Rabatte auf Social Media ankündigen: Regeln, Vorlage und Aktionskalender

Kurze Antwort
Wie können Sie Rabatte auf Social Media ankündigen?
Rabatte auf Social Media ankündigen heißt, einen Preisvorteil mit klarer Höhe, festen Daten und ehrlichen Bedingungen zu veröffentlichen. Eine gute Ankündigung zeigt den alten und den neuen Preis wahrheitsgemäß, nennt das Enddatum und führt die Leser zu genau einer Handlung. So gewinnen Sie Umsatz und Vertrauen zugleich.
Startet Ihre Aktion schon morgen und ist noch nichts vorbereitet, bleiben Sie ruhig. Arbeiten Sie zunächst die kurze Reihenfolge unten ab. Danach lesen Sie im Rest des Leitfadens die Details zu jedem Schritt. Wir, Talha Aslan und Team, haben ihn entlang der Punkte geschrieben, an denen Unternehmer in Aktionsphasen am häufigsten hängen bleiben.
- Legen Sie Rabatthöhe und betroffene Produkte schriftlich fest.
- Bestimmen Sie Start und Ende, jeweils mit Uhrzeit.
- Prüfen Sie, ob der Vergleichspreis tatsächlich verlangt wurde.
- Wählen Sie ein Hauptmotiv und genau eine Handlungsaufforderung.
- Versehen Sie Ihre Links mit Kampagnenparametern, damit Sie messen können.
Was sollten Sie vor der Ankündigung festlegen?
Bevor Sie eine Zeile schreiben, bauen Sie das Gerüst der Aktion. Eine unklare Aktion führt dazu, dass Sie dieselbe Frage in den Kommentaren immer wieder beantworten. Zudem verlieren Sie schnell Vertrauen, wenn Kundenservice und Beitrag Unterschiedliches sagen.
Deshalb sammeln Sie alle Bedingungen auf einer einzigen Seite. Sowohl die Person, die den Text schreibt, als auch die Person, die Nachrichten beantwortet, liest diese Seite. Zum Beispiel brauchen Sie schriftliche Antworten auf diese Fragen:
- Für welche Produkte oder Kategorien gilt der Rabatt?
- Ist die Höhe fest, oder ändert sie sich je Produkt?
- Gilt die Aktion im Laden und online gleichzeitig?
- Ist der Bestand begrenzt, und wie kommunizieren Sie das?
- Lässt sich die Aktion mit anderen Angeboten kombinieren?
- Ändern sich Rückgabe und Umtausch während der Aktion?
Kurz gesagt: Veröffentlichen Sie erst, wenn diese sechs Antworten feststehen. Dann wird Ihr Text kürzer, und die Zahl der Rückfragen sinkt.
Außerdem tragen Sie auf dieser Seite die verantwortliche Person ein. Entdecken Sie mitten in der Aktion einen Preisfehler, spart Ihnen eine klare Zuständigkeit wertvolle Minuten. Eine einfache Notiz reicht, etwa so: Über Preiskorrekturen entscheidet die Marketingleitung, den Beitrag passt die Social Media Verantwortliche an.
Wie zeigen Sie Rabatthöhe und Preis korrekt an?
Am sichersten zeigen Sie den Aktionspreis und den ursprünglichen Preis gemeinsam und gut lesbar. Folglich erkennen die Leser den Vorteil selbst und vertrauen Ihnen mehr. Andererseits liefern vage Formulierungen wie "riesige Ersparnis" nichts Konkretes, also scrollen die Leser weiter.
Achten Sie auf das Runden. Beträgt der echte Rabatt zum Beispiel 27 Prozent, schreiben Sie 27 Prozent statt "bis zu 30 Prozent". Nutzen Sie "bis zu", sollten Produkte mit dieser Höhe tatsächlich reduziert sein. Für eine schnelle Kontrolle können Sie unseren Rabattrechner verwenden.
Schließlich vergleichen Sie die Zahlen in Grafik und Bildunterschrift ein letztes Mal. Entstehen Gestaltung und Text an verschiedenen Tagen, ist eine abweichende Zahl der häufigste Fehler. Daher lassen Sie die letzte Kontrolle von zwei Personen durchführen, nicht nur von einer.
Halten Sie zudem Währung und Schreibweise einheitlich. Auf einer Grafik "1.250 Euro" und auf der nächsten "1250 EUR" wirkt nebensächlich, schwächt aber den professionellen Eindruck. Stattdessen legen Sie ein festes Preisformat für Ihre Marke fest und nutzen es in jeder Aktion.
Was sagen Verbraucherschutzregeln zu Vergleichspreisen?
Die meisten Länder regeln Preisangaben und irreführende Werbung über das Verbraucherrecht. In Deutschland betrifft das unter anderem die Preisangabenverordnung. In der Türkei betont zum Beispiel das Handelsministerium auf seiner offiziellen Seite zu Werbung, dass Werbung wahr und ehrlich sein muss. Der gemeinsame Grundsatz ist einfach: Ihr Vergleichspreis sollte ein Preis sein, den Sie tatsächlich verlangt haben.
Einzelheiten wie der maßgebliche Zeitraum für einen gültigen Vergleichspreis unterscheiden sich je Land und können sich ändern. Deshalb nennen wir hier keine festen Fristen oder Werte. Prüfen Sie die aktuelle Regel stattdessen in der offiziellen Rechtsquelle Ihres Landes. Den Rahmen für ausländische Marken in der Türkei beschreiben wir in unserem Beitrag zur türkischen Werbeverordnung.
Hinweis: Dieser Abschnitt bietet allgemeine Informationen und ist keine Rechtsberatung. Für die konkreten Bedingungen Ihrer Aktion sprechen Sie bitte mit einer Anwaltskanzlei oder Ihrer Steuerberatung.
Welche Rabattformulierungen sind riskant?
Manche Formulierungen klingen verlockend, erzeugen aber einen falschen Eindruck. Wer zum Beispiel einen nie verlangten Preis durchstreicht, gaukelt eine Ersparnis vor. Ebenso verliert eine "letzter Tag" Meldung an Glaubwürdigkeit, wenn sie ständig wiederkehrt.
Denken Sie bei den folgenden Formulierungen zweimal nach. Verwenden Sie sie nur, wenn Sie sie wirklich belegen können:
- "Alles reduziert": nicht verwenden, wenn nur einige Kategorien betroffen sind.
- "Letzte Chance": nicht verwenden, wenn Sie eine Verlängerung planen.
- "Gratis": eine Bedingung nennen Sie im selben Satz.
- "Solange der Vorrat reicht": nur bei echtem, nachverfolgtem Bestand.
- "Bester Preis": nie verwenden, wenn Sie es nicht beweisen können.
Kurz gesagt: Jede Aussage sollten Sie belegen können. Das schützt Sie rechtlich und schützt zugleich den Ruf Ihrer Marke.
Wie schreiben Sie den Ankündigungstext?
Ein wirksamer Text hat drei Ebenen: eine erste Zeile, die Aufmerksamkeit weckt, einen Hauptteil mit den Bedingungen und genau eine Handlungsaufforderung. Setzen Sie die Rabatthöhe oder den stärksten Nutzen in die erste Zeile. Das zählt, denn wer durch den Feed scrollt, sieht oft nur diese Zeile.
Im Hauptteil nennen Sie Zeitraum, betroffene Produkte und eventuelle Bestandsgrenzen in kurzen Sätzen. Dann führen Sie die Leser an genau einen Ort: den Profillink, eine Produktseite oder Ihr Postfach. Mehrere Aufforderungen führen oft dazu, dass niemand handelt.
Ein Beispielszenario: ein Geschäft für Heimtextilien. Die erste Zeile lautet etwa "3 Tage lang 20 Prozent auf Bettwäsche". Danach nennt der Hauptteil die Daten und die enthaltenen Kollektionen. Zum Schluss heißt es "Tippen Sie auf den Link im Profil, um die Produkte zu sehen". Somit bleibt der Text kurz, klar und messbar.
Bleiben Sie außerdem beim gewohnten Ton Ihrer Marke. Spricht Ihr Konto sonst locker, wirkt ein plötzlich förmlicher Ton während der Aktion seltsam. Also schreiben Sie die Aktion in der Stimme, die Ihre Follower kennen, und geben die Details nur klarer und kürzer wieder.
Wie sieht eine wiederverwendbare Vorlage aus?
Statt jedes Mal neu zu schreiben, teilen Sie eine Vorlage mit Ihrem Team. Eine Vorlage sorgt für Einheitlichkeit und beschleunigt die Freigabe. Das folgende Muster passen Sie an Ihre Markensprache an:
- Erste Zeile: Nutzen und Höhe (etwa "25 Prozent auf Wintermäntel").
- Zeitraum: Start und Ende, bei Bedarf mit Uhrzeit.
- Umfang: betroffene Produkte oder Kategorien.
- Bedingungen: Bestand, Mindestbestellwert oder Code.
- Handlung: ein Satz, der sagt, wohin es geht.
- Fußnote: wo die vollständigen Bedingungen stehen.
Zudem senken Sie Fehler, wenn Sie die Vorlage mit einem Freigabeprozess verbinden. Wie Sie ihn aufsetzen, zeigt unser Leitfaden zum Freigabeprozess.
Wie zeigt die Grafik Preis und Rabatt?
Menschen sehen die Grafik vor der Bildunterschrift. Deshalb muss die Rabatthöhe oder der neue Preis auch auf dem Smartphone gut lesbar sein. Ist der alte Preis durchgestrichen und der neue farblich hervorgehoben, erfassen die Leser den Unterschied sofort.
Allerdings sollten Sie die Grafik nicht überladen. Zeitraum, Rabatthöhe und ein Produktfoto reichen meist aus. Die Bedingungen gehören stattdessen in die Bildunterschrift. So bleibt die Grafik aufgeräumt und auf kleinen Bildschirmen lesbar.
Wollen Sie die Grafik als Anzeige bewerben, beachten Sie die Werberichtlinien von Meta. Irreführende oder übertriebene Aussagen können etwa in der Anzeigenprüfung Probleme machen. Daher ist es am sichersten, in Anzeigen dieselbe ehrliche Sprache zu nutzen wie in organischen Beiträgen.
Wie setzen Sie Dringlichkeit ehrlich ein?
Dringlichkeit bringt Menschen zum Handeln, doch ohne echte Grundlage wirkt sie gegen Sie. Countdowns, "nur noch 24 Stunden" oder "nur noch 50 Stück" funktionieren nur, wenn sie stimmen. Fühlen sich Leser einmal getäuscht, glauben sie Ihrer nächsten Aktion nicht mehr.
Halten Sie sich daher an diese Regeln:
- Nennen Sie das Enddatum gleich zu Beginn und halten Sie es ein.
- Verlängern Sie, sagen Sie das klar und nennen Sie es Verlängerung.
- Teilen Sie Bestände nur mit, wenn Sie sie wirklich verfolgen.
- Stellen Sie jeden Countdown auf das echte Ende ein.
So wird Dringlichkeit zu Umsatz, ohne Vertrauen zu kosten. Außerdem gewöhnen sich Ihre Follower an Ihren Aktionsrhythmus und achten genauer auf Ihre nächste Ankündigung.
Ein Beispielszenario: Ein Kosmetikgeschäft kündigt den letzten Tag morgens mit einer Story und abends mit einer kurzen Erinnerung an. Um Mitternacht stellt es die regulären Preise wieder her und bedankt sich am nächsten Morgen. Somit sehen die Follower, dass das Geschäft sein Datum einhält.
Wie planen Sie einen Aktionskalender?
Eine Aktion mit nur einem Beitrag geht oft unter. Verteilen Sie sie stattdessen über einen Kalender: Vorankündigung, Start, Erinnerung und Abschluss. Jede Phase erfüllt einen eigenen Zweck und erreicht die Leser in einem anderen Moment.
Haben Sie noch keinen allgemeinen Plan, beginnen Sie mit unserem Leitfaden zum Social Media Redaktionsplan. Der Aktionskalender ist nur ein kurzer Block in diesem größeren Plan. Die Tabelle fasst einen beispielhaften Ablauf zusammen.
| Phase | Zeitpunkt (Beispiel) | Ziel | Empfohlenes Format |
|---|---|---|---|
| Vorankündigung | 2 bis 3 Tage vor dem Start | Neugier und Erinnerung | Story, Beitrag |
| Start | Erster Aktionstag | Bedingungen klar erklären | Beitrag, Karussell |
| Erinnerung | Mitte der Aktion | Verpasste Leser erreichen | Story, Kurzvideo |
| Abschluss | Letzter Tag | Ehrliche Dringlichkeit | Story, Countdown |
| Dank | Nach der Aktion | Vertrauen und Brücke zur nächsten Aktion | Beitrag, Story |
Diese Zeitpunkte sind ein Startbereich aus unserer Praxiserfahrung, keine Garantie. Anhand Ihrer eigenen Kontodaten können Sie sie enger oder weiter fassen.
Welches Format passt zu welcher Phase?
Jedes Format bedient eine andere Lesegewohnheit. Ein Beitrag bleibt im Profil sichtbar, deshalb eignet er sich für die vollständigen Bedingungen. Stories verschwinden schnell und passen daher ideal zu Erinnerungen und Countdowns. Kurzvideos können das Interesse steigern, weil sie das Produkt in Bewegung zeigen.
Ein Karussell zeigt mehrere Produkte oder Kategorien in einem Beitrag. Zum Beispiel nennt die erste Folie den Rabatt, die mittleren zeigen Produkte und die letzte die Bedingungen. Folglich finden die Leser beim Wischen alle Informationen.
Kurz gesagt: Wählen Sie pro Phase ein Hauptformat und nutzen Sie die anderen ergänzend. Wer alles in jedem Format teilt, ermüdet seine Follower.
Legen Sie Ihre Beiträge zudem in einem Highlight ab. Neue Besucher finden die Bedingungen dann während der Aktion mit einem Fingertipp. Nach der Aktion entfernen Sie das Highlight oder benennen es um.
Wie unterscheidet sich die Botschaft je Plattform?
Überall denselben Text zu posten wirkt effizient, doch jedes Publikum hat eigene Erwartungen. Auf Instagram zählen Bild und kurzer Text. Facebook verträgt einen etwas längeren Text mit klarem Link. LinkedIn wiederum verlangt, dass Sie den Rabatt als geschäftlichen Nutzen beschreiben.
Verkaufen Sie etwa eine Software, erklärt Ihr LinkedIn Beitrag die Ersparnis beim Jahrestarif und die gewonnene Zeit für ein Team. Auf Instagram hingegen kündigen Sie dasselbe Angebot mit einem starken Bild und kurzer Rabatthöhe an. Bei TikTok wirkt ein kurzer Clip vom Produkt im Einsatz natürlicher als eine reine Preisgrafik.
Kurz gesagt: Höhe, Zeitraum und Bedingungen bleiben überall gleich, nur die Erzählweise ändert sich. Prüfen Sie außerdem vor jeder bezahlten Bewerbung die Richtlinien der jeweiligen Plattform, damit Verzögerungen in der Prüfung Ihren Kalender nicht verschieben.
Wie bereiten Sie Landingpage und Profillink vor?
Was nach dem Klick passiert, entscheidet oft über das Ergebnis. Landen die Leser auf der Startseite, müssen sie die reduzierten Produkte suchen, und viele geben auf. Deshalb führen Sie sie direkt auf eine Seite mit den Aktionsprodukten.
Verwenden Sie dort dieselbe Rabatthöhe, dieselben Daten und denselben Bildstil. Dann wissen die Leser sofort, dass sie richtig sind. Testen Sie die Seite außerdem vorab auf Ihrem eigenen Smartphone, denn die meisten Besucher aus sozialen Netzwerken kommen mobil.
Erlaubt Ihr Profil nur einen Link, richten Sie ihn für die gesamte Aktion auf die Aktionsseite. Danach tragen Sie sich eine Erinnerung ein, ihn wieder zurückzustellen. Dieser kleine Schritt verringert auch Nachrichten von Menschen mit veralteten Erwartungen.
Sollten Sie die Ankündigung mit Anzeigen unterstützen?
Organische Reichweite allein trägt eine Aktion oft nicht, vor allem bei kleineren Konten. Dann ist eine bezahlte Unterstützung sinnvoll. Allerdings bündeln Sie das Budget auf die stärksten Tage; Start und letzter Tag sind häufig die ersten Kandidaten.
Betrachten Sie Anzeigentexte nicht getrennt vom organischen Beitrag. Dieselbe Höhe, dieselben Daten und dieselben Bedingungen sollten überall wortgleich erscheinen. Sonst findet jemand nach der Anzeige im Profil andere Angaben, und Sie verlieren Vertrauen.
Berücksichtigen Sie außerdem Ihre Marge beim Budget. Drückt der Rabatt den Gewinn bereits, kann Werbung die Aktion ins Minus drehen. Also berechnen Sie zuerst die Marge je Produkt und legen dann eine Obergrenze für Anzeigen fest. Unser Beitrag zu Rabatt auf den zweiten Artikel und Marge zeigt diese Rechnung.
Wie messen Sie den Erfolg, wenn Sie Rabatte auf Social Media ankündigen?
Aus einer Aktion ohne Messung lernen Sie nichts. Am praktischsten versehen Sie den Link in jedem Beitrag und jeder Anzeige mit Kampagnenparametern. Dank dieser Parameter zeigt Ihr Analysetool, welcher Beitrag tatsächlich Umsatz gebracht hat.
Parameter von Hand zu schreiben ist fehleranfällig, daher können Sie unseren UTM Generator nutzen. Die Logik dahinter erklärt unser Leitfaden zu UTM Parametern.
Nach der Aktion legen Sie diese Kennzahlen nebeneinander: Reichweite, Linkklicks, Warenkorb und Verkäufe. Dann erkennen Sie, ob das Problem in der Ankündigung oder auf der Verkaufsseite liegt.
Ist die Reichweite zum Beispiel hoch, die Klickzahl aber niedrig, hat Bild oder erste Zeile nicht überzeugt. Viele Klicks mit wenigen Verkäufen deuten dagegen meist auf Landingpage, Preis oder Versandbedingungen hin. Diese Unterscheidung zeigt Ihnen, was Sie beim nächsten Mal ändern.
Wie antworten Sie auf Kommentare und Nachrichten?
Während einer Aktion steigen Kommentare und Nachrichten meist an. Deshalb bereiten Sie Antworten auf häufige Fragen vorab vor. Lieferzeit, Rückgabe und betroffene Produkte sind die typischen Themen.
Gespeicherte Antworten sparen Zeit, sollten aber nicht kopiert wirken. Passen Sie jede Antwort mit kleinen Details an die Frage an. Zudem beantworten Sie negative Kommentare ruhig und klar, statt sie zu löschen, denn andere Leser sehen Ihre Antwort ebenfalls.
Ein Beispielszenario: Eine Followerin schreibt, dass der Rabatt im Warenkorb nicht greift. Eine gute Antwort entschuldigt sich, nennt den Schritt zur Prüfung und lädt bei Bedarf in eine Direktnachricht ein. So wächst das Problem nicht öffentlich.
Legen Sie schließlich fest, wer das Postfach wann betreut. Beantworten Sie eine Abendfrage erst am nächsten Nachmittag, kann Ihnen dieser Verkauf entgehen. Erstellen Sie also einen einfachen Dienstplan für die starken Tage.
Lassen sich Gewinnspiel und Rabatt kombinieren?
Gewinnspiel und Rabatt können im selben Zeitraum laufen, doch behandeln Sie sie als zwei Aktionen mit eigenen Regeln. Eine gemischte Ankündigung lässt Leser rätseln, welche Bedingung wozu gehört. Deshalb empfehlen wir getrennte Beiträge.
Aufbau, Teilnahmeregeln und Plattformrichtlinien eines Gewinnspiels sind ein eigenes Thema. Wir haben es Schritt für Schritt in unserer Anleitung für Instagram Gewinnspiele beschrieben und wiederholen es hier nicht.
Fallen beide trotzdem in dieselbe Woche, trennen Sie die Bildsprache. Rabattbeiträge stellen etwa Preis und Höhe nach vorn, Gewinnspielbeiträge dagegen Gewinn und Teilnahmeschritte. Dann unterscheiden Leser die Beiträge auf den ersten Blick.
Welche Aktionsart sollten Sie wählen?
Nicht jeder Rabatt wirkt gleich. Prozentrabatt, fester Betrag, Rabatt auf den zweiten Artikel und kostenloser Versand lösen unterschiedliches Kaufverhalten aus. Ein Rabatt auf den zweiten Artikel soll zum Beispiel den Warenkorb vergrößern, kostenloser Versand dagegen räumt oft die letzte Hürde an der Kasse aus.
Definieren Sie zunächst Ihr Ziel: Lager räumen, Neukunden gewinnen oder den Warenkorbwert steigern. Steht das Ziel fest, ergibt sich die Aktionsart. Zudem richtet sich der Ankündigungstext nach diesem Ziel.
Bei Aktionen mit festem Anlass zählt Planung noch mehr. Unser Leitfaden für Valentinstag Aktionen zeigt, wie Sie eine datierte Kampagne früh vorbereiten.
Danach passen Sie den Text an die Art an. Bei kostenlosem Versand fragen Leser zuerst nach dem Mindestbestellwert, also nennen Sie ihn im ersten Satz. Bei einem festen Betrag klären Sie, ab welchem Warenkorbwert er gilt.
Was gehört auf die Checkliste vor dem Start?
Eine kurze Checkliste direkt vor der Veröffentlichung verhindert die häufigsten Fehler. Teilen Sie die folgende Liste mit Ihrem Team und haken Sie sie bei jeder Aktion ab:
- Stimmen Höhe und Preis in Grafik und Text überein?
- Haben Sie den Vergleichspreis tatsächlich verlangt?
- Stehen Start und Ende klar im Text?
- Sind Umfang und Bedingungen eindeutig?
- Führt der Link zur richtigen Seite, und trägt er Parameter?
- Aktualisieren Sie die Preise im Onlineshop zum Startzeitpunkt?
- Haben Sie dem Kundenservice die vorbereiteten Antworten gegeben?
- Haben Sie einen Abschlussbeitrag für den letzten Tag geplant?
Nutzen Sie die Liste jedes Mal, wird der Ablauf zur Gewohnheit. Folglich beschäftigen Sie sich am Starttag mit Verkäufen statt mit Überraschungen.
Wir empfehlen, die Checkliste in einem geteilten Dokument zu führen. Kopieren Sie sie für jede Aktion, haken Sie die Punkte ab und archivieren Sie sie danach. So sehen Sie, welche Punkte Sie früher übersprungen haben, und verbessern die Liste für Ihr Unternehmen.
Welche Fehler passieren am häufigsten?
Am häufigsten sehen wir Folgendes: Sie möchten Rabatte auf Social Media ankündigen, doch der Onlineshop zeigt noch den alten Preis. Wer vom Beitrag kommt und den alten Preis sieht, verliert das Vertrauen in die Aktion. Deshalb schließen Sie die Preisänderung vor dem Veröffentlichungszeitpunkt ab.
Der zweite typische Fehler: Die Ankündigung bleibt nach dem Ende sichtbar. Neue Follower sehen den alten Beitrag und schreiben Ihnen mit falschen Erwartungen. Daher ergänzen Sie den Hinweis "Diese Aktion ist beendet" oder archivieren den Beitrag.
Drittens wechseln viele ohne Auswertung zur nächsten Aktion. Schreiben Sie nach jeder Aktion eine kurze Bilanz: Was hat funktioniert, was nicht? Diese Notizen stärken Ihre nächste Ankündigung.
Viertens wiederholen manche denselben Rabatt zu oft. Sehen Follower jeden Monat dieselbe Höhe, kaufen sie nicht mehr zum vollen Preis und warten auf die nächste Aktion. Also binden Sie Aktionen an bestimmte Zeiträume und lassen genug Abstand dazwischen.
Können kleine Unternehmen ohne Werbebudget Rabatte auf Social Media ankündigen?
Ja, eine wirksame Ankündigung gelingt auch ohne bezahlte Reichweite, doch sie braucht Struktur und Beständigkeit. Beginnen Sie bei Bestandskunden: eine kleine Karte an der Kasse, Ihr WhatsApp Status und Ihr Newsletter stärken die organische Reichweite. So trägt Ihr Beitrag nicht die ganze Last.
Ein Beispielszenario: Ein Café im Viertel startet einen Rabatt für Nachmittage unter der Woche. Es teilt eine kurze Storyserie auf Instagram, stellt kleine Karten auf die Tische und informiert Stammgäste per Statusmeldung. Somit erreicht die Botschaft dasselbe Publikum über mehrere Kanäle, ganz ohne Werbebudget.
Außerdem können Sie mit lokalen Konten zusammenarbeiten. Ein Storytausch mit einem benachbarten Geschäft bringt beiden Seiten neue Leser. Trotzdem kennzeichnen Sie bezahlte oder werbliche Anteile solcher Kooperationen klar.
Was tun Sie nach dem Ende der Aktion?
Der Abschluss ist die am meisten vernachlässigte Phase. Dabei zeigt ein kurzer Dankesbeitrag den Kunden, dass Sie sie schätzen. Zudem gibt er allen, die die Aktion verpasst haben, einen Grund, Ihnen weiter zu folgen.
Sammeln Sie danach die Daten und übertragen Sie sie in Ihren nächsten Kalender. Notieren Sie etwa, welcher Tag die meisten Verkäufe brachte und welches Format die meisten Klicks erhielt. Dann beruht Ihre nächste Ankündigung auf Daten statt auf Vermutungen.
Halten Sie schließlich auch negatives Feedback fest. Lieferverzögerungen oder Bestandslücken sind betriebliche Punkte, die Sie vor der nächsten Aktion lösen sollten.
Ein Beispielszenario: Ein Modegeschäft bemerkt in seiner Bilanz einen Versandengpass am ersten Tag. Für die nächste Aktion plant es zusätzliche Hilfe beim Verpacken und nennt die erwartete Lieferzeit gleich in der Ankündigung. Dadurch erreicht dasselbe Problem die Kunden kein zweites Mal.
Sollten Sie diesen Prozess an ein Team abgeben?
Eine Aktion wirkt wie ein einzelner Beitrag, doch dahinter stehen Planung, Gestaltung, Text, rechtliche Prüfung, Anzeigen und Messung. Als Unternehmer all das in einer starken Verkaufsphase allein zu stemmen, ist oft schwer. Dann lohnt es sich, den Prozess an ein Team abzugeben.
Wir, Talha Aslan und Team, übernehmen Aktionskalender, Ankündigungstexte und Tracking für Sie. Umfang und Ablauf finden Sie auf der Seite zu unserer Social Media Betreuung.
Stellen Sie sich vor der Entscheidung eine Frage: Will ich meine Zeit in der Aktionswoche in Verkauf und Betrieb stecken oder in die Vorbereitung von Beiträgen? Lautet die Antwort Verkauf, können Sie ein Angebot für die Social Media Betreuung anfordern und Ihre nächste Aktion geplant starten.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



