Shopify doppelte Produkt URLs: Schaden Collections Pfade dem SEO?

Schaden Shopify doppelte Produkt URLs dem SEO?
Eine doppelte Shopify Produkt URL entsteht, wenn dasselbe Produkt sowohl unter seinem Hauptpfad als auch unter einem Collection Pfad öffnet. Shopify setzt das Canonical Tag auf die Hauptadresse, deshalb droht selten eine Strafe. Allerdings spalten sich die Signale, wenn Ihr Theme auf den Collection Pfad verlinkt, und Google wählt womöglich eine andere Adresse.
Dieser Beitrag behandelt nur eine Situation: ein Produkt unter zwei Adressen. Die allgemeine Duplicate Content Geschichte wiederholen wir nicht, dafür gibt es unseren Leitfaden zu Duplicate Content. Hier zeigen wir, was in Ihrem Shop passiert, was wirklich schadet und was Sie prüfen sollten.
Kurz gesagt: Das Canonical Tag hilft viel, aber es wirkt nicht allein. Interne Links, Sitemap und Filterseiten müssen in dieselbe Richtung zeigen.
Warum öffnet dasselbe Produkt unter products und collections?
Zunächst gilt: Shopify kann ein Produkt auf zwei Arten ausliefern. Die erste ist die eigene Adresse des Produkts, deren Pfad mit dem Bereich products beginnt. Die zweite dagegen ist die Adresse, die entsteht, wenn ein Kunde aus einer Collection kommt. Dort steht zuerst der Collection Name und danach der Bereich products. Beide zeigen dieselbe Produktseite.
Dafür gibt es einen Grund. Denn das Theme will wissen, aus welcher Collection der Kunde kam. Deshalb funktionieren Elemente wie „vorheriges Produkt“ und „nächstes Produkt“ innerhalb dieser Collection. Die Liquid Dokumentation von Shopify beschreibt das Verhalten: Der Filter within erzeugt eine Produkt URL im Kontext einer gegebenen Collection.
Zum Beispiel beginnt die Hauptadresse auf example.com mit dem Bereich products. Die Collection Adresse beginnt mit dem Bereich collections, dann folgt der Collection Name und danach dasselbe Produkt Handle. Ein Crawler sieht also zwei getrennte Seiten.
Es ist demnach nichts kaputt. Somit ist es eine Designentscheidung der Plattform. Das Problem beginnt erst damit, wie Sie diese beiden Adressen den Suchmaschinen präsentieren.
Quelle: Shopify Liquid: Filter within.
Was macht das Shopify Canonical Tag in diesem Fall?
Zunächst erzeugt Shopify die kanonische Adresse von Produktseiten automatisch. Nach Shopify selbst ist die kanonische URL bei Produkten und Varianten die Standard Produktseite ohne gewählte Collection oder Variante. Auch eine Seite, die über einen Collection Pfad geöffnet wurde, nennt also die Hauptadresse als kanonisch.
Ein Canonical Tag sagt: „Das ist meine bevorzugte Adresse für diesen Inhalt.“ Laut Google ist es ein starkes Signal. Dagegen ist eine Weiterleitung stärker, und die Aufnahme einer URL in eine Sitemap ist ein schwaches Signal.
Ein Detail ist wichtig. Allerdings betont Google, dass keine dieser Methoden Pflicht ist. Ein Canonical ist eine Präferenz und kein Befehl. Daher kann Google eine andere Adresse wählen, wenn sie besser geeignet ist.
Daher ist das Tag von Shopify Ihre erste Verteidigungslinie. Zudem brauchen Sie dafür keine eigene Einstellung. Gehen Sie dennoch nicht blind davon aus, dass es funktioniert. Öffnen Sie einige Produktseiten und prüfen Sie, ob das Tag die Hauptadresse zeigt.
Quellen: Shopify Partners: canonical URLs und Google Search Central: Doppelte URLs konsolidieren.
Warum haben Sie trotz Canonical Tag weiter Probleme?
Weil Google nicht nur auf das Tag schaut. Außerdem beachtet Google, auf welche Adressen Ihre Website am häufigsten verlinkt. Nutzt Ihr Theme auf jeder Produktkarte den Collection Pfad, zeigen Hunderte interne Links auf die Collection Adresse. Das Tag zeigt allerdings auf die Hauptadresse.
Deshalb entscheidet Google in diesem Konflikt selbst. Mal folgt es Ihrem Tag, mal nicht. Außerdem kann die Entscheidung je Produkt anders ausfallen. In einem Teil des Katalogs bleibt die Hauptadresse im Index, in einem anderen die Collection Adresse.
Dazu kommt die Crawling Seite. Hat jedes Produkt zwei Adressen, kann Google dieselbe Seite doppelt besuchen. In einem kleinen Shop ist das dagegen unerheblich. In einem Shop mit tausenden Produkten und vielen Collections geht jedoch Crawl Aufwand verloren.
Deshalb sollten Sie das Tag mit Ihren internen Links unterstützen.
Der Konflikt wirkt klein, wächst aber mit dem Shop. Google entscheidet Produkt für Produkt, also sind die Ergebnisse uneinheitlich. Außerdem landen Besucher auf verschiedenen Adressen, und das erschwert Reporting und Messung.
Wie spalten Collection Links das Signal Ihrer internen Verlinkung?
Das Signal der internen Verlinkung zeigt, wie wichtig Ihre Website eine Seite nimmt. Zum Beispiel erzeugen Startseite, Menüs, Collection Seiten und Blöcke mit verwandten Produkten es. Schreibt das Theme alle diese Links mit dem Collection Pfad, fließt das Signal zu Collection Adressen und nicht zur Hauptadresse des Produkts.
Ein Beispielszenario: Ein Produkt liegt in drei Collections. Dann verlinkt jede Collection Seite es mit ihrem eigenen Pfad. Somit sind für ein Produkt drei Collection Adressen und eine Hauptadresse im Umlauf, und die Hauptadresse erhält womöglich die wenigsten Links.
Die Dokumentation von Google gibt eine klare Empfehlung: Verlinken Sie innerhalb Ihrer Website auf die kanonische URL. Denn konsequente Verlinkung hilft Google, Ihre Präferenz zu verstehen.
Die allgemeine Logik haben wir in unserem Beitrag zur internen Verlinkung als SEO Strategie erklärt. Deshalb konzentrieren wir uns hier nur auf Produktadressen.
Wie sieht die Logik aus, Shopify doppelte Produkt URLs im Theme auf die kanonische Adresse zu lenken?
Die Logik ist einfach. Verlinkt das Theme ein Produkt, sollte es den Collection Kontext nicht anhängen. Stattdessen nutzt es direkt die Hauptadresse. Dann zeigen Produktkarte, Menü und Blöcke mit verwandten Produkten dieselbe Adresse. Wir erklären also nur das Konzept und schreiben keinen Code.
Diese Änderung hat einen Preis. Ohne Collection Kontext kann die Navigation „vorheriges und nächstes Produkt“ auf der Produktseite ausfallen. Denn manche Themes hängen von diesem Kontext ab. Testen Sie die Änderung daher auch auf die Nutzererfahrung.
Die praktischen Schritte sehen so aus:
- Sichern Sie die Theme Dateien oder duplizieren Sie das Theme.
- Suchen Sie Produktkarte, verwandte Produkte und Suchergebnisse einzeln.
- Prüfen Sie, welche Adresse jeder Block für den Link erzeugt.
- Ändern Sie den Link dort, wo es nötig ist, auf die Hauptadresse.
- Testen Sie Navigation, Warenkorb und Kasse im duplizierten Theme.
- Veröffentlichen Sie das duplizierte Theme, wenn alles funktioniert.
Wirkt die Theme Bearbeitung riskant, kann unsere E-Commerce Beratung diese Prüfung mit Ihnen durchführen.
Welche Link Arten erzeugen welche Adresse?
Links auf Produkte stammen in einem Shop aus mehreren Stellen. Außerdem hängt das Standardverhalten jeder Stelle vom Theme ab. Die folgende Tabelle ist also eine Checkliste und keine feste Regel, und Sie müssen jede Zeile in Ihrem eigenen Theme prüfen.
| Link Quelle | Mögliche Adresse | Prüffrage |
|---|---|---|
| Produktkarte auf einer Collection Seite | Oft der Collection Pfad | Zeigt der Kartenlink auf die Hauptadresse? |
| Block mit verwandten Produkten | Je nach Theme | Welche Adresse gibt der Block aus? |
| Hauptmenü und Untermenüs | Die von Ihnen eingetragene Adresse | Ist der Menülink die Hauptadresse? |
| Sitemap | Hauptadresse des Produkts | Taucht ein Collection Pfad auf? |
| Produktlinks in Blogbeiträgen | Die eingefügte Adresse | Nutzt der Beitrag einen Collection Pfad? |
| Suchergebnisse | Je nach Theme | Welche Adresse nutzt die Ergebniskarte? |
Danach listen Sie die Konflikte auf. Oft stammt das Problem aus einer einzigen Vorlage der Produktkarte, und eine Korrektur löst dann Hunderte Links auf einmal.
Sind Varianten Parameter auch doppelte Produkt URLs?
Ja, technisch schon. Wählt ein Kunde eine Farbe oder Größe, kann am Ende der Adresse ein Varianten Parameter erscheinen. Zudem bleibt der Seiteninhalt weitgehend gleich, nur die gewählte Option ändert sich. Daher ist auch diese Adresse ein Duplikat Kandidat.
Die gute Nachricht: Laut Shopify ist die kanonische Ausgabe für eine Produktadresse mit gewählter Variante die Hauptproduktseite ohne Variante. Varianten laufen also dank Canonical Tag auf einer Adresse zusammen.
Zwei Punkte verdienen Aufmerksamkeit. Erstens ist es in Anzeigen und Shares in Ordnung, Varianten Adressen zu nutzen, doch halten Sie Sitemap und interne Links bei der Hauptadresse. Zweitens sollten Sie ein Produkt eigenständig anlegen, wenn eine Variante eine wirklich eigene Suchabsicht hat, etwa ein völlig anderes Modell.
Erzeugen Sie dagegen keine eigenen Seiten für Varianten Adressen. Zudem löst das das Duplikat Problem nicht, sondern vergrößert es.
Wie vervielfachen Tag Filterseiten die Produktadressen?
Shopify Collections lassen sich nach Produkt Tags filtern. Eine nach Tags gefilterte Collection Seite ist eine Teilansicht der Collection und hat eine eigene Adresse. Zudem tragen in vielen Themes die Produktkarten dieser Ansicht ebenfalls den Collection Pfad.
Dadurch können für ein Produkt mehrere Adressen kursieren: die Hauptadresse, die Adresse mit Collection Pfad und eine Adresse von einer gefilterten Seite. Außerdem wirken auch die Filterseiten selbst wie Kopien der Collection.
Filterseiten sind ein eigenes Thema. Canonical und robots.txt Entscheidungen haben wir in unserem Beitrag zur Facettennavigation erklärt. Hier reicht eine praktische Regel: Auch Produktkarten auf Filterseiten sollten auf die Hauptadresse verlinken.
Die Dokumentation von Google zur URL Struktur rät, unnötige Parameter ohne Inhaltsänderung zu reduzieren. Außerdem rät sie, bei übermäßigen Filtervarianten Crawl Grenzen zu erwägen.
Quelle: Google Search Central: URL Struktur.
Wie erscheinen Shopify doppelte Produkt URLs in der Search Console?
In der Search Console tauchen doppelte Adressen meist im Bericht zur Seitenindexierung auf. Konkret listet der Bericht Adressen, die als Duplikate nicht indexiert sind, samt Statusnamen. Drei Status fallen bei Shopify doppelte Produkt URLs auf.
Der erste ist eine alternative Seite mit korrektem Canonical Tag. In der Dokumentation von Google heißt er „Alternate page with proper canonical tag“. Das ist also meist kein Problem, sondern eine funktionierende Zusammenführung.
Der zweite ist ein Duplikat ohne vom Nutzer gewähltes Canonical. Denn hier nennt die Seite keine Präferenz, und Google wählt selbst.
Der dritte ist der Fall, in dem Google ein anderes Canonical wählt als das von Ihnen deklarierte. Daher zeigt sich der Konflikt bei internen Links hier am deutlichsten.
Oberflächennamen können sich ändern. Finden Sie also einen Status nicht, suchen Sie nach dem englischen Namen und prüfen Sie die aktuelle Fassung auf der Hilfeseite von Google.
Quelle: Search Console Hilfe: Bericht zur Seitenindexierung.
Welcher Search Console Status ist eine echte Warnung?
Allerdings ist nicht jeder Duplikat Status ein Problem. Ein Bild, in dem die Hauptadresse indexiert ist und Collection Adressen als alternative Seiten erscheinen, ist gesund. Die eigentliche Warnung ist, wenn die Collection Adresse anstelle der Hauptadresse in den Index gelangt.
Prüfen Sie in dieser Reihenfolge:
- Wählen Sie einige indexierte Produktadressen aus.
- Untersuchen Sie jede Adresse mit dem Tool zur URL Prüfung.
- Vergleichen Sie das vom Nutzer deklarierte mit dem von Google gewählten Canonical.
- Weichen sie ab, prüfen Sie interne Links und Sitemap Eintrag dieses Produkts.
- Geben Sie nach der Korrektur Zeit, statt wiederholt Crawls anzufordern, denn Google verarbeitet Änderungen nach eigenem Takt.
Eine Collection Adresse in den Suchergebnissen ist dennoch für sich genommen keine Katastrophe. Spalten sich allerdings Titel und Link Signale, bleibt Ihr Ranking womöglich schwach. Untersuchen Sie daher zuerst den Konflikt und dann das Ergebnis.
Welche Produktadressen gehören in Ihre Sitemap?
Halten Sie in der Sitemap nur kanonische Adressen. Allerdings listet Shopify Produkte mit ihren Hauptadressen, das passt bereits zu Ihrer kanonischen Präferenz. Denn das eigentliche Risiko sind Apps oder handgemachte Listen, die Adressen mit Collection Pfad ergänzen.
Außerdem ist laut Google die Aufnahme in eine Sitemap ein schwaches Canonical Signal. Schwach heißt nicht unwichtig, denn ein falsches Signal erzeugt trotzdem Konflikte. Sitemap und interne Links sollten daher dieselbe Adresse zeigen.
Sitemaps haben wir in unserem Beitrag XML Sitemap erstellen erklärt. Kann die Search Console Ihre Datei nicht lesen, hilft der Beitrag zum Fehler Sitemap konnte nicht abgerufen werden.
Kurz gesagt: Sehen Sie in der Sitemap einen Collection Pfad, nehmen Sie das als Warnung und suchen Sie die Quelle.
Sollten Sie Shopify doppelte Produkt URLs mit Weiterleitungen lösen?
In den meisten Shops ist das nicht nötig. Der Collection Kontext dient der Kundennavigation, und Shopify erzeugt das Canonical Tag ohnehin. Zwar ist eine Weiterleitung ein starkes Signal. Leiten Sie aber den Collection Pfad um, kann die Navigation im Theme brechen.
Weiterleitungen sind in einigen Fällen sinnvoll: Sie kommen von einer älteren Adressstruktur, Sie haben eine Produktadresse geändert, oder die Seite eines gelöschten Produkts erhält noch Traffic. Dann ist eine 301 Weiterleitung das richtige Werkzeug. Bei Shopify doppelte Produkt URLs korrigieren Sie zuerst die internen Links.
Merken Sie sich bei der Entscheidung eine Regel: Bauen Sie keine Weiterleitungsketten. Denn jede Adresse sollte ihr Ziel in einem Schritt erreichen. Für die Zuordnung alter Adressen nutzen Sie unser Tool zur Weiterleitungszuordnung, zur Kontrolle den Redirect Checker.
Die Wahl zwischen 404, 410 und 301 bei ausverkauften Produkten ist eine eigene Entscheidung. Konkret haben wir sie im Beitrag zu ausverkauften Produktseiten behandelt.
Ist es eine gute Idee, Collection Pfade in der robots.txt zu sperren?
In den meisten Fällen nicht. Die robots.txt hindert Google daran, eine Seite zu crawlen. Somit kann eine gesperrte Seite auch ihr Canonical Tag nicht zeigen. Sperren Sie den Collection Pfad, sieht Google also nicht, dass diese Adressen auf die Hauptadresse zeigen.
Außerdem kann eine gesperrte Adresse trotzdem in den Index gelangen, wenn sie externe Links erhält. Da Google den Inhalt nicht lesen kann, entsteht womöglich ein leer wirkender Eintrag. Das ist folglich ein schlechteres Bild als das Duplikat Problem selbst.
Besser ist es, die Adressen crawlbar zu lassen, das Canonical Tag lesbar zu halten und interne Links auf die Hauptadresse zurückzuführen. Nutzen Sie robots.txt nur für Filtermuster mit echter Crawl Last, und testen Sie sorgfältig.
Beim Erstellen der Datei verringert unser robots.txt Generator Tippfehler. Probieren Sie dennoch einige Adressen aus, bevor Sie live gehen.
Können Apps von Drittanbietern das Canonical Tag stören?
Ja, das können sie. Manche SEO, Filter und Theme Apps bringen ihre eigene Canonical Logik mit. Dadurch kann eine Seite also zwei Canonical Tags tragen, oder das Tag zeigt statt auf die Hauptadresse auf eine andere. Dennoch stört das das Standardverhalten von Shopify unbemerkt.
Führen Sie nach der Installation einer App diese Prüfungen durch:
- Öffnen Sie eine Produktseite über einen Collection Pfad und lesen Sie die kanonische Adresse.
- Öffnen Sie dieselbe Seite mit gewählter Variante und bestätigen Sie, dass die kanonische Adresse gleich bleibt.
- Prüfen Sie, dass die Seite nur ein Canonical Tag hat.
- Sehen Sie nach, welche kanonische Adresse die App auf Filterseiten ausgibt.
- Suchen Sie nach dem Entfernen einer App nach übrig gebliebenem Code.
Dafür können Sie unseren SEO Check nutzen. Lesen Sie zusätzlich den Seitenquelltext von Hand, weil Apps das Tag manchmal erst nach dem Laden der Seite ergänzen.
Zur allgemeinen Diagnose von Canonical Fehlern lesen Sie unseren Beitrag zu Canonical Fehlern.
Wie prüfen Sie Shopify doppelte Produkt URLs?
Dafür brauchen Sie dennoch kein teures Tool. Zum Beispiel genügen fünf einfache Methoden den meisten Shops. Wenden Sie sie der Reihe nach an, so finden Sie das Problem und bestätigen die Korrektur anschließend.
- Der Bericht zur Seitenindexierung liefert das Gesamtbild der Duplikat Status.
- Die URL Prüfung zeigt für eine einzelne Adresse das deklarierte und das gewählte Canonical.
- Der Seitenquelltext erlaubt es, das Canonical Tag im Browser von Hand zu lesen.
- Die Sitemap Datei zeigt, ob eine nicht kanonische Adresse gelistet ist.
- Ein Crawl Ihres eigenen Shops listet, welche internen Links einen Collection Pfad tragen.
Welche Methode Sie auch wählen, übertragen Sie das Ergebnis in eine Tabelle. Spalten für Produkt, Link Quelle und Zieladresse genügen, um die Konflikte zu sehen.
Dieses Problem gibt es nicht nur bei Shopify, aber jede Plattform erzeugt eine andere Art von Duplikat. Zum Beispiel erzeugen Warenkorb Parameter einen anderen Typ, den wir im Beitrag zu WooCommerce Add to Cart URLs untersucht haben. Mediendateien mit eigenen Seiten sind ein weiteres Thema, das wir im Beitrag zu WordPress Anhangseiten behandeln.
Die gemeinsame Lehre bleibt gleich. Kennen Sie die Adressen, die Ihre Plattform erzeugt, legen Sie Ihre kanonische Präferenz fest und richten Sie die internen Links danach aus.
Wie viel Crawl Aufwand verbrauchen Shopify doppelte Produkt URLs?
Google gibt nicht jeder Website unbegrenzten Crawl Aufwand. Bieten Sie ein Produkt unter mehreren Adressen an, besucht der Crawler auch einige davon. Daher können diese Besuche die Entdeckung neuer Produkte oder aktualisierter Preise verzögern.
In einem kleinen Shop merken Sie dagegen nichts davon. Mit wachsender Zahl an Produkten und Collections vervielfacht sich die Zahl der Adressen. Liegt zum Beispiel jedes Produkt in mehreren Collections, ist die Zahl der Adressen, auf die ein Crawler stoßen kann, ein Mehrfaches der Produktzahl. Dann ist das eine Beispielrechnung und kein gemessener Wert.
Die Korrektur interner Links lohnt sich also auch für die Crawl Effizienz und nicht nur für das Ranking. Ist Ihr Shop groß, beobachten Sie das Crawl Verhalten in Server Logs oder in den Crawl Statistiken der Search Console. Mit unserer Logfile Analyse sehen Sie außerdem, welche Adressen besucht werden.
Welche Produktadresse nutzen Sie in Blog, Anzeigen und Shares?
Interne Links stehen nicht nur im Theme. Außerdem tragen auch Blogbeiträge, Newsletter, Anzeigen und Social Posts Produktadressen. Fügen Sie Links von Hand ein, kopieren Sie die Adresse aus der Browserzeile, und das ist oft ein Collection Pfad.
Ändern Sie die Gewohnheit: Nutzen Sie beim Teilen eines Produkts die Hauptadresse. Dann fließt auch das Signal der internen Verlinkung aus Ihrem Blog an die richtige Adresse. UTM Parameter fürs Kampagnen Tracking erzeugen eine andere Art von Duplikat, doch das Canonical Tag bindet sie ebenfalls an die Hauptadresse. Für konsistente Parameter nutzen Sie unseren UTM Generator.
Außerdem sollten Sie Ihre alten Blogbeiträge einmal durchsehen. Tragen sie Produktlinks mit Collection Pfad, ersetzen Sie diese durch die Hauptadresse. Langfristig ist das somit eine der günstigsten Verbesserungen.
Was prüfen Sie nach einem Theme Update erneut?
Denn Theme Updates können Ihre Link Korrekturen zurücksetzen. Besonders wenn Sie ein fertiges Theme auf eine neue Version heben, kann Ihre angepasste Vorlage der Produktkarte in den Standard zurückfallen. Führen Sie deshalb nach jedem Update eine kurze Prüfung durch.
Öffnen Sie zunächst eine Collection Seite und klicken Sie eine Produktkarte an. Schauen Sie auf die Adresse in der Browserzeile. Ist es die Hauptadresse oder ein Collection Pfad? Probieren Sie dann den Block mit verwandten Produkten und die Suchergebnisse auf dieselbe Weise.
Lesen Sie danach das Canonical Tag im Seitenquelltext. Bestätigen Sie, dass es einzeln ist und die Hauptadresse zeigt. Außerdem dauern diese drei Schritte wenige Minuten und brauchen kein Spezialwerkzeug. Arbeiten mehrere Personen am Theme, schreiben Sie die Prüfung in eine Checkliste für Veröffentlichungen. So vergisst sie niemand, und ein stiller Rückschritt bleibt nicht monatelang unbemerkt.
Wie priorisieren Sie dieses Problem?
Nicht jeder Shop hat dieselbe Dringlichkeit. Zunächst stellen Sie zur Priorisierung drei Fragen. Ist Ihr Katalog groß? Zeigt die Search Console viele Produkte, bei denen Google ein anderes Canonical wählte? Beeinflusst es den Umsatz, dass die Hauptadresse im Ranking fehlt?
Lauten alle drei Antworten ja, sind Shopify doppelte Produkt URLs ein Thema, und ist die Korrektur interner Links die erste Aufgabe. Sind nur wenige Produkte betroffen, korrigieren Sie zuerst diese und gehen dann auf das ganze Theme über. Sehen Sie keinen Konflikt, ändern Sie nichts, was funktioniert, und beobachten Sie regelmäßig.
Teilen Sie die Änderung außerdem in kleine Schritte. So sehen Sie die Wirkung jedes Schritts einzeln. Als Prinzip gilt: Signale auf einer Adresse zu bündeln ist eine sichere Investition, die Nutzererfahrung zu verschlechtern nicht. Wägen Sie beides zusammen ab.
Welche Lösung passt zu welcher Situation?
Denn nicht jeder Shop braucht dieselbe Lösung. Die folgende Tabelle fasst die Optionen mit ihrem Umfang zusammen. Zahlen nennen wir nicht, denn die Wirkung hängt von Ihrer Shopstruktur ab.
| Lösung | Wirkung | Wann sie passt | Worauf Sie achten |
|---|---|---|---|
| Shopify Standard Canonical Tag | Bindet Collection und Varianten Adressen an die Hauptadresse | Ist in jedem Shop schon vorhanden | Apps können es stören |
| Theme Links auf die Hauptadresse lenken | Bündelt das Signal interner Links auf einer Adresse | Interne Links nutzen den Collection Pfad | Navigationsfunktionen testen |
| Sitemap Bereinigung | Entfernt nicht kanonische Adressen | Eine externe App beeinflusst die Sitemap | Regelmäßig prüfen |
| 301 Weiterleitung | Verschiebt eine alte Adresse auf eine neue | Die Adressstruktur hat sich geändert | Ketten vermeiden |
| Sperre in der robots.txt | Begrenzt das Crawling | Nur bei übermäßigen Filtermustern | Kann das Canonical Tag verbergen |
Für die meisten Shops genügen die ersten beiden Zeilen. Das Canonical Tag wirkt bereits, also bleibt nur die Ausrichtung der internen Links.
In welcher Reihenfolge nehmen Sie diese Änderungen vor?
Messen Sie zuerst und ändern Sie danach. Sonst erkennen Sie nicht, was gewirkt hat. Deshalb hält die folgende Reihenfolge das Risiko niedrig.
- Öffnen Sie in der Search Console den Bericht zur Seitenindexierung und notieren Sie die Duplikat Status.
- Führen Sie bei einigen Produkten die URL Prüfung durch und vergleichen Sie deklariertes und gewähltes Canonical.
- Listen Sie auf, welche Adresse die Produktlinks im Theme erzeugen, wie in der Tabelle oben.
- Kontrollieren Sie die Sitemap und von Hand eingetragene Menülinks.
- Ändern Sie die Links in einem duplizierten Theme auf die Hauptadresse und testen Sie die Navigation.
- Warten Sie nach der Veröffentlichung einige Wochen und vergleichen Sie den Bericht erneut.
Zudem sollten Sie nicht viele Dinge gleichzeitig ändern. Bei einer einzelnen Änderung lässt sich das Ergebnis leichter deuten.
Den weiteren Rahmen finden Sie in unserem Beitrag zu E-Commerce SEO für Produkt und Kategorieseiten. Sind Theme und Katalog groß, führen wir im Rahmen unserer SEO Beratung auch technische Prüfungen durch.
Welche Missverständnisse sind am häufigsten?
Drei Missverständnisse hören wir oft. Wer sie kennt, schützt sich vor unnötiger Panik und unnötigem Eingreifen.
Das erste: „Google straft doppelten Content ab.“ Die Dokumentation von Google behandelt doppelte Adressen als Frage der Präferenz und Konsolidierung, nicht als Strafe. Entscheidend sind also verstreute Signale und keine Bestrafung.
Das zweite: „Ein Canonical Tag nimmt die Seite aus dem Index.“ Nein, es nennt eine Präferenz. Eine Seite aus dem Index zu nehmen ist eine eigene Maßnahme, und sie ist hier nicht nötig.
Das dritte: „Ich muss Collection Pfade ganz entfernen.“ Das ist womöglich nicht möglich und auch nicht nötig. Das Ziel ist also nicht, Adressen zu beseitigen, sondern Ihre bevorzugte Adresse konsequent zu zeigen.
Wie schließen Sie mit einer Checkliste für Ihren Shopify Shop ab?
Schließlich stellen Sie im letzten Schritt sicher, dass die Änderungen bleiben. Ein Theme Update, eine neue App oder eine neue Collection kann alte Einstellungen still zurückbringen. Betrachten Sie diese Prüfung daher nicht als einmalige Aufgabe.
Eine kurze Checkliste erledigt die Arbeit:
- Verlinken Produktkarten auf die Hauptadresse des Produkts?
- Ist das Canonical Tag auf jeder Produktseite einzeln und korrekt?
- Enthält die Sitemap eine Produktadresse mit Collection Pfad?
- Nutzen Menü und Produktlinks im Blog die Hauptadresse?
- Passt das von Google gewählte Canonical in der Search Console zum deklarierten?
- Haben Sie diese Prüfung nach der Installation einer neuen App wiederholt?
Außerdem können von Hand eingefügte Links kaputte Adressen hinterlassen haben. Unser Broken Link Checker hilft Ihnen, sie schnell zu finden.
Dieser Beitrag dient schließlich der allgemeinen Information. Menünamen und Verhalten der Plattformen können sich ändern, also prüfen Sie Details im Shopify Help Center und in Google Search Central.



