Eine Reise verhält sich nicht wie ein Produkt im Regal. Jeder Termin hat sein eigenes Kontingent, seinen eigenen letzten Buchungstag und seinen eigenen Preis; ist der Bus abgefahren, lässt sich ein freier Platz nicht mehr verkaufen. Google Ads für Reisebüros bedeutet deshalb weniger, Kampagnen zu starten, als das Werbekonto im gleichen Rhythmus wie den Reisekalender zu führen.
Die folgenden Abschnitte folgen den Entscheidungen, die ein Reisebüro oder Reiseveranstalter im Werbekonto der Reihe nach trifft: welcher Kanal Reisende in welchem Moment erreicht, das Gerüst des Kontos, Keywords und Ausschlüsse, Anzeigentexte, Preisregeln, Zielseiten, Messung, Zielgruppen, Incoming, Budget und Bericht.
01Fünf Momente vor einer Reisebuchung
Niemand bucht eine Reise nach einer einzigen Suche; zwischen erster Idee, Route, Termin, Vergleich und Anzahlung liegen Tage oder Wochen. Wer Budget verteilt, ohne zu wissen, welcher Kanal welchen Moment trifft, bezahlt den teuersten Klick für die unentschlossenste Person.
- Träumen: noch keine Suche, nur eine Idee für den Herbsturlaub. Routenvideos auf Instagram und Facebook, YouTube und Demand Gen erscheinen hier.
- Route wählen: „Andalusien oder Portugal“ ist noch offen; Suchen bleiben breit und dienen meist der Information.
- Termin und Budget: Suchen wie „Rundreise Andalusien Oktober ab Düsseldorf“ tragen die klarste Absicht, hier gehört der Moment der Suchkampagne.
- Vergleichen: zwei oder drei Reiseverläufe sind in Tabs geöffnet; Markenkampagne und Remarketing wirken in dieser Phase.
- Option und Anzahlung: das Gespräch wechselt zu WhatsApp, E-Mail oder Telefon; die Arbeit der Anzeige endet, die der Messung beginnt.
Bei kurzen Busreisen im Inland liegen zwischen Idee und Zahlung oft nur wenige Tage. Bei Fernreisen und Hochzeitsreisen dauert es Wochen. Fragen Sie Ihr Verkaufsteam vor jeder Einrichtung: In welcher Phase verschwinden Reisende still? Der erste Budgetanteil geht an den Kanal, der genau diese Phase abdeckt.
Solange die Messung neu ist, zählt auch die Reihenfolge. Zuerst die Suchkampagne für Suchen mit Termin, danach Remarketing, zuletzt Videos für die Traumphase; umgekehrt fließt Geld in die breiteste Zielgruppe, bevor sichtbar ist, was verkauft.
02Das Gerüst: Reisefamilie, Markt und Abfahrtsort
Budgetentscheidungen ziehen die Grenzen der Kampagnen: Jede Reisefamilie, die eine eigene Ausgabensteuerung braucht, bekommt eine eigene Kampagne. Liegen Busreisen und Pauschalreisen mit Flug in einer Kampagne, verändert jede Budgetverschiebung zugunsten einer schleppenden Route auch den Anteil der anderen.
Auf Ebene der Anzeigengruppe gilt eine Regel: eine Anzeigengruppe führt auf genau eine Reiseseite. Teilen sich „Rundreise Sizilien“ und „Rundreise Apulien“ eine Gruppe, passt der Text zu keiner von beiden. Eine Benennung, die Berichte auch nach Monaten lesbar hält:
- Kanal und Kampagnentyp (Suche, Demand Gen, Meta).
- Reisefamilie (Busreisen, Fernreisen, Tagesausflüge).
- Markt und Sprache (Deutschland, Österreich, Schweiz).
- Saison oder Reisezeitraum (Frühjahr, Sommer, Advent).
- Ziel der Kampagne (Marke, Reise, Remarketing).
Behandeln Sie den Abfahrtsort als eigene Achse. Startet dieselbe Reise ab Leipzig und ab Nürnberg, zeigt eine getrennte Standortausrichtung, aus welcher Region Anfragen zu bestätigten Buchungen werden, und das Budget kann folgen. Bei Google Ads für Reisebüros, die wir übernehmen, ist diese Trennung meist die erste Aufgabe.
Die Markenkampagne ist klein, aber wichtig. Wer den Namen Ihres Reisebüros eingibt, kennt Sie bereits; die Kampagne kostet wenig, schützt vor Mitbewerbern, die auf Ihren Namen bieten, und wird getrennt berichtet, damit sie den Rest des Kontos nicht schönrechnet.
03Keywordgruppen nach Ziel, Monat und Reiseart
Keywords nach den Zusätzen zu gruppieren, die Reisende eintippen, verrät weit mehr als Gebote auf „Urlaub“ oder „Reisen“. Jede Gruppe steht für eine andere Absicht, eine andere Anzeige und eine andere Reiseseite.
- Ziel und Zeit: „Busreise Gardasee Ostern“, „Adventsmärkte Busreise Dezember“, „Studienreise Rom Mai“.
- Abfahrtsort: „Busreisen ab Wien“, „Carreisen ab Zürich“, „Reisen ab Flughafen Hamburg“; kleines Volumen, klare Absicht.
- Reiseart: „Kleingruppenreise Japan“, „Wanderreise Madeira mit Gepäcktransport“, „Rundreise mit Reiseleitung“.
- Kalender: „Pfingstferien Reisen“, „Silvesterreise“, „Reisen über Fronleichnam“; diese Gruppen öffnen und schließen mit dem Kalender.
- Gruppen und Firmen: „Klassenfahrt organisieren“, „Vereinsreise“, „Incentive Reise für Mitarbeiter“; diese Anfragen gehen in einen eigenen Formularweg.
Bei den Keyword Optionen hat sich eine schlichte Reihenfolge bewährt: genau passend und Wortgruppe, bis die Conversion Daten stabil sind, danach weitgehend passend in ausgewählten Gruppen. Ist die weitgehende Option aktiv, gehört der Suchbegriffbericht jede Woche auf den Tisch; „Gardasee“ bringt sonst schnell „Gardasee Ferienwohnung“ oder „Gardasee Fähre Fahrplan“. Entscheiden Sie jeweils danach, ob Sie diesem Suchenden tatsächlich eine Reise verkaufen.
04Ausschlussliste und die Richtlinie zu Visa
Ein großer Teil der Reisesuchen dient der Recherche und nicht dem Kauf, und die Ausschlussliste filtert diesen Verkehr ab dem ersten Tag. Sie ist nie fertig; mit jedem neuen Termin und jeder neuen Route wächst sie weiter.
- Amtliche Vorgänge: Visum beantragen, Termin Konsulat, Reisepass verlängern, ETA Antrag, ESTA.
- Jobs und Ausbildung: Reiseleiter Stellenangebote, Ausbildung Tourismuskaufmann, Reisebüro eröffnen.
- Recherche: Sehenswürdigkeiten, Karte, Wetter, Reiseführer, kostenlose Stadtführung.
- Nicht angebotene Leistungen: nur Flug, Bahntickets, Mietwagen; verkaufen Sie diese, gehören sie in eine eigene Kampagne.
Visasuchen verdienen besondere Sorgfalt. Google erlaubt Anzeigen, die den direkten Erwerb amtlicher Dokumente wie Visa, Reisepässe und elektronischer Reisegenehmigungen bewerben, nur zertifizierten Behörden und Anbietern, die von der zuständigen Behörde autorisiert sind. Ein Anzeigentext eines Reisebüros sollte daher nie die Beschaffung eines Visums anbieten; eine Zeile wie „Visum erledigen wir“ kann zur Ablehnung der Anzeige oder zu einer Kontoprüfung führen. Bei visumpflichtigen Reisen erklärt die Reiseseite die Einreisebestimmungen als Information, die Anzeige verkauft die Reise.
Auch Überschneidungen regeln Sie mit Ausschlüssen: In der Markenkampagne ist alles außer Ihrem Namen ausgeschlossen, in den Reisekampagnen Ihr Name. So landet jede Suche in der richtigen Kampagne.
05Anzeigentexte, die einen Termin verkaufen
Die Angabe, die in einer Reiseanzeige den Klick auslöst, ist oft das Datum; Reisende wollen zuerst wissen, ob ein Termin in ihren Kalender passt. Überschriften mit den nächsten Terminen, der Reisedauer und dem Abfahrtsort qualifizieren den Klick, bevor Sie ihn bezahlen, was eine allgemeine Zeile über unvergessliche Erlebnisse nicht leistet.
- Anzeigentitel: Name der Reise, Dauer („8 Tage“), Abfahrtsort, nächste Termine und ob eine Reiseleitung dabei ist.
- Beschreibungen: Höhepunkte des Reiseverlaufs, Verkehrsmittel, Art der Unterkunft und die Möglichkeit einer Option.
- Snippet Erweiterungen: der Header „Reiseziele“ mit den Routen derselben Reisefamilie.
- Sitelinks: Reiseverlauf, Termine, Leistungen und häufige Fragen.
- Bilder: echte Fotos von der Route, keine Archivbilder von anderswo.
Ein Text mit Datum braucht Pflege. Ist ein Termin vorbei oder ausgebucht und die Überschrift bleibt stehen, klicken Reisende auf etwas, das Sie nicht mehr verkaufen können. Halten Sie Daten in eigenen Überschriften und nehmen Sie „Anzeigen mit vergangenen Terminen“ in die wöchentliche Prüfliste auf.
Die beiden Pfadfelder der angezeigten URL sind ein kleiner, aber nützlicher Platz: Reisename und Monat dort sagen dem Reisenden schon vor dem Klick, dass er auf der passenden Seite landet.
06Preisangaben, Frühbucher und Last Minute korrekt bewerben
Nennt eine Anzeige einen Reisepreis gegenüber Verbrauchern, muss es nach § 3 PAngV der Gesamtpreis sein; wird ein Preis aufgegliedert, ist der Gesamtpreis hervorzuheben. Ein niedriger Einstiegspreis in der Überschrift, zu dem auf der Zielseite Pflichtentgelte hinzukommen, ist genau das Muster, das diese Regel verhindern soll.
Für Rabatte gilt eine Unterscheidung: Die Regel zum niedrigsten Preis der letzten 30 Tage in § 11 PAngV betrifft nach ihrem Wortlaut Preisermäßigungen für Waren. Für Reiseleistungen bleibt das Irreführungsverbot des § 5 UWG maßgeblich, das auch Angaben zu Preis und Verfügbarkeit erfasst. In der Praxis prüfen wir jede Rabattanzeige so:
- Der Vergleichswert ist belegbar und wurde tatsächlich verlangt.
- Das Ende des Frühbucherangebots steht in der Anzeige oder auf der Zielseite.
- Angaben wie „nur noch 4 Plätze“ stimmen am Tag der Ausspielung.
- Die Anzeige endet, sobald die rabattierten Plätze vergeben sind.
Für Österreich und die Schweiz gelten eigene Vorschriften zur Preisangabe; vor dem Start einer Kampagne in diesen Märkten sollten Sie sie prüfen lassen. Eine Saisonkampagne mit festem Enddatum oder eine automatische Regel für die Rabattanzeigen sorgt dafür, dass ein abgelaufenes Angebot nicht weiterläuft. Die abschließende rechtliche Prüfung der Texte liegt bei Ihnen.
07Zielseiten, auf denen Reisende entscheiden können
Eine Anzeige sollte auf die Reiseseite führen, die zu Ort und Monat der Suche passt; ein Klick auf die Startseite oder die Liste aller Reisen zwingt Reisende, erneut zu suchen. Der Qualitätsfaktor von Google spiegelt diese Passung: Neben der erwarteten Klickrate und der Anzeigenrelevanz ist die Nutzererfahrung mit der Zielseite eine seiner drei Komponenten.
Aus Werbesicht prüfen wir auf einer Reiseseite diese Punkte, bevor Budget dahinter geht:
- Nächste Abreisetermine und Verfügbarkeit im ersten sichtbaren Bereich.
- Eine klare Liste, welche Leistungen enthalten sind und welche nicht.
- Eine WhatsApp Schaltfläche, die mit Reisename und Termin startet, dazu Klick zum Anruf.
- Optionsfrist, Anzahlung, Restzahlung und Stornobedingungen.
- Ein leicht erkennbares Impressum nach § 5 DDG.
Bei Pauschalreisen kommt der Buchungsweg hinzu: Reisende müssen vor Vertragsschluss das Formblatt nach Art. 250 § 2 EGBGB erhalten. Kann eine Reiseseite die Fragen „wann, wie lange, was ist enthalten und wie reserviere ich“ nicht beantworten, liegt das Problem nicht in der Anzeige. Wie solche Reiseseiten aufgebaut werden, zeigt unsere Seite Website für Reisebüros.
08Messung von der ersten Nachricht bis zur Anzahlung
Das Ziel der Messung bei Google Ads für Reisebüros ist nicht, Nachrichten zu zählen, sondern verkaufte Reisen den Anzeigen zuzuordnen. Ein Verkauf beginnt oft bei WhatsApp, bleibt tagelang als Option offen und schließt telefonisch mit der Anzahlung; sieht das Konto nur den ersten Schritt, lernt die Gebotsstrategie das Falsche.
Die Einrichtung Schritt für Schritt ist die halbe Arbeit:
- Anruferweiterung, Klick zum Anruf auf der Website, WhatsApp Schaltfläche, Buchungsanfrage und Gruppenformular werden getrennte Conversion Aktionen.
- Jede Anfrage auf der Website wird mit Klickkennung (GCLID) und Kampagnendaten gespeichert; WhatsApp Nachrichten starten mit Reisename und Termin.
- Wechselt die Anfrage im CRM zu Option, Anzahlung und Restzahlung, geht jede Phase als Offline Conversion mit dem Buchungswert an Google Ads.
- Stornierte Buchungen werden über eine Conversion Anpassung zurückgenommen oder im Wert korrigiert.
- Das Ziel der Gebotsstrategie wechselt von der Zahl der Nachrichten zum Wert bestätigter Buchungen.
Nur eine Phase sollte primär sein; die anderen bleiben sekundär, sichtbar im Bericht, ohne die Gebote zu steuern. Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum verlangt Google den Einwilligungsmodus für Messung und personalisierte Werbung, und § 25 TDDDG fordert eine Einwilligung, bevor nicht notwendige Informationen auf Endgeräten gespeichert oder ausgelesen werden. Mit CRM und Buchungstool braucht es zudem einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Die Chatlinks je Reise erstellen Sie mit unserem WhatsApp Link Generator.
09Zielgruppen, Remarketing und Meta
Die meisten Besucher einer Reiseseite entscheiden nicht beim ersten Besuch; Remarketing zeigt Reisenden, die den Reiseverlauf gelesen haben, die passende Reise zum richtigen Zeitpunkt erneut. Zielgruppen nach Reisefamilie zu trennen, funktioniert deutlich besser als eine Liste aller Besucher.
- Besucher einer Reiseseite: wer den Japan Reiseverlauf gelesen hat, sieht die nächsten Japan Termine.
- Abgebrochene Anfragen: Besucher, die das Formular geöffnet, aber nicht abgeschickt haben.
- Frühere Kunden: Listen nur mit Einwilligung; eingeladen werden sie zu neuen Routen, nicht zur bereits gereisten.
- Ausschlüsse: Reisende mit bestätigter Buchung sehen keine Anzeigen mehr für dieselbe Reise.
Die Mitgliedsdauer einer Liste richtet sich nach der Entscheidungsdauer: für einen Tagesausflug genügen wenige Tage, bei Fernreisen braucht es Wochen. Begrenzen Sie auch die Häufigkeit; wer denselben Reiseverlauf mehrmals am Tag sieht, empfindet Überdruss statt Interesse.
Bei Meta erreichen Routenvideos, Karussellanzeigen und Anzeigen, die einen WhatsApp Chat öffnen, die Traumphase; wer ein Video gesehen hat, wird später zu einer eigenen Zielgruppe. Meta Reiseanzeigen laufen über einen Katalog für Hotels, Flüge oder Reiseziele zusammen mit dem Meta Pixel und passen, wenn Ihr Angebot als Katalog geführt werden kann. Details stehen auf unserer Seite Meta Ads Betreuung; Rückrufwege für Gruppen und Firmenreisen planen wir mit unserer Leadgenerierung.
10Incoming und die Things to do Kampagne
Für Incoming Agenturen beginnt der Verkauf im Heimatland der Gäste und in ihrer Sprache, Wochen vor der Anreise. Wer nur Menschen am Reiseziel anspricht, verpasst einen großen Teil der Nachfrage.
Ein Incoming Konto stützt sich auf einige Entscheidungen:
- Eine Kampagne je Sprache: Gäste, die auf Englisch, Niederländisch oder Polnisch suchen, bekommen jeweils eigene Kampagne, Anzeigentexte und Reiseseite.
- Zwei Standortebenen: die Herkunftsländer der Gäste und Menschen, die sich bereits am Reiseziel aufhalten; beide brauchen eigene Gebote und Botschaften.
- Zeitzone und Antwort: der Werbezeitplan folgt den Uhrzeiten des Marktes, der WhatsApp Kontakt wird in der Sprache der Gäste beantwortet.
- Things to do: Tagestouren und Aktivitäten können über einen Produktfeed im Actions Center in Googles Things to do Kampagnen erscheinen; dort zielt die Gebotsstrategie auf den höchsten Conversion Wert bei vorgegebenem ROAS Ziel.
Jeder Markt bringt eigene Werberegeln mit, etwa zur Preisangabe. Prüfen Sie vor einer Things to do Kampagne für Bootsausflüge, Weinproben oder Stadtführungen, ob der Feed laufend aktuell gehalten werden kann; ein Feed mit veralteten Preisen und Verfügbarkeiten schickt Gäste zu Angeboten, die nicht mehr buchbar sind. Mit einer Sprache und wenigen gut gebuchten Touren zu beginnen, ist gesünder, als das Budget zu verteilen, bevor klar ist, welcher Markt bucht.
11Saison, Budgetrhythmus und ausgebuchte Termine
Das Budget für Reisewerbung atmet mit dem Kalender: Frühbucherzeit, Schulferien, Brückentage und Adventszeit bringen sehr unterschiedliche Nachfrage. Je nach Bundesland liegen die Ferien zudem zu verschiedenen Zeiten, was eine regionale Steuerung lohnend macht.
Ein praktischer Wochenrhythmus sieht so aus:
- Montag: anhand Ihrer aktuellen Verfügbarkeitsliste werden Anzeigen für ausgebuchte oder abgesagte Termine pausiert.
- Wochenmitte: schleppend gebuchte Termine erhalten mehr Budget oder einen Remarketing Impuls.
- Vor Ferien und Feiertagen: Saisonkampagnen starten einige Wochen vorher und enden mit dem Zeitraum.
- Saisonende: die Suchbegriffe der alten Saison fließen in die Keyword und Ausschlusslisten der neuen.
Smart Bidding erkennt kurze ungewöhnliche Zeiträume nicht immer richtig. Die Saisonabhängigkeitsanpassung in Google Ads teilt dem Gebotsalgorithmus vorab mit, dass sich die Conversion Rate während einer Aktion von wenigen Tagen verändert; an längere saisonale Verschiebungen passt sich der Algorithmus selbst an. Bei Google Ads für Reisebüros entscheidet nicht eine Budgetzahl, sondern ob dieser Rhythmus jede Woche läuft; die Zahl selbst hängt von Ihrem Reiseangebot und der Kapazität Ihres Verkaufsteams ab.
12Welche Zahlen in den Monatsbericht gehören
Ein Monatsbericht sollte die Frage beantworten, welche Reisen über Anzeigen verkauft wurden und zu welchen Kosten, nicht, wie viele Klicks es gab. Klicks und Impressionen gehören nur hinein, wenn sie diese Antwort erklären.
- Anfragen je Reise: Nachrichten, Anrufe und Formulare für jede Reise und jeden Termin.
- Fortschritt: wie viele Anfragen zur Option und wie viele zur Anzahlung wurden, nach Reise und Kampagne.
- Kosten je verkaufter Reise: Werbeausgaben geteilt durch bestätigte Buchungen.
- ROAS: Wert bestätigter Buchungen geteilt durch Werbeausgaben; bei vermittelten Leistungen auf Provision ergibt der eigene Ertrag ein ehrlicheres Bild.
- Anfragequalität: der Anteil der Anfragen, die Ihr Verkaufsteam als „Termin und Budget klar“ markiert.
Achten Sie auf den Buchungsverzug: Bei Fernreisen können Wochen zwischen Klick und Anzahlung liegen, sodass der ROAS eines Monats durch Reisende des Vormonats verzerrt wirkt. Ein Bericht nach Conversion Zeitpunkt macht diese Verschiebung sichtbar. Bevor Sie ein ROAS Ziel festlegen, ermitteln Sie mit unserem ROAS Rechner den Punkt, an dem Ihre Marge die Werbekosten trägt.
Am Ende jedes Berichts stehen Entscheidungen: welcher Termin mehr Budget erhält, welche Route eine Saison pausiert, welche Reiseseite überarbeitet wird. Gemeinsam mit dem Verkaufsteam gelesen, erklärt der Bericht auch die Ursachen; viele Anfragen bei wenigen Anzahlungen deuten meist auf die Darstellung von Reiseverlauf oder Preis hin, nicht auf die Anzeige.
13Häufige Fehler bei Google Ads für Reisebüros
Die meisten Probleme in Konten von Reisebüros entstehen nicht durch das Budget, sondern weil Kalender und Messung nie im Konto ankommen. Zu jedem Fehler steht hier, was stattdessen hilft:
- Eine allgemeine Kampagne: alle Reisen in einer Kampagne mit einem Budget. Stattdessen eine Kampagne je Reisefamilie und eine Anzeigengruppe je Reise.
- Anzeigen mit vergangenen Terminen: ein abgefahrener oder ausgebuchter Termin wird weiter beworben. Stattdessen Anzeigen wöchentlich nach der Verfügbarkeitsliste pflegen.
- Visum versprechen: Visaservice im Anzeigentext anbieten. Stattdessen die Reise bewerben, Einreisebestimmungen auf der Reiseseite erklären und Visasuchen ausschließen.
- Lockpreis ohne Gesamtpreis: ein Einstiegspreis ohne Pflichtentgelte. Stattdessen den Gesamtpreis nennen und auf der Zielseite wiederholen.
- Nachrichten als Verkäufe zählen: jeder WhatsApp Klick ist eine primäre Conversion mit gleichem Wert. Stattdessen bestätigte Buchungen mit Wert an Google Ads zurückmelden.
- Alles auf die Startseite: jede Anzeige führt auf dieselbe allgemeine Seite. Stattdessen die Reiseseite nutzen, die zu Ort und Monat der Suche passt.
Keiner dieser Fehler erfordert einen kompletten Neuaufbau; meist genügen eine Woche Aufräumen und danach eine feste Pflegeroutine. Öffnen Sie für den Anfang die Suchbegriffe der letzten dreißig Tage und stellen Sie eine Frage: Wie vielen dieser Suchenden hätten wir wirklich eine Reise verkaufen können?
14Fragen an eine Agentur und der nächste Schritt
Im Gespräch mit einer Agentur ist die eigentliche Frage, wie sie Ihren Reisekalender ins Konto bringt; allgemeine Erfahrung mit Google Ads beantwortet das nicht. Wenn Sie Angebote für Google Ads für Reisebüros vergleichen, lassen Sie sich diese Fragen klar beantworten:
- Wie schnell wird die Anzeige für einen ausgebuchten Termin pausiert, und auf welcher Grundlage?
- Wie gelangen Option, Anzahlung und Zahlung zu Google Ads, und wie werden Stornierungen korrigiert?
- Wie werden Visasuchen und die Richtlinie zu amtlichen Dokumenten behandelt, und wer prüft die Preisangaben?
- Auf wessen Namen läuft das Werbekonto, und von wessen Karte wird das Budget bezahlt?
- Zeigt der Monatsbericht bestätigte Buchungen je Reise?
Konto und Daten sollten bei Ihnen bleiben: Google Ads und Meta Konten auf Ihr Unternehmen, das Budget direkt an die Plattformen. Wollen Sie bei Suchen nach Reisen und Zielen auch ohne Anzeigen sichtbar sein, beschreibt unsere Seite SEO für Reisebüros diese Seite der Arbeit; verkaufen Sie neben Reisen auch Hotelzimmer, funktioniert Google Ads für Hotels anders.
Halten Sie die Reisen dieser Saison, Ihre Abreisetermine und den Zugang zu Ihrem bestehenden Werbekonto bereit. Die Stufen der Betreuung finden Sie bei den Preisen der Google Ads Betreuung, und über unseren Kontakt sprechen wir über Ihren Reisekalender; im Erstgespräch skizzieren wir Kontostruktur und Messplan gemeinsam.