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LinkedIn Konto löschen: So schließen Sie Ihr Profil Schritt für Schritt

Talha Aslan 18 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Was passiert, wenn Sie Ihr LinkedIn Konto löschen?

Ein LinkedIn Konto löschen heißt, das Konto dauerhaft zu schließen. LinkedIn entfernt dann Ihr Profil, Ihre Kontakte, Ihre Nachrichten sowie erhaltene und gegebene Empfehlungen. Somit ist Ihr Profil auf LinkedIn nicht mehr sichtbar. Meist können Sie das Konto kurze Zeit wieder öffnen, aber nicht alles kehrt zurück.

Diese Anleitung folgt dem offiziellen Hilfecenter von LinkedIn. Die Menübezeichnungen können je nach Sprache abweichen. Deshalb nennen wir die englischen Namen in Anführungszeichen, denn die Hilfeseiten verwenden genau diese.

Außerdem zeigen wir, was Sie vor dem Start prüfen sollten. Zum Beispiel beeinflussen ein Premium Abo, ein Datenexport und die Frist zur Wiedereröffnung Ihre Entscheidung.

Das Schließen ist einfach, das Rückgängigmachen dagegen nur eingeschränkt möglich. Gehen Sie also in Ruhe Schritt für Schritt vor.

Die meisten Leser fragen aus einem von drei Gründen. Zum Beispiel haben manche den Job gewechselt und wollen das Profil beenden. Andere dagegen sorgen sich um ihre Privatsphäre. Wieder andere nutzen die Plattform nicht mehr und sind von Benachrichtigungen genervt.

Egal, welcher Grund zutrifft: Der richtige Weg ist derselbe. Zunächst sehen Sie sich die Optionen an, dann entscheiden Sie.

Worin unterscheidet sich das Löschen vom Deaktivieren eines LinkedIn Kontos?

Konkret: Löschen schließt das Konto endgültig. Das Deaktivieren, bei LinkedIn "Hibernate" genannt, ist dagegen eine vorübergehende Option. Laut Hilfecenter reaktivieren Sie ein deaktiviertes Konto, indem Sie sich nach 24 Stunden wieder anmelden. In dieser Zeit bleibt Ihr Profil also unzugänglich.

Dieser Unterschied ist wichtig, weil viele gar nicht für immer gehen wollen. Sie möchten nur eine Weile verschwinden. In diesem Fall ist das Deaktivieren der sicherere Weg.

Das Schließen wirkt sich dagegen auf Kontakte und Empfehlungen aus, und zwar nicht vollständig umkehrbar. Entscheiden Sie also zuerst, was Sie wirklich wollen.

Außerdem unterscheidet sich die Dauer. Das Deaktivieren ist eine kurze Pause. Beim Schließen bleibt in den meisten Fällen eine Frist von 14 Tagen zur Wiedereröffnung. Danach kommt das Konto nicht mehr zurück.

Zum Deaktivieren öffnen Sie laut Hilfecenter "Settings & Privacy" und wählen unter "Account management" den Punkt "Hibernate account". Dann geben Sie einen Grund an, tippen Ihr Passwort ein und bestätigen.

Was sollten Sie vorbereiten, bevor Sie Ihr LinkedIn Konto löschen?

Prüfen Sie vorab fünf Dinge. Denn Sie schaffen das in etwa zehn Minuten. Diese kurze Vorbereitung erspart Ihnen später Ärger.

  • Laden Sie eine Kopie Ihrer Daten herunter.
  • Klären Sie Premium Abos oder Unternehmensprodukte.
  • Trennen Sie Anmeldungen über Google, Apple oder Microsoft.
  • Sichern Sie die Kontaktdaten, die Sie noch brauchen.
  • Aktualisieren Sie Lebenslauf und E-Mail Signatur, die auf Ihr Profil verweisen.

Allerdings steht der letzte Punkt nicht auf der Hilfeseite. Er stammt aus unserer Praxis, denn Links auf ein geschlossenes Profil laufen ins Leere.

Gehen Sie außerdem Ihre Gespräche mit Arbeitgebern und Kunden durch. Nachrichten verschwinden ebenfalls, deshalb speichern Sie Wichtiges an anderer Stelle.

Denken Sie auch an Ihre Kontakte. Sie können die Kontaktdaten von Bekannten mit deren Einverständnis in Ihr eigenes Adressbuch übernehmen. Somit bleiben Sie außerhalb der Plattform in Verbindung.

Schließlich listen Sie alle Orte auf, an denen Sie Ihren Profillink teilen. Lebenslauf, E-Mail Signatur, Visitenkarte und Website Symbole stehen oben auf der Liste. Räumen Sie diese eine Woche vor dem Stichtag auf.

Wie laden Sie Ihre LinkedIn Daten herunter, bevor Sie das Konto schließen?

Laut LinkedIn Hilfe klicken Sie am Desktop auf das Symbol "Me", öffnen "Settings & Privacy" und wechseln zu "Data Privacy". Dort wählen Sie "Get a copy of your data", markieren die gewünschten Datenarten und klicken auf "Request archive".

Wählen Sie eine bestimmte Datenart, schickt LinkedIn Ihnen innerhalb weniger Minuten eine E-Mail. Ein größeres Archiv dauert dagegen bis zu 24 Stunden. Der Downloadlink gilt nur 72 Stunden. Lassen Sie die Mail also nicht liegen.

Die Hilfeseite nennt noch einen Punkt: Diese Funktion gibt es derzeit nicht in der mobilen App. Nutzen Sie also einen Computer, und zwar nur Ihren eigenen, nie einen gemeinsam genutzten.

Wenn das Archiv da ist, speichern Sie es sicher. Denn es enthält Ihre Nachrichten und persönlichen Angaben. Legen Sie es deshalb nicht in einen öffentlichen Cloud Ordner und machen Sie keine überflüssigen Kopien.

Bei manchen Kontakten fehlt die E-Mail Adresse. Denn Mitglieder entscheiden in ihren Datenschutzeinstellungen selbst, ob andere ihre Adresse herunterladen dürfen.

Wie können Sie Ihr LinkedIn Konto am Desktop löschen?

Am Desktop brauchen Sie fünf Schritte. Wir nennen sie in der Reihenfolge des Hilfecenters.

  1. Klicken Sie oben auf der LinkedIn Startseite auf das Symbol "Me".
  2. Wählen Sie im Menü "Settings & Privacy".
  3. Klicken Sie unter "Account management" neben "Close account" auf "Change".
  4. Wählen Sie einen Grund für das Schließen und klicken Sie auf "Next".
  5. Geben Sie Ihr Passwort ein und klicken Sie auf "Close account".

Zunächst zum Passwortschritt: Er dient der Sicherheit. Sind Sie an einem fremden Gerät, melden Sie sich zuerst ab. Damit schließen Sie auch das Risiko aus, das falsche Konto zu schließen.

Wir würden die Reihenfolge nicht ändern, denn jeder Schritt baut auf dem vorigen auf. Vor allem Grundauswahl und Passwort schützen vor einem versehentlichen Schließen.

Danach schickt LinkedIn eine Schließungsmitteilung an Ihre hinterlegte E-Mail Adresse. Bewahren Sie sie auf. Laut Hilfecenter hilft der Link in dieser Mail auch beim Wiedereröffnen des Kontos.

Wie schließen Sie Ihr LinkedIn Konto auf dem Smartphone?

Für die mobile App unter iOS und Android sowie für den mobilen Browser beschreibt das Hilfecenter denselben Weg. Er weicht leicht vom Desktop ab, ist aber trotzdem schnell erledigt.

  1. Tippen Sie auf Ihr Profilfoto.
  2. Öffnen Sie "Settings" und dann "Account preferences".
  3. Tippen Sie unter "Account management" auf "Close account".
  4. Tippen Sie auf "Continue".
  5. Wählen Sie Ihren Grund und tippen Sie auf "Next".
  6. Geben Sie Ihr Passwort ein und tippen Sie auf "Done".

Je nach App Version sehen die Bildschirme allerdings etwas anders aus. Finden Sie einen Menüpunkt nicht, nutzen Sie das Suchfeld in "Settings".

Arbeiten Sie in einem ruhigen Moment und mit stabiler Verbindung. Ein abgebrochener Vorgang auf dem Schließen Bildschirm sorgt nur für Verwirrung.

Der Unterschied zwischen Desktop und Mobil liegt im Einstieg, nicht nur in den Bezeichnungen. Am Desktop starten Sie mit dem Symbol "Me", mobil mit Ihrem Profilfoto.

Für LinkedIn Lite gibt es außerdem eine eigene Hilfeseite. Nutzen Sie diese App, prüfen Sie die Schritte dort.

Was gilt beim Premium Abo, wenn Sie Ihr LinkedIn Konto löschen?

Das Hilfecenter ist hier eindeutig: Haben Sie ein Premium Abo oder ähnliche kostenpflichtige Konten, müssen Sie diese klären, bevor Sie Ihr Basic Konto schließen. Sie kündigen also zuerst das Abo und starten dann die Schritte zum Schließen.

Zudem kommt ein nützliches Detail hinzu. Premium Mitglieder können den bezahlten Zugang kündigen und ihr kostenloses Basic Konto behalten. Wollen Sie nur nicht mehr zahlen, müssen Sie also nichts löschen.

Warum ist die Reihenfolge wichtig? Solange ein bezahlter Tarif aktiv ist, kann der Schritt zum Schließen stoppen und Sie auffordern, sich darum zu kümmern. Dann gehen Sie zurück zur Abo Verwaltung und lösen das Problem.

Prüfen Sie außerdem Ihren Abrechnungszeitraum. Kündigungs- und Erstattungsbedingungen unterscheiden sich je nach Tarif, und die verlässlichsten Angaben stehen im Abrechnungsbereich Ihres Kontos. Beträge oder Erstattungen versprechen wir hier deshalb nicht.

Hilfreich ist außerdem, wo Sie das Abo gestartet haben. Sehen Sie Ihre Rechnungsmails durch und bestätigen Sie den Kündigungsschritt in der Abo Verwaltung. Die aktuelle Hilfeseite hat immer das letzte Wort.

Können Unternehmensprodukte oder Seitenadmins das Schließen blockieren?

Unternehmensprodukte können das tun. Laut einer eigenen LinkedIn Hilfeseite muss Ihr Administrator Sie zuerst aus Produkten wie Recruiter, Learning oder Sales Navigator entfernen, wenn Ihr Konto mit einem LinkedIn Unternehmenskonto verbunden ist. Danach machen Sie weiter.

Zur Rolle als Admin einer Unternehmensseite fanden wir auf der offiziellen Seite keine eigene Regel. Deshalb nennen wir keine feste Vorgabe. Als Vorsichtsmaßnahme empfehlen wir allerdings, die Adminrechte vor dem Schließen an eine andere Person zu übergeben.

Ein Beispielszenario zeigt das Risiko konkret. Ein kleines Unternehmen lässt seine Seite nur von einem Praktikanten pflegen, und der Praktikant schließt sein Konto. Daher verliert das Team später womöglich den Zugriff. Es ist ein Beispielszenario, beschreibt aber eine häufige Lücke in der Verwaltung.

Sind Sie der einzige Admin einer Markenseite, kann das Schließen Zugriffsprobleme auslösen. Das Risiko wirkt klein, nervt Teams aber erheblich.

Mitarbeitende mit Firmenkonto sprechen am besten zuerst mit der IT oder der Marketingleitung.

Was tun Sie mit verknüpften Anmeldungen und Drittanbietern?

Das Hilfecenter rät, Anmeldedaten von Drittanbietern wie Google, Apple oder Microsoft vor dem Schließen zu trennen. Denn diese Verknüpfungen dienen womöglich auch anderen Diensten.

Wie prüfen Sie das? Zunächst sehen Sie in Ihren LinkedIn Einstellungen nach den Anmeldemethoden. Danach suchen Sie in Ihrem Postfach nach Autorisierungsmails von LinkedIn.

Melden Sie sich außerdem auf einer anderen Website mit Ihrem LinkedIn Konto an, richten Sie dort eine andere Anmeldung ein. So sperren Sie sich nach dem Schließen nicht selbst aus.

Prüfen Sie zudem die Sitzungen auf Ihren eigenen Geräten. Offene LinkedIn Sitzungen auf Handy und Browser funktionieren nach dem Schließen nicht mehr. Dennoch ist Abmelden vor dem Löschen der App eine saubere Gewohnheit.

Verwenden Sie für neue Zugangsdaten ein starkes Passwort. Unser Passwort Generator erledigt das für Sie.

Wie lange bleibt Ihr Profil bei Google sichtbar, nachdem Sie das LinkedIn Konto schließen?

Laut LinkedIn Hilfe ist Ihr Profil nach dem Schließen auf LinkedIn nicht mehr sichtbar. Suchmaschinen können zwischengespeicherte Informationen jedoch noch eine Weile anzeigen. Wann dieser Cache verschwindet, steuert LinkedIn nicht.

Die Seite zur öffentlichen Profilsichtbarkeit sagt Ähnliches. Nach einer Änderung kann es Wochen oder sogar Monate dauern, bis Google, Yahoo oder Bing sie widerspiegeln.

Sehen Sie das alte Ergebnis direkt nach dem Schließen, müssen Sie sich also nicht sorgen. Bleibt es lange bestehen, prüfen Sie in den Hilfeseiten der Suchmaschine, ob es eine Aktualisierungsanfrage gibt.

Was sehen Besucher, die Ihr altes Ergebnis finden? Möglicherweise erscheint die zwischengespeicherte Kurzbeschreibung, doch das Profil öffnet sich per Klick nicht. Dieser Zustand ist also vorübergehend.

Die Daten selbst folgen dagegen einem anderen Zeitplan. Laut der Seite zur Datenspeicherung entfernt LinkedIn Ihre Angaben in der Regel innerhalb von 24 Stunden aus dem Produktivsystem. Backups und Protokolle löscht LinkedIn oder anonymisiert sie innerhalb von 30 Tagen. Ausnahmen aus der Datenschutzrichtlinie gelten weiterhin.

Lässt sich das Löschen rückgängig machen, wenn Sie Ihr LinkedIn Konto versehentlich schließen?

In den meisten Fällen ja, aber die Frist ist kurz. Laut Hilfecenter kann LinkedIn ein Konto meist wieder öffnen, das vor weniger als 14 Tagen geschlossen wurde. Nach 14 Tagen ist das nicht mehr möglich.

Zum Wiedereröffnen melden Sie sich auf der Anmeldeseite mit Ihrer hinterlegten E-Mail Adresse und Ihrem Passwort an. Alternativ nutzen Sie stattdessen den Link aus der Schließungsmail.

Allerdings kommt nicht alles zurück. Ihre Kontakte erhalten Sie dann wieder. Einige Dinge, etwa Gruppenmitgliedschaften sowie gefolgte Personen und Unternehmen, lassen sich nicht wiederherstellen. Auch Bestätigungen und Empfehlungen gelten als dauerhaft verloren.

Kurz gesagt: Die Wiedereröffnung ist ein Sicherheitsnetz, keine Garantie. Entscheiden Sie also, bevor zwei Wochen vergehen.

Schließen Sie das Konto nicht mit dem Gedanken "Ich kann es ja wieder öffnen". Die Hilfeseite sagt "in den meisten Fällen", also gibt es kein Versprechen für jeden Fall.

Denn der Link aus der Schließungsmail ist sehr nützlich. Verschieben Sie die Mail deshalb in einen Ordner, statt sie zu löschen. Nach der Wiedereröffnung ändern Sie außerdem Ihr Passwort, vor allem wenn Sie vermuten, dass jemand anderes das Konto geschlossen hat.

Welche Alternativen gibt es, statt das LinkedIn Konto zu löschen?

Je nach Ziel haben Sie vier Wege. Jeder führt zu einem anderen Ergebnis. Klären Sie deshalb zuerst Ihren Grund.

  • Benachrichtigungen reduzieren: Das Hilfecenter rät, die Häufigkeit der Kontaktaufnahme in den Benachrichtigungseinstellungen zu senken.
  • Öffentliche Sichtbarkeit ausschalten: Sie verstecken Ihr Profil vor Suchmaschinen und nicht angemeldeten Besuchern.
  • Konto deaktivieren: Sie legen eine kurze Pause von mindestens 24 Stunden ein.
  • Nur das Premium Abo kündigen: Sie behalten das kostenlose Konto.

Oft liegt das Problem allerdings nicht am Konto, sondern an der Nutzung. Überfordern Sie zum Beispiel ständige Nachrichten, ist weniger Benachrichtigung günstiger als Löschen.

Jede Alternative hat allerdings ihren Preis. Verstecken nimmt Sie aus der Suche, kann aber Chancen mindern. Deaktivieren macht Sie einen Tag unsichtbar, löst jedoch nichts. Schreiben Sie sich Ihr Ziel deshalb auf.

Überlegen Sie, LinkedIn für B2B Marketing zu verlassen? Lesen Sie dann zuerst unseren Leitfaden, wie Sie Kunden über LinkedIn gewinnen. Vielleicht liegt es am Vorgehen, nicht an der Plattform.

Wie schränken Sie die Profilsichtbarkeit ein, ohne das Konto zu löschen?

Laut offizieller Hilfeseite klicken Sie am Desktop auf "Me" und öffnen "View Profile". Im rechten Bereich klicken Sie auf das Bearbeiten Symbol neben "Public profile & URL". Dort schalten Sie "Your profile's public visibility" aus oder verstecken einzelne Bereiche.

Mobil tippen Sie auf Ihr Profilfoto, danach auf "Settings" und "Visibility". Anschließend tippen Sie unter "Visibility of your profile & network" auf "Edit your public profile".

Außerdem speichert LinkedIn Änderungen automatisch. Suchmaschinen brauchen aber Zeit, um sie zu übernehmen.

Sie können Bereiche einzeln ausschalten und so fein justieren. Zum Beispiel verbergen Sie Ihr Foto vor allen und lassen die Überschrift offen. Somit balancieren Sie Privatsphäre und Erreichbarkeit.

Testen Sie die Änderung danach selbst. Melden Sie sich ab und öffnen Sie Ihre Profiladresse in einem privaten Browserfenster. Was Sie sehen, sieht auch ein Außenstehender.

Diese Methode eignet sich, wenn Arbeitgeber oder Kunden Sie bei Google schwerer finden sollen. Ihr Netzwerk und Ihre Nachrichten bleiben bestehen. Für einen breiteren Sichtbarkeitsplan sehen Sie sich unsere Social Media Betreuung an.

Was bedeutet Ihr Recht auf Ihre Daten, wenn Sie das LinkedIn Konto löschen?

Zunächst gilt ein allgemeiner Rahmen. Datenschutzgesetze wie die DSGVO in der EU und das KVKK in der Türkei geben Menschen bestimmte Rechte an ihren Daten. Dazu gehören die Auskunft über Ihre Daten und unter bestimmten Bedingungen die Löschung.

Welches Recht in welchem Fall gilt, hängt allerdings von der Lage ab. Wir geben in diesem Beitrag keine Rechts- oder Steuerberatung. Haben Sie einen besonderen Fall, wenden Sie sich an eine Fachperson.

In der Praxis ist das Schließen des Kontos für die meisten Nutzer der einfachste Löschantrag. Die Seite zur Datenspeicherung erklärt, wann Daten nach dem Schließen gelöscht werden und welche Ausnahmen es gibt.

Ebenso gehört die Datenübertragbarkeit zu diesem Bild. Das Archiv vor dem Schließen herunterzuladen, ist der praktische Weg, die eigenen Daten zu behalten. Deshalb betonen wir den Downloadschritt.

Für den größeren Rahmen sehen Sie sich die Übersicht der Europäischen Kommission zum Datenschutz an. Unseren Ansatz für Websites erklären wir im Leitfaden zur datenschutzkonformen Website.

Wie schneiden Löschen, Deaktivieren und Verstecken im Vergleich ab?

Die Tabelle fasst die Angaben des Hilfecenters an einer Stelle zusammen. Fristen und Folgen folgen den Beschreibungen von LinkedIn selbst.

OptionWas passiertWeg zurückGeeignet für
Konto schließen (löschen)Profil, Nachrichten und Kontakte entfallenMeist innerhalb von 14 Tagen wieder öffnen, einige Dinge gehen verlorenWer die Plattform ganz verlässt
Konto deaktivierenProfil 24 Stunden unzugänglichAnmeldung nach 24 StundenWer eine kurze Pause will
Öffentliche Sichtbarkeit ausschaltenProfil für Außenstehende verstecktEinstellung jederzeit zurückstellenWer aus den Suchergebnissen raus will
Premium kündigenBezahlter Zugang endetAbo neu startenWer nur nicht mehr zahlen will
Benachrichtigungen reduzierenWeniger Nachrichten und MailsEinstellung jederzeit ändernÜberforderte Nutzer

Konzentrieren Sie sich nicht auf eine einzelne Zeile. Viele schalten zum Beispiel zuerst die Sichtbarkeit aus und entscheiden einige Wochen später. Dieses Vorgehen birgt weniger Risiko als sofortiges Schließen.

Die Fristen in der Tabelle beruhen auf dem aktuellen Wortlaut des Hilfecenters. LinkedIn kann diese Regeln ändern. Öffnen Sie deshalb die jeweilige Hilfeseite erneut und prüfen Sie vor dem Handeln.

Welche Fragen sollten Sie sich stellen, bevor Sie Ihr LinkedIn Konto löschen?

Aus dem Affekt zu handeln, passiert schnell. Deshalb empfehlen wir, mit fünf Fragen das Tempo zu drosseln.

  1. Liegt das Problem am Konto oder an der Menge der Benachrichtigungen und Nachrichten?
  2. Wechsle ich in den nächsten Monaten den Job oder suche ich Kunden?
  3. Sind mir meine Empfehlungen und Bestätigungen wichtig?
  4. Hängt eine Zahlung, ein Unternehmensprodukt oder eine Seite an diesem Konto?
  5. Bin ich bereit, bei einer Rückkehr von vorn anzufangen?

Erstens zählt die dritte Frage besonders. Empfehlungen wachsen über Jahre, und laut Hilfecenter lassen sie sich nach dem Schließen nicht wiederherstellen.

Die fünfte Frage ist genauso wichtig. Neu anzufangen heißt, Vertrauen und Sichtbarkeit wieder aufzubauen, und das fühlt sich selbst nach einem Jahr zäh an.

Zeigen Ihre Antworten klar in Richtung Abschied, gehen Sie zurück zur Checkliste und folgen den Schritten. Auch dann überspringen Sie den Datenexport nicht. Setzen Sie sich ein Datum, zum Beispiel sieben Tage ab heute, um die Vorbereitung abzuschließen.

Was bedeutet das Schließen für Unternehmen und Mitarbeitende?

Das persönliche Konto einer Mitarbeiterin und der Markenauftritt eines Unternehmens sind zwei getrennte Dinge. In der Praxis überschneiden sie sich jedoch. Verlässt jemand das Unternehmen oder schließt das Konto, kann das Inhalte und Kontakte betreffen, die die Marke vertreten haben.

Unternehmen brauchen deshalb eine Richtlinie für Mitarbeiterkonten. Führen Sie zum Beispiel eine Tabelle, wer auf welcher Seite Admin ist. Übergeben Sie Berechtigungen, bevor jemand geht.

Halten Sie die Richtlinie daher kurz. Schreiben Sie auf, welche Inhalte im Namen der Marke geteilt werden dürfen, wer welche Seiten verwaltet und welche Übergabeschritte beim Ausscheiden gelten. Denn ein langes Dokument liest niemand.

Möchten Sie über Mitarbeiterkonten Markenbekanntheit aufbauen, lesen Sie unseren Beitrag über Employee Advocacy und Mitarbeitende als Markenbotschafter.

Bittet jemand darum, das Konto zu schließen, stellen Sie das nicht als Strafe oder Pflicht dar. Das Konto gehört der Person, und die Entscheidung liegt bei ihr. Das Unternehmen verwaltet nur den Firmenzugang.

Was sollten Content Creator prüfen, bevor sie LinkedIn verlassen?

Haben Sie als Content Creator auf LinkedIn ein Publikum aufgebaut, nimmt das Schließen des Kontos dieses Publikum mit. Ihre Reichweite bleibt auf der Plattform und wird nicht zu einer Kontaktliste, die Ihnen gehört. Deshalb ist es klug, zuerst einen alternativen Kanal aufzubauen.

Zum Beispiel bleibt ein E-Mail Newsletter oder Ihre eigene Website erreichbar, auch wenn ein Plattformkonto weg ist. Ein Social Media Konto gleicht gemietetem Land, denn das Grundstück gehört Ihnen nicht.

Möchten Sie auf anderen Plattformen mit Video weitermachen, sehen Sie sich unsere Instagram Edits Taktiken für Reels an. Ein kleiner Wochenplan für Kurzvideos lässt sich leichter durchhalten als ein großer, zerstreuter.

Zudem kommt die Frage der Sichtbarkeit dazu. Haben Sie auf LinkedIn berufliche Glaubwürdigkeit aufgebaut, friert das Schließen sie ein. Dieselbe Stellung auf einem anderen Kanal aufzubauen, braucht Zeit.

Haben Sie Markenkooperationen, prüfen Sie zuerst laufende Verträge und Ihren Veröffentlichungsplan. Partnermarken zu informieren, ist außerdem eine Frage der Höflichkeit. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich an eine Fachperson.

Wie richten Sie ein neues LinkedIn Konto ein, wenn Sie zurückkehren möchten?

Nach 14 Tagen kommt das alte Konto nicht zurück. Dann legen Sie ein neues an, und alte Kontakte, Empfehlungen und Follows beginnen bei null.

Halten Sie deshalb den ersten Tag kurz. Ein Profilfoto, eine klare Überschrift und eine kurze Zusammenfassung reichen. Danach schicken Sie ein paar Einladungen an enge Kontakte.

Ihr erstes Ziel im neuen Konto sollte nicht sein, das alte Netzwerk nachzubauen. Füllen Sie zuerst das Profil aus und laden Sie dann Menschen ein, mit denen Sie wirklich sprechen. Die Qualität der Kontakte zählt mehr als ihre Zahl.

Wählen Sie ein schlichtes Porträt. In der Zusammenfassung erklären Sie in drei Sätzen, was Sie tun, wem Sie helfen und wie man Sie erreicht. Vermeiden Sie übertriebene Versprechen, denn ein Profil ist eine kurze Vorstellung und keine Broschüre.

Beim Formulieren der Überschrift gibt Ihnen unser Headline Analyzer Anregungen. Bedenken Sie aber, dass die Bewertung des Tools nur ein Hinweis ist.

Welche Fehler passieren am häufigsten, wenn Sie ein LinkedIn Konto löschen?

Nach unserer Praxis entstehen die meisten Probleme an denselben Stellen. Wer sie kennt, hat es also leichter.

  • Das Konto schließen, ohne Daten herunterzuladen, und die Kontaktliste verlieren.
  • Schließen wollen, ohne das Premium Abo zu klären, und eine Fehlermeldung erhalten.
  • Anmeldungen über Drittanbieter nicht trennen und sich aus anderen Diensten aussperren.
  • Die Schließungsmail löschen und den Link zur Wiedereröffnung verlieren.
  • Denken, der Vorgang sei gescheitert, weil das Profil noch in der Suche erscheint.
  • Zu schnell handeln und das falsche Konto schließen.

Der fünfte Punkt ist sehr häufig. Sehen Sie nach dem Schließen bei Google noch das alte Ergebnis, liegt es meist am Cache.

Der gemeinsame Nenner ist somit, alles auf den letzten Moment zu schieben. Wer vorausplant, kommt meist ohne Probleme durch.

Haben Sie mehr als ein Konto, prüfen Sie vor dem Start, bei welchem Sie angemeldet sind. Der Profilname auf dem Schließen Bildschirm ist der beste Hinweis.

Welche Checkliste gilt, bevor Sie Ihr LinkedIn Konto löschen?

Zusammengefasst sieht die Reihenfolge so aus. Erstens klären Sie Ihren Grund. Dann laden Sie Ihre Daten herunter und klären Abos. Anschließend trennen Sie Anmeldungen über Drittanbieter, folgen den Schritten und bewahren die Schließungsmail auf.

Genügt Ihnen keine der Alternativen, ist das endgültige Schließen eine legitime Entscheidung. Bedenken Sie, dass Sie es in den meisten Fällen innerhalb der Frist von 14 Tagen rückgängig machen können.

Menübezeichnungen und Fristen können sich allerdings mit der Zeit ändern. Prüfen Sie deshalb jeden Schritt noch einmal auf der Hilfeseite von LinkedIn zum Schließen.

Zur Erinnerung: Jeder Menüpfad in dieser Anleitung stammt von den offiziellen Hilfeseiten. Ändert sich die Oberfläche, hat der aktuelle Wortlaut dieser Seiten Vorrang.

Möchten Sie einen Gesamtplan für Ihre Social Media Konten, sehen Sie sich unseren Influencer Marketing Service und unsere Social Media Arbeit an. Dieser Beitrag ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

Häufig gestellte Fragen

Kann man ein gelöschtes LinkedIn Konto wiederherstellen?
In den meisten Fällen ja, aber die Frist ist kurz. Laut LinkedIn Hilfe kann ein Konto meist wieder geöffnet werden, wenn es vor weniger als 14 Tagen geschlossen wurde. Sie melden sich mit E-Mail Adresse und Passwort an. Gruppenmitgliedschaften, gefolgte Profile, Empfehlungen und Bestätigungen kehren nicht zurück. Nach 14 Tagen ist keine Wiedereröffnung mehr möglich.
Kann ich meine Daten herunterladen, bevor ich mein LinkedIn Konto lösche?
Ja, und wir empfehlen das dringend. Am Desktop öffnen Sie Settings & Privacy, wechseln zu Data Privacy, wählen Get a copy of your data und klicken auf Request archive. Einzelne Datenarten kommen binnen Minuten, ein größeres Archiv binnen 24 Stunden. Der Downloadlink gilt 72 Stunden, und die Funktion gibt es mobil derzeit nicht.
Kann ich mein LinkedIn Konto mit Premium Abo schließen?
Zuerst müssen Sie das Premium Abo klären. Das Hilfecenter sagt, dass Sie bezahlte Konten beenden müssen, bevor Sie das Basic Konto schließen. Wollen Sie nur nicht mehr zahlen, kündigen Sie das Abo und behalten das kostenlose Konto. Kündigungs- und Erstattungsbedingungen hängen vom Tarif ab, prüfen Sie daher den Abrechnungsbereich.
Ist Deaktivieren dasselbe wie ein LinkedIn Konto löschen?
Nein, beides unterscheidet sich. Löschen schließt das Konto endgültig. Deaktivieren, bei LinkedIn Hibernate genannt, ist eine vorübergehende Pause. Laut Hilfecenter reaktivieren Sie das Konto durch Anmelden nach 24 Stunden, und das Profil bleibt in diesen 24 Stunden unzugänglich. Für eine kurze Auszeit ist das Deaktivieren die sicherere Wahl.
Kann ich mein LinkedIn Profil verstecken, statt es zu löschen?
Ja. Am Desktop klicken Sie auf Me, öffnen View Profile und klicken auf das Bearbeiten Symbol neben Public profile & URL. Dort schalten Sie Your profile's public visibility aus. Mobil gehen Sie zu Settings, Visibility und Edit your public profile. Suchmaschinen brauchen für die Übernahme Wochen oder sogar Monate.
Wann sind meine Daten nach dem Schließen des LinkedIn Kontos weg?
Laut Seite zur Datenspeicherung entfernt LinkedIn Ihre Angaben in der Regel innerhalb von 24 Stunden aus dem Produktivsystem. Protokolle und Backups löscht oder anonymisiert LinkedIn innerhalb von 30 Tagen. Ausnahmen aus der Datenschutzrichtlinie gelten weiter. Suchmaschinen zeigen Ihr Profil zudem noch eine Weile aus dem Cache an.
  • linkedin konto löschen
  • linkedin konto schließen
  • linkedin profil verstecken
  • linkedin konto deaktivieren
  • linkedin daten herunterladen
  • social media konto verwaltung
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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