Beeinflussen Social Signals SEO? Likes und Shares im Check

Beeinflussen Social Signals das Ranking bei Google?
Social Signals sind Interaktionsdaten aus sozialen Netzwerken, etwa Likes, Shares, Kommentare und Followerzahlen. In der offiziellen Dokumentation von Google haben wir keine klare Aussage gefunden, die sie als direkten Rankingfaktor nennt. Stattdessen ist ein Effekt, wenn überhaupt, indirekt: über Sichtbarkeit, Markensuchen und natürliche Links.
Dieser Beitrag konzentriert sich auf genau diese eine Frage. Zunächst gilt: Was die offiziellen Quellen bestätigen, schreiben wir klar auf. Dagegen kennzeichnen wir als offen, was wir nicht belegen konnten. Somit entscheiden Sie über Ihr Budget mit einem sauberen Blick auf die Beweislage.
Allgemeine SEO Grundlagen wiederholen wir hier nicht. Zum Klickverhalten lesen Sie unseren Beitrag zur Klickrate, zu Links unseren Backlink Leitfaden. Konkret bleiben wir hier bei der Social Media Seite.
Noch ein Hinweis vorab: "Wir haben nichts gefunden" heißt nicht "es gibt garantiert keinen Effekt". Es heißt also nur, dass eine offizielle Grundlage fehlt. Planen Sie daher mit genau diesem Unterschied.
Was zählt eigentlich als Social Signal?
Social Signals fassen alle Messwerte zusammen, die zeigen, wie viel Aufmerksamkeit ein Inhalt in sozialen Netzwerken bekommt. Marketer gruppieren sie meist so:
- Likes, Reaktionen und Speicherungen.
- Shares, Reposts und Zitate.
- Anzahl und Qualität der Kommentare.
- Followerzahl und Wachstumstempo.
- Videoaufrufe und Profilbesuche.
- Klicks auf den Link im Beitrag.
Ein Teil dieser Daten ist öffentlich, ein anderer nur für den Kontoinhaber sichtbar. Speicherungen sind ein gutes Beispiel, denn meist sehen nur Sie selbst diese Zahl. Daher kann ein Suchsystem Daten, die man von außen nicht sieht, kaum nutzen.
Außerdem gibt es ein Begriffsproblem. Manche Quellen sagen "Social Signals" und meinen Social Traffic. Andere dagegen meinen den Link im Beitrag. Wir behandeln jeden Punkt in einem eigenen Abschnitt, weil jeder eine andere SEO Bedeutung hat.
Was sagt die offizielle Dokumentation von Google zu Social Signals?
Die verlässlichste Quelle ist die eigene Dokumentation von Google. Der Leitfaden zu den Ranking Systemen beschreibt die Systeme der Suche: Bedeutung und Absicht, Relevanz, Qualität, Aktualität und Originalität. Dennoch tauchen soziale Netzwerke, Likes oder Shares dort nicht als Rankingsignal auf.
Zu Links ist derselbe Leitfaden dagegen deutlich. Konkret beschreibt er Systeme, die verstehen, wie Seiten miteinander verlinkt sind, und er nennt PageRank. Das heißt: Das Linksignal ist dokumentiert, ein Like oder Follower Signal dagegen nicht.
Das bedeutet nicht, dass Google solche Daten nie ansieht. Wir haben in den offiziellen Dokumenten keine klare Aussage gefunden, und das ist der ehrlichste Satz, den wir schreiben können. Denn eine unsichere Behauptung als sicher auszugeben, würde Leser zur falschen Investition drängen.
Zudem ändern sich die Systeme von Google mit der Zeit. Gehen Sie daher nicht davon aus, dass etwas, das heute fehlt, für immer fehlt. In der Praxis ist ein gelegentlicher Blick auf die offiziellen Seiten die sicherste Gewohnheit.
Was haben Google Mitarbeiter dazu gesagt?
Mitarbeiter von Google haben diese Frage schon oft in Videos, Foren und sozialen Netzwerken beantwortet. Dabei lautet der berichtete Grundton, dass Follower und Like Zahlen nicht direkt für das Ranking genutzt werden.
Allerdings sind die meisten dieser Aussagen mündlich oder sehr kurz, also keine Dokumentation. Außerdem können sie sich mit der Zeit geändert haben. Deshalb stellen wir sie nicht als feste Regeln dar und zitieren sie nicht einzeln.
Wir empfehlen ein praktisches Vorgehen:
- Nehmen Sie das dokumentierte Verhalten als Basis.
- Sehen Sie mündliche Aussagen nur als zusätzlichen Hinweis.
- Stützen Sie Entscheidungen auf indirekte Effekte und Ihre eigenen Daten.
- Testen Sie klein, bevor Sie ein großes Budget einsetzen.
Mit eigenen Daten zu testen ist sicherer, als sich auf ein einzelnes Zitat zu verlassen. Außerdem sollten Sie eine Investition nie mit einem Effekt begründen, den Sie auf Ihrer eigenen Website nicht messen können.
Warum wären Likes und Followerzahlen ein schwaches Rankingsignal?
Dieser Abschnitt ist unsere Einschätzung aus der Praxis, keine Aussage von Google. Denn für eine Suchmaschine ist die Zahl der Likes ein schwaches Maß. Die Gründe lassen sich so zusammenfassen:
- Zahlen lassen sich leicht aufblähen, denn gefälschte Konten und gekaufte Interaktionen sind verbreitet.
- Viele Plattformen stellen Inhalte hinter einen Login und öffnen ihre Daten nicht für alle.
- Jedes Netzwerk hat eine eigene Interaktionskultur, daher entsprechen 100 Likes auf einer Plattform nicht 100 Likes auf einer anderen.
- Beiträge rauschen schnell durch den Feed und liefern kein dauerhaftes Qualitätsmaß.
Außerdem würde eine Suchmaschine die Interaktion in einem Netzwerk kaum für das ganze Web als repräsentativ ansehen. Zum Beispiel kann eine Menge in einem Netzwerk in einem anderen gar nicht existieren.
Ein Link dagegen ist ein ausdrücklicher Verweis von einer Seite auf eine andere. Deshalb ist es plausibel, dass Google Links dokumentiert und Likes nicht. Dennoch bleibt das eine Schlussfolgerung, kein Beweis.
Denken Sie an ein Gedankenexperiment. Eine Marke gewinnt über Nacht zehntausend Follower. Sind sie also echt oder gekauft? Allerdings lässt sich das von außerhalb der Plattform schwer sagen. Folglich wäre es riskant, ein Ranking auf schwer prüfbaren Daten aufzubauen.
Sind Links in sozialen Netzwerken nofollow?
Ist ein Link nofollow, folgt Google ihm in der Regel nicht. Die Dokumentation zu Link Attributen erklärt, dass Sie diesen Wert nutzen, wenn Google Ihre Website nicht mit der verlinkten Seite in Verbindung bringen oder sie nicht über Ihre Seite crawlen soll. Dieselbe Seite beschreibt außerdem eigene Werte für gesponserte Links und nutzergenerierte Inhalte.
Es wäre falsch, in einem Satz festzulegen, welches Attribut jede Plattform an externe Links hängt. Zudem unterscheidet sich die Praxis je nach Plattform und kann sich ändern. Deshalb schreiben wir nicht "alle sind nofollow".
Nofollow und noindex sind zwei verschiedene Konzepte, die oft verwechselt werden. Das erste betrifft nämlich einen Link, das zweite die Frage, ob eine Seite in den Index kommt. Den Unterschied im Detail finden Sie in unserem Vergleich von noindex und nofollow.
Die sichere Antwort können Sie selbst holen. Daher zeigt der nächste Abschnitt die Schritte, damit Sie das heutige Verhalten mit eigenen Augen sehen.
Wie prüfen Sie selbst das Link Attribut einer Plattform?
Die Prüfung dauert etwa fünf Minuten und braucht keine Zusatzwerkzeuge. Gehen Sie so vor:
- Fügen Sie einen Link auf Ihre eigene Website in einen öffentlichen Testbeitrag ein.
- Öffnen Sie diesen Beitrag in einem Browser, in dem Sie abgemeldet sind.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen Sie die Untersuchen Funktion des Browsers.
- Suchen Sie im Link Element nach einem rel Attribut und notieren Sie den Wert.
- Führt der Link nicht direkt zu Ihrer Website, notieren Sie, dass er über die kurze Weiterleitungsadresse der Plattform läuft.
Halten Sie das Ergebnis mit Datum fest. Plattformen können ihre Einstellungen ändern, daher ist ein Testergebnis eine Momentaufnahme und keine dauerhafte Tatsache.
Läuft der Link über eine Weiterleitung, wäre es ebenso falsch anzunehmen, dass er direkt Wert weitergibt. Der Besucher aus dem Beitrag ist trotzdem echt. Somit messen Sie den Wert eines Besuchers getrennt vom Wert eines Links.
Wie kann ein Social Media Beitrag SEO indirekt unterstützen?
Wenn Social Media dem SEO überhaupt hilft, dann über indirekte Kanäle. Stellen Sie sich eine Kette vor: Ihr Inhalt erscheint im Feed, ein sichtbarer Inhalt wird gelesen, und ein gelesener Inhalt wird manchmal woanders erwähnt. Deshalb messen Sie jedes Glied der Kette einzeln.
Der indirekte Effekt kann über diese Wege laufen:
- Mehr Menschen sehen und lesen Ihren Inhalt.
- Leser merken sich Ihre Marke und suchen später nach Ihrem Namen.
- Menschen, die für Branchenseiten arbeiten, finden Ihren Inhalt und nennen ihn als Quelle.
- Journalisten und Blogger beziehen Sie in die Diskussion ein.
Beispielszenario: Ein Möbelatelier veröffentlicht in seinem Blog eine Anleitung zum Aufmaß und teilt sie mit einem kurzen Video. Dann sieht eine Innenarchitektin das Video und nennt die Anleitung auf ihrer eigenen Website als Quelle. Anders gesagt: Dem Ranking hilft dieser Quellenlink, nicht die Zahl der Likes.
Social Media ist hier also ein Verteilkanal. Der Rankingeffekt, falls es ihn gibt, entsteht durch neue Links und Suchanfragen, die diese Verteilung auslöst. Außerdem hilft Ihnen diese Sicht, bei der Budgetplanung das richtige Ziel zu setzen.
Hilft Social Media dabei, natürliche Backlinks zu gewinnen?
Ja, aber ohne Garantie. Je mehr Menschen Ihren Inhalt sehen, desto größer ist die Chance, dass jemand darauf verlinkt. Der SEO Starter Guide von Google nennt Werbung über soziale Medien als einen Weg, neue Inhalte bekannt zu machen.
Derselbe Leitfaden nennt Mundpropaganda als einen der wirksamsten und nachhaltigsten Wege. Zum Beispiel erzählen Menschen, die Ihre Website kennen, es Freunden, und diese besuchen sie. Social Media ist also ein Umfeld, das diesen Prozess beschleunigt.
Allerdings wird nicht jeder Share zu einem Link. Damit Sie Links verdienen, muss Ihr Inhalt so nützlich sein, dass andere Websites ihn zitieren wollen. Zum Beispiel leisten originale Daten, eine klare Anleitung oder ein guter Vergleich das.
Diese Arten von Inhalten ziehen Links eher an:
- Eine originale Analyse aus Ihren eigenen Daten.
- Eine Schritt für Schritt Anleitung mit klarem Ergebnis.
- Ein schlichter Vergleich, der Optionen nebeneinanderstellt.
- Eine kurze, eindeutige Antwort auf eine häufige Frage.
Wie ein guter Link aussieht, beschreiben wir in unseren Backlink Leitfaden. Hier ergänzen wir nur: Jagen Sie keinen Links hinterher, sondern erstellen Sie Inhalte, die Links verdienen.
Ranken Social Media Profile für Ihren Markennamen?
Oft ja. Wenn Sie nach einem Markennamen suchen, sehen Sie neben der offiziellen Website häufig Profile von Instagram, LinkedIn oder YouTube. Allerdings ist das eine Beobachtung, keine Garantie von Google. In der Praxis unterscheiden sich die Ergebnisse je nach Suchanfrage, Land und Zeitpunkt.
Entscheidend ist: Ein Profil rankt vor allem, weil die Profilseite selbst gut verstanden wird, nicht wegen ihrer Likezahl. Konkret erleichtern ein ordentlicher Name, eine klare Beschreibung und eine saubere Linkstruktur dieses Verständnis.
Bei manchen Marken kann ein Instagram Profil sogar die offizielle Website überholen. Ursachen und Lösung haben wir in warum ein Instagram Profil Ihre Website überholen kann beschrieben, deshalb wiederholen wir das hier nicht.
Trotzdem gibt es einen praktischen Gewinn. Sieht jemand bei der Suche nach Ihrer Marke auf der ersten Seite sowohl Ihre Website als auch Ihre aktiven Profile, wächst das Vertrauen. Kurz gesagt: Das ist ein Imagegewinn, kein Rankinggewinn.
Helfen Social Media Profile Google, Ihre Marke zu verstehen?
Strukturierte Daten bieten dafür einen offiziellen Weg. Die Dokumentation zu strukturierten Daten für Organisationen definiert die Eigenschaft sameAs. Laut Dokumentation enthält sie die Adresse einer Seite auf einer anderen Website mit zusätzlichen Informationen über Ihre Organisation, und sie nennt ein Social Media Profil als Beispiel.
Die Dokumentation sagt nicht, dass diese Links das Ranking verbessern. Sehen Sie sameAs deshalb nicht als Ranking Trick, sondern als Informationsfeld, das hilft, Ihre Marke den richtigen Profilen zuzuordnen.
Das praktische Ergebnis ist einfach: Halten Sie die Adressen aller offiziellen Profile an einer Stelle bereit und nutzen Sie sie auf Ihrer Website einheitlich. Außerdem räumen Sie alte oder verlassene Konten auf.
Für das größere Bild zum Thema Vertrauen ist unser E-E-A-T Beitrag nützlich. Dort sehen Sie, wie sich Erfahrung, Fachwissen und Vertrauen im Inhalt zeigen. Somit sind soziale Profile nur ein kleiner Teil dieses Ganzen.
Hebt Traffic aus Social Media das Ranking an?
In den offiziellen Dokumenten haben wir keine klare Aussage gefunden, dass Social Traffic ein Rankingsignal ist. Traffic bedeutet, dass Besucher auf Ihre Website kommen. Was diese Besucher tun, ist dagegen eine eigene Frage.
Ohne in die Analyse einzusteigen, können wir Folgendes sagen: Social Traffic macht Ihre Website bekannt, bringt Conversions und kann die Zahl der Menschen erhöhen, die Ihren Markennamen suchen. Jeder dieser Punkte hat Geschäftswert, denn alle stützen den Umsatz. Ein Rankingeffekt ist dagegen nicht belegt.
Ob Analysedaten das Ranking beeinflussen, ist eine getrennte Frage. unser Beitrag zu Google Analytics und unser Beitrag zur Absprungrate behandeln beide Themen im Detail. Wege zu mehr Social Traffic zeigt unser Leitfaden zu Website Traffic aus Social Media.
Beispielszenario: Ein Blogbeitrag wird in sozialen Netzwerken beworben, und mehrere hundert Menschen besuchen die Seite. Dann suchen einige eine Woche später vielleicht den Markennamen. Die Markensuchen steigen, aber eine offizielle Aussage, dass dies ein Rankingsignal ist, haben wir nicht.
Kurz gesagt: Wünschen Sie sich Social Traffic für Umsatz und Bekanntheit, nicht fürs Ranking. Taucht ein Rankingeffekt auf, werten Sie ihn daher als Bonus.
Warum ranken oft gerade häufig geteilte Seiten weit oben?
Das sehen Sie oft, und man liest es leicht als Ursache und Wirkung. Dabei kann es sich allerdings einfach um eine Korrelation handeln. Häufig geteilte Inhalte sind meist gut gemacht, stammen von einer starken Marke und erreichen ohnehin ein großes Publikum.
Dieselbe Seite kann in sozialen Netzwerken zirkulieren und in den Suchergebnissen gut abschneiden. Das eine muss also nicht das andere auslösen. Stattdessen kann beides aus einer gemeinsamen Ursache stammen, nämlich der Qualität des Inhalts.
Beispielszenario: Eine beliebte Anleitung bekommt Shares und erhält zugleich Links von anderen Websites. Die Links und die Inhaltsqualität können die Seite nach oben tragen. Anders gesagt ist die Zahl der Shares ein Nebenprodukt dieser Qualität.
Wer Korrelation nicht mit Kausalität verwechselt, trifft stärkere Investitionsentscheidungen. Eine Seite kann hoch ranken und oft geteilt sein, doch keines von beidem beweist das andere.
Was bedeuten Social Signals in welcher Situation?
Die Tabelle stellt jedes Signal neben seinen Status in den offiziellen Dokumenten und unsere Einschätzung. Die letzte Spalte zeigt die praktische Bedeutung.
| Signal | Status in den offiziellen Dokumenten | Möglicher indirekter Effekt | Was sollten Sie tun? |
|---|---|---|---|
| Anzahl der Likes | Keine klare Aussage als Rankingfaktor gefunden | Kann die Verbreitung erhöhen | Nicht als Ziel setzen, zum Testen von Inhalten nutzen |
| Anzahl der Shares | Keine klare Aussage gefunden | Neue Leser und mögliche Links | Inhalte erstellen, die sich zu teilen lohnen |
| Followerzahl | Keine klare Aussage gefunden | Größere erste Zielgruppe | Nicht kaufen, auf eine passende Zielgruppe achten |
| Link im Beitrag | Hängt von den Link Attributen ab | Verweis und Entdeckung | Den eigenen Beitrag testen |
| Profilseite | Kann eine rankende Seite sein | Sichtbarkeit bei Markensuchen | Profil ordentlich und einheitlich halten |
| Angabe sameAs | Als Referenzinformation definiert | Hilft bei der Zuordnung der Marke | Offizielle Profile vollständig angeben |
Die Spalte "möglicher indirekter Effekt" ist eine Richtungsangabe, keine Garantie. Prüfen Sie daher jede Zeile anhand der Daten Ihrer eigenen Website.
Welche Social Media Arbeit lohnt sich für SEO?
Auch wenn Social Signals kein Rankingfaktor sind, ist Social Media Arbeit nicht umsonst. Sie müssen also nur das richtige Ziel setzen. Diese Aufgaben halten wir aus SEO Sicht für wertvoll:
- Blogbeiträge im richtigen Kanal für die richtige Zielgruppe ankündigen.
- Profilname, Beschreibung und Website Link einheitlich halten.
- Inhalte erstellen, die die Zahl der Markensuchen erhöhen.
- Echte Beziehungen zu Branchenprofis aufbauen, die Chancen auf Quellenangaben schaffen.
- Kundenfragen beobachten, um neue Blogthemen zu finden.
Beispielszenario: Ein lokales Möbelatelier teilt jede Woche einen Tipp zum Aufmaß oder zur Montage. Dann werden die Fragen unter den Beiträgen zu Themen neuer Anleitungen. Die Anleitungen findet man in der Suche und teilt sie erneut in sozialen Netzwerken, und der Kreislauf speist sich selbst.
Gemeinsam ist diesen Aufgaben, dass keine ein direktes Ranking erwartet. Stattdessen liefern alle messbare Ergebnisse wie Bekanntheit, Traffic und Linkchancen. Diese Ergebnisse verfolgen wir in unserer Social Media Betreuung getrennt, damit wir sehen, welcher Beitrag Leser und welcher nur Likes brachte.
Wie richten Sie ein Social Media Profil ein, das zu SEO passt?
Die Profileinrichtung ist ein kleiner, aber wirksamer Schritt, damit die Suche Ihre Marke versteht. Sie können diese Reihenfolge nutzen:
- Wählen Sie auf allen Plattformen denselben Markennamen und möglichst einen ähnlichen Benutzernamen.
- Schreiben Sie in die Profilbeschreibung klar, was Sie tun und wo Sie tätig sind.
- Tragen Sie die Adresse Ihrer offiziellen Website in die Biografie ein.
- Zeigen Sie die Profillinks im Footer oder auf der Kontaktseite Ihrer Website.
- Tragen Sie die offiziellen Profiladressen in das Feld sameAs Ihrer Organisationsdaten ein.
- Schließen Sie alte Konten, die Sie nicht mehr nutzen, oder leiten Sie sie um.
Diese Schritte schaffen Einheitlichkeit. Denn einheitliche Angaben helfen Nutzern und Suchsystemen, Ihre Marke richtig zuzuordnen. Daher versprechen wir kein Ergebnis, wir verringern nur die Verwirrung.
Vergessen Sie auch Profilbild und Titelbereich nicht. Zum Beispiel erkennen Besucher sicher das richtige Konto, wenn Sie überall dasselbe Logo nutzen. Diese Einheitlichkeit senkt zudem das Risiko, dass gefälschte Konten Sie nachahmen.
Noch ein kleiner Hinweis zu Namen: Ist Ihr Benutzername vergeben, ergänzen Sie den Markennamen um ein Wort, statt einen Namen zu wählen, der weit von der Marke entfernt ist. So finden Menschen Sie weiter unter einem vertrauten Namen.
Helfen gekaufte Likes und Follower dem SEO?
Nein, und wir empfehlen es nicht. Wir haben keine offizielle Aussage gefunden, dass Like oder Followerzahlen direkt fürs Ranking genutzt werden. Von einer gekauften Zahl einen SEO Nutzen zu erwarten, ergibt daher keinen Sinn.
Es kommen weitere Risiken hinzu. Die meisten Plattformen verbieten gefälschte Interaktionen in ihren Regeln, sodass Einschränkungen für Ihr Konto drohen. Daher prüfen Sie die aktuellen Regeln Ihrer Plattform in deren Hilfebereich.
Außerdem verzerrt ein unechtes Publikum Ihre Werbedaten. Sie lesen Zielgruppenanalyse, Conversion Rate und Interaktionsrate falsch. Folglich vergrößert eine Entscheidung auf falscher Datenbasis nur Ihren Verlust.
Setzen Sie dasselbe Budget lieber sicherer ein. Geld für Inhalte, ein Video oder eine gezielte Bewerbung bringt echte Leser. Vor allem echte Leser teilen, verlinken und suchen nach Ihrer Marke.
Wie messen Sie den Beitrag von Social Media zur Suche?
Den Rankingeffekt messen Sie nicht direkt, die indirekten Effekte können Sie aber verfolgen. Wir empfehlen diese Kennzahlen:
- Impressionen und Klicks für Suchanfragen mit Ihrem Markennamen in der Search Console.
- Die Zahl der Sitzungen aus sozialen Plattformen in Ihrem Analysewerkzeug.
- Besuche, die Sie über Kampagnen Parameter in Beitragslinks trennen.
- Neue externe Links und Orte, an denen Ihre Marke erwähnt wird.
Für Kampagnen Parameter erleichtert Ihnen unser UTM Generator die Arbeit. Außerdem erklärt unser Beitrag zum Social Media Bericht in der Search Console den passenden Bericht in der Search Console.
Ziel der Messung ist, Social Media als Kanal für Entdeckung und Marke zu bewerten statt als Ranking Werkzeug. Halten Sie zunächst einen Ausgangswert vor der Kampagne fest. Danach verfolgen Sie die Veränderung monatlich.
Welche Fehler machen Teams bei Social Signals am häufigsten?
Diesen Fehlern begegnen wir in der Praxis am häufigsten. Jeder lässt sich einfach beheben, doch die Wirkung ist groß:
- Likezahlen als SEO Erfolg berichten.
- Annehmen, dass Links in sozialen Netzwerken immer Wert weitergeben.
- Eine Behauptung ohne offizielle Quelle als Tatsache weitergeben.
- Gefälschte Follower oder Interaktionen kaufen.
- Profile ohne Website lassen oder auf der Website keine Profillinks angeben.
- Social Media Ziele und SEO Ziele in einer Tabelle vermischen.
Gemeinsame Ursache dieser Fehler ist der Versuch, zwei getrennte Kanäle mit einer einzigen Kennzahl zu steuern. Deshalb hält ein eigenes Ziel pro Kanal Budget und Bericht sauber.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Vermischung von Zeithorizonten. Zum Beispiel zeigen sich Social Ergebnisse in Tagen, Suchergebnisse können Wochen dauern. Beide Kanäle im selben Kalender zu vergleichen, führt deshalb in die Irre.
Zeigen Sie im Bericht Social Daten und Suchdaten auf getrennten Seiten. Beschreiben Sie den Zusammenhang danach in einem Kommentar mit vorsichtiger Sprache.
Wie planen Sie SEO und Social Media gemeinsam?
Sie müssen die beiden Kanäle nicht trennen, sollten sie aber auch nicht auf dasselbe Ziel zwingen. Social Media ist ein Kanal für Verbreitung und Marke. Andererseits ist SEO der Kanal, der Suchnachfrage abholt. Zusammen ergeben sie einen starken Ablauf.
Ein Beispielablauf: Sie finden in den Suchdaten eine Kundenfrage, machen daraus einen Blogbeitrag und kündigen den Beitrag danach in sozialen Netzwerken an. Das Feedback speist neue Themen. So stützen sich die beiden Kanäle gegenseitig.
Wenn Sie das gemeinsam planen möchten, arbeitet unsere SEO Beratung Hand in Hand mit unserem Social Media Team. Für einen schnellen Blick auf den aktuellen Stand Ihrer Seite kann unser SEO Check ein Startpunkt sein.
Verhalten sich soziale Plattformen für SEO unterschiedlich?
Ja, und dieser Unterschied erklärt einen großen Teil der Debatte um Social Signals. Manche Plattformen zeigen Inhalte auf öffentlichen Seiten. Andere dagegen verlangen zum Ansehen einen Login. Deshalb können Suchsysteme Inhalte hinter einem Login schwerer sehen und bewerten.
Ist ein Profil auf einer Plattform öffentlich, kann diese Profilseite in der Suche für sich stehen. Die Beiträge erscheinen dagegen oft nicht auf dieselbe Weise. Das prüfen Sie also selbst, indem Sie Profil und Beitrag in einem abgemeldeten Browser ansehen.
- Ist die Seite öffentlich oder verlangt sie einen Login?
- Führen Links direkt zur Website oder über eine Weiterleitungsadresse?
- Wie sehen Profilbeschreibung und Website Link im Suchergebnis aus?
- Kann eine Suchmaschine den Inhalt des Beitrags erreichen?
Die Antworten auf diese Fragen unterscheiden sich von Plattform zu Plattform. Deshalb empfehlen wir, jede Plattform getrennt zu bewerten, statt pauschal von "Social Media" zu sprechen.
Welche Daten sollten SEO Team und Social Team teilen?
Die Daten beider Teams speisen sich gegenseitig. Arbeiten Ihre Teams getrennt, macht schon ein kleiner wöchentlicher Datenaustausch einen Unterschied. Diese Punkte sind ein guter Anfang:
- Kundenfragen aus der Suche sind Ideen für Inhalte in sozialen Netzwerken.
- Themen mit vielen Kommentaren in sozialen Netzwerken sind Kandidaten für einen neuen Blogbeitrag.
- Suchanfragen mit Ihrem Markennamen zeigen den sichtbaren Effekt der Social Arbeit.
- Besuche mit Parametern aus Beitragslinks zeigen, welcher Inhalt tatsächlich gelesen wird.
Beispielszenario: Das Social Team eines Möbelateliers bemerkt, dass in den Kommentaren oft gefragt wird, wie man richtig misst. Danach bestätigt das SEO Team, dass dieselbe Frage auch gesucht wird. Dann entsteht eine einzige Anleitung für Suche und Social Media.
So hängen beide Teams am selben Redaktionsplan. Statt eines Wettlaufs um Likes ist ein Inhalt, der eine echte Frage beantwortet, das gemeinsame Ziel.
Wann lohnt sich eine Investition in Social Media für SEO?
Wir empfehlen, Social Media Investitionen für Ihre allgemeinen Geschäftsziele zu tätigen und nicht aus SEO Gründen. Der indirekte SEO Nutzen ist trotzdem in diesen Fällen deutlicher:
- Ihre Zielgruppe verbringt Zeit auf sozialen Plattformen.
- Ihre Marke ist neu und nur wenige kennen den Namen.
- Ihr Produkt ist visuell und leicht zu erklären.
- Ihr Blog bietet originale Inhalte, die sich zu teilen lohnen.
Sind Ihre Inhalte dagegen schwach oder Ihre Website langsam und unübersichtlich, löst eine Investition in Social Media das Problem nicht. Erledigen Sie zunächst die technischen SEO Grundlagen und stärken Sie danach den Verteilkanal.
Kurz gesagt: Investieren Sie dafür, dass Ihre Marke gesucht und erkannt wird, nicht fürs Ranking. Kommt dennoch ein Rankingnutzen hinzu, werten Sie ihn als ungeplanten Gewinn.
Welche Erwartung ist bei Social Signals richtig?
Belegbar ist Folgendes: Im Leitfaden von Google zu den Ranking Systemen tauchen Likes und Shares nicht als Signale auf, Links dagegen schon. Die ehrliche Erwartung an Social Signals ist daher ein indirekter Effekt, kein direkter.
Nutzen Sie Social Media für Sichtbarkeit, Markensuchen und natürliche Linkchancen. Machen Sie daher die Zahl der Likes nicht zum SEO Ziel. Weil sich diese Informationen ändern können, prüfen Sie den aktuellen Stand in den offiziellen Dokumenten von Google.
Zusammengefasst helfen drei Grundsätze: Verlassen Sie sich auf das Dokumentierte, messen Sie indirekte Effekte getrennt und meiden Sie Abkürzungen gegen die Regeln. Mit dem richtigen Ziel ist Social Media ein wertvoller Kanal. Mit dem falschen Ziel dagegen kostet es nur Zeit.
Dieser Beitrag dient der Information und gibt keine Ergebnisgarantie. Machen Sie kleine Tests auf Ihrer eigenen Website, messen Sie, und entscheiden Sie dann.



