Das Werbekonto eines Werks lebt von wenigen Suchanfragen mit großem Gewicht. Eine Teilenummer, die nur ein paar Mal im Monat gesucht wird, kann eine Lieferbeziehung über Jahre eröffnen, wenn sie auf der richtigen Seite landet; ein Klick von der falschen Person füllt dagegen die Woche Ihres Vertriebs mit Angeboten, die niemand unterschreibt. Bei Google Ads für Industrieunternehmen geht es deshalb weniger um mehr Keywords als darum, zu erkennen, wer hinter einer Suche steht und wohin sie führen soll.
Die folgenden Abschnitte folgen den Entscheidungen, die ein Hersteller oder Lohnfertiger beim Aufbau eines Kontos der Reihe nach trifft: Rolle des Suchenden, Keywordgruppen, Grauzonen, Anzeigentext, Zielseite, Messung, Export, Zielgruppen, Automatisierung, Budget und Bericht. Jeder Abschnitt enthält eine Prüfung, die Sie noch diese Woche im eigenen Konto vornehmen können.
01Wer sucht: Einkauf, Konstruktion, Instandhaltung, Handel
In der Industrie suchen vier verschiedene Personen mit vier verschiedenen Formulierungen nach demselben Produkt; bevor eine Kampagne entsteht, muss klar sein, wer davon den Auftrag unterschreibt. Jede Rolle hinterlässt eine andere Spur in der Suche.
- Strategischer Einkauf: Sucht eine zweite Bezugsquelle neben dem bisherigen Lieferanten und ergänzt Wörter wie "Hersteller", "Lieferant" oder "Großhandel"; Suchkampagne und kurzes Anfrageformular passen dazu.
- Konstruktion: Tippt Teilenummer, Norm und Toleranz, lädt das Datenblatt herunter und kommt Wochen später zurück; Suchanzeigen und Remarketing für Besucher technischer Seiten decken das ab.
- Instandhaltung: Braucht ein Teil für eine stehende Linie und will sofort anrufen; ein Anruf Asset, das während der Arbeitszeit läuft, entscheidet hier.
- Künftiger Händler: Sucht nach "Vertriebspartner werden", "Händler gesucht" oder "Generalvertretung"; dafür braucht es eine eigene Anzeigengruppe und manchmal Unterstützung über soziale Netzwerke.
Lassen Sie Ihren Vertrieb die Aufträge des letzten Jahres nach diesen vier Rollen sortieren. Sind in einem Kundenunternehmen mehrere Rollen beteiligt, etwa die Konstruktion als Auswahl und der Einkauf als Besteller, notieren Sie zusätzlich, wer den ersten Kontakt hatte. Die Rolle mit den meisten Aufträgen bestimmt Sprache und Zielseite der ersten Kampagne.
Daraus folgt auch die Reihenfolge der Kanäle: zuerst die Suche, danach YouTube und Remarketing. LinkedIn kommt als eigener Umfang nur dort hinzu, wo ein Entscheider tatsächlich über seine Position erreicht werden muss. Gute Google Ads für Industrieunternehmen drehen diese Reihenfolge nicht um, nur damit mehr Budget fließt.
02Suchen nach Teilenummer, Norm und Größe erfassen
Am nächsten am Auftrag sind Suchen, die eine Größe, eine Norm oder eine Teilenummer enthalten; sie gehören in eigene Anzeigengruppen, getrennt von allgemeinen Produktbegriffen. Wer "Flansch Hersteller" eingibt, recherchiert noch; wer "Vorschweißflansch DN100 PN16 EN 1092" eingibt, hat die Spezifikation längst festgelegt.
Diese Keywords stammen aus Ihrem eigenen Katalog, nicht aus einem Keywordtool. Exportieren Sie Teilenummern, Normbezeichnungen und Größenreihen aus dem ERP System in eine Tabelle und schreiben Sie neben jede Zeile, wie ein Käufer sie vermutlich eintippt.
- Schreibweisen von Größen: "DN 100" und "DN100", "M10x30" und "M10 30" werden gemeinsam gedacht.
- Regionale Schreibung: In der Schweiz steht "ss" statt "ß"; "Schweissen" und "Schweißen" werden deshalb getrennt geprüft.
- Werkstattsprache: Begriffe aus der Fertigung wie "Drehteile" oder "Frästeile" stehen neben der offiziellen Katalogbezeichnung.
- Normnummern: Suchen wie "DIN 912", "ISO 4762" oder "Werkstoff 1.4571" führen nur auf eine Produktseite, die diese Norm wirklich erfüllt.
Google Ads kann sehr selten gesuchte Keywords mit dem Status "Geringes Suchvolumen" versehen und vorübergehend aussetzen. Dann hilft eine Formulierung, die Produktfamilie und Norm verbindet, damit dieselbe Absicht weiter abgedeckt bleibt, ohne sich auf eine einzelne Teilenummer zu verlassen.
03Lohnfertigung: Verfahren, Werkstoff und Losgröße
Wer Lohnfertigung sucht, sucht kein Produkt, sondern eine Maschine, die seinen Auftrag erledigen kann; Keywords entstehen deshalb aus Verfahren, Werkstoff und Menge. Ein Verfahren pro Anzeigengruppe sorgt dafür, dass Anzeige und Seite die Fachsprache genau dieses Auftrags sprechen.
- Verfahren: "5 Achs CNC Fräsen", "Laserschneiden und Kanten von Blech", "Aluminium Druckguss", "Pulverbeschichtung Lohnarbeit".
- Werkstoff: "Edelstahl Blechbearbeitung", "Titan Zerspanung", "Spritzguss PA6 glasfaserverstärkt".
- Menge: "Serienfertigung", "Kleinserie", "Prototypenbau"; jede Stufe hat eine andere Ertragslage.
- Zertifizierte Fertigung: Bezeichnungen wie EN 9100 für die Luftfahrt oder IATF 16949 für die Automobilindustrie kommen nur auf die Liste, wenn das Zertifikat vorliegt.
Über Prototypensuchen entscheiden Sie vorab. Binden Einzelteile Ihre Maschinen, ohne die Rüstzeit zu tragen, gehören sie auf die Ausschlussliste; ist der Prototyp Ihr Weg zum Serienauftrag, laufen sie in einer eigenen Gruppe mit niedrigerem Gebot.
Auch der Standort hängt vom Verfahren ab. Bei schweren und sperrigen Teilen bestimmt die Frachtstrecke Ihr Angebot, deshalb begrenzen Sie die Ausrichtung auf Regionen, in die sich der Transport noch lohnt. Kleine, leichte Teile können im ganzen Land und oft auch in Nachbarländern beworben werden.
04Grauzonenbegriffe und die Wahl der Keyword Option
Das meiste Budget verbrennen in Industriekonten nicht die offensichtlichen Ausschlüsse, sondern Grauzonenbegriffe, die mal einen echten Einkäufer und mal einen Endkunden bringen. Stellenangebote und Studienfragen am ersten Tag auszuschließen ist leicht; schwierig sind Begriffe, die in beide Richtungen wirken.
- "Preis" und "Kosten": Tippt der Monteur, der ein Teil braucht, aber auch der Einkäufer, der vor einer Rahmenbestellung den Markt prüft; einen Monat beobachten, dann anhand des Suchbegriffberichts trennen.
- "Gebraucht" und "kaufen": Für einen Maschinenbauer mischen sie Neukäufer und Händler für Altmaschinen; verkaufen Sie keine Gebrauchtmaschinen, schließen Sie diesen Teil aus.
- "Reparatur", "Service", "Ersatzteile": Ohne eigenen Kundendienst ausschließen; mit Kundendienst in einer eigenen Kampagne mit eigenem Budget.
- "Nearshoring" und "Alternative zu Asien": Wer Lieferketten näher holt, ist eine echte Chance; der Text betont Lieferzeit und Erreichbarkeit.
Bei den Keyword Optionen starten Teilenummern und Normsuchen mit genau passender und passender Wortgruppe. Weitgehend passende Keywords warten, bis das Konto genug qualifizierte Conversions gesammelt hat und mit Smart Bidding läuft.
Suchbegriffe nach Wortbestandteilen zu gruppieren, statt sie einzeln zu lesen, macht die Grauzone schnell sichtbar. Fügen Sie den Bericht in die Wortgruppenanalyse für Suchbegriffe ein und sehen Sie, wie viel Suchen mit "Preis", "gebraucht" oder "wie funktioniert" insgesamt gekostet haben; die Entscheidung über Ausschlüsse beruht dann auf Daten.
05Technische Angaben und belegbare Aussagen im Anzeigentext
Ein Ingenieur prüft vor dem Klick drei Dinge: Größenbereich, Werkstoff und Zertifizierung. Ein Text in dieser Reihenfolge sortiert die falsche Person schon vor dem Klick aus. Der Qualitätsfaktor von Google setzt sich aus erwarteter Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Zielseite zusammen; er dient der Diagnose und ist keine direkte Eingabe in die Auktion.
- Anzeigentitel: Die gesuchte Teilenummer oder Norm und der gefertigte Bereich, etwa "Vorschweißflansche DN15 bis DN600".
- Beschreibung: Die Mindestbestellmenge steht klar im Text, damit Einzelstückkäufer gar nicht erst klicken.
- Snippet Erweiterungen: Unter der Überschrift "Typen" stehen Produktarten, unter "Dienstleistungen" Zusatzarbeiten wie Oberflächenbehandlung oder Montage.
- Bild Assets: Echte Fotos von echten Maschinen und Teilen, keine Renderings.
Führen Sie eine Zertifikatstabelle: Bezeichnung, abgedeckte Produkte, Ablaufdatum und Stelle in den Anzeigen. Nach Artikel 30 der Verordnung (EG) Nr. 765 vom 9. Juli 2008 darf die CE Kennzeichnung nur dort angebracht werden, wo eine Harmonisierungsvorschrift sie vorsieht; läuft ein Zertifikat ab oder wird sein Geltungsbereich enger, ändert sich der Anzeigentitel am selben Tag.
Vergleiche mit Wettbewerbern unterliegen auch im B2B dem § 6 UWG und müssen sich objektiv auf wesentliche, nachprüfbare Eigenschaften beziehen. Eine Zeile wie "doppelte Standzeit gegenüber Marke X" geht nur mit Prüfdaten online, und jede technische Formulierung gibt Ihre Technik frei.
06Was die Zielseite zeigen muss
Aus einer Anzeige wird nur dann eine Anfrage, wenn der Klickende Größe und Werkstoff, nach denen er gesucht hat, auf dem ersten Bildschirm sieht. Ein Einkäufer, der auf der Startseite oder in einem Katalog mit Hunderten Artikeln landet, wechselt meist zum Wettbewerber.
- Passende Überschrift: Die Seitenüberschrift wiederholt Produktname und Norm aus der Anzeige.
- Tabellen als Text: Maßtabellen stehen als Text, nicht als Bild, lassen sich auf dem Smartphone seitlich scrollen und kopieren.
- Optionen: Werkstoffgüten, Oberflächen und Toleranzklassen sind auf einen Blick sichtbar.
- Unterlagen: Datenblätter und Zertifikate lassen sich herunterladen, ohne das Formular zu verdrängen.
- Kontakt und Pflichtangaben: Das Anfrageformular sitzt auf der Seite, Anruf und WhatsApp bleiben mobil sichtbar, das Impressum nach § 5 DDG ist mit einem Klick erreichbar.
Werksseiten werden oft durch schwere Fotos und große PDF Dateien gebremst. Google bewertet eine Seite in den Core Web Vitals als gut, wenn LCP, also das Laden des Hauptinhalts, höchstens 2,5 Sekunden dauert, INP, die Reaktion auf Eingaben, höchstens 200 Millisekunden und CLS, die Verschiebung des Layouts, höchstens 0,1 beträgt. Prüfen Sie zuerst die Seiten mit dem meisten Anzeigenverkehr, und zwar auf dem Smartphone.
Tragen Ihre Produktseiten noch keine Anzeigen, kommt die Seite vor der Kampagne. Aufbau von Produktdaten und Anfrageformular beschreiben wir im Leitfaden zur Website für Hersteller.
07Messung vom Anruf bis zum Erstauftrag
Messung in der Industrie soll die Lücke schließen zwischen dem, was Google Ads eine Anfrage nennt, und dem, was Ihr Vertrieb einen Auftrag nennt. Solange diese Lücke offen ist, bewertet die Gebotsstrategie einen Studenten mit Katalogdownload genauso wie einen Einkäufer mit Jahresvertrag. Die Einrichtung folgt dieser Reihenfolge:
- Das Anfrageformular erhält versteckte Felder, damit Klick ID (GCLID) und UTM Werte zusammen mit der Anfrage ins CRM geschrieben werden.
- Für die Telefonnummer in Anzeigen und auf der Website wird eine Google Weiterleitungsnummer genutzt; eine Mindestdauer sorgt dafür, dass kurze und falsche Anrufe nicht zählen.
- Klicks auf den WhatsApp Button bleiben sekundäre Aktion; die eigentliche Conversion entsteht, wenn der Vertrieb den Chat im CRM als Anfrage anlegt.
- Die Phasen im CRM werden festgelegt: qualifizierte Anfrage, Angebot versendet, Muster verschickt, Erstauftrag.
- Diese Phasen werden regelmäßig als Offline Conversions in Google Ads hochgeladen; erweiterte Conversions für Leads ergänzen fehlende Klick IDs über einen gehashten E-Mail Abgleich.
- Die Phasen erhalten relative Werte, sodass ein Muster höher zählt als eine Anfrage und ein Erstauftrag höher als ein Muster.
Damit die Kampagnenkennzeichnung in allen Links einheitlich bleibt, hilft der UTM Generator. Das Formular braucht eine Datenschutzinformation nach Art. 13 DSGVO, und Tracking außerhalb des technisch Notwendigen setzt nach § 25 TDDDG eine Einwilligung voraus.
Dass die Anfrage schnell und vollständig im Vertrieb ankommt, ist ein eigener Ablauf; Zuweisung, Erinnerung und Messung der Antwortzeit behandeln wir in unserem Aufbau zur Leadgenerierung.
08Exportkampagnen: Sprache, Standort und Uhrzeit
Eine Exportkampagne ist keine Übersetzung der Heimatkampagne, sondern wird mit den Fachbegriffen des Käuferlandes neu aufgebaut. Ein französischer Einkäufer sucht Drehteile als "décolletage" oder "usinage", und die richtigen Wörter kommen aus Wettbewerberseiten des Zielmarkts und den E-Mails Ihrer Kunden, nicht aus dem Wörterbuch.
- Sprache und Seite: Anzeigensprache, Sprachausrichtung und Sprache der Zielseite stimmen überein; eine Produktgruppe ohne übersetzte Seite wird im Zielmarkt nicht beworben.
- Zweite Sprache: In Märkten wie den Niederlanden oder Skandinavien fängt eine kleine englische Anzeigengruppe Ingenieure ab, die auf Englisch suchen.
- Standortoption: Je Markt wählen Sie zwischen Personen im Land und Personen, die sich zusätzlich für das Land interessieren; die zweite Option bringt im Export oft Streuverkehr.
- Werbezeitplaner: Er richtet sich nach der Zeitzone des Kontos; rechnen Sie die Arbeitszeiten des Käufers vorher um.
Eine eigene Kampagne je Land erlaubt es, das Budget nach Bedeutung des Marktes zu verteilen und Ergebnisse je Land zu lesen. Mehrere kleine Märkte in einer Kampagne zu bündeln, ist nur bei gemeinsamer Sprache sinnvoll.
Gebiete unter den Handelssanktionen von Google gehören nie in die Ausrichtung, und Google Ads für Industrieunternehmen ersetzen keine Sanktionsprüfung; stimmen Sie die Länderliste mit Ihrer Exportabteilung ab. Haben Sie im Zielmarkt ein Lager oder eine Vertretung, sagen Sie es im Text; sonst nennen Sie Lieferzeit und Versandart ehrlich.
09Zielgruppen, YouTube und Meta für die zweite Begegnung
Weil Kaufentscheidungen Wochen dauern, halten Zielgruppenlisten und Video den Kontakt nach dem ersten Klick. Die Listen sind klein, doch jeder darauf hat Ihr Produkt bereits geprüft.
- Besucher technischer Seiten: Wer Maßtabelle oder Datenblatt angesehen, aber nicht angefragt hat, bildet eine eigene Liste.
- Abgebrochene Formulare: Wer das Anfrageformular geöffnet und nicht abgeschickt hat, sieht eine kurze Erinnerungsanzeige.
- Videozuschauer: Wer auf YouTube Ihr Video zu Fertigungslinie, Qualitätsprüfung oder Prüfstand gesehen hat, wird Suchkampagnen als Beobachtungszielgruppe hinzugefügt.
- Bestandskunden: Per Kundenabgleich bleiben sie aus Neukundenkampagnen heraus; hochgeladen werden nur Daten, die Sie selbst mit ordentlicher Information erhoben haben.
Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum verlangt Google den Einwilligungsmodus für Mess und Personalisierungsfunktionen. Ist das Cookie Banner nicht korrekt eingerichtet, bleiben Remarketinglisten leer oder verstoßen gegen die Regeln.
Suchen Sie Vertriebspartner oder verkaufen Sie eine Produktlinie direkt an Endkunden, kommen Anzeigen in sozialen Netzwerken hinzu. Ausrichtung und Leadformulare dafür beschreiben wir auf der Seite zur Meta Ads Betreuung; LinkedIn planen wir als eigenen Umfang.
10Gebotsstrategie und Reihenfolge der Automatisierung
In einem Industriekonto mit wenigen Conversions bleibt die Automatisierung begrenzt, bis genug Signale vorliegen; über den Wechsel zwischen Strategien entscheiden Daten, nicht der Kalender. Eine Kampagne mit wenigen Anfragen im Monat sofort vollautomatisch bieten zu lassen, überlässt den Algorithmus dünnen und verrauschten Daten.
- Start: Manueller CPC oder "Klicks maximieren" mit Obergrenze für den CPC; Ziel sind saubere Suchbegriffsdaten.
- Nächster Schritt: Kommen qualifizierte Anfragen regelmäßig, folgt "Conversions maximieren", mit der qualifizierten Anfrage als einziger primärer Conversion.
- Portfolio: Ähnliche Kampagnen mit geringem Volumen teilen eine Portfolio Gebotsstrategie und lernen aus gemeinsamen Daten.
- Wertbasiertes Bieten: Fließen Muster und Auftragswerte aus dem CRM zurück, testen Sie "Conversion Wert maximieren" oder einen Ziel ROAS.
- Performance Max: Zuletzt, mit ausgeschlossenen Markensuchen und eigenem Budget.
Vor und nach jedem Wechsel gelten dieselben Kennzahlen: Anteil qualifizierter Anfragen, Kosten pro Anfrage und Anteil aussortierter Suchen. Sinkt die Qualität nach der Umstellung, ist der Schritt zurück kein Scheitern, sondern ein Zeichen, dass die Daten noch nicht reichen. Jede solche Entscheidung steht mit Datum im Änderungsprotokoll.
11Budget nach Kapazität, Marge und Messekalender
In der Industrie ist das Werbebudget kein fester Monatsposten, sondern ein Ventil, das sich mit der Maschinenauslastung öffnet und schließt. Neue Anfragen für eine ausgelastete Linie belasten den Vertrieb mit Angeboten, die das Werk nicht liefern kann.
- Kapazität: Budget wandert zu Verfahren mit freien Maschinen; Produktkampagnen für volle Linien werden gedrosselt, die Markenkampagne läuft weiter.
- Marge: Die Produktgruppe, deren Angebote am häufigsten zu ertragreichen Aufträgen werden, kommt zuerst.
- Messen: Vor einer Messe wie der Hannover Messe werden Marken und Produktsuchen gestärkt; danach steht Remarketing für Standbesucher im Vordergrund.
- Kalender: Jahreseinkaufspläne der Kunden, Werksferien im Sommer und die Betriebsruhe zwischen den Jahren verschieben die Nachfrage.
- Abnehmerbranchen: Bausaison, Ernte oder ein Modellwechsel in der Automobilindustrie bewegen Lieferantensuchen Monate im Voraus.
Leiten Sie diese Zyklen aus eigenen Daten ab: Listen Sie zwei Jahre Anfragen nach Monaten auf und markieren Sie, welche Produktgruppe wann ihren Höhepunkt hat. Der Budgetplan baut auf diesem Kalender auf; seine Höhe bestimmen Zahl der Produktgruppen und Märkte.
Ein eigenes Budget je Kampagne statt eines gemeinsamen Topfes macht klar, welcher Hahn bei veränderter Kapazität zugedreht wird. Bei Google Ads für Industrieunternehmen wird jede Budgetänderung im laufenden Monat mit Grund protokolliert, damit Ausschläge im Bericht später erklärbar bleiben.
12Anfragequalität und Aufträge im Bericht lesen
Die erste Zeile eines Industrieberichts sind nicht Klicks oder Impressionen, sondern Kosten pro qualifizierter Anfrage und die Zahl der Anfragen, aus denen Aufträge wurden. Klickrate und durchschnittlicher CPC bleiben als Diagnose weiter unten.
- Kosten pro Anfrage: Nur auf qualifizierte Anfragen gerechnet und nach Produktgruppe und Verfahren getrennt.
- Übergangsquoten: Anteil von Anfrage zu Angebot, von Angebot zu Muster und von Muster zu Erstauftrag, je Kampagne.
- ROAS: Auf Basis des Auftragsumsatzes und wegen des Verkaufszyklus mit Verzögerung gelesen.
- Anteil an Impressionen: Wie oft Anzeigen bei Suchen nach Teilenummer und Norm erscheinen, samt dem Anteil, der durch Budget oder Rang verloren geht.
- Aussortierter Verkehr: Anteil der Kosten für Suchen, die als Endkunde, Jobsuche oder Studienfrage aussortiert wurden.
Da Aufträge Monate später eintreffen, lesen Sie den Bericht in zwei Fenstern: Anfragen des letzten Monats und Aufträge des letzten Quartals. Eine Kampagne nur nach den Aufträgen des letzten Monats zu beenden, übersieht Anfragen, die noch reifen.
Bezahlte und organische Suche gehören in dasselbe Bild. Um zu sehen, was mit Markensuchen passiert, wenn Anzeigen gedrosselt werden, und um die organische Sichtbarkeit für Teilenummern auszubauen, verfolgen Sie SEO für Industrieunternehmen im selben Bericht.
13Häufige Fehler in Werbekonten der Industrie
In den Herstellerkonten, die wir prüfen, liegen Probleme selten am Budget, sondern an wenigen Entscheidungen beim Aufbau. Zu jedem Fehler steht hier die bessere Alternative.
- Teilenummern weitgehend passend lassen: Suchen nach Codes driften zu fremden Größen und Marken; starten Sie genau und als Wortgruppe passend und erweitern Sie erst mit Daten.
- Katalogdownloads als primäre Conversion zählen: Die Gebotsstrategie hält Studierende für Einkäufer; machen Sie Downloads sekundär und die qualifizierte Anfrage primär.
- Die ganze Welt in einer Kampagne: Das Budget fließt in den Markt mit den billigsten Klicks; bauen Sie je Land und Sprache eine Kampagne mit eigener Seite.
- Abgelaufene Zertifikate im Text: Das schafft rechtliche und reputative Risiken; gleichen Sie die Zertifikatstabelle jedes Quartal mit den Anzeigen ab.
- Antwortzeit nicht messen: Eine Anfrage, die erst am nächsten Tag beantwortet wird, landet beim Wettbewerber; machen Sie die erste Antwortzeit zu einer Zeile im Bericht.
- Kompatible Teile als Original darstellen: Das führt zu Markenbeschwerden und Ablehnungen; schreiben Sie klar "passend für" oder "Ersatz für".
Diese Liste mit dem eigenen Konto abzugleichen, ist die günstigste Verbesserung bei Google Ads für Industrieunternehmen, bevor eine neue Kampagne startet.
14Partnerwahl und Vorbereitung auf das Erstgespräch
Bei der Wahl eines Partners für Google Ads für Industrieunternehmen zählt zuerst, ob er das Konto mit Auftragsdaten verbinden kann; Messdisziplin wiegt so schwer wie Branchenerfahrung. Stellen Sie im Erstgespräch diese Fragen:
- Auf wessen Namen wird das Google Ads Konto eröffnet, und von wessen Karte geht die Zahlung an Google?
- Wer richtet den Import von Offline Conversions aus dem CRM ein, und wer legt die Phasen fest?
- Wie oft wird der Suchbegriffbericht gelesen, und wo werden Ausschlussentscheidungen festgehalten?
- Wer gibt technische Angaben und Zertifikatsaussagen im Anzeigentext frei?
- Ist die Betreuungsgebühr ein Prozentsatz des Werbebudgets oder ein fester Betrag?
Die Antworten zeigen schnell, ob eine Agentur Google Ads für Industrieunternehmen als Klickgeschäft oder als Teil Ihres Vertriebsprozesses versteht.
Gute Vorbereitung beschleunigt den Start. Eine Liste der Produktgruppen, Mindestbestellmengen, vorhandenen Zertifikate, der Herkunft der Aufträge des letzten Jahres und der angestrebten Exportmärkte genügt. Ein Lesezugriff auf ein bestehendes Werbekonto erlaubt es, im Erstgespräch über konkrete Lücken zu sprechen.
Wie wir Kontostruktur und Messplan aufbauen, sehen Sie auf der Seite zur Google Ads Betreuung. Unsere Pakete finden Sie auf der Preisseite, und über Ihre Produkte und Kapazitäten sprechen wir gern, wenn Sie uns über das Kontaktformular schreiben.