Plesk Lizenz: Welche Edition passt und was bestimmt den Preis?

Was ist eine Plesk Lizenz?
Eine Plesk Lizenz ist ein kostenpflichtiges Nutzungsrecht pro Server, mit dem Sie das Control Panel Plesk voll funktionsfähig betreiben. Die gewählte Edition legt fest, wie viele Domains Sie verwalten und welche Werkzeuge Sie freischalten. Sie bezahlen die Plesk Lizenz als Abonnement, also monatlich oder jährlich.
In diesem Beitrag erklären wir die Editionen der Plesk Lizenz, ihre Unterschiede und die Entscheidungen, die den Gesamtpreis beeinflussen. Wir sind ein Team für digitales Marketing und Webentwicklung, kein Plesk Händler und kein Hostinganbieter. Deshalb empfehlen wir keinen bestimmten Verkäufer. Alle Angaben stammen aus den offiziellen Preis, Editions und Dokumentationsseiten von Plesk.
Preise nennen wir bewusst nicht. Denn die Beträge ändern sich mit Währung, Aktionen und Vertriebsweg. Den aktuellen Preis finden Sie immer auf der offiziellen Preisseite von Plesk. Zudem können sich Namen und Grenzen der Editionen mit der Zeit ändern. Prüfen Sie daher dieselbe Seite noch einmal, bevor Sie sich festlegen.
Warum brauchen Sie eine Plesk Lizenz, obwohl der Download kostenlos ist?
Plesk ist kommerzielle Software. Zwar können Sie das Installationsprogramm herunterladen und auf Ihrem Server einrichten. Für die dauerhafte Nutzung brauchen Sie allerdings einen gültigen Lizenzschlüssel. Laut Plesk Dokumentation bringt jede Installation zunächst eine Testlizenz mit. Diese Testlizenz bietet nur eingeschränkte Funktionen und bleibt kurze Zeit aktiv.
Danach müssen Sie eine kommerzielle Lizenz kaufen und deren Schlüssel installieren, um weiterzuarbeiten. Das heißt: Wer Plesk als kostenloses Panel einplant, steht bald vor einer Lizenzentscheidung.
Kostenlose Alternativen gibt es durchaus. Zum Beispiel folgen CyberPanel, aaPanel und Webmin, die wir in eigenen Beiträgen behandeln, anderen Lizenzmodellen. Andererseits bedeutet ein kostenloses Panel keine Gesamtkosten von null. Stattdessen verlagern Sie Support, Updates und Sicherheit in Ihr eigenes Team.
Kurz gesagt bezahlen Sie mit einer Plesk Lizenz nicht nur den Code, sondern ein gepflegtes Produkt und einen offiziellen Supportkanal. Behalten Sie diesen Unterschied beim Vergleich im Blick.
Welche Plesk Editionen gibt es?
Die offizielle Preisseite listet derzeit drei zentrale Editionen: Web Admin Edition, Web Pro Edition und Web Host Edition. Auch die Plesk Dokumentation betont, dass sich diese Lizenzen im Preis und im Funktionsumfang unterscheiden.
- Web Admin Edition: bis zu 10 Domains, gedacht für die Verwaltung von Websites und Servern.
- Die mittlere Web Pro Edition erlaubt bis zu 30 Domains und richtet sich an Entwickler und Designer.
- Web Host Edition: unbegrenzte Domains, gedacht für Unternehmen mit eigenem Hostinggeschäft.
Außerdem bietet Plesk ein eigenes Partnermodell für Agenturen, Cloud Anbieter und Hostingfirmen. Dieses Modell passt vor allem zu Organisationen, die viele Lizenzen verwalten, und weniger zu einzelnen Serverbetreibern.
In manchen Cloud Marktplätzen begegnen Ihnen zudem Varianten wie Web Admin SE. Prüfen Sie in diesem Fall die Grenzen auf der offiziellen Dokumentationsseite genau dieser Edition. Statt Editionsnamen auswendig zu lernen, beschreiben Sie Ihren Bedarf also besser über die Zahl der Domains und die benötigte Kontoverwaltung.
Für wen eignet sich die Web Admin Edition?
Web Admin ist die Einstiegsedition von Plesk. Die offizielle Editionsseite positioniert sie für die grundlegende Verwaltung einfacher Websites und Domains. Erweiterte Werkzeuge und Funktionen fehlen hier also.
Laut Editionsseite enthält Web Admin unter anderem:
- Bis zu 10 Domains.
- Die Oberfläche Power User View.
- Security Core mit Regeln für ModSecurity.
- Unterstützung für Zertifikate von Let's Encrypt.
Kurz gesagt liefert Web Admin die Oberfläche und eine grundlegende Sicherheitsschicht, aber keine Werkzeuge für mehrere Nutzer. Denken Sie daher an Server mit nur einem Eigentümer.
Für Unternehmer, die ihre eigenen Websites auf einem Server bündeln, reicht das oft aus. Ein Unternehmen mit Firmenwebsite, Blog und kleiner Kampagnenseite erreicht die Grenze von 10 Domains zum Beispiel selten.
Allerdings gibt es einen Haken. Web Admin enthält weder Subscription Management noch Account Management für Kunden. Wenn Sie also anderen Personen eigene Zugänge geben möchten, wird diese Edition schnell eng. Klären Sie außerdem vor dem Kauf, wie Subdomains und Aliase in die Grenze einfließen.
Wann lohnt sich die Web Pro Edition?
Web Pro ist die mittlere Edition. Die offizielle Seite beschreibt sie als Komplettlösung für Webentwickler und Designer. Zudem steigt die Grenze auf 30 Domains.
Der größere Unterschied liegt allerdings bei den Verwaltungswerkzeugen. Laut Editionsseite bringt Web Pro zusätzlich zu Web Admin Folgendes mit:
- Subscription Management, also die Verwaltung von Abonnements.
- Account Management, also die Verwaltung von Kundenkonten.
- Die Vollversion des WP Toolkit.
- Module für die Verwaltung von PostgreSQL und MSSQL.
- Unterstützung für DNSSEC.
Diese Werkzeuge zählen vor allem für Freelancer und kleine Agenturen mit Kundenwebsites. Sie legen für jeden Kunden ein eigenes Abonnement an. Somit bleiben Dateien und Einstellungen der Kunden voneinander getrennt. Außerdem können Sie jedem Kunden einen eingeschränkten Zugang zum eigenen Panel geben.
Arbeiten Sie überwiegend mit WordPress, spielt das vollständige WP Toolkit ebenfalls eine Rolle. Staging, Sammelupdates und Sicherheitsprüfungen steuern Sie dann aus einer Oberfläche. Deshalb kann Sie der Bedarf an Kundenkonten und am vollen WP Toolkit auch unterhalb von 10 Domains zu Web Pro führen.
Welche Unternehmen brauchen die Web Host Edition?
Laut offizieller Seite richtet sich Web Host an alle, die ein Hostinggeschäft auf Plesk aufbauen und ausbauen möchten. Es gibt keine Domaingrenze, und die Edition enthält alle Funktionen von Web Pro.
Dazu kommen zwei wichtige Werkzeuge. Erstens das Reseller Management: Damit legen Sie Reseller an und geben ihnen das Recht, eigene Kunden zu verwalten. Zweitens die Service Provider View, also eine Oberfläche für mandantenfähige Hostingumgebungen.
Wer braucht also Web Host? Typische Kandidaten sind ein Unternehmen, das Hostingpakete unter eigener Marke verkauft, ein Anbieter mit Resellernetz oder eine große Agentur mit Hunderten Kundenwebsites auf einem Server.
Dennoch ist Web Host oft rausgeworfenes Geld, wenn nur das Wort „unbegrenzt“ lockt. Denn unbegrenzte Domains bedeuten keine unbegrenzten Serverressourcen. Prozessor, Arbeitsspeicher und Festplatte stoßen viel früher an ihre Grenzen. Fragen Sie sich daher zuerst, ob Sie Reseller Management wirklich brauchen.
Wie unterscheiden sich die Editionen im direkten Vergleich?
Die folgende Tabelle fasst die Angaben der offiziellen Editions und Preisseiten von Plesk zusammen. Eine Preisspalte fehlt bewusst; den aktuellen Betrag finden Sie also auf der offiziellen Seite.
| Kriterium | Web Admin | Web Pro | Web Host |
|---|---|---|---|
| Domaingrenze | 10 | 30 | Unbegrenzt |
| Zielgruppe | Website und Serverbetreiber | Entwickler, Designer, kleine Agenturen | Hostingfirmen, große Agenturen |
| Abonnement und Kontoverwaltung | Nein | Ja | Ja |
| Reseller Management | Nein | Nein | Ja |
| WP Toolkit | Nicht die Vollversion | Vollversion | Vollversion |
| Module für PostgreSQL und MSSQL | Nicht aufgeführt | Ja | Ja |
| Let's Encrypt und Security Core | Ja | Ja | Ja |
Konzentrieren Sie sich beim Lesen auf zwei Fragen. Erstens: Wie viele Domains verwalten Sie heute und in einem Jahr? Zweitens: Legen Sie eigene Konten für andere Personen an? In den meisten Fällen zeigen die Antworten dann schon die passende Edition.
Gilt eine Plesk Lizenz pro Server?
Ja. Die Preisseite von Plesk beschreibt alle Editionen als Lizenz pro Server. Eine Plesk Lizenz deckt also genau eine Plesk Installation ab.
Die Folge ist einfach. Betreiben Sie Plesk auf zwei Servern, brauchen Sie zwei separate Plesk Lizenzen. Sie können die Editionen dabei auch mischen, zum Beispiel Web Admin auf dem einen und Web Host auf dem anderen Server. Denn jeder Server trägt seine eigene Lizenz.
Für Zusatzlizenzen gilt dieselbe Logik. Laut Plesk Dokumentation bindet Plesk jede Zusatzlizenz beim Kauf an eine einzelne Plesk Lizenz. Außerdem funktioniert sie nur auf dem Server, auf dem der passende Lizenzschlüssel installiert ist. Gehen Sie daher nicht davon aus, dass Sie eine Zusatzlizenz einfach auf einen anderen Server mitnehmen.
Bei einem Serverumzug wird dieses Detail wichtig. Fragen Sie deshalb vor dem Wechsel Ihren Vertriebsweg, wie Sie die bestehende Plesk Lizenz übertragen. Haben Sie direkt bei Plesk gekauft, wenden Sie sich an den Lizenzsupport von Plesk. Sonst ist Ihr Anbieter der richtige Ansprechpartner. Falls Sie noch den Servertyp wählen, hilft unser Beitrag zu VPS, VDS und Cloud Server.
Was unterscheidet eine VPS Lizenz von einer Dedicated Lizenz?
Plesk trennt Lizenzen nach zwei Umgebungen: VPS und Dedicated. Laut offizieller Preisseite gibt es dabei keinen Unterschied im Funktionsumfang. Die Trennung beschreibt also nur die Umgebung, in der Sie Plesk installieren.
Die Plesk Dokumentation ergänzt, dass eine VPS Lizenz nur mit Plesk auf einer unterstützten Virtualisierungsplattform funktioniert. Das heißt: Auf einem physischen Server sollten Sie mit einer VPS Lizenz Probleme erwarten.
Welche Variante passt also zu Ihnen? Die Regel ist einfach:
- Mieten Sie einen virtuellen Server, etwa einen VPS oder eine Cloud Instanz, wählen Sie die VPS Lizenz.
- Betreiben Sie eine physische, dedizierte Maschine, wählen Sie die Dedicated Lizenz.
- Sind Sie unsicher, fragen Sie Ihren Anbieter, ob der Server virtuell oder physisch ist.
Falscher Typ gekauft? Kein Grund zur Panik. In der Wissensdatenbank von Plesk gibt es einen eigenen Artikel zum Wechsel von VPS auf Dedicated. Folgen Sie trotzdem lieber der Anleitung Ihres Vertriebswegs statt eigener Experimente. So senken Sie das Risiko eines Ausfalls.
Monatlich oder jährlich: Wie funktioniert das Abonnement?
Eine Plesk Lizenz ist ein Abonnementprodukt. Für die Standardeditionen zeigt die offizielle Preisseite zwei Zahlungszeiträume: monatlich und jährlich. Zudem bewirbt sie einen Rabatt bei jährlicher Zahlung; Höhe und Bedingungen prüfen Sie auf derselben Seite.
Welcher Zeitraum passt, hängt also davon ab, wie gefestigt Ihr Projekt ist. Der folgende Ansatz funktioniert in den meisten Fällen:
- Monatlich: sinnvoll, wenn Sie einen neuen Server testen, die Zahl Ihrer Websites schnell wechselt oder Sie das Panel vielleicht noch tauschen.
- Jährlich: sinnvoll, wenn Server und Panel feststehen, Sie jährlich budgetieren und selten die Edition wechseln.
Die monatliche Zahlung bringt Flexibilität, die jährliche senkt meist die Kosten pro Monat. Klären Sie allerdings vor einer Jahresbindung eine Frage. Was passiert mit Erstattungen oder Gutschriften, wenn Sie im laufenden Jahr wechseln oder den Server abschalten? Diese Bedingungen hängen zudem vom Vertriebsweg ab. Kaufen Sie über einen Anbieter, folgt der Zeitraum außerdem oft Ihrer Serverrechnung.
Wie wirken sich Zusatzlizenzen und Erweiterungen auf den Preis aus?
Die Basislizenz von Plesk schaltet das Panel selbst frei. Darauf setzen zwei weitere Ebenen auf: Zusatzlizenzen und Erweiterungen (Extensions).
Erweiterungen sind Module, die Plesk um neue Funktionen ergänzen. Manche sind kostenlos, andere kosten Geld; prüfen Sie das also vor der Installation. Die Preisseite zeigt, dass Werkzeuge wie Sitejet Builder und WP Toolkit zu den Standardeditionen gehören. Außerdem listet sie optionale Bausteine wie Module für PostgreSQL und MSSQL sowie Pakete wie das WordPress Pack und das Power Pack.
Denken Sie die Kosten deshalb so: Die Basislizenz bildet einen festen Sockel, und jede kostenpflichtige Erweiterung erhöht ihn. Folglich zahlen zwei Nutzer mit derselben Edition je nach Paketen unterschiedliche Summen.
Denken Sie zudem daran, dass Zusatzlizenzen an die Basislizenz gebunden sind. Klären Sie vorab, was mit ihnen geschieht, wenn Sie die Basislizenz kündigen oder den Server wechseln. Unser Rat: Ergänzen Sie Erweiterungen erst bei konkretem Bedarf. Sonst bleiben Ihnen Abonnements, die niemand nutzt. Außerdem ist jede zusätzliche Erweiterung eine weitere Komponente, die Sie aktuell halten müssen.
Welche Faktoren bestimmen den Preis einer Plesk Lizenz?
Zahlen nennen wir nicht. Trotzdem lassen sich die Entscheidungen klar benennen, die den Preis bewegen. Die Kosten Ihrer Plesk Lizenz hängen von diesen Punkten ab:
- Edition: Web Admin, Web Pro und Web Host unterscheiden sich in Preis und Funktionen.
- Umgebung: VPS und Dedicated sind getrennte Produkte; den aktuellen Unterschied zeigt die offizielle Seite.
- Zahlungszeitraum: monatlich und jährlich haben unterschiedliche Kosten pro Monat.
- Pakete und Erweiterungen: jede kostenpflichtige Ergänzung erhöht die Summe.
- Vertriebsweg: Plesk direkt, ein Serveranbieter oder ein Partner können unterschiedliche Preise und Rechnungen bieten.
- Währung und Steuern: Preise erscheinen eventuell in verschiedenen Währungen; Kurs und Steuer verändern den Endbetrag.
- Aktionen: saisonale Rabatte senken den Einstiegspreis eventuell für eine Weile.
Kurz gesagt hat die Frage „Was kostet Plesk?“ keine einzige Antwort. Besser lautet sie: „Was zahle ich insgesamt für meine Edition, meine Umgebung und meine Erweiterungen?“ Vergleichen Sie Angebote daher immer mit derselben Edition, derselben Umgebung und denselben Erweiterungen.
Lizenz beim Anbieter oder direkt bei Plesk kaufen?
Zu einer Plesk Lizenz führen zwei Hauptwege. Erstens die gebündelte Lizenz Ihres VPS oder Serveranbieters. Dabei liefert der Anbieter Plesk oft vorinstalliert aus und schlägt die Lizenzgebühr auf Ihre Serverrechnung. Zweitens der direkte Kauf im Onlineshop von Plesk oder über Plesk 360.
Die gebündelte Variante punktet mit Bequemlichkeit: eine Rechnung, ein Support und eine schnelle Einrichtung. Andererseits laufen Upgrade, Kündigung und Umzug dann nach den Regeln des Anbieters. Zudem ist der Anbieter Ihr erster Ansprechpartner, sobald ein Lizenzproblem auftaucht.
Der Direktkauf punktet dagegen mit Kontrolle. Die Lizenz liegt in Ihrem eigenen Konto, und Sie verwalten sie auch nach einem Anbieterwechsel selbst. Allerdings liegen Installation, Aktivierung und Kompatibilitätsprüfung dann bei Ihnen.
Binden Sie sich in keinem Fall blind an einen einzigen Händler. Achten Sie also darauf, dass jedes Angebot Edition, Umgebung, Zahlungszeitraum und enthaltene Erweiterungen klar nennt. Einen breiteren Blick auf die Anbieterwahl bietet unser Beitrag zur Auswahl des passenden Webhostings.
Wie aktivieren Sie eine Plesk Lizenz?
Nach dem Kauf installieren Sie den Lizenzschlüssel im Panel. Laut Plesk Dokumentation nutzt das Standardverfahren einen Aktivierungscode. Diesen erhalten Sie nach dem Kauf per E-Mail; er besteht aus fünf Gruppen mit jeweils sechs Zeichen.
Die dokumentierten Schritte sehen so aus:
- Melden Sie sich als Administrator bei Plesk an.
- Öffnen Sie Tools & Settings und gehen Sie unter der Überschrift Plesk zu License Information.
- Klicken Sie auf Install Key.
- Fügen Sie den Aktivierungscode ein und bestätigen Sie mit Install.
Ist die Oberfläche auf Deutsch eingestellt, tragen die Menüs eventuell übersetzte Namen. Suchen Sie dann die Entsprechung an derselben Stelle. Zusatzlizenzen installieren Sie übrigens über denselben Bildschirm; die Dokumentation beschreibt das für Haupt und Zusatzlizenzen gleichermaßen.
Bei einer gebündelten Lizenz übernimmt meist der Anbieter diesen Schritt. Prüfen Sie danach im Bereich License Information den Namen der Edition und die Grenzen. So stellen Sie sicher, dass die installierte Edition der bezahlten entspricht. Sobald das Panel auf Ihre Domain zeigt, prüfen Sie die Einträge am besten mit unserer DNS Abfrage.
Wie wechseln Sie zu einer höheren oder niedrigeren Edition?
Die Plesk Dokumentation nennt die Upgradepfade klar. Sie wechseln von Web Admin zu Web Pro oder Web Host sowie von Web Pro zu Web Host. Das Upgrade kaufen Sie über Plesk 360 oder über den Lizenz und Kaufsupport von Plesk.
Nach dem Kauf holen Sie den neuen Schlüssel ins Panel. Die Dokumentation beschreibt dafür diesen Weg:
- Melden Sie sich bei Plesk an.
- Öffnen Sie unter Tools & Settings den Bereich License Information.
- Klicken Sie auf Retrieve Keys.
Für ein Downgrade, also den Wechsel zu einer kleineren Edition, gibt es in der Wissensdatenbank von Plesk einen eigenen Artikel. Prüfen Sie davor unbedingt die Zahl Ihrer Domains. Ein Server mit Web Pro und 18 Domains passt zum Beispiel nicht in die Grenze von Web Admin mit 10 Domains.
Die Dokumentation enthält außerdem einen Abschnitt zur Rückkehr zu einem früher genutzten Lizenzschlüssel. Geht eine Änderung schief, gibt es also einen Weg zurück. Erstellen Sie trotzdem vor jeder Lizenzänderung ein frisches Backup. Danach prüfen Sie, ob Websites, E-Mail und Zertifikate weiterhin funktionieren. Fehlt Ihnen noch eine feste Routine, hilft unser Beitrag zur Backup Strategie für Websites.
Was passiert, wenn die Testlizenz oder die Plesk Lizenz abläuft?
Laut Plesk Dokumentation bietet die Testlizenz eingeschränkte Funktionen und bleibt nur kurz aktiv. Läuft sie ab, kaufen Sie eine kommerzielle Lizenz und installieren deren Schlüssel, um Plesk weiter zu nutzen.
Welche Funktionen nach dem Ablauf einer kommerziellen Lizenz wie lange weiterlaufen, schätzen wir hier bewusst nicht. Denn dieses Verhalten hängt eventuell vom Lizenztyp und vom Vertriebsweg ab. Folglich ist Vorsorge deutlich günstiger als eine spätere Reparatur.
- Tragen Sie das Verlängerungsdatum in Ihren Kalender ein und stellen Sie eine Erinnerung eine Woche vorher.
- Nutzen Sie die automatische Verlängerung, prüfen Sie zudem das Ablaufdatum der hinterlegten Zahlungsart.
- Kaufen Sie über einen Anbieter, achten Sie auf die bezahlte Serverrechnung, weil die Lizenz meist daran hängt.
- Ändern Sie während eines offenen Lizenzproblems nichts Neues; prüfen Sie zunächst, ob Ihr Backup aktuell ist.
Ein Lizenzproblem betrifft eventuell auch automatische Aufgaben des Panels, etwa die Verlängerung von Zertifikaten. Prüfen Sie den Zertifikatsstatus daher bei Auffälligkeiten mit unserem SSL Check. Die Grundlagen erklärt unser Beitrag zum SSL Zertifikat.
Plesk oder cPanel: Wie entscheiden Sie schnell?
Diese Frage behandeln wir ausführlich in unserem Beitrag zum Unterschied zwischen Plesk und cPanel. Hier geht es also nur um die Lizenzseite.
Beide Panels nutzen kommerzielle Lizenzen, allerdings mit unterschiedlicher Struktur. Bei Plesk entscheiden die Domaingrenze der Edition und die Verwaltungswerkzeuge. Für cPanel prüfen Sie die Lizenzbedingungen auf den offiziellen Seiten von cPanel. Definieren Sie deshalb zuerst Ihren Bedarf und vergleichen Sie dann beide Panels nach denselben Kriterien.
Auch praktische Unterschiede zählen. Plesk läuft sowohl auf Linux als auch auf Windows, was bei ASP.NET oder MSSQL wichtig ist. cPanel hat dagegen ein breites Ökosystem in der Linux Welt. Alltägliche Aufgaben wie der Wechsel der PHP Version laufen zum Beispiel in beiden Panels über verschiedene Bildschirme. Die Seite von cPanel erklären wir in unserem Beitrag zum Ändern der PHP Version in cPanel.
Zudem ändern sich die Lizenzbedingungen beider Panels mit der Zeit. Vergleichen Sie daher immer mit den aktuellen offiziellen Seiten und nicht mit alten Forenbeiträgen.
Kurz gesagt zählen Gewohnheiten Ihres Teams und das Betriebssystem des Servers mehr als der Lizenzpreis.
Welche Edition reicht für wie viele Websites?
Die folgenden Szenarien sind Beispielrechnungen. Sie beschreiben keine echten Kundenfälle und enthalten keine Preise. Wir nutzen sie nur, um die Grenzen der Editionen greifbar zu machen.
Szenario 1: Ein Onlineshop betreibt Shop, Blog und zwei Kampagnenseiten auf einem Server. Das sind 4 Domains, und niemand sonst erhält Zugang zum Panel. In diesem Fall reicht die Grenze von Web Admin also locker aus.
Szenario 2: Eine Freelancerin betreut 14 Kundenwebsites und möchte jedem Kunden einen eigenen Login geben. Die Zahl der Domains liegt über der Grenze von Web Admin. Zudem braucht sie Kundenkonten, deshalb ist Web Pro die naheliegende Wahl.
Szenario 3: Eine Agentur betreut 25 Kundenwebsites und erwartet in zwei Jahren 40. Heute reicht Web Pro, allerdings sprengt der Wachstumsplan die Grenze von 30 Domains. Möchte die Agentur Partnern außerdem Resellerrechte geben, sollte sie Web Host prüfen.
Die Lehre daraus ist klar. Wählen Sie die Edition für Ihren Plan der nächsten 12 bis 18 Monate, nicht für die heutige Zahl. Da der Upgradepfad offen ist, ist ein kleiner Start meist sicher.
Welche Kosten sollten Sie neben der Lizenz einplanen?
Die Plesk Lizenz ist nur eine Zeile in Ihren gesamten Hostingkosten. Listen Sie beim Budget daher diese Posten getrennt auf:
- Server: Miete für VPS oder dedizierten Server samt Prozessor, Arbeitsspeicher und Festplatte.
- Backupspeicher: separater Speicher, damit Backups nicht nur auf dem Server liegen.
- Zusätzliche Erweiterungen: kostenpflichtige Module für Sicherheit, Leistung oder E-Mail.
- Zeit: Arbeitsstunden Ihres Teams für Updates, Überwachung und Fehlersuche.
- Support: die Supportbedingungen Ihres Anbieters oder von Plesk.
Am häufigsten übersehen Sie dabei vermutlich die Zeit. Ein Panel erleichtert die Arbeit, ersetzt sie aber nicht. Zum Beispiel erfordern Einrichtung und Pflege einer Firewall regelmäßigen Aufwand. Eine Option für Linux beschreiben wir in unserem Beitrag zur CSF Firewall.
Schauen Sie beim Vergleich also nicht nur auf die Lizenzzeile. Bewerten Sie stattdessen die Gesamtkosten zusammen mit Ihrer Zeit.
Wann sollten Sie die Plesk Lizenz nicht selbst verwalten?
Ehrlich gesagt muss nicht jeder einen eigenen Plesk Server betreiben. In manchen Fällen ist es sicherer und günstiger, die Aufgabe Ihrem Hostinganbieter zu überlassen.
- Betreuen Sie nur eine Firmenwebsite und einige E-Mail Konten, reicht oft ein Panel im Shared Hosting.
- Fehlt in Ihrem Team jemand für Serverupdates und Sicherheitsüberwachung, wählen Sie einen Managed Service.
- Haben Sie keine Zeit für Lizenzen, Backups und Sicherheit, nehmen Sie ein verwaltetes Paket mit gebündelter Lizenz.
Andererseits lohnt sich ein eigener Plesk Server, wenn Sie mehrere Kundenwebsites betreuen, Ressourcen selbst steuern möchten oder Anwendungen auf Windows betreiben.
Als Team erklären wir unseren Kunden die Panelwahl in Webdesign und E-Commerce Projekten nach genau diesen Kriterien. Wie wir Hosting und Panel im Projekt einordnen, sehen Sie auf unserer Seite zum Webdesign.
In welcher Reihenfolge treffen Sie die Lizenzentscheidung?
Fassen wir alles in einer kurzen Checkliste zusammen. Gehen Sie beim Kauf einer Plesk Lizenz in dieser Reihenfolge vor:
- Notieren Sie, wie viele Domains Sie heute und in 12 bis 18 Monaten verwalten.
- Entscheiden Sie, ob andere Personen eigene Konten oder Resellerrechte erhalten.
- Klären Sie, ob Ihr Server virtuell oder physisch ist, und wählen Sie dann VPS oder Dedicated.
- Wählen Sie monatliche oder jährliche Zahlung je nach benötigter Flexibilität.
- Listen Sie nur die Erweiterungen auf, die Sie wirklich brauchen.
- Vergleichen Sie Support und Umzugsbedingungen zwischen gebündelter Lizenz und Direktkauf.
- Prüfen Sie schließlich den aktuellen Preis auf der offiziellen Seite und tragen Sie das Verlängerungsdatum ein.
Diese Reihenfolge schützt Sie davor, zu viel für die falsche Edition zu zahlen oder nach Erreichen einer Grenze überstürzt zu wechseln. Details zu den Editionen finden Sie auf der offiziellen Editionsseite von Plesk, Abläufe rund um Lizenzen in der Lizenzdokumentation von Plesk. Möchten Sie Panel und Server gemeinsam mit Ihrer Shopplattform planen, werfen Sie einen Blick auf unsere E-Commerce Beratung.



