Die meisten Gäste kennen Ihr Haus bereits, bevor sie Ihre Website öffnen. Sie haben es auf einem Buchungsportal, in der Hotelsuche von Google oder auf einer Karte gesehen und wollen nun prüfen, ob die Zimmer halten, was die Fotos versprechen, und ob sich eine Buchung direkt beim Hotel lohnt. In diesen wenigen Minuten entscheidet sich, ob die Buchung bei Ihnen landet oder zurück zum Portal wandert.
Dieser Leitfaden richtet sich an Inhaber und Direktoren von Hotels, Boutiquehotels und Pensionen, die eine neue Website planen oder die bestehende grundlegend überarbeiten wollen. Er geht Schritt für Schritt durch die Entscheidungen, die wir mit Hotels vor dem ersten Entwurf klären: Buchungssystem, Zimmerseiten, Preisanzeige, Sprachen, Google, Datenschutz und Messung. Jeder Abschnitt enthält Punkte, die Sie direkt in Ihre Planung übernehmen können.
01Welche Aufgabe die Hotelwebsite neben den Portalen hat
Die eigene Website muss nicht mehr Gäste anziehen als die Portale, sie muss die Gäste überzeugen, die ohnehin vorbeischauen. Wer von einem Inserat kommt, sucht keine allgemeine Imagebroschüre. Er sucht eine Bestätigung, dass Zimmer, Lage und Preis stimmen, und einen Grund, direkt zu buchen.
Ein solcher Grund muss konkret sein. Ein vager Hinweis auf die Vorteile einer Direktbuchung überzeugt kaum; eine klar benannte Leistung, die es nur auf der eigenen Website gibt, dagegen schon. Prüfen Sie vorher, was Ihre Verträge mit den Portalen zur Preisgestaltung erlauben, und formulieren Sie den Vorteil dann so, dass er auf der Zimmerseite sichtbar ist.
- Leistung statt Rabatt: etwa ein Parkplatz, ein Willkommensgetränk oder eine spätere Abreise am Sonntag, wenn es die Belegung zulässt.
- Flexiblere Bedingungen: eine Stornofrist, die bei direkter Buchung großzügiger ausfällt, klar neben dem Buchungsbutton genannt.
- Persönlicher Kontakt: ein Ansprechpartner mit Namen, der Fragen zu Allergien, Kinderbetten oder Anreise vorab per E-Mail oder WhatsApp beantwortet.
- Wiederkehrende Gäste: ein Hinweis, wie Stammgäste beim nächsten Aufenthalt direkt reservieren können.
Erst wenn dieser Vorteil feststeht, lohnt sich die Arbeit an Layout und Bildern. Eine Hotelwebsite ohne klaren Grund für die Direktbuchung bleibt eine hübsche Visitenkarte, die Gäste nach dem Anschauen wieder zum Portal schickt.
02Das Buchungssystem auswählen und sauber einbinden
Das Buchungssystem bestimmt mehr über Ihre Website als das Design. Es legt fest, wie Preise und Verfügbarkeit angezeigt werden, ob der Gast auf Ihrer Domain bleibt und welche Daten Sie später auswerten können. Deshalb klären wir diese Frage vor dem ersten Entwurf, nicht danach.
Viele Häuser arbeiten bereits mit einem Channel Manager, der die Verfügbarkeit zwischen Portalen und eigener Website abgleicht. Dann geht es vor allem um die Art der Einbindung: ein Link auf eine externe Buchungsseite, eine eingebettete Suchmaske oder ein vollständig integriertes Modul. Jede Variante hat Folgen für Ladezeit, Gestaltung und Messung.
- Fragen Sie Ihren Anbieter, welche Einbindungen er anbietet und ob die Buchungsstrecke unter Ihrer eigenen Domain laufen kann.
- Lassen Sie sich zeigen, wie die Strecke auf einem älteren Smartphone aussieht, nicht nur in der Präsentation am Laptop.
- Klären Sie, ob Zimmer, Tarife und Datum per Link vorausgewählt übergeben werden können, damit der Gast von der Zimmerseite direkt im richtigen Zimmer landet.
- Prüfen Sie, ob das System Buchungsabschlüsse an Ihre Statistik melden kann, auch wenn die Buchung auf einer externen Seite endet.
- Halten Sie fest, wer bei Störungen zuständig ist: Ihr Anbieter, Ihr Webteam oder beide gemeinsam.
Haben Sie noch kein Buchungssystem, kann eine Website für Pensionen mit wenigen Zimmern zunächst mit einem gut gebauten Anfrageformular starten. Wichtig ist, dass Struktur und Buttons schon so angelegt sind, dass ein späterer Wechsel keinen Umbau der ganzen Seite verlangt.
03Zimmerseiten und Preisanzeige nach deutschem Recht
Jede Zimmerseite sollte die Fragen beantworten, die Gäste sonst per Nachricht stellen, und den Preis so zeigen, wie der Gast ihn am Ende bezahlt. Für Hotels in Deutschland ist das keine Stilfrage: Nach § 3 Absatz 1 PAngV muss, wer Verbrauchern Leistungen anbietet oder mit Preisen wirbt, Gesamtpreise angeben.
Praktisch bedeutet das, dass Pflichtbestandteile wie Endreinigung oder Servicegebühren nicht erst im letzten Buchungsschritt auftauchen sollten. Wie örtliche Abgaben und optionale Leistungen zu behandeln sind, klären Sie am besten mit Ihrem Rechtsberater; Österreich und die Schweiz haben eigene Regeln. Für die Zimmerseite selbst hat sich folgender Inhalt bewährt:
- Eckdaten oben: Größe in Quadratmetern, Bettenart, maximale Belegung und Ausblick, noch vor dem ersten Fließtext.
- Preis mit Bezug: ein Einstiegspreis nur mit klarer Angabe, wofür er gilt, etwa pro Nacht für zwei Personen inklusive Frühstück.
- Ausstattung als Liste: Badezimmer, Klimaanlage, Arbeitsplatz, Balkon, Barrierefreiheit, jeweils kurz und überprüfbar.
- Bedingungen sichtbar: Stornofristen, Anreisezeit und Regeln für Haustiere direkt unter dem Preis statt versteckt in den AGB.
Ein Zimmervergleich am Ende der Zimmerübersicht hilft Familien und Paaren, die zwischen zwei Kategorien schwanken. Er funktioniert nur, wenn alle Zimmerseiten dieselben Angaben in derselben Reihenfolge enthalten.
04Fotos, Video und Ladezeit ins Gleichgewicht bringen
Bilder verkaufen ein Hotel, aber nur, wenn sie schnell genug erscheinen. Google misst die Ladeerfahrung mit den Core Web Vitals; als gut gilt beim 75. Perzentil der Besuche ein LCP, also die Zeit bis zum größten sichtbaren Element, von höchstens 2,5 Sekunden. Bei Hotelwebsites ist dieses größte Element fast immer das Titelbild.
Deshalb beginnt die Bildarbeit nicht beim Fotografen, sondern bei der Auswahl. Ein starkes Titelbild pro Seite wirkt mehr als ein Slider mit zehn Motiven, der den Aufbau verzögert. Für jedes Zimmer reichen meist sechs bis zehn Fotos, die Bett, Bad, Ausblick und Details zeigen.
- Formate: Fotos in moderne Formate wie WebP oder AVIF umwandeln; mit unserem kostenlosen Bildkonverter können Sie das an einzelnen Motiven selbst ausprobieren.
- Größen: für Smartphone, Tablet und Desktop jeweils passende Bildbreiten ausliefern statt einer Datei für alle Bildschirme.
- Reihenfolge: das Titelbild bevorzugt laden, alle weiteren Galeriebilder erst beim Scrollen nachladen.
- Stabilität: Bildmaße fest angeben, damit nichts verrutscht; Google bewertet eine CLS von höchstens 0,1 als gut.
- Video: kein automatischer Start mit Ton, sondern ein Vorschaubild, das erst auf Wunsch das Video lädt.
Vereinbaren Sie mit Ihrem Fotografen außerdem, dass er die Rechte für Website, Google Unternehmensprofil und Portale überträgt. Sonst stehen Sie später vor der Frage, welches Bild wo verwendet werden darf.
05Sprachversionen für Gäste aus dem Ausland planen
Welche Sprachen Ihre Website braucht, verraten Ihre eigenen Buchungsdaten, nicht der Wunsch nach möglichst vielen Flaggen im Menü. Schauen Sie in den Channel Manager oder die Gästeliste der letzten zwei Saisons und prüfen Sie, aus welchen Ländern Ihre Gäste tatsächlich anreisen.
Jede Sprache bekommt eigene Seiten mit eigener Adresse und vollständig übersetzten Inhalten, also auch Zimmerangaben, Bedingungen und Datenschutzhinweise. Eine automatische Übersetzung per Knopfdruck reicht nicht, weil Begriffe wie Halbpension, Kurtaxe oder Frühstück bis halb elf in jeder Sprache anders erklärt werden müssen. Lassen Sie mindestens die Zimmerseiten und die Anreise von einem Muttersprachler prüfen.
Technisch braucht jede Sprachversion hreflang Angaben, die Google die Sprachfassungen zuordnen. Jede Version muss dabei auf alle anderen und auf sich selbst verweisen; fehlt die Gegenseite, ignoriert Google die Angabe. Mit unserem hreflang Generator können Sie die Auszeichnung für Ihre Seiten prüfen und erstellen.
Klären Sie außerdem, ob Ihr Buchungssystem die gewählte Sprache übernimmt. Es wirkt wenig vertrauenswürdig, wenn ein niederländischer Gast auf einer niederländischen Zimmerseite startet und in einer deutschen Buchungsstrecke landet. Wenn mehrere Sprachen und Märkte zusammenkommen, lohnt ein Blick auf unsere Seite zur mehrsprachigen Website, die Aufbau und Pflege ausführlicher behandelt.
06Kostenlose Buchungslinks in der Hotelsuche von Google
Google kann den Preis Ihrer eigenen Website in der Hotelsuche als kostenlosen Buchungslink anzeigen, ohne dass Sie dafür pro Klick bezahlen. Diese Links erscheinen neben den Angeboten der Portale, und der Gast gelangt mit einem Klick direkt in Ihr Buchungssystem.
Voraussetzung ist, dass Preise und Verfügbarkeit Ihres Hauses an Google übermittelt werden. Das geschieht entweder über einen zertifizierten Connectivity Partner, etwa den Anbieter Ihres Buchungssystems, sofern er diese Zertifizierung hat, oder direkt über das Hotel Center. Ein zusätzlicher Vorteil: Das Label für die offizielle Website vergibt Google an Hoteliers und ihre Partner, niemals an Buchungsportale. So erkennt der Gast in der Liste, welcher Link zu Ihnen führt.
- Fragen Sie Ihren Anbieter, ob er als Connectivity Partner für Google arbeitet und ob die Teilnahme an den kostenlosen Buchungslinks in Ihrem Vertrag enthalten ist.
- Prüfen Sie, ob Name, Adresse und Telefonnummer im Google Unternehmensprofil mit den Angaben auf der Website übereinstimmen.
- Stellen Sie sicher, dass der übermittelte Preis zu dem Preis passt, den der Gast nach dem Klick sieht, einschließlich aller Pflichtbestandteile.
- Kontrollieren Sie nach dem Start regelmäßig, ob Ihr Preis tatsächlich angezeigt wird, und dokumentieren Sie Abweichungen für Ihren Anbieter.
Die Reihenfolge der Links bestimmt Google. Eine bestimmte Position kann Ihnen niemand zusichern; Sie können nur dafür sorgen, dass Ihre Daten vollständig und korrekt ankommen.
07Bewertungen und Vertrauen auf der eigenen Website
Gäste vertrauen Bewertungen anderer Gäste mehr als jeder Selbstbeschreibung, deshalb gehören echte Stimmen auf die Website, und zwar nachvollziehbar. Ein Block mit drei glänzenden Zitaten ohne Quelle überzeugt kaum jemanden, der gerade auf einem Portal Hunderte Bewertungen gelesen hat.
Besser wirkt eine Auswahl, die erkennbar aus einer öffentlichen Quelle stammt, etwa aus Ihrem Google Unternehmensprofil, mit Datum und Hinweis auf die Herkunft. Achten Sie darauf, dass Sie Bewertungen nicht verfälschen oder nur positive Stimmen so darstellen, als seien sie repräsentativ; wie Bewertungen rechtssicher gezeigt werden, sollten Sie im Zweifel mit Ihrem Rechtsberater abstimmen.
Vertrauen entsteht außerdem durch Angaben, die ein Portal nicht liefern kann:
- Gesichter: ein Foto der Gastgeber oder des Rezeptionsteams mit Namen statt anonymer Stockbilder.
- Geschichte: wenige Sätze dazu, seit wann das Haus besteht und was Ihnen bei der Führung wichtig ist.
- Erreichbarkeit: Telefonnummer, Rezeptionszeiten und eine Antwortzeit für Anfragen, die Sie realistisch einhalten.
- Antworten auf Kritik: ein Hinweis, wie Sie mit Beschwerden umgehen, etwa mit direktem Rückruf.
Auszeichnungen und Klassifizierungen zeigen Sie nur, wenn sie aktuell und belegbar sind. Ein abgelaufenes Siegel wirkt schlechter als gar keines.
08Lage, Anreise und Tipps für die Umgebung
Die Lageseite beantwortet die Frage, die viele Gäste vor der Buchung am stärksten beschäftigt: Wie komme ich hin, und was ist in der Nähe. Sie ist zugleich eine der Seiten, die über Suchen nach Ort, Stadtteil oder Sehenswürdigkeit neue Besucher bringen kann.
Schreiben Sie die Anreise für jeden Weg einzeln: mit dem Auto, mit der Bahn, vom nächsten Flughafen. Nennen Sie Haltestellen, Fußwege in Minuten und Parkmöglichkeiten mit klarer Angabe, ob ein Platz reserviert werden muss. Eine eingebettete Karte ergänzt diese Angaben, ersetzt sie aber nicht, denn Karten laden auf schwachen Verbindungen langsam und brauchen je nach Anbieter eine Einwilligung.
Ausflugstipps lohnen sich, wenn sie Ihren Blick als Gastgeber zeigen. Statt einer Liste aller Sehenswürdigkeiten der Region beschreiben Sie fünf Orte, die Sie Gästen tatsächlich empfehlen, mit Entfernung, bester Tageszeit und einem praktischen Hinweis. Daraus kann später eine kleine Reihe von Ratgeberseiten entstehen, die Ihre Suchmaschinenoptimierung gezielt unterstützt.
Im Google Unternehmensprofil muss der Name dem realen Namen des Hauses entsprechen, ohne angehängte Suchbegriffe wie Wellness oder Seeblick. Pflegen Sie dort dieselbe Adresse, dieselben Rezeptionszeiten und dieselbe Telefonnummer wie auf der Lageseite. Für Stadthotels mit Geschäftsreisenden sollte die Lageseite zusätzlich Messegelände, Bahnhof und wichtige Bürostandorte mit Fahrzeiten nennen.
09Saisonangebote und Pakete ohne Durcheinander
Angebote funktionieren auf der Website nur, wenn jedes eine eigene Seite mit klarem Zeitraum, klarem Inhalt und eigenem Buchungsweg hat. Eine Startseite, auf der Frühbucheraktion, Wellnesswochenende und Weihnachtsarrangement gleichzeitig um Aufmerksamkeit kämpfen, verwirrt mehr, als sie verkauft.
Legen Sie für jedes Paket fest, was genau enthalten ist, für welche Zimmer es gilt und bis wann es buchbar ist. Diese Angaben sollten im Buchungssystem als eigener Tarif angelegt sein, damit die Website nicht etwas verspricht, das die Buchungsstrecke anders berechnet. Endet eine Aktion, nehmen Sie die Seite aus der Navigation oder kennzeichnen sie deutlich als abgelaufen.
- Frühbucher: Buchungszeitraum, Reisezeitraum und Stornobedingungen getrennt nennen, weil Gäste diese drei Daten häufig verwechseln.
- Arrangements: alle Leistungen einzeln aufführen, vom Abendessen bis zur Massage, mit Hinweis auf Zeiten und Reservierung.
- Familienpakete: Altersgrenzen für Kinder, Zustellbetten und Verpflegung eindeutig angeben.
- Gutscheine: Einlösbedingungen und Gültigkeit direkt auf der Angebotsseite erklären.
Wenn Sie ein Angebot mit Google Ads bewerben, sollte die Anzeige auf genau diese Angebotsseite führen, nicht auf die Startseite. Für einzelne Aktionen kann dafür eine eigene Landingpage mit einem einzigen Ziel sinnvoll sein, die nach dem Ende der Kampagne wieder offline geht, ohne die Hauptseite zu verändern.
10Gästedaten, Einwilligung und Zahlung nach DSGVO
Eine Hotelwebsite verarbeitet von der ersten Anfrage an personenbezogene Daten, deshalb gehört der Datenschutz in die Planung und nicht in die letzte Woche vor dem Start. Namen, Reisedaten, Telefonnummern und Hinweise zu Allergien oder Barrierefreiheit sollten Sie nur so weit erheben, wie Sie sie tatsächlich brauchen; Angaben zur Gesundheit verdienen dabei besondere Sorgfalt.
Für Hotels in Deutschland sind vor allem diese Punkte zu klären:
- Einwilligung für Cookies: Nach § 25 TDDDG brauchen Sie eine Einwilligung, bevor nicht notwendige Informationen auf dem Gerät gespeichert oder ausgelesen werden, etwa für Statistik oder Werbung.
- Consent Mode: Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum verlangt Google für Funktionen zur Messung und zu personalisierter Werbung eine Umsetzung, die die Einwilligung berücksichtigt.
- Auftragsverarbeitung: Mit dem Anbieter Ihres Buchungssystems, Ihres Formulardienstes und Ihres Hostings schließen Sie einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO.
- Impressum: Die Anbieterkennzeichnung richtet sich nach § 5 DDG und muss von jeder Sprachversion aus leicht erreichbar sein.
- Zahlungsdaten: Kartendaten werden ausschließlich über den Zahlungsanbieter oder das Buchungssystem erfasst, nie über ein Kontaktformular oder per E-Mail.
Für Österreich und die Schweiz gelten eigene Regeln. Wir setzen die technische Seite um und stimmen Texte mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Rechtsberater ab; die rechtliche Verantwortung für die Inhalte bleibt bei Ihrem Hotel.
11Die Buchung auf dem Smartphone zuerst denken
Planen Sie jede Seite zuerst für das Smartphone, denn viele Gäste vergleichen und buchen unterwegs, oft mit einer Hand. Was auf dem großen Bildschirm elegant aussieht, kann auf dem Telefon den Buchungsbutton unter drei Bildschirmlängen Text begraben.
Ein bewährtes Muster ist eine schmale, fest stehende Leiste am unteren Bildschirmrand mit zwei Aktionen: Buchen und Anrufen oder Schreiben. Sie bleibt beim Scrollen sichtbar und verdeckt keine Inhalte. Die Datumsauswahl sollte mit dem Daumen bedienbar sein, Anreise und Abreise in einem Kalender zeigen und die Zahl der Personen ohne Tastatur abfragen.
Neben dem Laden zählt die Reaktion auf Eingaben. Google bewertet einen INP, also die Zeit zwischen einer Eingabe und der sichtbaren Reaktion, von höchstens 200 Millisekunden als gut. Schwere Kalendermodule und zu viele Skripte von Drittanbietern verschlechtern diesen Wert spürbar.
Testen Sie vor dem Start selbst auf einem älteren Gerät mit langsamer Verbindung:
- Erscheint der Buchungsbutton auf jeder Zimmerseite ohne Scrollen?
- Öffnet ein Tipp auf die Telefonnummer direkt die Anruffunktion?
- Lässt sich ein Zimmer in weniger Schritten buchen als auf dem Portal, über das Ihre Gäste meistens kommen?
- Bleibt der Text lesbar, ohne dass der Gast vergrößern muss?
12Direktbuchungen messen und Kanäle vergleichen
Ob sich die neue Website lohnt, zeigt nicht die Zahl der Besucher, sondern die Zahl der Direktbuchungen und deren Verhältnis zu den Buchungen über Portale. Diese Messung muss vor dem Start eingerichtet sein; nachträglich lassen sich die ersten Wochen nicht mehr rekonstruieren.
Halten Sie zunächst den Ausgangswert fest: Wie viele Buchungen kamen in der gleichen Zeit des Vorjahres direkt, wie viele über Portale, wie viele per Telefon. Ohne diesen Vergleich bleibt jede spätere Aussage zur Wirkung der Website eine Vermutung. Achten Sie dabei auf saisonale Unterschiede, denn ein verregneter Sommer verändert die Zahlen stärker als jede neue Startseite.
- Wechsel ins Buchungssystem: jeder Klick auf Buchen, getrennt nach Zimmerseite und Sprache.
- Abgeschlossene Buchungen: die Rückmeldung des Buchungssystems mit Umsatz, soweit Ihr Anbieter das unterstützt.
- Anrufe und Nachrichten: Klicks auf Telefon, E-Mail und WhatsApp als eigene Ereignisse.
- Herkunft: Google Suche, kostenlose Buchungslinks, Anzeigen und Newsletter mit sauber gekennzeichneten Links.
Lassen Sie die Rezeption bei telefonischen Buchungen kurz nachfragen, wie der Gast auf das Haus gestoßen ist, und tragen Sie die Antwort ins Buchungssystem ein. Gemessen wird nur im Rahmen der erteilten Einwilligungen; die Zahlen sind deshalb nie vollständig, zeigen aber verlässlich, welche Seiten und Aktionen sich entwickeln.
13Häufige Fehler und was besser funktioniert
Die meisten Schwächen einer Hotelwebsite entstehen nicht durch fehlendes Budget, sondern durch Entscheidungen, die zu früh oder zu spät getroffen werden. Diese Fehler begegnen uns bei der Analyse bestehender Websites am häufigsten, jeweils mit der besseren Alternative:
- Design vor Buchungssystem: Ein Entwurf wird freigegeben, bevor feststeht, wie die Buchung eingebunden wird. Besser ist es, die Einbindung zuerst zu klären und das Layout danach um die Buchungsstrecke zu bauen.
- Portaltexte übernommen: Zimmerbeschreibungen werden aus dem Inserat kopiert. Besser sind eigene Texte, die mehr erklären als das Portal und Fragen wie Lärm, Treppen oder Ausblick ehrlich beantworten.
- Preis ohne Pflichtbestandteile: Endreinigung oder Servicegebühr erscheinen erst im letzten Schritt. Besser ist ein Gesamtpreis von Anfang an, abgestimmt mit Ihrem Buchungssystem.
- Bildgalerie als Ladebremse: Dutzende Originalfotos landen ungeprüft auf der Startseite. Besser ist eine kleine, starke Auswahl in modernen Formaten, der Rest auf den Zimmerseiten.
- Sprachen ohne Pflege: Fünf Sprachversionen starten, aber nur die deutsche wird aktualisiert. Besser sind weniger Sprachen, die bei jeder Änderung von Preisen oder Angeboten mitgepflegt werden.
- Kein Zuständiger nach dem Start: Niemand prüft, ob Angebote abgelaufen sind oder Links ins Buchungssystem noch funktionieren. Besser ist ein fester monatlicher Termin mit einer kurzen Prüfliste.
Keiner dieser Fehler ist schwer zu vermeiden. Er muss nur benannt werden, bevor der Auftrag beginnt.
14Den passenden Partner wählen und den nächsten Schritt gehen
Den richtigen Partner für Ihre Hotelwebsite erkennen Sie daran, dass er zuerst nach Buchungssystem, Gästeherkunft und Zimmertypen fragt und erst danach nach Farben. Stellen Sie im Erstgespräch Fragen, auf die eine Agentur konkrete Antworten geben muss:
- Wie binden Sie mein bestehendes Buchungssystem ein, und wie messen Sie abgeschlossene Buchungen?
- Wer schreibt die Zimmertexte, und wer prüft die Übersetzungen?
- Wie stellen Sie sicher, dass die Seiten auf dem Smartphone die Grenzwerte der Core Web Vitals erreichen?
- Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge nach dem Projekt?
- Was passiert, wenn ich nach dem Start ein Angebot ändern oder ein Zimmer ergänzen will?
Unser Webdesign für Hotels und Pensionen beginnt mit genau diesen Punkten. Die Strategie entwickelt Talha Aslan, die Umsetzung übernimmt unser Team, und die Zusammenarbeit läuft vollständig online. Unsere bisherigen Hotelprojekte sind türkischsprachige Websites für Hotels in der Türkei; Sie finden sie auf unserer Referenzseite.
Für eine erste Einschätzung schicken Sie uns Ihre Zimmertypen, den Namen Ihres Buchungssystems und die wichtigsten Herkunftsländer Ihrer Gäste über unser Kontaktformular. Festpreispakete und den Rahmen für eine Website für Pensionen oder kleinere Häuser finden Sie in unserer Preisübersicht; danach erhalten Sie Umfang und Angebot schriftlich.