Organisches Wachstum für ein Softwareprodukt beginnt mit einer Beschwerde, die jemand in ein Suchfeld tippt, und zählt erst, wenn dieselbe Person im Produkt ihre erste echte Aufgabe erledigt. SEO für SaaS umfasst jedes Glied dazwischen: welche Frage auf welcher Seite landet, ob Crawler diese Seite tatsächlich lesen können, ob der Besucher einen Test startet und wie sich das in der Vertriebspipeline zeigt.
Die folgenden Abschnitte gehen die Entscheidungen eines Softwareanbieters in der Reihenfolge durch, in der sie meist anfallen. Jeder Abschnitt endet mit einem konkreten Kriterium, Beispiel oder Arbeitsschritt, den Produkt, Marketing und Entwicklung in einer einzigen Besprechung festlegen können.
01Die fünf Suchfamilien von Softwarekäufern
Suchen nach Software lassen sich fünf Familien zuordnen, und jede Familie steht für einen anderen Moment im Kaufprozess. Fehlt Ihnen für eine Familie die passende Seite, geht der Käufer in diesem Moment zum Wettbewerber oder zu einem Glossar.
- Problemsuchen: „warum überschneiden sich unsere Servicetermine“, „offene Rechnungen ohne Excel nachverfolgen“, „Anwesenheit im Kurs per Smartphone erfassen“. Der Käufer kennt den Namen der Kategorie noch nicht und beschreibt nur den Schmerz.
- Kategoriesuchen: „Software für Außendienststeuerung“, „Mandantenportal für Steuerkanzleien“, „Mitgliederverwaltung online“. Hier entsteht die engere Auswahl.
- Suchen nach Funktionen und Abläufen: „Zahlungserinnerungen automatisch versenden“, „Terminbestätigung per SMS für Praxen“. Der Käufer will eine bestimmte Lücke schließen.
- Integrationssuchen: „Terminbuchung mit Google Kalender synchronisieren“, „Lagerverwaltung mit DATEV Schnittstelle“. Hier fällt die letzte Prüfung, ob das Tool passt.
- Marken und Entscheidungssuchen: Ihr Produktname zusammen mit „Preise“, „Erfahrungen“, „Alternative“ oder „Einrichtung“. Diese Suchen kommen von Menschen, die Sie schon kennen.
Die Search Console speichert die Suchanfragen der letzten sechzehn Monate: Exportieren Sie diese, ordnen Sie jede Anfrage einer der fünf Familien zu und markieren Sie in einer Tabelle, wo Sie Impressionen erhalten und wo Sie fehlen. Die leere Familie ist die erste Zeile Ihres Inhaltsplans.
Im Plan für SEO für SaaS haben die Familien nicht dasselbe Gewicht. Bei einem Produkt zum Selbsttesten bringen Funktions und Integrationssuchen den Verkehr, der der Registrierung am nächsten ist; bei Software für größere Unternehmen füllen Kategorie und Entscheidungssuchen den Kalender des Vertriebs. Gewichten Sie nach Ihrem Vertriebsmodell und konzentrieren Sie sich im ersten Quartal auf höchstens zwei Familien.
02Keywords nach Vertriebsdaten statt nach Volumen bewerten
Die wertvollsten Suchbegriffe für Software sind oft jene, die ein Keyword Tool mit nahezu null anzeigt, formuliert in den eigenen Worten des Käufers. Beginnen Sie die Recherche deshalb bei der Stimme der Kunden statt bei einem Tool Export, und bewerten Sie jede Anfrage nach denselben Kriterien.
- Sammeln Sie aus den Notizen der Vertriebsgespräche und Demos der letzten sechs Monate die Sätze, mit denen Käufer ihr Problem beschreiben, wörtlich.
- Ordnen Sie Supporttickets, Suchprotokolle des Hilfecenters und die Gründe für verlorene Abschlüsse nach Themen.
- Ergänzen Sie Anfragen aus der Search Console, die Impressionen, aber wenige Klicks erhalten.
- Bewerten Sie jede Anfrage von 1 bis 3 nach vier Kriterien: Kaufabsicht, Passung zum Produkt, Erreichbarkeit und Wert des Kundentyps, den sie anzieht.
- Ordnen Sie die am höchsten bewerteten Anfragen schriftlich genau einem Seitentyp und einer URL zu.
Ob eine Anfrage erreichbar ist, zeigt die erste Ergebnisseite. Besteht sie aus langen Listenartikeln, Forenbeiträgen oder Videos, erwartet Google dort ein anderes Format, und eine schlichte Produktseite setzt sich selten durch.
Gehen Sie die Bewertungstabelle einmal im Quartal mit dem Vertrieb durch, denn jedes neue Modul im Produkt verschiebt die Prioritäten. Besonders aufschlussreich sind verlorene Abschlüsse: Die Lücke, wegen der ein Käufer woanders unterschrieben hat, verdient eine ehrliche Antwortseite.
03Seitenarchitektur: eine URL je Anfrage, ein Knoten je Familie
In einer tragfähigen Architektur hat jede Suchfamilie eine zentrale Seite, Unterseiten verlinken auf diesen Knoten und der Knoten führt in den Conversion Pfad. Zielen zwei Seiten auf dieselbe Absicht, kann sich Google nicht entscheiden, und beide bleiben schwach.
- Kategorieknoten: definiert, zu welcher Kategorie das Produkt gehört, für wen es gebaut ist und welche Aufgaben es übernimmt; jede Funktionsseite verlinkt hierher.
- Funktionscluster: jede Funktion hat ihre eigene URL, verwandte Funktionen verweisen im Fließtext aufeinander.
- Ratgebercluster: Artikel zu Problemen verlinken mindestens einmal auf die passende Funktionsseite, und zwar in dem Absatz, in dem das Problem gelöst wird, nicht nur am Ende.
- Conversion Ebene: Seite mit den Plänen, Testkonto und Demoanfrage liegen von jedem Knoten höchstens einen Klick entfernt.
Begründet Ihr Produkt eine neue Kategorie, wird der Kategorieknoten zur Definitionsseite. Sie erklärt die Kategorie in einem Satz, zeigt den Unterschied zu älteren Arbeitsweisen und sagt ehrlich, welche Unternehmen sie noch nicht brauchen.
Eine schnelle Prüfung: Ordnen Sie jeden Link der Hauptnavigation einer Suchfamilie zu. Ein Menüpunkt ohne Familie spricht entweder das eigene Team statt der Käufer an oder steht an der falschen Stelle. Bauen Sie auch die Verzeichnisse der URLs entlang dieser Familien auf, mit kurzen, lesbaren Namen, die jahrelang stabil bleiben.
04Funktionsseiten, Anwendungsfälle und Vorlagen eigenständig machen
Eine Funktionsseite rankt, wenn sie die Frage des Käufers, ob das Produkt seine tatsächliche Arbeit löst, mit Screenshots und einem konkreten Ablauf beantwortet. Eine Kachel aus Icon, Überschrift und zwei Sätzen leistet das nicht.
- Die Aufgabe: welche wiederkehrende Arbeit die Funktion abnimmt, in der Sprache der Käufer.
- Der Ablauf: drei bis fünf kurze Schritte, jeder mit einem echten Screenshot.
- Die Grenzen: was die Funktion nicht kann, in welchem Plan sie enthalten ist und wann ein anderer Weg besser passt.
- Der Kontext: zugehörige Integrationen, ein Hilfeartikel und ein Testlink, der die Funktion bereits eingerichtet öffnet.
Seiten für Anwendungsfälle nach Branche oder Rolle gehen am häufigsten schief. Ein einfacher Test hilft: Streichen Sie den Branchennamen von der Seite; bedeutet der Text danach dasselbe, sollte die Seite nicht existieren. Die Spamrichtlinien von Google richten sich ausdrücklich gegen skalierte Inhalte, die eine Vorlage mit neuen Namen vervielfältigen, und gegen Brückenseiten, die nur Varianten einer Suchanfrage abfangen sollen.
Auf Seiten mit Vorlagen und Beispielen sollte sich die Vorlage mit einem Klick im Produkt öffnen lassen; das stärkt den Suchwert und verkürzt den Weg zur Registrierung zugleich. Fragen Sie vor jeder Veröffentlichung: Kann ein Leser ohne Vertriebsgespräch entscheiden, ob er testen möchte? Wenn nicht, fehlt meist eine klare Aussage zu Grenzen und Planzugehörigkeit.
05Integrationsseiten und App Marktplätze
Auf der Integrationsseite bestätigt der Käufer seine Entscheidung, deshalb sollte sie sich wie eine Einrichtungsanleitung lesen und nicht wie Werbung. Technische Käufer suchen dort Fakten, die sie mit ihrer eigenen Umgebung abgleichen können.
- Datenfluss: welche Datensätze synchronisiert werden, ob in eine oder beide Richtungen und in welchem Takt.
- Einrichtung: nötige Berechtigungen, die Schritte der Verbindung und worauf bei der ersten Synchronisierung zu achten ist.
- Einschränkungen: nicht unterstützte Felder, Anforderungen an Versionen und bekannte Grenzen.
- Zuständigkeit: ob Sie, der Partner oder ein externer Konnektor die Integration pflegt.
Betreibt die Plattform, mit der Sie sich verbinden, einen eigenen App Marktplatz, erfüllt ein Eintrag dort zwei Zwecke: Deren Nutzer finden Sie im eigenen Ökosystem, und der Eintrag bringt Ihrer Website oft einen natürlichen Link. Halten Sie die Beschreibung im Marktplatz inhaltlich deckungsgleich mit Ihrer Integrationsseite, kopieren Sie den Text aber nicht wörtlich.
Ins Integrationsverzeichnis gehören nur Verbindungen, die heute funktionieren; leere Seiten mit dem Hinweis „demnächst“ haben keinen Suchwert und kosten im Verkaufsgespräch Vertrauen. Eine gemeinsam mit dem Partner geschriebene Anleitung können beide Seiten ihrem Publikum zeigen. Für SEO für SaaS gibt es noch einen Nebeneffekt: Bei technischen Rückfragen schickt der Vertrieb einfach den Link, statt dieselbe Antwort jedes Mal neu zu formulieren.
06Vergleichsseiten im Rahmen von § 6 UWG
Vergleichsseiten sind in Deutschland grundsätzlich zulässig, solange sie die Bedingungen von § 6 UWG einhalten. Der Vergleich muss sich objektiv auf wesentliche, relevante, nachprüfbare und typische Eigenschaften beziehen und darf Mitbewerber nicht herabsetzen; pauschale Überlegenheitsbehauptungen sind damit ein Risiko.
- Kriterien: prüfbare Punkte wie Einrichtungsdauer, Datenimport, Verwaltungsaufwand je Nutzer, mobiler Zugriff und Supportkanäle.
- Datum: Auf der Seite steht, wann die Angaben zuletzt geprüft wurden.
- Fairness: Ein eigener Absatz nennt die Fälle, in denen die andere Lösung besser passt.
- Belege: Für jede konkrete Aussage liegt intern eine Quelle oder ein Testprotokoll vor.
Wer auch in anderen Märkten verkauft, plant die Seiten je Land. Österreich und die Schweiz haben eigene Regeln zum Lauterkeitsrecht; in der Türkei dürfen Produktnamen, Marken und Logos von Wettbewerbern in vergleichender Werbung gar nicht erscheinen, dort vergleicht man deshalb Kategorien und Methoden.
Ein Ratgeber zum Wechsel für Kunden, die von einem anderen Tool kommen, schafft Wert, ohne jemanden anzugreifen: Er erklärt, welche Daten in welchem Format exportiert werden und wie die erste Woche geplant wird. Prüfen Sie Vergleichsseiten mindestens alle sechs Monate erneut; die abschließende rechtliche Bewertung je Markt empfehlen wir mit Ihrer Rechtsberatung.
07Dokumentation, Hilfecenter und Changelog
Hilfeinhalte sammeln mehr Suchanfragen aus dem Longtail als jeder andere Teil einer Softwarewebsite und halten zugleich bestehende Kunden. Liegen sie hinter einem Login oder auf einem isolierten System, verlieren sie Sichtbarkeit und die interne Linkkraft der Hauptdomain.
- Aufbau eines Artikels: eine Frage als Titel, eine Antwort in zwei Sätzen im ersten Absatz, nummerierte Schritte und ein aktueller Screenshot.
- Versionierte API Dokumentation: ältere Versionen verweisen per Canonical auf die aktuelle oder bleiben außerhalb des Index; sonst konkurriert derselbe Inhalt unter mehreren URLs mit sich selbst.
- Changelog: jeder Eintrag verlinkt die zugehörige Funktionsseite und den Hilfeartikel, statt eine bloße Liste von Versionsnummern zu bleiben.
- Interne Suchprotokolle: Suchen im Hilfecenter ohne Ergebnis wandern jeden Monat auf die Liste neuer Artikel.
Nehmen Sie die zehn Antworten, die Ihr Support am häufigsten gibt, und prüfen Sie, ob jede davon eine Seite in der Suche hat. Die fehlenden sind die ersten Artikel: Sie senken das Ticketaufkommen und beantworten die Frage des Testnutzers, bevor sie zum Grund für einen Abbruch wird.
Ein namentlich genanntes Mitglied des Produktteams und ein Datum der letzten Aktualisierung zeigen Lesern und Crawlern, dass der Artikel gepflegt wird. Solche Angaben kosten wenig Aufwand und machen veraltete Artikel intern sofort sichtbar.
08Technische Basis: Marketingwebsite und App trennen
Die meisten technischen Probleme entstehen, wenn Marketingwebsite und Produkt auf derselben Technik und nach denselben Regeln laufen. Eine Trennung lenkt das Crawling auf die richtigen Seiten und senkt das Risiko, dass ein Produktrelease die Website beschädigt.
- Adresse der App: das Produkt läuft auf einer eigenen Subdomain, etwa app.ihredomain.de; Login und Dashboard tragen noindex.
- Staging: per Passwort geschützt, nicht per robots.txt. Google kann das noindex einer in robots.txt gesperrten Seite nicht lesen, die Seite kann also trotzdem im Index landen.
- Parameter: URLs mit Kampagnen oder Sitzungsparametern verweisen per Canonical auf die saubere Adresse.
- Ladezeit: Für die Core Web Vitals gelten als gut: LCP (Ladezeit des Hauptinhalts) bis 2,5 Sekunden, INP (Reaktionszeit auf Klicks und Eingaben) bis 200 Millisekunden und CLS (Verschieben des Layouts) bis 0,1.
Eine Prüfung für diese Woche: Öffnen Sie mit der URL Prüfung in der Search Console das gerenderte HTML einer Funktionsseite und kontrollieren Sie, ob Überschriften, Text und Links dort erscheinen. Wenn Sie nicht sicher sind, mit welchem Framework Ihre Website gebaut ist, liefert die Erkennung der Website Technik einen ersten Hinweis.
Lässt die bestehende Technik kein Rendering auf dem Server zu, ist ein Neuaufbau auf einer passenden SaaS Website oft schneller als Flickwerk. Wiederholen Sie diese Prüfungen nach jedem größeren Release; eine still defekte Vorlage fällt so nach Tagen statt nach Wochen auf.
09Strukturierte Daten: nur auszeichnen, was die Seite zeigt
Strukturierte Daten wiederholen sichtbare Informationen einer Seite in maschinenlesbarer Form; sie dienen nicht dazu, Fehlendes zu ergänzen. Auf Softwarewebsites ist der häufigste Fehler die Auszeichnung von Bewertungen, die es gar nicht gibt.
- Organization: Firmenname, Logo und im Feld sameAs die Profile in sozialen Netzwerken und auf Bewertungsplattformen.
- BreadcrumbList: zeigt die Ebenen Kategorie, Funktion und Hilfe als lesbaren Pfad in den Ergebnissen.
- Article: für Ratgeber und Hilfeartikel, mit Autor und Datum.
- VideoObject: für Produkttouren und Einrichtungsvideos, die auf der Seite tatsächlich abgespielt werden.
- SoftwareApplication: Das Rich Result verlangt Preisangaben und echte Bewertungen oder Rezensionen; fehlen sie auf der Seite, entfällt die Auszeichnung.
Bei FAQ Auszeichnungen ist Realismus gefragt. Laut der Dokumentation von Google erscheinen FAQ Rich Results nur noch für bekannte, maßgebliche Websites von Behörden und aus dem Gesundheitsbereich; eine Softwarewebsite sollte daraus keinen sichtbaren Gewinn in den Ergebnissen erwarten. Texte im Format Frage und Antwort lohnen sich trotzdem, weil sie Leser und KI Antworten direkt bedienen.
Prüfen Sie Ihren Code vor dem Release mit dem Generator für strukturierte Daten und kontrollieren Sie nach jeder Änderung an Vorlagen die Berichte zu Verbesserungen in der Search Console. Erzeugen Sie das Markup auf Ebene der Vorlage, damit jede neue Funktionsseite von Anfang an korrekte Daten mitbringt.
10Autorität aufbauen, ohne Links zu kaufen
Autorität entsteht bei Software durch Inhalte von Menschen, die das Produkt wirklich kennen, und durch Quellen, die andere von sich aus zitieren. Google beschreibt Qualität über Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (oft als EEAT abgekürzt), und ein Softwareanbieter kann alle vier mit eigenem Wissen und eigenen Daten belegen.
- Echte Autoren: Ratgeber zeichnen Produktmanager, Supportleitung oder Lösungsarchitekten; eine Autorenseite beschreibt Rolle und Erfahrung.
- Eigene Daten: anonymisierte, zusammengefasste Nutzungstrends aus dem Produkt können zu einem Jahresbericht werden, sofern Datenschutzhinweise und DSGVO das zulassen.
- Kostenlose Tools und Vorlagen: Rechner, Checklisten und Vorlagen zum Herunterladen ziehen Links auf natürliche Weise an.
- Bewertungsplattformen: Profile auf Seiten wie OMR Reviews, Capterra oder G2 bleiben aktuell; Bewertungen kommen von echten Kunden, ohne Gegenleistung.
Gekaufte Links oder Linktauschnetzwerke gelten in den Spamrichtlinien von Google als Linkspam und können hart erarbeitete Sichtbarkeit mit einem einzigen Update kosten. Sicherere Wege sind Vorträge auf Branchenveranstaltungen, gemeinsame Ratgeber mit Partnern und Daten, die Fachjournalisten tatsächlich brauchen. Beobachten Sie jeden Monat, wie viele neue Domains ungefragt auf Sie verlinken.
11Zutreffend dargestellt in KI Antworten
Käufer fragen inzwischen auch KI Assistenten nach Softwareempfehlungen, und diese Antworten speisen sich aus dem, was im Netz einheitlich über Ihr Produkt steht. Sagt die Website das eine, der Marktplatzeintrag etwas anderes und das Bewertungsprofil ein Drittes, wird auch die Zusammenfassung des Assistenten unscharf.
- Definition in einem Satz: was das Produkt tut, für wen es gedacht ist und zu welcher Kategorie es gehört, auf allen Kanälen gleich formuliert.
- Klare Grenzen: nicht unterstützte Anwendungsfälle stehen ausdrücklich da, das verhindert falsche Empfehlungen.
- Beispielfragen: zehn Fragen, die ein Käufer einem Assistenten stellen könnte, werden jeden Monat im gleichen Wortlaut geprüft und protokolliert.
- Quellenanalyse: notieren, welche Seiten zitiert werden, und untersuchen, welche Frage eine zitierte Seite des Wettbewerbs klarer beantwortet.
Eine llms.txt Datei, die die Kernfakten Ihres Produkts bündelt, ist eine optionale Quelle, die manche KI Werkzeuge lesen können. Ihre Wirkung ist noch nicht belegt, doch der llms.txt Generator erstellt einen Entwurf in wenigen Minuten.
Der eigentliche Gewinn kommt von einer Website und Dokumentation, die klar, aktuell und crawlbar sind. Antworten schwanken in diesem Bereich; betrachten Sie einen Trend über mindestens drei Monate, bevor Sie den Inhaltsplan ändern. Wie wir Fragen auswählen und Ergebnisse berichten, erklären wir auf unserer Seite zur KI Sichtbarkeit.
12Messung, Reporting und ein realistischer Zeitplan
Die wichtigste Zeile im Bericht zu SEO für SaaS sind nicht organische Sitzungen, sondern organische Testkonten, Demoanfragen und der Anteil, der daraus zur Vertriebschance wird. Dafür müssen Analyse, Formulare und CRM denselben Datensatz mit derselben Kennung führen.
- Schlüsselereignisse: Registrierung zum Test und Demoanfrage sind in GA4 als Schlüsselereignisse markiert.
- Versteckte Felder: das Registrierungsformular übergibt die erste Einstiegsseite und die Quelle an das CRM.
- Bericht nach Seitentyp: Seiten zu Problemen, Kategorien, Funktionen, Integrationen und Hilfe werden getrennt ausgewertet.
- Aktivierung: Produktdaten zeigen, ob organische Konten ihre erste sinnvolle Aufgabe abschließen.
Die Messung läuft nur im Rahmen der Einwilligung: § 25 TDDDG verlangt sie für nicht notwendige Zugriffe auf Endgeräte, und für Besucher im Europäischen Wirtschaftsraum setzt Google den Consent Mode voraus. Zum Zeitrahmen ehrlich: Behobene Fehler bei Crawling und Indexierung wirken oft nach Wochen, neue Seiten zu Kategorien und Funktionen brauchen in umkämpften Suchen meist Monate. Eine bestimmte Position kann niemand zusagen.
Wer früher Daten möchte, kann mit Google Ads für SaaS denselben Keyword Plan in der bezahlten Suche testen und sieht schneller, welche Anfragen Registrierungen bringen. Lesen Sie den Bericht monatlich und zum Quartalsende gemeinsam mit dem Vertrieb.
13Sechs typische Fehler bei SEO für SaaS
Diese Fehler haben gemeinsam, dass eine sichtbare Kennzahl besser wird, während der Weg zum Umsatz aus dem Blick gerät. Jeder Punkt nennt die bessere Alternative.
- Blogbesuche als Erfolg werten: beliebte Beiträge ohne Bezug zum Produkt blähen den Bericht auf. Verlinken Sie jeden Beitrag auf eine Funktionsseite und bewerten Sie ihn nach den Registrierungen, die er auslöst.
- Für jede Branche eine Kopie anlegen: Seiten mit ausgetauschtem Branchennamen geraten in das Risiko skalierter Inhalte. Bauen Sie Seiten nur dort, wo sich der Arbeitsablauf wirklich unterscheidet, jeweils mit eigenen Beispielen.
- Staging per robots.txt sperren: gesperrte URLs können im Index bleiben. Schützen Sie Staging mit einem Passwort.
- Die Seite mit den Plänen verstecken: Preise erst nach dem Login schicken Käufer in der Entscheidungsphase woanders hin. Halten Sie eine indexierbare Seite bereit, die den Umfang jedes Plans erklärt.
- Überzogene Aussagen über Wettbewerber: pauschale Überlegenheit verstößt gegen § 6 UWG und kostet Vertrauen. Vergleichen Sie prüfbare Eigenschaften mit Datum und Quelle.
- Umzug ohne Weiterleitungsplan: alte URLs verlieren ihren Wert. Ordnen Sie vor jedem Umzug jede alte Adresse ihrer neuen zu und beobachten Sie danach die Fehler in der Search Console.
Kommen Ihnen drei dieser Punkte bekannt vor, zahlt sich die Korrektur der bestehenden Struktur schneller aus als neue Inhalte. Sortieren Sie nach Wirkung und Aufwand: zuerst Fehler bei Index und Crawling, dann das Zusammenführen von Inhalten, zuletzt neue Seiten. So fließt das Budget für SEO für SaaS in den ersten Monaten in messbare Fortschritte.
14Den passenden Partner wählen und der nächste Schritt
Bei der Wahl eines SEO Partners für ein Softwareprodukt zählt vor allem, wie viel Zeit das Team in das Verständnis Ihres Produkts investiert und wie es Erfolg definiert. Stellen Sie im ersten Gespräch diese Fragen und achten Sie auf konkrete Antworten.
- Wie prüfen Sie, was Google auf Seiten sieht, die mit JavaScript gebaut sind?
- Enthält der Monatsbericht Testkonten, Demoanfragen und Vertriebschancen?
- Wer schreibt die Inhalte, und wie nutzen Sie das Produktwissen unseres Vertriebs und Supports?
- Nach welchen Regeln welches Marktes bauen Sie Vergleichsseiten, und wie dokumentieren Sie Aussagen?
- Auf wessen Namen laufen Search Console, Analyse und weitere Konten, und wer behält sie nach Ende der Zusammenarbeit?
In unserer Arbeitsweise erhalten Sie Strategie und Prioritäten schriftlich, die Konten bleiben bei Ihnen, und jeder Monat zeigt, welche Seite zu welcher Registrierung beigetragen hat; den Ablauf beschreibt unsere Seite zur SEO Beratung Schritt für Schritt. Pakete mit festem Umfang finden Sie unter SEO Preise.
Für eine Einschätzung Ihres Produkts nennen Sie uns Website, Kategorie und Zielmarkt und vereinbaren ein kostenloses Erstgespräch; nach der ersten Prüfung senden wir eine Prioritätenliste und ein schriftliches Angebot. Bringen Sie Zugriff auf die Search Console und die Registrierungen des letzten Quartals mit, stützen sich die ersten Empfehlungen auf Ihre Zahlen statt auf Annahmen.