Was ist ein Sitemap Index? Mehrere Sitemaps auf großen Websites verwalten

Kurze Antwort
Was ist ein Sitemap Index und wofür brauchen große Websites ihn?
Ein Sitemap Index ist eine XML Datei, die statt Seitenadressen andere Sitemaps auflistet, also eine „Sitemap der Sitemaps“. Sobald Ihre Website die URL Grenze oder die Größengrenze einer einzelnen Sitemap überschreitet, teilen Sie die Adressen auf mehrere Teilsitemaps auf. Diese Dateien bündeln Sie dann im Sitemap Index und reichen bei Google nur diese eine Datei ein.
Wir, Talha Aslan und Team, besprechen dieses Thema vor allem mit Onlineshops, die Tausende Produkte, Hunderte Kategorien und ein großes Blogarchiv haben. Eine kleine Unternehmenswebsite kommt meist mit einer einzigen Sitemap aus. Wächst der Katalog allerdings, stößt eine Datei an ihre Grenzen. Zudem verliert sie an Übersicht. Sie erkennen dann kaum noch, welcher Bereich im Index landet und welcher zurückbleibt.
In diesem Leitfaden gehen wir die gesamte Struktur durch: offizielle Grenzen, Aufbau der Datei, Aufteilung nach Inhaltstyp, korrekte lastmod Werte und die getrennte Überwachung jeder Teilsitemap in der Search Console. Falls Ihnen die Grundlagen noch fehlen, lesen Sie zunächst unseren Beitrag XML Sitemap erstellen: was ist das und wie geht es. Dieser Artikel baut die nächste Ebene darauf auf.
Ab wann reicht eine einzelne Sitemap nicht mehr aus?
Laut der offiziellen Dokumentation von Google darf eine einzelne Sitemap höchstens 50.000 URLs enthalten und unkomprimiert nicht größer als 50 MB sein. Erreichen Sie eine dieser Grenzen, müssen Sie die Datei aufteilen. Beide Werte finden Sie auf der Seite von Google Search Central zum Thema Sitemap erstellen und einreichen.
Die Grenze ist allerdings nicht der einzige Grund für eine Aufteilung. Zum Beispiel profitiert auch eine Website mit 8.000 URLs von mehreren Dateien. Denn wenn Produkte, Kategorien und Blogartikel in einer Datei stehen, zeigt Ihnen die Search Console nur eine Gesamtzahl. Für eine genaue Diagnose brauchen Sie dann zusätzliche Exporte.
In der Praxis empfehlen wir die Aufteilung in diesen Fällen:
- Ihre URL Anzahl nähert sich 50.000, oder die Datei wächst schnell.
- Ihre Website mischt sehr unterschiedliche Inhaltstypen.
- Sie fügen täglich Produkte hinzu und entfernen andere, Ihr Katalog ist also ständig in Bewegung.
- Verschiedene Teams betreuen verschiedene Bereiche.
- Sie möchten Indexierungsprobleme Bereich für Bereich analysieren.
Kurz gesagt: Das Überschreiten der Grenze erzwingt die Aufteilung. Die bessere Überwachung ist dagegen ein freiwilliger, aber sehr wertvoller Grund.
Was steht in einer Sitemap Index Datei?
Vom Aufbau her ist ein Sitemap Index ein schlichtes XML Dokument. Nach dem Sitemaps Protokoll beginnt die Datei mit dem Tag <sitemapindex> und endet mit dem passenden schließenden Tag. Jede Teilsitemap erhält einen eigenen Eintrag <sitemap>. Darin ist nur ein Feld Pflicht, nämlich <loc> mit der vollständigen Adresse der Teilsitemap.
Daneben gibt es das optionale Feld <lastmod>. Es zeigt, wann sich die Teilsitemap zuletzt geändert hat. Die vollständige Spezifikation lesen Sie auf der Protokollseite von sitemaps.org.
Als Beispielszenario nehmen wir einen Shop namens example.com. Sein Sitemap Index könnte diese Dateien auflisten:
- https://www.example.com/sitemap_produkte_1.xml
- https://www.example.com/sitemap_produkte_2.xml
- https://www.example.com/sitemap_kategorien.xml
- https://www.example.com/sitemap_blog.xml
- https://www.example.com/sitemap_seiten.xml
Beachten Sie: Der Index enthält keine Seitenadressen, sondern nur Adressen von Sitemaps. Die Seitenadressen stehen in den Teilsitemaps. Diese Trennung ist deshalb die wichtigste Grundregel. Außerdem verlangt Google vollständige, absolute URLs; relative Pfade sollten Sie vermeiden.
Welche offiziellen Grenzen gelten für einen Sitemap Index?
Laut der Google Dokumentation zu großen Sitemaps darf eine Sitemap Index Datei bis zu 50.000 Tags vom Typ <loc> enthalten. Ein Index kann also auf bis zu 50.000 Teilsitemaps verweisen. Das Protokoll von sitemaps.org ergänzt, dass die Indexdatei höchstens 50 MB groß sein darf. Zudem stellt Google klar, dass alle Anforderungen an Sitemaps auch für Indexdateien gelten.
In der Search Console kommt eine weitere Grenze hinzu. Laut dem Google Leitfaden zum Verwalten großer Sitemaps mit einem Index können Sie pro Website bis zu 500 Indexdateien über die Search Console einreichen. Für die meisten Websites liegt diese Grenze also weit entfernt.
| Element | Offizielle Grenze | Quelle |
|---|---|---|
| URLs pro Sitemap | Bis zu 50.000 | Google Search Central |
| Größe pro Sitemap | 50 MB unkomprimiert | Google Search Central |
| Teilsitemaps pro Index | Bis zu 50.000 loc Einträge | Google Search Central |
| Indexdateien über die Search Console | 500 pro Website | Google Search Central |
| Zeichenkodierung | UTF-8 | Google Search Central |
Diese Werte können sich ändern. Prüfen Sie daher vor dem Aufbau den aktuellen Stand in der offiziellen Dokumentation. Wir halten Dateien außerdem bewusst deutlich unter der Grenze, statt sie bis zum Rand zu füllen.
Wo sollten die Teilsitemaps auf dem Server liegen?
Die Speicherortregel übersehen Teams besonders oft. Laut Google müssen die Sitemaps, auf die ein Index verweist, auf derselben Website liegen wie die Indexdatei. Zudem müssen sie im selben Verzeichnis wie der Index oder in einem tieferen Verzeichnis stehen.
Liegt Ihr Index zum Beispiel im Ordner /karten/, dann müssen die aufgelisteten Dateien in /karten/ oder dessen Unterordnern liegen. Legen Sie den Index dagegen ins Stammverzeichnis, entfällt diese Einschränkung weitgehend. Auch Google empfiehlt, Sitemaps im Stammverzeichnis zu veröffentlichen. Denn ohne Einreichung über die Search Console wirkt eine Sitemap nur auf Adressen unterhalb ihres eigenen Verzeichnisses.
Bei einem falschen Speicherort zeigt die Search Console eine entsprechende Warnung. Diesen Fall beschreiben wir ausführlich im Beitrag zum Fehler Sitemap URL nicht zulässig. Kurz gesagt: Auch ein anderes Protokoll, eine abweichende www Variante oder eine andere Subdomain kann als „nicht dieselbe Website“ gelten.
Legen Sie deshalb vor dem Start einen einzigen Standard fest. Klären Sie zunächst Protokoll, Hostnamen und Ordner. Danach erzeugen Sie den Index und alle Teildateien nach genau diesem Standard.
Wie teilen Sie Sitemaps nach Inhaltstyp auf?
Die Aufteilung nach Inhaltstyp ordnet URLs nach ihrer Funktion. Produktseiten kommen in eine Datei, Kategorieseiten in eine zweite, Blogartikel in eine dritte. Somit sehen Sie in der Search Console den Zustand jedes Inhaltstyps in einer eigenen Zeile.
Für einen Onlineshop kann eine typische Aufteilung so aussehen:
- Produktseiten: die größte Gruppe, bei Bedarf zusätzlich in nummerierte Teile gegliedert.
- Kategorieseiten und Unterkategorien: weniger URLs, aber kommerziell entscheidend.
- Markenseiten: eine eigene Datei, falls vorhanden.
- Blogartikel und Ratgeber: die Quelle für informationsorientierten Traffic.
- Statische Unternehmensseiten: über uns, Kontakt, Versandbedingungen.
Der größte Vorteil liegt in der schnellen Diagnose. Angenommen, der Großteil Ihrer Kategorieseiten ist im Index, ein großer Teil der Produktseiten jedoch nicht. Dann wissen Sie sofort, dass das Problem in der Produktvorlage oder im Produktinhalt steckt. Mit einer einzigen Datei bräuchten Sie dafür einen separaten Export und einen manuellen Abgleich.
Wird die Produktdatei sehr groß, können Sie sie außerdem nach Produktgruppe aufteilen. Konkret erhalten etwa Kleidung, Schuhe und Accessoires jeweils eine eigene Datei. So erkennen Sie auch, welche Produktgruppe Probleme bei der Indexierung hat.
Wann lohnt sich die Aufteilung nach Nummer oder Datum?
Bei der nummerierten Aufteilung landen URLs desselben Typs in Paketen fester Größe. Zum Beispiel legen Sie jeweils 10.000 Produkte in eine Datei: sitemap_produkte_1, sitemap_produkte_2 und so weiter. Diese Methode lässt sich am leichtesten automatisieren, weil die Software nur einen Zähler braucht.
Allerdings hat diese Methode eine Schwäche. Fügen Sie ein Produkt hinzu oder löschen eines und verschiebt sich dadurch die Reihenfolge, ändern sich viele Dateien gleichzeitig. Dann springen auch alle lastmod Werte, und Google erhält das Signal „alles ist neu“. Deshalb ist es sicherer, die Reihenfolge an eine dauerhafte Kennung wie die Produktnummer zu koppeln.
Die Aufteilung nach Datum passt dagegen gut zu Nachrichtenseiten und Blogarchiven. Sie gruppieren Beiträge nach Monat oder Jahr der Veröffentlichung. Ältere Dateien ändern sich selten, denn neue Inhalte landen immer in der neuesten Datei. Somit muss Google weniger Dateien erneut lesen.
Für einen Produktkatalog eignet sich die Datumsaufteilung jedoch selten. Preise, Bestände und Beschreibungen ändern sich ständig. Daher kombinieren wir in der Praxis meist zwei Methoden: Inhaltstyp plus Nummer für Produkte und Datum für den Blog.
Welche Aufteilungsmethode passt zu Ihrer Website?
Die richtige Methode hängt von Ihrer Seitenstruktur, der Änderungshäufigkeit und Ihrem Überwachungsbedarf ab. Der folgende Vergleich ist ein allgemeiner Rahmen, der die Entscheidung beschleunigt. Er ist keine feste Regel, sondern ein Ausgangspunkt aus unserer Praxiserfahrung.
| Methode | Passt am besten zu | Hauptvorteil | Darauf achten |
|---|---|---|---|
| Nach Inhaltstyp | Onlineshops, Unternehmensseiten, gemischte Websites | Diagnose pro Typ in der Search Console | Ein großer Typ braucht evtl. eine zweite Ebene |
| Feste nummerierte Pakete | Sehr große Produkt oder Anzeigenkataloge | Einfache Automatisierung | Verschobene Reihenfolge ändert viele Dateien |
| Nach Datum | News, Blogs, Archive | Ältere Dateien bleiben stabil | Aktualisierte alte Beiträge bleiben in der richtigen Datei |
| Nach Sprache oder Region | Mehrsprachige Websites | Indexkontrolle pro Sprache | Muss zur hreflang Struktur passen |
| Nach Produktgruppe | Shops mit breitem Sortiment | Berichte pro Geschäftsbereich | Wechselt ein Produkt die Gruppe, wechselt auch die Datei |
Auf den meisten Websites liefert eine Kombination das beste Ergebnis. Zum Beispiel kann ein mehrsprachiger Shop zuerst nach Sprache, dann nach Inhaltstyp und zuletzt nach Nummer aufteilen. Trotzdem sollten Sie es nicht übertreiben. Die Struktur muss schon an den Dateinamen erkennbar sein.
Wie setzen Sie lastmod im Sitemap Index richtig ein?
Im Sitemap Index beschreibt lastmod die Teilsitemap, nicht eine einzelne Seite. Laut Google ist dieses Feld optional und nutzt das Datumsformat nach W3C. Google erklärt zudem, dass der Wert bei der Planung des Crawlings hilft.
Wann sollte sich dieser Wert also ändern? Er ändert sich, wenn eine URL in die Teildatei aufgenommen oder aus ihr entfernt wird. Ebenso ändert er sich, wenn eine enthaltene Seite eine echte inhaltliche Aktualisierung erhält. Das heißt, der lastmod Wert der Teildatei sollte zum neuesten lastmod Wert ihrer Seiten passen.
Ein häufiger Fehler ist ein Index, der bei jedem Abruf die aktuelle Uhrzeit ausgibt. Dann wirkt jede Teildatei ständig frisch geändert. Folglich verliert das Signal seine Bedeutung. Google sagt deutlich, dass es lastmod nur nutzt, wenn der Wert durchgehend und nachprüfbar stimmt.
Die Verwendung auf Seitenebene erklären wir in unserem Beitrag Sitemap lastmod richtig setzen. Hier geht es nur um den Unterschied auf der Indexebene. Dort ist ein korrekter lastmod Wert eine kurze Notiz an Google, welche Teildatei ein erneutes Lesen verdient.
Warum ist ein korrekter lastmod in Teilsitemaps so wichtig?
Auf einer großen Website liest Google nicht jede Datei und jede Seite im gleichen Takt. Ein korrekter lastmod Wert lenkt die Aufmerksamkeit auf geänderte Bereiche. Ein falscher Wert bewirkt allerdings das Gegenteil: Das Signal verliert an Verlässlichkeit, und Google beachtet es womöglich nicht mehr.
Laut Google soll lastmod die letzte wesentliche Aktualisierung der Seite widerspiegeln. Ein neues Copyrightjahr im Footer zählt zum Beispiel nicht dazu. Ebenso bedeutet ein aktualisiertes Element in der Seitenleiste meist nicht, dass sich die Seite selbst geändert hat.
Bei jedem Aufbau prüfen wir diese Liste:
- Stammt lastmod aus dem echten Aktualisierungsfeld Ihrer Datenbank?
- Ändert eine Preisänderung oder Bestandsänderung in großer Menge das Datum aller Produkte?
- Erneuert eine Vorlagenänderung die Seitendaten künstlich?
- Passt das Datum im Index zum neuesten Datum der Teildatei?
- Schreiben Sie die Zeitzone einheitlich?
Außerdem ignoriert Google laut eigener Aussage die Werte priority und changefreq. Investieren Sie Ihre Energie daher lieber in korrekte lastmod Werte. Auf großen Websites zahlt sich gerade dieses kleine Detail besonders aus.
Welche URLs gehören nicht in Ihre Teilsitemaps?
Eine Sitemap sagt Google: „Das sind die Hauptseiten, die ich im Index sehen möchte.“ Deshalb gehören nur kanonische, crawlbare URLs mit dem Statuscode 200 hinein. Sonst füllen sich Ihre Berichte in der Search Console mit Rauschen. Dann finden Sie das eigentliche Problem nur schwer.
Diese URL Typen sollten Sie aus den Teilsitemaps entfernen:
- Seiten mit einer noindex Anweisung.
- URLs, die auf eine andere Adresse weiterleiten.
- Duplikate, deren Canonical auf eine andere Seite zeigt.
- Adressen mit Filter, Sortier oder Sitzungsparametern.
- Bereiche, die Sie per robots.txt vom Crawling ausschließen.
- Gelöschte Seiten mit dem Status 404 oder 410.
Auf großen Websites ist diese Bereinigung noch wichtiger. Denn automatisch erzeugte Sitemaps können unbemerkt Filteradressen oder alte Produkte aufnehmen. Mit der Zeit fördert das einen aufgeblähten Index. Die Hintergründe erklären wir in unserem Artikel Index Bloat: was ist das und wie beheben Sie es.
Kurz gesagt: Auch ein sauber aufgebauter Sitemap Index hilft wenig, wenn die Adressen in den Teildateien unordentlich sind.
Wie reichen Sie einen Sitemap Index bei Google ein?
Die Google Dokumentation nennt mehrere Wege. Am häufigsten nutzen Sie den Bericht „Sitemaps“ in der Search Console. Dort geben Sie die Adresse des Index einmal ein; die Teildateien müssen Sie nicht einzeln hinzufügen. Google erreicht sie über den Index.
Der zweite Weg ist eine Sitemap Zeile in Ihrer robots.txt. Google weist darauf hin, dass dort auch mehrere Sitemap Zeilen stehen dürfen. Mit einem Index genügt allerdings meist eine einzige Zeile. Die allgemeinen Regeln finden Sie in unserem Beitrag Was ist robots.txt: erstellen und testen.
Der dritte Weg ist die programmatische Einreichung über die Search Console API. Teams mit vielen Properties sparen damit Zeit. Für die meisten Websites genügt jedoch die einmalige Einreichung über den Bericht.
Behalten Sie vor allem einen Punkt im Kopf. Google sagt ausdrücklich, dass eine eingereichte Sitemap nur ein Hinweis ist. Sie garantiert weder das Crawling noch die Indexierung Ihrer Seiten. Somit ersetzt eine Sitemap weder interne Verlinkung noch Inhaltsqualität oder technische Gesundheit. Sie unterstützt diese lediglich als zusätzlicher Kanal zur Entdeckung.
Wie überwachen Sie jede Teilsitemap in der Search Console?
Erst in diesem Schritt zeigt sich der eigentliche Nutzen. Laut der Search Console Hilfe zeigt der Bericht „Sitemaps“ für jede Einreichung Spalten wie Typ, „Eingereicht“, „Zuletzt gelesen“, Status und „Erkannte Seiten“. In der Spalte Typ erkennen Sie den Index an der Bezeichnung für Indexdateien.
In der Zeile des Index summiert „Erkannte Seiten“ die URLs aller Teildateien. Steht dieselbe URL in mehreren Dateien, zählt Google sie nur einmal. In der Detailansicht sehen Sie dann jede Teilsitemap in einer eigenen Zeile.
Bei der Überwachung stellen wir drei Fragen. Erstens: Bei welcher Teildatei liegt das letzte Lesen deutlich länger zurück als bei den anderen? Zweitens: Welche Datei zeigt weit weniger erkannte Seiten als erwartet? Schließlich: Welche Datei meldet Fehler? Zusammen decken diese Fragen den schwachen Bereich meist in wenigen Minuten auf.
Die offizielle Beschreibung finden Sie auf der Hilfeseite zum Sitemaps Bericht der Search Console. Fehlt Ihnen die Zeit für diese Routine, baut unser Team im Rahmen der SEO Beratung Ihre Sitemap Struktur auf und überwacht sie regelmäßig.
Wie filtern Sie den Bericht zur Seitenindexierung nach Sitemap?
Der Bericht „Sitemaps“ liefert Daten zur Entdeckung, erklärt aber den Indexstatus nicht im Detail. Dafür nutzen Sie den „Bericht zur Seitenindexierung“. Laut der Search Console Hilfe können Sie diesen Bericht nach Sitemap filtern. Zudem bietet die Detailansicht jeder Sitemap den Link „Indexabdeckung ansehen“.
Genau hier zahlt sich die Aufteilung nach Inhaltstyp aus. Wählen Sie zum Beispiel nur die Produktsitemap aus, sehen Sie, warum Produktseiten außerhalb des Index bleiben. Danach wiederholen Sie dieselbe Prüfung für Kategorien und Blog.
Beispielszenario: Bei example.com ist fast jede URL aus der Blogdatei im Index. In der Produktdatei häuft sich dagegen ein Status ähnlich wie „gecrawlt, aber nicht indexiert“. Dieses Muster spricht nicht für ein allgemeines Problem der Website. Vielmehr deutet es auf die Produktvorlage oder den Produktinhalt hin.
Wie Sie nicht indexierte URLs finden und gruppieren, zeigen wir Schritt für Schritt in der Anleitung nicht indexierte Seiten in der Search Console finden. Mit einem Sitemap Index wenden Sie diese Methode Bereich für Bereich an.
Was bedeuten die Statusmeldungen im Bericht „Sitemaps“?
Laut der Search Console Hilfe zeigt der Bericht für jede Sitemap den Status der letzten Anfrage. In der deutschen Oberfläche gibt es drei Hauptstatus: „Erfolgreich“, „Sitemap kann gelesen werden, enthält aber Fehler“ und „Konnte nicht abgerufen werden“.
„Erfolgreich“ bedeutet, dass Google die Datei fehlerfrei gelesen hat. Der zweite Status zeigt, dass Google die Datei abrufen konnte, darin aber einen oder mehrere Fehler fand. Selbst dann nimmt Google die fehlerfrei gelesenen URLs in die Crawlingwarteschlange auf. „Konnte nicht abgerufen werden“ heißt dagegen, dass Google die Datei gar nicht erhalten hat.
Bei einem Sitemap Index lauert dabei eine Falle. Die Zeile des Index kann „Erfolgreich“ zeigen, während eine Teildatei nicht abrufbar ist. Bleiben Sie deshalb nicht bei der obersten Zeile stehen. Öffnen Sie die Details und prüfen Sie den Status jeder Teildatei.
Häufige Ursachen und Lösungen beschreiben wir im Beitrag Sitemap konnte nicht abgerufen werden. Außerdem gilt: Entfernen Sie eine Sitemap aus dem Bericht, vergisst Google weder die Datei noch ihre URLs. Die Hilfeseite sagt das ausdrücklich. Um Crawling oder Indexierung zu stoppen, brauchen Sie robots.txt, das Löschen der Seite oder eine noindex Anweisung.
Welche Fehler passieren beim Sitemap Index am häufigsten?
Die meisten Fehler, die wir in der Praxis sehen, sind kleine Details mit großer Wirkung. Die folgende Liste enthält die wichtigsten Punkte, die Sie vor und nach dem Start prüfen sollten.
- Seitenadressen in die Indexdatei schreiben: Der Index listet nur Sitemaps.
- Teildateien auf einer anderen Domain oder in einem höheren Verzeichnis ablegen.
- Relative Pfade verwenden, obwohl Google absolute URLs verlangt.
- http und https oder Adressen mit und ohne www mischen.
- Bei jedem Abruf die aktuelle Uhrzeit als lastmod ausgeben.
- Gelöschte Produkte und weiterleitende URLs in der Liste lassen.
- Dateien nicht in UTF-8 erzeugen oder Sonderzeichen nicht maskieren.
- Übersehen, dass eine Teildatei über die Grenze gewachsen ist.
Häufig kollidiert zudem die Sitemap eines Plugins mit Ihrer eigenen Lösung. Erzeugen zum Beispiel sowohl Ihr Theme als auch ein SEO Plugin eigene Sitemaps, sieht Google womöglich zwei widersprüchliche Listen. Legen Sie daher eine einzige verbindliche Quelle fest und schalten Sie die andere ab.
Wie richten Sie einen Sitemap Index Schritt für Schritt ein?
Die folgenden Schritte beschreiben ein Beispielszenario für example.com, einen Shop mit Tausenden Produkten und einem Blog. Sie können sie an Ihre eigene Plattform anpassen.
- Bestand erfassen: Listen Sie alle kanonischen URLs auf, die in den Index sollen, gruppiert nach Inhaltstyp.
- Aufteilung planen: Legen Sie eigene Dateien für Produkte, Kategorien, Blog und statische Seiten fest.
- Paketgröße wählen: Halten Sie Produktdateien deutlich unter der offiziellen Grenze.
- Stabile Reihenfolge festlegen: Verteilen Sie Produkte nach einer unveränderlichen Kennung.
- Quelle für lastmod anbinden: Nutzen Sie echte inhaltliche Aktualisierungen.
- Index erzeugen: Listen Sie die vollständige Adresse und den lastmod Wert jeder Teildatei auf.
- Speicherort prüfen: Legen Sie den Index ins Stammverzeichnis und halten Sie alle Teildateien auf demselben Hostnamen.
- In robots.txt eintragen: Nennen Sie die Adresse des Index in einer Sitemap Zeile.
- In der Search Console einreichen: Geben Sie im Bericht nur die Adresse des Index ein.
- Erstes Lesen beobachten: Prüfen Sie Status und erkannte Seiten jeder Teildatei.
Für eine kleine Website können Sie mit unserem XML Sitemap Generator eine Beispieldatei erstellen. Auf großen Websites sollte Ihre Plattform die Dateien dagegen automatisch und stets aktuell erzeugen.
Wie ordnen Sie einen Sitemap Index auf mehrsprachigen Websites?
Auf mehrsprachigen Websites ist die Sprache eine natürliche Achse für die Aufteilung. Sammeln Sie die URLs jeder Sprache in eigenen Teildateien, zeigt Ihnen die Search Console, welche Sprachversion besser im Index ankommt. Konkret kann eine Website auf Deutsch, Englisch und Türkisch pro Sprache eigene Dateien nach Inhaltstyp haben.
Allerdings sollten Sie ein Detail beachten. Liegen die Sprachversionen in verschiedenen Ordnern, gilt die Speicherortregel weiterhin. Ein Index im Stammverzeichnis kann Teildateien aus allen Sprachordnern problemlos auflisten.
Geben Sie alternative Sprachversionen zudem in der Sitemap an, dürfen diese Angaben nicht mit Ihrer hreflang Auszeichnung auf den Seiten kollidieren. Erzeugen Sie also beides aus derselben Quelle. Zwei widersprüchliche Signale werfen mehr Fragen auf als ein einziges.
Die allgemeinen Regeln für mehrsprachige Websites erklären wir im Beitrag SEO für mehrsprachige Websites. Der Sitemap Index ist dabei die Ebene, die diese Struktur messbar macht.
Gehören Bildsitemaps und Videositemaps unter denselben Index?
Ja, das ist möglich. Das Sitemaps Protokoll beschreibt den Index als Liste von Sitemaps, und Google unterstützt Erweiterungen für Bilder und Videos. Daher können Sie auch Sitemaps mit Bild oder Videodaten unter demselben Index bündeln.
Zudem nennt die Search Console Hilfe neben den erkannten Seiten eine eigene Spalte für erkannte Videos. Eine separate Videodatei macht diese Zahl leichter lesbar.
Unsere Empfehlung ist einfach. Bilddaten geben Sie meist in derselben Datei an wie die zugehörige Seite. Hat Ihre Website allerdings viele Videos, hält eine eigene Videositemap die Überwachung sauber. So vermischen sich Probleme mit Videos nicht mit Produkt oder Blogdaten.
Verlassen Sie sich schließlich nicht auf einen Index, der einen weiteren Index auflistet. Die Google Dokumentation beschreibt den Index als Struktur, die Sitemaps auflistet. Deshalb bauen wir immer eine einzige, flache Indexebene. Brauchen Sie mehr Dateien, erstellen Sie einen zweiten Index und reichen ihn separat ein.
Wie oft sollten Sie Ihren Sitemap Index prüfen?
Die passende Häufigkeit hängt davon ab, wie schnell sich Ihre Website ändert. Ein Shop mit täglich neuen Produkten braucht eine andere Routine als eine Unternehmensseite mit einem Beitrag im Monat. Trotzdem profitieren große Websites von einem festen Wartungsplan.
Wir empfehlen meist diesen Rhythmus:
- Wöchentlich: Zeigt der Bericht „Sitemaps“ Fehler oder einen nicht abrufbaren Status?
- Monatlich: Passen die erkannten Seiten der Teildateien zu Ihren erwarteten Zahlen?
- Monatlich: Prüfen Sie den Bericht zur Seitenindexierung für jede Teildatei einzeln.
- Nach jeder großen Änderung: Haben sich Vorlage, Plattform oder URL Struktur geändert, prüfen Sie die Dateien erneut.
Vor allem bei Migrationen und Plattformwechseln gehen Sitemaps leicht kaputt. Alte URLs bleiben in der Liste, und neue fehlen. Planen Sie deshalb in jeder Migration eine Sitemap Prüfung ein. Beobachten Sie außerdem die Größe jeder Teildatei. Teilen Sie eine Datei rechtzeitig auf, vermeiden Sie spätere Probleme.
Wann sollten Sie den Aufbau Ihres Sitemap Index an Profis abgeben?
Auf einer kleinen Website dauert der Aufbau eines Sitemap Index wenige Stunden, und oft erledigen das die Einstellungen eines Plugins. Bei einem Shop mit Zehntausenden URLs, einer mehrsprachigen Struktur oder einer eigenen Plattform sieht das allerdings anders aus. Dort planen Sie Aufteilungslogik, lastmod Quelle und Bereinigungsregeln gemeinsam mit Ihren Entwicklern.
Einige Anzeichen sprechen für externe Unterstützung: Sie sehen dauerhaft Fehler in Teildateien. Die erkannten Seiten passen nicht zur Größe Ihres Katalogs. Oder Sie finden nicht heraus, welcher Inhaltstyp außerhalb des Index bleibt.
Als Talha Aslan und Team lösen wir dieses Problem auf Ihrer Website von Grund auf. Wir erfassen den Bestand, planen die Aufteilung, klären mit Ihren Entwicklern die Quelle für lastmod und überwachen jede Teilsitemap regelmäßig in der Search Console. Natürlich garantiert kein Sitemap Projekt bestimmte Rankings. Das Ziel ist, dass Google die richtigen Seiten findet und Sie Probleme schnell erkennen. Für einen Umfang und ein Angebot passend zu Ihrer Website erreichen Sie uns über unsere Seite zur SEO Beratung.
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