Kritischer Fehler auf dieser Website: WordPress Ursachen und Lösung

Was bedeutet „Kritischer Fehler auf dieser Website“ in WordPress und was tun Sie zuerst?
Kritischer Fehler auf dieser Website ist die allgemeine Meldung, die WordPress zeigt, wenn PHP einen schwerwiegenden Fehler meldet und den Code stoppt. Meist stecken ein Plugin, ein Theme oder ein abgebrochenes Update dahinter. Machen Sie zuerst ein Backup, prüfen Sie dann Ihr Admin Postfach und das Fehlerprotokoll.
Bleiben Sie ruhig. Ihre Inhalte sind nicht gelöscht, denn WordPress weigert sich nur, den defekten Code auszuführen. Die folgende Reihenfolge hat sich in der Praxis bei uns bewährt.
- Erstellen Sie zuerst ein vollständiges Backup von Dateien und Datenbank, denn jeder Eingriff birgt ein Risiko.
- Dann suchen Sie im Postfach des Administrators die E-Mail von WordPress zum Wiederherstellungsmodus.
- Danach aktivieren Sie ohne diese E-Mail das Fehlerprotokoll und lesen Sie den Dateinamen im Eintrag.
- Außerdem benennen Sie bei einem Plugin den Ordner dieses Plugins um.
- Zudem wechseln Sie bei einem Theme zu einem Standard Theme.
- Schließlich prüfen Sie bei anhaltendem Problem die PHP Version, das Speicherlimit und ein halbes Update.
Wir erklären jeden Schritt unten einzeln. Hinweis: Dieser Leitfaden ist allgemeine Information. Das Ergebnis hängt von Ihrer Website ab, und eine Garantie für die Wiederherstellung gibt es nicht.
Warum erscheint die Meldung „Kritischer Fehler auf dieser Website“?
WordPress bricht die Anfrage ab, sobald PHP einen schwerwiegenden Fehler meldet. Früher sah das wie ein leerer weißer Bildschirm aus. Seit Version 5.2 zeigt WordPress den Besuchern stattdessen eine allgemeine Meldung und schickt dem Administrator eine E-Mail.
Der genaue deutsche Wortlaut kann je nach Version und Übersetzung abweichen. Sehen Sie eine ähnliche Meldung, haben Sie dasselbe Problem. Im Englischen lautet die bekannte Fassung „There has been a critical error on this website“. Die Ursachen sind dagegen überschaubar.
- Ein neu installiertes oder aktualisiertes Plugin hat zudem einen Codefehler.
- Ein Theme verträgt sich nicht mit einem Plugin oder passt nicht zur neuen PHP Version.
- Der Server nutzt außerdem eine PHP Version, die für Ihren Code zu alt oder zu neu ist.
- Ein Skript hat mehr Arbeitsspeicher verbraucht, als Ihr Tarif erlaubt.
- Zudem ist ein Update auf halbem Weg stehen geblieben, also passen die Dateien nicht mehr zusammen.
- Schließlich ist ein Upload abgebrochen und hat dadurch eine beschädigte Datei hinterlassen.
Die Antwort auf die Frage nach dem Warum steht daher immer im Protokoll. Statt zu raten, lesen Sie zunächst den Eintrag.
Warum sollten Sie vor jedem Eingriff ein Backup machen?
Weil Sie für die Lösung Ordner umbenennen, eine Konfigurationsdatei ändern oder Plugins abschalten. Jeder Schritt wirkt umkehrbar, doch ein falscher Tastendruck kann Einstellungen zerstören. Ein Backup gibt Ihnen deshalb einen Rückweg.
Sie können auch ein Backup anlegen, wenn die Seite nicht lädt. Nutzen Sie den Dateimanager Ihres Hostingpanels oder einen FTP Zugang, um den Seitenordner herunterzuladen. Für die Datenbank verwenden Sie das Backup Werkzeug im Panel.
- Laden Sie den gesamten Seitenordner herunter, vor allem den Ordner für Inhalte.
- Exportieren Sie die Datenbank im Panel und speichern Sie die Datei getrennt davon.
- Notieren Sie außerdem das Datum des letzten automatischen Backups Ihres Hostinganbieters.
- Prüfen Sie danach, ob sich die Dateien öffnen lassen und nicht leer sind.
Möchten Sie eine feste Routine aufbauen, lesen Sie unsere Anleitung zur Backup Strategie für Websites. Für die Datenbank hilft zudem unser Beitrag zu Datenbank Backup und Wiederherstellung.
Wie nutzen Sie den Link zum Wiederherstellungsmodus in der Admin E-Mail?
Fängt WordPress einen schwerwiegenden Fehler ab, schickt es dem Administrator eine E-Mail. Die Nachricht nennt das Plugin oder Theme, das ausgefallen ist, und enthält einen geheimen Link zum Wiederherstellungsmodus. Sie öffnen den Link und melden sich mit Ihrem Administratorkonto an.
Laut dem WordPress Kernteam arbeitet der Modus mit einem Cookie. Das heißt, er bleibt im selben Browser aktiv, auch nachdem Sie sich angemeldet haben. Im Dashboard zeigt ein Hinweis, welches Plugin oder Theme WordPress pausiert hat.
- Öffnen Sie die Fehler E-Mail und klicken Sie auf den Link.
- Danach melden Sie sich mit Ihrem Administratornamen und Passwort an.
- Außerdem lesen Sie im Hinweis, welches Plugin oder Theme pausiert ist.
- Zudem aktualisieren Sie das Plugin, entfernen Sie es oder melden Sie den Fehler dem Entwickler.
- Schließlich verlassen Sie den Modus und testen Sie die Seite wie ein Besucher.
Nutzen Sie den Link nur in einer E-Mail, die an Ihre eigene Adresse ging. Eine Nachricht von Fremden, die Dringlichkeit vortäuscht und Sie auf eine andere Seite lenkt, kann Phishing sein. Außerdem gilt: Beim Verlassen des Modus läuft der pausierte Code wieder, also kehrt der Fehler zurück, wenn Sie ihn nicht behoben haben.
Was können Sie im Wiederherstellungsmodus tun und was nicht?
Der Wiederherstellungsmodus ist kein Reparaturwerkzeug, sondern ein vorübergehender sicherer Zugang. WordPress pausiert die fehlerhafte Komponente und lässt Sie ins Dashboard. Den Code korrigiert es jedoch nicht für Sie.
Laut der offiziellen Ankündigung können Sie die problematische Erweiterung ganz deaktivieren, den Fehler selbst beheben oder den Autor mit der genauen Meldung kontaktieren. Außerdem verlassen Sie den Modus mit einem einzigen Knopf. Dabei löscht WordPress das Cookie, und alle Erweiterungen laufen wieder.
- Sie sehen die pausierte Komponente und notieren ihren Namen.
- Außerdem schalten Sie das Plugin dauerhaft ab und bringen die Seite schnell zurück.
- Danach kopieren Sie die Zeile aus dem Protokoll und schicken sie dem Entwickler.
- Sie sollten sich dagegen nicht darauf verlassen, dass die Lösung nach dem Verlassen bleibt.
Details finden Sie in der offiziellen WordPress Dokumentation zu häufigen Fehlern. Kurz gesagt: Sehen Sie den Modus als Hilfe zur Ursachensuche, nicht als garantierte Rettung.
Was tun, wenn die E-Mail zum Wiederherstellungsmodus nicht ankommt?
Prüfen Sie zunächst den Spam Ordner, danach die Adresse des Administrators in den Seiteneinstellungen. Vielleicht ging die Nachricht an eine alte Adresse. Kann der Server gar keine Nachrichten senden, verlässt die Nachricht ihn nie.
Überspringen Sie dann die E-Mail und gehen Sie direkt zum Protokoll und zur Dateimethode. Den Fehler auf Dateiebene zu finden, ist ohnehin oft zuverlässiger. Das E-Mail Problem können Sie zudem später getrennt lösen.
- Schauen Sie in den Spam und Junk Ordner.
- Prüfen Sie außerdem, ob die Admin Adresse in den Einstellungen aktuell ist.
- Fragen Sie Ihren Hostinganbieter, ob der Server Nachrichten versendet.
- Lesen Sie dann die Ursache im Fehlerprotokoll und gehen Sie zur Dateimethode über.
Verliert Ihre Seite dauerhaft ausgehende Nachrichten, sorgt die SMTP Einrichtung aus unserer Anleitung zum E-Mail Versand in WordPress dafür, dass solche Warnungen Sie erreichen.
Wie aktivieren Sie WP_DEBUG und WP_DEBUG_LOG für ein Fehlerprotokoll?
WP_DEBUG ist die Konstante, die den Debug Modus von WordPress einschaltet. WP_DEBUG_LOG schreibt Fehler in eine Datei namens debug.log im Inhaltsordner. Laut der offiziellen Entwicklerdokumentation muss dafür auch WP_DEBUG aktiv sein.
Diese Einstellungen stehen in der Konfigurationsdatei von WordPress. Kopieren Sie die Datei, bevor Sie sie bearbeiten. Lassen Sie zudem WP_DEBUG_DISPLAY ausgeschaltet, denn dann sehen Besucher keine Fehler, und alles landet im Protokoll. Auf einer Live Seite ist das der sicherere Weg.
- Öffnen Sie die Konfigurationsdatei im Dateimanager Ihres Hostings.
- Setzen Sie WP_DEBUG und WP_DEBUG_LOG auf aktiv und WP_DEBUG_DISPLAY auf aus.
- Laden Sie die Seite einmal neu, um den Fehler zu erzeugen.
- Laden Sie dann die Datei debug.log aus dem Inhaltsordner herunter und lesen Sie die letzten Zeilen.
Die Dokumentation rät davon ab, den Debug Modus dauerhaft auf einer Live Seite zu lassen. Schalten Sie ihn daher am Ende aus und löschen Sie das Protokoll, weil es Serverpfade enthalten kann. Mehr dazu steht in der WordPress Dokumentation zum Debugging.
Wie lesen Sie die Fehlerzeile im Protokoll richtig?
Der wichtigste Teil eines Eintrags ist der Dateipfad nach den Worten „Fatal error“. Enthält der Pfad plugins, liegt das Problem bei einem Plugin. Enthält er themes, liegt es am Theme. Der Ordnername entspricht meist dem Namen des Plugins.
Die Zeilennummer braucht ein Entwickler, für Sie reicht der Dateiname. Zeigt der Pfad zum Beispiel auf genau einen Plugin Ordner, bringt oft schon das Abschalten dieses einen Plugins die Seite zurück.
- Steht im Pfad plugins, notieren Sie den Ordnernamen des Plugins.
- Steht dort themes, notieren Sie den Ordner Ihres aktiven Themes.
- Sehen Sie „allowed memory size exhausted“ oder Ähnliches, gehen Sie zum Speicherlimit.
- Taucht ein Hinweis zur PHP Version auf, prüfen Sie dann die Version.
- Wiederholt sich dieselbe Zeile, lesen Sie den neuesten Eintrag und nicht den ältesten.
Oft genügt schon eine einzige Zeile. Fragen Sie damit im Support Forum des Plugins nach oder schicken Sie sie dem Entwickler. Entfernen Sie dabei Ihren Serverpfad und alle Passwörter.
Wo finden Sie das Server Fehlerprotokoll im Hostingpanel?
Neben dem WordPress Protokoll führt auch der Server eine eigene Fehlerliste. Viele Hostingpanels zeigen sie in einem Bereich namens Fehlerprotokolle oder ähnlich. Weil Namen und Menüs je nach Anbieter abweichen, nennen wir keine feste Schaltfläche.
Diese Liste hilft vor allem, wenn WordPress gar nicht lädt. Manche Fehler passieren nämlich auf Serverebene, bevor WordPress etwas schreiben kann. Außerdem sehen Sie dort, wann der Fehler begann.
- Suchen Sie im Panel nach Fehlerprotokoll oder Logs.
- Konzentrieren Sie sich dann auf Zeilen nahe dem Zeitpunkt des Problems.
- Notieren Sie den Dateipfad und die Zeile mit dem Wort fatal.
- Finden Sie nichts, bitten Sie Ihren Hostinganbieter um die letzten Einträge Ihrer Seite.
Viele Zeilen sind normal. Wichtig ist der erste schwerwiegende Eintrag nach Beginn des Problems. Für längere Dateien hilft Ihnen unsere Logfile Analyse beim Sortieren.
Wie deaktivieren Sie ein Plugin, indem Sie den Ordner umbenennen?
Kommen Sie nicht ins Dashboard, können Sie ein Plugin auf Dateiebene abschalten. Öffnen Sie im Inhaltsordner den Ordner plugins, suchen Sie den fehlerhaften Plugin Ordner und hängen Sie ein Suffix an den Namen. WordPress findet das Plugin dann nicht mehr und deaktiviert es.
Das löscht die Einstellungen nicht, sondern verhindert nur den Start. Daher können Sie den Ordner nach der Fehlersuche zurückbenennen und aktualisieren. Prüfen Sie trotzdem vorher, ob Ihr Backup vorliegt.
- Öffnen Sie per Panel oder FTP den Ordner plugins im Inhaltsordner.
- Danach suchen Sie den im Protokoll genannten Plugin Ordner.
- Außerdem hängen Sie ein Suffix wie „_aus“ an den Ordnernamen an.
- Zudem laden Sie Seite und Dashboard neu und prüfen Sie, ob sie öffnen.
- Schließlich prüfen Sie bei Erfolg, ob es für das Plugin ein Update gibt.
Öffnet die Seite wieder, haben Sie den Verursacher gefunden. Aktualisieren oder ersetzen Sie das Plugin, oder melden Sie den Fehler dem Entwickler. Notieren Sie vor dem Löschen die Einstellungen.
Wie deaktivieren Sie alle Plugins auf einmal?
Wissen Sie nicht, welches Plugin den Fehler auslöst, schalten Sie alle gemeinsam ab. Die WordPress Dokumentation beschreibt dafür, den ganzen Ordner plugins vorübergehend umzubenennen, zum Beispiel in plugins.hold. Im Dashboard sehen Sie dann den Hinweis, dass Plugins fehlen.
Nach der Anmeldung benennen Sie den Ordner zurück. Die Plugins bleiben inaktiv, also schalten Sie sie nacheinander ein und finden den Verursacher. Laut offizieller Seite bleiben die Plugin Einstellungen bei dieser Methode erhalten.
- Öffnet die Seite nach dem Umbenennen, verursacht eines der Plugins den Fehler.
- Benennen Sie den Ordner zurück und aktivieren Sie die Plugins einzeln im Dashboard.
- Laden Sie die Seite nach jedem Plugin neu und lassen Sie das letzte aus, wenn der Fehler zurückkehrt.
- Läuft die Seite weiter nicht, prüfen Sie Theme, PHP Version und Speicherlimit.
Die Schritte finden Sie in der WordPress FAQ zur Fehlerbehebung. Es gibt zudem einen Weg über die Datenbank. Eine falsche Zeile zu ändern ist jedoch riskant, daher empfehlen wir ihn nur Personen, die sich damit auskennen.
Wie wechseln Sie zurück zu einem Standard Theme?
Zeigt der Pfad im Protokoll auf den Ordner themes, liegt das Problem am aktiven Theme. Kommen Sie ins Dashboard, aktivieren Sie unter Design eines der Standard Themes von WordPress. Kommen Sie nicht hinein, benennen Sie den Ordner des aktiven Themes im Inhaltsordner um.
Findet WordPress das aktive Theme nicht, fällt es auf ein vorhandenes Standard Theme zurück. Dafür muss auf dem Server mindestens eines installiert sein. Prüfen Sie daher vor dem Umbenennen, ob ein Standard Theme vorhanden ist.
- Können Sie sich anmelden, aktivieren Sie ein Standard Theme und testen die Seite.
- Können Sie es nicht, benennen Sie den Ordner des aktiven Themes um.
- Öffnet die Seite danach, gehen Sie die angepassten Dateien mit Ihrem Entwickler durch.
- Machen Sie vorher ein Backup, sonst verlieren Sie Ihre Anpassungen.
Außerdem bricht ein eigenes Theme mit einer alten Funktion oft unter einer neueren PHP Version. Dann muss der Entwickler des Themes den Code aktualisieren.
Kann eine unpassende PHP Version den Fehler auslösen?
Ja. Jedes Plugin und jedes Theme zielt auf bestimmte PHP Versionen. Läuft auf dem Server eine ältere oder neuere Version als erwartet, schlägt der Code fehl, und WordPress zeigt die Fehlermeldung. Das passiert oft nach einem Versionswechsel durch Ihren Anbieter oder durch Sie.
Die Lösung hat zwei Richtungen. Gibt es ein Update, installieren Sie es und erreichen so eine passende Version. Gibt es keines, setzen Sie PHP auf die letzte funktionierende Version zurück. Die Version sehen Sie in Ihrem Panel.
- Prüfen Sie im Panel, ob sich die PHP Version am Tag des Fehlers geändert hat.
- Lesen Sie die unterstützten PHP Versionen in den Hinweisen der Entwickler.
- Setzen Sie vorübergehend auf die letzte funktionierende Version zurück.
- Wechseln Sie dauerhaft zu aktualisierten Plugins und Themes.
Die Schritte hängen vom Panel ab. Der übliche Weg steht in unserer Anleitung zur PHP Version in cPanel. Alte Versionen erhalten keine Sicherheitsupdates mehr, deshalb ist das Zurücksetzen nur ein kurzer Zwischenschritt.
Was tun, wenn das Speicherlimit erreicht ist?
Das Speicherlimit ist der größte Arbeitsspeicher, den ein PHP Skript nutzen darf. Überschreitet ein Skript es, bricht es ab, und im Protokoll steht eine Zeile zur erlaubten Speichergröße. Plugins, die große Bilder verarbeiten, Backups anlegen oder Daten importieren, stoßen oft daran.
In WordPress legt die Konstante WP_MEMORY_LIMIT das Limit fest, sie kann aber die Obergrenze Ihres Anbieters nicht überschreiten. Eine Erhöhung hilft also nicht immer. Unter Umständen muss der Anbieter das Limit in Ihrem Tarif anheben.
- Sehen Sie die Speicherzeile im Protokoll, suchen Sie zunächst das Plugin hinter dieser Aufgabe.
- Erhöhen Sie die PHP Speichereinstellung im Panel moderat, falls es sie gibt.
- Erfinden Sie keine Zahl, sondern fragen Sie Ihren Anbieter, was der Tarif erlaubt.
- Löst ein höheres Limit das Problem, klären Sie, warum die Aufgabe so viel Speicher braucht.
Wie solche Grenzen arbeiten, erklären wir in unserem Beitrag zu den Ressourcenlimits im Shared Hosting. Bei wiederkehrenden Speicherproblemen hilft ein größerer Tarif oft länger als weniger Plugins.
Wie kann ein unterbrochenes Update die Website zerstören?
Bei einem Update legt WordPress eine Wartungsdatei im Hauptordner ab und löscht sie nach dem Ende. Bricht die Verbindung ab oder läuft die Zeit aus, bleibt das Update auf halbem Weg stehen. Dann stammen manche Dateien aus der neuen und manche aus der alten Version, und der Code stößt aneinander.
Es gibt zwei Symptome. Besucher sehen entweder, dass die Seite kurz wegen Wartung nicht verfügbar ist, oder Sie sehen die Fehlermeldung. Im ersten Fall empfiehlt die WordPress Dokumentation, die Datei .maintenance im Hauptordner zu löschen.
- Öffnen Sie im Panel den Hauptordner, also den Ordner mit dem Verzeichnis für den Verwaltungsbereich.
- Danach blenden Sie versteckte Dateien ein und suchen Sie die Datei .maintenance.
- Außerdem löschen Sie die Datei und laden Sie die Seite neu.
- Zudem starten Sie das Update bei Bedarf erneut im Dashboard.
- Schließlich bleibt der Fehler, stellen Sie das defekte Plugin oder die Kerndateien aus dem Backup wieder her.
Hat ein Update ein Plugin beschädigt, hilft oft Löschen und Neuinstallieren. Sind Kerndateien defekt, müssen Sie sie aus einer sauberen WordPress Kopie erneuern, und das nie ohne Backup.
Welches Symptom deutet auf welche Ursache hin?
Die Tabelle ordnet zu, was Sie im Protokoll oder auf dem Bildschirm sehen, und nennt die wahrscheinliche Ursache und den ersten Schritt. Sie fasst Erfahrungen aus der Praxis zusammen. Die wahre Ursache Ihrer Seite zeigt allerdings nur Ihr eigenes Protokoll.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Erster Schritt |
|---|---|---|
| Pfad enthält plugins | Codefehler oder Konflikt im Plugin | Plugin Ordner umbenennen |
| Pfad enthält themes | Theme Fehler oder PHP Konflikt | Standard Theme aktivieren |
| Speicherhinweis im Protokoll | Speicherlimit überschritten | Anbieter um höheres Limit bitten |
| Fehler nach Versionswechsel | PHP Version passt nicht | Zur vorigen Version zurückkehren |
| Direkt nach einem Update kaputt | Unterbrochenes Update | Wartungsdatei und Plugin prüfen |
| Nichts im Protokoll | Protokoll aus oder Rechteproblem | WP_DEBUG_LOG einschalten |
Nutzen Sie die Tabelle als Checkliste. Mehrere Ursachen können sich jedoch überlagern, deshalb testen Sie nach jedem Schritt die Seite und entscheiden dann weiter.
Wo tritt der Fehler auf: Frontend, Dashboard oder nur eine Seite?
Diese Unterscheidung engt die Ursache ein. Sehen nur Besucher den Fehler, ist ein Theme oder ein Plugin im Frontend verdächtig. Fällt auch das Dashboard aus, werden ein gemeinsames Plugin, PHP oder der Kern wahrscheinlicher.
Zum Beispiel ist bei nur einer ausfallenden Seite ein Block oder Shortcode darauf verdächtig. Fällt dagegen die ganze Seite auf einmal aus, sind Update, Versionswechsel oder Speicher wahrscheinlicher. Notieren Sie daher, wo der Fehler erscheint.
| Wo er erscheint | Wahrscheinlichere Ursache | Wo Sie suchen |
|---|---|---|
| Nur eine Seite | Block oder Shortcode auf der Seite | Plugin hinter dieser Seite |
| Nur Frontend | Theme oder Frontend Plugin | Ordner des aktiven Themes |
| Frontend und Dashboard | Gemeinsames Plugin, PHP oder Kern | Protokoll und PHP Version |
| Während eines Updates | Unterbrochenes Update | Wartungsdatei und Backup |
Sicherheit gibt Ihnen das nicht, aber Ihre Tests bekommen eine Reihenfolge. So arbeiten Sie Schritt für Schritt, statt Plugins wahllos abzuschalten.
Beeinflussen Cache und CDN diese Meldung?
Ein Cache erzeugt den Fehler nicht, kann ihn aber verlängern. Nach der Reparatur zeigt Ihr Browser oder Ihr Cache Plugin womöglich noch die alte Fehlerseite. Dann wirkt die Meldung hartnäckig, obwohl die Lösung greift.
Leeren Sie daher nach der Reparatur den Cache. Öffnen Sie die Seite außerdem in einem privaten Fenster oder auf einem anderen Gerät, denn so prüfen Sie schnell, ob es klappt. Nutzen Sie ein CDN, erneuern Sie auch dessen Cache.
- Öffnen Sie ein privates Browserfenster und probieren Sie es erneut.
- Leeren Sie außerdem den Cache in Ihrem Cache Plugin.
- Erneuern Sie bei einem CDN dessen Cache.
- Testen Sie zudem aus einem anderen Netz oder mit mobilen Daten.
Für einen schnellen Blick von außen nutzen Sie unser Werkzeug Ist die Seite down oder den CMS Checker. Zusammen zeigen sie, ob nur Sie das Problem sehen oder alle.
Wie unterscheidet sich die Meldung von einem 500 Fehler, einem Datenbankfehler oder einem Hack?
„Kritischer Fehler auf dieser Website“ ist eine gestaltete Meldung, die WordPress selbst erzeugt. Ein HTTP 500 ist dagegen der allgemeine Fehlercode des Servers, und die Seite wirkt meist schlicht. Die Wurzeln können ähnlich sein, die Lösungen unterscheiden sich aber.
- Sehen Sie die nüchterne Serverseite, lesen Sie unseren Beitrag zum 500 Internal Server Error.
- Sehen Sie eine Meldung zur Datenbankverbindung, gehen Sie zur Lösung für den Datenbankfehler.
- Finden Sie fremde Seiten, Weiterleitungen oder Admin Nutzer, folgen Sie unserer Anleitung zur gehackten WordPress Seite.
Diese Fälle zu verwechseln kostet Zeit. Lesen Sie daher die Meldung auf Ihrem Bildschirm und wählen Sie den passenden Leitfaden.
Was prüfen und abschalten Sie nach der Reparatur?
Sobald die Seite zurück ist, sind Sie noch nicht fertig. Sie müssen den Debug Modus ausschalten, vorübergehende Ordnernamen zurücksetzen und den echten Besucherweg testen. Sonst fällt das nächste Problem schwerer auf.
- Schalten Sie WP_DEBUG und WP_DEBUG_LOG aus und löschen Sie die Datei debug.log.
- Danach setzen Sie alle vorübergehend geänderten Ordnernamen zurück.
- Außerdem testen Sie Startseite, einen Beitrag, das Kontaktformular und gegebenenfalls den Checkout.
- Zudem stellen Sie sicher, dass Sie den Wiederherstellungsmodus verlassen haben.
- Dann legen Sie ein frisches Backup der funktionierenden Seite an.
- Schließlich beobachten Sie die Seite in der folgenden Woche.
Derselbe Fehler kann zurückkehren, vor allem wenn Sie das fehlerhafte Plugin wieder aktiviert haben. Beobachten Sie die Seite daher einige Tage ohne neue Änderungen.
Wie verhindern Sie, dass der Fehler wieder auftritt?
Dieser Fehler entsteht meist durch ungeprüfte Updates. Der Plan zur Vorbeugung ist einfach: Testen Sie Änderungen zuerst auf einer Testkopie, sichern Sie regelmäßig und entfernen Sie unnötige Plugins. Jedes Plugin bedeutet Wartungsaufwand und eine mögliche Fehlerquelle.
- Machen Sie vor jedem Update ein vollständiges Backup und aktualisieren Sie bei wenig Besuchern.
- Probieren Sie große Updates zuerst auf einer Kopie der Seite aus.
- Entfernen Sie außerdem Plugins, die niemand mehr pflegt.
- Prüfen Sie vor einem PHP Wechsel die Kompatibilität der Plugins.
- Halten Sie die Adresse des Administrators aktuell und erreichbar.
Fragen Sie sich zudem, ob ein neues Plugin wirklich nötig ist. Manchmal trägt eine schlankere Lösung weniger Risiko. Für die größere Frage lesen Sie unseren Beitrag zu WordPress oder individuelle Website.
Kritischer Fehler auf dieser Website: Wann holen Sie sich Hilfe von Experten?
Holen Sie Hilfe, wenn Sie das Protokoll nicht lesen können, Dateien nicht bearbeiten möchten oder die Seite Umsatz bringt. Unser Team beginnt mit einem Backup, liest das Protokoll und nimmt die kleinstmögliche Änderung vor. Das Ergebnis hängt von Ihrer Seite ab, und wir versprechen keine sichere Lösung.
Seien Sie bei der Suche nach Hilfe vorsichtig. Geben Sie Fremden keine Zugangsdaten, die Geld verlangen und eine sichere Lösung versprechen. Legen Sie stattdessen einen temporären Nutzer mit eingeschränkten Rechten an und löschen Sie ihn nach der Arbeit.
- Ihr Hostinganbieter prüft die Serverseite, etwa PHP Version und Speicher.
- Der Plugin Entwickler behebt Fehler im eigenen Plugin am besten.
- Bricht die Seite ständig, prüfen wir mit unserem Webdesign und Wartungsservice Ihre Update Routine.
Dieser Beitrag ist allgemeine Information und garantiert nicht für jede Seite dasselbe Ergebnis. Sind Ihre Daten wichtig, machen Sie vor dem Eingriff ein Backup.



