So Nutzen Sie den Google Ads Keywordplaner

Kurze Antwort
Was Ist der Google Ads Keywordplaner und Wie Nutzen Sie Ihn?
Der Google Ads Keywordplaner ist ein kostenloses Tool in jedem Google Ads Konto. Er bietet zwei Hauptfunktionen: neue Keywordideen finden und für eine vorhandene Liste Suchvolumen sowie Prognosen abrufen. Diese zwei Modi bilden den Ausgangspunkt für die meiste Kampagnenplanung.
Unser Team öffnet dieses Tool fast immer, bevor eine Suchkampagne startet. Kein anderes kostenloses, offizielles Tool kombiniert einen Ideengeber und einen Prognoserechner auf diese Weise. Ein kleines Geschäft und ein großer Onlineshop nutzen dieselbe Oberfläche; der Unterschied liegt darin, wie jeder die Zahlen liest.
Jede Zahl, die das Tool liefert, ist eine Schätzung, keine Garantie. Dieser Leitfaden führt Sie durch den Zugriff, die zwei Modi und die Zuverlässigkeit von Wettbewerbs- und Gebotsdaten. Außerdem zeigen wir die häufigsten Fehler aus unserer täglichen Praxis mit dem Tool.
Beispiel: Vor dem Start einer neuen Produktlinie durchsuchen Sie zunächst Ihre Kategorienamen im Keywordplaner. Danach übertragen Sie die Liste in den Prognosemodus, um zu prüfen, ob Ihr Budget realistisch ist. Diese zweistufige Gewohnheit stützt die Planung auf historische Daten statt auf reines Raten.
Kurz gesagt, achten Sie in diesem Leitfaden besonders auf die Begriffe Schätzung, Spanne und historische Daten. Keine Zahl, die das Tool liefert, ist am Ende ein festes Versprechen. Richtig gelesen liefert sie Ihnen trotzdem einen realistischen Rahmen, bevor Sie Ihr Budget einsetzen, und genau darin liegt der eigentliche Wert des Werkzeugs.
Wie Greifen Sie auf den Google Ads Keywordplaner Zu?
Für das Tool benötigen Sie ein aktives Google Ads Konto; ein kostenloses Konto reicht dafür völlig aus. Melden Sie sich zuerst an, öffnen Sie dann oben im Menü Tools und Einstellungen, anschließend Planung und dort den Keywordplaner. Menünamen ändern sich mit der Zeit, daher lohnt ein Blick ins offizielle Google Ads Hilfecenter, wenn ein Schritt anders aussieht.
- Melden Sie sich in Ihrem Google Ads Konto an.
- Öffnen Sie oben im Menü Tools und Einstellungen.
- Wählen Sie unter Planung den Keywordplaner aus.
- Entscheiden Sie sich für Neue Keywords entdecken oder Suchvolumen und Prognosen abrufen.
Für einige Basisfunktionen, etwa neue Keywordideen, verlangt Google zunächst Rechnungsdaten in Ihrem Konto. Diese Bedingung soll Missbrauch des kostenlosen Tools verhindern; sie bedeutet nicht, dass Google Geld abbucht. Erst wenn Sie tatsächlich eine Kampagne starten, fallen Kosten an.
Wir empfehlen den Browser auf dem Desktop statt einer mobilen App, denn Tabellen und Filter zeigen sich auf kleinen Bildschirmen oft unvollständig. Hängt Ihr Konto zudem an einem Verwaltungskonto, sehen Sie unter Umständen leicht andere Zahlen als bei direktem Login. Das ist ein normaler Unterschied in der Sitzung, kein Fehler.
Ebenso handhaben Agenturen den Zugriff über den eigenen Login, sobald der Kundenzugriff einmal eingerichtet ist. Dennoch bleibt die Grundregel gleich: Das Tool hängt immer an einer gültigen Sitzung, niemals an einer separaten Mitgliedschaft oder einem eigenen Passwort.
Welche Zwei Grundfunktionen Bietet der Google Ads Keywordplaner?
Laut der offiziellen Google Ads Hilfe zum Keywordplaner arbeitet das Tool über zwei getrennte Einstiege. Jeder beantwortet eine andere Frage. Ein Modus liefert frische Ideen, der andere prüft eine vorhandene Liste.
| Merkmal | Neue Keywords entdecken | Suchvolumen und Prognosen abrufen |
|---|---|---|
| Eingabe | Ein paar Begriffe oder eine Website | Eingefügte Liste oder CSV Datei |
| Ergebnis | Neue Keywordideen und Gruppen | Volumen, Wettbewerb, Prognose |
| Idealer Zeitpunkt | Frühe Ideenfindung | Prüfung vor dem Start |
| Datenzuverlässigkeit | Explorativ, auf Schätzung basierend | Auf historischen Daten basierend |
Betrachten Sie die zwei Modi als Ergänzung, nicht als Alternative. Zunächst starten Sie mit der Ideenfindung für eine breite Liste. Danach übertragen Sie diese Liste in den Prognosemodus, um zu sehen, welche Begriffe zu Ihrem Budget passen. Wer nur den ersten Modus nutzt, bleibt beim Thema Kosten im Dunkeln; wer nur beim zweiten startet, verpasst frische Chancen.
Zusammengefasst ergänzen sich die beiden Modi wie zwei Hälften eines Prozesses: Die eine Hälfte liefert Breite, die andere liefert Tiefe. Wer beide konsequent kombiniert, plant folglich mit deutlich weniger Rätselraten als jemand, der nur einen Modus kennt.
Wie Funktioniert der Modus Neue Keywords Entdecken?
In diesem Modus geben Sie ein paar Begriffe, eine Produktkategorie oder Ihre Websiteadresse ein. Das Tool schlägt daraus passende Begriffe vor. Bei einer Websiteadresse durchsucht Google den Seiteninhalt und versucht, unpassende Begriffe auszusortieren; trotzdem müssen Sie die Liste von Hand prüfen.
Vor dem Aufbau Ihrer eigenen Liste liefert unser Tool zur Analyse von Suchbegriffen einen schnellen ersten Überblick. Anschließend bestätigen Sie die Treffer im offiziellen Keywordplaner. Beide Werkzeuge zusammen ergeben einen stabileren Ideenpool als eine einzelne Quelle allein.
Die Ergebnisse erscheinen meist nach Themen gruppiert, sodass Sie die größte Kategorie sofort erkennen. Streichen Sie branchenfremde Begriffe schon in diesem frühen Schritt heraus; so sparen Sie später Zeit und halten Ihre Liste mit auszuschließenden Keywords kleiner.
Andererseits lohnt es sich nicht, jeden einzelnen Vorschlag sofort zu übernehmen. Prüfen Sie stattdessen, ob ein Begriff tatsächlich zu Ihrem Angebot passt, denn ein zu breiter erster Filter kostet später bei der Kampagnenpflege mehr Zeit, als er am Anfang spart.
Was Bietet der Modus Suchvolumen und Prognosen Abrufen?
Hier besitzen Sie bereits eine Keywordliste. Sie fügen diese ein oder laden eine CSV Datei mit einer Spalte hoch. Das Tool zieht dann das historische Suchvolumen für diese Begriffe. Außerdem schätzt es Klicks, Impressionen und Kosten für ein gewähltes Budget.
Der Prognosebildschirm zeigt vor dem ersten Anzeigenstart, ob Ihr geplantes Budget realistisch wirkt. Zum Vergleich hilft unser Google Ads Budgetrechner dabei, Gebot und Tagesbudget klarer festzulegen.
Beim CSV Upload braucht die einzelne Spalte die Überschrift Keyword. Für Kampagne, Standort oder Anzeigengruppe nutzen Sie stattdessen die vollständige Planvorlage. Eine falsch formatierte Datei überspringt manche Zeilen lautlos, daher lohnt ein Abgleich der Zeilenzahl nach dem Upload.
Zudem lohnt ein zweiter Blick auf Sonderzeichen und Leerzeichen am Anfang oder Ende eines Begriffs, denn solche kleinen Abweichungen führen sonst dazu, dass das Tool zwei eigentlich identische Keywords als getrennte Zeilen behandelt.
Brauchen Sie ein Konto für den Google Ads Keywordplaner?
Ja, das Tool läuft ausschließlich innerhalb eines Google Ads Kontos; einen separaten Zugang gibt es nicht. Ein kostenloses Konto reicht aus, und Sie benötigen weder eine aktive Kampagne noch ein Werbebudget, um das Tool zu öffnen.
Oberfläche und Kontomodi ändern sich mit der Zeit, daher weichen die Zugriffsschritte je nach Kontotyp manchmal ab. Finden Sie die erwartete Option im Panel nicht, prüfen Sie lieber das Google Ads Hilfecenter statt zu raten. Schließlich aktualisiert Google die Oberfläche häufig, und ein falscher Menüname führt schnell in die falsche Richtung.
Agenturen handhaben das genauso: Sobald der Zugriff auf ein Kundenkonto besteht, erreicht ein Berater dasselbe Tool über den eigenen Login. Der wichtige Punkt bleibt gleich: Das Tool hängt immer an einer Google Ads Sitzung, nicht an einem eigenständigen Passwort.
Was Bedeutet die Spalte Wettbewerb Wirklich?
Der Wettbewerbswert ist ein relativer Indikator, der ein Keyword als niedrig, mittel oder hoch einstuft. Konkret fasst er zusammen, wie dicht ein Begriff im Vergleich zu anderen Keywords besetzt ist, nicht die genaue Zahl der Werbetreibenden.
Zwei Keywords mit demselben Label können in der Realität sehr unterschiedliche Märkte beschreiben. Ein Keyword mit geringem Suchvolumen erhält den niedrigen Wettbewerbswert manchmal allein deshalb, während ein stark gefragter Begriff seinen hohen Wert aus echtem Interesse der Werbetreibenden bekommt. Das Label allein verrät also nicht, ob sich ein Keyword lohnt; dafür betrachten Sie Volumen, Kosten und Ihre eigene Konversionshistorie gemeinsam.
Die Verteilung dieses Labels unterscheidet sich zudem je Branche. Manche Branchen zeigen fast nur hohe Werte, während eine Nische den hohen Wert deutlich seltener zeigt. Sobald Sie das Muster Ihrer eigenen Branche kennen, lesen Sie das Label künftig leichter richtig.
Sind die Zahlen der Gebotsspanne Exakt?
Nein, die Zahlen der Gebotsspanne sind keine feste Preisliste. Die offizielle Google Ads Hilfe zu Prognosen erklärt, dass diese Spannen aus den Geboten der letzten 30 Tage für Anzeigen oben auf der ersten Ergebnisseite stammen. Bei Keywords mit wenig Gebotshistorie fehlt die Spanne daher manchmal ganz.
Die Spanne garantiert außerdem nicht den tatsächlichen Preis. Stattdessen verändern Ihre Gebotsstrategie, der Qualitätsfaktor und die angestrebte Position das Ergebnis. Betrachten Sie die Gebotsspanne als ersten Anhaltspunkt, nicht als feste Rechnung.
Ein ganz neuer Produktname oder ein selten gesuchter Begriff zeigt oft noch keine Spanne, einfach weil dem System genügend Historie für eine solide Schätzung fehlt. In solchen Fällen bringt ein kleines Tagesbudget zum Sammeln echter Daten meist mehr als das Warten auf eine Spanne.
Was Unterscheidet Suchvolumen von Prognosezahlen?
Das Suchvolumen zeigt, wie oft Nutzer einen Begriff in der Vergangenheit gesucht haben. Google berechnet diesen Wert nur für die exakte Übereinstimmung, daher ändern Gebot, Budget oder Qualitätsfaktor diese Zahl nie. Prognostizierte Impressionen und Klicks funktionieren umgekehrt: Sie berücksichtigen genau diese Faktoren und verändern sich mit dem gewählten Keywordoptionstyp.
Dieser Unterschied kann beim Vergleich zweier Keywords verwirren: Ein Begriff mit hohem Volumen zeigt bei niedrigem Gebot trotzdem eine schwache Impressionsprognose. Mehr zum Einfluss der Gebotsstrategie finden Sie in unserem Beitrag zu Smart Bidding Strategien.
In der Praxis zeigt das Suchvolumen die Größe des Marktes. Der Prognosebildschirm zeigt dagegen, welchen Anteil dieses Marktes Ihr Budget realistisch erreicht. Beide Zahlen wie eine einzige zu lesen, ist der Planungsfehler, den wir am häufigsten sehen.
Warum Zeigen Konten Ohne Aktive Kampagne Breitere Spannen?
Google zeigt manche Datenpunkte als breite Spanne statt als genaue Zahl, wenn ein Konto wenig Ausgaben oder Kampagnenaktivität vorweist. Konkret greift das System auf eine breitere Schätzung zurück, sobald ihm genügend kontospezifische Historie fehlt. Dieses Verhalten und die Schwelle dafür können sich ändern, daher lohnt ein Blick ins Google Ads Hilfecenter.
Neue Konten oder solche ohne bisherige Kampagne zeigen dieses Muster häufiger. Statt ein Keyword wegen dünnen Volumens vorzeitig zu verwerfen, lohnt auch unser Ansatz zu Keywords mit geringem Suchvolumen. Schließlich spiegelt die angezeigte Zahl nicht immer das volle Bild.
Manche Marketer umgehen das mit einem kleinen Testbudget. Sobald echte Ausgabenhistorie entsteht, liefert das System engere, kontospezifische Schätzungen. Dieser Prozess verlangt Geduld; wenige Tage an Daten verändern selten viel, daher lohnen sich keine voreiligen Schlüsse aus frühen Zahlen.
Betrachten Sie die breite Spanne in den ersten Wochen eines neuen Kontos also eher als normalen Startzustand denn als Störung. Mit der Zeit sammelt Ihr Konto seine eigene Historie, und dieselben Keywords zeigen sich dann zunehmend präziser.
Welche Filter Stehen im Google Ads Keywordplaner Zur Verfügung?
Ein paar Filter verkleinern eine lange Trefferliste auf ein handliches Maß. Kombiniert bringen sie Sie am schnellsten zum Ziel.
- Standort: Land oder Stadt, in der Anzeigen erscheinen würden.
- Sprache: die Sprache der suchenden Person.
- Suchnetzwerk: nur Google Suchergebnisse oder auch Partnerseiten.
- Zeitraum: welcher Zeitraum die Volumendaten abdeckt.
- Wettbewerb: Filterung nach niedrig, mittel oder hoch.
Gestapelt verwandeln diese Filter Tausende Vorschläge in wenige Hundert brauchbare Zeilen. Trotzdem ersetzt eine gefilterte Liste nie die manuelle Prüfung, besonders bei Begriffen mit Risiko für die Markensicherheit.
Ein zu enger Standortfilter, etwa ein einzelner kleiner Stadtteil, liefert manchmal fast keine Daten. Suchen Sie in diesem Fall zunächst auf Stadtebene. Deuten Sie das Ergebnis danach im Kontext Ihres echten Einzugsgebiets; das liefert eine stabilere Antwort als eine zu feine Auswahl von Anfang an.
Ist es Sinnvoll, den Eigenen Markennamen oder Mitbewerber zu Suchen?
Die Suche nach dem eigenen Markennamen ist nützlich und verstößt gegen keine Regel; sie zeigt lediglich, wie oft Nutzer nach Ihnen suchen. Den Markennamen eines Mitbewerbers in die Suchleiste einzugeben, ist technisch möglich. Diesen Begriff jedoch in der eigenen Anzeige zu nutzen, unterliegt einer anderen, markenrechtlichen Regelung.
Bemerken Sie, dass ein Mitbewerber auf Ihren Markennamen bietet, dokumentieren Sie den Fall zuerst und notieren Sie dabei Datum sowie die genaue Anzeige. Den vollständigen Ablauf beschreiben wir in unserem Beitrag zur Markenbeschwerde gegen Mitbewerber.
Das Suchvolumen im Keywordplaner bestätigt nicht, dass ein Mitbewerber tatsächlich Anzeigen auf Ihren Namen schaltet; es zeigt nur, wie oft der Begriff gesucht wird. Prüfen Sie stattdessen echte Suchergebnisse oder eine Transparenzquelle für Anzeigen.
Wie Gruppieren Sie Keywords und Fügen Sie Einer Kampagne Hinzu?
Gefallen Ihnen bestimmte Keywords, speichern Sie diese in Ihrem Plan. Von dort übertragen Sie die Begriffe direkt in eine bestehende Kampagne oder Anzeigengruppe. Das Tool schlägt zudem automatische Gruppierungen nach Thema vor; diese Funktion läuft in der englischen Oberfläche allerdings stabiler.
- Fassen Sie Begriffe zum selben Produkt oder zur selben Leistung zusammen.
- Mischen Sie sehr breite und sehr spezifische Begriffe nicht in einer Gruppe.
- Planen Sie für jede Gruppe eine eigene Anzeige statt einer einzigen für alle.
Eine gute Gruppierung beeinflusst zudem, wie gut Ihre Anzeige zum Keyword passt. Diesen Zusammenhang erklären wir ausführlich in unserem Beitrag zur Anzeigenstärke bei Google Ads.
Bevor Sie eine gespeicherte Liste in eine laufende Kampagne übertragen, wählen Sie für jeden Begriff einen Keywordoptionstyp. Weitgehend passend, passende Wortgruppe und genau passend lösen aus demselben Keyword sehr unterschiedliche Suchanfragen aus. Diesen Schritt zu überspringen, macht einen Teil der vorherigen Sorgfalt wieder zunichte.
Lässt Sich der Google Ads Keywordplaner Auch für SEO Nutzen?
Ja, viele Fachleute für SEO nutzen dieses Tool ebenfalls für Contentideen, weil das Suchvolumen einen Hinweis auf echtes Nutzerinteresse gibt. Allerdings wurde das Tool zuerst für Werbetreibende entwickelt. Deshalb übersieht es gelegentlich Longtailbegriffe und Fragebegriffe, die ein organisch ausgerichtetes Werkzeug eher erfasst.
Die passende Verteilung dieser Ideen auf einzelne Seiten ist eine eigene Aufgabe. Diesen Prozess beschreiben wir in unserem Beitrag zur Keywordzuordnung.
Für die organische Recherche ignorieren Sie die Wettbewerbsspalte am besten; sie misst die Konkurrenz zwischen Werbetreibenden, nicht die Schwierigkeit einer organischen Platzierung. Wer beide Konzepte vermischt, setzt bei den Inhalten oft die falschen Prioritäten.
Wie Hilft der Keywordplaner bei Auszuschließenden Keywords?
Wirkt ein Vorschlag branchenfremd oder signalisiert er eine schwache Kaufabsicht, tragen Sie den Begriff direkt in Ihre Liste auszuschließender Keywords ein. So bewahren Sie Ihr Budget schon vor dem Start vor Klicks, die nie zu einem Ergebnis geführt hätten.
Unser Leitfaden zu auszuschließenden Keywords passt gut zur Ausgabe des Keywordplaners, wenn Sie daraus eine feste Routine machen möchten.
Beispiel: Bei einem Möbelgeschäft tauchen unter den Vorschlägen manchmal Begriffe wie gebrauchte Möbel oder Möbelreparatur auf. Diese wirken verwandt mit dem Sortiment, signalisieren aber eine völlig andere Absicht. Solche Begriffe schon vor dem Start auszuschließen, schützt das Budget der ersten Woche.
Die Arbeit an auszuschließenden Keywords endet nicht mit dem Start. Stattdessen liefert der Suchbegriffsbericht laufend neue, branchenfremde Anfragen, sodass eine regelmäßige Prüfung die erste Liste des Keywordplaners mit der Zeit schärft.
Welche Fehler Sollten Sie beim Google Ads Keywordplaner Vermeiden?
Das Tool liefert einen starken Ausgangspunkt. Allerdings schaden einige wiederkehrende Fehllesungen den Kampagnenentscheidungen.
- Prognosezahlen als garantiertes Ergebnis behandeln.
- Den Wettbewerbswert als einzigen Entscheidungsfaktor nutzen.
- Nur die Begriffe mit dem höchsten Volumen wählen und Longtailchancen übergehen.
- Eine Kampagne ganz ohne Liste auszuschließender Keywords starten.
- Die Saisonalität ignorieren und einem einzelnen Monat vertrauen.
Diese Fehler zu vermeiden, bedeutet vor allem, jede Zahl zusammen mit den anderen zu lesen: vergangene Leistung, Saisonalität und Budget gemeinsam. Die Entscheidung allein aus einem Bildschirm zu treffen, ist der häufigste Planungsfehler, den wir sehen.
Ein letzter häufiger Fehler ist die monatelange Weiternutzung einer alten Liste ohne erneute Prüfung. Das Suchverhalten verändert sich mit der Zeit. Eine regelmäßige Überprüfung Ihrer Liste hält eine Kampagne daher nah am tatsächlichen Suchverhalten von heute.
Was Unterscheidet den Keywordplaner von Professioneller Betreuung?
Das Tool liefert Rohdaten und eine grobe Schätzung. Diese Daten in eine solide Gebotsstrategie, Anzeigentexte und eine Budgetverteilung zu verwandeln, verlangt dagegen eigene Erfahrung. Talha Aslan und das Team nutzen diese Daten täglich; trotzdem trägt jedes Konto eine eigene Historie und ein eigenes Wettbewerbsumfeld, daher handeln wir nie nach einer einzigen Zahl allein.
Möchten Sie diesen Prozess lieber in professionelle Hände geben, lohnt ein Blick auf unsere Google Ads Verwaltung. Dort verwandelt das Team die Ausgabe des Keywordplaners gemeinsam mit Ihnen in eine vollständige Kampagnenstruktur und Gebotsstrategie.
Teams, die diese Daten am besten lesen, ziehen aus derselben Liste oft sehr unterschiedliche Schlüsse. Das liegt daran, dass die Entscheidung auf Kontohistorie, branchenbedingter Saisonalität und Budgetspielraum beruht, nicht auf einer einzelnen Bildschirmzahl. Das Tool allein liefert dieses Urteil nicht; Erfahrung schließt diese Lücke.
Wie Lösen Sie Häufige Technische Probleme?
Manchmal wirken die Daten im gleichen Konto widersprüchlich. Meist erklären Browsercache, die Sitzung oder die Art des Zugriffs diesen Unterschied.
- Leeren Sie Cache und Cookies Ihres Browsers.
- Versuchen Sie es erneut in einem privaten Fenster.
- Prüfen Sie den Zugriff von einem anderen Gerät oder Browser aus.
- Kontrollieren Sie, ob Sie direkt oder über ein Verwaltungskonto angemeldet sind, denn beide Wege zeigen teils andere Zahlen.
Bleibt das Problem nach diesen Schritten bestehen, öffnen Sie lieber eine offizielle Supportanfrage über das Google Ads Hilfecenter, statt sich einen eigenen Umweg zu suchen.
Manche Abweichung entsteht einfach dadurch, dass mehrere Personen das Konto zu unterschiedlichen Tageszeiten prüfen. Da sich die Daten täglich aktualisieren, ist eine kleine Lücke zwischen der Zahl von gestern und heute normal, kurz gesagt also kein Fehler, dem Sie nachgehen müssen.
Wie Wirkt sich Saisonalität auf die Prognosen des Google Ads Keywordplaners Aus?
Der Prognosebildschirm aktualisiert sich täglich und stützt seine Zahlen auf die letzten sieben bis zehn Tage, angepasst an die Saisonalität. Dieses Zeitfenster erfasst eine kurzfristige Schwankung, etwa eine Ferienwoche. Allerdings erfasst es nicht immer einen langfristigen, jährlich wiederkehrenden Zyklus.
Ein Anbieter von Schulbedarf sieht beim Öffnen des Tools im Hochsommer noch nicht den erwarteten Herbstanstieg, weil die Prognose das Verhalten der aktuellen Woche widerspiegelt. In solchen Branchen liefert der Vergleich einer einzelnen Momentaufnahme mit der eigenen Kontoleistung aus früheren Jahren ein stabileres Bild.
Verkaufen Sie ein saisonales Produkt, verfolgen Sie Ihre eigene Leistung aus früheren Zyklen. Pausieren Sie eine Kampagne also nicht allein aufgrund der Prognose einer einzigen Woche. Das Tool liefert eine Momentaufnahme; den Kontext des ganzen Jahres liefern Sie selbst.
Wie Nutzen Sie den Google Ads Keywordplaner für Internationale Kampagnen?
Werben Sie in mehreren Ländern, führen Sie Standort- und Sprachfilter für jeden Markt getrennt durch. Schließlich kann dasselbe Keyword von einem Land zum nächsten ein völlig anderes Volumen zeigen. Eine einzige, breite Suche für alle Märkte riskiert eine falsche Budgetverteilung irgendwo auf dem Weg.
Die Sprache bringt eine weitere Ebene mit sich, denn lokale Formulierungen unterscheiden sich sogar zwischen Ländern mit derselben Sprache. Eine getrennte Suche pro Zielmarkt, jeweils in einer eigenen Liste gespeichert, hält die spätere Kampagnenstruktur deutlich aufgeräumter.
Wechselkurse führen außerdem dazu, dass Gebot und Budget von Markt zu Markt in unterschiedlichen Währungen erscheinen. Vergleichen Sie diese Zahlen ohne Umrechnung, wirkt Ihr Budget schnell deutlich größer oder kleiner, als es tatsächlich ist.
Zum Schluss lohnt ein Blick einer ortskundigen Person auf die fertige Liste, denn Suchverhalten unterscheidet sich auch kulturell und nicht nur sprachlich. Eine reine Übersetzung übersieht so manche Formulierung, die Menschen im Zielmarkt tatsächlich verwenden.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



