Ein Nachrichtenportal wird nicht am Starttag geprüft, sondern ein halbes Jahr später: Hunderte Beiträge sind erschienen, drei Autoren arbeiten in derselben Oberfläche, der Vermarkter verlangt einen weiteren Werbeplatz, und ein alter Artikel braucht eine Korrektur. Was in der Konzeption offen blieb, wird dann zur teuren technischen Altlast.
Wir, Talha Aslan und Team, haben diesen Leitfaden in der Reihenfolge geschrieben, in der wir eine Publikation aufbauen: zuerst Publikationsmodell und Rechtsrahmen, dann Archiv, Vorlagen und Redaktionsablauf, schließlich Plattform, Werbung, Suche und Messung. Jeder Abschnitt enthält Kriterien, die Sie auf Ihr eigenes Projekt oder das Angebot einer Agentur anwenden können.
01Zuerst das Publikationsmodell festlegen
Die erste Entscheidung, die ein Nachrichtenportal prägt, ist die Art der Publikation; das Design folgt dieser Antwort. Ein Lokalportal mit Dutzenden kurzen Meldungen am Tag und ein Ratgeberportal mit zwanzig langen Beiträgen im Monat können weder dieselbe Startseite noch dasselbe Archiv noch denselben Ablauf nutzen. Das eine braucht Tempo und klare Gewichtung, das andere Themencluster und regelmäßige Aktualisierung älterer Texte.
Halten Sie vor dem ersten Gespräch mit einer Agentur schriftlich fest:
- Erscheinungsrhythmus: Wie viele Beiträge pro Tag oder Woche erscheinen und wie sich diese Zahl im nächsten Jahr entwickeln soll.
- Lebensdauer: Ob Ihre Texte nur wenige Tage gelesen werden oder über Jahre Suchanfragen beantworten.
- Erlösmodell: Anzeigen, gesponserte Inhalte, Abonnements, ein Budget des Verbands oder eine Mischung daraus.
- Team: Wie viele Autoren und Redakteure es gibt und ob freie Mitarbeiter oder Gastautoren beitragen.
- Charakter: Ob Ihr Angebot journalistisch redaktionell gestaltet ist oder als Publikation eines Unternehmens oder Vereins erscheint.
Ein Theme, das vor diesen Antworten gewählt wird, bringt meist die Vorlage des falschen Modells mit. Ein Fachmagazin, das in ein Zeitungslayout mit Eilmeldungsband gepresst wird, versteckt die Dossiers, wegen derer seine Leser kommen. Mit den Antworten auf dem Tisch ergeben sich die nötigen Seitentypen fast von selbst.
02Rechtliche Pflichten, die in die Vorlage gehören
Einige rechtliche Pflichten landen direkt in der Vorlage eines Nachrichtenportals, und sie lassen sich nach dem Start deutlich schwerer ergänzen als von Anfang an einplanen. Wir bauen die nötigen Felder, die rechtliche Bewertung übernimmt Ihr Rechtsbeistand.
Für Deutschland betrifft das vor allem diese Punkte:
- Impressum: Die Anbieterkennzeichnung folgt § 5 DDG, dem Digitale Dienste Gesetz, das seit dem 14. Mai 2024 das TMG ersetzt; sie muss leicht erkennbar und ständig verfügbar sein.
- Verantwortlicher: Für journalistisch redaktionelle Angebote verlangt § 18 Abs. 2 MStV zusätzlich einen Verantwortlichen mit Vor und Nachname sowie Anschrift; die Landesmedienanstalten nennen Nachrichtenportale ausdrücklich als Beispiel.
- Einwilligung: § 25 TDDDG verlangt eine Einwilligung, bevor nicht notwendige Informationen auf Endgeräten gespeichert oder ausgelesen werden, also auch für die meisten Werbe und Analysecookies.
- Dienstleister: Für Newsletter, Analyse und Kommentarsysteme braucht es nach Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
In der Vorlage wird daraus eine feste Impressumsseite mit Verantwortlichem, verlinkt aus dem Fußbereich, eine Datumszeile unter jeder Überschrift, die sich selbst füllt, ein Feld für Korrekturhinweise und eine Archivregel, nach der zurückgezogene Beiträge nicht gelöscht, sondern gesichert werden. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln zu Offenlegung und Impressum; diese prüfen Sie am besten mit einem Rechtsbeistand vor Ort.
03Rubrikenbaum und dauerhafte Adressen
Die Rubrikenstruktur ist die Entscheidung, deren Änderung nach dem Start am meisten kostet, denn jede Änderung erzeugt Arbeit an Adressen, Weiterleitungen und internen Links. Deshalb planen wir Rubriken für die Inhalte, die Sie in zwei Jahren veröffentlichen, nicht nur für den heutigen Bestand.
Die Planung läuft in dieser Reihenfolge:
- Wir sammeln die Überschriften der letzten Monate oder die geplanten Themen in einer Tabelle und gruppieren sie.
- Für jede Gruppe entscheiden wir, ob sie dauerhaft oder saisonal ist; Wahlen, Kampagnen und Turniere werden Schlagworte, keine Rubriken.
- Die Zahl der Hauptrubriken bleibt so klein, dass sie ins Hauptmenü passt und auf einen Blick erfassbar ist; Unterrubriken entstehen nur, wenn wirklich genug Inhalt zusammenkommt.
- Jeder Beitrag erhält genau eine Hauptrubrik; Adresse und Brotkrumennavigation richten sich danach.
- Das Adressformat wird vor dem Start festgelegt: ob Rubrik und Datum in der Adresse stehen, entscheiden wir einmal.
Auch Schlagworte brauchen Regeln. Schlagwortseiten mit ein oder zwei Beiträgen erzeugen dünne Seiten, die einander gleichen. Wer solche Seiten aus dem Index hält, bis sie eine festgelegte Zahl an Beiträgen erreichen, und die Redaktion aus einer bestehenden Liste wählen lässt, verhindert Wildwuchs. Soll eine Seite nicht in den Index, bleibt sie crawlbar und erhält noindex; ist sie per robots.txt gesperrt, kann Google das noindex nicht lesen.
04Startseite und Logik des Aufmachers
Die Startseite hat eine Aufgabe: Lesern in wenigen Sekunden zeigen, was heute wichtig ist, und sie zum nächsten Klick führen. Ein Raster mit ein paar Kästen aus jeder Rubrik erfüllt diese Aufgabe nicht. Den Aufmacher bestimmt die Redaktion, die neuesten Beiträge ordnen sich nach Veröffentlichungszeit von selbst.
Bei der Startseite achten wir auf diese Kriterien:
- Zahl der Aufmacher: Ein Hauptaufmacher mit wenigen begleitenden Beiträgen statt eines Sliders; Slider laden langsam, und die meisten Leser sehen die zweite Folie nie.
- Kuratierte und automatische Bereiche: Welche Blöcke die Redaktion bestückt und welche sich nach Datum oder Rubrik füllen, steht vor dem Entwurf fest.
- Rubrikblöcke: Nur Rubriken, denen Leser tatsächlich folgen, erhalten einen Block; die übrigen erreicht man über das Menü.
- Laufband für Eilmeldungen: Nur sinnvoll, wenn Sie wirklich tagesaktuell berichten; ein leeres Band oder eines mit der Meldung von gestern kostet Vertrauen.
Der erste Bildschirm auf dem Smartphone ist die wichtigste Entscheidung der Seite. Aufmacherbild, Überschrift und Datum laden dort vor Werbung und Overlays. Wir entwerfen zuerst die Reihenfolge für das Smartphone und behandeln das Desktoplayout als dessen breitere Fassung.
Auch ein Block mit meistgelesenen Beiträgen braucht eine Regel: Zählt er nicht nur die letzten Tage, bleibt ein monatealter Text hängen, und die Startseite wirkt veraltet. Wir binden ihn an ein Zeitfenster und lassen die Redaktion einzelne Beiträge ausblenden.
05Was in die Artikelvorlage gehört
Leser verbringen die meiste Zeit nicht auf der Startseite, sondern auf einzelnen Beiträgen, daher muss jeder Teil der Artikelvorlage eine Funktion haben. Ist die Vorlage einmal richtig gebaut, erscheint jeder neue Beitrag in gleicher Qualität, ohne dass die Redaktion das Layout neu zusammensetzt.
Diese Bausteine empfehlen wir für eine Artikelvorlage:
- Überschrift und Vorspann: Die Überschrift nennt die Nachricht, der Vorspann beantwortet in zwei Sätzen wer, was und wo; er ist ein eigenes Feld, keine Kopie des ersten Absatzes.
- Autorenzeile und Datum: Der Name führt zur Autorenseite, daneben stehen Veröffentlichungs und Aktualisierungsdatum.
- Aufmacherbild: Mit festem Seitenverhältnis, Bildunterschrift und Quelle; weil das Verhältnis feststeht, springt der Text beim Laden nicht.
- Zwischentitel: Aussagekräftige Zwischentitel, die das Überfliegen langer Texte erleichtern.
- Korrektur und Aktualisierungshinweis: Ein kurzer Hinweis, was sich geändert hat, sobald ein Beitrag inhaltlich überarbeitet wird.
- Verwandte Beiträge: Einige Texte aus derselben Hauptrubrik und zum selben Thema, die ältere Inhalte weiter ins Gespräch bringen.
Auch die Linkvorschau gehört zur Vorlage. Wird ein Beitrag in einem Messenger oder sozialen Netzwerk geteilt, sollen Titel, Bild und Beschreibung zur Seite passen. Wir sehen eigene Felder für Vorschaubild und Beschreibung vor und greifen auf Aufmacherbild und Vorspann zurück, wenn sie leer bleiben.
06Autorenseiten und der Wert der Autorenzeile
Wer einen Beitrag geschrieben hat, beeinflusst unmittelbar, ob Leser ihm vertrauen; die Autorenzeile muss deshalb mehr sein als ein Namensetikett. Auch Suchmaschinen nutzen Autorenangaben, um zu verstehen, wer hinter einem Inhalt steht, und Google empfiehlt, das Autoren Markup mit einer Seite zu verknüpfen, die die Person ausweist.
Eine vollständige Autorenseite enthält:
- Person: Name, Foto und eine kurze Vorstellung der Themen, über die sie schreibt.
- Fachkenntnis: Beruflicher Hintergrund, Ausbildung oder konkrete Gründe, warum gerade diese Person über das Thema schreibt.
- Beitragsliste: Alle Texte der Person, die neuesten zuerst und seitenweise.
- Kontakt: Ein Weg, über den Leser Autor oder Redaktion mit Korrekturen oder Hinweisen erreichen.
Bei den strukturierten Daten erhält jeder Beitrag Markup vom Typ Article oder NewsArticle; Überschrift, Bild, Autor und Datumsangaben müssen genau mit der sichtbaren Seite übereinstimmen. Google empfiehlt ein sichtbares, klar beschriftetes Veröffentlichungs oder Aktualisierungsdatum, das zu den strukturierten Daten passt. Das Markup Ihrer Vorlage können Sie vor dem Start mit unserem Tool für strukturierte Daten prüfen.
Für Sammelkürzel wie „Redaktion“ legen wir ebenfalls eine Seite an. Sie erklärt, welches Team hinter dem Kürzel steht und nach welchen Grundsätzen Sie arbeiten; so führt auch eine Sammelzeile zu einem Ansprechpartner.
07Entwurf, Freigabe und geplante Veröffentlichung
Hängt die Veröffentlichung an den Arbeitszeiten einer Person, schweigt das Portal, sobald diese Person Urlaub hat; ein Ablauf, der an Rollen und Uhrzeiten gebunden ist, beseitigt diese Abhängigkeit. Jeder Beitrag nimmt denselben Weg, und jeder Schritt zeigt, wer was getan hat.
Ein typischer Beitrag durchläuft diese Schritte:
- Der Autor erstellt einen Entwurf; ohne Überschrift, Vorspann, Hauptrubrik und Bild lässt er sich nicht zur Prüfung senden.
- Die Redaktion prüft den Entwurf, hinterlässt bei Bedarf Anmerkungen und gibt ihn an den Autor zurück.
- Der freigegebene Beitrag erhält Datum und Uhrzeit oder geht sofort online.
- Zur festgelegten Zeit veröffentlicht ihn der Server; Startseite, Rubrikseite, Sitemap und RSS Feed werden mit aktualisiert.
- Spätere Änderungen werden als Aktualisierungsdatum erfasst, inhaltliche Änderungen erhalten einen Korrekturhinweis.
Rechte vergeben wir pro Person: Autoren sehen nur eigene Entwürfe, die Redaktion verwaltet alle Beiträge, die Verwaltung legt Nutzer an oder entfernt sie. Verlässt ein Autor das Team, wird sein Zugang geschlossen, Beiträge und Autorenseite bleiben erhalten.
Die geplante Veröffentlichung nutzen wir live auf Güncel Bilgin, unserer eigenen Publikation. Güncel Bilgin ist keine Nachrichtenagentur, sondern eine türkischsprachige Inhaltsseite mit Rechnern zu Gehalt, Abfindung und Rente sowie Ratgebertexten. Beiträge werden im Voraus geplant, und der Server veröffentlicht sie zur festgelegten Zeit.
08WordPress, statische Website oder eine Mischung
Die Plattform eines Nachrichtenportals ist weniger eine Technikfrage als eine Antwort darauf, wie Ihre Redaktion arbeitet: In welcher Oberfläche ist das Team am schnellsten, und wer pflegt die Website wie oft?
Wir vergleichen die Optionen nach diesen Kriterien:
- WordPress: Sinnvoll, wenn die Redaktion die Oberfläche kennt, täglich viele Beiträge erscheinen und mehrere Autoren gleichzeitig arbeiten; dafür muss die Zahl der Plugins klein bleiben und Updates müssen geplant laufen.
- Statisch erzeugte Website: Seiten werden vorab erzeugt und als Dateien ausgeliefert, sie sind schnell, bieten Angreifern wenig Fläche und brauchen wenig Wartung; passend, wenn seltener, aber ausführlicher veröffentlicht wird.
- Headless Lösung: Inhalte werden in einem System gepflegt, die Website entsteht über ein getrenntes Frontend; interessant, wenn dieselben Inhalte auch eine App oder andere Kanäle speisen, bei höherem Aufwand für Einrichtung und Pflege.
Unabhängig von der Plattform halten wir die Oberfläche schlank: Nur die Felder, die ein Inhaltstyp braucht, sind sichtbar, freie Layoutwerkzeuge, die das Design brechen könnten, sind abgeschaltet. Beim Umzug von Güncel Bilgin von WordPress auf eine statisch erzeugte Website haben wir nach Erscheinungsrhythmus und Wartungsaufwand entschieden; für Ihr Projekt gelten dieselben Kriterien.
Die Plattformfrage ist im Kern eine Entscheidung zur Website Erstellung; sie sollte vor dem ersten Entwurf geklärt sein.
09Werbeplätze und Ladezeit gemeinsam planen
In einem werbefinanzierten Nachrichtenportal sind Werbung und Geschwindigkeit keine Gegner, sondern zwei Seiten derselben Gestaltungsentscheidung. Werbeplätze werden beim Entwurf gesetzt, ihre Größe wird reserviert und ihre Zahl begrenzt; so springt der Text nicht, wenn eine Anzeige nachlädt.
Die Core Web Vitals von Google geben die Richtung vor. LCP, die Zeit bis zum Laden des größten sichtbaren Inhalts, sollte bei 2,5 Sekunden oder darunter liegen; INP, die Reaktionszeit auf eine Eingabe, bei 200 Millisekunden oder darunter; CLS, das Maß für verrutschende Inhalte beim Laden, bei 0,1 oder darunter. Als gut gelten die Werte, wenn sie beim 75. Perzentil der Seitenaufrufe erreicht werden. Auf Seiten mit viel Werbung kippt am häufigsten CLS.
Für Werbeplätze gelten bei uns diese Regeln:
- Reservierter Raum: Die Höhe jedes Platzes steht von Anfang an fest und bleibt erhalten, auch wenn keine Anzeige ausgeliefert wird.
- Begrenzte Zahl: Wie viele Plätze eine Seite hat, hängt von der Textlänge ab; der Text wird nicht nach jedem zweiten Absatz unterbrochen.
- Erster Bildschirm: Auf dem Smartphone gehört er Überschrift und Aufmacherbild, Werbung beginnt nach dem ersten Scrollen.
- Verzögertes Laden: Plätze weiter unten laden erst, wenn der Leser sich ihnen nähert.
Gemessen wird immer mit eingeschalteter Werbung. Ein Test ohne Anzeigen zeigt nicht die Seite, die Leser tatsächlich sehen.
10Damit Suchmaschinen die Publikation richtig lesen
Die Sichtbarkeit eines Nachrichtenportals in der Suche hängt ebenso von der technischen Ordnung ab wie von einzelnen Beiträgen: Suchmaschinen müssen Neues schnell finden, Älteres weiter erreichen und erkennen, welches Datum gilt.
Auf diese technischen Punkte achten wir:
- Sitemap: Neue und aktualisierte Beiträge stehen mit ihrem echten Änderungsdatum darin; ein System, das jede Nacht alle Daten erneuert, entwertet diese Angabe.
- Crawlbare Seitenzählung: Rubrikarchive sind mit normalen Links paginiert; ein endloser Feed, der nur beim Scrollen nachlädt, lässt ältere Beiträge ohne Links.
- Dauerhafte Adressen: Die Adresse bleibt, auch wenn sich die Überschrift später ändert; muss sie sich ändern, leitet die alte auf die neue weiter.
- Einheitliches Datum: Sichtbares Datum und Datum in den strukturierten Daten stimmen überein, und eine Tippfehlerkorrektur erscheint nicht als Aktualisierung.
Ob Ihre Sitemap korrekt aufgebaut ist, sehen Sie mit unserem Sitemap Generator. Mit wachsendem Bestand wird die interne Verlinkung wichtiger: Verweisen neue Beiträge auf ältere Ratgeber zum selben Thema, werden diese weiter gelesen und gefunden. Soll die Sichtbarkeit Ihrer Beiträge zusammen mit dem Redaktionsplan betreut werden, übernimmt dasselbe Team die Suchmaschinenoptimierung. Rankings versprechen wir nicht, aber die technische Grundlage stellen wir vollständig her.
11Kanäle, die Leser zurückbringen, und Messung
Besucher aus Suche und sozialen Netzwerken schwanken; was eine Publikation trägt, sind Leser, die von sich aus wiederkommen. Deshalb gehört mindestens ein Rückkehrkanal vom ersten Tag an in den Entwurf.
- E-Mail Newsletter: Eine tägliche oder wöchentliche Übersicht; das Anmeldefeld steht am Ende des Beitrags, dort, wo der Leser gerade fertig gelesen hat.
- RSS Feed: Für Feedreader und Aggregatoren, bei Bedarf mit eigenen Feeds je Rubrik.
- Mitgliedschaft oder Abonnement: Wer einen Teil der Inhalte für Mitglieder öffnen will, braucht eine eigene Struktur; Details stehen auf unserer Seite zur Website mit Mitgliederbereich.
Schauen Sie bei der Messung über Seitenaufrufe hinaus. Anteil wiederkehrender Leser, Newsletter Anmeldungen, Scrolltiefe bis zum Textende und Klicks auf verwandte Beiträge zeigen, welche Inhalte der Publikation wirklich nützen. Wer diese Kennzahlen am ersten Tag festlegt, hat nach sechs Monaten vergleichbare Daten.
Analyse und Werbewerkzeuge verarbeiten personenbezogene Daten. Für Leser im Europäischen Wirtschaftsraum verlangt Google den Consent Mode für seine Mess und personalisierten Werbefunktionen. Das Einwilligungsbanner planen wir wie einen Werbeplatz, mit reserviertem Raum, damit es weder den Aufmacher verdeckt noch die Seite verschiebt.
12Umzug ohne Verlust des Archivs
Bei einem etablierten Portal ist das Archiv der wertvollste Besitz; jede Adresse, die beim Umzug verloren geht, nimmt ihre eingehenden Links und Besucher aus der Suche mit. Wir behandeln den Umzug deshalb als Inventur, nicht als Gestaltungsaufgabe.
- Alle alten Adressen aus Sitemap, Crawl und Search Console in einer Liste zusammenführen.
- Jeder alten Adresse ihre Entsprechung auf der neuen Website zuordnen; Beiträge, Rubriken und Autorenseiten werden getrennt abgeglichen.
- Adressen mit Entsprechung dauerhaft per 301 weiterleiten, Seiten ohne Entsprechung als dauerhaft entfernt kennzeichnen.
- Bilder, Autorenangaben sowie Veröffentlichungs und Aktualisierungsdatum mit dem Inhalt übernehmen, damit das Umzugsdatum nie als Erscheinungsdatum auftaucht.
- In den Wochen nach dem Start die Search Console beobachten und fehlerhafte Adressen sofort korrigieren.
Beim Umzug von Güncel Bilgin weg von WordPress haben wir Tausende alter Adressen auf diese Weise behandelt. Am häufigsten übersehen wird das Datum: Wirken alle übernommenen Beiträge wie am selben Tag erschienen, führt das Leser und Suchmaschinen in die Irre.
Wenn Sie eine bestehende Website erneuern möchten, beschreiben wir den gesamten Ablauf auf unserer Seite zum Website Relaunch; für Nachrichtenarchive gelten dieselben Schritte mit größerem Bestand.
13Häufige Fehler bei Projekten für ein Nachrichtenportal
Die folgenden Fehler sehen wir bei Publikationen immer wieder, und alle lassen sich in der Konzeption mit wenig Aufwand vermeiden. Zu jedem Punkt steht der bessere Weg.
- Das Theme nach der Demo wählen: Eine eindrucksvolle Demo bringt Blöcke und Plugins mit, die nicht zu Ihrem Modell passen; schreiben Sie zuerst Seitentypen und Ablauf auf und messen Sie jedes Theme an dieser Liste.
- Werbung nachträglich einbauen: Später eingefügte Kästen verschieben den Text und bremsen die Seite; zeichnen Sie Werbeplätze mit ihren Maßen in den ersten Entwurf.
- Für jedes Thema eine Rubrik öffnen: Rubriken für kurzlebige Themen hinterlassen nach einem Jahr ein leeres, zerstreutes Archiv; machen Sie dauerhafte Themen zu Rubriken und kurzlebige zu Schlagworten.
- Ungezeichnete Beiträge oder leere Autorenseiten: Leser und Suchmaschinen sehen nicht, wer hinter dem Inhalt steht; geben Sie jedem Autor eine vollständige Seite und erklären Sie Sammelkürzel auf einer Grundsatzseite.
- Datumsangaben falsch pflegen: Das Aktualisierungsdatum bei Kleinigkeiten zu erneuern oder beim Umzug alle Daten zurückzusetzen, kostet Vertrauen; ändern Sie es nur bei inhaltlichen Überarbeitungen.
- Ohne Werbung messen: Werte, die im Test gut aussehen, brechen im Betrieb ein; messen Sie auf dem Smartphone mit eingeschalteter Werbung und sichtbarem Einwilligungsbanner.
14Fragen vor der Entscheidung und der nächste Schritt
Achten Sie bei der Wahl eines Partners für Ihr Nachrichtenportal weniger auf Designbeispiele als darauf, wie viele Fragen die Agentur stellt, um Ihren Redaktionsalltag zu verstehen. Ein Angebot, das nie nach Erscheinungsrhythmus, Team und Erlösmodell fragt, ist meist die Installation eines fertigen Themes.
Diese Fragen empfehlen wir für jedes Gespräch mit einer Agentur:
- Wie wird die Größe der Werbeplätze reserviert, und wie wird die Geschwindigkeit mit laufender Werbung gemessen?
- Läuft die geplante Veröffentlichung auf dem Server, oder muss jemand eine Oberfläche offen halten?
- Sind Impressum mit Verantwortlichem, Datumszeile und Korrekturfeld in der Vorlage bereits vorgesehen?
- Wie werden Adresszuordnung und Datumsangaben beim Umzug von der alten Website behandelt?
- Wer übernimmt Updates und Wartung nach dem Start, und in welchem Rhythmus?
Den Aufbau unserer eigenen Publikation und weitere Projekte finden Sie auf unserer Referenzseite. Planen Sie eine einfachere Firmenwebsite oder einen Blog, stehen unsere Festpreispakete unter Preise für Webdesign; Nachrichtenportale und Onlinemagazine kalkulieren wir nach Umfang mit schriftlichem Angebot.
Schildern Sie uns über die Kontaktseite kurz Erscheinungsrhythmus, Team und Erlösmodell. Nach einem kurzen Gespräch erhalten Sie den empfohlenen Aufbau, den Ablauf und den Umfang schriftlich.