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QR Code wird nicht erkannt? Ursachen und Lösung bei Druckmaterial

Talha Aslan 18 Minuten Lesezeit 4 Aufrufe

QR Code wird nicht erkannt: Was tun Sie zuerst?

Ein QR Code, der nicht erkannt wird, liegt meist am Druck: Der leere Rand um den Code ist zu schmal, der Kontrast zu schwach, der Code zu klein oder die Oberfläche zu glänzend. Testen Sie den Code zunächst mit einem zweiten Smartphone bei anderem Licht und gehen Sie dann diese Reihenfolge durch.

  1. Vergrößern Sie den Code auf dem Bildschirm und scannen Sie ihn. Klappt es dort, aber nicht auf Papier, liegt das Problem also im Druck.
  2. Prüfen Sie danach, ob alle vier Seiten genug freien Rand haben.
  3. Kontrollieren Sie zudem, ob die dunklen Module sich klar vom hellen Hintergrund abheben.
  4. Öffnen Sie dann die Adresse im Code im Browser und prüfen Sie, ob sie stimmt und erreichbar ist.
  5. Schließlich prüfen Sie bei einem dynamischen Dienst, ob Konto und Abonnement noch aktiv sind.

Eine Prozentzahl, wie oft jeder Schritt hilft, können wir nicht nennen. In den meisten Fällen zeigt sich die Ursache allerdings schon in den ersten drei Schritten.

Welche zwei Probleme meinen Menschen, wenn ein QR Code nicht funktioniert?

Wenn Kunden sagen, der Code funktioniere nicht, meinen sie meist eines von zwei Dingen. Im ersten Fall findet oder entschlüsselt die Kamera den Code also gar nicht. Im zweiten Fall erkennt die Kamera ihn, aber es öffnet sich die falsche Seite oder gar keine.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die Lösungen sind völlig verschieden. Im ersten Fall prüfen Sie daher den Druck: Freiraum, Kontrast, Größe und Oberfläche. Im zweiten Fall prüfen Sie dagegen die Adresse, die Weiterleitung und das Abonnement des Dienstes.

Die meldende Person weiß allerdings selten, welcher Fall vorliegt. Stellen Sie daher zuerst eine Frage: Zeigt das Smartphone über dem Code einen Linkvorschlag an? Wenn ja, hat die Kamera den Code gelesen, und das Problem steckt in der Adresse. Erscheint nichts, liegt es also am Druck.

Fragen Sie außerdem nach Smartphonemodell, Ort des Scans und dem, was auf dem Display erschien. Diese drei Angaben führen Sie somit ohne Raten zur richtigen Lösung.

Warum wird ein QR Code nicht erkannt? Die häufigsten Ursachen

Die Handykamera sucht zuerst ein Quadrat und liest dann die dunklen und hellen Module. Fällt ein Glied dieser Kette aus, gilt für den Nutzer: QR Code wird nicht erkannt. Das heißt, der Code kann in Ordnung sein, während die Kamera ihn nicht findet oder nicht lesen kann.

Die Tabelle fasst daher die häufigsten Ursachen und den ersten Handgriff zusammen. Sie beruht auf allgemeinen Grundsätzen, daher liefert am Ende immer ein Test mit echten Geräten das Ergebnis.

UrsacheTypisches ZeichenErste Maßnahme
Zu schmale RuhezoneKamera findet den Code nichtFreien Rand ergänzen
Schwacher KontrastSehr langsamer oder kein ScanDunkles Muster auf hellem Grund
Invertierte FarbenManche Geräte lesen, andere nichtAuf dunkles Muster wechseln
Zu klein gedrucktScan nur aus kurzer DistanzCode vergrößern
Logo oder VerzierungScan klappt zufälligZum schlichten Code zurückkehren
Glänzende oder gewölbte FlächeSpiegelung blockiert den ScanMattes Finish testen
Sehr lange AdresseMuster wirkt dichtAdresse kürzen
Abgelaufener dynamischer DienstCode liest, Seite fehltAbo und Weiterleitung prüfen

QR Code wird nicht erkannt: Was ist die Ruhezone und warum ist sie der erste Verdacht?

Die Ruhezone ist der leere Rand auf allen vier Seiten des Codes. Daran erkennt die Kamera nämlich, wo der Code beginnt und endet, denn ohne Rand fehlt ihr die Orientierung. Ist der Rand zu schmal, verschmilzt der Code mit Text oder Linien in der Nähe, und der Scan startet nicht.

Die offizielle Seite von DENSO WAVE, dem Erfinder des QR Codes, nennt einen Rand von mindestens 4 Modulen rund um den Code. Ein Modul ist ein einzelnes kleines Quadrat im Muster, also die kleinste Einheit des Codes. Daher sollten Sie den Code nie in einen Rahmen, eine Randlinie oder eine andere Grafik pressen.

Das ist trotzdem der häufigste Designfehler, den wir sehen. Zum Beispiel scheitert ein Code, der in die Ecke einer Visitenkarte rutscht oder in einem Kasten auf der Speisekarte sitzt, oft. Zudem sieht am Bildschirm alles gut aus, deshalb bemerken Sie das Problem erst nach dem Druck.

Die Lösung ist dennoch einfach. Lassen Sie einen großzügigen Rand passend zur Codegröße und sperren Sie diesen Bereich in der Designdatei.

Wie führen Kontrast und invertierte Farben dazu, dass ein QR Code nicht erkannt wird?

Eine Kamera arbeitet, indem sie dunkle von hellen Modulen unterscheidet. Schwindet dieser Unterschied, liest sie den Code folglich nicht mehr. Zum Beispiel scheitern hellgraue Muster, Pastellhintergründe und Codes auf Fotos häufig.

Invertierte Farben sind außerdem ein eigenes Risiko. Ein invertierter Code hat ein helles Muster auf dunklem Grund. Manche Leser verstehen das, andere dagegen nicht. Deshalb setzen Sie invertierte Codes nur nach einem breiten Gerätetest ein; in den meisten Projekten bleibt ein dunkles Muster auf hellem Grund die sicherste Wahl.

Wenn Sie Farbe einsetzen, beachten Sie diese Grundsätze:

  • Das Muster muss deutlich dunkler als der Hintergrund sein.
  • Testen Sie warme Töne wie Rot, denn sie wirken im Druck oft blass.
  • Meiden Sie Verläufe und Texturen, weil sie Modulkanten verwischen.
  • Messen Sie den Kontrast, statt ihn nach Augenmaß zu beurteilen.

Dafür können Sie unseren Kontrastrechner nutzen. Er entstand für Barrierefreiheit im Web, denn dort zählt Kontrast besonders. Trotzdem zeigt er Ihnen den Unterschied zwischen dunklem und hellem Ton.

Wie hängen Druckgröße und Scanabstand zusammen?

Je größer der Code, desto größer die Module, und desto weiter weg kann die Kamera lesen. DENSO WAVE empfiehlt für stabiles Lesen, dass jedes Modul aus mindestens 4 gedruckten Punkten besteht. Außerdem rät die Seite, den Code so groß zu drucken, wie die verfügbare Fläche erlaubt.

Hier genügt daher der allgemeine Grundsatz: Je weiter der Leser entfernt steht, desto größer muss der Code sein. Zum Beispiel reicht auf einer Speisekarte in der Hand ein kleiner Code. Auf einem Wandplakat, das Menschen aus einigen Schritten Abstand scannen, muss er viel größer sein.

Einen genauen Zentimeterwert nennen wir nicht, denn Druckauflösung, Musterdichte und Handykamera entscheiden gemeinsam. Wir empfehlen stattdessen diese Methode:

  1. Drucken Sie ein Testexemplar in der echten Größe.
  2. Scannen Sie es dann aus dem echten Betrachtungsabstand.
  3. Probieren Sie mehrere Smartphones, darunter ein älteres Modell.

Fällt das Scannen schwer, ist ein größerer Code meist günstiger als ein neues Layout.

Was ist die Fehlerkorrektur und welche Stufe wählen Sie?

Die Fehlerkorrektur stellt den Code wieder her, auch wenn ein Teil verschmutzt oder beschädigt ist. DENSO WAVE beschreibt vier Stufen: L stellt etwa 7 Prozent wieder her, M etwa 15 Prozent, Q etwa 25 Prozent und H etwa 30 Prozent. Das sind also nur Näherungswerte.

Eine höhere Stufe ist robuster, macht das Muster aber dichter. Ein dichtes Muster tut sich zudem bei kleiner Größe schwer. Die höchste Stufe ist also nicht immer die richtige.

Ein praktischer Ansatz sieht so aus:

  • An sauberen, geschützten Orten genügt oft eine niedrige oder mittlere Stufe.
  • Wo Schmutz, Kratzer oder Abrieb drohen (Verpackung, Außenetiketten), denken Sie an eine hohe Stufe.
  • Bei langer Adresse macht eine höhere Stufe das Muster noch dichter, kürzen Sie daher zuerst die Adresse.

Auf der Seite zur Fehlerkorrektur von DENSO WAVE finden Sie diese Stufen und ihre Einsatzempfehlung. Wir empfehlen, sie vor der Entscheidung zu lesen.

Macht ein Logo im QR Code ihn unlesbar?

Ein Logo verdeckt nämlich einige Module in der Mitte des Codes. Die Fehlerkorrektur kann diesen Verlust ausgleichen, allerdings nur bis zu einer Grenze. Je größer das Logo, desto mehr dieser Reserve verbrauchen Sie, und desto weniger bleibt für echte Schäden wie Schmutz.

Auch die Seite zur Codeerzeugung von DENSO WAVE warnt, dass Codes, die durch Bildbearbeitung verzerrt oder dekoriert sind, womöglich nicht lesbar sind. Ein verzierter Code birgt also immer ein Risiko.

Wenn Sie Ihre Marke in den Code bringen möchten, gehen Sie so vor:

  1. Erzeugen Sie zuerst einen schlichten Code und prüfen Sie, ob er liest.
  2. Halten Sie das Logo klein und setzen Sie es nur in die Mitte.
  3. Erhöhen Sie die Fehlerkorrektur, aber bedenken Sie, dass sie das Muster verdichtet.
  4. Testen Sie vor dem Druck mit vielen Smartphones.

In der Praxis ist es oft sicherer, Markenname und einen kurzen Handlungsaufruf neben den Code zu setzen. Diese Balance behandeln wir als Teil unserer Arbeit an der Markenidentität.

Warum erkennt die Kamera glänzende Flächen und gewölbte Verpackungen nicht?

Glanzpapier, Zellophan, Metallfolie und polierter Kunststoff werfen Licht zurück. Die Kamera sieht die Spiegelung deshalb als weißen Fleck, und die Module verschwinden. Auf gewölbten Flächen verbiegt sich zudem das Muster. Flaschen, Kartonecken und runde Verpackungen sind typische Fälle.

Um diese Probleme zu mindern, beachten Sie bei Gestaltung und Druck Folgendes:

  • Lassen Sie den Codebereich matt beschichtet.
  • Setzen Sie den Code auf eine ebene Fläche, fern von Wölbungen.
  • Halten Sie den Code von Falzen und Klebekanten fern.
  • Machen Sie den Code auf Verpackungen bei Bedarf etwas größer.

Außerdem verdirbt eine strukturierte oder durchsichtige Fläche hinter dem Code den Kontrast, weil Farbe durchscheint. Bei transparenten Etiketten hilft oft eine weiße Unterlage unter dem Code. Testen Sie trotzdem immer am echten Produkt, denn eine Bildschirmvorschau zeigt diese Probleme nicht.

QR Code wird nicht erkannt: Wie schaden eine lange URL und ein dichtes Muster?

Zunächst gilt: Je länger die Daten im Code, desto mehr Module braucht er. Weil diese Module in eine feste Fläche passen müssen, schrumpfen sie. Kleine Module liest eine Kamera schlecht, weil die Kontur verschwimmt. Eine lange Adresse voller Trackingparameter ist daher einer der häufigsten Fehler.

Um das Muster zu vereinfachen, gehen Sie so vor:

  1. Kürzen Sie die Adresse auf die kürzeste saubere Fassung.
  2. Entfernen Sie unnötige Parameter aus dem Code und steuern Sie die Messung über die Weiterleitung.
  3. Erzeugen Sie den Code mit einer schlichten Adresse, die nur zur Seite führt.
  4. Stellen Sie die Fehlerkorrektur nicht höher als nötig.

Zudem senkt ein kurzer Pfad auf Ihrer eigenen Domain statt eines vollen Links die Musterdichte deutlich. Diesen Pfad können Sie später auf jede Seite lenken, wie die nächsten Abschnitte zeigen. Die Seite zur Zellgröße von DENSO WAVE erklärt, wie Modulgröße und Lesbarkeit zusammenhängen.

QR Code wird nicht erkannt: Warum versagt ein dynamischer Code nach Ablauf des Dienstes?

Zunächst schreibt ein statischer Code die Adresse direkt ins Muster. Ein dynamischer Code zeigt dagegen auf eine kurze Adresse auf dem Server eines Anbieters, und dieser leitet Besucher zur eigentlichen Seite weiter. So ändern Sie das Ziel später und sehen Scanzahlen.

Das hat allerdings einen Preis. Endet das Abonnement, schließt das Konto oder stellt der Dienst den Betrieb ein, bleibt der gedruckte Code zwar bestehen, führt aber nirgendwohin. Anders gesagt: Die Kamera liest den Code, doch die Seite öffnet sich nicht. Nutzer erleben das als „QR Code wird nicht erkannt“, obwohl der Druck in Ordnung ist.

Um dieses Risiko zu steuern:

  • Klären Sie vor der Nutzung eines dynamischen Dienstes die Vertragslaufzeit und was am Ende passiert.
  • Vergleichen Sie die Lebensdauer Ihres Druckmaterials mit der des Dienstes.
  • Schreiben Sie nach Möglichkeit Ihre eigene Domain statt der eines Dritten in den Code.
  • Tragen Sie das Verlängerungsdatum in Ihren Kalender ein.

Bei langlebigem Druck wie Verpackungen, Schildern und Produktetiketten ist eine Weiterleitung auf Ihrer eigenen Domain meist der sicherste Weg.

Was unterscheidet statische von dynamischen QR Codes?

Zunächst trägt ein statischer Code die Adresse im Muster. Ein dynamischer Code läuft über eine Zwischenadresse, die den Besucher weiterschickt. Beide haben also Stärken und Risiken.

MerkmalStatischer CodeDynamischer Code
Wo liegt die Adresse?Im MusterAuf dem Server des Anbieters
Ziel später änderbar?NeinJa
Abhängigkeit vom DienstKeineJa
MusterdichteHängt von der Adresse abMeist schlicht
Wenn die Laufzeit endetFunktioniert weiterWeiterleitung kann enden
ScanzahlenEigene Messung nötigDienst zeigt sie oft

Für eine kurze Kampagne ist ein dynamischer Code bequem. Für langlebige Verpackungen oder Beschilderung ist ein statischer Code oder eine Weiterleitung auf der eigenen Domain sicherer. Welche Variante Sie auch wählen: Denken Sie vor dem Druck an die Lebensdauer der Zielseite.

Wie wirken sich Kurzlinks und Weiterleitungen auf den QR Code aus?

Eine gekürzte Adresse vereinfacht das Muster, das ist ein guter Nebeneffekt. Ist der Kurzlink jedoch ein Dienst eines Dritten, hängen Sie von dessen Lebensdauer ab. Schließt der Dienst oder beschränkt er den Link, stirbt folglich Ihr gedruckter Code.

Eine Weiterleitung auf Ihrer eigenen Domain ist dagegen robuster. Zum Beispiel erlaubt ein kurzer Pfad wie example.com/menue, später selbst zu entscheiden, wohin er führt. Folglich müssen Sie nicht neu drucken, wenn sich die Kampagne ändert.

Beim Einrichten der Weiterleitung beachten Sie diese Punkte:

  1. Halten Sie die Weiterleitungskette kurz, denn jeder Zusatzschritt bringt Verzögerung und Risiko.
  2. Wählen Sie eine schlichte Zielseite, die auf dem Handy schnell lädt.
  3. Prüfen Sie die Weiterleitung mit unserem Redirect Checker.
  4. Passen Sie die Weiterleitung an, wenn die Zielseite umzieht.

So drucken Sie den Code einmal und ändern das Ziel, sooft Sie es brauchen.

Was tun, wenn der QR Code auf die falsche Seite führt?

Liest die Kamera den Code, es öffnet sich aber eine unerwartete Seite, liegt das Problem in der Adresse und nicht im Druck. Schauen Sie zunächst, was im Code steht. Das Smartphone zeigt die Adresse nach dem Scan an, lesen Sie sie daher, bevor Sie sie öffnen.

Die häufigsten Ursachen sind diese:

  • Der Code trägt die Adresse einer alten Kampagne.
  • Oder die Weiterleitung zeigt inzwischen auf eine andere Seite.
  • Der dynamische Dienst hat den Code mit einem anderen Ziel verknüpft.
  • Die Seite ist umgezogen, und die alte Adresse landet auf einer leeren oder fehlerhaften Seite.

Gehen Sie die Lösung daher der Reihe nach an. Zunächst notieren Sie die Adresse im Code. Danach öffnen Sie diese Adresse im Browser und verfolgen, wohin sie führt. Schließlich korrigieren Sie die Weiterleitung oder stellen die Zielseite wieder her.

Ist der Druck bereits verteilt, können Sie den Code nicht ändern, wohl aber die Weiterleitung. Darum zählt ein Pfad auf Ihrer eigenen Domain, den Sie kontrollieren. Defekte Seiten finden Sie mit unserem Broken Link Checker.

Welche Smartphone-, Licht- und Nutzerfaktoren stören den Scan?

Nicht immer ist allerdings der Druck schuld. Auf manchen Smartphones ist das QR Lesen in der Kameraapp abgeschaltet. Ältere Modelle fokussieren langsam, und bei schwachem Licht kann die Kamera das Muster nicht erfassen.

Es gibt auch einige typische Situationen auf Nutzerseite:

  • Das Smartphone ist zum Beispiel zu nah oder in steilem Winkel gehalten.
  • Außerdem ist die Kameralinse manchmal schmutzig oder verschmiert.
  • Dazu kommt, dass das Licht schwach sein kann, oder es gibt direkte Spiegelung.
  • Der Nutzer erfasst nur einen Teil des Codes.

Deshalb hilft ein kurzer Hinweis neben dem Code. Ein einziger Satz wie „Kamera auf den Code richten“ beruhigt Erstnutzer. Zudem hilft großzügiger Freiraum der Kamera, den Code schneller zu finden.

Ob Gerät oder Druck schuld ist, klären Sie mit einem zweiten Gerät unter gleichen Bedingungen. Liest das andere Gerät den Code, ist der Druck vermutlich in Ordnung. Liest keines, verdächtigen Sie dann Druck und Adresse. Ein Update der Kameraapp oder ein anderer Reader macht manchmal ebenfalls den Unterschied.

Warum ist der Handlungsaufruf neben dem QR Code wichtig?

Ein nackter Code sagt den Menschen nicht, warum sie ihn scannen sollen. Daher steigert ein kurzer Handlungsaufruf neben dem Code die Scans. Ein klarer Satz wie „Scannen und Speisekarte ansehen“ genügt.

Der Text hat also zwei Aufgaben. Erstens bewegt er den Nutzer zum Handeln. Zweitens bietet er einen Ausweg, falls der Code versagt, denn eine kurze Adresse daneben kann der Nutzer von Hand eintippen.

Beim Formulieren achten Sie auf Folgendes:

  1. Halten Sie den Satz kurz und nutzenorientiert.
  2. Sagen Sie dem Leser, was er sehen wird.
  3. Platzieren Sie ihn direkt neben dem Code auf gleicher Höhe.
  4. Setzen Sie den Text außerhalb der Ruhezone, sonst verkleinern Sie den Rand.

Dieses kleine Detail beeinflusst folglich Konversion und Supportaufwand. Versteht ein Nutzer, wozu der Code dient, weiß er auch, was er bei einem Ausfall tun kann. Bei Speisekarten, wo man schnell entscheidet, ist der Unterschied noch deutlicher.

Wie unterscheidet sich das Problem bei Flyer, Speisekarte, Visitenkarte, Verpackung und Plakat?

Jede Druckart hat nämlich ihr eigenes Risiko. Die Tabelle zeigt, worauf Sie bei welchem Material achten.

MaterialHauptrisikoUnsere Empfehlung
FlyerFalz teilt den CodeAuf einer ebenen Fläche platzieren
SpeisekartePlastikhülle spiegeltMatte Hülle oder Beschichtung wählen
VisitenkarteKleine Fläche, Code wird engAdresse sehr kurz halten
VerpackungWölbung und GlanzEbene Fläche, matte Beschichtung
PlakatGroßer BetrachtungsabstandCode deutlich vergrößern
SchaufensterGlasspiegelung und LichtZu verschiedenen Tageszeiten testen

Bei kleinen Trägern wie Speisekarten und Visitenkarten spielt auch der Fokusabstand des Smartphones eine Rolle. Ein zu nah gehaltenes Gerät sieht den Code nämlich nicht scharf. Achten Sie daher darauf, den Code auf der Visitenkarte nicht zu klein zu machen.

Kennt das Designteam diese Risiken beim Erstellen der Druckdatei, löst sich das Problem schon vor der Druckerei. In unseren Webdesign Projekten, die Web und Druck verbinden, nehmen wir diese Prüfung in die Gestaltungsphase auf.

Welche Datei geben Sie der Druckerei und was fragen Sie sie?

Fügen Sie einen Screenshot des Codes ins Design ein, entstehen unscharfe Kanten. Daher verwischen unscharfe Kanten die Modulgrenzen und erschweren der Kamera die Arbeit. Erzeugen Sie den Code deshalb möglichst als scharfe, skalierbare Datei und setzen Sie ihn so ins Layout.

Im Gespräch mit der Druckerei stellen Sie diese Fragen:

  1. Senkt mein gewähltes Papier samt Beschichtung den Kontrast des Codes?
  2. Verläuft die Farbe bei kleiner Größe so, dass Module verschmelzen?
  3. Brauche ich einen Probedruck vor der Auflage?
  4. Liegt der Codebereich weit genug von Schnitt und Falz?

Testen Sie den Code in der Korrekturphase außerdem mit dem Smartphone. Die Druckerei schickt vielleicht eine Vorschau, die gut aussieht, doch der echte Druck ist der echte Test. Ein Probedruck wirkt zwar wie ein Zusatzposten. Dennoch kostet er weit weniger als tausend falsch gedruckte Flyer, planen Sie ihn also von Anfang an ein.

Welche Prüfliste gilt vor dem Druck?

Druck lässt sich nicht rückgängig machen, daher schließen Sie jedes Risiko vor der Druckmaschine aus. Die Liste unten nutzt unser Team als allgemeine Checkliste. Bestätigen Sie deshalb jeden Punkt mit einem Probedruck.

  1. Stimmt die Adresse, ist sie erreichbar und lädt sie mobil schnell?
  2. Reicht die Ruhezone auf jeder Seite?
  3. Ist das Muster dunkel auf hellem Grund mit genug Kontrast?
  4. Haben Sie den Code in echter Druckgröße und aus echtem Abstand getestet?
  5. Liest die Kamera den Code bei Logo oder Verzierung noch sauber?
  6. Bei glänzender oder gewölbter Fläche: Haben Sie auf genau dieser Fläche getestet?
  7. Haben Sie bei einem dynamischen Dienst Konto und Laufzeit eingeplant?
  8. Haben Sie mit mindestens drei Smartphones bei zwei Lichtarten getestet?
  9. Ist die Zielseite mobilfreundlich?

Wie sich die Zielseite mobil verhält, zeigt unser Mobile Friendly Test. Dazu passt auch unser Ratgeber zur Mobilfreundlichkeit testen und mobile SEO prüfen.

Wie messen Sie QR Code Scans mit UTM Parametern?

Ein QR Scan kann auf Ihrer Website nämlich wie ein normaler Besuch aussehen. Um zu sehen, welches Material was gebracht hat, hängen Sie UTM Parameter an die Adresse. UTM Parameter sind kurze Markierungen am Link, die die Herkunft des Traffics kennzeichnen.

Nutzen Sie daher für jedes Druckstück eine eigene Markierung. Geben Sie zum Beispiel Flyer und Speisekarte verschiedene Kampagnennamen, sehen Sie, welches mehr Scans bringt. Details finden Sie in unserem Ratgeber zu UTM Parametern, und die Markierungen erstellen Sie schnell mit dem UTM Generator.

Allerdings gibt es eine Balance. UTM Parameter verlängern die Adresse und verdichten das Muster. Erzeugen Sie daher zuerst eine kurze Weiterleitungsadresse und lassen Sie die lange UTM Adresse dahinter. So messen Sie den Traffic, und somit bleibt der Code schlicht.

Wenn Sie die Daten exportieren und Sonderzeichen in Excel kaputtgehen, hilft unser Ratgeber zu Umlauten in CSV Dateien.

Worauf achten Sie beim Vergleich der Scans mit anderen Kanälen?

Vergleichen Sie QR Scans mit anderen Kanälen, müssen Sie die Messunterschiede kennen. Zum Beispiel können Öffnungsraten bei Mailings durch Datenschutzfunktionen aufgebläht sein, was wir im Beitrag zur plötzlich hohen E-Mail Öffnungsrate erklären.

Auch Scans sind allerdings keine perfekte Zahl. Eine Person kann den Code mehrmals ansehen, und manche Smartphones laden die Adresse vorab. Folglich sollten Sie die Scanzahl allein nicht als Erfolgsmaß nehmen.

Für ein verlässlicheres Bild schauen Sie auf diese Werte:

  • Verweildauer und Interaktion auf der Seite nach dem Scan.
  • Konversionen auf der Zielseite, etwa Formulare, Anrufe oder Bestellungen.
  • Ein Vergleich nach Material statt einer Gesamtsumme.

Zur Berechnung dieser Quoten nutzen Sie unseren CTR Rechner. Beispielrechnung: Bei 200 Scans und 10 Besuchern, die ein Formular ausfüllen, liegt die Konversionsrate bei 5 Prozent.

Wie beugt unser Team vor, dass ein QR Code nicht erkannt wird?

Wir von Talha Aslan und Team lösen dieses Problem in der Gestaltungsphase, nicht erst nach dem Druck. Wir betrachten daher Code, Zielseite und Messung gemeinsam. Fehlt eines der drei, funktioniert der Code nicht oder bringt kein Ergebnis.

Unser allgemeiner Ablauf sieht so aus:

  1. Zunächst legen wir fest, auf welchem Material und aus welchem Abstand gescannt wird.
  2. Danach bereiten wir die Zielseite mobil vor und sorgen für schnelles Laden.
  3. Dann richten wir eine Weiterleitung auf Ihrer eigenen Domain ein und ergänzen die Messmarken.
  4. Schließlich testen wir mit echten Geräten und schicken erst dann die Datei in den Druck.

Für die digitale Seite einer Kampagne bieten wir Google Ads Verwaltung und SEO Beratung an. Dieser Beitrag gibt deshalb keine technische Garantie. In jedem Projekt entscheiden der echte Druck und das echte Gerät.

Möchten Sie schnell einen Code für Druckmaterial erzeugen, probieren Sie unseren QR Code Generator. Testen Sie das Ergebnis trotzdem vor dem Druck mit dem Smartphone.

Welcher Notfallplan gilt, wenn der Code weiter nicht scannt?

Ist der Druck schon erfolgt und der Code fehlerhaft, bleiben Sie ruhig. Sie haben dann mehrere Optionen. Eine kurze Adresse neben dem Code, die Menschen eintippen können, gibt Nutzern in jedem Fall einen Ausweg.

Erwägen Sie diese Optionen der Reihe nach:

  1. Überkleben Sie den Code mit einem kleinen matten Etikett, das eine korrigierte Fassung trägt.
  2. Drucken Sie eine lesbare Kurzadresse neben den Code.
  3. Ist der dynamische Dienst abgelaufen, verlängern Sie ihn oder wechseln Sie zur Weiterleitung auf der eigenen Domain.
  4. Stoppen Sie den nicht verteilten Bestand und gehen Sie zum korrigierten Druck über.

Nutzer zu bitten, stattdessen Ihre Marke zu suchen, ist nur eine Zwischenlösung. Außerdem kostet sie Konversionen, die eigentliche Antwort ist daher, den Code vor dem Druck zu testen.

Wir garantieren das Ergebnis keiner Methode, denn jeder Fall liegt anders. Dennoch begrenzen diese Schritte den Schaden in den meisten Fällen. Wichtig ist, die Verteilung zu stoppen, sobald Sie das Problem bemerken, und Ursachen eine nach der anderen auszuschließen. Somit halten Sie Kosten und verlorene Kunden klein.

Häufig gestellte Fragen

Warum liest mein QR Code am Bildschirm, aber nicht auf Papier?
Weil auf Papier Druckqualität, Oberfläche und Rand hinzukommen. Der Code kann zu klein gedruckt sein, der Kontrast niedrig oder der leere Rand schmal. Zudem kann eine Glanzbeschichtung spiegeln. Testen Sie den Code mit einem Probedruck in echter Größe, aus echtem Abstand und mit mehreren Smartphones. Dort zeigt sich das Problem meist.
Verhindert ein Logo im QR Code das Scannen?
Nicht immer, aber es birgt Risiko. Ein Logo verdeckt Module und verbraucht die Reserve der Fehlerkorrektur. Halten Sie das Logo klein und testen Sie den Code mit vielen Smartphones, kann es funktionieren. DENSO WAVE weist jedoch darauf hin, dass dekorierte Codes womöglich nicht lesbar sind. Sicherer ist ein schlichter Code mit der Marke daneben. Testen Sie vor dem Druck immer.
Was passiert, wenn ein dynamischer QR Code abläuft?
Der gedruckte Code bleibt gleich, doch die Weiterleitung des Anbieters endet, und die Seite öffnet sich nicht. Nutzer erleben das als defekten Code. Um das Risiko zu senken, klären Sie Vertragsbedingungen und Endbedingungen vorab. Bei langlebigem Druck behält eine Weiterleitung auf der eigenen Domain die Kontrolle bei Ihnen. Tragen Sie außerdem das Verlängerungsdatum in Ihren Kalender ein.
Wie viel Freiraum brauche ich um einen QR Code?
DENSO WAVE nennt einen Rand von mindestens 4 Modulen rund um den Code. Ein Modul ist ein kleines Quadrat im Muster. Pressen Sie den Code nicht in einen Rahmen, eine Randlinie oder eine andere Grafik. Legen Sie den Rand in der Designdatei fest, damit es beim Druck keine Überraschung gibt. Im Zweifel lassen Sie mehr Platz, denn zusätzlicher Rand schadet nicht.
Was tun, wenn der QR Code auf die falsche Seite führt?
Öffnen Sie zuerst die Adresse im Code im Browser und sehen Sie, wohin sie führt. Die Ursache ist meist eine alte Kampagnenadresse, eine geänderte Weiterleitung oder eine umgezogene Seite. Auch wenn Sie den Code nicht neu drucken können, lässt sich die Weiterleitung korrigieren. Deshalb ist ein Pfad auf der eigenen Domain wichtig. Scannen Sie nach der Korrektur erneut und prüfen Sie, ob die Seite öffnet.
Wie messe ich QR Code Scans?
Hängen Sie UTM Parameter an die Adresse und markieren Sie jedes Druckstück einzeln. So sehen Sie die getrennte Leistung von Flyern, Speisekarten und Plakaten. Weil UTM Parameter die Adresse verlängern, erzeugen Sie zuerst eine kurze Weiterleitungsadresse und lassen den UTM Link dahinter. Nehmen Sie die Scanzahl nicht allein als Erfolg, sondern prüfen Sie auch Interaktion und Konversionen auf der Seite.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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