Der Account wirbt, erklärt aber nichts
Beiträge sagen, wie groß das Büro ist, zeigen aber nicht, wie ein Gutachten entsteht, welche Unterlagen nötig sind und wie ein Auftrag abläuft. Entscheider schöpfen Vertrauen aus dem Verfahren.
Branchenspezifisches Social Media
Eine Bank, eine Anwältin oder eine Erbengemeinschaft prüft bei der Wahl eines Gutachters zuerst die Qualifikation und dann, wer das Gutachten verfasst. Social Media für Immobiliengutachter bauen wir in dieser Reihenfolge auf: Inhalte, die das Verfahren erklären, sichtbare Gutachter, Außentermine ohne Kundendaten und messbares Interesse.
Kurz gesagt
Social Media für Immobiliengutachter heißt: Inhalte zu Wertermittlungsverfahren, Unterlagen und Ablauf erstellen, Gutachterprofile mit dem Büro Account abstimmen, Nachrichten zum Anfrageformular führen und das Ergebnis im Monatsbericht festhalten. Die Texte folgen Berufs und Werberegeln und der Verschwiegenheit. Superlative, Ergebnisversprechen und Follower Zusagen gibt es bei uns nicht.
Talha Aslan und TeamZuletzt aktualisiert:
Warum wir es getrennt betrachten
Ein Gutachten ist eine fachliche Aussage mit Unterschrift. Auftraggeber kaufen Glaubwürdigkeit, kein Produkt, und die Werbung von Sachverständigen unterliegt eigenen Grenzen. Ein modischer Redaktionsplan wird beidem nicht gerecht.
Beiträge sagen, wie groß das Büro ist, zeigen aber nicht, wie ein Gutachten entsteht, welche Unterlagen nötig sind und wie ein Auftrag abläuft. Entscheider schöpfen Vertrauen aus dem Verfahren.
Wer das Gutachten unterschreibt, taucht im Account nicht auf. Kreditsachbearbeiter und Anwälte wollen wissen, wer vor Ort kommt; ein leeres Profil trägt das Vertrauen der Büroseite nicht.
Ein Foto vom Ortstermin zeigt Hausnummer, Flurkarte oder Kundennamen. Verschwiegenheit gehört zum Kern der Gutachtertätigkeit, ein unbedachter Beitrag ist daher zuerst ein berufliches und erst dann ein Marketingproblem.
Jemand fragt, was die Wohnung wert ist, und eine kurze Zahl kommt zurück. Jede Zahl ohne Gutachten kann als Einschätzung des Büros gelesen werden.
Sätze wie der vertrauenswürdigste Gutachter der Region oder ein Gutachten, das Ihre Finanzierung sichert, klingen stark, passen aber nicht zu einer Werbung, die hinweisend und sachlich bleiben soll.
Drohnenbilder zeigen Nachbarn, ein Video nutzt ein lizenziertes Stück, die Zeichnung eines Architekten erscheint ohne Quelle, oder eine bezahlte Zusammenarbeit geht ohne klaren Hinweis online.
Die Struktur, die wir empfehlen
Wir bauen den Account als Erklärung des Wertermittlungsablaufs auf, nicht als Schwarzes Brett. Zuerst die Begriffe: Verkehrswert, Marktmiete oder wann Vergleichswert, Sachwert und Ertragswertverfahren im Vordergrund stehen. Dann der Ablauf: Erstgespräch, Unterlagen, Ortstermin, Gutachten. Zuletzt die Handlung, ein Link im Profil und unter dem Beitrag zum Anfrageformular oder zum Telefon.
Ihre Gutachter sind die Wissensquelle. Wir halten ihren Zeitaufwand klein und machen aus kurzen Gesprächen Texte, Karussells und Videoskripte. Bei Außenterminen entsteht nur Material, das sich veröffentlichen lässt, Adressen und Unterlagen bleiben außerhalb des Bildes, und alles läuft durch eine Freigabe, die Sie kontrollieren.
Die Accounts bleiben bei Ihnen, unser Team wird über die offiziellen Zugriffsverwaltungen ergänzt. Die Seite, die Besucher aus Social Media empfängt, ist Aufgabe der Website, bezahlte Reichweite planen wir getrennt in der Meta Werbebetreuung.
Das passende Betreuungsmodell
Alle drei entstehen aus derselben Methode; der Unterschied liegt darin, wessen Stimme der Account trägt und wer freigibt.
Großes Büro
Die Marke ist das Büro; Gutachter erscheinen als Teil des Teams, und der Freigabeweg ist länger.
Boutique
Stimme des Büros und des leitenden Gutachters liegen nah beieinander, das persönliche Profil wird oft mehr gelesen als die Büroseite.
Einzelgutachter
Zeit ist knapp, und wenige gut gewählte Inhaltslinien schlagen viele schwache Beiträge.
Speziell für Immobiliengutachter
Diese Liste enthält die Punkte, die wir bei Gutachter Accounts vor jeder Veröffentlichung prüfen.
Für öffentlich bestellte Sachverständige verlangt die Mustersachverständigenordnung der IHK Organisation in § 18, dass Werbung hinweisenden und informierenden Charakter hat und das Leistungsangebot objektiv darstellt; aufdringliche und reißerische Aussagen sind zu unterlassen. Das gilt dem Sinn nach auch für Beiträge, die wir schreiben, und gilt für jedes Büro, das diese Bestellung führt.
Die Werbung unterliegt nach derselben Regelung den §§ 3 bis 7 UWG. Irreführende Angaben zu Qualifikation, Dauer oder Ergebnis lassen wir deshalb weg und schreiben jede Aussage so, dass Sie sie belegen können.
Die Richtlinien zur Mustersachverständigenordnung nennen die Verschwiegenheitspflicht einen maßgeblichen Grund für die Vertrauenswürdigkeit des öffentlich bestellten Sachverständigen. Kundennamen, Adressen, Gutachteninhalte und Objektdetails erscheinen daher nicht in Beiträgen, es sei denn, der Auftraggeber stimmt schriftlich zu.
Die Bezeichnung öffentlich bestellter Sachverständiger ist nach § 132a StGB geschützt. Bestellung, Zertifizierung und Mitgliedschaft nennen wir nur so, wie sie belegt sind; die abschließende rechtliche Bewertung liegt bei Ihnen.
Personen, Kennzeichen und Nachbargrundstücke bleiben bei Außenterminen unkenntlich, wer erkennbar ist, willigt ein. Bei Musik und fremden Bildern prüfen wir die Lizenz, und Wertäußerungen zu einem Objekt gibt es weder im Kommentar noch in der Antwort.
Bezahlte oder gesponserte Beiträge erhalten einen klaren Hinweis nach den Werberegeln Ihres Marktes. Gelten für Sie zusätzlich berufsrechtliche Regeln, etwa als Architekt oder Ingenieur, klären Sie diese, und wir schreiben innerhalb davon.
Quellen: DIHK: Richtlinien zur Mustersachverständigenordnung (MSVO), § 16 Verschwiegenheit und § 18 Werbung · Strafgesetzbuch (StGB), § 132a Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen · Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), § 5 Irreführende geschäftliche Handlungen
Vergleich
| Thema | Allgemeine Immobilienbeiträge | Betreuung speziell für Gutachter |
|---|---|---|
| Inhalt | Exposé Fotos und Marktsprüche | Verfahren, Unterlagenlisten und Ablauf des Gutachtens |
| Zielgruppe | Käufer und Verkäufer | Banken, Juristen, Unternehmer und Erben |
| Aussagen | Beste, schnellste, günstigste | Methode, Umfang und verantwortlicher Gutachter |
| Außentermin | Adresse und Fassade gut sichtbar | Bildausschnitt, der weder Kunde noch Objekt erkennen lässt |
| Wertfragen | Eine Zahl im Kommentar | Fertige Antwort mit Hinweis auf den Auftragsablauf |
| Messung | Likes und Followerzahl | Speichern, Profilbesuche, Linkklicks und Anfragen, die in einer Nachricht begannen |
Schnellcheck
Social Media Grundlagen: Hat Ihr Konto das?
0 von 6 vorhanden Haken Sie ab, was vorhanden ist, und sehen Sie den Stand Ihres Kontos.
Nach Bedarf
Welche dieser Punkte Sie brauchen, legen wir im Erstgespräch gemeinsam fest.
Schicken Sie uns die Links zu Büro und Gutachterprofilen, die Auftraggeber, die Sie betreuen, und Ihr Ziel; wir erstellen einen schriftlichen Umfang samt Angebot.
Ablauf
Sie schicken Ihre Profillinks, und in einem kostenlosen Gespräch von 15 Minuten klären wir Ziel und Umfang. Mit Ihrer Zustimmung analysieren wir Profile, Beiträge und Wettbewerber und fassen den Stand schriftlich zusammen.
Wir legen Plattformen, Themen, Markensprache und Antwortleitfaden fest; danach erhalten Sie den ersten Plan zur Freigabe. Sie fügen unser Team über offizielle Rollen hinzu, Passwörter brauchen wir nie.
Wir erstellen die freigegebenen Designs und Videos, planen sie ein und beantworten Kommentare und Nachrichten nach Leitfaden. Jeder Link zur Website erhält UTM Parameter.
Am Monatsende erklärt ein kurzer Bericht Reichweite, Interaktion und Anfragen, und der Plan für den nächsten Monat passt sich an. Bei Bedarf planen wir gemeinsam Anzeigen.
Regeln, Messung und Berichte
Speichern und Teilen zeigen, dass eine Unterlagenliste oder Begriffserklärung für später aufgehoben wird. Profilbesuche und Linkklicks deuten auf einen Leser auf dem Weg zur Entscheidung; ein Like sagt das allein nicht.
Wir versehen jeden Link im Profil und unter Beiträgen mit UTM Parametern und sehen so, welche Beiträge zur Anfrageseite führen. Die Messung auf der Website selbst wird auf der Website Seite eingerichtet.
Wer Ihnen schreibt, führen wir zum Anfrageformular und zählen mit Ihren Aufzeichnungen, wie viele Nachrichten zu einem echten Auftrag wurden. Die Zahl lesen wir aus Ihren Unterlagen, wir erfinden sie nicht.
Zum Monatsende besprechen wir, welches Thema Interesse fand, was entfällt und was der nächste Monat bringt. Wie KI Antworten Ihr Büro beschreiben, prüfen Sie auf unserer Seite zur KI Sichtbarkeit.
Kostenlose Tools
Berechnen Sie Ihre Engagement Rate, versehen Sie Links mit UTM Parametern und entwerfen Sie Bio und Überschriften mit Werkzeugen ohne Anmeldung.
Social
Messen Sie echte Account Stärke: ER Berechnung + Stufenskala.
Analytics
Erzeugen Sie korrekt getaggte Links mit Ads-, Social- und Newsletter Vorlagen.
Bio
Kurze, coole und lustige Insta Bio Sprüche plus Generator für Instagram, TikTok und X: Bio nach Name und Thema erstellen und mit Schriften verschönern.
Content
Bewertet Ihre Überschrift nach Länge, Wortbalance, Power Words, Emotion und Typ und zeigt, wie sie bei Google und im Postfach wirkt.
Conversion
Erstellen Sie einen wa.me Link mit Vorlagentext + Button Code.
Conversion
URLs, WhatsApp, WLAN, vCard und Text in Sekunden in einen QR Code; hochauflösendes PNG oder SVG.
So arbeiten wir
Einen Social Media Account eines Gutachterbüros betreuen wir bislang nicht, deshalb zeigen wir kein Kundenbeispiel. Unsere Arbeitsweise steht unten offen, unsere Arbeit in anderen Feldern sehen Sie auf der Referenzseite.
Wir fragen, unter welcher Bestellung oder Qualifikation Sie arbeiten und welche Auftraggeber Sie haben, und halten die Grenzen der Inhalte für das Team schriftlich fest.
Aus kurzen Gesprächen entstehen Begriffe, Ablauf und Unterlagenhilfen, ohne Ihre Gutachter lange zu binden, und der verantwortliche Gutachter gibt vor der Veröffentlichung frei.
Was gefilmt wird, wie Adressen und Unterlagen aus dem Bild bleiben und was nie geteilt wird, fassen wir auf einer Seite für alle Beteiligten zusammen.
Jeden Monat sehen wir, was gespeichert wurde und was zur Anfrage führte, und lassen Formate weg, die nicht tragen.
Häufige Fragen
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns; Sie erhalten eine Antwort und ein schriftliches Angebot.
Nächster Schritt
In einem kostenlosen Gespräch von 15 Minuten besprechen wir Ihr Büro, den heutigen Stand Ihres Accounts und Ihr Ziel und erstellen einen schriftlichen Umfang samt Angebot.
Ausführlicher Ratgeber
Social Media für Immobiliengutachter funktioniert anders als der Feed eines Maklers voller Exposés. Ein Gutachterbüro verkauft keine Immobilie, es liefert eine fachliche Aussage mit Unterschrift. Wenn das Publikum aus der Kreditabteilung einer Bank, einer Anwältin, einem Geschäftsführer oder einer Erbengemeinschaft besteht, geht es im Account nicht um Aufmerksamkeit, sondern um Sorgfalt.
Dieser Leitfaden geht die Entscheidungen in der Reihenfolge durch, in der sie anfallen: wer recherchiert, welche Plattform, wessen Stimme, welche Grenzen, welche Inhalte, was beim Ortstermin gefilmt wird, wie Nachrichten beantwortet werden und wie das Ergebnis gelesen wird. Er geht über die Zusammenfassung auf der Seite hinaus in die tägliche Praxis.
Menschen suchen einen Gutachter aus einem konkreten Anlass und selten in Eile. Wir sehen fünf Gruppen, und jede schaut im Account auf etwas anderes.
Gemeinsam ist diesen Gruppen eine Entscheidung mit Verantwortung: Der Sachbearbeiter haftet für seine Akte, die Anwältin gegenüber ihrem Mandanten, der Geschäftsführer vor dem Beirat. Deshalb behandelt Social Media für Immobiliengutachter den Account wie eine Wissensquelle, die man einem Kollegen zeigen könnte, nicht wie ein Schwarzes Brett. Die Recherche verläuft meist still: Niemand liked oder kommentiert, man liest, geht und kommt zurück, wenn es ernst wird.
Daraus folgt für die Planung, dass ein Beitrag nicht sofort wirken muss. Er muss auffindbar bleiben und beim zweiten oder dritten Besuch denselben Eindruck bestätigen. Wir bauen deshalb angeheftete Beiträge, eine klare Profilbeschreibung und eine ruhige Optik ein, die über Monate gleich bleibt.
Social Media für Immobiliengutachter beginnt meist auf LinkedIn, weil Banken, Juristen und Unternehmen dort mit ihrer beruflichen Identität auftreten und die Profile der Gutachter neben dem Büronamen stehen. Die übrigen Plattformen übernehmen Nebenrollen.
TikTok und Facebook haben selten Vorrang. Bei knappen Mitteln ist es besser, einen oder zwei Kanäle gleichmäßig zu pflegen als vier schlecht. Außerdem achten wir darauf, dass Kontoname und Profilbild dem eingetragenen Namen des Büros entsprechen, damit Suchende den echten Account sofort erkennen.
Ein einfacher Test entscheidet, ob ein Kanal offen bleibt: Können wir beschreiben, wer dort in der letzten Woche was gesucht hat? Wenn nicht, wird er pausiert oder behält nur den Namen.
Im Gutachterwesen hängt Vertrauen mehr an der Person als an der Marke, denn wer das Gutachten unterschreibt, ist der Mensch, den ein Entscheider kennenlernen will. Büroseite und Gutachterprofile müssen sich deshalb ergänzen.
Die Büroseite sammelt Verfahrensratgeber, Unterlagenlisten und Mitteilungen, das Profil des Gutachters trägt Erfahrung, Sichtweise und Fachwissen. Beide müssen in ihren Aussagen übereinstimmen: Wer auf der Büroseite einen Ablauf liest und auf dem Profil einen anderen, vertraut keinem von beiden. Wie sichtbar jeder Gutachter sein soll, entscheiden wir gemeinsam. Manche posten gern zweimal im Monat, andere lieber gar nicht, und wir drängen niemanden. In diesem Fall trägt die Büroseite die Teamvorstellung und die Angaben dazu, wer unterschreibt.
Ein praktischer Rhythmus ist ein Beitrag pro Woche von der Büroseite und ein bis zwei im Monat von jedem Gutachter, angepasst an die Kapazität. Qualifikationen, Bestellungen und Titel stehen nur so da, wie Ihre Unterlagen sie belegen. Ein vager Titel ist für sich genommen ein Vertrauensverlust.
Für öffentlich bestellte Sachverständige setzt die Mustersachverständigenordnung der IHK Organisation klare Leitplanken, und wir fragen vor dem ersten Text, was für Sie gilt. Nach den Richtlinien zur Mustersachverständigenordnung unterliegt die Werbung den §§ 3 bis 7 UWG, und der Sachverständige hat sich dabei Zurückhaltung aufzuerlegen.
Zulässig ist nach § 18 eine Werbung, die lediglich hinweisenden und informierenden Charakter hat und das Leistungsangebot objektiv darstellt. Aufdringliche und reißerische Werbeaussagen sind zu unterlassen. Dazu kommt die Verschwiegenheit nach § 16: Sie gilt als maßgeblicher Grund für die Vertrauenswürdigkeit des Sachverständigen. Für uns folgen daraus vier Schreibregeln:
Sind Sie nicht öffentlich bestellt, gelten für Sie andere Regeln, etwa Ihres Verbands oder Ihres Zertifizierers. Diese klären Sie, und wir schreiben innerhalb davon. Die abschließende rechtliche Bewertung liegt bei Ihnen.
Auch die Bezeichnung öffentlich bestellter Sachverständiger ist nach § 132a StGB geschützt. Bestellung, Zertifizierung und Mitgliedschaft nennen wir deshalb nur so, wie sie belegt sind. Das gilt für den Profiltext ebenso wie für die Kurzbeschreibung eines Videos.
Ein starker Gutachter Account läuft auf vier Inhaltslinien, und jede beantwortet eine andere Frage. Wer die Linien einmal festlegt, spart sich die wöchentliche Themensuche.
Wir verteilen die Linien auf ein Quartal: Begriffe im ersten Monat, Verfahren und Unterlagen im zweiten, Ablauf und häufige Fragen im dritten, danach richten wir uns nach dem, was gespeichert wurde. Begriffe passen in Karussells, Verfahren in Kurzvideos, Unterlagen in eine herunterladbare Checkliste. Pro Beitrag genügt ein Gedanke; ein Karussell mit fünf Begriffen lässt den Leser keinen davon behalten. Zeitgebundene Themen wie Rechtsänderungen kommen als fünfte Linie dazu, und bei ihnen prüfen wir die Quelle jedes Satzes vorab.
Wichtig ist die Reihenfolge innerhalb einer Linie: Erst der Begriff, dann das Verfahren, dann der Ablauf, denn wer ein Gutachten nicht versteht, will auch nicht wissen, wie es entsteht. Social Media für Immobiliengutachter lebt davon, dass jede Linie einen eigenen Nutzen hat, den ein Leser auch ohne Vorwissen sofort erkennt.
Das Wissen steckt in den Köpfen Ihrer Gutachter, und das Aufschreiben soll unsere Zeit kosten, nicht ihre. Ein kurzes Gespräch reicht meist für den Inhalt eines Monats.
Das mag langsam wirken, doch ein falscher Satz kostet im Gutachterwesen mehr als ein korrigierter Beitrag. Die Freigabe ist schriftlich und nachvollziehbar, sodass festgehalten ist, wer was wann freigab. In den ersten Monaten kann die Freigabe länger dauern, und wir planen das im Redaktionsplan ein, damit die Reihenfolge nicht ins Rutschen gerät.
Hilfreich ist ein fester Termin im Monat, an dem der Gutachter die Entwürfe liest. Wer sie zwischen zwei Begehungen prüfen soll, gibt sie schneller frei, wenn er dafür nur fünf Minuten braucht und die Entwürfe kurz sind. Fachliche Korrekturen arbeiten wir sofort ein und halten fest, welche Formulierung künftig bevorzugt wird.
Aufnahmen vom Ortstermin geben dem Account Wirklichkeit, und sie sind zugleich der riskanteste Teil der Inhalte. Den Drehplan schreiben wir, bevor jemand vor Ort ist.
So gewöhnlich ein Objekt aussieht, die Arbeit eines Gutachters beruht auf den Informationen des Auftraggebers. Für eine Geschichte vom Ortstermin genügen meist eine Gesamtansicht und ein Teamfoto. Eine Person kommt nur für die Aufnahmen mit und stört den Gutachter nicht. Das meiste Rohmaterial wird nie veröffentlicht, denn das Ziel sind wenige klare, veröffentlichbare Bilder. Das Rohmaterial geht an den Account Inhaber, Überflüssiges wird gelöscht.
Referenzen zu zeigen ist nicht verboten, doch wegen der Verschwiegenheit darf eine Auftraggebergeschichte nur mit schriftlicher Zustimmung oder so erscheinen, dass niemand erkennbar ist. Auf diesen Unterschied achten wir in jedem Beitrag.
In einer anonymen Geschichte beschreiben wir Objektart, allgemeinen Anlass und das gewählte Vorgehen, und lassen Gegend, Straße, Eigentümer und Institution weg. Bei der Bewertung eines Gewerbegrundstücks lässt sich etwa erklären, welche fehlende Unterlage die Arbeit verzögerte und wie das gelöst wurde, ohne zu sagen, wessen Auftrag es war. Stimmt ein Auftraggeber zu, holen wir die Zustimmung schriftlich ein, halten fest, was genau geteilt werden darf, und zeigen ihm den Beitrag vor der Veröffentlichung.
Außerdem vereinbaren wir, dass die Zustimmung widerrufen werden kann und der Beitrag dann sofort entfällt. Wünschen Sie eine Zahl zu erledigten Aufträgen, nennen wir sie nur dort, wo Sie sie belegen können, mit Angabe ihres Umfangs.
Die häufigste Nachricht in einem Gutachter Account ist eine Preisfrage, und die richtige Antwort ist, keine Zahl zu nennen. Helfen kann man trotzdem, und dafür bereiten wir einen Antwortleitfaden vor.
Der Leitfaden besteht aus drei Teilen: einer höflichen Erklärung, den nötigen Angaben und einem nächsten Schritt. Die Erklärung sagt, dass ein Wert erst nach Besichtigung und über ein Gutachten ermittelt wird. Die nötigen Angaben sind Adresse, Grundbuchauszug und Anlass der Bewertung. Der nächste Schritt ist der Link zum Anfrageformular oder die Telefonnummer, sodass die fragende Person beantwortet und weitergeführt zurückbleibt.
Antworten erfolgen zu festen Zeiten unter der Woche, die im Profil stehen. Kehrt eine Frage immer wieder, wird sie zum Thema des nächsten Monats. Wer den Account betreut, spricht nie als Gutachter, und diese Grenze schützt Richtigkeit und den Namen des Büros.
Im Gutachterwesen kann der Ruf durch ein einziges strittiges Gutachten an einem Tag ins Wanken geraten, deshalb wird der Krisenplan vorab geschrieben. Er ist einfach und hat drei Teile.
Zuerst der Ton: Ein Auftraggeber, der öffentlich widerspricht, bekommt im Account keine ausführliche Antwort. Ein kurzer, respektvoller Satz lädt zum privaten Gespräch ein, denn Einzelheiten würden die Verschwiegenheit belasten und den Streit vergrößern. Dann die Zuständigkeit: Wer antwortet, wer informiert wird und in welcher Zeit, steht vorher fest. Zuletzt die Dokumentation: Was wurde wann geschrieben und wie ging es aus.
Dasselbe Prinzip gilt für Google Bewertungen. Sie dürfen echte Auftraggeber um eine Bewertung bitten, doch Bewertungen zu kaufen, Mitarbeitende schreiben zu lassen oder eine schlechte Bewertung unter geschönten zu begraben, verstößt gegen die Plattformregeln und zerstört Vertrauen. Antworten enthalten nie Inhalte des Gutachtens, Daten des Auftraggebers oder Beträge. Ein Dank und ein Kontaktweg genügen. Muss ein Beitrag berichtigt werden, erscheint eine kurze, sachliche Korrektur ohne Verteidigung.
Nach einer Krise werten wir im Monatsbericht aus, was gelaufen ist: wann die Nachricht kam, wer sie beantwortete und ob der Weg ins private Gespräch gelang. Daraus ergänzen wir den Antwortleitfaden um einen Satz, damit dieselbe Lage beim nächsten Mal in Minuten statt in Stunden geklärt ist.
Ist ein Beitrag bezahlt oder als Geschenk erhalten, bekommt er einen klaren Hinweis nach den Werberegeln Ihres Marktes. Beiträge mit Vortragenden oder Fachmedien planen wir mit der Kennzeichnung von Anfang an; wird ein Influencer eingebunden, ist das ein eigener Auftrag, den wir unter Influencer Zusammenarbeit beschreiben.
Beim Datenschutz fallen drei Punkte auf:
Diese Regeln wirken klein, doch die teuersten Fehler entstehen hier. Jeder Beitrag durchläuft vor der Veröffentlichung eine Checkliste mit fünf Fragen: Ist jemand erkennbar, sind Musik und Bild lizenziert, ist es eine bezahlte Zusammenarbeit, stützt sich die Aussage zur Qualifikation auf einen Nachweis, und enthält der Beitrag Angaben zu Auftraggeber oder Objekt? Ist eine Antwort unklar, wartet der Beitrag.
Bei Social Media für Immobiliengutachter zeigt sich der Erfolg im Interesse, das auf eine Anfrage zugeht, nicht in Likes. Aussagekräftig sind Speichern, Teilen, Profilbesuche, Linkklicks und die Zahl der Anfragen, die in einer Nachricht begannen.
Jeden Link im Profil und in Beiträgen versehen wir mit einem UTM Parameter, damit sichtbar wird, welcher Beitrag zur Anfrageseite führte. Den Verlauf der Interaktion verfolgen wir mit einem Rechner für die Engagement Rate, machen ihn aber nie zum einzigen Maßstab. Nachrichten, die zu Aufträgen wurden, zählen wir mit Ihren Unterlagen; die Zahl erzeugen wir nicht selbst. Zahlen lesen wir im Zusammenhang: Die Reichweite kann in einem Monat sinken, während Speichern und Anfragen steigen.
Die meisten Fehler entstehen aus guter Absicht und Eile. Diese begegnen uns am häufigsten, jeweils mit der einfachen Lösung.
Allen gemeinsam ist, dass die Regeln des Gutachterwesens nachträglich an einen allgemeinen Redaktionsplan angeklebt wurden. Ein Plan, der von den Regeln der Branche ausgeht, enthält diese Fehler gar nicht. Social Media für Immobiliengutachter ist deshalb zuerst eine Arbeit an den Regeln.
Bei der Wahl eines Partners lautet die erste Frage, ob er die Regeln Ihrer Branche kennt und schriftlich festhält. Hier trennt sich eine Vorlage von einem Verfahren, das auf das Gutachterwesen angepasst ist.
Sehen Sie sich den Umfang vor dem Budget an: wie viele Accounts, wie viele Gutachterprofile, wie oft Inhalte erscheinen und wie viel Drehaufwand nötig ist. Ein Angebot, das diese drei Punkte auslässt, wird später zum Streit um den Umfang.
Als nächsten Schritt erreichen Sie uns über die Kontaktseite, um Ihre Accounts und Profillinks durchzugehen, und wir erstellen einen schriftlichen Umfang samt Angebot für Ihr Büro. Aktuelle Pakete sehen Sie auf der Preisseite, unsere übrigen Arbeiten auf der Referenzseite.
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Danke {name}, wir haben Ihr Briefing erhalten. Wir antworten meist noch am selben Tag.
Wie geht es weiter?