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Unternehmensprofil gesperrt: Welche Nachweise und Dokumente brauchen Sie?

Talha Aslan 17 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Unternehmensprofil gesperrt: Welche Nachweise brauchen Sie für den Einspruch?

Ist Ihr Unternehmensprofil gesperrt, brauchen Sie Dokumente, die belegen, dass Ihr Unternehmen echt, legal und an der angegebenen Adresse tätig ist: Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug, Steuerunterlagen, eine aktuelle Versorgerrechnung auf den Firmennamen und Fotos der festen Beschilderung. Vor allem müssen Name und Adresse exakt zum Profil passen.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Wenn Sie gerade in Panik sind, beginnen Sie hier. Ändern Sie zunächst nichts am Profil. Legen Sie außerdem kein neues Profil an. Sammeln Sie stattdessen alle Dokumente in einem Ordner. Danach schließen Sie mit der Checkliste in diesem Ratgeber die Lücken, denn beim Öffnen des Einspruchsformulars müssen alle Dateien bereitliegen.

Ursachen einer Sperrung und den allgemeinen Ablauf haben wir bereits in unserem Ratgeber Google Unternehmensprofil gesperrt erklärt. Dieser Artikel konzentriert sich also nur auf Dokumente und Nachweise.

Was sollten Sie in den ersten Stunden tun?

Ist Ihr Unternehmensprofil gesperrt, ist Ruhe in den ersten Stunden Ihr größter Vorteil. Denn jede hastige Änderung kann das Bild verwischen, das die Prüfer sehen. Halten Sie deshalb diese Reihenfolge ein.

  1. Notieren Sie Name, Adresse, Telefonnummer und Kategorie genau so, wie sie im Profil stehen, und machen Sie Screenshots.
  2. Bearbeiten Sie kein Feld, weil eine Änderung eine neue Prüfung auslösen kann.
  3. Erstellen Sie kein zweites Profil für dasselbe Unternehmen, denn das gilt als Versuch, die Regeln zu umgehen.
  4. Scannen Sie vorhandene amtliche Dokumente und legen Sie sie in einen Ordner.
  5. Vergleichen Sie Name und Adresse jedes Dokuments Zeile für Zeile mit dem Profil.
  6. Passt etwas nicht, korrigieren Sie zuerst die Realität und legen Sie erst dann Einspruch ein.

Kurz gesagt: Sie müssen nicht am ersten Tag Einspruch einlegen. Andererseits kann ein Einspruch mit dünner Akte den zweiten Versuch erschweren. Eine vollständige Akte ist daher ein paar zusätzliche Tage wert.

Listen Sie außerdem alle Personen auf, die Zugriff auf das Profil haben. Zum Beispiel kann ein ehemaliger Mitarbeiter oder ein früherer Dienstleister noch Verwalter sein. Eine Änderung ohne Ihr Wissen kann der Auslöser sein. Wer was bearbeiten darf, zeigt Ihnen dann auch, welche Dokumente Sie brauchen.

Welche Arten von Nachweisen akzeptiert Google?

Die Hilfe zum Google Unternehmensprofil nennt Dokumentarten, die bei einem Einspruch helfen können. Zum Beispiel stehen dort Gewerbeanmeldung, Unternehmenslizenz, Steuerunterlagen sowie Rechnungen für Strom, Wasser, Telefon oder Internet. Prüfen Sie die aktuelle Liste immer auf der offiziellen Hilfeseite zu gesperrten Profilen.

Diese Dokumente haben eine gemeinsame Aufgabe. Sie zeigen, dass es das Unternehmen gibt und dass es an der angegebenen Adresse tätig ist. Folglich reicht ein einzelnes Dokument selten aus. Ein Dokument stützt die rechtliche Existenz, ein zweites die Adresse und ein drittes die physische Präsenz.

  • Rechtliche Existenz: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Steuerbescheinigung.
  • Adressbezug: Versorgerrechnung auf den Firmennamen, Mietvertrag.
  • Physische Präsenz: Fotos von Schild, Fassade, Innenraum und Ausstattung.

Trotzdem ersetzen Fotos nicht die offizielle Dokumentenliste. Betrachten Sie sie als ergänzende Nachweise.

Wie viele Dokumente reichen also? Eine feste Zahl gibt es nicht. In der Praxis wirkt eine Akte, die rechtliche Existenz, Adresse und Präsenz mit jeweils mindestens einem Beleg abdeckt, deutlich stimmiger als eine Akte mit nur einem Dokument. Zählen Sie deshalb die abgedeckten Säulen, nicht die Seiten.

Warum stehen Gewerbeanmeldung und Registerauszug an erster Stelle?

Gewerbeanmeldung und Handelsregisterauszug sind die stärksten Belege für die rechtliche Existenz eines Unternehmens. Denn eine Behörde stellt sie aus, und sie nennen Firmierung und Adresse eindeutig. Deshalb bilden sie das Rückgrat Ihrer Akte.

Welche Unterlagen Sie besitzen, hängt von Rechtsform und Tätigkeit ab. Zum Beispiel hat ein Freiberufler oft andere Papiere als ein Einzelhändler. Nutzen Sie also die amtlichen Unterlagen, die für Sie gelten.

Prüfen Sie bei der Vorbereitung drei Punkte:

  • Ist das Dokument aktuell, oder zeigt es noch eine alte Adresse?
  • Passt die Firmierung zum Namen im Profil?
  • Ist der Scan scharf, und sind alle vier Ecken sichtbar?

Unterscheidet sich Ihre Firmierung andererseits vom Markennamen auf dem Schild, verstecken Sie das nicht. Fügen Sie stattdessen ein Dokument hinzu, das beide Namen verbindet. Diesen Fall behandeln wir weiter unten.

Fotografieren Sie Dokumente mit dem Smartphone, legen Sie sie außerdem auf eine glatte Fläche und vermeiden Sie Schatten. So bleibt der Text scharf. Speichern Sie nach Möglichkeit als PDF und fassen Sie mehrseitige Dokumente in einer Datei zusammen.

Wie wählen Sie die richtige Versorgerrechnung aus?

Eine Versorgerrechnung ist der praktischste Beleg dafür, dass Ihr Unternehmen tatsächlich an der Adresse arbeitet. Allerdings hat nicht jede Rechnung dasselbe Gewicht. Wählen Sie eine aktuelle Rechnung auf den Firmennamen, die an die Profiladresse geht.

Zum Beispiel eignen sich Rechnungen für Strom, Wasser, Festnetz oder Internet. Eine Rechnung auf Ihren Privatnamen an Ihre Wohnadresse ist dagegen für ein Ladenprofil schwach. Denn sie zeigt Sie und Ihre Wohnung, nicht das Unternehmen.

  1. Prüfen Sie, ob das Unternehmen der Vertragspartner ist.
  2. Kontrollieren Sie die Adresse bis zur Haus und Wohnungsnummer.
  3. Nehmen Sie die neueste Rechnung, die Sie haben.
  4. Schwärzen Sie nicht großflächig, weil ein scheinbar bearbeitetes Dokument das Risiko erhöht.

Kurz gesagt ist die Rechnung die Adresssäule Ihrer Akte. Wählen Sie daher die klarste und neueste, und reichen Sie zwei ein, wenn Sie welche haben.

Ein frisch gegründetes Unternehmen hat allerdings vielleicht noch keine Rechnung. Dann bilden Mietvertrag und Vertragsbestätigung des Versorgers eine vorläufige Brücke. Aktualisieren Sie die Akte, sobald die erste Rechnung kommt.

Wie fotografieren Sie Schild und Fassade richtig?

Ein Foto des Schilds zeigt, dass Ihr Unternehmen von der Straße sichtbar ist und einen festen Standort hat. Die offizielle Dokumentenliste von Google nennt solche Fotos nicht immer als eigenen Punkt. Trotzdem empfehlen Community Leitfäden zum Google Unternehmensprofil Fassadenfotos mit fester Beschilderung als ergänzende Nachweise.

Ein starkes Fotoset sieht so aus:

  • Eine Totale mit Schild und Hausnummer im selben Bild.
  • Ein Bild, das Straße und Nachbargebäude zeigt.
  • Eine Nahaufnahme von Eingang und Schaufenster.
  • Ein Foto des Bereichs, in dem Sie Kunden empfangen.

Außerdem überzeugt ein provisorisches Banner oder ein Aufkleber deutlich weniger als ein festes Schild. Fehlt das Schild noch, lösen Sie zunächst dieses Problem. Bearbeiten Sie zudem keine Fotos, denn Filter, Text oder eingefügte Logos senken das Vertrauen.

Fotografieren Sie bei Tageslicht und während der Öffnungszeiten. Eine offene Tür und eingeschaltetes Licht erzählen die Geschichte von selbst. Ein Nachtfoto mit heruntergelassenem Rollladen wirft dagegen Fragen auf.

Wann helfen Fotos von Ausstattung und Fahrzeugen?

Fotos von Ausstattung und Fahrzeugen stützen die Aussage, dass Ihr Unternehmen wirklich arbeitet, vor allem bei Betrieben, die beim Kunden tätig sind. Zum Beispiel ist ein beschrifteter Transporter für einen Installateur oder ein Maschinenpark für eine Reinigungsfirma ein sinnvoller Nachweis.

Allerdings belegen diese Fotos allein keine Adresse. Sie bilden vielmehr eine zusätzliche Schicht über den amtlichen Dokumenten. Legen Sie sie daher ans Ende der Akte.

  • Achten Sie darauf, dass Firmenname und gegebenenfalls Telefonnummer am Fahrzeug lesbar sind.
  • Fotografieren Sie Ausstattung in der echten Arbeitsumgebung und nutzen Sie nie Stockbilder.
  • Möchten Sie kein Kennzeichen zeigen, lassen Sie das Foto weg, statt es zu bearbeiten.

Kurz gesagt zeigen diese Fotos den Prüfern, dass Ihr Unternehmen mehr als Papier ist. Achten Sie ebenso auf einheitliches Branding. Das Logo am Fahrzeug sollte zu Schild und Profil passen. Nutzen Sie noch ein älteres Logo, erwähnen Sie das kurz in Ihrer Einspruchsnotiz.

Welche Dokumente brauchen Unternehmen mit Einzugsgebiet?

Ein Unternehmen mit Einzugsgebiet fährt zu seinen Kunden und blendet seine Adresse im Profil aus. Für solche Betriebe ist ein Fassadenfoto oft nicht möglich. Deshalb verlagert sich das Gewicht der Akte auf amtliche Dokumente und Tätigkeitsnachweise.

Zum Beispiel kann ein Schlüsseldienst, ein Umzugsunternehmen oder ein Handwerker diese Unterlagen kombinieren:

  1. Gewerbeanmeldung oder Steuerbescheinigung.
  2. Eine Rechnung auf den Firmennamen mit der eingetragenen Adresse.
  3. Fotos beschrifteter Fahrzeuge und der Ausstattung.
  4. Gegebenenfalls Handwerksrolle oder Kammermitgliedschaft.

Beachten Sie zudem: Für ein Unternehmen mit Einzugsgebiet ist das Ausblenden der Privatadresse kein Verstoß. Empfangen Sie dort keine Kunden, sollten Sie sie sogar ausblenden. Ist ein solches Unternehmensprofil gesperrt, muss die eingetragene Adresse in den Dokumenten trotzdem zur ausgeblendeten Profiladresse passen.

Warum müssen Name und Adresse exakt übereinstimmen?

Das häufigste Problem bei der Prüfung sind Dokumente, die korrekt sind, aber nicht zum Profil passen. Die Google Hilfe bittet ausdrücklich darum, dass Name und Adresse in den Dokumenten mit dem Profil übereinstimmen. Denn die Prüfer legen beides nebeneinander und suchen nach Abweichungen.

Steht im Profil zum Beispiel „Atlas Friseur Mitte“, auf der Gewerbeanmeldung aber nur Ihr Privatname, müssen Sie die Verbindung herstellen. Ebenso kann „Nr. 12a“ gegenüber „Nr. 12“ Fragen aufwerfen.

  • Vergleichen Sie den Profilnamen mit Schild und Firmierung.
  • Vergleichen Sie die Adresse auf Ebene von Straße, Hausnummer und Einheit.
  • Prüfen Sie, ob die Telefonnummer in einem Dokument vorkommt.

Zudem erzeugt ein Ortsname oder Leistungsbegriff im Unternehmensnamen eine eigene Abweichung. Ein Keyword im Namen gehört zu den klassischen Auslösern einer Sperrung, und kein Dokument wird es je stützen.

Was tun, wenn Markenname und Firmierung abweichen?

Ein Markenname, der von der Firmierung abweicht, ist häufig und völlig legitim. Allerdings sehen Prüfer ohne Erklärung womöglich zwei verschiedene Unternehmen. Bauen Sie deshalb eine Beweiskette auf, die beide verbindet.

Diese Kette entsteht meist aus folgenden Unterlagen:

  • Ein Foto des Schilds mit dem Markennamen.
  • Eine Rechnung oder ein Vertrag, auf dem Marke und Firmierung gemeinsam stehen.
  • Gegebenenfalls eine Markeneintragung.
  • Ein Impressum auf Ihrer Website, das Firmierung und Adresse zusammen zeigt.

Andererseits kann es riskant sein, den Profilnamen kurz vor dem Einspruch auf die Firmierung umzustellen. Denn eine Namensänderung während einer Sperrung kann eine neue Prüfung starten. Treffen Sie diese Entscheidung also erst nach Blick auf die gesamte Akte.

Welche Fehler passieren bei Dokumenten am häufigsten?

Aus unserer Praxiserfahrung liegen die meisten festgefahrenen Einsprüche an der Präsentation, nicht an den Dokumenten selbst. Die folgende Tabelle fasst diese Fehler und ihre Lösung zusammen.

FehlerWarum er schadetBesserer Weg
Gewerbeanmeldung mit alter AdresseWiderspricht dem ProfilErst Register aktualisieren, dann Einspruch
Private Rechnung an die WohnadresseVerbindet Firma und Adresse nichtRechnung auf den Firmennamen einreichen
Unscharfer oder beschnittener ScanName und Adresse unleserlichScharfer Scan mit allen Ecken
Bearbeitetes oder gefiltertes FotoSenkt das VertrauenEchte, unbearbeitete Fotos nutzen
Fassade mit provisorischem BannerZeigt keine DauerhaftigkeitFoto eines festen Schilds ergänzen
Keyword im ProfilnamenPasst nicht zur FirmierungNamen an echte Nutzung angleichen
Dateisuche nach dem Öffnen des FormularsZeitfenster kann ablaufenAlle Dateien vorher bereitlegen

Kurz gesagt lassen sich die meisten Fehler vermeiden. Nutzen Sie die Tabelle daher vor dem Absenden als Checkliste.

Welches Dokument belegt welche Aussage?

Jedes Dokument hat in der Akte eine Aufgabe. Wer diese Aufgabe kennt, wählt gezielt aus, statt Papier zu stapeln. Der folgende Vergleich fasst gängige Dokumente und ihre Aussagekraft zusammen.

DokumentWas es belegtStärkeGrenze
GewerbeanmeldungRechtliche ExistenzBehördlich ausgestelltAdresse kann veraltet sein
HandelsregisterauszugFirmierung und GründungKlärt die FirmierungZeigt keine Marke
SteuerbescheinigungSteuerlicher StatusAmtliche QuelleNicht immer mit Adresse
VersorgerrechnungAktive Nutzung der AdresseAktuelles DatumKann auf Privatnamen laufen
MietvertragNutzungsrecht an der AdresseVollständige AdresseAllein oft schwach
Foto des SchildsPhysische PräsenzZeigt den MarkennamenNur ergänzend

Anders gesagt deckt die stärkste Akte mindestens drei Aufgaben ab. Zum Beispiel stützen Gewerbeanmeldung, Rechnung und Schildfoto zusammen rechtliche Existenz, Adresse und Präsenz zugleich.

Unternehmensprofil gesperrt: In welcher Reihenfolge ordnen Sie die Akte?

Ist Ihr Unternehmensprofil gesperrt, erleichtert eine klare Reihenfolge der Dokumente den Prüfern die Arbeit. Denn eine logische Ordnung erzählt die Geschichte der Akte schnell. Ordnen Sie die Unterlagen daher als Ablauf, nicht zufällig.

  1. Zuerst der Beleg der rechtlichen Existenz: Gewerbeanmeldung oder Registerauszug.
  2. Danach das Dokument mit Adressbezug: eine Rechnung auf den Firmennamen.
  3. Dann Lizenz oder Mietvertrag, falls vorhanden.
  4. Anschließend jedes Dokument, das Marke und Firmierung verbindet.
  5. Schließlich die Fotos: Schild, Fassade, Innenraum und Ausstattung.

Geben Sie den Dateien außerdem sprechende Namen. Zum Beispiel ist „gewerbeanmeldung.pdf“ klarer als „scan001.pdf“. Somit wissen Sie und die Prüfer jederzeit, wo was liegt.

Welches Register sollte ein umgezogenes Unternehmen zuerst ändern?

Ein Umzug gehört zu den häufigsten Auslösern einer Sperrung. Das Profil zeigt die neue Adresse, während amtliche Unterlagen oft noch die alte nennen. Folglich sehen die Prüfer einen Widerspruch.

Die richtige Reihenfolge ist einfach. Aktualisieren Sie zunächst die amtlichen Register und ändern Sie dann das Profil. Melden Sie zum Beispiel die Adressänderung beim Gewerbeamt, schließen Sie Versorgerverträge am neuen Standort auf den Firmennamen ab und warten Sie die erste Rechnung ab. Danach bearbeiten Sie die Profiladresse.

  • Entfernen Sie das alte Schild und bringen Sie am neuen Standort ein festes Schild an.
  • Verlegen Sie das Profil, statt den alten Standort dauerhaft geschlossen erscheinen zu lassen.
  • Aktualisieren Sie Impressum und Kontaktseite am selben Tag.

Erscheint Ihr Profil hingegen fälschlich als geschlossen, ist das ein eigenes Problem. Das erklären wir im Ratgeber Google Maps zeigt dauerhaft geschlossen an.

Wie unterscheiden sich Nachweise bei Homeoffice und Coworking?

Bei Unternehmen, die von zu Hause oder aus einem Coworking Space arbeiten, ist die Akte heikler. Denn Google achtet genau darauf, ob das Unternehmen an dieser Adresse wirklich präsent ist. Deshalb sollten solche Akten stärker auf Tätigkeitsnachweise setzen.

Zum Beispiel sollte eine Beraterin, die Kunden remote betreut, ein Profil mit Einzugsgebiet und ausgeblendeter Adresse anlegen. Ein Unternehmen mit gemietetem Schreibtisch im Coworking muss dagegen zeigen können, dass während der Öffnungszeiten Personal vor Ort ist und Kunden kommen.

  • Sorgen Sie im Coworking für ein festes Schild oder Türschild Ihres Unternehmens.
  • Achten Sie darauf, dass der Mietvertrag auf den Firmennamen läuft.
  • Nutzen Sie nie ein virtuelles Büro mit reinem Postservice als Profiladresse.

Kurz gesagt zählt an solchen Adressen vor allem Ehrlichkeit. Eine Adresse ohne Kundenempfang als Ladengeschäft darzustellen, funktioniert auch mit den besten Dokumenten nicht.

Was sollten Unternehmen mit mehreren Standorten vorbereiten?

Hat ein Unternehmen mehrere Standorte, braucht jedes Profil Nachweise für seine eigene Adresse. Das heißt, die Gewerbeanmeldung der Zentrale belegt nicht die Adresse einer Filiale in einem anderen Stadtteil. Legen Sie deshalb für jeden Standort einen eigenen Ordner an.

Jeder Standortordner sollte enthalten:

  • Eine Lizenz oder Filialanmeldung mit dieser Adresse.
  • Eine aktuelle Rechnung auf den Firmennamen für diese Adresse.
  • Ein Foto von Schild und Hausnummer dieses Standorts.

Halten Sie außerdem die Standortnamen einheitlich. Ein Stadtteil nach dem Markennamen ist üblich, wenn ihn auch die echten Schilder tragen. Fügen Sie allerdings nie Begriffe ins Profil ein, die nicht auf dem Schild stehen. Verwalten Sie Profile in mehreren Märkten, bietet unser Ratgeber zu Unternehmensprofilen in mehreren Ländern zusätzlichen Kontext.

Unternehmensprofil gesperrt: Was gehört in die Einspruchsnotiz?

Ist Ihr Unternehmensprofil gesperrt, erhalten Sie beim Einspruch manchmal Platz für eine kurze Notiz. Diese Notiz sollte eine klare Zusammenfassung sein, die die Dokumente verbindet, keine lange Verteidigung. Denn die Prüfer suchen Belege in den Dokumenten, nicht in emotionaler Sprache.

  1. Beschreiben Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
  2. Erklären Sie, wie die Adresse genutzt wird: Kundenbesuche oder Einzugsgebiet.
  3. Nennen Sie die hochgeladenen Dokumente und was jedes belegt.
  4. Sprechen Sie eine Abweichung zwischen Marke und Firmierung offen an.
  5. Legen Sie jüngste Änderungen ehrlich offen.

Vermeiden Sie dagegen vorwurfsvolle, drohende oder übertriebene Sprache. Verzichten Sie zudem auf unbelegte Behauptungen wie „ein Wettbewerber hat mich gemeldet“. Eine schlichte, sachliche und kurze Notiz stärkt die Glaubwürdigkeit.

Als Beispielszenario könnte ein Friseursalon schreiben: Der Salon empfängt Kunden an dieser Adresse unter der Marke auf dem Schild; die Gewerbeanmeldung zeigt die Firmierung, die Stromrechnung die Adresse und die Fotos das Schild. Eine so kurze Zusammenfassung hilft den Prüfern, die Dokumente schnell zuzuordnen.

Wie laden Sie Dokumente im Einspruchsformular hoch?

Den Einspruch starten Sie über den Ablauf, den Google für Einschränkungen von Unternehmensprofilen bereitstellt. Google beschreibt ihn auf der Seite Einspruch gegen Einschränkungen des Unternehmensprofils. Menübezeichnungen können sich ändern, also orientieren Sie sich am aktuellen Ablauf der offiziellen Seite statt an exakten Schaltflächentexten.

  1. Melden Sie sich mit dem Konto an, das das Profil verwaltet.
  2. Folgen Sie dem Einspruchslink in der Sperrbenachrichtigung.
  3. Füllen Sie die abgefragten Angaben aus und gehen Sie zum Schritt für Nachweise.
  4. Laden Sie die vorbereiteten Dateien in Ihrer Reihenfolge hoch.
  5. Sichern Sie nach dem Absenden einen Screenshot der Bestätigung.

Zudem erwartet Google, dass Sie das Nachweisformular innerhalb einer begrenzten Zeit nach dem Öffnen ausfüllen. Prüfen Sie die aktuelle Frist auf der offiziellen Seite. Deshalb sollten Sie nie erst nach dem Öffnen des Formulars nach Dokumenten suchen.

Wann lohnt es sich, den Prozess von Fachleuten steuern zu lassen?

Sind Ihre Dokumente vollständig und stimmig, können Sie den Einspruch selbst einlegen. Allerdings wird es kompliziert, wenn Name und Firmierung abweichen, die Adresse gewechselt hat oder ein früherer Einspruch abgelehnt wurde. In solchen Fällen hilft ein Blick von außen.

Zum Beispiel kann ein Unternehmen umgezogen sein, die Firmierung geändert haben und zwischendurch hat jemand anderes das Profil bearbeitet. In diesem Szenario entscheidet das Wissen, welches Register zuerst zu ändern ist, über die Reihenfolge des Einspruchs.

Bei Talha Aslan und Team bauen wir im Rahmen unserer Wiederherstellung gesperrter Unternehmensprofile die Dokumentenakte gemeinsam mit Ihnen auf. Zunächst erfassen wir die Abweichungen zwischen Profil und Registern. Danach klären wir, welches Dokument welche Aussage stützt. Schließlich bereiten wir den Einspruch im offiziellen Ablauf und regelkonform vor.

Trotzdem kann niemand eine Wiederherstellung garantieren. Google entscheidet, und unsere Aufgabe ist eine vollständige, stimmige und ehrliche Akte. Seien Sie also vorsichtig bei Anbietern, die ein sicheres Ergebnis versprechen.

Welches Risiko bergen gefälschte oder bearbeitete Dokumente?

Gefälschte, geliehene oder bearbeitete Dokumente einzureichen, ist ein Versuch, die Regeln zu umgehen. Das kann den Einspruch endgültig kosten und zudem rechtliche Folgen haben. Gehen Sie diesen Weg daher nicht, egal wie groß der Druck ist.

Zum Beispiel ist es schlichte Fälschung, Ihren Namen auf die Rechnung eines anderen Unternehmens zu setzen, eine Adresse zu bearbeiten oder eine Lizenzvorlage aus dem Internet auszufüllen. Ebenso sollten Sie nie Unbekannten Dokumente oder Kontozugang geben, die gegen Bezahlung eine „Wiederherstellung“ versprechen.

  • Nutzen Sie nur echte Dokumente, die Ihnen gehören.
  • Fehlt ein Dokument, fordern Sie eine aktuelle Kopie bei der ausstellenden Stelle an.
  • Teilen Sie den Profilzugang nur mit Personen, denen Sie vertrauen.

Kurz gesagt lässt sich eine ehrliche, aber lückenhafte Akte verbessern. Eine gefälschte Akte führt dagegen oft zu einem Ergebnis, das Sie nicht mehr umkehren können.

Reichen Dokumente, wenn Google eine Videobestätigung verlangt?

In manchen Fällen verlangt Google während eines Einspruchs oder einer Bestätigung einen Videonachweis. Dann reichen Dokumente allein nicht aus. Sie müssen Standort, Schild und Geschäftstätigkeit in einer durchgehenden Aufnahme zeigen.

Trotzdem helfen Dokumente auch hier. Denn das Schild im Video muss zum Namen in den Dokumenten passen. Zeigen Sie zum Beispiel Ihre Gewerbeanmeldung oder Ihr Werkzeug vor der Kamera, wirkt die Akte stimmiger.

Wie Sie das Video aufnehmen, erklären wir in unserem Ratgeber zur Videobestätigung im Google Unternehmensprofil, deshalb wiederholen wir es hier nicht. Schließen Sie allerdings vor der Aufnahme die Prüfung von Name und Adresse aus diesem Artikel ab.

Warum kann ein Einspruch trotz vollständiger Dokumente scheitern?

Ein Einspruch kann auch mit vollständigen Dokumenten scheitern. Denn manchmal liegt die Ursache der Sperrung nicht an fehlenden Papieren, sondern an einer Profileigenschaft, die gegen die Richtlinien verstößt. Zum Beispiel können ein virtuelles Büro, ein geteilter Schreibtisch oder eine Adresse ohne Kundenbesuche das Problem sein.

Beantworten Sie deshalb vor dem Sammeln ehrlich diese Fragen:

  • Ist während der Öffnungszeiten Personal an dieser Adresse?
  • Kommen Kunden tatsächlich an diese Adresse?
  • Haben Sie an derselben Adresse ein weiteres Profil in derselben Kategorie?

Hat andererseits jemand Ihre Profildaten ohne Ihr Wissen geändert, wirken korrekte Dokumente plötzlich widersprüchlich. Das behandeln wir im Ratgeber Unternehmensdaten in Google Maps von anderen geändert. Kurz gesagt: Finden Sie zuerst die Ursache und wählen Sie dann passende Dokumente.

Außerdem ändert ein erneutes Einreichen derselben Akte nach einer Ablehnung selten etwas. Lesen Sie stattdessen die Ablehnung genau, bestimmen Sie die schwache Säule und ergänzen Sie gezielt ein Dokument, das genau diesen Punkt stärkt.

Was tun, wenn das gesperrte Unternehmensprofil wieder online ist?

War Ihr Unternehmensprofil gesperrt, ist die Arbeit mit der Wiederherstellung nicht beendet. Bleibt dieselbe Abweichung bestehen, kann erneut eine Prüfung beginnen. Gewöhnen Sie sich daher nach der Wiederherstellung einige Routinen an.

  1. Behalten Sie Ihren Dokumentenordner und speichern Sie aktuelle Kopien.
  2. Ändern sich Adresse oder Firmierung, aktualisieren Sie zuerst das Register und dann das Profil.
  3. Prüfen Sie regelmäßig, wer das Profil verwaltet.
  4. Halten Sie den Unternehmensnamen im Einklang mit der echten Nutzung.

Denken Sie außerdem Profilgesundheit und lokale Sichtbarkeit zusammen. Rankings behandeln wir in unserem Ratgeber zu Google Maps SEO. Müssen Sie ein neues Profil sauber aufsetzen, erleichtert unser Service Google Unternehmensprofil erstellen die ersten Schritte.

Wie prüfen Sie die Akte vor dem Absenden ein letztes Mal?

Bei der letzten Prüfung zahlt sich Ihre Mühe am meisten aus. Sie lesen die Akte mit den Augen der Prüfer. So entdecken Sie kleine Unterschiede, die Ihnen vorher entgangen sind.

  • Können Sie den Firmennamen auf jedem Dokument lesen?
  • Stimmt die Adresse auf jedem Dokument mit dem Profil überein?
  • Haben Sie mindestens ein Dokument zur rechtlichen Existenz und eines zur Adresse?
  • Sind die Fotos echt, aktuell und unbearbeitet?
  • Gibt es ein Dokument, das eine Abweichung zwischen Marke und Firmierung erklärt?

Können Sie jeden Punkt abhaken, reichen Sie den Einspruch ein. Ist Ihre Akte komplex oder wurde ein früherer Einspruch abgelehnt, erreichen Sie uns über unseren Service zur Wiederherstellung von Unternehmensprofilen. Wir prüfen die Akte gemeinsam mit Ihnen und sagen Ihnen ehrlich, was fehlt.

Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.

Häufig gestellte Fragen

Reicht ein einziges Dokument, wenn das Unternehmensprofil gesperrt ist?
In den meisten Fällen reicht ein Dokument nicht. Die Akte wird stärker, wenn ein Dokument die rechtliche Existenz und ein anderes die Adresse belegt. Zum Beispiel überzeugt eine Gewerbeanmeldung zusammen mit einer aktuellen Rechnung auf den Firmennamen mehr als jedes Dokument allein. Fotos gehören als Ergänzung ans Ende.
Hilft eine Rechnung an meine Wohnadresse?
Sie kann helfen, wenn das Profil zu einem Unternehmen mit Einzugsgebiet gehört, das Sie von zu Hause führen. Für ein Ladengeschäft oder Büro ist eine private Rechnung an die Wohnadresse allerdings schwach. Sie verbindet das Unternehmen nicht mit der Profiladresse. Wählen Sie möglichst eine Rechnung auf den Firmennamen an der eingetragenen Adresse.
Ist ein Foto des Schilds offiziell Pflicht?
Ein Foto des Schilds steht nicht immer als eigener Punkt auf der offiziellen Dokumentenliste von Google. Trotzdem zeigt ein Fassadenfoto mit fester Beschilderung, dass Ihr Unternehmen von der Straße sichtbar ist, und es stützt die amtlichen Dokumente. Am sichersten ist ein unbearbeitetes Foto mit Schild und Hausnummer im selben Bild.
Darf ich nach einer Ablehnung ein neues Profil anlegen?
Ein neues Profil für dasselbe Unternehmen gilt als Versuch, die Sperrung zu umgehen, und kann die Lage verschlimmern. Versuchen Sie stattdessen, den Ablehnungsgrund zu verstehen, beheben Sie Abweichungen in den Dokumenten und nutzen Sie den offiziellen Einspruchsweg. Bei komplexen Akten helfen erfahrene Fachleute, doch kein Weg garantiert eine Wiederherstellung.
Darf ich persönliche Angaben in Dokumenten schwärzen?
Vermeiden Sie Eingriffe, die ein Dokument bearbeitet wirken lassen. Firmenname, Adresse und Datum müssen lesbar bleiben. Möchten Sie ein Dokument nicht teilen, lassen Sie es besser ganz weg und wählen Sie ein anderes amtliches Dokument mit derselben Aussagekraft. Das ist deutlich sicherer als großflächiges Schwärzen.
Wie lange dauert eine Wiederherstellung?
Eine feste Zahl zu nennen, wäre nicht ehrlich. Die Prüfung läuft auf Seiten von Google und hängt von der Komplexität der Akte ab. Prüfen Sie aktuelle Informationen in der Hilfe zum Google Unternehmensprofil. In Ihrer Hand liegt eine vollständige und stimmige Akte beim ersten Versuch, denn das reduziert unnötige Rückfragen.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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