann sie fällig wird und in welchen Fällen sie erstattet wird oder nicht.
- Änderungen: bis zu welchem Schritt Kleid, Stoff oder Maße noch geändert werden können.
- Lieferung: wie der Abholtermin festgelegt wird und was bei Verzögerungen gilt.
- Anbieterangaben: ein Impressum nach § 5 DDG und Datenschutzhinweise, die erklären, wie Maße und Kontaktdaten aus dem Formular verwendet werden.
Wir bauen die Struktur dieser Seite und das Bestätigungsfeld vor der Bestellung; die rechtliche Prüfung der Texte liegt bei Ihrem Geschäft. Fotos echter Bräute verlangen dieselbe Sorgfalt: Veröffentlichen Sie nur Aufnahmen mit schriftlicher Einwilligung von Braut und Fotograf und bewahren Sie die Einwilligungen im Geschäft auf.
10Saisonende: ausgelaufene Kleider und Musterverkauf
Kollektionen wechseln jede Saison, doch wer alte Kleiderseiten löscht, wirft auch die Suchanfragen weg, die diese Seiten gesammelt haben. Eine vorab festgelegte Regel für ausgelaufene Kleider macht den Saisonwechsel zur Routine.
- Als Musterkleid verkauft: Die Seite bleibt, mit Hinweis auf den Musterverkauf und die verfügbare Größe.
- In den Verleih gewechselt: Das Feld Verkaufsart wird angepasst, die Seite verweist auf die Leihbedingungen.
- Endgültig weg: Die Seite leitet auf das ähnlichste aktuelle Kleid derselben Silhouette oder auf die Kollektion weiter.
- Als Archiv behalten: Die Seite bleibt erreichbar, mit dem Hinweis „wird nicht mehr gefertigt“ und ähnlichen Kleidern.
Soll eine Seite aus den Suchergebnissen verschwinden, sperren Sie sie nicht in der robots.txt; lassen Sie sie crawlbar und setzen Sie ein noindex, denn auf einer gesperrten Seite kann Google das noindex nicht lesen. Solche Prüfungen stehen auf der Saisonliste unserer Suchmaschinenoptimierung.
Zum Start der neuen Saison müssen alte Kleider selten sofort verschwinden; es reicht, die neue Kollektion an den Anfang von Startseite und Menü zu stellen. Binden Sie den Wechsel an einen Kalender, damit Zeit für Shooting, neue Datensätze und die Entscheidung über alte Seiten bleibt.
11Lokale Suche, Standesamt und Brautjungfern
Bräute suchen nicht nur nach „Brautmode“; sie ergänzen den Ort, eine Silhouette oder verwandte Dinge wie Kleider fürs Standesamt, Brautjungfernkleider und Schleier. Jede dieser Suchen braucht eine passende Seite, sonst taucht Ihr Geschäft dafür nicht auf.
Für die lokale Sichtbarkeit müssen Google Unternehmensprofil und Website dasselbe sagen. Nach Googles Richtlinien muss der Name im Profil dem echten Namen Ihres Geschäfts entsprechen, ohne zusätzliche Suchbegriffe; ein Name wie „Geschäftsname Brautmode Brautkleider Innenstadt“ riskiert eine Sperrung. Suchbegriffe gehören in Kategorie, Beschreibung und die Seiten Ihrer Website, nicht in den Namen.
- Nebenkollektionen: Standesamt, Brautjungfern, Abendmode und Accessoires als eigene Kollektionsseiten.
- Silhouettenseiten: einige Filterergebnisse als dauerhafte Seiten mit kurzer Einleitung.
- Seite zum Geschäft: Adresse, Öffnungszeiten, Parken und Anprobetage exakt wie im Profil.
- Ratgeber für Bräute: Beiträge zu echten Fragen über Maße, Stoffe oder Zeitplanung, verlinkt mit den Kleiderseiten.
Mehrere Seiten für dieselbe Silhouette schaden eher, weil sich fast gleiche Seiten in der Suche gegenseitig Konkurrenz machen. Achten Sie darauf, dass jede Seite eine Suche beantwortet und mit einem Tippen zur Anprobe führt; regelmäßige Antworten auf Bewertungen im Profil stützen die Seite zum Geschäft zusätzlich.
12Messen, welche Kleider zur Anprobe führen
Erfolg zeigt sich auf einer Website für Brautmode nicht an der Besucherzahl, sondern daran, welches Kleid und welche Seite Anproben bringen. Ohne diese Angabe werden Entscheidungen über Shooting, Einkauf der nächsten Saison und Werbung aus dem Bauch getroffen.
- Legen Sie Formularversand, Anruf per Tippen und WhatsApp Klick als getrennte Conversions an.
- Hängen Sie Kleidername und Herkunftsseite automatisch an jede Anfrage.
- Kennzeichnen Sie die Links in Instagram Profil und Storys mit ihrer Quelle.
- Halten Sie im Geschäft das Ergebnis jeder Anprobe in einer einfachen Liste fest: gekommen, nicht gekommen, bestellt.
- Stellen Sie einmal im Monat die Kleider mit den meisten Anproben neben die ohne jede Anfrage.
Schritt vier passiert außerhalb der Website, liefert aber den eigentlichen Wert. Ein Kleid mit vielen Anfragen und wenigen Bestellungen zeigt, dass Foto oder Beschreibung eine falsche Erwartung wecken. Für die Messung gilt: Nach § 25 TDDDG ist eine Einwilligung nötig, bevor nicht notwendige Informationen auf dem Gerät gespeichert oder ausgelesen werden, und Google verlangt für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum den Consent Mode für Messung und personalisierte Werbung.
Ist das eingerichtet, wird die Frage, welche Kleider nächste Saison auf die Startseite kommen, zu einer Frage an Ihre Daten statt zu einer Diskussion.
13Häufige Fehler auf Websites für Brautmode
Die meisten Schwächen, die wir auf Websites von Brautmodengeschäften sehen, entstehen nicht im Design, sondern weil Wissen aus dem Geschäft nie auf der Website ankam. Diese begegnen uns am häufigsten, jeweils mit dem besseren Weg:
- Eine einzige Galerie: Alle Kleider stehen in einem Album; geben Sie stattdessen jedem Kleid eine eigene Seite mit festen Feldern.
- Unklare Verkaufsart: Dasselbe Foto weckt Erwartungen an Kauf, Verleih und Maß; nutzen Sie ein klares Etikett auf jeder Kleiderkarte.
- Allgemeines Kontaktformular: Ohne Hochzeitsdatum lässt sich nichts gewichten; die Anfrage sollte mit Datum und Kleidernamen ankommen.
- Erfundene Lieferzeiten: Die Website verspricht Zeiten, die das Atelier nicht halten kann; übernehmen Sie jede Dauer aus dem echten Arbeitsplan.
- Brautfotos ohne Einwilligung: Bilder werden ohne Zustimmung von Braut oder Fotograf veröffentlicht; zeigen Sie nur Aufnahmen mit schriftlicher Einwilligung.
- Gelöschte alte Kleider: Seiten verschwinden zum Saisonende und enden als Fehlerseite; wenden Sie die Regel für Musterverkauf, Verleih oder Weiterleitung an.
Treffen drei oder mehr Punkte auf Ihre Website zu, bringt eine geordnete Inhaltsstruktur schneller etwas als ein neues Design. Zuerst kommen Kleiderseiten und Anfrageformular, dann Verkaufsbedingungen und Saisonregel; das neue Erscheinungsbild baut darauf auf. Wie sich Ihre jetzige Website auf dem Handy verhält, zeigt unser Test auf Mobilfreundlichkeit.
14Fragen an den Webpartner und der nächste Schritt
Achten Sie bei der Wahl eines Teams für Ihre Website weniger darauf, wie schön das Portfolio aussieht, als darauf, ob nach den Abläufen Ihres Geschäfts gefragt wird. Fragt im ersten Gespräch niemand nach Verkaufsarten, Anprobetagen oder den Zeiten Ihres Ateliers, erhalten Sie wahrscheinlich eine allgemeine Shopvorlage.
- Kleiderdaten: Wer legt ein neues Kleid an, mit welchen Feldern und wie lange dauert das?
- Anfragen: Wo landen Anfragen zur Anprobe, und wie kommt der Kleidername mit?
- Verkaufsbedingungen: Gehören die Seite mit den Pflichtinformationen und der Bestätigungsschritt vor der Bestellung zum Umfang?
- Saisonwechsel: Welche Regel gilt für ausgelaufene Kleider?
- Ladezeit: Werden Fotos beim Hochladen automatisch verkleinert oder jedes Mal von Hand?
Diese Fragen beantworten wir schriftlich zusammen mit dem Angebot. Im Bereich Brautmode haben wir noch keine Kundenwebsite online; unseren Ansatz sehen Sie in der Live Demo, die auf dieser Seite verlinkt ist, und unsere Arbeit in anderen Branchen in unseren Referenzen. Was wir insgesamt umsetzen, beschreibt unsere Seite zum Webdesign.
Gut vorbereitet geht es schneller: Zahl der Kleider, Verhältnis von Kauf und Verleih in der letzten Saison, Anprobetage und Lieferzeiten Ihres Ateliers auf einer Seite genügen, um den Umfang im ersten Gespräch zu klären. Festpreispakete finden Sie im Preisbereich; für Umfang und Angebot zu Ihrem Geschäft nehmen Sie Kontakt mit uns auf.