Google Maps einbetten: Wird die Website dadurch langsam? 4 leichtere Wege

Kurze Antwort
Macht es die Website langsam, Google Maps einzubetten?
Ja, eine eingebettete Karte von Google Maps kann eine Seite spürbar bremsen, denn der iframe lädt eigene Skripte, Schriften und Kartenkacheln von einer fremden Quelle. Allerdings steuern Sie den Großteil dieser Last selbst. Lazy Loading, eine Vorschau zum Anklicken oder ein Routenbutton auf dem Smartphone senken den Aufwand fast auf null.
Wir sind Talha Aslan und Team und helfen regelmäßig Unternehmen, die eine Karte auf der Kontaktseite, einer Standortseite oder im Footer der Startseite zeigen möchten. In diesem Leitfaden erklären wir, was eine Karte wirklich lädt, wann sie Probleme macht und welche leichteren Wege besser funktionieren. Außerdem zeigen wir, welche Methode wir für welchen Seitentyp empfehlen.
Was lädt eine eingebettete Karte eigentlich?
Eine eingebettete Karte ist im Grunde eine zweite Webseite innerhalb Ihrer Seite. Der Browser baut also neben Ihren Inhalten die komplette Kartenanwendung von Google auf. Deshalb steckt hinter dem kurzen Einbettungscode eine ganze Reihe von Anfragen.
- JavaScript Dateien, die die Kartenoberfläche steuern.
- Schriften und Stildateien für Beschriftungen und Zoomknöpfe.
- Bildkacheln, aus denen die Karte selbst besteht.
- Zusätzliche Verbindungen für Messung und Sitzung.
Zum Beispiel kann auf einer Leistungsseite mit Text, einigen Bildern und einem Formular die Karte einen großen Teil des gesamten Downloads ausmachen. Die genaue Menge hängt von Standort, Zoomstufe und Browser ab. Daher empfehlen wir, auf Ihrer eigenen Seite zu messen. Der Netzwerkbereich in den Entwicklertools Ihres Browsers zeigt Ihnen, wie viele Anfragen die Karte stellt und wie viele Kilobyte sie lädt.
Zudem spielt der Verbindungsaufbau eine Rolle. Für jede neue Domain öffnet der Browser eine eigene Verbindung, und das kostet gerade im langsamen Mobilfunknetz Zeit. Die Last einer Karte endet also nicht bei der Dateigröße.
Welche Messwerte beeinflusst Google Maps auf Ihrer Seite?
Google Maps schadet vor allem, weil es den Hauptthread beschäftigt und sich die Bandbreite mit Ihren eigenen Dateien teilt. Folglich zeigt sich die Wirkung nicht in einer einzigen Zahl, sondern in mehreren Werten. Die Bedeutung dieser Werte erklären wir ausführlich in unserem Leitfaden zu den Core Web Vitals; hier fassen wir nur den Bezug zur Karte zusammen.
- LCP (Largest Contentful Paint): Konkurrieren Kartendateien mit Ihrem Titelbild um Bandbreite, erscheint das Titelbild später.
- INP (Interaction to Next Paint): Tippt jemand auf einen Button, während Kartenskripte laufen, reagiert die Seite träger.
- CLS (Cumulative Layout Shift): Hat der Kartenbereich keine feste Höhe, springt der Inhalt beim Laden nach unten.
Andererseits verändert eine Karte am Seitenende mit Lazy Loading diese Werte meist kaum. Kurz gesagt liegt das Problem weniger an der Karte selbst als an Position und Einbindung.
Ein Beispielszenario: Eine Restaurantseite zeigt die Karte direkt unter dem Bild der Speisekarte, und die Karte lädt sofort. Der Besucher am Smartphone möchte die Speisekarte lesen, doch der Browser beschäftigt sich gleichzeitig mit Kartendateien. Rückt die Karte nach unten und lädt verzögert, bekommt das Bild Vorrang.
Gehört die Karte in den ersten Bildschirm oder nach unten?
Auf den meisten Unternehmensseiten muss die Karte nicht im ersten Bildschirm stehen. Besucher wollen zuerst lesen, was Sie anbieten, wo Sie arbeiten und wie sie Sie erreichen. Deshalb platzieren wir die Karte meist direkt unter den Kontaktdaten oder im letzten Abschnitt der Seite.
Allerdings ist der Standort auf manchen Seiten der eigentliche Inhalt. Etwa bei einem Parkplatz, einem Veranstaltungsort oder einer Liste mehrerer Filialen sucht der Besucher genau die Karte. Dann rückt die Karte nach oben, trotzdem empfehlen wir auch hier eine Vorschau zum Anklicken.
Eine einfache Regel hilft daher. Können Besucher ohne Karte entscheiden, bleibt sie unten. Ist der Standort entscheidend, darf sie nach oben, lädt den schweren Code aber nicht sofort. Den allgemeinen Aufbau dieses Seitentyps beschreiben wir im Beitrag Kontaktseite gestalten.
Außerdem reicht im ersten Bildschirm oft eine einzeilige Adresse. Wer mehr braucht, scrollt zur Karte oder tippt auf den Routenlink. So bleibt der erste Eindruck schnell.
Wie funktioniert Lazy Loading bei einem Karten iframe?
Lazy Loading bedeutet, dass der Browser ein Element erst lädt, wenn der Besucher in seine Nähe scrollt. Ergänzen Sie den iframe um das Attribut loading mit dem Wert lazy, überspringt der Browser die Karte beim ersten Laden. Laut dem web.dev Leitfaden zum Lazy Loading von iframes spart das Daten, beschleunigt andere Inhalte und senkt den Speicherbedarf.
Zudem unterstützen inzwischen alle großen Browser dieses Attribut, Sie brauchen also keine zusätzliche Bibliothek. Fehlt das Attribut, lädt der Browser die Karte sofort, denn das ist das Standardverhalten.
Trotzdem hat Lazy Loading eine Grenze. Steht die Karte im ersten Bildschirm, gilt sie für den Browser als sichtbar, und er lädt sie sofort. Daher hilft die Methode vor allem bei Karten weiter unten. Das Grundprinzip für Bilder und andere Elemente erklären wir in unserem Beitrag Was ist Lazy Loading.
Der Browser beginnt übrigens etwas früher mit dem Laden, bevor der Besucher die Karte erreicht. Ein leerer Kasten fällt deshalb selten auf. Bei langsamer Verbindung kann es allerdings kurz dauern; darum geben wir dem Bereich eine schlichte Hintergrundfarbe.
Was ist eine statische Vorschau zum Anklicken?
Bei dieser Methode setzen Sie statt der echten Karte ein leichtes Bild, das wie eine Karte aussieht. Darauf liegt ein klarer Button wie „Karte öffnen“. Klickt der Besucher, fügt ein kleines Skript erst dann den echten iframe von Google Maps ein. Entwickler nennen dieses Muster Fassade.
Auch die Empfehlungen von web.dev zu Einbettungen von Drittanbietern raten, eine Live Karte durch ein Bild zu ersetzen, wo keine Interaktion nötig ist. Das Bild können Sie aus einem Screenshot erstellen und ins WebP Format umwandeln oder mit dem statischen Kartendienst von Google erzeugen.
Somit lädt ein Besucher, der die Karte nie öffnet, auch keinen Kartencode. Wer sie öffnet, hat sich bewusst dafür entschieden und akzeptiert eine kurze Wartezeit leichter. In der Praxis empfehlen wir diese Methode am häufigsten.
Für den statischen Kartendienst brauchen Sie in der Regel einen API Schlüssel. Bedingungen und Kosten können sich ändern, prüfen Sie deshalb den aktuellen Stand in der offiziellen Dokumentation.
Wie richten Sie die Vorschau Schritt für Schritt ein?
Die Einrichtung braucht etwas Code, ist aber nicht kompliziert. Als Konzept sieht der Ablauf so aus:
- Erstellen Sie ein klares Kartenbild Ihrer Umgebung, mit der Markierung in der Mitte.
- Wandeln Sie das Bild ins WebP Format um und verkleinern Sie es auf die echte Anzeigegröße.
- Schreiben Sie einen aussagekräftigen Alternativtext, etwa Firmenname und Stadtteil.
- Legen Sie einen echten Button mit der Aufschrift „Karte öffnen“ auf das Bild.
- Ein kleines Skript fügt beim Klick den iframe in gleicher Größe ein.
- Scheitert das Skript, führt der Button als Link zu Google Maps, damit niemand festhängt.
Allerdings lassen viele Seiten den letzten Schritt aus. Doch für Besucher mit Skriptblockern oder schwacher Verbindung ist genau dieser Link entscheidend. Außerdem muss der Button per Tastatur funktionieren, also ein echtes Link oder Button Element sein.
Nach der Einrichtung testen Sie den Button auf mehreren Geräten und prüfen, ob die Karte an der richtigen Stelle öffnet. Zudem macht ein kurzer Ladehinweis die Wartezeit bei langsamer Verbindung verständlicher.
Wie unterscheiden sich die Methoden für Google Maps?
Die folgende Tabelle stellt vier gängige Ansätze nebeneinander. Die Einstufung beruht auf unserer Praxiserfahrung, nicht auf einem Labortest; messen Sie für genaue Werte Ihre eigene Seite.
| Methode | Erste Ladelast | Interaktion | Aufwand | Passt am besten |
|---|---|---|---|---|
| Direkter iframe | Hoch | Voll | Sehr gering | Seiten, auf denen die Karte der Hauptinhalt ist |
| iframe mit loading lazy | Niedrig, wenn weiter unten | Voll | Sehr gering | Karte am Seitenende |
| Vorschau zum Anklicken | Sehr niedrig | Voll nach Klick | Mittel | Kontaktseite und Standortseiten |
| Nur Routenbutton | Fast keine | In der Karten App | Gering | Mobile Ansicht, kurze Landingpages |
Die schnellste Lösung ist also nicht immer die beste. Zum Beispiel möchte jemand, der Filialen vergleicht, die Karte vielleicht direkt auf der Seite sehen. Deshalb entscheidet der Zweck der Seite.
Ist ein Routenbutton auf dem Smartphone besser als eine Karte?
In den meisten Fällen ja, denn der Platz ist knapp. Auf dem Smartphone lässt sich eine kleine Karte mit einem Finger schlecht verschieben, und beim Scrollen bewegen Besucher oft versehentlich die Karte. Ein Button „Route planen“ öffnet dagegen die Karten App auf dem Gerät und führt direkt zur Route.
Laut der Dokumentation zu Maps URLs bauen Sie diesen Link ohne API Schlüssel. Im Format für Routen steht der Parameter api auf 1, und im Parameter destination steht die Adresse oder Koordinaten. Ohne Startpunkt nutzt die App meist den aktuellen Standort des Besuchers.
So lädt die mobile Seite gar keinen Kartencode, und der Besucher startet mit einem Fingertipp. Wo der Daumen den Button bequem erreicht, zeigt unser Leitfaden zur Daumenzone.
Formulieren Sie die Beschriftung außerdem klar. „Route planen“ oder „In Google Maps öffnen“ sagt, was passiert; „Hier klicken“ sagt nichts.
Brauchen Desktop und Smartphone unterschiedliche Lösungen?
Ja, und das bringt oft das ausgewogenste Ergebnis. Am Desktop funktionieren großer Bildschirm, Maus und schnelle Verbindung gut mit einer Vorschau zum Anklicken. Auf dem Smartphone genügen dagegen meist Adresszeile und Routenbutton.
Allerdings lauert hier eine Falle. Verstecken Sie die Karte mobil per CSS und zeigen sie am Desktop, lädt der Browser den unsichtbaren iframe unter Umständen trotzdem. Die unsichtbare Karte verbraucht also weiter Daten auf dem Handy. Sicherer ist es daher, den iframe nur bei Bedarf per Skript einzufügen.
Ein Beispielszenario: Auf der Website einer Zahnarztpraxis öffnen Desktopnutzer die Karte über die Vorschau, während mobile Besucher unter der Adresse einen großen Button „Route planen“ sehen. Beide Gruppen finden, was sie suchen, und niemand lädt unnötigen Code. Wie sich Ihre Website auf dem Smartphone verhält, prüfen Sie schnell mit unserem Test zur Mobilfreundlichkeit.
Wählen Sie dann den Umbruchpunkt bewusst. Legen Sie vorher fest, welche Lösung auf Tablets erscheint, bleibt das Design auf allen Bildschirmen stimmig.
Wie verursacht der Kartenbereich Layoutverschiebungen?
Ohne Breite und Höhe reserviert der Browser zunächst keinen Platz für die Karte. Lädt sie später, schiebt sie den Inhalt darunter nach unten, und der Leser verliert seine Zeile. Diese Verschiebung verschlechtert den CLS Wert und stört besonders auf dem Smartphone.
Die Lösung ist zum Glück einfach, denn sie braucht wenig Code. Konkret geben Sie dem iframe oder dem Vorschaubild feste Werte für Breite und Höhe. Im responsiven Layout fixiert eine CSS Regel das Seitenverhältnis. Somit behält der Bereich seine Größe, schon bevor die Karte da ist.
- Vorschaubild und iframe haben dieselbe Größe.
- Der Bereich bekommt eine helle Hintergrundfarbe; eine leere weiße Fläche wirkt kaputt.
- Über der Karte erscheinen keine Hinweise oder Leisten, die erst nach dem Laden auftauchen.
Kurz gesagt verhindert reservierter Platz die Verschiebung, egal wann die Karte lädt.
Was bedeutet Google Maps für Datenschutz und Cookies?
Öffnet sich eine eingebettete Karte von Google Maps, verbindet sich der Browser des Besuchers mit Servern von Google. Dabei gelangen technische Daten wie die IP Adresse dorthin, und der Dienst kann eigene Cookies oder ähnliche Speicher nutzen. Folglich betrifft die Karte direkt Ihre Datenschutzerklärung und Ihre Cookie Hinweise.
Mit Blick auf die DSGVO laden viele Websites die Karte erst nach einer Einwilligung. Auch hier hilft die Vorschau zum Anklicken, denn bis zum Klick geht keine Anfrage an Google. Daneben steht ein kurzer Hinweis wie „Beim Öffnen der Karte verbinden Sie sich mit Google“.
Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung; wenden Sie sich für Ihren Fall an Ihre Rechtsberatung. Den allgemeinen Rahmen beschreiben wir im Leitfaden zur datenschutzkonformen Website.
Wie arbeiten Cookiebanner und Karte zusammen?
Nutzen Sie einen Cookiebanner, gehört die Karte womöglich zu den einwilligungspflichtigen Elementen. Lehnt der Besucher ab, öffnet der Browser die Karte dann nicht. Ein leerer Kasten ist allerdings eine schlechte Erfahrung, weil niemand versteht, warum die Karte fehlt.
Deshalb zeigen wir auch nach einer Ablehnung eine hilfreiche Alternative. Das Vorschaubild bleibt stehen, darunter steht die Adresse, und der Button „Karte öffnen“ fragt beim Klick einmalig nach der Einwilligung. Zusätzlich setzen wir einen normalen Link, der den Standort in Google Maps öffnet.
- Der Besucher lehnt den Banner ab und liest weiter.
- Im Kartenbereich bleiben Vorschaubild und Adresse sichtbar.
- Danach klickt er auf den Button und willigt nach kurzer Erklärung ein.
- Schließlich öffnet der Browser die Karte, oder Google Maps öffnet sich in einem neuen Tab.
So respektieren Sie die Entscheidung und geben trotzdem allen die Standortinfos. Denken Sie außerdem an spätere Änderungen. Besucher sollten ihre Einwilligung leicht widerrufen können, deshalb bleibt der Link zu den Cookie Einstellungen im Footer sichtbar.
Wie zeigen Sie Karten für mehrere Standorte?
Bei mehreren Filialen ist ein iframe pro Filiale die schwerste Wahl. Listen Sie etwa fünf Filialen mit fünf Karten auf einer Seite, baut der Browser fünf getrennte Kartenanwendungen auf. Das bremst die Seite auf Smartphone und Desktop deutlich.
Stattdessen zeigen Sie die Filialen zuerst als Liste oder als Karten im Kachelformat. Jede Kachel enthält Adresse, Öffnungszeiten und einen Link „Route planen“. Wer die Karte sehen will, klickt auf die Vorschau dieser Kachel, und die Seite öffnet nur die Karte dieser Filiale.
Hat jede Filiale eine eigene Seite, wandert die Karte andererseits dorthin. Dann bleibt die Übersicht leicht, und jede Standortseite sendet ein klareres lokales Signal. Die Sichtbarkeit in Google Maps ist ein eigenes Thema, das wir im Beitrag zu Google Maps SEO behandeln.
Zudem hilft es, die Liste nach Stadt oder Stadtteil zu gruppieren, damit Besucher die nächste Filiale auch ohne Karte finden.
Hilft eine eingebettete Karte beim lokalen SEO?
Hier hält sich ein verbreiteter Irrtum. Uns ist keine offizielle Aussage von Google bekannt, nach der eine eingebettete Karte allein Ihr Ranking verbessert. Die Karte ist ein Bedienelement, das Menschen den Standort zeigt; sie ist kein Rankingtrick.
Für die lokale Sichtbarkeit zählen vielmehr einheitliche Angaben zu Name, Adresse und Telefon, ein vollständiges Unternehmensprofil und ein klarer Standorttext auf der Seite. Das heißt, Ihre Adresse als Text ist mehr wert als eine Karte, denn Suchmaschinen lesen Text direkt.
Also setzen Sie die Karte für Menschen ein, nicht für SEO. Diese Sicht macht die Entscheidung leichter: Sie wählen die Methode, die Besuchern die schnellste und klarste Standortinfo liefert. Auf den meisten Seiten heißt das Adresstext plus Vorschau oder Routenbutton.
Strukturierte Daten liefern Standortangaben zudem in einer Form, die Maschinen verstehen. Das ist allerdings ein eigenes Thema und hat mit der Ladezeit der Karte wenig zu tun.
Wie beeinflussen WordPress Plugins und Pagebuilder die Ladezeit?
Viele WordPress Themes und Pagebuilder bieten einen fertigen Kartenblock. Diese Blöcke sind praktisch, doch manche laden die Kartenbibliothek auf jeder Seite. Selbst wenn die Karte nur auf der Kontaktseite steht, läuft der Code also womöglich auf der ganzen Website.
Öffnen Sie deshalb nach dem Einfügen eines Kartenblocks eine Seite ohne Karte und prüfen Sie den Netzwerkbereich. Tauchen dort Anfragen zur Karte auf, bringt das Plugin unnötige Last. Die allgemeine Wirkung von Skripten erklären wir im Beitrag JavaScript und Ladezeit.
Außerdem verlangen manche Kartenplugins einen API Schlüssel und laden eigene Bibliotheken. Für eine einfache Standortanzeige braucht es selten einen so schweren Aufbau. Ein Vorschaubild und ein Link erledigen dieselbe Aufgabe.
Ein weiteres Beispielszenario: In den Theme Einstellungen bleibt das Kartenmodul aktiv, und die Website lädt die Kartenbibliothek überall. Schalten Sie das Modul ab und setzen eine Vorschau auf die Kontaktseite, entfällt diese Last auf allen anderen Seiten.
Wie messen Sie die Ladezeit von Google Maps?
Entscheiden Sie also nicht ohne Messung. Zum Glück brauchen Sie dafür kein kostenpflichtiges Tool. Die Entwicklertools des Browsers und die Testwerkzeuge von Google liefern genug Daten.
- Öffnen Sie die Seite in einem privaten Fenster und starten Sie den Netzwerkbereich der Entwicklertools.
- Notieren Sie die Zahl der Anfragen und die geladene Datenmenge.
- Entfernen Sie die Karte vorübergehend und wiederholen Sie die Messung.
- Vergleichen Sie beide Ergebnisse; der Unterschied ist der echte Preis der Karte.
- Wiederholen Sie den Vergleich mit gedrosseltem Mobilfunknetz.
Ein Beispielszenario: Zeigt die Version mit Karte deutlich mehr Anfragen, haben Sie einen guten Grund für die Vorschau. Ist der Unterschied klein und die Karte steht weit unten, genügt meist Lazy Loading.
Belassen Sie es nicht bei einer einzigen Messung. Wiederholen Sie den Test nach Updates von Theme oder Plugins, denn eine kleine Änderung kann den Kartencode wieder auf alle Seiten bringen.
Worauf achten Sie bei der Barrierefreiheit im Kartenbereich?
Eine Karte ist ein visuelles Element und sagt Menschen mit Screenreader allein wenig. Deshalb ist der Adresstext neben der Karte Pflicht. Die Adresse muss auch ohne Karte lesbar sein.
- Geben Sie dem iframe ein aussagekräftiges title Attribut, etwa „Standortkarte Firmenname“.
- Lassen Sie den Alternativtext des Vorschaubilds nicht leer.
- Der Button „Karte öffnen“ ist per Tastatur erreichbar und zeigt einen sichtbaren Fokusrahmen.
- Hält die Karte den Tastaturfokus fest, bieten Sie einen klaren Weg zurück zur Seite.
Zudem helfen diese Anpassungen allen. Wer etwa im hellen Sonnenlicht aufs Handy schaut, liest den Adresstext schneller als eine Karte. Kurz gesagt ist ein barrierefreier Kartenbereich auch ein nützlicherer.
Achten Sie außerdem auf den Kontrast. Die Beschriftung des Buttons darf nicht mit den Kartenfarben verschwimmen; geben Sie ihm notfalls einen festen Hintergrund.
Wann genügt ein Adressblock statt einer Karte?
Viele Unternehmen setzen eine Karte aus Gewohnheit ein. Dabei leistet ein gut gestalteter Adressblock manchmal mehr. Kennen Kunden Sie zum Beispiel schon oder erbringen Sie die Leistung vor Ort, brauchen Besucher eher Ihre Telefonnummer als eine Route.
Ein guter Adressblock enthält diese Teile:
- Vollständige Adresse, Stadtteil und Stadt als kopierbarer Text.
- Einen bekannten Orientierungspunkt, etwa „gegenüber dem Ausgang der U Bahn“.
- Öffnungszeiten und Schließtage.
- Eine antippbare Telefonnummer und einen Routenlink.
- Einen kurzen Hinweis zu Parkplätzen oder Nahverkehr.
So finden Besucher Sie auch ohne Kartenblick. Zudem bringt dieser Block fast keine Last. Bei Unternehmen mit großem Einsatzgebiet entfernen wir die Karte oft ganz und stellen diesen Block nach vorn. Danach beobachten wir eine Weile Formular und Anrufklicks, um die Entscheidung zu prüfen.
Auf welchen Seiten brauchen Sie Google Maps wirklich?
Die Seiten, auf denen eine Karte echten Mehrwert bringt, sind begrenzt. Deshalb lohnt sich ein Blick auf jeden Seitentyp. Die folgende Liste ist unsere grobe Einteilung aus der Praxis.
- Kontaktseite: Vorschau oder Routenbutton reichen aus.
- Standortseite: Vorschau und Adressblock passen gut zusammen.
- Veranstaltungsseite: Eine Karte mit dem Eingang ist hilfreich.
- Startseite: Eine Karte ist meist überflüssig, eine Adresszeile genügt.
- Blogbeitrag: Ohne Ortsbezug braucht es keine Karte.
Allerdings ist diese Liste keine starre Regel. Bei einem touristischen Betrieb, dessen Gäste die Gegend nicht kennen, kann die Karte auf der Startseite sinnvoll sein. Selbst dann nutzen Sie die Vorschau und überlassen die Live Karte der Wahl des Besuchers. Kurz gesagt entscheidet der Zweck der Seite, nicht die Gewohnheit.
Wie halten Sie das Vorschaubild leicht?
Der Vorteil der Vorschau hängt an einem leichten Bild. Setzen Sie ein schweres PNG ein, sparen Sie zwar den Kartencode, bringen aber neue Last. Daher bereiten Sie dieses Bild genauso sorgfältig vor wie die übrigen Bilder der Seite.
- Speichern Sie das Bild nicht größer als seine breiteste Anzeigegröße.
- Wählen Sie ein modernes Format wie WebP; farbarme Kartenbilder lassen sich darin gut komprimieren.
- Erstellen Sie zwei Größen, eine für Smartphone und eine für Desktop.
- Steht das Bild nicht im ersten Bildschirm, laden Sie es ebenfalls verzögert.
- Verzichten Sie auf Text im Bild, denn die Adresse steht ohnehin daneben.
Denken Sie außerdem an Aktualisierungen. Zieht Ihr Unternehmen um, zeigt die alte Vorschau den falschen Ort und führt Besucher in die Irre. Ändert sich die Adresse, passen Sie deshalb Vorschau, Adressblock und Routenlink gemeinsam an.
Sollen wir den Kartenbereich für Sie umsetzen?
Eine Karte wirkt wie ein kleines Detail, doch eine gute Umsetzung verbindet Gestaltung, Ladezeit, Datenschutz und mobile Nutzung. Deshalb planen wir diesen Abschnitt zusammen mit dem Rest der Seite. Vorschaubild, Routenbutton und Einwilligungsablauf passen wir an Ihre Website an.
Möchten Sie einen leichten und nützlichen Kartenbereich, setzen wir ihn im Rahmen unseres Webdesign Angebots für Sie um. Über diese Seite können Sie ein Angebot anfragen und den Umfang klären.
Was gehört auf die Checkliste für den Kartenbereich?
Prüfen Sie vor dem Livegang die folgende Liste Punkt für Punkt. Sie fasst die Entscheidungen aus diesem Beitrag zusammen.
- Brauchen Sie wirklich eine Karte, oder genügen Adresstext und Routenbutton?
- Steht die Karte außerhalb des ersten Bildschirms, und falls nicht, gibt es eine Vorschau?
- Hat der iframe loading lazy und ein aussagekräftiges title Attribut?
- Haben Sie Breite und Höhe des Bereichs vorab festgelegt?
- Liegt der Routenbutton mobil in der Daumenzone?
- Funktioniert der Ersatzlink, wenn jemand Cookies ablehnt?
- Läuft Kartencode auf Seiten ganz ohne Karte?
- Haben Sie Messungen mit und ohne Karte verglichen?
Ein Kartenbereich, der diese Liste besteht, bleibt schnell und nützlich. Hängen Sie an einigen Punkten fest, übernimmt unser Team diese Einstellungen als Teil eines Webdesign Projekts; schildern Sie uns Ihren Bedarf, und wir erstellen ein passendes Angebot.



