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Warum sind Videos nicht indexiert? So bringen Sie Videos in die Google Suche

Talha Aslan 16 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Warum sind Videos nicht indexiert und was tun Sie zuerst?

Videos nicht indexiert bedeutet meist: Google hat die Seite aufgenommen, hält das Video darauf aber nicht für Videoergebnisse geeignet. Öffnen Sie zunächst den Bericht zur Videoindexierung in der Search Console, notieren Sie den genauen Grund und prüfen Sie, ob das Video der Hauptinhalt der Seite ist.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

In diesem Leitfaden zeigen wir, Talha Aslan und Team, die Hürden, die uns in der Praxis am häufigsten begegnen. Jede Aussage stützt sich auf die offizielle Dokumentation von Google. Außerdem nennen wir zu jedem Grund eine konkrete Lösung. So lesen Sie den Bericht richtig und kommen ohne Umwege zur passenden Korrektur.

Was zeigt der Bericht zur Videoindexierung in der Search Console?

Der Bericht zur Videoindexierung listet Seiten, auf denen Google ein Video gefunden hat. Er nutzt zwei Seitenstatus: Video indexed und No video indexed. Das heißt, der Bericht beschreibt den Zustand des Videos auf der Seite, nicht den Zustand der Seite selbst.

Diese Unterscheidung ist wichtig. Zum Beispiel kann eine Seite in der normalen Websuche erscheinen, während ihr Video nie im Videotab auftaucht. Deshalb sollten Sie nicht annehmen, dass Ihre Videoarbeit erledigt ist, nur weil die Seite im Index steht. Die offizielle Beschreibung finden Sie auf der Hilfeseite der Search Console.

Für allgemeine Probleme auf Seitenebene lesen Sie unsere Anleitung zu nicht indexierten Seiten. Dieser Beitrag behandelt dagegen nur den Fall, dass Videos nicht indexiert sind.

Welche offiziellen Gründe gibt es für No video indexed?

Nimmt Google ein Video nicht auf, nennt der Bericht einen Grund. Die Tabelle fasst die wichtigsten Gründe der offiziellen Hilfeseite zusammen. Da die deutschen Bezeichnungen je nach Konto abweichen können, nennen wir die englischen Namen.

GrundBedeutungErste Prüfung
Video isn't on a watch pageDas Video spielt auf der Seite nur eine NebenrolleEigene Wiedergabeseite anlegen
Cannot determine video position and sizeDer Player erscheint erst nach einem KlickPlayer beim ersten Laden ausgeben
No thumbnail URL providedKein Vorschaubild, Google konnte keines erzeugenthumbnailUrl ergänzen
Thumbnail blocked by robots.txtGooglebot kann das Bild nicht abrufenRegel in robots.txt korrigieren
Unsupported thumbnail format, Invalid thumbnail sizeFormat oder Größe passen nichtUnterstütztes Format und Größe nutzen
Thumbnail could not be reachedDie Bildadresse antwortet nichtAdresse und Serverantwort testen
Video not found on host serviceDas Video fehlt oder ist privatÖffentliche Freigabe prüfen
Video not processed yetGoogle verarbeitet es nochAbwarten, dann erneut prüfen

Daneben kann der Bericht seltenere Gründe zeigen, etwa einen MRSS Fehler, ein transparentes Vorschaubild oder ein Vorschaubild, das Google wegen ausgelasteter Crawlkapazität nicht abrufen konnte. Allerdings fallen in der Praxis die meisten Fälle in die ersten beiden Zeilen.

Was ist eine Wiedergabeseite und warum hängt davon so viel ab?

Eine Wiedergabeseite (Watch Page) ist eine Seite, deren Hauptinhalt das Video ist. Laut den Best Practices von Google für Videos zählt eine Videolandingpage oder eine Playerseite für eine Serienfolge dazu. Ein Blogartikel mit eingebettetem Video zählt dagegen nicht.

Deshalb sehen wir am häufigsten folgenden Fall: Ein Video steht mitten in einem Artikel als ergänzendes Element. Google bewertet diese Seite als Textseite. Das heißt, das Problem ist kein technischer Fehler. Es betrifft den Zweck der Seite.

Die Dokumentation nennt noch eine Bedingung: Die Wiedergabeseite muss in der Suche gut abschneiden, bevor Google ihr Video berücksichtigt. Kurz gesagt reicht eine dünne Wiedergabeseite allein nicht aus.

Was tun Sie mit einem Video in einem Blogartikel?

Akzeptieren Sie zunächst, dass nicht jedes Video in Videoergebnissen erscheinen muss. Zum Beispiel ergänzt ein kurzes Erklärvideo einen Leitfaden sinnvoll, verfolgt aber womöglich kein eigenes Suchziel. In diesem Fall ist der Hinweis auf die fehlende Wiedergabeseite das erwartete Ergebnis und kein Fehler.

Suchen Nutzer gezielt nach dem Video, gehen Sie so vor:

  1. Legen Sie eine eigene Wiedergabeseite mit Titel und Beschreibung nur für dieses Video an.
  2. Platzieren Sie den Player oben auf der Seite als Hauptelement.
  3. Ergänzen Sie eine Zusammenfassung, ein Transkript oder Kapitelüberschriften.
  4. Verlinken Sie vom Blogartikel auf die Wiedergabeseite.
  5. Nehmen Sie die Wiedergabeseite in Ihre Sitemap und Videositemap auf.

Somit arbeitet der Blogartikel für die Textsuche und die Wiedergabeseite für die Videosuche. Beide Seiten stützen sich gegenseitig.

Nutzen Sie dasselbe Video auf beiden Seiten, konzentrieren Sie die strukturierten Daten auf die Wiedergabeseite. Damit zeigen Sie Google klar, welche Adresse für das Video maßgeblich ist.

Wie beheben Sie Cannot determine video position and size?

Dieser Grund bedeutet, dass der Player beim Laden der Seite fehlt. Laut offizieller Hilfeseite ist die häufigste Ursache ein Platzhalterbild, das Besucher erst anklicken müssen. Viele Websites nutzen dieses Muster für mehr Tempo. Allerdings erschwert es Google, das Video zu erkennen.

Die Lösung lautet also: Lassen Sie das Playerelement schon beim ersten Laden auf der Seite. Sie müssen die Datei dafür nicht sofort komplett laden. Stattdessen bleibt der Player an seinem Platz und zeigt das Vorschaubild als Poster. Zudem sollte der Player sichtbar, angemessen groß und nicht unter anderen Elementen versteckt sein.

Nutzen Sie ein Plugin für verzögertes Laden, prüfen Sie dessen Einstellungen. Außerdem laden manche Themekomponenten Videos erst nach dem Scrollen. Schalten Sie dieses Verhalten für das Hauptvideo ab, ist das Problem oft gelöst.

Wie blockieren Probleme mit Vorschaubildern die Videoindexierung?

Google braucht für jedes Video ein gültiges Vorschaubild. Laut offizieller Dokumentation unterstützt Google Formate wie JPEG, PNG, WebP, GIF und AVIF. Die Mindestgröße liegt bei 60x30 Pixeln. Zudem muss Googlebot die Datei abrufen können, also darf robots.txt sie nicht sperren und sie darf keine Anmeldung verlangen.

Sie können das Vorschaubild über das Attribut poster, ein Sitemaptag, thumbnailUrl in strukturierten Daten oder og:video:image angeben. Geben Sie es an mehreren Stellen an, verwenden Sie überall dieselbe Adresse. Sonst fällt es Google schwer zu erkennen, welches Bild gilt.

Regeln, die Ihren Bildordner versehentlich sperren, finden Sie mit unserem Beitrag zu häufigen Fehlern in robots.txt.

Beispielszenario: example.com legt Bilder in einem Unterordner ab und hat diesen Ordner während der Entwicklung gesperrt. Die Seiten stehen im Index, der Bericht meldet jedoch ein blockiertes Vorschaubild. Entfernen Sie die Regel und starten Sie dann die Validierung. Trotzdem braucht Google Zeit, das Bild erneut abzurufen.

Wie fügen Sie VideoObject Markup hinzu?

VideoObject ist der Schema.org Typ, der Google Name, Beschreibung, Vorschaubild, Upload Datum sowie Player oder Dateiadresse eines Videos mitteilt. Google bittet darum, für jedes Video eindeutige Angaben in name, description und thumbnailUrl zu machen. Für die Playeradresse nutzen Sie embedUrl, für die Dateiadresse contentUrl.

Der häufigste Fehler, den wir sehen: eine einzige Beschreibung für alle Videos der Website. Schreiben Sie daher für jedes Video eine eigene Beschreibung, die den tatsächlichen Inhalt wiedergibt. Zudem sollte Ihr Markup zu dem passen, was Besucher auf der Seite sehen.

  • name: der echte Titel des Videos.
  • description: eine kurze, videospezifische Zusammenfassung.
  • thumbnailUrl: eine erreichbare Bildadresse.
  • uploadDate: das Datum des Uploads.
  • contentUrl oder embedUrl: Datei oder Playeradresse.

Statt das Markup von Hand zu schreiben, erstellen Sie mit unserem Schema Generator einen Entwurf und passen ihn an Ihre Daten an. Für die Grundlagen hilft außerdem unser Leitfaden zu Schema Markup.

Brauchen Sie eine Videositemap und wie richten Sie sie ein?

Eine Videositemap ist optional, sie hilft Google aber, Ihre Videos zu finden. Besonders nützlich ist sie auf Websites, die Videos per JavaScript laden oder tief in der Struktur verstecken. Zum Beispiel kann eine Website mit Hunderten Schulungsvideos lange Crawlpfade haben.

Laut offizieller Dokumentation steht in jedem Eintrag die Wiedergabeseite als loc. Dann folgt die Playeradresse in video:player_loc und die Dateiadresse in video:content_loc. Brauchen Sie eine Länderbeschränkung, nutzen Sie video:restriction. Pro Videoeintrag ist nur ein solches Tag erlaubt.

Sind Ihnen Sitemaps neu, lesen Sie zunächst unsere Anleitung zur XML Sitemap. So setzen Sie die Videotags auf die richtige Grundstruktur.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Sitemap nicht dem Markup auf der Seite widerspricht. Nennt die Sitemap ein Vorschaubild und VideoObject ein anderes, entsteht ein Widerspruch. Unser XML Sitemap Generator liefert einen Entwurf, den Sie danach um Videotags ergänzen.

Warum sollten Datei und Bildadressen stabil bleiben?

Google empfiehlt, Adressen für Vorschaubilder und Videodateien konstant zu halten. Häufig wechselnde CDN Links (Content Delivery Network) können die Indexierung verhindern. Das heißt, ein System, das täglich neue signierte Links erzeugt, lässt Google das Video immer wieder verlieren.

Nutzen Sie ablaufende signierte Links, planen Sie deshalb mit Ihren Entwicklern eine dauerhafte Lösung. Zudem weist Google darauf hin, dass Sie sensible Adressen nur an verifizierte Googlebot Anfragen ausliefern können, wenn Sie Missbrauch befürchten. Somit lassen sich Sicherheit und Sichtbarkeit verbinden.

Beispielszenario: example.com liefert Videos über signierte Links, die sich stündlich erneuern. Google verarbeitet das Video an einem Tag und erreicht dieselbe Adresse am nächsten Tag nicht mehr. Das Problem liegt hier in der Adressstrategie, nicht im Inhalt. Unser Team trennt zunächst dauerhafte Adressen von schutzbedürftigen. Danach empfehlen wir, risikoarme Dateien wie Vorschaubilder auf stabile Adressen zu legen.

Welche Videoformate kann Google verarbeiten?

Laut Videodokumentation kann Google gängige Formate wie MP4, MOV, WebM, MKV und M3U8 verarbeiten. Videos als Data URL unterstützt Google dagegen nicht. Prüfen Sie die aktuelle Liste immer auf der offiziellen Seite, denn sie kann wachsen.

Hosten Sie Videos auf dem eigenen Server, prüfen Sie den direkten Zugriff auf die Datei. Können zum Beispiel nur angemeldete Nutzer die Datei öffnen, kann Google sie nicht verarbeiten. Ebenso führt ein privates Video beim Hoster zum gleichen Ergebnis. Der Bericht zeigt das als Video not found on host service.

Auch Dateigröße und Antwortzeit des Servers wirken indirekt. Ein sehr langsamer Server erschwert Google den Abruf. Testen Sie daher regelmäßig Tempo und Erreichbarkeit der Infrastruktur, die Ihre Videos ausliefert. Kurz gesagt hilft ein unterstütztes Format nichts, wenn Google die Datei nicht erreicht.

Reicht ein eingebettetes YouTube Video für die Indexierung auf Ihrer Website?

Nein, allein nicht. Auf YouTube steht das Video bereits im Index, Ihre Seite durchläuft aber eine eigene Bewertung. Deshalb gilt die Anforderung an eine Wiedergabeseite auch für ein eingebettetes YouTube Video.

Vernachlässigen Sie trotzdem die YouTube Seite nicht. Für wichtige Momente (Key Moments) empfiehlt Google Zeitstempel und Beschriftungen in der YouTube Beschreibung. Google bevorzugt nach eigener Aussage die Momente, die Sie selbst festlegen.

Beispielszenario: example.com veröffentlicht Produkttutorials auf YouTube und bettet dieselben Videos in Hilfeartikel ein. Auf YouTube erscheinen die Videos, die eigenen Seiten zeigen jedoch keine Videoergebnisse. Das ist zu erwarten, denn jeder Hilfeartikel stellt Text in den Mittelpunkt. Das Team kann für Tutorials mit Traffic Potenzial eigene Videoseiten anlegen und so beide Kanäle nutzen.

Was leisten Key Moments und Clip Markup?

Key Moments sind Kapitellinks, über die Nutzer direkt zu einer Stelle im Video springen. Google erkennt diese Abschnitte teilweise automatisch, Sie können sie aber auch selbst festlegen. Clip Markup beschreibt jeden Abschnitt einzeln. SeekToAction lässt Google die Zeitstempel dagegen aus Ihrer URL Struktur ableiten.

Zum Beispiel hilft es in einem fünfzehnminütigen Einrichtungsvideo, jeden Schritt als eigenen Abschnitt zu markieren. Allerdings ersetzt diese Funktion die Indexierung nicht. Das Video muss zuerst in den Index gelangen. Möchten Sie gar keine Key Moments, nutzen Sie das Metatag nosnippet.

Formulieren Sie Kapitelnamen außerdem in der Sprache Ihrer Nutzer. Eine Bezeichnung wie Filter wechseln sagt Nutzern und Google mehr als Teil 3. Somit wird aus einer langen Aufnahme eine Reihe von Antworten auf konkrete Fragen.

Was verrät Ihnen das URL Prüftool über ein Video?

Das URL Prüftool zeigt, wie eine einzelne Adresse aus Sicht von Google aussieht. Bei einem Videoproblem erkennen Sie damit am schnellsten, ob der Player in der gerenderten Seite vorhanden ist. Außerdem prüfen Sie mit dem Livetest eine Korrektur, ohne auf das nächste Crawling zu warten.

Unser Team achtet dabei auf drei Punkte. Zunächst suchen wir das Playerelement im gerenderten HTML. Danach prüfen wir, ob der Screenshot das Video weit oben zeigt. Schließlich kontrollieren wir, ob Ressourcen der Seite nicht laden.

Zeigt der Screenshot zum Beispiel eine leere Box an der Stelle des Videos, lädt der Player vermutlich zu spät. Dann überrascht der Grund zu Position und Größe nicht. Betrachten Sie das Prüftool also als ersten Schritt jeder Diagnose. Es liefert Belege statt Vermutungen.

Allerdings ändern sich Tool und Bericht nicht immer gleichzeitig. Der Bericht wartet auf das erneute Crawling, der Livetest ist eine Momentaufnahme. Geben Sie dem Bericht deshalb Zeit, auch wenn der Livetest sauber aussieht.

Machen JavaScript Player Probleme?

Google kann JavaScript ausführen, sieht aber nicht automatisch jeden Player korrekt. Erscheint der Player erst nach einer Nutzeraktion, führt Googlebot diese Aktion nicht aus. Daher verursachen Lösungen, die auf Klick, Scrollen oder Mausbewegung warten, oft Probleme.

Stellen Sie in der Praxis diese Fragen:

  • Existiert das Playerelement beim ersten Laden im DOM?
  • Wartet die Videoquelle auf eine Interaktion?
  • Sperrt robots.txt die Playerskripte?
  • Verdeckt das Cookiebanner den Player vollständig?

Lädt eine Website einen externen Player erst nach der Cookiezustimmung, sieht Googlebot womöglich nur eine leere Fläche. Andererseits ist es keine Lösung, Datenschutzvorgaben zu übergehen. Ausgewogener ist ein Aufbau, der Position und Vorschaubild des Players schon beim ersten Laden klar zeigt. Die genaue Umsetzung hängt von Ihrem System ab.

Was passiert, wenn eine Seite mehrere Videos enthält?

Die Hilfeseite der Search Console definiert Video indexed so: Google hat die Seite und ein Video darauf indexiert. Das heißt, auf einer Seite mit mehreren Videos sollten Sie nicht erwarten, dass jedes Video einzeln in Videoergebnissen erscheint.

Deshalb ist eine eigene Wiedergabeseite für jedes wichtige Video der sauberste Weg. Hat eine Produktkategorie zum Beispiel zehn kurze Werbevideos, bleibt die Kategorieseite eine Galerie. Videos mit echter Suchnachfrage verschieben Sie dagegen auf eigene Seiten.

Nutzen Sie mehrere VideoObject Einträge auf einer Seite, achten Sie zudem auf eindeutige Angaben. Gleiche Titel und Beschreibungen lassen offen, welches Video der Hauptinhalt ist. Kurz gesagt erleichtert ein klares Hauptvideo pro Seite auch die Diagnose.

Wie stärken Sie den Inhalt einer Wiedergabeseite?

Google nennt eine gute Suchleistung der Wiedergabeseite als Voraussetzung. Eine Seite, die nur einen Player enthält, bleibt daher meist schwach. Zeigen Sie Nutzern und Google klar, warum die Seite existiert.

  • Schreiben Sie einen aussagekräftigen, videospezifischen Titel.
  • Fassen Sie den Inhalt des Videos in einigen Absätzen zusammen.
  • Ergänzen Sie ein Transkript oder eine Kapitelliste.
  • Verlinken Sie verwandte Videos und passende Leitfäden.
  • Nennen Sie Zielgruppe und die Frage, die das Video beantwortet.

Listen Sie zum Beispiel auf der Wiedergabeseite eines Installationsvideos die Schritte kurz auf, gewinnen Barrierefreiheit und Suchwert. Außerdem bietet der Text auch Besuchern etwas, die das Video nicht ansehen. Somit ist die Seite mehr als eine Playerbox und hat eigenen Wert.

Wie verhalten sich Produktvideos im E-Commerce?

Auf Produktseiten ergänzt das Video meist die Produktbilder. Der Hinweis auf eine fehlende Wiedergabeseite ist dort also ganz normal. Eine Produktseite soll verkaufen, und das Video dient diesem Ziel.

Unser Ansatz: Zunächst klären wir, welche Videos eine eigene Suchnachfrage haben. Ein Einrichtungsvideo oder eine Anleitung zur Nutzung kann zum Beispiel unabhängig vom Produktnamen Suchanfragen erzeugen. Für solche Videos kann eine eigene Anleitung oder Videoseite sinnvoll sein. Ein einfaches Drehvideo des Produkts braucht dagegen selten eine eigene Seite.

Allgemeine Indexierungsprobleme von Produktseiten behandeln wir im Beitrag Produktseiten nicht indexiert. Vermischen Sie beide Themen nicht. Kurz gesagt ist nicht jeder Grund im Bericht ein Fehler; prüfen Sie zuerst, ob er zu Ihrem Geschäftsziel passt.

Beispielszenario: Warum erscheinen auf einer Lernplattform keine Videos?

Beispielszenario: Eine Lernplattform namens example.com bettet in jeden Lektionsartikel ein selbst gehostetes Video ein. Im Bericht zeigen die meisten Videos Video isn't on a watch page. Einige zeigen zusätzlich Cannot determine video position and size.

Hier stehen zwei getrennte Aufgaben an. Die erste betrifft die Seitenarchitektur. Sie legen für Lektionen mit Suchpotenzial eigene Wiedergabeseiten an und verlinken die Artikel darauf. Die zweite ist technisch. Der Player lädt beim ersten Rendern statt nach einem Klick, und das Vorschaubild liegt unter einer stabilen Adresse. So entstehen klare Ziele für Text und Videosuche.

Das heißt, eine einzelne Plugineinstellung löst nicht das Problem, dass hier Videos nicht indexiert sind. Planen Sie Inhaltsentscheidung und technische Korrektur gemeinsam.

Worin unterscheidet sich die Videoindexierung von der normalen Seitenindexierung?

Die normale Indexierung zeigt, ob die Seite im Google Index steht. Die Videoindexierung zeigt, ob das Video auf dieser Seite für Videofunktionen infrage kommt. Folglich bewertet Google das Video gar nicht, wenn die Seite ein noindex Tag trägt. Die Seite muss zuerst in den Index.

Beginnen Sie die Diagnose deshalb immer auf Seitenebene. Liegt zum Beispiel ein Fall von durch noindex Tag ausgeschlossen vor, hilft keine Korrektur am Video. Steht die Seite dagegen im Index, liegt das Problem meist bei Position, Vorschaubild oder Zweck der Seite.

Prüfen Sie außerdem Canonical Tags. Verweist die Wiedergabeseite auf eine andere Adresse als kanonisch, bewertet Google das Video womöglich über diese Adresse. Solche Widersprüche erschweren die Diagnose. Achten Sie also darauf, dass die Wiedergabeseite auf sich selbst verweist.

Wie diagnostizieren Sie Schritt für Schritt, warum Videos nicht indexiert sind?

Die folgende Reihenfolge nutzt unser Team bei jeder Website. Kurz gesagt gehen Sie von der günstigsten Prüfung zur aufwendigsten Änderung. So sehen Sie, ob eine einfache Einstellung reicht, bevor Sie ein Redesign starten.

  1. Notieren Sie Grund und betroffene Beispieladressen im Bericht.
  2. Testen Sie eine Beispielseite mit dem URL Prüftool und prüfen Sie den Player in der gerenderten Seite.
  3. Hinterfragen Sie den Zweck der Seite: Hauptinhalt oder Nebenelement?
  4. Öffnen Sie die Adresse des Vorschaubilds im Browser und prüfen Sie robots.txt.
  5. Testen Sie das VideoObject Markup mit dem Test für Rich Results.
  6. Reichen Sie die Videositemap ein und prüfen Sie sie auf Fehler.
  7. Starten Sie nach der Korrektur die Validierung und beobachten Sie die Ergebnisse einige Wochen.

Ändert sich nicht sofort etwas, bleiben Sie ruhig. Das erneute Crawling braucht Zeit. Außerdem sagt der Grund Video not processed yet ohnehin, dass Sie warten sollen.

Welche Fehler führen dazu, dass Videos nicht indexiert sind?

  • Jeden Blogartikel als Wiedergabeseite auszeichnen, obwohl sich der Zweck der Seite nicht ändert.
  • Allen Videos denselben Titel und dieselbe Beschreibung geben.
  • Den Ordner der Vorschaubilder per robots.txt sperren.
  • Ablaufende signierte Links in strukturierten Daten nutzen.
  • Markup für ein Video einbauen, das auf der Seite fehlt.
  • Direkt nach einer Korrektur Ergebnisse erwarten und ständig nachbessern.

Strukturierte Daten für Inhalte, die auf der Seite fehlen, verstoßen außerdem gegen die Richtlinien von Google. Ihr Markup sollte daher immer abbilden, was Besucher tatsächlich sehen.

Betrachten Sie die Videoindexierung schließlich nicht als einmalige Aufgabe. Ein neues Theme, ein neues Plugin oder ein Playerwechsel kann alte Probleme zurückbringen. Prüfen Sie den Bericht deshalb nach jeder größeren Änderung.

Wer sollte dieses Problem auf Ihrer Website lösen?

Sind Videos nicht indexiert, braucht es oft eine gemeinsame Entscheidung von Inhalt, Design und Entwicklung. Welches Video eine Wiedergabeseite erhält, ist eine Frage der Inhaltsstrategie. Laden des Players und Bildadressen sind technisch. Folglich löst eine einzelne Person mit einem Plugin das Problem selten allein.

Im Rahmen unserer SEO Beratung lesen wir, Talha Aslan und Team, den Bericht auf Ihrer Website, priorisieren die Gründe und begleiten die Korrekturen. Rankings oder Indexierung garantieren wir nicht, denn die letzte Entscheidung trifft Google.

Die Arbeit beginnt meist mit einem Export des Berichts. Danach ordnen wir jeden Grund nach Zahl der betroffenen Seiten und Geschäftswert. Ein Bildproblem bei umsatzstarken Schulungsvideos kommt zum Beispiel vor demselben Problem bei einem alten Ankündigungsvideo. Somit setzen Sie knappe Entwicklerzeit dort ein, wo sie am meisten bewirkt.

Wie verfolgen Sie die Ergebnisse nach einer Korrektur?

Starten Sie nach der Korrektur die Validierung für den jeweiligen Grund im Bericht. Google prüft die betroffenen Seiten dann erneut. Allerdings kann das Tage oder Wochen dauern, je nachdem, wie oft Google Ihre Website crawlt.

Zudem beobachten Sie Videoimpressionen im Leistungsbericht mit dem Filter für die Darstellung in der Suche. Steigen etwa die Impressionen bei Lektionen mit neuer Wiedergabeseite, wirkt die Architekturänderung. Somit wählen Sie den nächsten Schritt auf Basis von Daten.

Unser Team notiert dabei das Datum jeder Änderung in einer Tabelle. Schwankt der Bericht dann, erkennen Sie schnell, zu welcher Korrektur die Schwankung gehört.

Möchten Sie, dass wir die Videoprobleme Ihrer Website analysieren und begleiten, können Sie über unsere Seite zur SEO Beratung ein Angebot anfordern. Den Umfang legen wir gemeinsam anhand Ihrer Ausgangslage fest.

Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Videoindexierung?
Eine feste Dauer gibt es nicht. Der Bericht ändert sich, nachdem Google die Seite erneut gecrawlt und das Video verarbeitet hat; das kann je nach Crawlhäufigkeit Tage oder Wochen dauern. Starten Sie deshalb nach einer Korrektur die Validierung, warten Sie geduldig und vermeiden Sie ständig neue Änderungen in dieser Zeit.
Warum ist das Video in meinem Blogartikel nicht indexiert?
Weil ein Blogartikel mit eingebettetem Video nach der Definition von Google keine Wiedergabeseite ist. Das Video spielt dort eine Nebenrolle, und Google bewertet die Seite als Textseite. Sollen Nutzer das Video selbst finden, legen Sie eine eigene Wiedergabeseite an, deren Titel und Beschreibung nur dieses Video behandeln.
Garantiert VideoObject Markup die Indexierung?
Nein. VideoObject liefert Google klare Angaben zu Name, Beschreibung, Vorschaubild und Adressen eines Videos, die Entscheidung trifft aber weiterhin Google. Eine echte Wiedergabeseite, ein sichtbarer Player und ein erreichbares Vorschaubild sind genauso wichtig. Markup ersetzt diese Bedingungen nicht, es ergänzt sie lediglich.
Ist eine Videositemap Pflicht?
Nein, sie erleichtert Google aber das Auffinden Ihrer Videos. Am meisten hilft sie auf Websites, die Videos per JavaScript laden oder tief in der Struktur ablegen. Jeder Eintrag braucht Wiedergabeseite, Playeradresse und Dateiadresse in den richtigen Tags. Zudem gelten die üblichen Regeln für Sitemaps.
Welches Format sollte ein Vorschaubild haben?
Google unterstützt Formate wie JPEG, PNG, WebP, GIF und AVIF bei einer Mindestgröße von 60x30 Pixeln. robots.txt darf das Bild nicht sperren, und es darf keine Anmeldung verlangen. Geben Sie das Vorschaubild an mehreren Stellen an, nutzen Sie überall dieselbe Adresse und prüfen Sie aktuelle Vorgaben offiziell.
Erscheint meine Seite mit eingebettetem YouTube Video in Videoergebnissen?
Das ist möglich, allerdings muss die Seite die Anforderung an eine Wiedergabeseite erfüllen. Auch wenn das Video auf YouTube im Index steht, bewertet Google Ihre Seite getrennt. Ist das Video nicht der Hauptinhalt, meldet der Bericht Video isn't on a watch page; erwägen Sie dann eine eigene Seite.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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