Beitragsaufrufe im Google Unternehmensprofil: Was die neue Statistik zeigt und wie Sie sie auswerten

Was sind Beitragsaufrufe im Google Unternehmensprofil?
Beitragsaufrufe sind eine neue Kennzahl im Google Unternehmensprofil, die zeigt, wie oft lokale Kunden jedes Update, jedes Angebot und jedes Event gesehen haben. Die Zahl fasst Aufrufe aus der Google Suche und aus Google Maps zusammen und deckt Beiträge der letzten 18 Monate ab.
Google hat die Funktion am 10. September 2026 angekündigt. Nach rund dreieinhalb Jahren ohne Beitragsdaten lässt sich dieser Teil des Profils also endlich wieder messen. In diesem Artikel erkläre ich, was Beitragsaufrufe messen, was sie nicht messen, wo Sie die Zahl finden und wie Sie sie zusammen mit Ihrer Webanalyse lesen.
Wie hat Google die Beitragsaufrufe angekündigt?
Die Nachricht kam mit der Septemberausgabe des Google Small Business Bulletin, veröffentlicht in der offiziellen Hilfe Community für Unternehmensprofile. Der Titel ist eindeutig: "Track your Google Post views", also: Verfolgen Sie die Aufrufe Ihrer Google Beiträge.
Google nennt die Funktion eine der am häufigsten gewünschten Neuerungen. Das überrascht nicht, denn Inhaber und Agenturen fragen seit 2023 nach Beitragsdaten. Außerdem schreibt Google, dass die Einführung weltweit, aber schrittweise erfolgt. Sehen Sie die Zahlen also noch nicht, ist mit Ihrem Konto trotzdem alles in Ordnung.
Schon vor der Ankündigung gab es Hinweise auf einen Test. Zum Beispiel zeigten Screenshots in der Fachpresse Aufrufzahlen unter einzelnen Beitragskarten. Anders gesagt: Das ist kein Gerücht, sondern eine bestätigte Funktion, die Google nach und nach ausrollt.
Mein Rat gilt für jede Neuigkeit rund um die lokale Suche: Prüfen Sie zuerst die Quelle. Jede Woche kursieren neue Gerüchte. Allerdings sollten nur Informationen aus den eigenen Kanälen von Google Ihr Budget und Ihren Redaktionsplan beeinflussen.
Welche Beiträge erfassen die Beitragsaufrufe?
Laut Bulletin hat die neue Kennzahl vier klare Grenzen. Wer die Zahl ohne diese Grenzen liest, zieht schnell falsche Schlüsse. Kurz zusammengefasst:
- Zeitraum: Beiträge der letzten 18 Monate, fortlaufend aktualisiert.
- Beitragstypen: alle Typen, also Updates, Angebote und Events.
- Oberflächen: Aufrufe aus Suche und Maps erscheinen als eine gemeinsame Summe.
- API: Die Daten stehen vorerst nur im Dashboard; laut Google gibt es noch keine API Unterstützung.
Das spannendste Detail ist das Fenster von 18 Monaten. Die offizielle Hilfeseite zu Beiträgen sagt nämlich, dass Google Beiträge ohne Zeitraum nach sechs Monaten archiviert. Folglich sehen Sie jetzt auch die Leistung archivierter Beiträge. Für saisonale Kampagnen ist das eine echte Chance.
Ein praktischer Tipp: Übertragen Sie am ersten Tag, an dem Sie die Zahlen sehen, alle Werte vergangener Beiträge in eine Tabelle. Denn das rollierende Fenster lässt jeden Monat die ältesten Beiträge verschwinden. So sichern Sie die heutige Historie dauerhaft.
Wo finden Sie die Beitragsaufrufe in Ihrem Profil?
Einen eigenen Bericht gibt es allerdings nicht. Stattdessen steht die Zahl direkt in der Beitragsliste. Laut Berichten aus der Fachpresse sieht der Ablauf so aus:
- Melden Sie sich mit dem Google Konto an, das das Unternehmensprofil verwaltet.
- Suchen Sie Ihren Firmennamen bei Google oder öffnen Sie Ihr Profil in der Maps App.
- Öffnen Sie im Verwaltungsmenü den Bereich Beiträge.
- Lesen Sie die Aufrufzahl auf jeder Beitragskarte ab.
In der Testphase berichteten einige Nutzer von der englischen Bezeichnung "people viewed". Welche Beschriftung die deutsche Oberfläche nutzt, hat Google bisher nicht veröffentlicht. Suchen Sie daher nicht nach einem exakten Menünamen, sondern schauen Sie auf die Beitragskarten. Zudem kann die Funktion bei mehreren Profilen desselben Kontos an unterschiedlichen Tagen erscheinen.
Warum hat Google die Beitragsstatistiken früher entfernt?
Zu Zeiten von Google My Business konnten Sie für jeden Beitrag Aufrufe und Klicks auf Schaltflächen sehen. Laut Branchenberichten verschwanden beide Kennzahlen am 20. Februar 2023, im Zuge des Wechsels zur Business Profile Performance API. Die Aufrufzahlen für Fotos fielen zur gleichen Zeit weg.
Seitdem bot der Leistungsbereich nur Daten auf Profilebene. Die offizielle Hilfeseite zur Leistung nennt Aufrufe, Suchanfragen, Routen, Anrufe, Websiteklicks, Nachrichten und Buchungen. Den Anteil einzelner Beiträge zeigte sie allerdings nie.
Deshalb hörten viele Unternehmen ganz auf zu posten. Ehrlich gesagt musste ich Beiträge in dieser Zeit als Arbeit beschreiben, die wir "nicht messen, aber auch nicht aufgeben" sollten. Der neue Bericht holt diese Diskussion endlich zurück zu den Daten.
Es gab allerdings auch eine gute Seite. Wer weiter gepostet hat, blieb in einem Bereich sichtbar, den viele Wettbewerber aufgegeben hatten. Diese Profile finden jetzt 18 Monate Historie vor, während stille Profile bei null beginnen.
Wie unterscheiden sich neue und alte Beitragsstatistiken?
Im direkten Vergleich treten die Unterschiede klar hervor. Die folgende Tabelle basiert auf dem offiziellen Bulletin und auf Berichten der Fachpresse:
| Kennzahl | Beitragsstatistiken vor 2023 | Neue Beitragsaufrufe |
|---|---|---|
| Aufrufe pro Beitrag | Ja | Ja |
| Klicks auf Schaltflächen | Ja | Nicht Teil der Ankündigung |
| Historie | Begrenzt | Rollierend 18 Monate |
| Trennung Suche und Maps | Nein | Nein, eine Summe |
| API Zugriff | Über die alte API | Noch nicht |
| Definition eines Aufrufs | Impressionen | Von Google noch offen |
Die wichtigste Zeile betrifft vor allem die Klicks. Der neue Bericht zeigt also Interesse, aber keine Handlung. Um Klicks zu messen, brauchen Sie die UTM Methode, die ich weiter unten beschreibe.
Zählt ein Aufruf Personen oder Impressionen?
Eine offizielle Antwort gibt es allerdings noch nicht. Google hat im Bulletin nicht definiert, was ein Beitragsaufruf ist. Daher wissen wir nicht, ob die Zahl eindeutige Personen oder jede Einblendung zählt.
Ein Blick auf die Profilaufrufe hilft deshalb beim Vergleich. Laut offizieller Hilfeseite arbeiten Profilaufrufe mit eindeutigen Nutzern. Google zählt eine Person nur einmal pro Tag. Außerdem können Besuche von verschiedenen Geräten und Plattformen begrenzt mehrfach zählen.
Ob Beiträge derselben Logik folgen, ist dennoch unklar. Deshalb rate ich vorerst davon ab, Beitragsaufrufe durch Profilaufrufe zu teilen und daraus eine Reichweitenquote zu bauen. Vergleichen Sie stattdessen Beiträge untereinander. Zwei Beiträge mit derselben Messlogik liefern einen viel sichereren Vergleich als zwei Zahlen mit unterschiedlicher Definition.
Beeinflussen Beitragsaufrufe das lokale Ranking?
Keine offizielle Quelle bestätigt das. Die Hilfeseite von Google zum lokalen Ranking nennt drei Hauptfaktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Beitragsaufrufe tauchen dort nicht als Rankingsignal auf.
Trotzdem helfen Beiträge indirekt. Ein Profil mit frischen, regelmäßigen Beiträgen zeigt, dass das Unternehmen aktiv ist. Dadurch kann die Interaktion auf dem Profil steigen, und die neue Kennzahl zeigt Ihnen den ersten Schritt dieser Interaktion.
Das eigentliche Fundament lokaler Sichtbarkeit bleiben Kategorie, konsistente Unternehmensdaten, Bewertungen und eine passende Website. Dieses Fundament beschreibe ich in meinem Leitfaden zu Google Maps SEO; lesen Sie ihn am besten vor Ihrer Beitragsplanung. Kurz gesagt: Beiträge sind eine Schicht auf einem soliden Profil, ein schwaches Profil retten sie nicht.
Zudem möchte ich einen verbreiteten Irrtum korrigieren. Ein Beitrag ist kein Ort für Keyword Stuffing. Stadtteile und Leistungen in den Text zu stopfen, schreckt Leser ab, und kein offizieller Hinweis spricht für einen Rankingvorteil.
Wie sollten Sie Beitragsaufrufe richtig lesen?
Eine nackte Zahl sagt zunächst wenig. Dreihundert Aufrufe können für ein Café im Viertel stark und für eine Handelskette schwach sein. Darum lese ich die Zahl in drei Zusammenhängen:
- Im Verhältnis zu Profilaufrufen: Prüfen Sie, wie viele Menschen Ihr Profil im selben Zeitraum gesehen haben.
- Nach Beitragstyp: Gruppieren Sie Angebote, Events und Updates getrennt. So sehen Sie schnell, welcher Typ Aufmerksamkeit bekommt.
- Über die Zeit: Vergleichen Sie dieselbe Saison in zwei Jahren. Das Fenster von 18 Monaten macht das möglich.
Notieren Sie außerdem, wie lange jeder Beitrag online war. Ein Event, das zwei Wochen lief, und ein Update, das sechs Monate stand, gehören nicht auf dieselbe Waage. In der Praxis ergänze ich deshalb eine Spalte "Tage online". Durchschnittliche Aufrufe pro Tag liefern dann einen deutlich faireren Vergleich.
Welcher Beitragstyp erzielt mehr Beitragsaufrufe?
Einen offiziellen Vergleich hat Google nicht veröffentlicht. Die meisten Werte im Netz stammen von Toolanbietern und deren eigenen Stichproben. Daher empfehle ich, mit Ihren eigenen Daten zu testen, statt einer allgemeinen Regel zu folgen.
Die offizielle Hilfeseite zu Beiträgen beschreibt drei Typen. Updates können Fotos, Videos und eine optionale Aktionsschaltfläche enthalten. Angebote brauchen einen Titel und einen Zeitraum; sie enthalten automatisch eine Schaltfläche zum Angebot und optional einen Gutscheincode. Events arbeiten mit Titel sowie Start und Enddatum.
Meine Beobachtung: Angebote und Events sprechen oft eine klarere Absicht an, weil sie eine Frist haben. Allerdings ist das ein Eindruck aus der Praxis, keine Regel. Der neue Bericht gibt Ihnen zum ersten Mal eine solide Grundlage, diesen Eindruck im eigenen Profil zu prüfen.
Worin liegt der Unterschied zu den Angebotsdaten im Leistungsbereich?
Dieses Detail übersehen allerdings viele. Die offizielle Hilfeseite zur Leistung nennt bereits Aufrufe und Klicks von Angeboten unter den Profilkennzahlen. Für Angebote gab es also schon länger ein begrenztes Signal.
Der neue Bericht erweitert diese Sicht auf alle Beitragstypen und auf einzelne Beiträge. Zum Beispiel sehen Sie jetzt Karte für Karte, welches von zwei Angeboten mehr Aufmerksamkeit bekam. Für Updates und Events sind die Daten dagegen wirklich neu.
Halten Sie beide Quellen deshalb in Ihren Berichten getrennt. Der Leistungsbereich zeigt das Gesamtbild des Profils, die Beitragskarte das Zeugnis eines einzelnen Inhalts. Getrennte Spalten schützen Sie am Jahresende vor doppelten Zählungen.
Wie messen Sie Klicks auf Beitragsschaltflächen?
Die neue Kennzahl bringt Aufrufe zurück, aber keine Klicks. Die praktischste Lösung sind Links mit UTM Parametern auf Ihren Schaltflächen. Dann erscheint jeder Besuch aus einem Beitrag als eigene Quelle in Google Analytics 4.
- Geben Sie jedem Beitrag einen eigenen Kampagnennamen, zum Beispiel "oktober_fruehstueck".
- Nutzen Sie "google" als Quelle und ein eindeutiges Medium wie "gbp_post".
- Erstellen Sie den Link fehlerfrei mit einem UTM Generator.
- Ordnen Sie Sitzungen und Conversions in GA4 den einzelnen Beiträgen zu.
Danach stellen Sie die Aufrufzahl neben die Sitzungen aus GA4. Das Verhältnis ergibt eine grobe Klickrate, und mit dem Tool CTR berechnen geht das schnell. Wegen der unterschiedlichen Definitionen ist der Wert nicht exakt. Für den Vergleich von Beiträgen reicht er aber gut aus.
Ein Hinweis noch: GA4 sieht nur Besuche auf Ihrer Website. Manche Menschen sehen einen Beitrag und rufen dann direkt an oder fragen eine Route ab. Diese Handlungen erfassen UTM Parameter nicht; beobachten Sie also in intensiven Phasen auch Anrufe und Routen im Leistungsbereich.
Wie verbinden Sie Beitragsaufrufe mit GA4 Daten?
Ohne API führen Sie die Daten vorerst von Hand zusammen. Das klingt mühsam, doch eine halbe Stunde im Monat genügt. So sieht mein einfaches Setup aus:
- Führen Sie eine Tabelle mit Datum, Typ, Titel und Kampagnenname für jeden Beitrag.
- Übertragen Sie am Monatsende die Aufrufzahlen aus dem Dashboard.
- Ziehen Sie aus GA4 Sitzungen, aktive Sitzungen und Conversions für dieselben Kampagnennamen.
- Lesen Sie schließlich den Trichter "Aufrufe, Besuche, Conversions" pro Beitrag in einer Zeile.
Die korrekte Einrichtung von Ereignissen und Conversions in GA4 ist das schwächste Glied dieses Trichters. Die Grundlagen erkläre ich in meinem Artikel über GA4. Wenn Sie die Tabelle Ihrer Geschäftsführung vorstellen, hilft Ihnen außerdem der Rahmen aus dem Beitrag Marketing Report richtig lesen.
Was bedeutet die fehlende API für Agenturen und Filialisten?
Für ein Unternehmen mit einem Profil ist das Ablesen im Dashboard kein Problem. Eine Marke mit Dutzenden Filialen oder eine Agentur mit vielen Kunden steht dagegen vor einer anderen Lage. Automatische Reporting Dashboards können diese Kennzahl noch nicht abrufen.
Das Bulletin nennt keinen Zeitplan für die API. Bauen Sie also statt zu warten einen Übergangsprozess auf. Verwalten Sie viele Standorte, erfassen Sie zum Beispiel monatlich nur die stärksten und schwächsten Beiträge. So bleibt der Aufwand gering, ohne dass Erkenntnisse verloren gehen.
Seien Sie vorsichtig bei Tools von Drittanbietern, die diese Kennzahl angeblich schon zeigen. Ohne offizielle API sollten Sie immer nach der Herkunft der Zahlen fragen. Geschätzte oder gescrapte Daten als offizielle Werte zu berichten, kann Vertrauen schnell beschädigen.
Für Agenturen noch ein Tipp: Ergänzen Sie jeden Kundenbericht um eine kurze Notiz, etwa "manuell aus dem Google Dashboard, Summe aus Suche und Maps". Diese Zeile beantwortet Fragen, bevor jemand sie stellt.
Was verraten niedrige Beitragsaufrufe?
Eine niedrige Zahl bedeutet nicht immer schwache Inhalte. Beginnen Sie bei der Basis. Sind Ihre Profilaufrufe niedrig, sehen natürlich auch wenige Menschen Ihre Beiträge; dann liegt das Problem bei der Auffindbarkeit, nicht beim Beitrag.
Sehen die Profilaufrufe gut aus, bleiben die Beitragszahlen aber schwach, konzentrieren Sie sich auf Inhalt und Timing. Diese Ursachen sehe ich am häufigsten:
- Ein Profil voller archivierter Beiträge, weil monatelang niemand gepostet hat.
- Stockfotos oder Bilder in niedriger Auflösung, die niemandem auffallen.
- Lange, allgemeine Texte, die in der ersten Zeile nicht sagen, worum es geht.
- Beiträge, die an den Richtlinien scheiterten, ohne dass der Inhaber es bemerkte.
Vor allem der letzte Punkt ist wichtig. Laut offizieller Hilfeseite lehnt Google Beiträge mit Richtlinienverstößen ab und zeigt den Status im Dashboard an. Sehen Sie null Aufrufe, prüfen Sie also zuerst, ob der Beitrag überhaupt online ging.
Wie schreiben Sie Beiträge mit mehr Reichweite?
Ein Beitrag ist also ein kleines Schaufenster. Menschen sehen ihn in den Suchergebnissen oder im Maps Panel nur wenige Sekunden. Deshalb sollte die erste Zeile sagen, was Sie anbieten, für wen und bis wann.
Nutzen Sie bei Bildern Ihre eigenen Fotos. Eine echte Aufnahme von Räumen, Produkt oder Team schafft mehr Vertrauen als Stockmaterial. Geben Sie zudem jedem Beitrag nur eine klare Schaltfläche, denn mehrere Ziele machen unentschlossen. Die Prinzipien aus meinem Artikel über Call to Action Buttons gelten auch hier.
Beim Rhythmus erlaubt Google, Beiträge zu planen und wöchentlich, monatlich oder nach eigenem Muster zu wiederholen. So bleibt Ihr Profil nie still. Dennoch empfehle ich, bei jeder Wiederholung eine Kleinigkeit zu ändern, statt denselben Text zu recyceln. Die neue Kennzahl macht die Wirkung solcher Details erstmals messbar.
Welche Tests ermöglichen Beitragsaufrufe?
Jetzt können Sie Beiträge nach Vergleich statt nach Gefühl steuern. Ändern Sie dabei immer nur eine Variable; sonst wissen Sie nicht, woher ein Unterschied kommt.
- Bildtest: Teilen Sie dasselbe Angebot einen Monat mit Produktfoto, im nächsten mit einem Foto Ihrer Räume.
- Typtest: Legen Sie dieselbe Kampagne einmal als Update und einmal als Angebot an.
- Timingtest: Kündigen Sie ein Event einmal eine Woche und einmal drei Tage vorher an.
- Texttest: Testen Sie eine Version mit Preis in der ersten Zeile und eine ohne.
Notieren Sie beim Auswerten äußere Faktoren wie Feiertage, Wetter und lokale Veranstaltungen. Deuten Sie kleine Unterschiede nicht über. Kurz gesagt: Ändern Sie Ihre Strategie erst, wenn sich ein Muster über mehrere Monate wiederholt.
Schreiben Sie außerdem vor jedem Test Ihre Hypothese auf. Eine Vorhersage in einem Satz hält Sie ehrlich, sobald die Ergebnisse kommen. Behalten Sie die Notiz auch bei enttäuschenden Ergebnissen, denn auch sie prägen die nächste Kampagne.
Welche Unternehmen profitieren am meisten?
Beitragsaufrufe sind für jedes Unternehmen wertvoll, dessen Kunden vor der Entscheidung auf die Karte schauen. In manchen Branchen ist der Effekt aber stärker. Aus meiner Erfahrung stechen diese Gruppen heraus:
- Restaurants und Cafés: Sie sehen schnell, welches Tagesmenü, welcher Brunch oder welches Konzert Aufmerksamkeit bekommt.
- Praxen und Kliniken: Sie vergleichen saisonale Informationen im Jahresvergleich.
- Einzelhandel: Neuheiten, Lagerbestand und Rabatte lassen sich leicht nach Typ testen.
- Lokale Dienstleister: Handwerker, Schlüsseldienste und Salons messen das Interesse an Aktionen erstmals.
Andererseits bleibt die Kennzahl zweitrangig, wenn Besucher meist direkt auf die Website kommen. Für einen reinen Onlineshop sind Beitragsaufrufe zum Beispiel nur ein kleines Signal. Richten Sie Ihren Aufwand also nach der Customer Journey Ihrer Kunden aus.
Wie oft sollten Sie die Beitragsaufrufe prüfen?
Tägliche Kontrollen sind für die meisten Unternehmen unnötig. Beiträge bleiben wochenlang online, die Zahl wächst also mit der Zeit, und die ersten zwei Tage können täuschen. Daher empfehle ich einen festen monatlichen Termin.
Kurze Events und Angebote sind dagegen ein Sonderfall, denn sie enden schnell. Halten Sie zum Beispiel das Ergebnis einer dreitägigen Rabattaktion in der Woche nach Kampagnenende fest. Dann vergleichen Sie es fair mit der nächsten ähnlichen Aktion.
Notieren Sie beim Erfassen zudem immer das Datum. Wegen des rollierenden Fensters fallen ältere Beiträge aus dem Bericht. Ohne eigene Tabelle können Sie heutige Kampagnen in zwei Jahren nicht mehr vergleichen.
Wie spielen Beiträge und Bewertungsmanagement zusammen?
Wer Ihren Beitrag gesehen hat, schaut meist als Nächstes auf die Bewertungen. Ein starker Beitrag gleicht ein schwaches Bewertungsbild also nicht allein aus. Sie müssen beide Bereiche gemeinsam denken.
Achten Sie in der Praxis auf dieses Muster: hohe Beitragsaufrufe, aber wenige Websiteklicks und Anrufe. Das kann bedeuten, dass Menschen Interesse zeigen und dann irgendwo im Profil abspringen. Oft liegt der Absprungpunkt bei unbeantworteten negativen Bewertungen oder veralteten Angaben.
Eine professionelle Antwort auf negative Bewertungen ist daher immer der erste Schritt. Für gefälschte, beleidigende oder richtlinienwidrige Bewertungen bietet Google offizielle Meldewege. Mein Team und ich bearbeiten solche Fälle ausschließlich über diese offiziellen Wege im Rahmen unserer Leistung Google Bewertung löschen.
Wie integrieren Sie Beitragsaufrufe in Ihren Messplan?
Der häufigste Fehler bei jeder neuen Kennzahl: Man nimmt sie ohne Überlegung in das KPI Set auf. Beitragsaufrufe messen vor allem Bekanntheit und Interesse. Umsatz oder Leads ersetzen sie nicht.
Ich empfehle, Beitragsaufrufe als Frühindikator zu behandeln, also als ersten Schritt auf dem Weg zum Geschäftsergebnis, nicht als Ergebnis selbst. Messen Sie den Erfolg weiter über Anrufe, Routen, Websitebesuche und Conversions. Mein Leitfaden zu Online Marketing KPIs hilft bei der Zuordnung von Kennzahl und Ziel.
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Was tun, wenn die Funktion in Ihrem Profil fehlt?
Zunächst: warten. Google spricht von einer schrittweisen Einführung, manche Profile erhalten die Funktion also erst Wochen später. In der Zwischenzeit helfen diese Prüfungen:
- Stellen Sie sicher, dass das Profil bestätigt ist; laut offizieller Hilfeseite setzen Leistungsdaten ein bestätigtes Profil voraus.
- Prüfen Sie, ob Sie mit einem Konto mit Inhaber oder Verwalterrolle angemeldet sind.
- Kontrollieren Sie, ob Sie in den letzten 18 Monaten mindestens einen Beitrag veröffentlicht haben.
- Öffnen Sie das Profil auf einem anderen Gerät, sowohl über die Suche als auch über Maps.
Fehlt die Zahl danach immer noch, schauen Sie in einigen Wochen erneut. Richten Sie bis dahin das Klicktracking mit UTM ein. Dann haben Sie beim Start der Funktion bereits Vergleichsdaten.
Ignorieren Sie Foren Tricks, die eine "Freischaltung" versprechen. Keine Einstellung und kein Formular beschleunigt die Einführung. Geben Sie außerdem niemandem außerhalb der offiziellen Google Supportkanäle Zugriff auf Ihr Konto.
Lohnt es sich, Beitragsaufrufe zu verfolgen?
Ja, mit den richtigen Erwartungen. Die Kennzahl sagt Ihnen, wie oft Menschen Ihre Beiträge gesehen haben, aber nicht, ob sie gekauft haben. Wenn Sie diese Unterscheidung im Kopf behalten, schließt die Funktion eine Lücke, mit der lokales Marketing jahrelang gelebt hat.
Für mich liegt der größte Wert darin, dass die alte Frage "Bringen Beiträge etwas?" wieder eine Datenfrage ist. Sie beantworten sie jetzt mit Zahlen aus Ihrem eigenen Profil. Zudem lernen Sie dank der Historie von 18 Monaten auch aus der Vergangenheit, nicht erst ab heute.
Möchten Sie Ihre lokale Sichtbarkeit mit diesen Daten ganzheitlich angehen, arbeiten mein Team und ich gern mit Ihnen an Profilstruktur, Inhaltsplanung und Messung, im Rahmen unserer SEO Beratung.




