Search Console Social Media Berichte: So messen Sie Instagram, TikTok, X und YouTube in Google

Was ist der Search Console Social Media Bericht?
Der Search Console Social Media Bericht besteht aus den Berichten für sogenannte Plattform Properties: Sie zeigen Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position Ihrer Inhalte auf Instagram, TikTok, X und YouTube in der Google Suche, in Discover und in Google News. Google stellte die Funktion am 7. Juli 2026 vor und gab sie am 29. Juli 2026 für alle frei.
Kurz gesagt: Sie sehen jetzt nicht nur, wie Google Ihre Website ausspielt, sondern auch Ihre Social Media Konten. Eine eigene Website brauchen Sie dafür nicht einmal. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, was sich wann geändert hat, wie Sie die Einrichtung erledigen und wie Sie die Zahlen richtig lesen. Falls die Search Console für Sie neu ist, lesen Sie zuerst meine Search Console Anleitung für Einsteiger.
Wann hat Google die Funktion angekündigt, und in welchen Schritten?
Die Funktion kam nicht auf einen Schlag. Sie entstand in drei Etappen. Zunächst veröffentlichte Google am 8. Dezember 2025 einen Beitrag im Search Central Blog zu einem Experiment. Darin ergänzte Google den Bericht Search Console Insights um Daten zu Social Media Kanälen, allerdings nur für eine begrenzte Zahl von Websites.
Danach folgte am 7. Juli 2026 die Ankündigung der Plattform Properties durch Moshe Samet, Product Manager Lead der Search Console. Damit entstand ein eigener Property Typ für Social Media und Videokonten. Die Verteilung lief schrittweise über mehrere Wochen.
Schließlich bestätigten Daniel Waisberg und Lizzi Sassman vom Search Relations Team am 29. Juli 2026 in einem zweiten Beitrag, dass Plattform Properties nun weltweit für alle verfügbar sind. Am selben Tag veröffentlichte Google außerdem einen neuen Leitfaden zur Analyse von Social Media und Videoinhalten.
- 8. Dezember 2025: Experiment in Insights, nur für ausgewählte Websites.
- 7. Juli 2026: Ankündigung der Plattform Properties, schrittweiser Start.
- 29. Juli 2026: Weltweite Verfügbarkeit und neuer Analyseleitfaden.
Worin unterscheidet sich das Experiment vom Dezember von den Plattform Properties?
Beide klingen ähnlich, allerdings funktionieren sie unterschiedlich. Im Experiment vom Dezember erkannte die Search Console selbst, welche Social Media Kanäle zu Ihrer Website gehören. Danach schlug sie Ihnen im Bericht Insights vor, diese Kanäle hinzuzufügen. Das heißt: Google ergriff die Initiative, und nur Websitebetreiber sahen die Daten.
Seit Juli 2026 fügen Sie jedes Konto selbst hinzu und bestätigen die Inhaberschaft selbst. Zudem gilt jedes Konto als eigene Property. Die folgende Tabelle fasst die Unterschiede zusammen.
| Merkmal | Experiment Dezember 2025 | Plattform Properties (Juli 2026) |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Begrenzte Zahl von Websites | Weltweit, für alle |
| Wer fügt das Konto hinzu? | Die Search Console erkennt es automatisch | Sie fügen es hinzu und bestätigen es |
| Website nötig? | Ja, Daten liegen in der Website Property | Nein, das Konto ist selbst eine Property |
| Berichte | Karten in Insights | Leistung, Statistiken und Erfolge |
| Oberflächen | Google Suche | Google Suche, Discover und Google News |
Setzen Sie die alten Karten also nicht mit den heutigen Berichten gleich. Filter, Export und Vergleichsmodus kamen erst mit dem neuen Property Typ, und genau diese Werkzeuge verändern, was Sie aus den Daten lernen.
Welche Social Media Plattformen unterstützt die Search Console?
Die Google Hilfeseite zu Plattform Properties nennt vier unterstützte Plattformen:
- TikTok
- X
- YouTube
Facebook, LinkedIn, Pinterest und Threads fehlen derzeit. Deshalb können Sie mit diesem Bericht nicht messen, wie Google Inhalte aus diesen Netzwerken ausspielt. Die Liste kann später wachsen, doch die offizielle Quelle nennt aktuell nur diese vier.
Die Hilfeseite betont ein weiteres Detail: Jedes Konto und jeder Kanal braucht eine eigene Property. Betreibt Ihre Marke zum Beispiel ein Konto auf Instagram und eines auf TikTok, legen Sie zwei Plattform Properties an. Verwalten Sie zwei Profile auf derselben Plattform, wiederholen Sie den Vorgang ebenfalls für jedes Profil. Somit bleiben die Daten jedes Kontos sauber getrennt.
Für Agenturen und Teams mit mehreren Marken schafft diese Struktur Ordnung. Trotzdem wächst die Zahl der Properties schnell. Ich empfehle Ihnen daher, Namensregeln und Nutzerzugriffe von Anfang an festzulegen.
Wie fügen Sie eine Plattform Property in der Search Console hinzu?
Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten. Laut Hilfeseite gehen Sie in der deutschen Oberfläche so vor:
- Öffnen Sie den Begrüßungsbildschirm der Search Console oder das Auswahlmenü für Properties in der Seitenleiste und klicken Sie auf „Property hinzufügen“.
- Klicken Sie in der Liste der unterstützten Plattformen neben der gewünschten Plattform auf „Hinzufügen“.
- Folgen Sie den Anweisungen, melden Sie sich beim Konto an und autorisieren Sie die Verbindung.
- Nach der Bestätigung der Inhaberschaft erscheint eine Meldung. Klicken Sie dann auf „Zur Property“.
- Wiederholen Sie diese Schritte für jedes weitere Konto.
Leere Diagramme direkt nach der Einrichtung sind normal. Google schreibt, dass es einige Tage dauert, bis Daten in den Berichten erscheinen. Bei neuen Properties zeigen die Diagramme außerdem nur die Tage seit Beginn der Datenerhebung.
Geben Sie Zugangsdaten niemals an eine Agentur oder an Dritte weiter. Lassen Sie den echten Kontoinhaber die Bestätigung durchführen und vergeben Sie dann Nutzerzugriffe direkt in der Search Console. So schützen Sie das Konto und können Zugriffe jederzeit wieder entziehen.
Was passiert, wenn die Verbindung zur Plattform abbricht?
Aus Sicherheitsgründen prüft Google die Inhaberschaft regelmäßig. Läuft zum Beispiel eine externe Anmeldung ab, bricht die Verbindung ab. Der Zugriff auf die Property pausiert dann, bis Sie die Bestätigung wiederholen. Daten verlieren Sie dadurch nicht.
Laut Hilfeseite landen Sie nach der erneuten Bestätigung wieder im selben Bericht. Sie müssen also nicht warten, bis sich Daten neu ansammeln. Kein Grund zur Panik also. Trotzdem sollten Sie den Verbindungsstatus im Blick behalten, wenn Sie den Bericht jede Woche nutzen.
In der Praxis beeinflussen vor allem diese Situationen die Verbindung:
- Eine Passwortänderung am Konto oder das Abmelden aller Sitzungen.
- Ein Wechsel der Kontoinhaberschaft an eine andere Person oder Firma.
- Ein Widerruf der Autorisierung auf Seiten der Plattform.
- Eine Einschränkung oder Sperre des Kontos.
Hatten Sie Probleme mit der Kontosicherheit, bringen Sie das Konto zuerst über offizielle Wege in Ordnung. Bei Zugangsproblemen auf Instagram hilft Ihnen vielleicht mein Beitrag über ein Instagram Konto, das immer wieder gesperrt ist.
Welche Messwerte zeigt der Leistungsbericht?
Der Leistungsbericht zeigt die vier Kennzahlen, die Sie von Website Properties kennen, jetzt für Ihr Plattformkonto: Gesamtzahl der Klicks, Impressionen, durchschnittliche Klickrate und durchschnittliche Position. Sie filtern die Daten nach Beitrag, Suchanfrage, Land, Gerät und Datum.
Neben der Google Suche bietet der Bericht auch Ansichten für Discover und Google News. Allerdings erscheinen diese beiden laut Hilfeseite nur, wenn Ihre Inhalte dort tatsächlich Traffic erhalten. Sehen Sie also keinen Reiter für Discover, ist nichts kaputt. Ihre Inhalte tauchen dort einfach noch nicht auf.
Der Standardzeitraum beträgt 28 Tage. Mit dem Vergleichsmodus stellen Sie zwei Zeiträume nebeneinander, und mit Seitenfiltern isolieren Sie einzelne Beiträge. Vergleichen Sie die Klickrate lieber mit Ihren eigenen Vorwerten als mit einem Branchenschnitt. Für schnelle Rechnungen eignet sich mein Tool zum CTR berechnen.
Auch der Export ist wichtig. Über die Exportfunktion laden Sie die Tabelle herunter und führen sie mit Ihren eigenen Reports zusammen. Ich nutze das vor allem, um mehrere Konten miteinander zu vergleichen.
Warum verdienen Discover und Google News einen eigenen Blick?
In der Google Suche sucht der Nutzer aktiv nach etwas. In Discover empfiehlt Google dagegen Inhalte passend zu seinen Interessen. Weil die Logik anders ist, sollten Sie die Daten auch getrennt lesen. Plattform Properties behalten diese Trennung im Bericht bei.
Traffic aus Discover kommt meist in Wellen. Ein Video oder Beitrag erhält ein paar Tage lang viele Impressionen und fällt dann schnell wieder ab. Deshalb sollten Sie eine Spitze in Discover nicht als dauerhaften Erfolg melden. Notieren Sie stattdessen, welches Thema und welches Format die Empfehlung erhalten hat, und planen Sie dann ähnliche Inhalte.
Google News spielt vor allem bei aktuellen, nachrichtenähnlichen Inhalten eine Rolle. Für Konten, die über Tagesthemen berichten, zeigt dieser Reiter, ob die Inhalte auch im Nachrichtenkontext auftauchen.
Beide Reiter erscheinen nur, wenn Traffic vorhanden ist. Anders gesagt: Taucht ein neuer Reiter auf, ist das ein schlichtes, aber wertvolles Signal, dass Ihr Konto eine neue Oberfläche erreicht hat. Mein Team und ich halten diesen Moment fest und prüfen die Beiträge aus diesem Zeitraum einzeln.
Was verrät Ihnen der Bericht Statistiken?
Der Bericht Statistiken funktioniert wie eine vereinfachte Zusammenfassung des Leistungsberichts. Er bündelt den Trafficverlauf der letzten 28 Tage, Ihre stärksten Beiträge, die Suchanfragen, über die Menschen Sie finden, und die Länder Ihres Publikums. Für Creator ohne technischen Hintergrund ist das der einfachste Einstieg.
Ein Detail verdient Aufmerksamkeit. Laut Hilfeseite zählt die obere Zusammenfassungskarte alle Klicks in Google, also auch Bild, Video und Nachrichtensuche. Die detaillierten Listen darunter beziehen sich dagegen nur auf Traffic aus der Websuche.
Folglich können die Summen in den unteren Karten niedriger ausfallen als die Zahl oben. Wer zum ersten Mal hinschaut, hält das schnell für einen Datenfehler. Tatsächlich messen beide Karten einen unterschiedlichen Umfang. Mit einer kurzen Notiz dazu im Report vermeiden Sie also unnötige Diskussionen mit Vorgesetzten oder Kunden.
Außerdem enthält der Bericht Gruppen von Suchanfragen. Sie sehen die stärksten, die steigenden und die fallenden Gruppen. Für die Inhaltsplanung ist das der wertvollste Teil, deshalb gehe ich weiter unten ausführlicher darauf ein.
Wofür sind die Erfolge gut?
Der Bereich Erfolge zeigt das Wachstum Ihres Kontos bei Google anhand von Meilensteinen. Überschreiten Sie zum Beispiel bei den Klicks aus der Google Suche in den letzten 28 Tagen eine neue Schwelle, meldet dieser Bereich das. Er ist also weniger eine Kennzahl als ein Werkzeug für Motivation und Verlauf.
Ich nutze diesen Bereich für die Kommunikation, nicht für Entscheidungen. Arbeiten Sie etwa mit einem Creator, liefert der erste Erfolg einen konkreten Beleg, dass Google das Konto wahrnimmt. Damit beantworten Sie die Frage „Bringt uns die Suche überhaupt etwas?“ mit Daten.
Andererseits sollten Sie Erfolge nicht als Leistungsziele nutzen. Google legt die Schwellen als allgemeine Meilensteine fest, und sie spiegeln nicht Ihre Geschäftsziele. Setzen Sie echte Ziele stattdessen bei dem an, was nach dem Klick passiert: Profilbesuche, neue Follower, Besuche auf der Website oder Verkäufe.
Zusammengefasst sind Erfolge ein schöner Bildschirm für Feedback. Strategische Entscheidungen treffen Sie aber besser auf Basis der Beitrags und Anfragedaten in Leistung und Statistiken.
Was misst der Search Console Social Media Bericht nicht?
Wer diesen Bericht richtig lesen will, muss zuerst seine Grenzen kennen. Google sagt es klar: Plattform Properties zeigen nur, wie Ihre Inhalte in Google abschneiden. Wie oft Ihr Video innerhalb von TikTok lief oder wie viele Menschen Ihren Beitrag im Feed von Instagram sahen, sehen Sie hier nicht.
Außerdem fehlen im Bericht folgende Punkte:
- Aufrufe, Likes, Kommentare und Followerwachstum innerhalb der App.
- Die Verweildauer auf der Plattform nach dem Klick.
- Traffic aus anderen Suchmaschinen und aus KI Assistenten.
- Inhalte auf nicht unterstützten Netzwerken wie Facebook oder LinkedIn.
Der Bericht ersetzt also nicht die eigenen Statistiken der Plattformen. Er ergänzt sie. Instagram Insights zeigt Ihnen, was im Konto passiert, die Search Console dagegen, wie Menschen es über Google entdecken. Legen Sie beides nebeneinander, dann erkennen Sie deutlich besser, durch welche Tür Ihr Publikum kommt.
Zuletzt noch ein Hinweis: Neue Properties zeigen Daten mit einigen Tagen Verzögerung. Ziehen Sie aus der ersten Woche daher keine Schlüsse.
Wie zählen Instagram Stories und Videos im Bericht?
Die Hilfeseite erklärt zwei Sonderfälle. Der erste betrifft Instagram Stories. Erscheint eine Story in der Google Suche, zählt die Search Console eine Impression. Klickt ein Nutzer die Story in den Ergebnissen an, zählt sie einen Klick. Selbst kurzlebige Inhalte hinterlassen also Spuren bei Google.
Der zweite Fall betrifft Videos, die direkt in Google laufen. Erscheint Ihr Video in den Suchergebnissen oder in Discover, gilt das als Impression. Klickt ein Nutzer darauf, ergänzt die Search Console einen Klick, und zwar auch dann, wenn sich das Video im Google eigenen Viewer öffnet statt auf der Plattform.
Dieses Detail verändert Ihre Interpretation. Zum Beispiel sehen Sie womöglich viele Klicks in der Search Console, aber keinen passenden Anstieg in den Plattformstatistiken. Das liegt daran, dass ein Teil der Klicks als Wiedergabe bei Google endet und die Plattform nie erreicht.
Deshalb sollten Sie beide Quellen nie zu einer einzigen Trafficzahl addieren. Berichten Sie Klicks aus der Search Console als Interesse bei Google und Aufrufe auf der Plattform als Nutzung im Konto, jeweils in einer eigenen Zeile.
Wie erkennen Sie Trends mit dem Filter für 24 Stunden?
Der Google Leitfaden zur Analyse von Social Media und Videoinhalten vom 29. Juli hebt den Filter für die letzten 24 Stunden als besonders praktisch hervor. Damit erkennen Sie plötzliche Trafficspitzen aus der Google Suche bei Ihren neuesten Beiträgen.
Der Leitfaden nennt ein einfaches Beispiel. Ein neues Video bekommt auf einmal Traffic über einen bestimmten Suchbegriff. Sobald Sie das bemerken, bewerben Sie den Inhalt auf Ihren anderen Plattformen oder planen einen Folgebeitrag zum selben Thema. Konkret tragen Sie also ein Signal aus Google direkt in Ihren Redaktionsplan.
Für diesen Filter empfehle ich eine kurze Routine:
- Öffnen Sie in den Tagen nach einer Veröffentlichung jeden Morgen die Ansicht für 24 Stunden.
- Notieren Sie den Beitrag mit dem schnellsten Anstieg und die Suchanfrage dahinter.
- Nutzen Sie diese Anfrage auf natürliche Weise in Captions und Titeln Ihrer anderen Konten.
- Haben Sie eine Website, planen Sie dort eine ausführliche Seite oder einen Artikel zum Thema.
Schnell steigende Themen hängen oft mit aktuellen Ereignissen zusammen. Daher bringt schnelles Handeln meist mehr als ein perfekter Beitrag eine Woche später.
Wie gewinnen Sie aus Anfragegruppen neue Themen?
Die Gruppen von Suchanfragen im Bericht Statistiken fassen einzelne Suchen nach Bedeutung zusammen. Sie erhalten getrennte Listen für die stärksten, die steigenden und die fallenden Gruppen. Der Google Leitfaden empfiehlt, diese Themen als datenbasierte Inspiration für das nächste Video, die nächste Caption oder die Hashtag Strategie zu nutzen.
In der Praxis arbeiten Sie am besten in drei Durchgängen. Zunächst nehmen Sie die steigenden Gruppen und schreiben auf, welche Frage jede davon beantwortet. Danach prüfen Sie die fallenden Gruppen, denn dort sind Ihre Inhalte vielleicht veraltet. Schließlich machen Sie aus den stärksten Gruppen eine Serie.
Um eine exportierte Liste von Suchanfragen in Wortmuster zu zerlegen, nutzen Sie meine Suchbegriffe Ngram Analyse. So erkennen Sie wiederkehrende Phrasen aus zwei und drei Wörtern. Wie Sie solche Phrasen natürlich in Captions einbauen, zeigt mein Beitrag zur Instagram Caption mit Beispielen, ergänzend hilft der Hashtag Generator.
Denken Sie daran: Eine Anfragegruppe zeigt Ihnen die Nachfrage, den Inhalt schreiben aber weiterhin Sie. Nutzen Sie suchnahe Titel also, ohne die Stimme Ihres Kontos zu verlieren.
Wie vergleichen Sie Plattformen in einer Tabelle?
Da jedes Konto eine eigene Property ist, gibt es in der Search Console keine gemeinsame Gesamtansicht. Der Google Leitfaden nennt dafür eine Lösung: Exportieren Sie die Leistungsdaten mehrerer Properties und führen Sie sie in einer Tabelle zusammen. Dann vergleichen Sie YouTube, Instagram, X und TikTok direkt nebeneinander.
Für den Vergleich empfehle ich drei Kennzahlen: durchschnittliche Klicks pro Beitrag, Klickrate und die Vielfalt der Suchanfragen. Gerade die Vielfalt zeigt, welche Plattform bei Google für ein breiteres Themenspektrum auftaucht.
Zudem verweist der Leitfaden auf Anmerkungen in der Search Console. Schreiben Sie einen Titel auf YouTube oder eine Caption auf TikTok um, setzen Sie dazu eine Notiz im Diagramm. Einige Wochen später bewerten Sie die Wirkung dann anhand von Daten statt nach Gefühl.
Auch Vergleichsmodus und Seitenfilter helfen. Beispielsweise filtern Sie Playlists getrennt oder vergleichen den Suchtraffic von kurzen und langen Videos. Beide Anwendungen nennt der Leitfaden ausdrücklich.
Welche Rolle spielt das Google Suchprofil?
Google bietet Creatorn zusätzlich ein sogenanntes Suchprofil an. Laut dem Beitrag vom 29. Juli sollten Sie, falls Sie bereits ein Suchprofil eingerichtet haben, für dieselbe Plattform auch in der Search Console Zugriff auf Ihre Daten haben. Bestätigte Konten aus dem Profil erscheinen also automatisch als Properties.
Es gibt allerdings eine wichtige Einschränkung. Die Google Hilfeseite zum Suchprofil nennt die Funktion derzeit nur für die USA. Für ein Profil brauchen Sie zudem mindestens 10.000 Follower oder Abonnenten auf einer unterstützten Plattform und müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
Für die meisten Marken und Creator in Deutschland, Österreich und der Schweiz führt der richtige Weg deshalb direkt über die Plattform Property in der Search Console. Eine Mindestzahl an Followern nennt die Hilfeseite dafür nicht.
Behalten Sie das Suchprofil trotzdem im Auge. Öffnet Google es später für weitere Länder, stärken vor allem international aktive Konten damit ihren Markenauftritt bei Google.
Worin unterscheidet sich der Bericht von den Statistiken der Plattformen?
YouTube Studio, Instagram Insights und die Analysen von TikTok zeigen, was im Konto passiert: Aufrufe, Wiedergabezeit, Followerentwicklung und Interaktionen. Die Search Console zeigt dagegen den Schritt davor. Sie sehen, über welche Suche und auf welcher Google Oberfläche jemand zu Ihrem Inhalt kam.
Besonders deutlich wird der Unterschied bei den Suchanfragen. Plattformstatistiken melden oft nur, dass Traffic von „Google“ oder einer externen Quelle kam, selten aber die genauen Wörter. Die Search Console liefert Anfrage, Land und Gerät zusammen. Somit verstehen Sie, welche Frage Ihr Inhalt für Suchende beantwortet.
- Plattformstatistiken: Aufrufe, Interaktionen und Verhalten der Follower in der App.
- Search Console: Impressionen, Klicks, Anfragen, Länder und Geräte bei Google.
- Webanalyse: Verhalten der Nutzer auf Ihrer Website nach dem Wechsel vom Konto.
Lesen Sie alle drei zusammen, dann sehen Sie die gesamte Customer Journey. Addieren Sie die Zahlen aber nie, denn jede Quelle misst einen anderen Moment. In meinen Reports stehen sie unter drei getrennten Überschriften, und ich vergleiche nur die Trends.
Wie nutzen Marken mit eigener Website diese Daten?
Wenn Sie eine Website betreiben, schließt dieser Bericht eine Lücke. Bei Suchen nach Ihrem Markennamen klicken Menschen manchmal nicht auf Ihre Website, sondern auf Ihr Konto bei Instagram oder YouTube. Diese Klicks sehen Sie jetzt je Konto.
Sinken zum Beispiel die Klicks auf eine Markenanfrage in der Website Property, während sie in der Property für Instagram steigen, ist die Nachfrage nicht verschwunden. Sie nutzt einfach eine andere Tür. Ohne dieses Bild deuten Sie einen Rückgang leicht falsch. Wie Sie dabei vorgehen, beschreibe ich in meinem Beitrag zum Traffic Einbruch in der Search Console.
Außerdem habe ich erklärt, warum Instagram bei Google vor der Website steht. Die Daten aus dem Search Console Social Media Bericht machen diese Diagnose jetzt messbar statt geschätzt.
Messen Sie zuletzt auch den Traffic, der von Ihren Konten auf die Website fließt. Wie Sie Nutzer, die Ihr Profil über Google finden, auf die Website bringen, zeigt mein Leitfaden zu mehr Website Traffic aus Social Media.
Welche Konten profitieren am meisten?
Nicht jedes Konto zieht denselben Nutzen aus dem Bericht. Am meisten profitieren Konten, deren Inhalte eine Frage beantworten. Rezepte, Tutorials, Produkttests, Softwaretipps und lokale Empfehlungen treffen oft auf häufige Google Suchen. Bei solchen Konten fließen die Anfragedaten direkt in den Redaktionsplan.
Die zweite Gruppe bilden Unternehmen, nach deren Markennamen Menschen suchen. Tauchen Ihre Konten auch bei Markensuchen auf, sehen Sie jetzt, wie viele Klicks jedes einzelne erhält. Daraus lesen Sie ab, welches Profil die meiste Pflege verdient.
Zur dritten Gruppe zählen Teams und Agenturen mit mehreren Konten. Dank Export und Vergleich berichten sie den Beitrag jedes Kontos bei Google getrennt.
Andererseits sehen Konten mit reiner Unterhaltung oder täglichen Updates ohne klare Suchabsicht oft nur wenige Daten. Der Bericht hilft trotzdem, doch halten Sie die Erwartungen niedrig. Sammeln Sie zunächst einige Wochen Daten, um das Suchpotenzial Ihres Kontos zu verstehen.
Wie gehen Sie in den ersten 30 Tagen vor?
Bei einem neuen Bericht ist die Versuchung groß, alles gleichzeitig anzuschauen. Im ersten Monat funktioniert eine einfache Reihenfolge besser. Diesen Ablauf empfehle ich:
- Am ersten Tag legen Sie jedes aktive Konto als eigene Plattform Property an und vergeben Teamzugriffe.
- In Woche eins warten Sie auf Daten und fassen parallel Ihre aktuellen Plattformstatistiken zusammen.
- Danach notieren Sie in Woche zwei die stärksten Beiträge und Anfragegruppen aus dem Bericht Statistiken.
- Anschließend exportieren Sie in Woche drei die Leistungsdaten und vergleichen die Konten in einer Tabelle.
- Zum Ende von Woche vier setzen Sie mindestens drei Änderungen an Inhalten oder Titeln um und markieren sie mit Anmerkungen.
Diese Reihenfolge schützt Sie vor vorschnellen Entscheidungen auf Basis früher Daten. Zudem haben Sie nach vier Wochen einen messbaren Ausgangswert. In den folgenden Monaten vergleichen Sie dann mit diesem Wert.
Für kleine Teams reicht eine Kontrolle von fünfzehn Minuten pro Woche. Entscheidend ist, regelmäßig hinzuschauen und das Signal in den Redaktionsplan zu übertragen. Halten Sie außerdem am Monatsende kurz fest, was Sie geändert haben und was danach passiert ist.
Welche Fehler passieren beim Search Console Social Media Bericht am häufigsten?
Ein neuer Bericht bringt neue Deutungsfehler mit sich. Diese Fehler sehe ich am häufigsten, sowohl in Konten, die wir betreuen, als auch in Diskussionen in der Branche:
- Klicks aus der Search Console und Aufrufe auf der Plattform zu einer Trafficzahl addieren.
- Den Unterschied zwischen Zusammenfassungskarte und Listen in Statistiken für einen Fehler halten.
- Aus leeren Diagrammen in den ersten Tagen schließen, dass der Bericht nicht funktioniert.
- Einen Einstellungsfehler suchen, weil der Reiter für Discover oder News fehlt.
- Zugangsdaten zur Bestätigung an Dritte weitergeben.
- Nach einer abgelaufenen Bestätigung die Verbindung nicht erneuern und wochenlang ohne Daten arbeiten.
Alle diese Fehler haben eine gemeinsame Ursache: Schlüsse ziehen, ohne zu wissen, was der Bericht misst. Bereiten Sie deshalb vor dem Teilen eine kurze Definition vor, mit Umfang der Kennzahlen, Standardzeitraum von 28 Tagen und Datenverzögerung. So lesen alle den Bericht gleich.
Dazu kommt ein Erwartungsfehler. Der Bericht verbessert Ihre Rankings nicht, er misst nur Ihre Sichtbarkeit. Wachstum entsteht weiterhin durch Qualität und Beständigkeit der Inhalte.
Wie setzen mein Team und ich den Bericht bei Kunden ein?
Mein Team und ich haben Plattform Properties in das monatliche Reporting der Konten aufgenommen, die wir betreuen. Zunächst verbinden wir jedes Konto als eigene Property und lassen die Inhaberschaft beim Kontoinhaber. Dann berichten wir die Klicks aus Google in einer eigenen Zeile, getrennt von den Plattformstatistiken.
Für die Inhaltsplanung nutzen wir Anfragegruppen und Spitzen aus der Ansicht für 24 Stunden. Gewinnt ein Thema zum Beispiel bei Google an Interesse, greifen wir es auch auf anderen Kanälen auf und passen Titel und Captions an diese Suchen an. Änderungen markieren wir mit Anmerkungen und messen ihre Wirkung einige Wochen später.
Sollen Ihre Konten sowohl auf den Plattformen als auch bei Google wachsen, richten wir diese Messung im Rahmen unserer Social Media Betreuung ein. Möchten Sie Website und Konten bei Markensuchen ins Gleichgewicht bringen, unterstützen wir Sie zudem mit unserer SEO Beratung. Kurz gesagt: Es geht nicht darum, einen neuen Bericht zu beobachten, sondern die sichtbare Nachfrage in Wachstum zu verwandeln.




