Technisches SEO nach der KI Wende: Was sich in Suchmaschinen geändert hat und was Sie tun sollten

Was ist technisches SEO nach der KI Wende und was hat sich geändert?
Technisches SEO nach der KI Wende bedeutet, die klassischen Grundlagen strenger umzusetzen: Crawlbarkeit, Rendering, Ladezeit und Seitenstruktur, ergänzt um eine bewusste Steuerung der KI Bots. Neue Markups oder spezielle KI Dateien braucht es dafür allerdings nicht. Stattdessen entscheidet, ob jede wichtige Seite indexierbar, schnell und als Snippet freigegeben ist.
Ich arbeite seit 2012 im Suchmaschinenmarketing, betreue Kunden in Istanbul sowie in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und ich sehe seit zwei Jahren dasselbe Muster. Viele Unternehmen suchen dennoch nach einem geheimen KI Trick. In der Praxis scheitern sie aber an blockierten Crawlern, langsamen Seiten und Inhalten, die nur per JavaScript erscheinen.
Deshalb habe ich für meine eigenen Projekte und für die SEO Beratung meiner Kunden eine Checkliste mit sieben Schritten entwickelt. Sie bildet somit das Rückgrat dieses Ratgebers. Zunächst räume ich allerdings mit den größten Missverständnissen auf, denn genau dort verlieren Unternehmen Zeit und Budget.
Braucht Google AI Overviews oder AI Mode zusätzliche technische Voraussetzungen?
Nein. Google schreibt in seinem offiziellen Leitfaden zur Optimierung für generative KI Funktionen ausdrücklich, dass eine Seite nur indexiert und für Snippets freigegeben sein muss, um als Link in AI Overviews und AI Mode zu erscheinen. Es gibt also keine zusätzlichen technischen Anforderungen.
Das klingt banal, hat aber eine große Konsequenz. Denn wenn Ihre Seite heute nicht in den klassischen Ergebnissen auftaucht, erscheint sie auch nicht in der KI Antwort. Anders gesagt: Technisches SEO ist die Eintrittskarte, nicht die Kür. Wer die Basis vernachlässigt, kann folglich noch so gute Texte schreiben.
Ich prüfe daher bei jedem neuen Kunden zuerst drei Punkte: Antwortet die Seite mit Status 200, steht sie ohne noindex im Index, und blockiert kein Snippet Befehl die Anzeige. Erst danach sprechen wir dann über Inhalte. Diese Reihenfolge spart erfahrungsgemäß Wochen an Diskussionen.
Sind llms.txt, spezielles Schema und Texte für KI wirklich nötig?
Für die Google Suche lautet die Antwort klar nein. Derselbe Leitfaden nennt vier Dinge, die Sie nicht brauchen: eine llms.txt Datei, das Zerlegen von Inhalten in Abschnitte für KI, ein KI spezifisches Umschreiben von Texten und spezielle schema.org Auszeichnungen. Über llms.txt schreibt Google wörtlich, sie schade nicht und nütze nicht.
Trotzdem erhalte ich jede Woche Angebote von Agenturen, die genau diese Dinge verkaufen. Meine Haltung ist einfach: Wenn ein Anbieter eine llms.txt als Rankingfaktor anpreist, widerspricht er der Dokumentation des Suchmaschinenbetreibers. Fragen Sie in solchen Fällen nach der Quelle. Meistens kommt dann keine.
Was dagegen weiterhin zählt, ist Klarheit. Kurze Absätze, eine präzise Antwort unter jeder Überschrift und saubere Überschriftenhierarchie helfen Menschen und Maschinen gleichermaßen. Das ist also kein neues Konzept, sondern gutes Schreiben. Technisches SEO liefert dafür den Rahmen, den Inhalt liefern Sie.
Wie crawlen KI Bots Ihre Website?
KI Bots lassen sich in drei Gruppen einteilen: Trainingscrawler, Suchcrawler und nutzergesteuerte Abrufe. OpenAI dokumentiert diese Trennung in seiner offiziellen Bot Übersicht. GPTBot sammelt Daten für das Modelltraining, OAI-SearchBot zeigt Websites in den ChatGPT Suchergebnissen an, und ChatGPT-User ruft Seiten ab, wenn ein Nutzer das gerade anfordert.
Ein wichtiges Detail steht ebenfalls in dieser Dokumentation: Für ChatGPT-User gelten die robots.txt Regeln unter Umständen nicht, weil ein Mensch den Abruf auslöst. Außerdem heißt es dort, dass Websites ohne Zugang für OAI-SearchBot nicht in den ChatGPT Suchantworten erscheinen. Sie können also GPTBot sperren und OAI-SearchBot gleichzeitig erlauben.
Bei Google ist die Lage anders. Für AI Overviews gibt es keinen eigenen Crawler, der normale Googlebot reicht. Google-Extended ist ein separates Token in der robots.txt, das nur das Training künftiger Gemini Modelle und das Grounding in Gemini und Vertex AI steuert. Diese Unterscheidung ist der Kern jeder robots.txt Entscheidung.
Welchem KI Bot sollten Sie in der robots.txt erlauben, welchen blockieren?
Meine Empfehlung folgt einer einfachen Regel: Suchcrawler erlauben, Trainingscrawler je nach Geschäftsmodell entscheiden. Denn Suchcrawler bringen Sichtbarkeit und potenziell Besucher, Trainingscrawler bringen Ihnen direkt nichts. Die folgende Tabelle fasst die Entscheidung für die fünf wichtigsten Bots zusammen.
| Bot | Betreiber | Zweck | Folge einer Sperre | Meine Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| Googlebot | Suche, AI Overviews, AI Mode | Kein Google Ranking, keine KI Antwort | Erlauben | |
| Google-Extended | Training und Grounding für Gemini | Kein Einfluss auf Suche und Ranking | Je nach Inhalt | |
| GPTBot | OpenAI | Modelltraining | Keine Nutzung für Training, ChatGPT Suche bleibt | Je nach Inhalt |
| OAI-SearchBot | OpenAI | ChatGPT Suchergebnisse | Website erscheint nicht in ChatGPT Suche | Erlauben |
| ChatGPT-User | OpenAI | Abruf auf Nutzeranfrage | Regeln greifen nicht immer | Erlauben |
Für Verlage mit exklusiven Inhalten kann eine Sperre der Trainingscrawler zum Beispiel sinnvoll sein. Für Dienstleister, Shops und lokale Unternehmen rate ich dagegen meist zur Freigabe, weil Erwähnungen im Modellwissen später Anfragen bringen können. Eine saubere Datei bauen Sie mit meinem robots.txt Generator, inklusive separater Regeln pro Bot.
Senkt das Blockieren von Google Extended Ihr Ranking?
Nein. Google erklärt in der Übersicht der eigenen Crawler wörtlich, dass Google-Extended die Aufnahme einer Website in die Google Suche nicht beeinflusst und nicht als Rankingsignal dient. Das Token steuert ausschließlich Training und Grounding für Gemini Produkte.
Diese Aussage beruhigt viele meiner Kunden, vor allem Verlage und Fachautoren. Sie können ihre Texte vor dem Modelltraining schützen und trotzdem in AI Overviews erscheinen. Allerdings gibt es einen Haken: Grounding in Gemini bedeutet, dass Gemini Ihre Seite als Quelle zitieren kann. Wer das sperrt, verzichtet auf diese Zitate.
Deshalb rate ich, die Entscheidung nicht pauschal zu treffen. Prüfen Sie zunächst, ob Gemini in Ihrer Branche überhaupt eine Rolle spielt. Danach wägen Sie Schutz gegen Reichweite ab. Für die meisten Dienstleister überwiegt die Reichweite, für Datenbanken mit Lizenzwert überwiegt der Schutz.
Welche 7 Prüfungen gehören in jedes technisches SEO Audit?
Meine Checkliste für technisches SEO nach der KI Wende besteht aus sieben Schritten. Ich arbeite sie in dieser Reihenfolge ab, weil jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut. Ein Audit dauert bei einer mittelgroßen Website dann etwa zwei Arbeitstage.
- robots.txt Bot für Bot entscheiden: Jeder Crawler bekommt eine eigene Regel, keine pauschalen Sperren mehr.
- noindex und Canonical bereinigen: Alle wichtigen Seiten sind indexierbar und zeigen auf sich selbst.
- Rendering testen: URL Prüfung in der Search Console plus Ansicht der Seite mit deaktiviertem JavaScript.
- Core Web Vitals messen: LCP, INP und CLS auf den zehn wichtigsten Vorlagen, mobil zuerst.
- XML Sitemap aktualisieren: Nur Seiten mit Status 200, ohne noindex, mit korrektem Änderungsdatum.
- Strukturierte Daten validieren: Vorhandenes Markup fehlerfrei halten, kein neues Markup nur für KI erfinden.
- Logs überwachen: Zugriffe der KI Bots wöchentlich auswerten und Fehlerquoten prüfen.
Für Schritt fünf nutze ich meinen eigenen XML Sitemap Generator, wenn ein System keine saubere Sitemap liefert. Zudem dokumentiere ich jeden Schritt mit Datum, damit ein Vergleich nach drei Monaten möglich ist. Ohne diese Dokumentation lässt sich Fortschritt nicht belegen.
Sehen KI Suchen Inhalte, die per JavaScript entstehen?
Googlebot ja, viele andere Bots vermutlich nicht. Laut den JavaScript SEO Grundlagen von Google verarbeitet Googlebot Seiten in drei Phasen: Crawling, Rendering und Indexierung. Jede Seite mit Status 200 landet in der Rendering Warteschlange und läuft in einem aktuellen Chromium.
Entscheidend ist aber ein Satz aus derselben Dokumentation: Andere Suchcrawler führen JavaScript womöglich gar nicht aus. Genau das trifft nach meiner Erfahrung auf die meisten KI Bots zu. Sie holen stattdessen das rohe HTML und lesen, was dort steht. Ein Produkttext, der erst nach einem API Aufruf im Browser erscheint, existiert für sie nicht.
Deshalb ist der einfachste Test auch der wichtigste: Öffnen Sie Ihre Seite mit deaktiviertem JavaScript. Wenn Überschriften, Texte, Preise und Links fehlen, hat Ihr technisches SEO ein Rendering Problem. Die Lösung heißt dann serverseitiges Rendering, und darum geht es im nächsten Abschnitt.
Server Rendering oder Client Rendering: Was ist besser für technisches SEO?
Für technisches SEO ist serverseitiges Rendering oder statische Generierung fast immer die bessere Wahl. Google selbst nennt serverseitiges Rendering vorteilhaft für Nutzer und Crawler. Zudem sehen Bots ohne JavaScript Ausführung den vollständigen Inhalt. Die folgende Übersicht vergleicht die vier gängigen Methoden.
| Methode | Sieht Googlebot den Inhalt? | Sehen Bots ohne JavaScript den Inhalt? | Wirkung auf LCP | Passender Projekttyp |
|---|---|---|---|---|
| SSR, serverseitig | Ja, sofort | Ja | Gut | Shops, Portale, dynamische Inhalte |
| SSG, statisch | Ja, sofort | Ja | Sehr gut | Blogs, Firmenseiten, Ratgeber |
| CSR, clientseitig | Ja, nach Rendering | Nein | Oft schwach | Interne Anwendungen, Dashboards |
| Hybrid | Ja, sofort | Ja, für den Kerninhalt | Gut | Große Shops mit Personalisierung |
In der Praxis baue ich neue Kundenseiten im Rahmen meines Webdesign Angebots grundsätzlich mit statischer Generierung oder SSR. Bestehende Anwendungen mit reinem Client Rendering rüste ich schrittweise um, beginnend mit den Seiten, die den meisten Suchtraffic tragen. Somit bleibt das Risiko überschaubar.
Zählen Core Web Vitals in der KI Ära noch?
Ja, und zwar unverändert. Die Google Dokumentation zu Core Web Vitals nennt drei Schwellen: LCP innerhalb von 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden und CLS unter 0,1. Google schreibt außerdem, diese Metriken passen zu dem, was die zentralen Rankingsysteme belohnen wollen.
Für KI Antworten kommt ein zweiter Effekt hinzu. Eine KI Antwort verweist meist nur auf wenige Quellen, also landet der Klick auf einer Seite mit hoher Erwartung. Wenn diese Seite drei Sekunden lädt und beim Scrollen springt, verlieren Sie den seltenen Besucher sofort. Schnelligkeit ist daher kein Rankingdetail mehr, sondern Kundenbindung.
Ich messe die Werte nie nur im Labor. Stattdessen nutze ich die Felddaten aus dem Chrome UX Report für die zehn wichtigsten Vorlagen und vergleiche sie monatlich. Denn Labordaten auf einem schnellen Laptop sagen wenig über ein Mittelklasse Smartphone im Mobilfunknetz aus.
Wie funktionieren Snippet Steuerungen in KI Suchen?
Genauso wie bisher. Google erklärt im Dokument zu KI Funktionen und Websites, dass es kein neues Werkzeug gibt, um die Anzeige in KI Funktionen zu begrenzen. Die bekannten Steuerungen nosnippet, data-nosnippet, max-snippet und noindex gelten unverändert. Eine neue maschinenlesbare Datei oder ein KI Markup ist laut Google nicht nötig.
Diese Regel hat eine Kehrseite, die viele übersehen. Wer vor Jahren max-snippet stark begrenzt hat, um Textklau zu verhindern, begrenzt heute seine Chance auf eine Nennung in AI Overviews. Ich finde solche Altlasten zum Beispiel regelmäßig in Vorlagen, die niemand mehr anfasst. Prüfen Sie daher jede Meta Robots Angabe auf Ihren wichtigsten Seiten.
Umgekehrt lässt sich data-nosnippet gezielt einsetzen: etwa für Preistabellen, die Sie nicht in einer KI Zusammenfassung sehen möchten. Der Rest der Seite bleibt dann frei. Für die Kontrolle der Meta Angaben nutze ich meinen Meta Tag Generator, weil er die Ausgabe direkt sichtbar macht.
Wie lesen Sie den neuen KI Bericht in der Search Console?
Seit dem 31. August 2026 steht der Bericht zur Leistung in generativer KI Suche allen Websites weltweit zur Verfügung. Angekündigt hatte Google ihn zunächst im Juni 2026. Der Bericht trennt Impressionen in AI Overviews, AI Mode und Discover nach Seite, Land, Gerät und Datum. Klicks, Klickrate und Suchanfragen enthielt er zum Start nicht.
Diese Lücke ist wichtig für Ihre Erwartungen. Sie sehen also, welche Seiten in KI Antworten auftauchen, aber nicht, welche Fragen dahinter stehen. Deshalb kombiniere ich den Bericht mit dem klassischen Leistungsbericht und mit den Server Logs. Erst aus allen drei Quellen entsteht ein brauchbares Bild.
Mein Vorgehen ist simpel: Ich exportiere die Seiten mit KI Impressionen, gleiche sie mit den Seiten ohne KI Impressionen ab und suche technische Unterschiede. Häufig zeigt sich dann ein Muster, zum Beispiel fehlende Indexierung, langsame Vorlagen oder ein zu enges Snippet Limit. Diese Muster sind dann die Arbeitsliste für den nächsten Monat.
Wie rechtfertigen Sie technisches SEO, wenn die Klickrate sinkt?
Die Zahlen sind ernüchternd. Laut der aktualisierten Ahrefs Studie mit 300.000 Keywords sank die Klickrate der ersten Position bei Suchanfragen mit AI Overview von 0,073 im Dezember 2023 auf 0,016 im Dezember 2025, ein Rückgang um 58 Prozent. Selbst ohne AI Overview fiel die Klickrate informativer Anfragen von 0,076 auf 0,039.
Beispielrechnung, keine Kundenzahl: Eine Seite auf Position eins mit 10.000 Impressionen erhielt mit einer Klickrate von 0,073 rund 730 Klicks. Mit 0,016 sind es dagegen noch 160 Klicks, also 570 weniger. Um dieselben 730 Klicks zu halten, bräuchte diese Seite etwa 45.600 Impressionen, also mehr als das Viereinhalbfache an Reichweite.
Daraus folgt meine Schlussfolgerung, und sie ist eine Interpretation, kein Messwert: Wenn jeder einzelne Klick seltener wird, darf keine einzige Seite technisch ausfallen. Jede blockierte, langsame oder nicht gerenderte Seite kostet Reichweite, die Sie nicht mehr über die Klickrate ausgleichen können. Technisches SEO wird somit zur Pflichtaufgabe, nicht zur Kür.
Wann sind strukturierte Daten für KI noch wertvoll?
Strukturierte Daten bleiben wertvoll, wenn sie eine Rich Result Funktion in der klassischen Suche freischalten oder Fakten eindeutig machen. Google verlangt zwar kein spezielles Markup für KI Funktionen. Allerdings profitieren Produkt, Organisation, Artikel und FAQ Angaben weiterhin, weil sie Preise, Autoren und Daten maschinenlesbar bestätigen.
Ich sehe drei sinnvolle Einsatzfälle. Erstens Produkte mit Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen, weil diese Werte in Suchergebnissen sichtbar sind. Zweitens Organisationen mit Adresse, Logo und Profilen, weil das die Zuordnung der Marke erleichtert. Drittens Artikel mit Autor und Datum, weil Aktualität in KI Antworten eine Rolle spielt.
Was ich nicht mehr empfehle, sind Markup Experimente ohne Funktion, etwa erfundene Typen oder aufgeblähte Eigenschaften. Fehlerhaftes Markup schadet nämlich mehr als fehlendes, denn Google ignoriert unklare Angaben. Für saubere Vorlagen nutze ich meinen Schema Generator und prüfe die Ausgabe anschließend im Test für Rich Suchergebnisse.
Warum sind Seitenarchitektur und interne Links für KI Bots entscheidend?
KI Bots crawlen viel und tief, aber selten vollständig. Eine flache Architektur, bei der jede wichtige Seite in höchstens drei Klicks erreichbar ist, erhöht die Chance, dass ein Bot sie überhaupt findet. Verwaiste Seiten ohne interne Links existieren für Crawler dagegen praktisch nicht, egal wie gut der Inhalt ist.
Die Cloudflare Radar Analyse vom Juli 2025 zeigt zudem, wie ungleich das Verhältnis ist: Für den Zeitraum vom 19. bis 26. Juni 2025 meldete Cloudflare beim Claude Crawler etwa 71.000 HTML Abrufe pro HTML Weiterleitung. Cloudflare selbst weist darauf hin, dass der Wert überzeichnet sein kann, weil App Verweise keinen Referer senden.
Die Lehre daraus ist praktisch: KI Bots crawlen viel und schicken wenig Traffic zurück. Planen Sie also Serverkapazität und Caching dafür ein, statt überrascht zu reagieren. Ebenso sollten Sie Filterseiten, Sortierparameter und Sitzungs URLs sauber aussperren, sonst verbrennen die Bots Ihr Crawl Budget auf wertlosen Varianten.
Wie überwachen Sie KI Bots in den Server Logs?
Server Logs sind die einzige Quelle, die zeigt, was Bots wirklich tun. Die Search Console zeigt nämlich nur Googlebot, und Analyse Tools sehen Bots ohne JavaScript gar nicht. Deshalb ist ein wöchentlicher Blick in die Logs fester Bestandteil meiner Arbeit, auch bei kleinen Websites.
- Filtern Sie die Zugriffe nach User Agent: Googlebot, Google-Extended, GPTBot, OAI-SearchBot, ChatGPT-User und weitere KI Bots.
- Berechnen Sie pro Bot den Anteil der 4xx und 5xx Antworten. Über fünf Prozent sind ein Warnsignal.
- Zählen Sie die Crawlhäufigkeit pro Tag und pro Verzeichnis, um zu sehen, welche Bereiche Bots ignorieren.
- Vergleichen Sie danach die gecrawlten Seiten mit den Seiten, die laut Search Console KI Impressionen erzielen.
- Prüfen Sie zuletzt, ob die Bots auf ausgeschlossene Bereiche zugreifen, und ergänzen Sie gegebenenfalls die robots.txt.
Ein Hinweis zur Echtheit: Viele Zugriffe mit dem User Agent Googlebot stammen von Fälschungen. Verifizieren Sie deshalb die IP Adressen über die veröffentlichten Bereiche der Betreiber. Erst dann sind Ihre Zahlen belastbar, und erst dann lohnt sich eine Entscheidung auf dieser Basis.
Wie planen Sie technisches SEO für mehrsprachige Websites nach der KI Wende?
Mehrsprachige Websites brauchen für technisches SEO vor allem zwei Dinge: fehlerfreie hreflang Angaben und gleich schnelle Sprachversionen. Denn eine KI Antwort für deutsche Nutzer zitiert die deutsche Seite nur, wenn Google sie eindeutig der Sprache zuordnen kann. Fehlende Rückverweise oder falsche Sprachcodes zerstören diese Zuordnung.
Ich betreue mehrere Websites mit türkischen, englischen und deutschen Versionen, darunter meine eigene. Die häufigsten Fehler sind dabei immer gleich: hreflang zeigt auf weitergeleitete URLs, die Selbstreferenz fehlt, oder die deutsche Version liegt auf einem langsameren Server. Jeder dieser Fehler kostet somit Sichtbarkeit in genau einem Markt.
Für die Auszeichnung nutze ich meinen hreflang Generator, der die Rückverweise automatisch ergänzt. Außerdem messe ich die Core Web Vitals pro Sprachversion getrennt. Erst wenn alle Versionen dieselben Schwellen erreichen, betrachte ich die Struktur als fertig.
Welche kostenlosen Tools nutze ich für technisches SEO?
Für technisches SEO brauchen Sie kein teures Werkzeug, sondern eine feste Routine. Die Search Console, die Chrome Entwicklertools und ein Logfile reichen für 80 Prozent der Arbeit. Den Rest decke ich mit kleinen Werkzeugen ab, die ich für meine eigene Arbeit gebaut habe und kostenlos anbiete.
- Search Console: URL Prüfung, Indexabdeckung, Core Web Vitals Bericht und der neue KI Bericht.
- Chrome Entwicklertools: JavaScript deaktivieren, Netzwerk drosseln, Layout Verschiebungen sichtbar machen.
- Redirect Checker: Weiterleitungsketten und Statuscodes prüfen, bevor ein Bot in einer Schleife hängen bleibt.
- Google SERP Vorschau: Titel und Beschreibung auf Länge und Wirkung testen.
- robots.txt Generator, XML Sitemap Generator und Schema Generator aus den vorherigen Abschnitten.
Wichtiger als das Werkzeug ist allerdings der Rhythmus. Ich prüfe Weiterleitungen nach jedem Relaunch, die Indexabdeckung wöchentlich und die Logs ebenfalls wöchentlich. Konkret blocke ich mir dafür jeden Montagvormittag. Ohne festen Termin rutscht technisches SEO immer hinter das Tagesgeschäft, und genau dann entstehen die teuren Fehler.
Welche 6 Fehler sehe ich bei technischem SEO am häufigsten?
Die meisten Probleme nach der KI Wende sind keine neuen Probleme, sondern alte Fehler mit größerer Wirkung. Sechs davon begegnen mir in fast jedem Audit. Prüfen Sie Ihre Website auf jeden einzelnen Punkt, bevor Sie Geld in Inhalte investieren.
- Pauschale Bot Sperren: Eine Regel gegen alle unbekannten User Agents sperrt auch OAI-SearchBot und damit die ChatGPT Suche.
- Alte Snippet Limits: Ein enges max-snippet aus der Vergangenheit verhindert heute die Nennung in AI Overviews.
- Inhalte nur per JavaScript: Preise, Texte und Links erscheinen erst im Browser und fehlen im rohen HTML.
- Veraltete Sitemaps: Weitergeleitete oder gelöschte URLs in der Sitemap verschwenden Crawl Budget.
- Langsame mobile Vorlagen: LCP über 2,5 Sekunden auf genau den Seiten, die den meisten Traffic tragen.
- Keine Logauswertung: Niemand weiß, welche Bots die Website besuchen und wo sie scheitern.
Der teuerste Fehler ist allerdings ein anderer: Unternehmen kaufen KI Optimierung als Paket, ohne diese Basis geprüft zu haben. Danach wundern sie sich über ausbleibende Ergebnisse. Ich empfehle deshalb immer dieselbe Reihenfolge: zuerst die sechs Punkte beheben, dann Inhalte ausbauen, erst zuletzt über zusätzliche Maßnahmen sprechen.
Wie schnell setzt ein kleines Unternehmen diese Liste um?
Ein kleines Unternehmen mit einer Website von 50 bis 200 Seiten schafft die Checkliste in etwa 14 Tagen, wenn eine Person täglich ein bis zwei Stunden investiert. Dieser Zeitplan ist ein Beispiel aus meiner Praxis, kein Versprechen. Größere Shops brauchen folglich länger.
- Zunächst, Tag 1 bis 2: robots.txt prüfen, Regeln pro Bot festlegen, Datei testen und veröffentlichen.
- Danach, Tag 3 bis 4: noindex, Canonical und Snippet Angaben auf allen Vorlagen kontrollieren.
- Am Tag 5 und 6 folgt der Rendering Test ohne JavaScript, dann legen Sie die Liste der betroffenen Seiten an.
- Von Tag 7 bis 9 messen Sie die Core Web Vitals, komprimieren Bilder, verschieben Skripte und messen erneut.
- Anschließend, Tag 10 bis 11: Sitemap neu erzeugen, einreichen, Weiterleitungen und Fehlerseiten bereinigen.
- Dann, Tag 12 bis 13: Strukturierte Daten validieren, fehlerhafte Angaben korrigieren.
- Schließlich, Tag 14: Logauswertung einrichten, wöchentlichen Termin festlegen, Ergebnisse dokumentieren.
Wenn Ihnen dafür die Zeit oder das Team fehlt, übernehme ich diese Arbeit persönlich und ohne Zwischenhändler. Die passenden Leistungen finden Sie in meinen Paketen, und für eine erste Einschätzung Ihrer Website erreichen Sie mich direkt über die Kontaktseite. Kurz gesagt: Die Grundlagen zuerst, dann der Rest.




