Google Lens: Wie erscheinen Ihre Produkte in der visuellen Suche?

Kurze Antwort
Wie erscheinen Ihre Produkte in der Suche mit Google Lens?
In Google Lens zu erscheinen heißt, Ihre Produktfotos so aufzubereiten, dass Google sie erkennt, Ihrer Seite zuordnet und mit gutem Grund anzeigt. Dafür brauchen Sie klare Fotos aus mehreren Blickwinkeln, crawlbare Bildadressen, sprechende Dateinamen und Alttexte, korrekte strukturierte Produktdaten und saubere Bilder im Merchant Center.
Wir, Talha Aslan und Team, sprechen mit Onlineshops regelmäßig über dieses Thema, denn ein wachsender Teil der Kundschaft tippt Produkte nicht mehr ein. Stattdessen richten Menschen die Kamera auf das Produkt. Ein Sneaker auf der Straße, eine Lampe im Café, ein Stuhl bei Freunden: Google Lens analysiert dieses Foto und zeigt ähnliche Bilder sowie die Seiten, auf denen sie stehen. Fehlt Ihre Seite in dieser Liste, landet der Kauf bei einem anderen Shop.
Zunächst eine ehrliche Einordnung. Google erklärt nicht im Detail, nach welchen Kriterien Lens Ergebnisse sortiert. Deshalb versprechen wir in diesem Leitfaden keine Rankings. Stattdessen verbinden wir die Regeln aus der offiziellen Google Dokumentation zu Bildern und Produktdaten mit dem, was Lens tatsächlich anzeigt, und machen daraus eine praktische Checkliste.
Was zeigt Google Lens den Nutzern tatsächlich an?
Die Google Suche Hilfe beschreibt, dass eine Suche mit einem Bild verschiedene Ergebnistypen liefern kann. Diese Typen zu kennen lohnt sich, denn jeder öffnet eine andere Tür zu Ihrer Website. Laut Hilfeseite kann eine visuelle Suche Folgendes enthalten:
- KI Übersichten (AI overviews).
- Suchergebnisse zu Objekten im Bild.
- Ähnliche Bilder.
- Websites mit dem Bild oder einem ähnlichen Bild.
Für den E-Commerce zählen vor allem die letzten beiden Punkte. Fotografiert jemand ein Produkt, kann Google visuell ähnliche Fotos und die Seiten anzeigen, auf denen diese Fotos stehen. Lens nutzt Ihr Produktfoto also wie ein Suchergebnis. Je klarer und stimmiger das Foto ist, desto solider ist die Grundlage für einen Treffer.
Außerdem betont die offizielle Lens Seite von Google den Einkaufsaspekt. Sie beschreibt, dass Sie mit Kamera oder Screenshot herausfinden können, wer etwas herstellt, was es kostet und wo Sie es kaufen. Allerdings weist die Seite auch darauf hin, dass Shoppingergebnisse nicht in jedem Land gleich verfügbar sind. Testen Sie die Darstellung daher in Ihrem eigenen Markt.
Worin unterscheidet sich Google Lens von klassischer Bilder SEO?
Klassische Bilder SEO zielt darauf, dass Ihr Bild in der Google Bildersuche erscheint, wenn jemand einen Begriff eintippt. Google Lens arbeitet umgekehrt. Die Suchanfrage ist ein Foto, kein Wort. Die eigentliche Frage lautet also, ob Google das Foto der Kundin mit Ihrem Produktfoto verbinden kann.
In der Praxis hat das drei Folgen. Erstens muss das Produkt das Bild dominieren, denn Dekoration, Text und Effekte verwischen den Abgleich. Zweitens helfen Fotos desselben Produkts aus verschiedenen Winkeln, eine Verbindung herzustellen, egal aus welcher Perspektive die Kundin fotografiert. Drittens liefern Umgebungstext, Dateiname, Alttext und strukturierte Daten einen zweiten Kanal, der Google erklärt, worum es sich handelt.
Allgemeine Themen wie Komprimierung, Ladezeit und moderne Formate wiederholen wir hier nicht. Diese Punkte behandeln wir ausführlich in unserem Leitfaden zur Bildoptimierung für Ladezeit und SEO. Dieser Artikel konzentriert sich nur auf Entscheidungen, die den Abgleich in Lens beeinflussen.
Welche Produktfotos eignen sich am besten für Google Lens?
Die Google Dokumentation zu Bildern formuliert einen kurzen, klaren Satz: Hochwertige Fotos sprechen Nutzer mehr an als unscharfe, undeutliche Bilder. Für Lens können wir diesen Gedanken weiterführen. Die Kamera der Kundschaft erfasst das Produkt bei echtem Licht, in echter Farbe und meist aus einem schrägen Winkel. Ihr Foto sollte das Produkt deshalb möglichst realistisch zeigen.
Aus unserer Praxis empfehlen wir die folgenden Eigenschaften. Es handelt sich nicht um Rankingregeln von Google, sondern um praktische Prinzipien, die den Abgleich erleichtern:
- Das Produkt füllt den Großteil des Bildes, mit wenig Leerraum und wenig Beiwerk.
- Die Farben bleiben realistisch, denn starke Filter lassen ein Produkt wie ein anderes wirken.
- Die Schärfe reicht über das gesamte Produkt, weil unscharfe Kanten markante Details verschlucken.
- Der Hintergrund bleibt schlicht, damit kein Muster die Silhouette stört.
- Markante Details wie Logo, Naht, Knopf oder Struktur bekommen eine eigene Nahaufnahme.
Beispielszenario: Ein Möbelshop unter example.com nutzt für einen Stuhl nur ein Studiofoto von vorn. Eine Kundin fotografiert denselben Stuhl allerdings seitlich in einem Restaurant. Ergänzt der Shop Seiten und Rückansichten, steigt die Zahl der Bilder, die ihrem Foto ähneln können.
Warum sollten Sie Produktfotos aus mehreren Blickwinkeln hochladen?
Wer Lens nutzt, fotografiert Ihr Produkt nicht aus dem Winkel, den Sie gewählt haben. Eine Tasche erscheint von der Seite, ein Schuh von oben, eine Uhr am Handgelenk. Ein einzelnes Hauptfoto reicht daher nicht, um die gesamte visuelle Identität eines Produkts abzubilden. Mehrere Perspektiven stellen Google dasselbe Produkt aus verschiedenen Richtungen vor.
Google unterstützt diesen Ansatz in der Dokumentation. Die Merchant Center Hilfe empfiehlt das Attribut additional_image_link für alternative Ansichten, Detailaufnahmen und weitere Perspektiven. Zudem empfiehlt die Dokumentation zu strukturierten Daten für Händlereinträge mehrere hochauflösende Bilder.
Konkret können Sie sich an diesem Set orientieren:
- Vorderansicht: das Hauptfoto, das das Produkt in seiner bekanntesten Form zeigt.
- Seiten und Rückansicht: Sie zeigen die Silhouette aus anderen Winkeln.
- Nahaufnahme: Struktur, Material, Logo oder Etikett.
- Ansicht im Einsatz: wie das Produkt in einer echten Umgebung wirkt.
- Größenansicht: ein Bild, das die Größe neben einer Hand oder einem bekannten Gegenstand zeigt.
Dieses Set schafft außerdem Vertrauen bei der Kundschaft. Somit unterstützt eine einzige Investition sowohl die Conversion als auch die Chance auf einen visuellen Treffer.
Welche Fotofehler schwächen einen Treffer in Google Lens?
Die Merchant Center Hilfe schließt für das Hauptbild bestimmte Elemente ausdrücklich aus. Diese Regeln gelten für das Merchant Center. Trotzdem passen sie zur Logik der visuellen Ähnlichkeit, denn jedes eingeblendete Element entfernt das Foto vom echten Produkt. Laut Hilfeseite sollten Sie im Hauptbild Folgendes vermeiden:
- Werbeelemente wie Handlungsaufforderungen, Preise oder Versandinfos.
- Wasserzeichen, Copyrightsymbole oder grafische Stempel.
- Platzhalter wie Demnächst Grafiken oder ein Shoplogo statt des Produkts.
- Einen Rahmen um das Bild.
- Andere Produkte, die Sie nicht zusammen mit dem Hauptartikel verkaufen.
Aus unserer Praxis ergänzen wir zwei Punkte. Ein allgemeines Foto für verschiedene Farben oder Modelle stört den Abgleich, und auch das Merchant Center wertet so etwas als Platzhalter. Zudem verliert ein Produkt in einer kleinen Kachel innerhalb einer Collage genau die Details, die es unverwechselbar machen.
Kurz gesagt: Halten Sie das Hauptbild sauber und verlagern Sie Aktionsbotschaften in den Seitentext oder einen Bannerbereich. So erfüllen Sie die Regeln des Merchant Center und geben Lens eine klarere Sicht auf das Produkt.
Welche Regeln gelten für Bildgröße und Seitenverhältnis?
Zur Größe gibt es zwei offizielle Quellen, und sie sagen Unterschiedliches. Die Merchant Center Hilfe nennt eine Mindestgröße in Pixeln für Produktbilder und empfiehlt zusätzlich eine größere Auflösung. Die Dokumentation zu Händlereinträgen nennt dagegen eine Mindestzahl an Gesamtpixeln und empfiehlt mehrere Seitenverhältnisse.
Solche Werte können sich ändern, deshalb nennen wir hier keine Zahlen. Prüfen Sie den aktuellen Wert immer auf der jeweiligen offiziellen Seite. Das Prinzip bleibt allerdings gleich: Bereiten Sie hochauflösende Bilder vor, auf denen das Produkt viel Fläche einnimmt und auch nach einem anderen Zuschnitt verständlich bleibt.
Beim Seitenverhältnis empfiehlt die Dokumentation zu Händlereinträgen Bilder in 1x1, 4x3 und 16x9. Dafür gibt es einen praktischen Grund, denn Bilder erscheinen an vielen Stellen. Google kann dasselbe Bild auf verschiedenen Oberflächen unterschiedlich zuschneiden. Steht das Produkt mittig und hat an den Rändern etwas Luft, bleibt es bei jedem Zuschnitt vollständig sichtbar.
Außerdem verlangt die Merchant Center Hilfe, dass das Produkt einen bestimmten Anteil des Gesamtbildes einnimmt. Auch dieser Bereich ist ein Schwellenwert, der sich ändern kann. Anders gesagt: Das Produkt sollte weder im Bild verschwinden noch über die Ränder hinausragen.
Spielt der Dateiname eines Bildes für Google Lens eine Rolle?
Ja, indirekt. Die Google Dokumentation zu Bildern beschreibt, dass der Dateiname einen leichten Hinweis auf das Bildthema geben kann, und empfiehlt kurze, aber aussagekräftige Dateinamen. Die Logik dahinter ist einfach: Verwenden Sie ein paar beschreibende Wörter statt einer zufälligen Kameranummer.
Lens analysiert das Foto visuell. Trotzdem ist es plausibel, dass Google auch Textsignale der Seite nutzt, um das Produkt einzuordnen. Der Dateiname ist eines dieser Signale und kostet praktisch nichts. Deshalb empfehlen wir, eine feste Benennungsregel in Ihren Upload Prozess aufzunehmen.
Beispielszenario: Ein Shop unter example.com lädt Fotos direkt aus der Kamera mit zufälligen Nummern hoch. Stattdessen können Sie einen Namen mit Marke, Produkttyp, Farbe und Ansicht wählen. Zum Beispiel machen Sie aus brauner Lederrucksack Seitenansicht einen kleingeschriebenen Dateinamen mit Bindestrichen zwischen den Wörtern. Achten Sie außerdem darauf, dass die Dateiendung zum tatsächlichen Format passt; auch das erwähnt Google ausdrücklich.
Bleiben Sie zudem bei Sonderzeichen konsequent. Statt ä, ö, ü und ß in Dateinamen verringern einfache lateinische Buchstaben wie ae, oe und ue das Risiko fehlerhafter Namen auf verschiedenen Systemen.
Wie schreiben Sie Alttexte für Produktbilder?
Google schreibt deutlich, dass der Alttext das wichtigste Attribut ist, um zusätzliche Informationen zu einem Bild zu liefern. Der Alttext ist eine kurze Beschreibung, die das Bild ersetzt, wenn es nicht lädt oder wenn jemand einen Screenreader nutzt. Google verwendet diesen Text außerdem, um den Bildinhalt zu verstehen.
Bei Produktbildern beschreibt ein guter Alttext das Produkt so, wie Sie es einer Kundin am Telefon schildern würden: was es ist, welche Farbe und welches Material es hat und welche Ansicht das Foto zeigt. Keyword Stuffing nennt die Google Dokumentation dagegen ausdrücklich als etwas, das Sie vermeiden sollten. Kopieren Sie zudem nicht denselben Alttext für jede Ansicht, sondern ergänzen Sie einen kleinen Unterschied, der die Perspektive benennt.
Ein Vergleich macht das deutlich. Zum Beispiel sagt ein schwacher Alttext nur Tasche. Ein überladener Alttext reiht Tasche, Ledertasche, günstige Tasche, beste Tasche aneinander. Ein ausgewogener Alttext liest sich dagegen wie ein natürlicher Satz, etwa Nahaufnahme eines braunen Lederrucksacks mit Seitentasche und Reißverschluss.
Die allgemeinen Regeln und den Aspekt der Barrierefreiheit erklären wir in unserem Beitrag Alttext richtig schreiben. Entscheidend ist hier, dass Sie bei Produktbildern Ansicht und Detail in den Alttext aufnehmen.
Wo und wie platzieren Sie Bilder auf der Seite?
Die Google Dokumentation empfiehlt, Bilder in der Nähe von relevantem Text und auf passenden Seiten zu platzieren, denn Google leitet das Bildthema auch aus dem Seiteninhalt ab. Steht ein Produktfoto direkt neben Produktname, Beschreibung und technischen Daten, wird der Kontext stärker.
Dazu kommen technische Regeln, vor allem zur Auffindbarkeit. Google findet Bilder im src Attribut des HTML Bildelements und indexiert keine CSS Bilder. Baut Ihre Produktgalerie also nur auf CSS Hintergründen auf, bleiben diese Bilder für Google womöglich unsichtbar. Nutzen Sie responsive Bilder, dann behalten Sie außerdem immer eine Ersatzadresse im src Attribut für Browser und Crawler, die diese Attribute nicht verstehen.
Konkret sollten Sie diese Punkte prüfen:
- Nutzen Produktbilder ein normales HTML Bildelement oder nur einen CSS Hintergrund?
- Stehen die Adressen der Galeriebilder im Quelltext oder im gerenderten HTML?
- Sperrt die robots.txt einzelne Bildadressen?
- Steht das Bild im selben Abschnitt wie Produktname und Beschreibung?
- Lädt die Galerie erst nach einem Klick, und stehen die Adressen trotzdem im HTML?
Der letzte Punkt ist besonders wichtig. Lädt eine Galerie weitere Ansichten erst nach einer Interaktion, kann Google diese Bilder schwerer entdecken. Bei Bedarf melden Sie die Adressen daher zusätzlich über eine Bildsitemap.
Wie helfen strukturierte Produktdaten bei der Sichtbarkeit in Google Lens?
Strukturierte Daten sind Code, der das Produkt auf Ihrer Seite in maschinenlesbarer Form beschreibt. Die Google Dokumentation zu Händlereinträgen erklärt, dass Produktmarkup Ihre Seite für Darstellungen wie das Shopping Knowledge Panel, die Google Bildersuche, beliebte Produkte und Product Snippets qualifizieren kann. Lens nennt die Dokumentation nicht ausdrücklich. Trotzdem stützt sich auch der Shoppingteil von Lens auf diese Art von Produktinformationen.
Für Bilder setzt die Dokumentation klare Regeln. Das Bild ist die Adresse eines Produktfotos. Bildadressen müssen crawlbar und indexierbar sein. Die Bilder müssen den ausgezeichneten Inhalt darstellen, Sie dürfen also nicht auf ein anderes Produkt oder ein allgemeines Banner verweisen. Zudem empfiehlt die Dokumentation mehrere hochauflösende Bilder in verschiedenen Seitenverhältnissen.
Daher empfehlen wir, im Bildfeld Ihres Produktmarkups nicht nur das Hauptfoto zu hinterlegen, sondern eine Liste von Bildern mit verschiedenen Ansichten und Formaten. Die Grundlagen erklären wir in unserem Beitrag Was ist Schema Markup, und mit unserem Schema Generator erstellen Sie das Markup schnell.
Außerdem helfen Attribute wie Farbe, Muster, Material und Produktgruppe, damit Google Varianten auseinanderhält. Fotografiert jemand das marineblaue Modell, hat die richtige Variantenseite dann eine stimmigere Grundlage für einen Treffer.
Wie beeinflussen Bilder im Merchant Center die Shoppingergebnisse von Lens?
Erkennt Lens ein Produkt, kann es Einkaufsinformationen wie Preis und Händler anzeigen. Eine wichtige Quelle dafür sind die Produktdaten im Merchant Center. Das Merchant Center ist die Zentrale, die Ihre Produkte in die Shoppingflächen von Google bringt; kostenlose Einträge und Anzeigen erklären wir in unserem Beitrag Was ist Google Shopping.
Im Merchant Center sollten Sie drei Bildattribute unterscheiden. Das Attribut image_link zeigt das Produkt sauber. Danach folgt additional_image_link für alternative Ansichten und Detailaufnahmen. Schließlich nimmt lifestyle_image_link Fotos des Produkts in einer echten Umgebung auf, und die Hilfeseite empfiehlt, solche Bilder dort statt im image_link einzutragen.
Für Lens ist diese Trennung wertvoll, weil das Foto der Kundschaft oft wie ein Lifestylefoto aussieht. Das Produkt steht auf einem Tisch, sitzt am Handgelenk oder liegt auf einem Sofa. Liefern Sie sowohl ein sauberes Studiofoto als auch ein Foto in echter Umgebung, geben Sie Google zwei verschiedene Arten von Referenzen.
Achten Sie vor allem darauf, dass das Bild auf Ihrer Website und das Bild im Merchant Center dasselbe Produkt zeigen. Eine andere Variante oder ein altes Modellfoto kann bei Kundschaft und Google Vertrauen kosten.
Welche Signale beeinflussen was bei Google Lens?
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Signale zusammen, an denen wir für Lens arbeiten, samt offizieller Quelle und praktischer Priorität. Die Prioritätsspalte ist eine Startempfehlung aus der Praxis, keine Garantie.
| Signal | Offizielle Quelle | Wirkung | Priorität |
|---|---|---|---|
| Klares, hochwertiges Produktfoto | Google Dokumentation zu Bildern | Bildet die Basis der visuellen Ähnlichkeit | Sehr hoch |
| Mehrere Ansichten und Detailaufnahmen | Merchant Center additional_image_link | Verbindet sich mit Fotos aus anderen Winkeln | Sehr hoch |
| Crawlbares HTML Bildelement | Google Dokumentation zu Bildern | Ermöglicht Entdeckung und Indexierung | Hoch |
| Bilderliste in strukturierten Produktdaten | Dokumentation zu Händlereinträgen | Verknüpft das Bild mit dem richtigen Produkt | Hoch |
| Aussagekräftiger Alttext | Google Dokumentation zu Bildern | Beschreibt das Bildthema in Textform | Mittel |
| Sprechender Dateiname | Google Dokumentation zu Bildern | Liefert ein leichtes Kontextsignal | Niedrig, aber günstig |
| Lifestylebild | Merchant Center lifestyle_image_link | Ähnelt realen Fotos der Kundschaft | Mittel |
Die Kernaussage der Tabelle ist einfach. Sichtbarkeit in Lens hängt nicht an einer einzelnen Einstellung. Die Fotoqualität legt das Fundament, die technische Erreichbarkeit macht das Bild auffindbar, und Text sowie strukturierte Daten ergänzen den Kontext.
Welche Prüfschritte sollten Sie für Google Lens nacheinander durchgehen?
Wir empfehlen, die folgende Reihenfolge zunächst als Pilot in einer Produktkategorie umzusetzen. Beginnen Sie mit Bestsellern oder optisch besonders markanten Produkten, und übertragen Sie den Ablauf dann auf den gesamten Katalog.
- Wählen Sie eine Pilotkategorie und listen Sie Fotoanzahl und Ansichten je Produkt auf.
- Ermitteln Sie fehlende Ansichten und vervollständigen Sie das Set aus Vorder, Seiten, Rück, Detail und Einsatzansicht.
- Entfernen Sie Werbetext, Wasserzeichen und Rahmen aus den Hauptbildern.
- Benennen Sie Dateien mit Marke, Produkttyp, Farbe und Ansicht neu.
- Schreiben Sie für jedes Bild einen natürlichen Alttext, der auch die Ansicht nennt.
- Hinterlegen Sie im Produktmarkup mehrere Bilder in verschiedenen Formaten.
- Tragen Sie Haupt, Zusatz und Lifestylebilder in die passenden Attribute im Merchant Center ein.
- Testen Sie Beispielseiten und Bildadressen mit dem Tool zur URL Prüfung (URL Inspection) in der Search Console.
- Fotografieren Sie das Produkt mit dem Smartphone, suchen Sie es mit Lens und notieren Sie die Ergebnisse. Wiederholen Sie das nach einigen Wochen.
Überspringen Sie den letzten Schritt nicht. Wenn Sie eigene Produkte bei anderem Licht und aus anderen Winkeln fotografieren und Lens zeigen, sehen Sie schnell, wo Ihre Seite erscheint und wo andere Websites vorn liegen. Allerdings können Ergebnisse je nach Personalisierung und Standort schwanken, also werten Sie einen einzelnen Test nicht als endgültig.
Wie erkennen Sie Bild und Produktprobleme in der Search Console?
Die Search Console bietet keinen eigenen Bericht für Lens. Trotzdem können Sie dort die Infrastruktur prüfen, die Lens speist. Die Dokumentation zu Händlereinträgen beschreibt, dass Sie mit dem Tool zur URL Prüfung (URL Inspection) kontrollieren können, ob Bildadressen crawlbar und indexierbar sind.
Nutzen Sie Produktmarkup, zeigen die Berichte zu Händlereinträgen (Merchant listings) und Produktsnippets (Product snippets) fehlerhafte oder fehlende Felder. Fehlt das Bildfeld oder ist es ungültig, sehen Sie dort womöglich Warnungen. Da die deutschen Berichtsnamen abweichen können, nennen wir die englischen Namen in Klammern.
Landen Ihre Produktseiten gar nicht im Index, liegt das Problem auf Seitenebene, noch vor dem Bild. Lesen Sie dann unseren Beitrag Produktseiten nicht indexiert. Eine Seite außerhalb des Index kann Lens Nutzer auch nicht zu Ihrem Shop führen.
Zeigt Google für Ihre Produktseite zudem ein falsches Bild, sind Ihre Signale für das bevorzugte Bild womöglich schwach. Die Lösung beschreiben wir Schritt für Schritt im Beitrag falsches Vorschaubild in Google Suchergebnissen.
Wie teilen Sie Google mit, welches Bild Sie bevorzugen?
Die Google Dokumentation zu Bildern nennt mehrere Wege, das bevorzugte Hauptbild einer Seite anzugeben. Dazu gehören die Schema.org Eigenschaft primaryImageOfPage, ein Bild über die Beziehung zur Hauptentität und das Metatag og:image. Außerdem bittet die Dokumentation, ein relevantes, hochauflösendes Bild zu wählen statt eines allgemeinen Motivs wie Ihres Logos.
Ein typischer Fehler in Onlineshops ist eine Produktseite, deren Teilen Bild noch das Shoplogo aus der Vorlage ist. Damit signalisieren Sie Google, die Marke statt des Produkts hervorzuheben. Stellen Sie deshalb sicher, dass jede Produktseite das Hauptfoto des jeweiligen Produkts als Vorschaubild nutzt.
Diese Signale bestimmen nicht direkt, wie Lens sortiert. Sie zeigen Google aber konsequent, welches Bild die Seite repräsentiert. Somit schaffen sie eine saubere Grundlage, damit das Bild der richtigen Seite zugeordnet wird.
Helfen Bildmetadaten und Urheberangaben in Lens?
In eine Bilddatei eingebettete Metadaten können Angaben enthalten, etwa wer das Foto aufgenommen hat, wem es gehört und wie die Lizenz aussieht. Die Google Bildersuche kann einige dieser Informationen unter bestimmten Bedingungen anzeigen. Das Thema erklären wir im Beitrag IPTC Bildmetadaten für Google Bilder.
Für Lens ist die Rolle von Metadaten begrenzt, und Google erklärt keinen offiziellen Einfluss auf den Abgleich. Trotzdem ist es eine gute Gewohnheit, eigenen Produktfotos Urheber und Copyrightangaben mitzugeben. Das hilft vor allem dann, wenn andere Websites Ihre Fotos ohne Erlaubnis verwenden, denn Sie können die Quelle belegen.
Dazu kommt ein weiterer Punkt. Verwenden Sie dasselbe Foto, das der Hersteller an alle verteilt, zeigt Lens Sie womöglich als einen von Dutzenden Shops. Dann fällt es schwer, in der Liste der Websites mit demselben Bild aufzufallen. Eigene Originalfotos heben Sie dagegen aus dieser Menge heraus.
Herstellerfotos oder eigene Aufnahmen: Was ist besser?
Diese Frage beschäftigt die meisten Shopbetreiber ganz praktisch. Herstellerfotos sind schnell verfügbar und technisch meist gut. Nutzen jedoch alle Händler desselben Produkts dasselbe Foto, sind Sie nur eine weitere Option unter Seiten mit demselben oder einem ähnlichen Bild.
Deshalb empfehlen wir eine Balance. Das Herstellerfoto können Sie als Hauptbild nutzen, für weitere Ansichten, Details und Lifestylebilder ergänzen Sie dann eigene Aufnahmen. So bieten Sie eine saubere Referenz und heben sich zugleich mit Bildern ab, die nur Sie haben.
- Herstellerbild: schnell und einheitlich, aber nicht unverwechselbar.
- Eigene Studioaufnahme: originell, braucht aber Disziplin bei Licht und Farbe.
- Kundenfoto: realistisch, braucht aber Erlaubnis und Qualitätskontrolle.
Beispielszenario: Ein Shop unter example.com ist einer von vielen, die dieselbe Kaffeemaschine verkaufen. Der Shop ergänzt drei eigene Fotos der Maschine von oben, von der Seite und mit geöffnetem Tank. Fotografiert jemand die Maschine in der Küche mit offenem Tank, geben diese Ansichten dem Shop eine eigene Chance auf einen Treffer.
Wie unterstützt der Text der Produktseite einen Treffer in Lens?
Erkennt Lens ein Bild, ist es naheliegend, dass Google bei der Wahl der Seite die gesamte Seite betrachtet. Die Google Dokumentation zu Bildern verlangt zudem korrekte Titel und Beschreibungen, weil Google diese Texte zusammen mit Bildern in Ergebnissen nutzen kann.
Schreiben Sie daher markante Angaben wie Marke, Produkttyp, Modell und Farbe klar in den Produkttitel. In der Beschreibung bringen Sie die im Foto sichtbaren Details in Worte: Material, Muster, Maße und Einsatzbereich. Jedes markante Detail im Foto sollte eine Entsprechung im Text haben.
Einen breiteren Rahmen für Beschreibung und Seitenaufbau finden Sie in unserem Beitrag Produktseite im Onlineshop optimieren. Hier geht es darum, dass Bild und Text dasselbe sagen. Zeigt das Foto ein grünes Samtsofa, während die Beschreibung nur modernes Sofa nennt, geben Sie Google unvollständige Informationen.
Wann lohnt sich professionelle Unterstützung für Google Lens?
Bei einem kleinen Katalog setzen Sie diese Checkliste selbst um. Haben Sie allerdings Hunderte oder Tausende Produkte, wird aus der Fotoaufgabe eine Prozessaufgabe. Benennungsregeln, Vorlagen für Alttexte, Vorlagen für strukturierte Daten, der Feed im Merchant Center und die Crawlbarkeit der Galerie müssen dann zusammen gesteuert sein.
Wir bauen diesen Prozess auf Ihrer Website von Anfang bis Ende auf und verfolgen die Ergebnisse regelmäßig. Dazu prüfen wir Ihren Bildbestand, dokumentieren fehlende Ansichten und technische Hürden und bringen strukturierte Daten sowie Merchant Center Bilder in Ordnung. Wünschen Sie einen vollständigen Fahrplan für Ihren Katalog, fordern Sie ein Angebot über unsere SEO Beratung an.
Ehrlich gesagt kann kein Team eine bestimmte Position in Lens garantieren. Google legt die Rankingkriterien nicht offen, und Ergebnisse schwanken je nach Person, Standort und Zeitpunkt. Unser Anspruch ist eine Infrastruktur, die offiziellen Regeln folgt, messbar bleibt und dauerhaft trägt.
Wie sichern Sie Ihre Sichtbarkeit in Google Lens langfristig?
Die Arbeit an Lens ist kein einmaliges Projekt. Mit neuen Produkten, Saisonwechseln und Themeupdates kann Ihr Bildaufbau kippen. Zum Beispiel stellt ein Themeupdate die Galerie womöglich auf CSS Hintergründe um, oder ein Plugin nummeriert Dateinamen neu.
Nehmen Sie deshalb eine feste Checkliste in Ihren Upload Prozess auf. Für jedes neue Produkt gelten dann mehrere Ansichten, ein sauberes Hauptbild, ein sprechender Dateiname, ein Alttext mit Ansicht und eine Bilderliste im Markup als Pflicht. Wiederholen Sie außerdem die Prüfungen in der Search Console und Ihre eigenen Lens Tests in festen Abständen.
Zusammengefasst führt der Weg in Google Lens darüber, Google Ihr Produkt sowohl visuell als auch in Daten korrekt zu beschreiben. Möchten Sie, dass wir dieses Setup für Sie aufbauen und überwachen, fordern Sie auf unserer Seite zur SEO Beratung für Onlineshops und Unternehmen ein Angebot für Ihren Katalog an.
Offizielle Quellen: Google Dokumentation zur Bildersuche, strukturierte Daten für Händlereinträge, Merchant Center Hilfe zum Bildattribut und Google Suche Hilfe zur Suche mit einem Bild.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



