Die Website eines Baustoffhändlers muss vor allem drei Fragen beantworten, die Handwerker von der Baustelle aus stellen, ohne dass sie dafür anrufen müssen: In welchen Maßen ist das Produkt da, wo ist das Datenblatt, und wann kommt es von wo auf die Baustelle? Eine Website, die das nicht leistet, entlastet die Theke nicht, so ansprechend sie auch aussieht.
In diesem Leitfaden beschreiben Talha Aslan und Team die Entscheidungen, die wir in dieser Reihenfolge treffen: für Baustoffhändler und Eisenwarengeschäfte, für Hersteller mit Händlernetz und für Lager, die Bauunternehmer beliefern. Jeder Abschnitt enthält ein Kriterium, das Sie auf Ihre Artikelliste, Ihre Tourenplanung oder das Angebot einer Agentur anwenden können.
01Festlegen, welchen Käufer die Website zuerst bedient
Die erste Entscheidung im Baustoffhandel ist nicht das Design, sondern die Frage, woher Ihr Umsatz kommt; Menü, Startseite und Kontaktknöpfe richten sich nach dieser Antwort. Beim Händler vor Ort sucht der Käufer ein Produkt für heute und die Anfahrt, bei der Marke gefällt ihm ein Produkt und er fragt nach der Bezugsquelle, beim Baustellenversorger kommt er mit einer fertigen Materialliste.
Wir empfehlen, diese Fragen mit Geschäftsführung und Verkauf der Reihe nach zu beantworten:
- Kamen die meisten Aufträge der letzten drei Monate über die Theke, als Liste per Telefon oder E-Mail oder über Händler?
- Liefern Sie selbst an den Endkunden, oder schließt der Verkauf beim Händler ab?
- Suchen Käufer nach Ihrem Firmennamen, nach den Marken, die Sie führen, oder direkt nach dem Produkt?
- Welche Angaben muss Ihr Verkauf für jedes Angebot erneut erfragen?
Die Antworten fallen meist gemischt aus: Viele Händler verkaufen an der Theke und beliefern zugleich Bauunternehmer. Dann bewähren sich zwei klare Einstiege auf der Startseite, einer für den Handwerker, der ein Produkt sucht, und einer für den Bauunternehmer, der seine Liste schicken will. Ein eigener Weg für Bauherren, die Farbe und Oberfläche wählen, lohnt sich nur, wenn diese Gruppe tatsächlich Umsatz bringt.
02Auswählen, welche Artikel online gehen
Jeden Artikel aus einem Bestand von mehreren tausend Positionen zu veröffentlichen, ist meist ein Fehler; auf die Website gehört, was Käufer suchen und was Sie verlässlich liefern können. Wird jede Zeile der Warenwirtschaft zur Produktseite, entstehen hunderte dünne Seiten, die niemand pflegen kann.
Wir beginnen damit, Ihre Artikelliste in vier Gruppen zu teilen:
- Lagerware: Produkte, die Sie ständig vorrätig haben und nach denen Handwerker jede Woche fragen, erhalten eine ausführliche Produktseite.
- Bestellware: Produkte mit Lieferzeit erscheinen mit dem klaren Hinweis „auf Bestellung“.
- Gruppenware: Schrauben, Dübel und andere Kleinteile mit vielen Varianten stehen in einer Maßtabelle auf der Seite der Produktgruppe statt auf je einer eigenen Seite.
- Auslaufware: Nicht mehr lieferbare Produkte verweisen auf den empfohlenen Ersatz.
Auch die Produktnamen gehören in die Sprache der Baustelle. Ein Artikel, der in der Warenwirtschaft als „GKB 12,5 HRAK“ geführt wird, sollte online als „Gipskartonplatte 12,5 mm, Standard, mit abgeflachter Kante“ erscheinen, ergänzt um die gängigen Bezeichnungen aus der Praxis. Ihre Mitarbeiter an der Theke kennen die regionalen Namen, mit denen Kunden fragen; sammeln Sie sie.
Wenn ein großes Sortiment Filter braucht, zeigt unser Leitfaden zur Produktkatalog Website Datenmodell und Filter im Detail; entscheidend ist hier, dass die Auswahl auf Verkaufsdaten beruht.
03Datenblätter und Leistungserklärungen an Artikelnummern binden
Im Baustoffhandel verkaufen Nachweise ebenso wie das Produkt selbst: Ein Bauleiter braucht Datenblatt und Leistungserklärung, um ein Produkt in die Ausschreibung zu bringen. Nach der Delegierten Verordnung der Kommission zur Bereitstellung von Leistungserklärungen auf Websites dürfen diese online bereitgestellt werden, wenn die Datei unverändert bleibt, zehn Jahre lang kostenlos abrufbar ist und Abnehmer erfahren, wo sie sie finden.
Beim Aufbau des Bereichs für Nachweise halten wir uns an diese Regeln:
- Zuordnung per Code: Jede Datei trägt die Artikelnummer im Namen und erscheint nur auf der Seite dieses Produkts oder dieser Variante.
- Sichtbarer Stand: Neben jeder Datei steht das Revisionsdatum; die alte Fassung eines aktualisierten Blatts wird entfernt.
- Getrennte Dokumentarten: Technisches Merkblatt, Verarbeitungsanleitung, Leistungserklärung und Sicherheitsdatenblatt stehen unter eigenen Überschriften.
- Kurzfassung auf der Seite: Kennwerte wie Verbrauch, Trocknungszeit und Verarbeitungstemperatur stehen zusätzlich als Text auf der Seite.
Händler stehen vor einer eigenen Frage: die Dokumente selbst bereitstellen oder auf die Dateien des Herstellers verlinken? Links brechen, sobald der Hersteller seine Website umbaut; Kopien mit Zustimmung des Herstellers auf der eigenen Website zu halten und darauf hinzuweisen, dass der Inhalt in seiner Verantwortung liegt, ist robuster. Für Produkte in der Schweiz klären Sie mit Ihrer Prüfstelle, welche Regeln für Kennzeichnung und Erklärungen gelten.
04Die Lieferseite nach der Praxis Ihres Lagers schreiben
Die Lieferseite soll die Frage des Bauunternehmers „Ist das morgen auf der Baustelle?“ ohne Anruf beantworten und nur versprechen, was Ihre Disposition einhalten kann. Wir schreiben sie wie eine Arbeitsanweisung, nicht wie einen Werbetext.
Auf die Seite gehören aus unserer Sicht:
- Zonen und Tage: In welche Orte und Postleitzahlbereiche Sie an welchen Tagen liefern, Zone für Zone aufgelistet.
- Fahrzeuge: Transporter, Lkw und Fahrzeug mit Kran, und welche Produkte mit welchem Fahrzeug kommen.
- Bedingungen auf der Baustelle: Welcher Untergrund für die Anfahrt nötig ist, wer beim Abladen anwesend sein muss und wie der Lieferschein quittiert wird.
- Paletten und Verpackung: Wie die Rücknahme von Paletten geregelt ist und was bei zerbrechlicher Ware direkt bei der Übergabe zu prüfen ist.
- Bestellschluss: Bis zu welcher Uhrzeit bestellt werden muss, damit am nächsten Tag geliefert wird.
Die Liste der Zonen erstellen wir mit der Person, die Ihre Touren plant, nicht nur mit dem Verkauf. Zudem ist die Lieferseite mit den Produktseiten verknüpft: Ein kurzer Hinweis wie „Lieferung mit Kranfahrzeug“ bei schweren oder sperrigen Artikeln erspart Überraschungen auf der Baustelle.
Ändern sich die Liefertage in der Bausaison, muss die Seite in wenigen Minuten über die Verwaltung anpassbar sein. Eine veraltete Lieferseite kostet mehr Vertrauen als gar keine.
05Aus der Materialliste ein Angebot machen
Für den Bauunternehmer ist es am wertvollsten, die ganze Materialliste auf einmal zu schicken und zu wissen, wie weit das Angebot ist. Deshalb gestalten wir die Anfrageliste als ersten Schritt Ihres Verkaufsablaufs und nicht als Kontaktformular.
Eine Liste durchläuft diese Schritte:
- Der Bauunternehmer legt Produkte mit Mengen in die Liste oder lädt ein vorhandenes Aufmaß als Excel oder PDF Datei hoch.
- Er trägt Baustellenadresse und gewünschten Liefertermin ein und kreuzt an, ob gleichwertige Produkte anderer Marken in Frage kommen.
- Die Anfrage geht gleichzeitig an Ihren Verkauf und in die Verwaltung, samt der Produktseite, von der sie ausging.
- Ihr Verkauf erstellt das Angebot, schlägt für fehlende Positionen Alternativen vor und versendet es in Ihrem eigenen Format.
- Die angenommene Liste wird gespeichert, sodass derselbe Kunde sie für die nächste Baustelle kopieren und neu anfragen kann.
Wer vorher weiß, ob eine andere Marke akzeptiert wird, erspart dem Verkauf eine Runde Rückrufe. Die automatische Eingangsbestätigung per E-Mail sollte nennen, wann der Kunde eine Antwort erhält, und zwar nur die Frist, die Ihr Team tatsächlich einhält.
Sollen Anfragen in Warenwirtschaft oder CRM übertragen werden, planen wir diese Anbindung als eigenen Schritt, sobald die Anfrageliste im Alltag angekommen ist.
06Einen Verbrauchsrechner mit Werten aus dem Datenblatt bauen
Die häufigste Frage von der Baustelle lautet „Wie viele Säcke brauche ich?“; ein einfacher Rechner auf der Produktseite beantwortet sie, senkt die Zahl der Anrufe und bringt die richtige Menge in die Anfrageliste. Damit man ihm vertraut, müssen die Werte aus dem Datenblatt des Herstellers stammen und nicht geschätzt sein.
Ein guter Verbrauchsrechner folgt diesen Regeln:
- Einfache Eingabe: Der Handwerker gibt nur die Fläche in Quadratmetern und bei Bedarf die Schichtdicke ein.
- Auf Gebinde gerundet: Das Ergebnis erscheint als Zahl der Säcke, Eimer oder Rollen, aufgerundet, nicht in Kilogramm.
- Sichtbarer Verschnitt: Der Zuschlag für Verschnitt und Verlust steht in einer eigenen Zeile und lässt sich ändern.
- Quelle genannt: Ein kurzer Hinweis nennt den zugrunde liegenden Wert aus dem Datenblatt und dass Bedingungen vor Ort ihn verändern können.
- Direkt in die Liste: Die berechnete Menge landet mit einem Tipp in der Anfrageliste.
Bei Produktgruppen, deren Verbrauch von der Fläche abhängt, etwa Fliesenkleber, Putz, Farbe und Abdichtung, können solche Seiten auch bei Suchanfragen wie „wie viel Putz pro Quadratmeter“ erscheinen.
Ändert sich ein Datenblatt, muss sich auch der Rechner ändern; deshalb speichern wir die Werte als Felder am Artikel statt fest im Code. So korrigiert die Person, die das Datenblatt pflegt, den Rechner in derselben Maske.
07Eine Händlersuche, die nicht mit Händlern konkurriert
Eine Baustoffmarke mit Händlernetz schließt den Verkauf nicht auf der eigenen Website ab, sondern führt den Käufer zum richtigen Händler. Deshalb gehört die Händlersuche auf Augenhöhe dessen, dem das Produkt gefällt, und nicht ans Seitenende; zugleich darf die Website nie wie ein Vertriebskanal wirken, der mit Ihren Händlern konkurriert.
Darauf achten wir beim Aufbau:
- Aktuelle Daten: Ein geschlossener oder ausgeschiedener Händler auf der Karte schickt Käufer zu einer leeren Adresse; die Liste wird je Händler in der Verwaltung gepflegt, mit Datum der letzten Änderung.
- Faire Reihenfolge: Ergebnisse werden nach Entfernung sortiert; werden einzelne Händler hervorgehoben, erfahren alle die Kriterien.
- Filter nach Produktlinie: Führt nicht jeder Händler jede Linie, sieht der Käufer, wer die gesuchte vorrätig hat.
- Direkter Kontakt: Jeder Eintrag hat Anruf per Tipp und einen Link zur Anfahrt.
Gegen Konflikte im Vertrieb hilft, auf der Markenwebsite keine Preise zu zeigen, die den Händlern widersprechen, Anfragen nach Region an den zuständigen Händler weiterzuleiten und diese Regel den Händlern vorab zu erklären.
Bewerbungen als Händler kommen über ein eigenes Formular; Fragen nach Region, bisherigem Sortiment und Lagermöglichkeiten bereiten Ihr erstes Gespräch vor. Für Hersteller mit Schwerpunkt Export behandelt unsere Seite zur Website für Hersteller Seiten für Vertriebspartner gesondert.
08Abwägen, ob sich ein Händlerbereich lohnt
Ein passwortgeschützter Bereich für Händler oder Gewerbekunden schafft nur dann Wert, wenn es Inhalte gibt, die regelmäßig abgerufen werden und aktuell bleiben müssen; sonst wird er zur Pflegelast, in die sich niemand einloggt. Notieren Sie vor der Entscheidung, weshalb Ihre Händler Sie heute anrufen.
Ein Händlerbereich lohnt sich, wenn:
- Händlerpreislisten und Rabattkonditionen oft wechseln und per E-Mail verschickte Dateien durcheinandergeraten.
- Aktionsmotive, Regaletiketten und Produktfotos regelmäßig mit Händlern geteilt werden.
- Händler Listen für ihre eigenen Kunden zusammenstellen, Angebote anfragen und frühere Anfragen sehen wollen.
- Schulungsunterlagen und Verarbeitungsvideos zu neuen Produktlinien nur für Händler sichtbar sein sollen.
Bauen wir einen solchen Bereich, erhält jeder Händler ein eigenes Konto, der Zugang eines ausscheidenden Händlers wird mit einem Klick gesperrt, und Sie sehen, wer welche Datei geladen hat. Weil dort personenbezogene Daten verarbeitet werden, muss Ihre Datenschutzerklärung den Bereich abdecken; für eingesetzte Dienstleister braucht es nach Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Ein Bereich, der mit Preisliste und Bildarchiv startet und mit der tatsächlichen Nutzung wächst, funktioniert meist besser als ein großes Portal von Anfang an. Sollen auch Bestellungen, Kontostände und Lagerbestände dazukommen, behandeln wir diesen Teil als eigenes Softwareprojekt neben der Website.
09In der lokalen Suche als Eisenwarenhändler auftauchen
Wer nach Eisenwaren oder einem Baustoffhändler sucht, will meist einen Laden in der Nähe; deshalb müssen Ihr Google Unternehmensprofil und die Standortangaben auf der Website exakt übereinstimmen. Die Website bestätigt dem, der Sie auf der Karte gefunden hat, was Sie führen und wie Sie arbeiten.
Checkliste für die lokale Sichtbarkeit:
- Firmenname: Die Richtlinien für das Google Unternehmensprofil verlangen den Namen, der im echten Leben verwendet wird, ohne zusätzliche Suchbegriffe; Zusätze wie „günstig Holz und Farbe“, die nicht auf Ihrem Schild stehen, sind ein Risiko.
- Standortseiten: Bei mehreren Niederlassungen erhält jede eine eigene Seite mit Adresse, Öffnungszeiten, Parkplätzen und Lademöglichkeit.
- Frühe Zeiten und Samstag: Die frühen Öffnungszeiten für Handwerker und die Zeiten am Samstag stimmen im Profil und auf der Website überein.
- Geführte Gruppen: Jede Standortseite nennt die wichtigsten Produktgruppen und Marken vor Ort.
- Fotos: Bilder von Einfahrt, Ladezone und Theke helfen Käufern, den Ort beim ersten Besuch zu erkennen.
Für Baustoffmarken sieht es anders aus: In der lokalen Suche erscheinen die Profile Ihrer Händler, nicht das der Marke. Eine kurze Anleitung für Händler, wie sie ihr Profil anlegen, Öffnungszeiten aktuell halten und Produktgruppen richtig benennen, stärkt deshalb auch die Sichtbarkeit der Marke. Für eine umfassende Arbeit an Karte und organischen Ergebnissen finden Sie Details zu unserer Suchmaschinenoptimierung.
10Produkt und Markensuchen mit eigenen Seiten beantworten
Käufer suchen meist nach Produktname, Maß oder Marke statt nach Ihrem Firmennamen, und jede dieser Suchen braucht eine eigene, vollständige Zielseite. Eine einzige Seite „Unsere Marken“ voller Logos beantwortet keine davon.
Unsere Prioritäten bei der Suche:
- Jede Seite einer Produktgruppe erhält eine eigene Einleitung dazu, worauf es bei der Auswahl ankommt; der Herstellertext wird nicht unverändert übernommen.
- Jede geführte Marke erhält eine Markenseite mit den Produktlinien, die Sie von ihr anbieten.
- Produktseiten tragen strukturierte Daten zu Name, Marke, Artikelnummer und Bild, geprüft mit einem Schema Markup Tool.
- Seiten ausgelaufener Produkte werden nicht gelöscht, sondern dauerhaft auf den Ersatz umgeleitet oder zeigen ihn auf der Seite.
- Für Fragen von Handwerkern und Bauherren, etwa nach der Wahl einer Fassadenfarbe, entstehen Ratgebertexte.
Ein häufiges Problem im Handel: Dieselbe Produktbeschreibung steht wortgleich beim Hersteller und auf dutzenden Händlerseiten. Ein Hinweis aus Ihrer eigenen Erfahrung, etwa welches Produkt Ihre Kunden für eine bestimmte Arbeit bevorzugen, hebt Ihre Seite ab.
Bei Herstellern liegt die eigentliche Aufgabe darin, Namen von Produktlinien mit der Art der Suche zu verbinden. Ein Produkt, das im Katalog „Serie 300“ heißt, sollte auch den Begriff tragen, den Käufer eintippen, etwa „Dünnlagenputz“.
11Seiten, die auf der Baustelle am Smartphone schnell laden
Wer die Website eines Baustoffhändlers aufruft, hält meist ein Smartphone in der Hand, oft bei schwachem Netz auf der Baustelle; Geschwindigkeit und Bedienung per Finger sind daher eine Voraussetzung für den Verkauf, keine Geschmacksfrage. Laufen Maßtabellen, die am Desktop ordentlich wirken, am Smartphone über, erfüllt die Produktseite ihren Zweck nicht mehr.
Unsere Prüfpunkte am Smartphone stützen sich auf die Schwellen der Core Web Vitals von Google, gemessen am 75. Perzentil der Seitenaufrufe:
- Laden: LCP, die Zeit bis zur Anzeige des größten Elements, gilt bei 2,5 Sekunden oder weniger als gut; Produktfotos werden entsprechend komprimiert.
- Reaktion: INP, die Reaktionszeit auf einen Tipp, gilt bei 200 Millisekunden oder weniger als gut; Filter und Rechner werden danach programmiert.
- Stabilität: CLS, das Verrutschen von Elementen beim Laden, bleibt bei 0,1 oder darunter, damit niemand den falschen Knopf trifft.
- Tabellen: Maßtabellen werden am Smartphone zu Karten und brauchen kein seitliches Scrollen.
- Bedienung mit dem Daumen: Anruf, WhatsApp und Anfahrt sind groß genug für den Daumen und bleiben am unteren Bildschirmrand fixiert.
Datenblätter laden nicht mit der Seite, sondern erst auf Abruf; so bleibt auch eine Produktseite mit vielen Dokumenten schnell. Ihre aktuelle Website prüfen Sie in wenigen Minuten mit unserem Test zur mobilen Nutzbarkeit.
12Nachfrage nach Produktgruppe und Region messen
Der Erfolg einer Website im Baustoffhandel zeigt sich nicht an der Besucherzahl, sondern daran, welche Produktgruppen und Regionen Anfragen bringen. Diese Daten fließen vor der Saison direkt in Entscheidungen zu Lager und Aktionen.
Ab dem ersten Tag messen:
- Gesendete Anfragelisten: Erfasst werden die Produktgruppe, mit der die Liste begann, und die Region der Baustellenadresse.
- Downloads von Nachweisen: Welche Datenblätter und Leistungserklärungen geladen werden, zeigt Interesse an einer Ausschreibung.
- Anruf, WhatsApp und Anfahrt: Jede Aktion zählt als eigene Conversion und wird nach Standort getrennt.
- Suchen in der Händlersuche: Regionen mit vielen Suchen und Suchen ohne Treffer zeigen Lücken im Netz.
Ein QR Code auf Verpackung, Regaletikett, gedrucktem Katalog oder Lieferfahrzeug, der zur passenden Produktseite oder Lieferzone führt, zeigt, woher das Interesse aus der Praxis kommt; ein eigener Link je Druckauflage genügt. Die Codes erstellen Sie mit unserem QR Code Generator.
Nach § 25 TDDDG dürfen Analyse und Werbewerkzeuge, die nicht unbedingt nötige Informationen auf dem Gerät speichern oder auslesen, erst nach Einwilligung laufen; für Messung und personalisierte Werbung bei Besuchern aus dem EWR verlangt Google zudem den Einwilligungsmodus. Ein kurzer monatlicher Blick auf Gruppen ohne Anfragen steuert die nächsten Änderungen.
13Häufige Fehler auf Websites im Baustoffhandel
Die meisten Fehler entstehen nicht durch fehlende Produkte, sondern weil die Frage des Käufers auf der Baustelle übergangen wird. Diese sehen wir am häufigsten, jeweils mit der besseren Lösung:
- Logowand: Statt geführte Marken nur als Logos zu zeigen, listen Sie die Produktlinien jeder Marke mit Maßen und Farben.
- Ein großer Katalog als Datei: Statt einen hundertseitigen Katalog zum Download anzubieten und es dabei zu belassen, bringen Sie die Kernprodukte auf eigene Seiten und behalten die Datei als Ergänzung.
- Vage Lieferangaben: Statt „Wir liefern überallhin“ nennen Sie Zonen, Tage und Fahrzeugtypen.
- Formular mit Name und Nachricht: Statt eine Materialliste in ein Freitextfeld zu zwängen, bauen Sie eine Anfrageliste mit Mengen, Upload und Baustellenadresse.
- Markenwebsite gegen die Händler: Statt Preise oder Direktverkauf anzubieten, die Händler unterbieten, leiten Sie Anfragen an den Händler vor Ort und sagen ihm das.
- Verstecktes Impressum: Statt die Pflichtangaben zu verstecken, stellen Sie das Impressum nach § 5 DDG mit Firma, Anschrift, Registereintrag und Kontakt gut erreichbar bereit.
Um die Liste auf Ihre Website anzuwenden, nehmen Sie die Sicht eines Handwerkers ein: Suchen Sie am Smartphone drei Produkte, laden Sie ein Datenblatt und versuchen Sie, den Liefertag herauszufinden. Jeder Schritt, an dem Sie hängen bleiben, gehört auf die Liste der Korrekturen.
14Den passenden Aufbau wählen und der nächste Schritt
Der Umfang der Website ergibt sich daraus, wie Käufer Sie heute finden und wo der Verkauf abschließt: Produktgruppen und Standortseiten für den Händler vor Ort, Händlersuche und Bereich für Nachweise für die Marke, Anfrageliste und Lieferseite für den Baustellenversorger. Sie müssen nicht alles auf einmal bauen; mit Produktseiten und Anfrageliste zu starten und den Händlerbereich später zu ergänzen, ist ein häufiger Weg.
Fragen, die Sie jeder Agentur stellen sollten:
- Wie übernehmen Sie unsere Artikelliste aus dem Export der Warenwirtschaft, und wer überarbeitet die Produktnamen?
- Wie werden Datenblätter und Leistungserklärungen an Artikelnummern gebunden, und wer pflegt sie?
- In welcher Form erreichen Anfragen aus der Anfrageliste unseren Verkauf?
- Können wir Händlerliste und Lieferzonen selbst aktualisieren?
- Welche Kennzahlen berichten Sie nach dem Start, und wie oft?
Im Baustoffhandel haben wir noch kein veröffentlichtes Kundenprojekt; unseren Ansatz zeigen wir deshalb auf einer Demo Website, die auf dieser Seite verlinkt ist. Arbeiten aus anderen Branchen sehen Sie auf unserer Referenzseite, den vollen Leistungsumfang bei unserem Webdesign Service.
Feste Pakete finden Sie im Preisbereich; um Ihre Produktgruppen und Lieferzonen zu besprechen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf, danach erhalten Sie von uns einen schriftlichen Umfang und ein Angebot.