Kundenlogos auf der Website: Wann schafft eine Referenzleiste Vertrauen?

Kurze Antwort
Wann schaffen Kundenlogos auf der Website Vertrauen?
Kundenlogos sind eine Leiste mit Logos von Organisationen, die mit Ihnen gearbeitet haben, und zwar mit deren Erlaubnis. Sie zeigen Besuchern, dass andere Sie bereits gewählt haben. Vertrauen entsteht allerdings nur, wenn die Logos echt, freigegeben, bekannt und mit einem Nachweis verknüpft sind.
Bei Talha Aslan und Team wünscht sich fast jeder Kunde diese Leiste im Webprojekt. Eine schlecht gebaute Referenzleiste erzeugt jedoch eher Zweifel als Vertrauen. In diesem Leitfaden gehen wir deshalb Erlaubnis, Auswahl, Gestaltung, Bewegung, Barrierefreiheit und Messung Schritt für Schritt durch. Am Ende finden Sie außerdem eine Checkliste für Ihre eigene Website.
Welche Art von Social Proof sind Kundenlogos?
Kundenlogos sind die Form von Social Proof, die zeigt, wer bereits mit Ihnen gearbeitet hat. Sie leihen sich also das Gewicht eines bekannten Namens statt einer Zahl oder Bewertung. Erkennt ein Besucher ein Logo, zieht er einen schnellen Schluss. Wenn diese Organisation sorgfältig auswählt, muss die Firma seriös sein.
Dieser Schluss wirkt stark, bleibt aber zerbrechlich. Kennt der Leser das Logo nicht, wird die Leiste zum Beispiel zu visuellem Rauschen. Zudem verpufft die Botschaft, wenn er keinen Bezug zu Ihrer Leistung herstellt. Die allgemeine Logik haben wir in unserem Leitfaden zu Social Proof im Marketing erklärt. Hier konzentrieren wir uns daher nur auf die Gestaltung der Logoleiste.
Kurz gesagt: Eine Logoleiste überzeugt nicht allein. Vielmehr öffnet sie die Tür für die übrigen Vertrauenselemente der Seite. Planen Sie sie also zusammen mit Bewertungen, Fallstudien und klaren Kontaktdaten.
Bedenken Sie zudem einen weiteren Punkt. Die meisten Leser schauen nur wenige Sekunden auf die Leiste. Entdecken sie einen vertrauten Namen, lesen sie aufmerksamer weiter. Andernfalls bleibt die Leiste reine Dekoration. Somit hängt ihr Wert davon ab, wie bedeutsam die Logos für den Leser sind; schöne Gestaltung allein schafft diesen Wert nicht.
Brauchen Sie eine Erlaubnis für Kundenlogos?
Ja, in der Praxis schon. Ein Logo ist ein Markenwert und häufig eine eingetragene Marke. Wenn Sie es in Ihrer eigenen Werbung zeigen, deuten Sie also eine Beziehung zu dieser Organisation an. Die Organisation möchte diese Beziehung aber vielleicht nicht öffentlich machen.
In unseren Projekten empfehlen wir diesen Ablauf:
- Nehmen Sie eine Klausel zur Nutzung von Name und Logo als Referenz in den Vertrag auf.
- Fehlt eine solche Klausel, holen Sie eine schriftliche Zustimmung ein. Auch eine E-Mail dient als Nachweis.
- Fordern Sie die Markenrichtlinien des Kunden an und klären Sie, welche Logoversion Sie verwenden.
- Halten Sie Datum und Umfang der Zustimmung in einer einfachen Tabelle fest.
- Fragen Sie nach Ende der Zusammenarbeit erneut, ob das Logo bleiben darf.
Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Bei konkreten markenrechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine Fachperson. Aus gestalterischer Sicht gilt allerdings eine einfache Regel: Ohne Erlaubnis kommt kein Logo in die Leiste.
Welches Risiko bergen gefälschte oder nicht freigegebene Logos?
Manche fügen nicht freigegebene Logos ein, um glaubwürdiger zu wirken. Dennoch zerstört nichts das Vertrauen schneller. Ein Wettbewerber oder ein neugieriger Interessent kann zum Beispiel einfach bei der genannten Firma nachfragen. Lautet die Antwort Nein, beginnt der Schaden mit einer einzigen E-Mail.
Außerdem kann die Organisation die Entfernung verlangen und rechtliche Schritte einleiten. Zudem kann ein Logo ohne echte Kundenbeziehung als irreführende Angabe gelten. Deshalb reichen indirekte Verbindungen nicht aus. Ein einmaliger Kauf, ein Treffen auf einer Messe oder ein Auftrag über einen Subunternehmer rechtfertigen kein Logo.
Beschränken Sie dieses Risiko nicht auf rechtliche Fragen. Auch Googles Ansatz zur Suchqualität belohnt ehrliche und verlässliche Inhalte. Irreführende Referenzen werden daher langfristig zur Last. Den größeren Rahmen beschreiben wir in unserem Beitrag über Vertrauenselemente auf der Website.
Welche Kunden gehören in die Referenzleiste?
Wählen Sie als Kundenlogos nicht die größten Marken. Wählen Sie stattdessen die Organisationen, die Ihrem Zielbesucher am ähnlichsten sind. Betreuen Sie etwa Zahnarztpraxen, überzeugt eine bekannte Praxisgruppe mehr als ein globaler Konzern. Der Besucher denkt dann: Jemand wie ich hat dieses Team gewählt.
Stellen Sie sich bei der Auswahl diese Fragen:
- Erkennt meine Zielgruppe dieses Logo?
- Passt die Arbeit für diesen Kunden direkt zu meiner Leistung?
- Ist die Organisation aktiv und hat sie einen guten Ruf?
- Habe ich eine schriftliche Erlaubnis für dieses Logo?
- Gibt es zu diesem Kunden eine Fallstudie oder eine Kundenstimme?
Logos mit mindestens vier Ja Antworten passen in die Leiste. Alte, inaktive oder fachfremde Marken zu entfernen, stärkt die Leiste hingegen. Also gilt: Wenige gut gewählte Logos schlagen eine überfüllte Wand.
Wie viele Kundenlogos sollte die Leiste zeigen?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Nach unserer Praxiserfahrung liegt ein Startbereich bei 5 bis 8 Logos auf dem Desktop, ohne Garantie. In diesem Bereich erfasst das Auge jedes Logo einzeln. Steigt die Zahl, nehmen Besucher die Leiste dagegen nur noch als Muster wahr.
Auf dem Smartphone ändert sich das Bild allerdings. Ein schmaler Bildschirm fasst 3 oder 4 Logos pro Zeile, also bauen Sie ein zweizeiliges Raster oder blenden einige Logos aus. Wir behalten mobil meist die stärksten 4 bis 6 Logos. So verlängert die Leiste den ersten Bildschirm nicht unnötig.
Haben Sie viele freigegebene Kundenlogos, stapeln Sie nicht alle auf der Startseite. Zeigen Sie dort stattdessen eine kurze Auswahl und bieten Sie die vollständige Liste auf einer eigenen Referenzseite an. Somit bleibt die Startseite ruhig, und neugierige Leser finden trotzdem die Details.
Auch die Reihenfolge zählt. Setzen Sie das bekannteste und passendste Logo an den Anfang, denn das Auge beginnt dort und schenkt dem ersten Logo mehr Aufmerksamkeit.
Sollten Logos farbig oder in Graustufen erscheinen?
Bei Kundenlogos wirken auf den meisten Websites Graustufen oder eine einzige Farbe besser. Jede Marke hat eigene Farben, und nebeneinander stören sie das Farbkonzept Ihrer Seite. Zudem konkurriert eine bunte Leiste mit Ihrem wichtigsten Handlungsaufruf.
Graustufen haben allerdings ihren Preis. Manche Logos verlieren ohne Farbe ihre Identität. Eine Marke, die man an ihrer Farbe erkennt, fällt in Grau zum Beispiel kaum noch auf. Prüfen Sie dann, ob die Markenrichtlinien eine einfarbige Version enthalten. Falls ja, nutzen Sie diese; falls nicht, holen Sie vor einer Vereinfachung die Zustimmung ein.
Eine weitere Option zeigt Logos grau und färbt sie beim Überfahren mit der Maus ein. Auf Touchscreens funktioniert dieser Effekt jedoch nicht. Behandeln Sie ihn deshalb als Dekoration und nie als einzigen Bedeutungsträger. Vermeiden Sie außerdem Farbänderungen gegen die Markenrichtlinien, denn die Erlaubnis gilt meist für das Originalbild.
Wie gleichen Sie Logos mit unterschiedlichen Formen aus?
Gleiche Breite oder gleiche Höhe für alle Kundenlogos schafft keine Balance. Ein langer, flacher Schriftzug und ein quadratisches Emblem mit gleicher Höhe wirken zum Beispiel sehr unterschiedlich. Das Quadrat erscheint dann deutlich schwerer. Das Auge beurteilt nämlich das visuelle Gewicht, nicht die Pixel.
Deshalb gleichen wir Logos über die visuelle Fläche aus. Zunächst geben wir jedem Logo dieselbe Box. Dann verkleinern wir breite Logos etwas und halten quadratische Logos noch ein wenig kleiner. Am Ende trägt jedes Logo dasselbe Gewicht. Diese Feinarbeit erledigen wir nach Augenmaß mit einigen Screenshots, nicht mit einer Formel.
Auch der Abstand um jedes Logo sollte gleich sein. Arbeiten Sie mit eng zugeschnittenen Dateien, denn zusätzlicher Weißraum in der Datei lässt ein Logo kleiner wirken. Nutzen Sie wenn möglich ein Vektorformat wie SVG. So bleibt das Logo auf hochauflösenden Bildschirmen scharf und die Datei klein.
Laufende Logoleiste oder festes Raster: Was funktioniert besser?
Für Kundenlogos funktioniert ein festes Raster in den meisten Fällen besser. Eine laufende Leiste zieht zwar Aufmerksamkeit an, lässt Leser aber auf jedes Logo warten. Außerdem lenkt die Bewegung von Ihrer Kernbotschaft ab. Die folgende Tabelle vergleicht beide Ansätze.
| Kriterium | Festes Raster | Laufende Leiste |
|---|---|---|
| Lesbarkeit | Leser sehen alle Logos gleichzeitig | Logos ziehen vorbei, Leser müssen warten |
| Aufmerksamkeit | Ruhig, stützt die Kernbotschaft | Bewegung zieht den Blick und konkurriert mit der Botschaft |
| Barrierefreiheit | Braucht keine zusätzlichen Bedienelemente | Braucht eine Pausentaste und Unterstützung für reduzierte Bewegung |
| Smartphone | Bricht leicht in zwei Zeilen um | Logos laufen auf schmalen Bildschirmen zu schnell |
| Anzahl | Ideal für eine kleine, kuratierte Auswahl | Bringt viele Logos auf kleiner Fläche unter |
| Pflege | Einfach | Höheres Risiko für Animationsfehler und Layoutverschiebung |
Erwägen Sie eine laufende Leiste nur, wenn Sie viele freigegebene Logos haben und der Platz wirklich knapp ist. Selbst dann sollten Sie die Regeln aus dem nächsten Abschnitt anwenden.
Wie erfüllt eine laufende Logoleiste die Regeln der Barrierefreiheit?
Die WCAG Richtlinien des W3C sind hier eindeutig. Nach dem Erfolgskriterium Pause, Stop, Hide braucht bewegter Inhalt eine Möglichkeit zum Anhalten, Stoppen oder Ausblenden, wenn er von selbst startet, länger als fünf Sekunden läuft und neben anderem Inhalt steht. Eine endlos laufende Logoleiste erfüllt genau diese Beschreibung.
Wenn Sie eine laufende Leiste bauen, sollten Sie daher Folgendes tun:
- Ergänzen Sie eine gut sichtbare Pausentaste, die auch per Tastatur funktioniert.
- Halten Sie die Bewegung bei Mauszeiger und Fokus an, verlassen Sie sich aber nicht allein darauf.
- Zeigen Sie Nutzern mit aktivierter Einstellung für reduzierte Bewegung eine statische Leiste.
- Lassen Sie Screenreader jedes Logo nur einmal vorlesen und blenden Sie die Kopien für die Schleife aus.
Wie Browser die Einstellung für reduzierte Bewegung erkennen, erklärt web.dev in seinem Leitfaden zur Einstellung für reduzierte Bewegung. Manche Menschen empfinden Bewegung als störend oder sogar als übelkeitserregend. Den rechtlichen und technischen Rahmen beschreiben wir in unserem Beitrag zur barrierefreien Website nach WCAG und BFSG.
Wie schreiben Sie Alternativtexte für Kundenlogos?
Jedes Logo trägt für Screenreader Nutzer eine nützliche Information: Diese Organisation hat mit Ihnen gearbeitet. Den Alternativtext sollten Sie deshalb nicht leer lassen. Am einfachsten und richtig ist es, nur den Namen der Organisation einzutragen.
Begriffe wie „Logo“, „Kundenlogo“ oder „Referenzbild“ fügen nichts hinzu. Keywords im Alternativtext ermüden Nutzer zudem und helfen Ihrem Ziel nicht. Setzen Sie eine sichtbare Überschrift wie „Einige der Organisationen, mit denen wir arbeiten“ über die Leiste, verstehen Screenreader Nutzer ohnehin, worum es geht.
Verlinken Logos auf Fallstudien, muss auch der Linktext Sinn ergeben. Der zugängliche Name kann zum Beispiel „Fallstudie Beispielfirma“ lauten. Somit wissen Nutzer vor dem Klick, wohin sie gelangen.
Wo sollte die Referenzleiste auf der Seite stehen?
Der häufigste und meist beste Platz liegt direkt unter dem Hero Bereich der Startseite. Besucher lesen, was Sie tun, und sehen gleich danach, für wen Sie es getan haben. Allerdings darf die Leiste den wichtigsten Handlungsaufruf nicht aus dem ersten Bildschirm schieben.
Ein zweiter starker Platz liegt nahe am Angebotsformular oder am Preisbereich. Erreichen Leser den Entscheidungspunkt, hilft eine kurze Vertrauenserinnerung. Auf Leistungsseiten zeigen Sie dagegen besser Kunden, die zu genau dieser Leistung passen. Eine Webdesign Seite sollte zum Beispiel nur Organisationen zeigen, für die Sie Websites gebaut haben.
Reihenfolge und Hierarchie der Startseite behandeln wir in unserem Beitrag zur Gestaltung der Startseite. Ordnen Sie die Logoleiste dort als unterstützende Ebene ein. Sie sollte die Kernbotschaft nie ersetzen.
Wie verbinden Sie Logos mit Fallstudien?
Ein Logo allein sagt nur, dass eine Beziehung bestand. Eine Fallstudie beantwortet dagegen, was Sie konkret getan haben. Die Verknüpfung macht also aus einem flachen Vertrauenssignal einen tieferen Nachweis.
Dafür gibt es drei Wege:
- Machen Sie Logos mit Fallstudie klickbar und verlinken Sie die passende Seite.
- Setzen Sie unter die Leiste einen klaren Link wie „Projekte ansehen“.
- Heben Sie ein Logo hervor und zeigen Sie daneben einen kurzen Ergebnissatz mit Kundenzitat.
Beispielszenario: Ein Architekturbüro zeigt sechs Logos, und zu zweien gibt es Projektseiten. Wir machen diese zwei Logos klickbar und lassen die übrigen schlicht. So gehen Leser dort in die Tiefe, wo sie neugierig sind. Wie Sie Kundenzitate darstellen, erklären wir im Beitrag zur Gestaltung des Kundenstimmen Bereichs.
Wie wirkt sich die Logoleiste auf Ladezeit und Layoutverschiebung aus?
Logos sind kleine Dateien. Schlecht vorbereitet bremsen sie die Seite jedoch und lassen sie springen. Das häufigste Problem sind Logobilder ohne Größenangabe. Der Browser kennt den Platz erst nach dem Laden, und dann rutscht der Inhalt darunter nach unten. Dieser Sprung verschlechtert die Layoutverschiebung (CLS), eine der Core Web Vitals.
Achten Sie deshalb auf diese Punkte:
- Geben Sie für jedes Logo Breite und Höhe an oder reservieren Sie eine feste Box.
- Nutzen Sie wenn möglich SVG; bei Rastergrafiken exportieren Sie leichte Dateien in passender Größe.
- Laden Sie Logos unterhalb des ersten Bildschirms per Lazy Loading.
- Laden Sie für eine laufende Leiste keine schwere Bibliothek; eine einfache CSS Animation genügt.
Wie Sie Layoutverschiebungen messen und beheben, zeigt unser Leitfaden zu CLS. Die Logoleiste ist zwar ein kleiner Bereich. Da sie jedoch oft weit oben steht, kann ihre Verschiebung viel ausmachen.
Welche Überschrift und welchen Text braucht die Logoleiste?
Halten Sie die Überschrift kurz, ehrlich und gut lesbar. Formulierungen wie „Sie vertrauen uns“, „Einige unserer Kunden“ oder „Für diese Marken haben wir Websites gestaltet“ funktionieren. Die letzte wirkt am stärksten, denn sie nennt auch die Art der Beziehung.
Vermeiden Sie übertriebene Aussagen. „Die führenden Marken der Welt vertrauen uns“ verliert zum Beispiel an Glaubwürdigkeit, wenn die Leiste mittelständische lokale Firmen zeigt. Verzichten Sie außerdem auf Zahlen, die Sie nicht belegen können, etwa „Tausende zufriedene Kunden“. Nennen Sie eine Zahl, muss sie echt und aktuell sein.
Noch ein Tipp: Ergänzen Sie unter der Leiste einen kleinen Hinweis. „Alle Logos mit Erlaubnis der jeweiligen Organisation“ sendet etwa ein Transparenzsignal, besonders an Firmenkunden. Damit beantworten Sie die Frage nach der Echtheit, bevor jemand sie stellt.
Was tun neue Unternehmen ohne Kundenlogos?
Ein neues Unternehmen hat vielleicht noch keine freigegebenen Kundenlogos. Nutzen Sie dann andere Vertrauenselemente statt einer leeren Leiste oder gefälschter Logos. Eine ehrliche Lücke ist stets besser als eine irreführende Fülle.
Statt Logos können Sie Folgendes zeigen:
- Screenshots und kurze Beschreibungen abgeschlossener Projekte.
- Echte Kundenstimmen mit Namen und Erlaubnis.
- Die bisherige Erfahrung und die Schwerpunkte des Teams.
- Ihren Ablauf, die Lieferschritte und klare Kontaktdaten.
Beispielszenario: Ein neues Steuerbüro hat zwei Kunden betreut, und beide haben ihre Logos freigegeben. Eine Leiste mit zwei Logos wirkt schwach. Daher zeigen Sie die Logos besser in einem Bereich „Projekte“ neben den Kundenstimmen. Wächst die Zahl, wechseln Sie dann zu einer eigenen Leiste.
In welchen Branchen wirken Kundenlogos am stärksten?
Kundenlogos helfen am meisten, wenn Sie an Organisationen verkaufen. Software, Beratung, Logistik, Agenturen und Industriezulieferer haben es zum Beispiel oft mit Einkaufsgremien zu tun. Diese Gremien fragen fast immer, ob ähnliche Organisationen schon mit Ihnen gearbeitet haben.
Bei Unternehmen für Privatkunden sieht es hingegen anders aus. Für einen Friseur oder ein Café im Viertel bedeuten Firmenlogos wenig, denn die Kunden sind Menschen, keine Organisationen. Dort liefern echte Bewertungen, Fotos und Sterne im Kartenprofil den stärkeren Nachweis. Fügen Sie eine Logoleiste also nicht automatisch jeder Website hinzu.
Bedienen Sie beide Gruppen, trennen Sie sie. Eine Reinigungsfirma für Büros und Haushalte zeigt zum Beispiel auf der Gewerbeseite Logos und auf der Privatseite Bewertungen. Somit sieht jeder Besucher den Nachweis, der ihm am nächsten ist.
Wie fordern Sie Logodateien beim Kunden an?
Kundenlogos von der Website des Kunden zu kopieren, wirkt schnell. Oft erhalten Sie dabei jedoch eine niedrig aufgelöste Datei oder eine mit Hintergrund. Zudem kann das aktuelle Logo vom Logo auf der Website abweichen. Fragen Sie die Datei deshalb direkt bei der Organisation an.
Formulieren Sie Ihre Anfrage konkret:
- Das aktuelle Logo in einem Vektorformat wie SVG.
- Falls vorhanden, eine einfarbige oder helle Version.
- Markenrichtlinien oder Regeln zur Logonutzung.
- Die bevorzugte Schreibweise des Firmennamens.
Diese Anfrage gehört außerdem zum Erlaubnisprozess. Schickt der Kunde die Datei, bestätigt er zugleich den Zweck. Mit den Markenrichtlinien in der Hand müssen Sie zudem Farbe, Abstand und Mindestgröße nicht erraten.
Wie bleiben Logos im hellen und dunklen Modus lesbar?
Unterstützt Ihre Website einen dunklen Modus, bricht die Logoleiste oft als Erstes. Ein dunkles Logo verschwindet zum Beispiel fast auf dunklem Grund. Ebenso wirkt eine Datei mit weißem Hintergrund im dunklen Modus wie ein weißer Kasten.
Dafür gibt es zwei Lösungen. Erstens bereiten Sie für jedes Farbschema eine eigene Logoversion vor; enthält die Richtlinie eine weiße oder helle Version, nutzen Sie diese im dunklen Modus. Zweitens färben Sie einfarbige SVG Logos passend zum Schema um. Wählen Sie den zweiten Weg allerdings nur, wenn die Markenrichtlinien eine einfarbige Nutzung erlauben.
Prüfen Sie in beiden Fällen, ob jedes Logo genug Kontrast zum Hintergrund hat. Ein Logo ist kein Text, aber Leser müssen es dennoch unterscheiden können. Kurz gesagt: Prüfen Sie die Leiste vor der Veröffentlichung in beiden Modi per Screenshot.
Welche Fehler passieren bei Kundenlogos am häufigsten?
Bei Kundenlogos sehen wir immer wieder dieselben Fehler. Die meisten entstehen aus Eile und Nachlässigkeit, nicht aus böser Absicht. Das Ergebnis bleibt jedoch gleich: Die Leiste weckt Fragen statt Vertrauen.
- Ein Logo ohne Erlaubnis einfügen, nur weil es einen einzigen Auftrag gab.
- Logos unterschiedlicher Höhe, mit Hintergrund und unscharfe Dateien mischen.
- Fünfzehn oder zwanzig Logos in eine unlesbare Zeile pressen.
- Eine schnelle, endlose Leiste ohne Pausentaste laufen lassen.
- Nichtssagende Alternativtexte wie „logo1“ oder „logo2“ schreiben.
- Logos ohne Zusammenhang auf eine fachfremde Seite setzen.
- Organisationen behalten, deren Zusammenarbeit vor Jahren endete.
Beim Blick auf diese Liste merken Sie, dass die meisten Lösungen einfach sind. Weniger Logos, keine Bewegung und eine Erlaubnistabelle beheben zum Beispiel drei Fehler auf einmal. Ein komplettes Redesign brauchen Sie dafür selten. Prüfen Sie Ihre bestehende Leiste also zuerst mit dieser Liste.
Wie oft sollten Sie die Logoleiste aktualisieren?
Die Logoleiste gehört zu den Bereichen, die man einmal anlegt und dann vergisst. Kundenbeziehungen ändern sich jedoch, Organisationen erneuern ihre Logos und manche Firmen schließen. Eine veraltete Leiste signalisiert aufmerksamen Lesern, dass niemand die Website pflegt.
Wir empfehlen diesen Rhythmus:
- Sprechen Sie die Logoerlaubnis bei jedem neuen Projekt schon im Vertrag an.
- Vergleichen Sie alle sechs Monate die Logos der Leiste mit denen auf den offiziellen Websites.
- Prüfen Sie einmal im Jahr die Erlaubnistabelle und fragen Sie ehemalige Kunden erneut.
- Ändert sich ein Logo, aktualisieren Sie Datei, Alternativtext und Fallstudienlink gemeinsam.
Beispielszenario: Ein Kunde in Ihrer Leiste hat sein Logo erneuert, und Sie zeigen weiter die alte Version. Bemerkt sein Marketingteam das, kann die Beziehung leiden. Somit verhindert eine kleine Kalendererinnerung eine große Peinlichkeit.
Sollten Sie die Logoleiste selbst bauen oder mit einem Team?
Eine Logoleiste in ein fertiges Theme einzufügen, wirkt leicht. Erlaubnis, visuelle Balance, barrierefreie Bewegung, Ladezeit und Fallstudienlinks machen daraus allerdings mehr als ein Widget. Gerade bei einer laufenden Leiste übersehen Sie Details der Barrierefreiheit schnell.
Bei Talha Aslan und Team gestalten wir die Referenzleiste zusammen mit der Vertrauensstruktur der ganzen Seite. Wir erfassen mit Ihnen den Stand der Erlaubnisse, gleichen die Logos aus und verknüpfen sie mit Fallstudien. Möchten Sie, dass wir diesen Bereich für Sie bauen, fordern Sie über unsere Seite zum Webdesign Service ein Angebot an.
Wie messen Sie, ob Kundenlogos wirken?
Die direkte Wirkung einer Logoleiste zu messen, ist schwer, denn sie beeinflusst Leser auch ohne Klick. Dennoch können Sie indirekte Signale beobachten. Klicks auf Logos mit Fallstudie zeigen zum Beispiel, dass Leser die Leiste tatsächlich ansehen.
Stärker ist ein kontrollierter Vergleich. Sie zeigen die Leiste also in einer Version, blenden sie in einer anderen aus und vergleichen die Formularanfragen. Ein solcher Test braucht allerdings genug Besucher und Zeit. Auf Websites mit wenig Besuchern liefern Nutzergespräche und Sitzungsaufzeichnungen daher praktischere Erkenntnisse.
Egal wie das Ergebnis ausfällt, eine ehrliche und schlichte Leiste schadet nicht. Zeigen Ihre Daten hingegen, dass sie ablenkt, reduzieren Sie die Zahl, entfernen Sie die Bewegung oder verschieben Sie sie. Kurz gesagt: Prüfen Sie die Leiste mindestens einmal im Jahr.
Checkliste für Kundenlogos auf der Website
Haken Sie vor der Veröffentlichung jeden Punkt ab:
- Für jedes Logo liegt eine schriftliche Erlaubnis oder Vertragsklausel vor.
- Datum und Umfang jeder Zustimmung stehen in Ihrer Tabelle.
- Die Logos stammen von Organisationen, die Ihrer Zielgruppe ähneln und zu Ihrer Leistung passen.
- Der Desktop zeigt 5 bis 8 Logos, das Smartphone 4 bis 6.
- Die Logos sind einfarbig oder grau und visuell ausgeglichen.
- Die Dateien sind eng zugeschnitten, idealerweise SVG, mit Größenangabe.
- Eine laufende Leiste hat eine Pausentaste und unterstützt reduzierte Bewegung.
- Alternativtexte enthalten nur den Namen der Organisation.
- Logos mit Fallstudie verlinken auf die passende Seite.
- Die Überschrift ist ehrlich, bescheiden und nennt die Art der Beziehung.
- Logos ehemaliger Kunden haben Sie neu bestätigen lassen oder entfernt.
Eine Leiste, die diese Liste besteht, ergänzt Ihre Seite um eine leise, aber solide Vertrauensebene. Sollen wir die Liste für Sie umsetzen und den Bereich passend zum Rest Ihrer Website bauen, fordern Sie gern ein Angebot für Webdesign an.



