MySQL Datenbank in cPanel anlegen: Benutzer, Rechte und Verbindung

Wie legen Sie in cPanel eine MySQL Datenbank an?
Eine MySQL Datenbank legen Sie in cPanel an, indem Sie im Bereich Databases den Database Wizard (früher MySQL Database Wizard) öffnen, einen Datenbanknamen eingeben, einen Datenbankbenutzer mit starkem Passwort erstellen und ihm die nötigen Rechte zuweisen. Das dauert wenige Minuten. Danach tragen Sie die Zugangsdaten in die Konfiguration Ihrer Anwendung ein, etwa in wp-config.php.
So weit die kurze Antwort. Allerdings stecken die Probleme im Detail. Ein vergessenes Präfix, ein zu großzügig gesetztes Häkchen bei ALL PRIVILEGES oder eine offene Freigabe für Fernzugriff legen eine Website lahm oder machen sie angreifbar. Deshalb gehen wir jeden Schritt einzeln durch.
Wir sind Talha Aslan und Team, eine Agentur für digitales Marketing und Webdesign, kein Hostinganbieter. Daher haben wir Menünamen und Grenzwerte in der offiziellen cPanel Dokumentation zu MySQL Databases geprüft. Ihre Oberfläche kann leicht abweichen, denn Hoster schalten einzelne Funktionen frei oder ab.
Was sollten Sie vorbereiten, bevor Sie eine MySQL Datenbank anlegen?
Etwas Vorbereitung spart Zeit. Zwar können Sie eine MySQL Datenbank später umbenennen, doch laut cPanel trennt das alle aktiven Verbindungen. Legen Sie sich deshalb vorab Folgendes zurecht:
- Die Anwendung: WordPress, Laravel, OpenCart oder ein eigenes PHP Projekt. Benennen Sie die Datenbank danach.
- Einen kurzen Datenbanknamen: zum Beispiel wpdb oder shop. Das Präfix macht ihn später länger.
- Einen eigenen Benutzernamen: zum Beispiel wpuser. Ein Benutzer pro Anwendung begrenzt den Schaden im Ernstfall.
- Ein starkes Passwort: am besten eine zufällige Zeichenfolge mit mindestens 16 Zeichen.
- Die nötigen Rechte: Notieren Sie, was die Installationsanleitung der Anwendung verlangt.
- Bedarf an Fernzugriff: Soll ein anderer Server zugreifen, brauchen Sie dessen feste IP Adresse.
Zudem begrenzt Ihr Hostingtarif womöglich die Zahl der MySQL Datenbanken. Ist das Limit erreicht, löschen Sie zunächst alte Datenbanken, die Sie nicht mehr nutzen. Alternativ fragen Sie Ihren Hoster nach einem größeren Tarif. Diese kurze Liste verhindert somit halbfertige Einrichtungen.
Database Wizard oder Manage My Databases: Welche Oberfläche passt?
cPanel bietet für diese Arbeit zwei zentrale Oberflächen. Ab cPanel und WHM Version 120 heißt der MySQL Database Wizard nur noch Database Wizard, und aus MySQL Databases wurde Manage My Databases. Nutzt Ihr Hoster eine ältere Version, sehen Sie also noch die alten Namen. Die Funktionen bleiben allerdings gleich.
| Merkmal | Database Wizard | Manage My Databases |
|---|---|---|
| Früherer Name | MySQL Database Wizard | MySQL Databases |
| Ideal für | Erste Datenbank und ersten Benutzer | Weitere Benutzer, Rechte, Wartung |
| Benutzer mit Datenbank verknüpfen | Automatisch | Manuell über Add User To Database |
| Check und Repair | Nein | Ja |
| Umbenennen und Löschen | Nein | Ja |
| Passwort ändern | Nein | Ja, unter Current Users |
cPanel selbst empfiehlt den Assistenten für die erste Datenbank. Trotzdem landen Sie später in Manage My Databases, etwa um Rechte einzuschränken oder ein Passwort zu ändern. Kurz gesagt ergänzen sich beide Oberflächen.
Wie richten Sie eine MySQL Datenbank mit dem Database Wizard ein?
Der Assistent führt in wenigen Schritten durch die Einrichtung einer MySQL Datenbank und verknüpft Benutzer und Datenbank selbst. Laut der cPanel Dokumentation zum Database Wizard läuft es so ab:
- Öffnen Sie im Bereich Databases der cPanel Startseite den Database Wizard.
- Tragen Sie im Feld New Database einen Namen ein und klicken Sie auf Next Step. Ein aktives Präfix steht bereits links neben dem Feld.
- Geben Sie im Feld Username einen Benutzernamen ein. Erlaubt sind nur Buchstaben und Ziffern.
- Danach folgt das Passwort, zweimal oder per Password Generator, und ein Klick auf Create User.
- Zum Schluss setzen Sie die Häkchen für die nötigen Rechte und bestätigen mit Next Step.
Dann erscheint eine Erfolgsmeldung. Von dort aus legen Sie eine weitere Datenbank an, wechseln zu Manage My Databases oder kehren zur Startseite zurück. Weil der Assistent die Rechte bereits vergibt, entfällt der Schritt Add User To Database.
Speichern Sie vor dem Verlassen den vollständigen Datenbanknamen und Benutzernamen in einem Passwortmanager. Namen mit Präfix vertippt man leicht, und die Konfigurationsdatei braucht sie Zeichen für Zeichen. Außerdem lohnt sich ein kurzer Blick auf den Abschnitt zu den Rechten, bevor Sie ALL PRIVILEGES anhaken.
Wie legen Sie Datenbank und Benutzer in Manage My Databases getrennt an?
Der manuelle Weg besteht aus drei Aufgaben: Datenbank anlegen, Benutzer anlegen und beide verknüpfen. Das Risiko liegt im letzten Schritt, denn er gerät leicht in Vergessenheit. Genau diese fehlende Verknüpfung zählt zu den häufigsten Ursachen für Verbindungsfehler.
- Create New Database: Namen in New Database eintragen und auf Create Database klicken. Die Datenbank erscheint dann in der Tabelle Current Databases.
- Add New User: Username und Passwortfelder ausfüllen, dann auf Create User klicken.
- Add User To Database: Benutzer und Datenbank aus den Menüs wählen und auf Add klicken. Im Rechtefenster die Häkchen setzen und mit Make Changes speichern.
cPanel warnt hier ausdrücklich: Legen Sie Datenbanken und Datenbankbenutzer nicht über phpMyAdmin an. phpMyAdmin ordnet sie nicht Ihrem cPanel Konto zu, und folglich funktionieren Sicherung und Wiederherstellung nicht richtig. Erstellen Sie also alles in cPanel und nutzen Sie phpMyAdmin nur für die Daten selbst.
Auf derselben Seite finden Sie zudem Check Database und Repair Database. Bei Verdacht auf eine beschädigte Tabelle starten Sie zunächst Check, bei einem Befund dann Repair. Vorher sollten Sie allerdings eine Sicherung anlegen.
Warum sind Präfix und Längengrenzen in cPanel wichtig?
Hat Ihr Hoster das Datenbankpräfix aktiviert, setzt cPanel Ihren Kontonamen und einen Unterstrich vor jeden Namen. Heißt Ihr Konto beispielsweise exampleacct, wird aus wpdb die Datenbank exampleacct_wpdb. Ihre Konfigurationsdatei braucht deshalb den vollständigen Namen.
Der Name einer MySQL Datenbank darf bis zu 64 Zeichen lang sein. Allerdings zählt cPanel jeden Unterstrich wegen der internen Speicherung doppelt. Mit aktivem Präfix sinkt die Grenze daher auf 63 Zeichen, Präfix und Unterstrich eingeschlossen. Für Benutzernamen hängt die Grenze vom Datenbanksystem ab:
| Datenbanksystem | Grenze für Benutzernamen | Verfügbar mit Präfix db_ |
|---|---|---|
| MySQL 5.6 und älter | 16 Zeichen | 13 Zeichen |
| MySQL 5.7 und neuer | 32 Zeichen | 29 Zeichen |
| MariaDB | 47 Zeichen | 44 Zeichen |
Diese Werte stammen aus den Beispielen der cPanel Dokumentation. Außerdem lehnt der Assistent Schrägstrich, doppelte und einfache Anführungszeichen sowie Backticks im Datenbanknamen ab. Kurze Namen in Kleinbuchstaben mit wenigen Unterstrichen sind somit die sicherste Wahl.
Das Präfix hat noch einen Vorteil: Hunderte Konten auf demselben Server können denselben Kurznamen wie wpdb nutzen. Andererseits verlangt es beim Umzug Aufmerksamkeit. Hat das neue Konto einen anderen Benutzernamen, ändern sich auch Datenbank und Benutzername. Passen Sie dann die Konfigurationsdatei an, sonst scheitert schon der erste Seitenaufruf.
Wie wählen Sie ein starkes Passwort für den Datenbankbenutzer?
cPanel bewertet Ihr Passwort auf einer Skala bis 100 Punkte. Null steht für schwach, 100 für sehr sicher. Manche Hoster verlangen eine Mindestpunktzahl; zeigt die Anzeige Strength Grün, haben Sie diese Schwelle erreicht.
Am einfachsten ist die Schaltfläche Password Generator direkt im Formular. Alternativ erzeugt unser Passwort Generator lange Zufallsfolgen im Browser. Speichern Sie das Ergebnis sofort in einem Passwortmanager, denn cPanel zeigt es später nicht mehr an. Haben Sie es vergessen, setzen Sie in der Tabelle Current Users ein neues.
Ein paar Gewohnheiten erleichtern den Umgang mit Passwörtern:
- Verwenden Sie nie das Passwort Ihres cPanel Kontos oder Ihrer E-Mail erneut.
- Meiden Sie Anführungszeichen, die eine Konfigurationsdatei stören können. Buchstaben, Ziffern und wenige sichere Sonderzeichen genügen.
- Teilen Sie Zugangsdaten mit Entwicklern über einen zeitlich begrenzten Weg, nicht im Text einer E-Mail.
- Ändern Sie das Passwort sofort, wenn ein Mitarbeiter oder eine Agentur das Projekt verlässt.
ALL PRIVILEGES oder nur die nötigen Rechte vergeben?
Beim Verknüpfen zeigt cPanel für jedes MySQL Recht ein eigenes Häkchen, ganz oben ALL PRIVILEGES. Ein Klick auf ALL PRIVILEGES wirkt zunächst bequem. Das Prinzip der minimalen Rechte besagt allerdings, dass ein Benutzer nur die Rechte besitzen sollte, die seine Aufgabe erfordert. Hat die Anwendung eine Lücke, kann ein Angreifer somit weniger anrichten.
Was jedes Recht bedeutet, erklärt die MySQL Referenz zu den Rechten im Detail. Grob lassen sie sich in drei Gruppen teilen:
- Datenrechte: SELECT liest, INSERT fügt hinzu, UPDATE ändert und DELETE entfernt Zeilen. Der Alltag läuft größtenteils über diese vier.
- Strukturrechte: CREATE, ALTER, DROP und INDEX verändern Tabellen. Installationen, Updates und Plugins brauchen sie oft.
- Weitere Rechte: LOCK TABLES, CREATE TEMPORARY TABLES, CREATE VIEW, TRIGGER und EXECUTE sind für bestimmte Anwendungen relevant.
Die Regel ist einfach: Vergeben Sie, was die Installationsanleitung verlangt. Schweigt die Anleitung, fragen Sie Ihren Entwickler, welche Rechte der Code tatsächlich nutzt. ALL PRIVILEGES ist also die letzte Option, nicht der Standard.
Welche MySQL Rechte braucht WordPress wirklich?
Der offizielle WordPress Leitfaden zur Härtung ist hier eindeutig. Für normale Aufgaben wie Beiträge veröffentlichen, Medien hochladen, Kommentare annehmen und Benutzer anlegen genügen SELECT, INSERT, UPDATE und DELETE. Zudem hilft es, administrative Rechte wie DROP, ALTER und GRANT zu entziehen.
Derselbe Leitfaden nennt allerdings eine Einschränkung. Manche Plugins, Themes und große WordPress Updates ändern die Datenbankstruktur. Fehlen diese Rechte, bricht ein Update womöglich mittendrin ab. In der Praxis haben Sie daher zwei Wege:
- CREATE, ALTER, DROP und INDEX während Installationen und Updates freigeben und danach wieder entziehen.
- Die Rechte aktiv lassen und das Risiko über regelmäßige, getestete Sicherungen steuern.
Für kleine Unternehmensseiten halten wir den zweiten Weg meist für alltagstauglicher, weil man das Umschalten vor jedem Update leicht vergisst. Ein Onlineshop mit vielen Plugins rechtfertigt dagegen eher die strengere Variante. Außerdem empfiehlt der Leitfaden für mehrere WordPress Installationen jeweils eigene Datenbanken und Benutzer, damit ein Vorfall nicht auf andere Seiten übergreift.
Wie verbinden Sie die Datenbank in der WordPress Konfiguration?
Steht die MySQL Datenbank samt Benutzer, braucht die Anwendung die Zugangsdaten. WordPress liest sie aus wp-config.php, die Sie im File Manager bearbeiten. Die folgenden Werte sind reine Platzhalter; tragen Sie Ihre vollständigen Namen und Ihr Passwort ein:
define( 'DB_NAME', 'exampleacct_wpdb' );
define( 'DB_USER', 'exampleacct_wpuser' );
define( 'DB_PASSWORD', 'IHR_STARKES_PASSWORT' );
define( 'DB_HOST', 'localhost' );
define( 'DB_CHARSET', 'utf8mb4' );
define( 'DB_COLLATE', '' );Die aktuelle Beispieldatei von WordPress nutzt localhost für DB_HOST und utf8mb4 für DB_CHARSET. Bei den meisten cPanel Konten läuft die Datenbank auf demselben Server, also passt localhost. Betreibt Ihr Hoster jedoch einen separaten MySQL Server, zeigt Manage My Databases laut cPanel einen Abschnitt Remote MySQL Host. In diesem Fall tragen Sie die dort genannte Adresse als DB_HOST ein.
Noch ein Sicherheitshinweis: Kopieren Sie wp-config.php nie unverändert in ein öffentliches Repository, ein Supportforum oder einen KI Chat. Schwärzen Sie vorher die Passwortzeile. Laut WordPress Leitfaden kann zudem ein anderes Tabellenpräfix als das Standardpräfix wp_ manche automatisierten Angriffe per SQL Injection ins Leere laufen lassen.
Wo hinterlegen Laravel und andere PHP Anwendungen die Zugangsdaten?
Das Prinzip ist also überall gleich: vier Kernwerte, nämlich Host, Datenbankname, Benutzername und Passwort. Nur Datei und Feldnamen unterscheiden sich. Laravel etwa liest die Werte aus der Datei .env im Projektverzeichnis:
DB_CONNECTION=mysql
DB_HOST=127.0.0.1
DB_PORT=3306
DB_DATABASE=exampleacct_laravel
DB_USERNAME=exampleacct_lruser
DB_PASSWORD=IHR_STARKES_PASSWORTIm Shared Hosting funktioniert für DB_HOST meist localhost oder 127.0.0.1. Im Zweifel nutzen Sie den Wert Ihres Hostinganbieters. Ordnerstruktur und den Schutz der Datei .env behandeln wir in unserer Anleitung für Laravel auf cPanel und VPS.
Fertige Software wie OpenCart oder PrestaShop fragt dieselben Angaben im Installationsformular ab. Nach dem Absenden schreibt das Installationsprogramm die Konfigurationsdatei selbst. Prüfen Sie außerdem, ob Ihre PHP Version zur Anwendung passt; wie Sie sie umstellen, zeigt unser Leitfaden zum Ändern der PHP Version in cPanel.
Wie erlauben Sie Fernzugriff mit Remote Database Access?
Standardmäßig greifen nur Anwendungen auf demselben Server auf Ihre Datenbank zu. Soll eine Anwendung auf einem anderen Server oder ein SQL Programm auf Ihrem Rechner zugreifen, nutzen Sie daher Remote Database Access. Bis cPanel und WHM Version 118 hieß diese Oberfläche Remote MySQL.
Laut der cPanel Dokumentation zu Remote Database Access tragen Sie im Feld Host einen Hostnamen, eine IPv4 oder eine IPv6 Adresse ein und klicken auf Add Host. Das Feld Comment ist optional, hilft aber später bei der Zuordnung. Ihre eigene öffentliche Adresse zeigt unser Tool Meine IP.
Entscheidend ist das Prozentzeichen. cPanel behandelt es als Platzhalter; ein einzelnes Prozentzeichen öffnet Ihre Datenbank folglich für Verbindungsversuche von überall. Halten Sie sich deshalb an diese Regeln:
- Tragen Sie nur feste IP Adressen ein, die Sie kennen, etwa 203.0.113.25.
- Bei wechselnden Adressen, etwa am Heimanschluss, löschen Sie den Eintrag nach getaner Arbeit.
- Unbekannte Einträge klären Sie zunächst mit Ihrem Hoster, denn laut cPanel kann er Einträge auf Serverebene setzen.
- Wo möglich, bevorzugen Sie einen verschlüsselten Weg wie einen SSH Tunnel.
Worauf sollten Sie bei Verbindungen von außen noch achten?
Ein Eintrag in Remote Database Access reicht nicht immer. MySQL lauscht standardmäßig auf Port 3306, doch viele Shared Hoster halten diesen Port in der Firewall geschlossen. Läuft die Verbindung trotz Eintrag in eine Zeitüberschreitung, liegt das Problem vermutlich im Netzwerk. Nennen Sie dann Ihrem Hoster die IP Adresse, von der Sie zugreifen, und fragen Sie nach dem Port.
Bei Fernzugriff verwenden Sie außerdem den Hostnamen oder die IP Adresse des Servers, nicht localhost. Ohne Verschlüsselung kann Ihr Passwort lesbar durchs Netz gehen. Aktivieren Sie deshalb TLS in Ihrem Programm oder nutzen Sie einen SSH Tunnel. Ob Ihre Domain auf den richtigen Server zeigt, prüfen Sie mit unserer DNS Abfrage.
Betrachten Sie Fernzugriff schließlich nicht als Dauerlösung. Greifen Anwendungen auf zwei Servern ständig auf dieselbe Datenbank zu, sind Sie dem Shared Hosting entwachsen und brauchen einen VPS oder einen verwalteten Datenbankdienst. Für diesen Weg eignet sich unsere Anleitung MySQL unter Ubuntu installieren als Einstieg.
Wie importieren und exportieren Sie Daten mit phpMyAdmin?
Ist die leere MySQL Datenbank angelegt, wollen Sie oft Daten einer alten Seite übernehmen. Dafür steht in cPanel phpMyAdmin bereit. Für den Export gehen Sie so vor:
- Öffnen Sie phpMyAdmin und wählen Sie links die Datenbank.
- Wechseln Sie oben zum Reiter Export.
- Belassen Sie die Methode Quick und das Format SQL; bei großen Datenbanken bietet Custom eine Komprimierung.
- Klicken Sie auf Go und legen Sie die Datei an einem sicheren Ort ab.
Der Import funktioniert umgekehrt. Sie wählen die Zieldatenbank, laden im Reiter Import die SQL Datei hoch und starten mit Go. Die Obergrenze für Uploads hängt allerdings von den PHP Einstellungen upload_max_filesize und post_max_size ab; die Importseite nennt die erlaubte Größe. Ist Ihre Datei größer, bitten Sie Ihren Hoster um Hilfe oder nutzen die Kommandozeile.
Prüfen Sie vor dem Import, ob die SQL Datei eine Zeile mit CREATE DATABASE enthält. Diese Zeile versucht, eine Datenbank ohne Ihr cPanel Präfix anzulegen, und scheitert im Shared Hosting an fehlenden Rechten.
Wie und wie oft sollten Sie eine MySQL Datenbank sichern?
Ein Export Ihrer MySQL Datenbank per phpMyAdmin genügt für eine schnelle Kopie, ersetzt aber keinen Sicherungsplan. Über Backup und Backup Wizard in cPanel laden Sie Datenbanken einzeln herunter und spielen sie wieder ein. Zudem erstellt Ihr Hoster womöglich eigene automatische Sicherungen; fragen Sie nach Häufigkeit und Aufbewahrungsdauer.
Entscheidend ist nicht, ob eine Sicherungsdatei existiert, sondern ob sie sich wiederherstellen lässt. Deshalb empfehlen wir, mindestens einmal im Monat eine Sicherung testweise in eine separate Datenbank einzuspielen. Mit Shellzugang erklärt unser Leitfaden zu Datenbank Backup und Wiederherstellung konsistente Sicherungen mit mysqldump Schritt für Schritt.
Sicherungen nur auf demselben Server reichen ebenfalls nicht. Denn fällt der Server aus, sind auch die Kopien weg. Einen Gesamtplan für Dateien, Datenbanken und E-Mail finden Sie in unserer Backup Strategie für Websites.
Warum erscheint "Access denied for user" und wie beheben Sie den Fehler?
Diese Meldung bedeutet, dass MySQL die Verbindung abgelehnt hat. Meist tritt sie in zwei Formen auf. Fehler 1045 weist auf einen falschen Benutzernamen oder ein falsches Passwort hin. Fehler 1044 dagegen besagt, dass der Benutzer keinen Zugriff auf genau diese Datenbank hat.
Gehen Sie die Ursachen in dieser Reihenfolge durch:
- Prüfen Sie, ob in der Konfigurationsdatei der vollständige Benutzername mit Präfix steht. Nur wpuser statt exampleacct_wpuser ist der häufigste Fehler.
- Setzen Sie das Passwort unter Current Users neu und kopieren Sie es in die Konfigurationsdatei. Achten Sie auf Leerzeichen am Anfang oder Ende.
- Kontrollieren Sie in Manage My Databases die Spalte Privileged Users. Fehlt der Benutzer, verknüpfen Sie ihn über Add User To Database.
- Für Fernzugriff muss zudem Ihre IP Adresse in Remote Database Access stehen.
Bei Fehler 1044 liegt die Ursache fast immer im dritten Punkt: Benutzer und Passwort stimmen, aber die Verknüpfung fehlt. Bei Fehler 1045 konzentrieren Sie sich dagegen auf die Konfigurationsdatei. Ein Sonderzeichen, das die Anführungszeichen stört, kürzt das Passwort womöglich. Testen Sie dann ein langes Passwort aus Buchstaben und Ziffern. Manche Frameworks wie Laravel speichern die Konfiguration zudem zwischen; leeren Sie diesen Cache nach jeder Änderung.
Was prüfen Sie bei "Error establishing a database connection"?
WordPress zeigt diese Meldung, sobald es die Datenbank nicht erreicht. Sie ist allgemein gehalten; dahinter stecken falsche Zugangsdaten, ein gestoppter Datenbankdienst oder eine beschädigte Tabelle. Am schnellsten kommen Sie deshalb voran, wenn Sie die Ursachen nacheinander ausschließen:
- Zugangsdaten: DB_NAME, DB_USER und DB_PASSWORD mit den vollständigen Namen samt Präfix vergleichen.
- Host: Gehört in DB_HOST localhost oder eine separate Adresse Ihres Hosters?
- Dienst: Öffnet sich phpMyAdmin? Falls nicht, steht womöglich der Datenbankdienst; dann hilft nur Ihr Hoster.
- Tabellen: Öffnet sich phpMyAdmin, die Website aber nicht, suchen Sie mit Check Database nach beschädigten Tabellen.
- Nach einem Umzug: Prüfen Sie, ob der Import vollständig ist und das Tabellenpräfix zur Konfiguration passt.
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Spielt der Unterschied zwischen MariaDB und MySQL hier eine Rolle?
Viele cPanel Server betreiben MariaDB statt MySQL, und dennoch heißen die Oberflächen weiterhin MySQL. Beim Anlegen einer MySQL Datenbank und ihrer Benutzer merken Sie keinen Unterschied. Wie die Tabelle oben zeigt, hängt allerdings die Länge des Benutzernamens vom System ab.
Konkret zeigt sich der eigentliche Unterschied bei der Kompatibilität. Manche Software verlangt eine bestimmte MySQL Version oder Funktion. Laut cPanel ist ein Wechsel der MySQL oder MariaDB Version Sache des Systemadministrators; als Kontoinhaber ändern Sie das nicht im Panel. Beide Systeme vergleichen wir ausführlich im Beitrag MariaDB oder MySQL: Unterschiede und Auswahl.
Wann überlassen Sie diese Arbeit besser Ihrem Hoster?
Eine MySQL Datenbank für eine einzelne WordPress Seite anzulegen, schafft jeder, der sich im Panel zurechtfindet. In manchen Situationen ist ein Supportticket trotzdem schneller und sicherer:
- Der Datenbankdienst reagiert nicht, oder phpMyAdmin öffnet sich nicht.
- Eine Datenbank überschreitet die Grenze für den Import.
- Die MySQL oder MariaDB Version des Servers muss sich ändern.
- Für Fernzugriff muss ein Port in der Firewall offen sein.
- Repair Database ist gescheitert, und Sie finden keine aktuelle, saubere Sicherung.
Liegt das Problem dagegen in der Anwendung selbst, etwa im Datenmodell einer Individualsoftware oder beim Umzug eines Onlineshops, brauchen Sie Entwickler statt Hostingsupport. Wechselt eine Website den Betreuer, gehören Datenbank, Benutzer und Sicherungsroutine in die Übergabenotiz. In unserem Webdesign zählt diese Notiz zu einem sauberen Livegang.
Was sollten Sie nach der Einrichtung kontrollieren?
Fünf Minuten Kontrolle direkt nach der Einrichtung ersparen Ärger in einigen Monaten. Gehen Sie diese Liste durch:
- Läuft die Anwendung und schreibt sie in die MySQL Datenbank? Speichern Sie in WordPress testweise einen Entwurf.
- Besitzt der Benutzer nur die Rechte, die er braucht?
- Stehen in Remote Database Access überflüssige Einträge oder Platzhalter?
- Liegen Datenbankname, Benutzername und Passwort in einem sicheren Passwortmanager?
- Haben Sie eine erste Sicherung erstellt und außerhalb des Servers abgelegt?
- Liegt die Konfigurationsdatei sicher außerhalb öffentlicher Ordner und Repositories?
Sicherheit betrifft außerdem die Anwendungsebene. Enge Datenbankrechte mindern die Folgen von Angriffen wie SQL Injection, verhindern sie aber nicht allein. Den größeren Rahmen beschreibt unser Überblick zu den OWASP Top 10. Kurz gesagt ist eine sauber eingerichtete MySQL Datenbank das Fundament einer sicheren Website, aber nicht das ganze Haus.



