Web

ERR_BLOCKED_BY_CLIENT Fehler: Bedeutung und Lösung für Besucher und Betreiber

Talha Aslan 16 Minuten Lesezeit 4 Aufrufe

Was bedeutet der Fehler ERR BLOCKED BY CLIENT und was tun Sie zuerst?

ERR BLOCKED BY CLIENT, in der Konsole als ERR_BLOCKED_BY_CLIENT angezeigt, ist ein Chrome Fehler, bei dem der Browser eine Anfrage selbst stoppt, bevor sie den Server erreicht. Meist löst ein Werbeblocker, eine Datenschutz Erweiterung oder Sicherheitssoftware das aus. Das Problem liegt also beim Besucher, nicht auf Ihrem Server.

Gehen Sie ruhig in dieser Reihenfolge vor:

  1. Öffnen Sie die Seite zunächst in einem Inkognitofenster und prüfen Sie, ob der Fehler verschwindet.
  2. Verschwindet er, schalten Sie die Erweiterungen einzeln aus.
  3. Setzen Sie die Website bei der verursachenden Erweiterung auf die Ausnahmeliste.
  4. Bleibt der Fehler, prüfen Sie Firmenrichtlinien und Sicherheitssoftware.
  5. Betreiben Sie die Website selbst, schauen Sie in den Entwicklertools nach der blockierten Anfrage.

Wir erklären jeden Schritt unten genauer. Außerdem zeigen wir, wie Sie als Betreiber das Problem von vornherein vermeiden.

Was sagt diese Fehlermeldung genau aus?

Der Chromium Quellcode beschreibt den Fehler in einer kurzen Zeile: Der Client hat sich entschieden, die Anfrage zu blockieren. Konkret: Der Client ist hier der Browser, nicht der Server. Die Anfrage verlässt den Browser also nie.

Deshalb sehen Sie solche Anfragen auch nicht in Ihren Serverprotokollen. Zum Beispiel verzeichnet Ihr Server bei einer blockierten Skriptdatei weder einen Erfolg noch einen Fehler.

Der genaue Wortlaut kann je nach Browser und Version abweichen, daher sehen Sie womöglich eine ähnliche Warnung. Den Code können Sie selbst in der Chromium Liste der Netzwerkfehler nachlesen.

Beachten Sie außerdem den Unterschied zu Serverfehlern. Anders gesagt: Bei einem Timeout erreichte die Anfrage den Weg zum Server. Hier dagegen nicht. Die Ursache auf dem Server zu suchen, kostet also nur Zeit.

Heißt ERR BLOCKED BY CLIENT in der Konsole, dass Ihre Website kaputt ist?

Meistens nicht. Eine rote Zeile in der Entwicklerkonsole wirkt alarmierend, sie sagt aber nur, dass der Browser eine Anfrage aus eigener Entscheidung gestoppt hat.

Nutzen Sie selbst einen Werbeblocker, sehen Sie diese Zeilen auch auf Ihrer eigenen Seite. In der Praxis: Die meisten Besucher haben dieselbe Sperre vielleicht gar nicht. Anders gesagt: Die Konsolenzeile ist eine Beobachtung, nicht immer ein Defekt.

Trotzdem sollten Sie sie nicht abtun. Braucht die Seite die blockierte Anfrage zum Funktionieren, haben Sie ein echtes Problem. Schauen Sie also, was blockiert wurde:

  • Blockiert der Browser nur eine Tracking oder Werbeanfrage, läuft die Seite meist normal.
  • Trifft es eine Formular, Warenkorb oder Zahlungsanfrage, kann der Nutzer seine Aufgabe nicht abschließen.
  • Trifft es eine Schrift oder ein Stylesheet, sieht das Layout womöglich falsch aus.

Kurz gesagt: Entscheidend ist nicht der Fehler selbst, sondern welche Anfrage er trifft.

Welche Ursachen hat ERR BLOCKED BY CLIENT am häufigsten?

Alle Ursachen liegen auf der Browserseite, und jede beruht auf einem Regeltreffer. Konkret: Der Browser oder eine Komponente darin liest die Adresse der Anfrage, vergleicht sie mit einer Liste und stoppt sie bei einem Treffer.

  • Werbeblocker Erweiterungen unterbrechen Anfragen an Werbe und Trackingdomains.
  • Datenschutz Erweiterungen blockieren Analyse und Trackingskripte.
  • Eingebaute Datenschutzfunktionen des Browsers können einzelne Anfragen stoppen.
  • Sicherheitssoftware in Firmen und Jugendschutzprogramme sperren bestimmte Adressen.
  • Eigene Filterregeln eines Nutzers können auf ein zu breites Muster passen.

Zum Beispiel kann eine Erweiterung jede Datei mit "banner" in der Adresse als Werbung einstufen. Dann trifft die Sperre auch ein harmloses Bild.

Diese Vielfalt ist wichtig, denn der Lösungsweg hängt von der Ursache ab. Eine Erweiterung stellt der Besucher selbst um. Anders gesagt: Eine Firmenrichtlinie ändert dagegen nur der Administrator.

Wie beheben Sie ERR BLOCKED BY CLIENT als Besucher?

Als Besucher wollen Sie herausfinden, welche Komponente die Anfrage gestoppt hat, und nur für diese eine Website eine Ausnahme machen. Sie müssen nicht Ihren gesamten Schutz abschalten.

  1. Laden Sie die Seite zunächst neu und prüfen Sie, ob der Fehler bleibt.
  2. Öffnen Sie die Seite in einem Inkognitofenster für einen Vergleich ohne Erweiterungen.
  3. Öffnen Sie die Erweiterungsseite und schalten Sie verdächtige Erweiterungen einzeln aus.
  4. Laden Sie nach jeder Änderung die Seite neu und prüfen Sie das Ergebnis.
  5. Haben Sie den Verursacher gefunden, löschen Sie ihn nicht. Setzen Sie stattdessen nur diese Website auf die Ausnahmeliste.

Diese Reihenfolge führt mit den wenigsten Änderungen zum Ziel. Außerdem sehen Sie genau, was geholfen hat, weil Sie immer nur eine Sache ändern.

Auch ein anderer Browser ist ein schneller Test. In der Praxis: Läuft die Seite dort, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich bei den Erweiterungen des ersten Browsers.

Auf dem Smartphone können Apps zum Blockieren von Inhalten dasselbe tun. Die Logik bleibt gleich: Vergleichen Sie zuerst ohne Blocker und grenzen Sie dann ein.

Warum hilft der Test im Inkognitofenster?

Ein Inkognitofenster läuft in einer saubereren Umgebung. Erweiterungen sind dort meist ausgeschaltet und laufen nur, wenn Sie es erlaubt haben. Daher sehen Sie schnell das Verhalten ohne Erweiterungen.

Öffnet sich die Seite im Inkognitofenster normal, sind eine Erweiterung oder gespeicherte Websitedaten wahrscheinlich die Ursache. Konkret: Das ist ein starker Hinweis, aber kein Beweis. Das Ergebnis kann nämlich auch bedeuten, dass im ersten Fenster ein defektes Cookie oder ein alter Cache lag.

Wie dieser Modus arbeitet, lesen Sie in der Chrome Hilfe zum Inkognitomodus.

Sehen Sie den Fehler auch im Inkognitofenster, haben Sie die Erweiterung dort womöglich erlaubt, oder die Sperre kommt von woanders. Dann lesen Sie den Abschnitt zu Firmenrichtlinien und Sicherheitssoftware.

Wie finden Sie den Verursacher, indem Sie Erweiterungen einzeln ausschalten?

Alles auf einmal auszuschalten geht schnell, verrät Ihnen aber nicht, welche Erweiterung verantwortlich ist. Anders gesagt: Einzeln dauert es etwas länger, liefert jedoch eine dauerhafte Lösung.

Beginnen Sie mit Werbe, Datenschutz und Sicherheitserweiterungen, denn diese sind zum Blockieren gebaut. Prüfen Sie danach Shopping, Gutschein und VPN Erweiterungen, da auch einige davon Inhalte filtern.

  • Schalten Sie eine Erweiterung aus, laden Sie die Seite neu und notieren Sie das Ergebnis.
  • Ist der Fehler weg, lassen Sie diese Erweiterung an und öffnen Sie ihre Einstellungen.
  • Bleibt der Fehler, schalten Sie die Erweiterung wieder ein und prüfen die nächste.
  • Hilft keine, prüfen Sie die Sicherheitseinstellungen des Browsers und die Sicherheitssoftware des Rechners.

Zudem kann eine Erweiterung mehrere Filterlisten enthalten. Dann kostet es weniger Schutz, nur diese eine Liste zu deaktivieren, als die ganze Erweiterung abzuschalten.

Eine kürzlich installierte "Sicherheits" oder "Rabatt" Erweiterung ist ein häufiger Verdächtiger. Solche Erweiterungen fordern das Recht an, Seiteninhalte zu lesen und zu filtern, und gehen manchmal zu weit.

Wie setzen Sie eine Website auf die Ausnahmeliste des Blockers?

Menünamen unterscheiden sich je nach Erweiterung und Version, deshalb nennen wir keinen genauen Schaltflächentext. In der Praxis: Die Logik ist immer gleich: Klicken Sie auf das Symbol der Erweiterung und suchen Sie die Option, den Schutz zu pausieren oder eine Ausnahme für diese Seite hinzuzufügen.

Mit dieser Option schaltet sich die Erweiterung nur auf dieser Website ab. Überall sonst bleibt der Schutz aktiv. Sie lösen das Problem also, ohne Ihre Sicherheit aufzugeben.

Ein Punkt ist hier wichtig: Erlauben Sie Ausnahmen nur für Websites, denen Sie vertrauen. Einen Blocker auf einer unbekannten Seite abzuschalten, widerspricht dem Sinn des Schutzes.

Laden Sie die Seite nach der Ausnahme vollständig neu. Leeren Sie bei Bedarf auch den Browsercache, denn eine alte Blockentscheidung kann gespeichert bleiben.

Ein Beispiel: Ein Leser sagt, das Kommentarfeld einer Nachrichtenseite öffne sich nie. Konkret: Lädt ein Skript eines Drittanbieters das Feld und der Blocker unterbricht es, ist an der Seite nichts falsch. Sobald der Leser die Ausnahme setzt, erscheint das Feld.

Was gilt, wenn Firmenrichtlinie oder Sicherheitssoftware blockiert?

Auf einem Arbeits oder Schulgerät kommt die Sperre womöglich gar nicht von einer Erweiterung. Anders gesagt: Sie kann aus einer Richtlinie stammen, die ein Administrator festgelegt hat. Chromium nutzt dafür einen eigenen Code: die vom Domänenadministrator konfigurierte Sperrliste für URLs.

FehlercodeWer setzt die Sperre?Was Sie tun
ERR_BLOCKED_BY_CLIENTBrowser, Erweiterung oder eine andere Komponente auf ClientseiteErweiterung finden und die Website erlauben
ERR_BLOCKED_BY_ADMINISTRATORDie URL Sperrliste, die ein Domänenadministrator konfiguriert hatMit der IT oder dem Administrator sprechen

Versuchen Sie nicht, eine Richtlinie des Administrators zu umgehen. In der Praxis: Das verstößt gegen die Regeln Ihrer Organisation und gilt als Umgehen eines Systems. Erklären Sie stattdessen, warum Sie den Zugriff beruflich brauchen, und bitten Sie um eine Ausnahme.

Liegt es an Sicherheitssoftware, prüfen Sie deren Webschutz Einstellungen. Blockiert sie dauerhaft eine Seite, die Sie für sicher halten, melden Sie das dem Betreiber, damit er der Ursache nachgeht.

In verwalteten Netzwerken sperren Administratoren Seiten manchmal nach Kategorie. Konkret: Landet Ihre Seite in der falschen Kategorie, kann ein Besucher das seiner IT melden.

Wie diagnostizieren Sie ERR BLOCKED BY CLIENT als Website Betreiber?

Als Betreiber finden Sie zunächst heraus, welche Anfrage blockiert wurde. Öffnen Sie die Entwicklertools des Browsers, wechseln Sie zum Netzwerk Tab und laden Sie die Seite neu. Anders gesagt: Blockierte Anfragen erscheinen meist rot und tragen diesen Fehler in der Statusspalte.

Mehr dazu lesen Sie in der Dokumentation zum Netzwerk Bereich der Chrome DevTools.

  1. Öffnen Sie die Entwicklertools und wählen Sie den Netzwerk Tab.
  2. Laden Sie die Seite neu und filtern Sie die roten Zeilen.
  3. Prüfen Sie, ob die blockierte Adresse zu Ihrer Domain oder zu einem Drittanbieter gehört.
  4. Öffnen Sie dieselbe Seite in einem Profil ohne Erweiterungen und vergleichen Sie.
  5. Entscheiden Sie, ob die blockierte Datei für die Funktion der Seite nötig ist.

Diese Diagnose beantwortet zwei Fragen. Liegt das Problem wirklich in Ihrer Datei, oder liegt es in der Umgebung des Besuchers? In der Praxis: In vielen Fällen trifft Letzteres zu.

Notieren Sie die blockierte Adresse, das Datum, den Browser und das Ergebnis des sauberen Vergleichs. Diese Notiz spart später Zeit im Gespräch mit Ihrem Team oder einem Entwickler.

Warum bleiben Datei und Ordnernamen an Blockerlisten hängen?

Blockerlisten arbeiten mit allgemeinen Mustern. Eine Datei, deren Adresse bestimmte Wörter enthält, kann auch dann passen, wenn sie keine Werbung ist. Die Liste schaut also auf die Form der Adresse, nicht darauf, was die Datei wirklich ist.

Das zeigt sich vor allem, wenn Sie eigene Bilder, Skripte oder Ordner benennen. Zum Beispiel kann der Name "banner" für ein Kampagnenbild dazu führen, dass es bei manchen Besuchern gar nicht lädt.

Welche Muster Probleme machen, unterscheidet sich von Liste zu Liste, deshalb geben wir keine feste Liste verbotener Wörter an. Konkret: Das Prinzip ist einfach: Leihen Sie Ihren Dateinamen keine Wörter aus der Welt von Werbung, Tracking oder Analyse.

Das gelingt nicht immer. Die Dateinamen eines Drittanbieters bestimmen Sie nicht. Anders gesagt: Die Namen Ihrer eigenen Dateien wählen Sie jedoch selbst, und Sorgfalt kostet dort fast nichts.

Ein einzelnes Wort löst nicht zwingend eine Sperre aus. Ein Blocker betrachtet die ganze Adresse, die Domain und die Art der Anfrage zusammen. Dennoch senkt ein neutraler Name all diese Risiken von Anfang an.

Auf welche Benennungsmuster sollten Sie achten?

Die Tabelle macht das Prinzip an Beispielen greifbar. In der Praxis: Sie ist keine Liste verbotener Wörter, sondern ein Rahmen zum Abwägen des Risikos. Das echte Verhalten hängt von der Liste Ihres Besuchers ab.

MustertypWarum riskant?Sicherer Weg
Namen mit Werbebezug (ad, banner, sponsor)Sie passen allgemein auf WerbelistenEinen neutralen Namen wählen, der den Inhalt beschreibt
Namen mit Trackingbezug (track, pixel, stats)Sie passen auf TrackinglistenEinen Namen passend zur echten Funktion wählen
Kritische Funktion hängt an einem Trackingskript eines DrittanbietersWird das Skript blockiert, fällt die Funktion mit ausKritische Funktionen im eigenen Code halten
Eigene Domain für Werbung und AnalyseDie ganze Domain kann gesperrt werdenMessung einplanen, die blockiert werden kann

Die ersten beiden Zeilen betreffen die Benennung. Konkret: Die letzten beiden betreffen die Architektur. Einen Namen korrigieren Sie leicht, an die Architektur müssen Sie dagegen von Anfang an denken.

Wie arbeiten Blockerlisten und warum können wir nicht alles wissen?

Communities oder Unternehmen pflegen Blockerlisten und aktualisieren sie regelmäßig. Anders gesagt: Ein neues Muster kann hinzukommen, ein altes verschwinden. Ein Dateiname, der heute keine Probleme macht, kann also in einigen Monaten welche machen.

Außerdem nutzt jeder Besucher eine andere Liste. Was der eine blockiert, sieht der andere. Deshalb führt ein Satz wie "dieses Wort wird immer blockiert" in die Irre.

Praktisch heißt das: Suchen Sie nicht nach einer festen Regel, sondern bauen Sie Gewohnheiten auf, die das Risiko senken. In der Praxis: Neutrale Dateinamen, die Trennung kritischer Funktionen vom Tracking und regelmäßige Tests wirken unabhängig davon, wie sich die Listen ändern.

Konkret können Sie einmal im Monat Ihre wichtigsten Seiten in einem Profil mit Blocker öffnen und den Ablauf von Formular und Warenkorb durchspielen. Dieser kurze Test ist viel günstiger als eine lange Diagnose später.

Warum sollten Sie kritische Funktionen nicht an Trackingskripte von Drittanbietern binden?

Wartet eine Schaltfläche darauf, dass ein Trackingskript lädt, funktioniert sie bei jedem Besucher mit Blocker nicht. Konkret: Schlimmer noch: Der Besucher merkt es, kann es Ihnen aber nicht sagen.

In einem gesunden Aufbau hängt der Hauptablauf nicht vom Tracking ab. Schaltfläche, Formular und Zahlung laufen mit Ihrem eigenen Code. Das Tracking ist eine zusätzliche Schicht, die den Ablauf auch dann nicht stört, wenn sie ausfällt.

  • Das Absenden eines Formulars darf nicht auf den Abschluss eines Tracking Ereignisses warten.
  • Der Zahlungsschritt sollte auch dann weiterlaufen, wenn ein Werbeskript nicht lädt.
  • Die Seite sollte lesbar bleiben, selbst wenn eine Schrift oder ein Widget eines Drittanbieters blockiert wird.

Außerdem muss Ihr Code fehlerfrei weiterlaufen, wenn das Skript fehlt. Anders gesagt: Am einfachsten testen Sie das, indem Sie die Seite selbst mit eingeschaltetem Blocker ausprobieren.

Dieser Ansatz schützt Sie auch bei Netzausfällen und langsamen Verbindungen. Fällt ein Dienst eines Drittanbieters aus, bleibt Ihre Seite erreichbar. In der Praxis: Das ist ein kostenloser Nebeneffekt der Vorsorge.

Wie führt ERR BLOCKED BY CLIENT zu Messverlust?

Analyse und Werbemessung stützen sich meist auf ein Skript im Browser und die Anfragen, die es sendet. Werden diese Anfragen blockiert, zählt der Besuch oder die Conversion nicht. Ihre Berichte zeigen dann weniger, als wirklich passiert ist.

Wie groß die Lücke ausfällt, hängt von Ihrer Website und Ihrem Publikum ab, deshalb nennen wir keinen Prozentwert. Konkret: Technisch versiertere Zielgruppen nutzen Blocker womöglich häufiger.

Wirken Ihre Conversion Zahlen auffällig niedrig, kann das ein Grund sein. Die vollständige Liste weiterer Gründe finden Sie in unserem Beitrag zu fehlenden GA4 Conversions. Anders gesagt: Wir wiederholen das hier nicht.

Wie Tags funktionieren, lesen Sie in unserer Anleitung zum Google Tag Manager. Für saubere Kampagnenlinks hilft außerdem unser UTM Generator.

Fehlen Conversion Daten für Werbeplattformen, optimiert die Plattform mit unvollständigen Daten. Messverlust ist daher nicht nur ein Berichtsproblem, sondern kann indirekt die Werbeleistung beeinflussen. Zur Meta Seite lesen Sie unsere Anleitung zum Meta Pixel.

Wie brechen Formulare und Zahlungsabläufe durch diesen Fehler?

Der Bruch sieht meist so aus: Ein Code auf der Seite hängt von einem Skript eines Drittanbieters ab, bevor er ein Formular sendet oder eine Zahlung startet. In der Praxis: Das Skript wird blockiert, der Code wirft einen Fehler, der Ablauf bleibt stehen. Der Nutzer klickt auf die Schaltfläche, und nichts passiert.

Das ist das teuerste Szenario, weil der Nutzer still verschwindet. Auf dem Server sehen Sie ebenfalls keinen Fehler, denn die Anfrage kam nie an.

Treffen Sie diese Vorkehrungen:

  • Trennen Sie den Sendecode vom Tracking Aufruf.
  • Fassen Sie den Tracking Aufruf in eine Struktur, die Fehler abfängt.
  • Zeigen Sie dem Nutzer eine klare Rückmeldung, falls etwas scheitert.
  • Testen Sie den kritischen Ablauf regelmäßig in einem Browser mit Blocker.

Beispielszenario: Bei einem Kontaktformular löst der Klick auf Senden zuerst ein Werbe Conversion Ereignis aus, und erst danach geht das Formular raus. Konkret: Unterbricht der Blocker das Ereignis, geht auch das Formular nicht raus.

Wie bedienen Sie Besucher mit Blocker ohne Fehler?

Das Ziel ist nicht, den Blocker zu schlagen. Das Ziel ist eine Website, die auch bei aktivem Blocker funktioniert. Anders gesagt: Wer einen Blocker austrickst, missachtet die Entscheidung des Besuchers, und es hält selten lange.

Bauen Sie Ihre Seite stattdessen so, dass sie elegant zurückfällt. Fehlt das Tracking, funktioniert die Seite weiter, und nur die Messung bleibt lückenhaft.

  • Liefern Sie Kerninhalte und Kernfunktionen von Ihrer eigenen Domain aus.
  • Machen Sie Komponenten von Drittanbietern optional.
  • Lassen Sie fehlende Komponenten die Seite nicht leer oder kaputt wirken.
  • Prüfen Sie für die Messung ergänzende Methoden, die Datenschutz und Einwilligung respektieren.

Als Ergänzung lesen Sie unseren Beitrag zur serverseitigen Messung. In der Praxis: Datenschutz und Einwilligung haben dabei immer Vorrang.

Können Sie diesen Fehler serverseitig beheben?

Nein, denn der Browser trifft die Sperrentscheidung, bevor die Anfrage Ihren Server erreicht. Änderungen an Servereinstellungen, Cache oder Firewall beseitigen den Fehler nicht. Konkret: Serverseitig können Sie nur die Adressen Ihrer Ressourcen neutraler gestalten.

Ein häufiger Fehler ist, das Problem dem Hostinganbieter zu melden. Der Anbieter sieht in den Protokollen nichts, weil es keine Anfrage gab. Prüfen Sie daher zuerst die Clientseite.

Ein weiterer häufiger Fehler ist, Besucher zu bitten, keinen Blocker zu nutzen. Manche Besucher stört diese Nachricht, und sie gehen. Anders gesagt: Besser ist, die Seite auch mit Blocker lauffähig zu machen.

Liegt das eigentliche Problem in der Verbindung zwischen CDN und Server, ist das ein anderer Fall. Dazu lesen Sie unseren Beitrag zum Cloudflare Fehler 522.

Wann liegt das Problem wirklich bei Ihrer Website?

Nicht jede Zeile mit ERR BLOCKED BY CLIENT ist harmlos. In der Praxis: Die folgenden Zeichen deuten darauf hin, dass die Ursache bei Ihnen liegen könnte.

  • Die blockierte Anfrage gilt einem Skript oder Stylesheet auf Ihrer eigenen Domain.
  • Der Fehler zeigt sich auch in einem sauberen Profil ohne Erweiterungen.
  • Viele verschiedene Besucher melden auf derselben Seite defekte Funktionen.
  • Der Name der blockierten Datei ähnelt einem Werbe oder Trackingmuster.

Trifft eines dieser Zeichen zu, reicht oft schon, die Datei umzubenennen oder an einen anderen Pfad zu verschieben. Denken Sie daran, alle Stellen anzupassen, die auf die alte Adresse zeigen.

Auch blockierte Bilder und Symbole gehören hierher. Konkret: Fehlt auf Ihrer Seite ein Logo, prüfen Sie zuerst den Status der Anfrage in den Entwicklertools. Fehlt ein Symbol in den Suchergebnissen, ist das ein anderes Thema. Anders gesagt: Dazu lesen Sie unseren Beitrag zum fehlenden Favicon in Google.

Ein Beispiel: Eine Galerie Bibliothek fügt ein Bild hinzu, dessen Dateiname ein Werbewort enthält. Einige Besucher sehen die Bilder nicht. In der Praxis: Nach der Vereinfachung des Namens hören die Beschwerden auf.

Welche Werkzeuge und Methoden helfen beim Testen?

Sie brauchen kein teures Werkzeug. Die Entwicklertools des Browsers und ein sauberes Profil reichen meist aus. Konkret: Öffnen Sie zwei Profile: eines ohne Erweiterungen und eines mit einem verbreiteten Blocker.

  • Öffnen Sie im sauberen Profil die Seite und notieren Sie die Fehler im Netzwerk Tab.
  • Wiederholen Sie im Blocker Profil denselben Schritt und vergleichen Sie den Unterschied.
  • Spielen Sie kritische Abläufe wie Formular, Warenkorb und Zahlung in beiden Profilen durch.
  • Wiederholen Sie denselben Test in einem zweiten Browser.

Zeigen die beiden Profile keinen funktionalen Unterschied, können Sie aufatmen. Gibt es einen, zeigt er genau, was Sie korrigieren müssen.

Zum Testen von Kampagnenlinks hilft unser Leitfaden zu UTM Parametern. Zudem kann dieser Fehler auf eine starke Abhängigkeit von Teilen von Drittanbietern hinweisen. Anders gesagt: Weniger Abhängigkeiten verbessern Tempo und Robustheit; lesen Sie dazu, wie JavaScript die Ladezeit beeinflusst.

Wie geht unser Team mit diesem Fehler um?

Wir von Talha Aslan und Team beginnen damit, die Frage zu klären: Haben Sie das in der Konsole gesehen, oder ist eine Seite wirklich nicht aufgegangen? Das sind zwei sehr verschiedene Situationen.

Danach läuft unsere Checkliste so:

  1. Wir bestimmen die blockierte Anfrage und ihre Domain.
  2. Wir vergleichen mit einem Profil ohne Erweiterungen.
  3. Wir prüfen, ob die Funktion vom Tracking abhängt.
  4. Bei Bedarf korrigieren wir Benennung und Ladereihenfolge.
  5. Bei Messverlust lesen wir die Berichte entsprechend.

Möchten Sie solche Robustheit von Anfang an in Ihre Website einbauen, sehen Sie sich unseren Webdesign Service an. In der Praxis: Für die Kampagnenmessung führt Sie unsere Seite zur Google Ads Verwaltung.

Was sollten Sie sich zu ERR BLOCKED BY CLIENT merken?

Kurz gesagt: Dieser Fehler sagt, dass eine Komponente auf der Browserseite eine Anfrage aus eigener Entscheidung gestoppt hat. Für Besucher heißt die Lösung, die Erweiterung zu finden und die Website zu erlauben. Konkret: Für Betreiber heißt sie, kritische Funktionen unabhängig vom Tracking zu bauen.

Eine Konsolenzeile ist nicht immer ein Defekt. Entscheidend ist, welche Anfrage blockiert wurde. Messverlust ist ein eigenes Ergebnis, daher sollten Sie ihn beim Lesen Ihrer Berichte im Kopf behalten.

Um Ihre Conversion Raten richtig zu lesen, nutzen Sie unseren Conversion Rate Rechner. Anders gesagt: Dieser Inhalt dient der technischen Information. Bei Netzwerkrichtlinien in Firmen fragen Sie Ihren Systemadministrator.

Häufig gestellte Fragen

Bedeutet ERR_BLOCKED_BY_CLIENT, dass ich einen Virus habe?
Nein, in der Regel nicht. Der Fehler sagt, dass eine Erweiterung oder Sicherheitskomponente Ihres Browsers eine Anfrage aus eigener Entscheidung gestoppt hat. Meist arbeitet Ihr Schutz also einfach. Macht eine unbekannte Erweiterung ständig Probleme, prüfen Sie anhand von Beschreibung und Berechtigungen, ob sie vertrauenswürdig ist, und entfernen Sie sie bei Bedarf.
Ist meine Website kaputt oder zeigt es sich nur in der Konsole?
Meist zeigt es sich nur in der Konsole und beweist nicht, dass die Website defekt ist. Prüfen Sie, welche Anfrage blockiert wurde. Bei einer Trackinganfrage läuft die Seite normalerweise weiter. Ist eine Datei für Formular, Zahlung oder Layout betroffen, liegt ein echtes Problem vor, und Sie sollten Ihren Code vom Tracking unabhängig machen.
Was kann ich tun, statt die Erweiterung auszuschalten?
Statt die Erweiterung auszuschalten, setzen Sie nur die betroffene Website auf deren Ausnahmeliste. So bleibt Ihr Schutz auf anderen Seiten erhalten. Menünamen unterscheiden sich je nach Erweiterung, suchen Sie daher am Symbol nach der Option, den Schutz für diese Seite zu pausieren. Laden Sie danach neu und leeren Sie bei Bedarf den Cache.
Kann mein Dateiname die Sperre auslösen?
Ja, das ist möglich. Blockerlisten achten auf Muster in Adressen, und Dateien mit Wörtern, die an Werbung oder Tracking erinnern, können versehentlich passen. Eine feste Liste verbotener Wörter gibt es nicht, weil das Verhalten je nach Liste abweicht. Neutrale Namen, die die Funktion beschreiben, senken das Risiko, und regelmäßige Tests fangen den Rest ab.
Beeinflusst dieser Fehler meine Messdaten?
Ja, das kann passieren. Werden Anfragen an Analyse und Werbeskripte blockiert, wird ein Besuch oder eine Conversion womöglich nicht erfasst, und Ihre Berichte zeigen weniger als in Wirklichkeit. Die Größe der Lücke hängt vom Publikum ab. Berücksichtigen Sie die Blockierung daher beim Lesen von Conversion Daten und prüfen Sie ergänzende Methoden, die den Datenschutz achten.
Was tun, wenn der Fehler auf meinem Arbeitsrechner bleibt?
Die Sperre kann aus einer Firmenrichtlinie statt aus einer Erweiterung stammen. Für die vom Administrator festgelegte URL Sperrliste gibt es in Chromium einen eigenen Code. Versuchen Sie nicht, die Richtlinie zu umgehen, denn das verstößt gegen die Regeln. Erklären Sie, warum Sie den Zugriff beruflich brauchen, und senden Sie Ihrer IT eine Anfrage für eine Ausnahme.
  • err_blocked_by_client
  • Chrome Fehler
  • Werbeblocker
  • Entwicklertools
  • Website Fehler
  • Tracking Skripte
  • Messverlust
Teilen:
Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

Nächstes Projekt

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Ihre Anfrage geht direkt an Talha Aslan und Team: Strategie von Talha, Umsetzung durch ein erfahrenes Team. Das Erstgespräch ist kostenlos, wir hören zu und melden uns mit einer klaren Roadmap.